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DampfersMolveen", den er

sinkend antraf.

Dalum:

ihren Mienen

bis 32 500 Mk. (still), Weizenmehl (100 Kilo)

Sommergerste, märkische 29 000 bis 30 SCO Hafer, märkischen 26 000 bis 27 500 ML, 2a Plata, waggonfrei Hamburg 32 000

4239'35 42G065 3790'75 3809'25

4103,70 4130, D BGfO?') 3709 25

30.04 828,- 614.45 149,60

wenig 39000 Mark. Mark, Mais,

Geld

379.5.-

12 5.-

Antw.'Brlissel . Holland Vonöon Paris Schweiz Spanien IinUen . 2isfabon«Oporto Dänemare.... 9<onueqen . .. . Schweden .... HeliinaiorS. . . . Nennork Deuisch-Desterr. Nudapejt Prag . Agram

Büch.rtisch.

Schmtdel, Abenteuer in

Bries 1172,95 8195 45 95488,15

1301.25 3774,40 3152,85

947,35

1413,95

4139,60

3441,35

1052,35

Frankfurter ^BoHSsttmme" zufolge ge­schah das, weil er unter Berufung auf seinen politischen Einfluß auf tle Pa eimitvjtoer !>ineDiensteöenFra»cgosenange- beten habe in Briefen, deren Unterwur- | gfeit kaum zu überbieten sei.

tragöbteOedipus" tn moderne Verhältnisse mutel die^ überaus tragische und ergreifende Familien­geschichte an. Von unheilvollen Irrwegen des Eros erzählt der Roman eines unftreitig hoch­begabten Verfassers.

Oskar Gluth, Der IanuSkopf. Deduka-Verlag, Dlllingen a. d. Donau. Ein Menschenkenner zeichnet in diesen kurzen No­vellen scharf umrissene Charakterbilder, die In ihrer buuten Mannigfaltigkeit ein Gesamtgemälde bes menichlichen Lebens ergeben. Auch der fesselnde Stil verrät ein starkes Talent.

Karl Widmaier: Der Erbe von Herrenroda. D-duka-Verlag, Dillingen an der Donau. Der neuerdings sehr bekannt gewordene Autor entrollt hier ein Familienbild, das auf grellste Gegensätze abgetönt ist. Doch im Grunde genommen handell es sich nicht um persönliche Differenzen, sondern um verschiedene Welt- und Staatsanschauungen, die zu gewaltsamer Aus­einandersetzung drängen.

1172.05 8154.55

95011.85 1:301,75 3755 i.O 31.37 15

942,65

27,82 752,- 55140

150,40

7835,-

27.37 19950,- 93750,-

905,- 1130,-

6'7,-

533,-

1025a -

Bries 3855,- 1275.-

5)60- 5990, 2214-1'50 2225550

27,68

748.- 54-8,6(1 14960

3020 832,- 617,55 150.40

22. Januar Anul. No ierg.

(Veld Brief 1276 SO 1283,20 8877,75 8922,25

104248 7.51047.1,2.5

7915.-

27.87

209 0,-

942.0,-

915,-

1140,-

613,-

547,-

10350,'-

14*1,0.5

4160.40

3458,65

10.77,65

- Ulrich Südamerika. (SammlungAlte Reisen und Abenteuer", Verlag von F.A.Drockhaus, Leipzig.) Der bayerische Patriziersohn Ulrich Schmidel aus Straubing hatte das Geschick, im Verlaufe ereig­nisreicher 20 Jahre einen Teil des inneren Süd-

5386,70 5413.50

1980035 19899'65

Märkte.

Derliner Produttenmarkt.

Berlin, 23. Jan. Am Prvduktenmarkt war das Geschäft außerordentlich ftilL Für Weizen war etwas billiger als gestern anzukommen, und für Roggen wurden nur teilweise dte letzten hohen

Kalte Füße-Schhflosigkeit

Wenn Sie im Bette kalte Füße haben, so können Sie stundenlang nicht schlafen und haben ain andern Tag«* Kopfschmerzen. Sie können dieses vermeiden, indem Sie vor dem Schlafengt-heu ein Kukirol-Fußbad nehmen. Es hillt die Füße warm und trocken, verhütet Erkaltungen und vorzeitiges Ermüden. Eine Packung Kukirol- Fußbad kostet nur 200 Papiennark. das sind genau 20 Vorkriegspfennige. Machen Sie bitte einen Versuch. Verkaufsstellen: Drogerie Wallenfels, > arkt 21.

Handel.

Berlin, 23. Jan. Am Devisenmarkt trat nach festem Beginn bereits im Verlaufe des Vormittags und etwas ausgeprägter bei Fest­setzung der amtlichen Kurse Abgabeneigung her­vor. die mit Pressenotizen zusammenhing, wonach die englische oberste Justizbehörde das einseitige Vorgehen Frankreichs im Ruhrrevier als einen Bruch des Versailler Frirdensvertrages bezeich­net habe. Der Dollarkurs senkte sich von 21 500 bis auf 20 000. Für Effekten erhielt sich die außerordentlich feste Stimmung im freien Ver­kehr und starker Begehr trat wiederum für West­deutsche Montan- sowie ei lige industrielle Sp^ial» Papiere hervor, von denen nur Zarpener, Man­nesmann, Stöhn, Hammersen und A. E. G. ge­nannt seien. Kriegsanleihen stiegen sprunghaft weiter, und es soll darin bei 105 und für Spar- Prämienanleihen bei 700 zu gröberen Abschlüssen gekommen sein.

F r a n k f u r t a. M., 23. Han. D ö r s e n st im­mun g s b i l d. Am Devisenmarkt machte sich eine leichte Abschwächung bemerkbar. Der Dollar setzte vormittags mit 21 750 ein und ging dann auf 21 000, später 20 750 und an der Börse auf 19 800 zurück. 3m Effektenverkehr von Bureau zu Bureau entwickelte sich ein ruhiges Geschäft. Die genann­ten Kurse lagen größtenteils über den gestrigen Schlußkursen. Deutsche Anleihen, Bankaktien und chemische Aktien fanden größere Beachtung. Aus­landsrenten blieben behauptet.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

K. G. Oeslerreichisches Generalkonsulat in Frankfurt a. M.

H. §. in L. Von einer Herabsetzung der älmsahsteuer für Genossenschaften von 2 Prozent auf IV2 Prozent ist beim hiesigen Finanzamt nichts bekannt. Betriebskosten sind nicht abzugsfähig. Rur der den Mitgliedern gewährte Rabatt kann abgezogen werden.

Dtter Achim. Mit kindlicher Einfalt paarte sich frvnrme Redlichkeit zu dem sympathischen Cha- Mterbild eines ehrlick^n Mannes, der zu seiner «stmten Umgebung in wohltuendstem Gegen- M steht. Als Anissa verstand es Rose R u b - ne r, dem Sieg des Bösen in dieser irregeleiteten Zmu glaubhaften Ausdruck zu verleihen, Ihr gesellte sich ebenbürtig die unheilvolle CßerfüJjrerin Datrjona (Qlugufte Marcks) zu. ohne jedoch in ' n Mienen die abgrundtiefe Gemeinheit dieses Billig verderbten Menschen klar wiederzuspiegeln. Oorc Schatte (Akulina) war in den ersten Akten

Hamburg, 22. Han. (WTD.) Der Ham­burger DampferNordschleswig" rettete auf der Ausreise nach Mexiko etwac.00 Meilen östlich von Abaco (Florida) die Besatzung des kanadischen r ' " " '

amerikas kennenzulernen, der später in das Dunkel der Sage zurücksank und erst unter großen Opfern im 19. Jahrhundert wieder neu entdeckt werden mußte. Es war der Krieg in seiner ab­schreckendsten Form, der zwischen den nach Gold lüsternen Weißen und den ihre Heimat verteidi­genden Indianern entbrannte. Wenn Schmidel nicht gerade als Forschungsreisender erstenRanges anzusprechen ist, so hat er doch durch seinen wahrheitsgetreuen Bericht der Wissenschaft einen wertvollen Dienst geleistet, und es ist darum zu begrüßen, daß sein Leben weiteren Kreisen bekannt wird.

Rupprecht, Kronprinz von Bayern, Reiseerinnerungen aus In­dien. (Verlag Josef Kösel und Friedr. Pustet, Kempten.) Auch wenn man den Autor nicht kennte, würde man dieses Reisebuch als ebenso lehrreich, wie unterhaltsam und sympathisch be­zeichnen müssen. Es wird außerordentlich viel klares Anschauungsmaterial gegeben, übrigens auch durch feine Abbildungen unterstützt. Der fürstliche Reisende hat sich zwar offensichtlich durch gründliche Studien auf seine Indienfahrt vor­bereitet, aber er teilt seinem Wissen die Lebendig­keit aller Eigenerlebnisse und intimer Einblicke in das Wunderreich mit Richts Bedeutsames gibt es in diesem interessantesten der Länder, das seinem Blick entginge, nichts, das er nicht bis auf den letzten Grund zu erforschen sich be­mühte. Der eigentliche Reisebericht umfaßt die nordischen Reiche, Birma, Südindien und Ceylon: nur die Westküste mußte, der dort herrschenden Pest wegen, gemieden weiten.

Die Volksschule, ein Sorgen­kind. Eine Kritik des deutschen Volksschulwesens in pädagogischer, finanzieller, politischer unb re­ligiöser Beziehung, verbunden mit Vorschlägen zur Schaffung eines neuen Volksschullehrerstandes von Prof. Dr. P 0 s s e l t (Dr. Eccartus). Leipzig, Theodor Weicher.

Ernst Lothar: Macht über alle Menschen. Verlag Georg Müller, München. Schon in diesem ersten Teile eines Romanzyklus verrät der Autor eine reiche Begabung zur Cha­rakterzeichnung und Spvachgewalt In ungeteilter Spannung folgt man dem ungewöhnlichen Schick­sal und Streben eines Henkers, der Macht über Menschen als Ziel seines Ehrgeizes erstrebt, aber in tiefster Enttäuschung den eingeschlagenen Weg als verfehlt erkennen muß.

QL E. Weirauch: Agonie der LeidenschafL Verlag Dr. Eysler & Co., Berlin. Mit feltener Meisterschaft versteht es die begnadete Dichterin in diesem Roman, den Leser zum restlosen Miterleben zu zwingen. In atemloser Spannung verfolgt man die schweren Konflikte innerhalb einer aussterbenden, ehemals hochstehenden Familie und fühlt die furchtbare Tragik des Ausgangs mit geradezu körperlichem Schmerz.

KarlDorromäusHeinrich: Flo­rian. Verlag O. C. Recht, München. Fast wie eine Hebertragung der antiken Schicksals-

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Sir. f vom 23. Januar enthält: Wahlen zum Movinzialtag. Verlängerung der Schuß» tfet für Hasen. SchulauSslüge. Tage- Mlder und Reisekosten der OrtsvorstandSpec- fitonen in den Landgemeinden. Aufstellung Me Gemeindevoranschläge für 1923. Auf- flMirilg der Gemeindevoranschläge; hier Dsituzderhaltnisse. Aenderung des ReichS-

23. Jnnimr Limit! Notierq. @elb "

elnkommensteuergeseyes. Bildung und Zu­sammensetzung der Schulvorstände. Ab­änderung des Hundesteuergefetzes. Neufest­setzung der Dienstwohnungsvergütungen. Zahltage der KreiSkafse. Einsendung der Kirchenrechnungen.

Vermischtes.

Der Mörder seines KindeS.

Berlin, 22. Ian. (Priv.-TeL) Im Dirchow- Krankenhaufe wurde der Kutscher Karl Lehmann verhaftet, der vor Dicr Wochen fein einjähriges Söhnchen ermordet und in Mückenberg bet Elsterwerda, wo ec früher be­schäftigt war, hinter einen Zaun geworfen hatte, wo das Kind mit einem Knebel im Munde tot aufgefunden wurde. Der Mörder, Seifen Frau im Frühjahr gestorben ist, gab an, es habe thrn der Mut gefehlt, sich nach dec Tat selbst zu töten.

Sträflings-Revolte.

Hamburg, 22. Ian. (WTD.) Auf dem Hofe des Poltzeigefär'ga.s^es überf.elen heute mor­gen drei Uhr OreiSträflinge einen P osten, schlugen ihn nieder, knebelten ihn, nahmen ihm die Waffen ab, flohen über die Mauer und enttarnen.

AuS Seenot gerettet.

Banknoten.

I-ranksurt a.M., 23. Januar. Schweizer Noten ftrnniöüfdje Noien Danis.be Noten Schwedische No en Holländische Noten Deutsch«Oe0erreich ä 100 Kronen Amerikanische Noten Englische No:en Iialieuische Noien Netchsche Noten llnanrtfdie No en Tschechoslowakische Noten .... Norweaische Noien Numäntsche Noten Spanische Noten

noch etwas unfrei; erst in der Schlußszene ge- Dann sie mehr überzeugende Wärme, während 36rifirne Castein als 10jährige Anjutka durch kindliche Natürlichkeit sehr ansprach. Eine Mchtjge Figur, voll erquicfenSen Humors, schuf -Heinz De ch st e i n in dem alten Mitritsch. Karla Keller überschritt beim ersten Auftreten als Marina in ihren Gefühlsausbrüchen die Grenze Les Natürlichen und Erträglichen: im letzten Auf- ug dagegen fand sie den rechten Ton schlichten Mgefühls. Die übrigen zahlreichen Neben­personen traten im Rahmen des Ganzen zu me­ng hervor, um ein eingehenderes Urteil bean- sEpnchen zu können. Sie boten durchweg Befrie- QigenLes.

Erfreulicherweise kann auch diesmal die Be- refrmg des Hauses gut genannt werden. Es ist hoffen, daß man diese Feststellung auch bei den folgenden Aufführungen des Werkes machen tann. Meich starke Anerkennung wie gestern wird man i-« vortrefflichen Aufführung getrost Voraussagen Ebnen. tr.

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h. 23. llcm. Unsere fc te Bedrängten li Sammlung ttianfit gebnis hatte: über 12005 r 100 Zentner KartM öetteide, mehrere Zenac ntner Gemüse.

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irt a. L, 23 Zan. & bas bedrängte Ruht franffurt machtvolle 'S» Werken und aus M ' gesammelt. 3n den uiti eien sich die Angeslcll» ;ent ihres Gehaltes te ägung zu stellen. Her der 5MdelSkammer «r Handels, der Onbufte des Gewerbes unter > mhmerverbände stark bt , in der eine grohzW u I MterslüMg mM '

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99 000 bis 106 000 Mk ffttID, RvggenmelA (100 Kg.» 87 000 bis 93 000 Ml. (still), Weizenllere 19 000 bis 20 000 Mk. (stetig), Roggenlleie 19 000 b»S 20 000 Mk. (stetig), Raps 52 000 bis 55 000 Mk. (fest), Dikloriaerbsen 57 000 bis 60 000 Mk., kleine Erbsen 48 000 bis 51 000 Mk., Lupinen, blau 23 000 bis 25 000 Mk.. öeraöella, alt 70 000 bis 75 000 Mk., Rapskuchen 21 000 bis 22 000 Mk., Trockenschnitzel 10 500 bis 11 500 Mk. Rauh- f uttcr: Weizen- und Roggenstroh, braßt geb. 10 800 bis 11 903 Mk., Haser-stroh. drahtgepreßt 10 800 bis 11 903 Mk., Stroh, strohseilgeoündelt 10 600 bis 11 000 Mk., Wiesen Heu, gut, gesund und trocken, Vormahd 10 000 bis 10 700 Mt., Rach- mahd 9800 bis 10 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.)

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Erklärungen des Reichskanzlers.

Köln, 23. Ian. (WTD.) In einer Unter­redung, die der Derliner Vertreter der .Köl­nischen Z itung mit dem Reichßkanzler Dr. Cuno hatte, führte dieser u. a. aus:

Wir haben das Schicksal nicht herausgefor­dert, aber nun sind wir entschlossen, es durch- z u f ü b r e n, mannhaft und zielbewußt. Denn wir wissen heute, daß durch nichts die Be­setzung des Ruhrgebietes abzaweh- ren war, Wohl aber hätten wir, wenn wir uns dem Gewaltatt gebeugt hätten, das Selbstver­waltungsrecht Deutschlands unrettbar verloren. Die Welt hätte uns nicht verstanden. Isolierung und Verachtung wären die Antwort gewesen, während wir heute überzeugt sind, das Recht auf unserer Seite zu haben. Die Franzosen mögen mit ihrer Politik fortfahren, sie mögen neues älnrecht zum alten fügen. Die Politik der Ausweisung hoher Beamten aus dem Rheinland wird die deutsche Beamtenschaft nicht in ihrer Pflichttreue beirren. Das ist ja selbstverständlich. Sollte der französische Oberkommandierende die Fortführung dieser Politik durchsetzen und den Gewallplan ve.wirklichen, daß der recht- mäßige undgesetzmäßigeWider st and der Beamten durch Massenausweisungen zu brechen sei. so würde, ganz abgesehen von der Reck)tlosigkeit eines derartigen Vorgehens, auch dies nur dazu führen, das ganze französische älnternehmen ad absurdum zu führen. Es ist die Vermutung aufgetaucht, daß die französische Poli­tik sich mit der Ruhrbesetzung für später ein Glacis oder Pfand schaffen möchte, um da­mit bei der Räumung Bedingungen za er­zwingen, die das Band zwischen dem Rhein­land und dem übrigen R e i che lockern sollen. Eine solche Absicht liegt als Eventualabsicht durch­aus im Rahmen dessen, was wir von Frankreich nach dem Gang der Geschichte zu gewärtigen haben. Auch solchen 'Versuchen gegenüber bleibt es bei dem. was ich bei der Uebernabme der Regierung aussprach, daß fürkeinedeutsche Regierung es irgend etwas gebe, wofür sie ausschließlich die unmittelbare und untrennbare Einheit mit dem Rheinland preisgebe. Die Gedanken des nationalen Staates uni> der nationalen Freiheit, die von unfern Gegnern als Ziel ihrer Kriegführung und die uns in den Vorfriedensverhandlungen als Grundlagen des Friedens bezeichnet mürben, sind zu stark, als daß sie nicht siegen müßten. Die rheinische Bevölkerung und die Ruhrbevöllenng kämpfen heute für dieses Recht und das ganze deutsche Volk kämpft mit ihnen. Die Franzosen mögen gegen diese stärksten und ehrwürdigsten Rechte jeder Nation anrennen, aber jeder neue gewalttätige Angriff härtet aufs neue alle Be­schlüsse der deutschen Regierung, die Einig­keit unseres Volkes und die Treue des Reiches zum Rheinland.

Notierungen bezahlt. Gerste inländischer Her­kunft hat nur geringen Verkehr, dagegen wird Donaugerste für den Norden in rumänischer Cis- Ware stark gehandelt. Für die Übrigen Artikel war die Preisbildung bei geringem Interesse verändert. Weizen, märkischen 38 000 bis Mk., Roggen, märkischen 34 500 bis 36 000

Gießener Stadtthealer.

Macht der Finsternis.

Drama in 5 Aufzügen von Leo Tolstoi.

Gießen, 24. Januar 1923.

Noch heute hat das anfangs der 80er Jahre vorigen Jahrhunderts geschriebene Werk des coabten russischen Dichters seine volle Lebens- sche nicht eingebüßt. Man darf dies weniger inem naturalistischen Charakter, der dem heutigen t.'.schmack entgegentommt, zusch e.ben, als Diel- iet>r seinem unb.rgäng ichen Grundgedanken, daß H alle Schuld aus Erden rächt So wächst das ama über seine typisch russische Umrahmung > mus zu allg.mc.in mens hliche.- Bedeutung. In i'l allzu greller Beleuchtung toben sich in der Nacht der F i n st e r n i s" Leidenschiften, die »>s dem Dunkel des Herzens geboren werden is, und eine böse Tat gebärt fortzeugend immer cjc Ve br d;en. Der c raue wo le Reigen furckt- afler Geschehnisse stellt an des Zuschauers Nerven ie schwersten Anforderungen, und darum kann ic Losung, die Tolstoi bietet, nicht volle Ent- ammng und Befreiung bringen. Der sittlichen Zeltordnung wird nicht Genüge geleistet durch ic Sühne eines einzelnen, der nicht einmal der puptschutdige ist. Der Abschluß des Dramas ruß unbefriedigend wirken, weil die rächende lemesis nicht alle Beteiligten an den ©reueltaten fcr verdienten Strafe zuführt.

Ansere Künstler hatten gestern wieder einen gwsscn Tag. Die Wiedergabe des Dramas wurde linier Adolf Telekys Leitung zu einer weit über den Durchschnitt hinausragenden künst- Kuschen Tat. Vor allem sei auch der stilvollen Monierung gedacht, die das russische Baiern- »i.teu naturgetreu traf und somit tul.urgeschichtl. Dcrt errang. Wenn man auf die Einzelheiten der $aStellung eingeht, so läßt sich auch hier fesl- siktlen, daß manche gerabeau hervorragende Pro- foi wahren Könnens geboten werden. So sei »nächst der verdienstvolle Spielleiter Adolf T e» !< k h als Dauer Peter genannt. Die letzten Ligenblicke des qualvoll sterbenden, unglück- Tdm Mannes wurden wohl für jeden der Zu- sctouer zu ergreifender Wirklichkeit. Nicht min- &r überzeugend wußte Georg H e d i n g den Hncht Nikita in seiner Leichtfertigkeit, feiner Hchnapsseligkc.it und dann in seinen furchtbaren -twissensqualen, die ihn schließlich zur läutern» tn Sühne führen, zu verkörpern. Eine lebens­wahre Gestalt war auch Karl Volck als Nilltas