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* Heber Nachzuchten i m Zoologi- scheu Garten in Frankfurt a. M. to-irb uns berichtet: Als neueste Zuchtereignisse smd die Geburt eines weiblichen Damhirsches und ernes Reh-Zwillingspaares zu verzeichnen. Auf den Weiheianlagen tummeln sich junge Kasarkas unb chilenische Pfeifenten. Die jungen Kanadagänse, Moschusenten und Leichhühnchen schreiten gut in der Entwicklung fort. Besondere Freude macht den Desucheim die rasche Entwicklung der jungen Störche, die schon tüchtig das „Klappern" üben. Neuerdings ist wieder ein Wurf reizender junger Maskenschweinferkel vorhanden. Geschenkt wurden junge Waldeulen, Waldkäuze und Bussarde. Die Dressuren der jungen Löwen, des Elefanten „Benita" und deS Seelöwen „Flock" werden regelmäßig vorgeführt.
DUNLOP
Im Gebrauch die billigste Bereifung
Die Weltmarke bürgt für Qualität!
Samstag, 23. Juni 1923
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Zweites Blatt
Ii. U5
Die neuen Postgebühren ab 1. Juli 1923
Mk. einschl.
Gr.
300
450
600
750
900
100 000
200 000
300 000
400 000
500 000
750 000
-s
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Mk. Mk. Mk. Mk. Mk.
einschl. cinschl. einschl. einschl. einschl.
bis 200 000 bis 300 000 bis 400*000 bis 500 000 bis 750 000
bis 1 000 C00
Eisenbcrhnmitzstände im Gießener Wirtschastsbezirk
Aus StKdt und Land.
Dieben, den 23. Juni 1923.
Sommerfahrkarteu und Fahrscheinhefte.
Die Erhöhung der Eisenbahntarife, von der wir berichteten, soll möglichst lückenlos durchgeführt werden. Bon Ixt zum 1. Juli eintretenden Tariferhöhung sollen auch die Sommersonderzüge nicht ausgenommen werden. Die Fahrpreise für diese Züge werden ebenfalls erhöht, soweit der Vorverkauf nach dem 22. Juni beginnt. Ihre Benutzung bietet außer der Ermäßigung von 25 Prozent immer noch den Vorteil, daß sie zur Rückfahrt innerhalb zweier Monate ohne Nachzahlung auch dann gelten, wenn die Tarife weiter erhöht werden sollten. Dagegen dürfen Fahrscheinhefte deS mitteleuropäischen Reisebureaus, die
Die wesentlichsten Gebühren, die vom 1. I u l i an im Post-, Postscheck-, Telegraphen- und <zern- sprechverkehr
innerhalb Deutschlands
gelten, sind folgende:
Postkarten im Ortsverkehr 60 Mk., im Fernverkehr 120 Mk.
Mk., über Mk., über Mk., über Mk., über Mk., über
1050 Mk., über---------- -- - . .
1200 Mk.. über 1 000 030 bis 2 000 000 Mk. einschl. 1500 Mk., über 2 000 000 Mk. (unbeschränkt) 2000 Mk., für bargeldlos beglichene Zählkarten dieselbe Gebühr, höchstens jedoch 600 Mk. für eine Zahltarte: für Kasfenschecks, die bargeldlos beglichen werden, 1 vom Tausend des Scheckbetrags, für Barauszahlungen mit Postscheck 3 vom Tausend des Scheckbetrags, Mindestgebühr 1 Mk. Psenniobeträge werden auf volle Mark ab»
heit sie allerdings kraft Aktienbesitz hat) m die Wege leitete, die ihr merkwürdigerweise auch d»e Zustimmung manct^r Gemeindcvertreter brachte. Daß mit diesem Vertrag den Gemeinden nicht gedient ist, bedarf n ach dem oben Gesagten wohl keiner werteren Begründung, und das ist offenbar auch die Ansicht der Aufsichtsbehörde, die, wie wir zuverlässig zu wissen glauben, diesem Vertrag die Zustimmung versagen dürfte. Die Firma Lenz wird also mit diesem Dertragsschach- zug voraussichtlich ebensowenig Glück haben, wir mit der geplanten Rückzahlung der Eiseidahnobligationen, auf deren Annahme die Gemeinden klugerweise emstweileii verzichtet haben. — Arn nächsten Montag wird nun in Butzbach eine Versammlung stattfinden, an der Vertreter der Regierung und der beteiligten Kreisämter, sowie Abgesandte der Gemeinden und der Firma Lenz & Co. zur Erörterung der Beschwerden gegen den Bahnbetrieb teilnehmen sollen. Mir möchten dringend wünschen, daß die Vertreter der benachteiligten Gemeinden sich dort kräftig regen, um den berechtigten Verkehrsbelangen ihrer Orte Erfüllung zu verschaffen, und bei Behörden, insbesondere aber dec Regierung möchten wir den Wunsch aussprechen, nun endlich der Drhn- bctriebsfühierin Lenz & Co. begreiflich zu machen, daß die Butzbach — Lich — Grünberger Dahn nicht nur für die Interessen der Berliner Aktienmehrheit, sondern nach der Konzessionsurkunde auch für die Befriedigung der berechtigten Verkehrsinteressen zahlreicher oberhessischer Gemeinden da ist.
Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gr. 120 Mk., über 20 bis 100 Gr. 180 Mk.. über 100 bis 250 Gr 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 Ml.; im Fernverkehr bis 20 Gr. 300 Mt.. über 20 bis 100 Gc. 360 Mk.. über 100 bis 250 Gr. 450 Mk., über 250 bis 500 Gr. 540 Mk.
Für nicht oder unzureichend fvrigemachte Postkarten und Briese wird das Einrinhalbfache des Fehlbetrags, unter Ausrundung auf eine durch 10 teilbare tWarksumme, nacherhoben.
Drucksachen bis 25 Gr. 60 Mk., ubrr 25 bis 50 Gr. 120 Mk., über 50 bis 100 Gr. 180 Mk., über 100 bis 250 Gr. 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 M!., über 500 Gr. bis 1 Kg. 450 Mk., über I bis 2 Kg. (nur für einzeln versandte, ungeteilte Druckbände zulässig)
Die Butzbach—Lich—Grünberger Bahn. Die Biebertalbahn.
Seit Anfang dieses Jahres leiden ausge- Lintc Bezirke unserer ob-whessischen Heimat Q der angrenzenden preußischen Gebietsteile girier außerordentlich stark fühlbaren Eisen- jahnverkehrsmißständen. Wähvend dir Reichsbahn Verwaltung dir seinerzeit unter dem drucke der ärgsten Kohlenschw.eiigkiten ange- )--nete D-rkehrsdrosselung mittlerweile erheb- !ch gemildert hat und jetzt wenigstens den lebens- ^chtiren DerkehrSbedürfnisse-i cec Oefsentlich'.eit entspricht, haben dir beiden Da habet rieb s- iiternehmungen, die wir hier erneut znm Gegen- ftriö der öffentlichen Kritik machen, sich nicht im «.-ringslen bemüht, nach dem Vorgehen der Rcichs- khn nun auch ihrerseits den fast bis zum Sterben ... oder richtiger erbrof leiten Pwsvnenzugver- W auf ihren Strecken wieder etwas mehr zu it-Iebcn, obwohl auch sie in der Kohlenfrage jetzt ggut dastehen und ihre Einnahmen nach den
Tarifen der viel leistungs w i l l i g e ren zbahn eingestellt haben. Beide Firmen n sch seit Monaten den hemmungslosesten nehmeislandpunkt zu eigen und treten die I»raffen ihrer Anliegergemeinden und die ver- lich übernommenen Verpflichtungen rücksichts- mit Füßen. Es sind harte Worte, die wir zur Charakterisierung des Geschäftsgebarens beiden kritisierten Dahnbetriebsleitungen an- den. aber die sorgfältige Wägung aller Um» de gestattet unS nicht, nach den vielfachen ,eblichen Ermahnungen jetzt noch müdere Sai- anzu schlagen.
Wie außerordentlich groß die Rücksichtslosig- und krasse Dertragsrnißachtung gegenüber len oberhessischen Drvöllerungsschich'en ist, t ‘ die Detriebsführerin der Butzbach — h — Grünberger Dahn, dir Firma Lenz & Co. in Berlin. Beim Dahnbau waven d« an ihren Strecken gelegenen Gemeinden gut flnnig zur kostenlosen Hergabe des Dahngeländes ü1t) zu anderen entgegenkommenden Leistungen: |(t)t aber in der wirtschaftlich sehr schweren Zeit l<imt diese Berliner Firma nur i hr Aktiv- nörinteresse und pfeift kaltlächesnd auf alle berechtigten Derkehrsbelange der Wiliegergemein- den. 3m „®ieb:-.fer Anzeiger" ist dieses Der- eilten der b^triebsführe iden Fiimri wl-Ä>erholt k ltisiert worden. (Dergl. Nr. 11 vom 13. Zan., Ar. 13 vom 16 Can. und zahlreiche weitere kurze Ototi-jeii.) Diese Kritik war bis jetzt erfolglos, und cb.'aso wenig vermoch'.en di: zahlreiche Beinühun- ANi der vor der Firma Lenz & So. schwec brnach- kiligten Gemeinden, die Firma zu einem Zug- »nkehr zu bestimmen, der wenigstens einigermaßen ern vertraglichen Verpflichtungen der Betriebs- Irhrerin entsprechen würde. 3n neuester Zeit hat ,fii) nun die Firma Lenz & So. zwei Dinge geleistet, die außerordentlich bez-richnmd für ihre !§efchästspraxis sind und die aufs neue beweisen, d,iß die Lirma Verträge handhabt nach dem Grundsatz »wie ich sie auffasse", ad 1. Sie hat rinen neuen Fahrplan herausgegeben, der für de Strecke Butzbach—Lich—Grünberg elf Zuge b:mgt. Davon versehren aber vier Werktagszüge i J auf weiteres überhaupt nicht, so daß man sich mit Rocht fragt, warum man diese Züge denn überhaupt m den Fahrplan ausgenommen hat. Lnei weitere Züge sind als Sonntags^uge bo- ;:chnet, von denen zwei zwischen Butzbach und lich fahren, wählend die Strecke Lich—Grunberg tot liegt die dann nur am Sonntag nachmittag Don einem Zug in der Richtung ©vunberg— Etzbach befahren wird. Von Butzbach nach Lich veckehren jetzt werktags mir folgende Zuge, morgens 8 04 llhr ab Butzbach, au Lich 9.02 älhr, r.Qdym. 5,10 älhr ab Butzbach bis Ctlrugshausen an 7,10 älhr. Don Butzbach bis Grün- Urq wird zur Zeit kein einziger
3 u g befördert. 3n der umgekehrten
Lichtung ist der Bahnbetrieb genau so jammer« Ich; morgens geht ein Zug von Ettlngshausen jlb 520 Uhr) bis Butzbach, an 7.09 llhr dann rin Zug von Grünberg ab mittags 12.20 Uhr, an Butzbach 3,56 Llhr, der aber mir bei eigenem Bedarf der Bahn bis nach Grünberg her.rn- lfeuhrt wird, während er sonst nur bis nach Oueckborn kommt und dort Kehrt macht. Sir der übrigen Zeit ruht der ge- scmle Personen,Zugverkehr auf der Strecke t-rünberg—Lich—Butzbach. Wer in der Miitags- -eit in Ditzbach oder in Lich zu tun hat und in einer Gemeinde an der Butzbach-Licher Bahn wohnt, muß jetzt entweder stundenlange Wege machen oder den Llmweg über Gießen fahren. Aehnlich miserabel ist der Betrieb auf den übrigen Strecken dieser Firma. Dabei hat die De- TTicbSiübvciin genügend Kohlen zum vollen Bahnbetrieb! Jedoch die Firma Lenz & So. icimte sich mit solchen Bagatellsachen, wie Verkehrswünsche der Anliegergemeinden, nicht auf- ixilten sie mußte ihre Sorge größeren Dingen für sich zuwendm, die nach ihrer Ansicht weit wichtiger sind. Llnd so hat sie sich ad 2 denn bemüht, einen neuen Vertrag mit der Bahg- eigentümerin (der Tu tzbach-Licher El enbahnge>e.I- schaft zu der auch die ©emrinöen gehören, die da auch 'mal was zu sagen haben) unter Dach und Faw fru bringen, der ihr die Bahn bis zum 31. März 1951 ausliefern sollte. Dieser Der- tragsentwurf hat uns beim Studium öfter aufs höchste erstaunen gemacht, denn er ist so stark auf das Geschäftsintercsie der Firma Lenz zugeschnit- tm daß daneben die Interessen der Bevölkerung " «aml-ch verschwinden. XI. a. enthält dieser
Vertragsentwurf im § 11 Abs. 2 bis folgende fa- mvse Bestimmung: „Die Detriebssiihrerin (die Firma Lenz & So.) „kann nicht gezwungen loerben, die Anzahl und Lage der Züge unwirischaftlich zu gestalten “ Diese Bestimmung bedeutet in der Praxis, daß die Firma Lenz sich das ver trag- kiche Recht (das sie bis jetzt noch nicht hat) sichern will, den gesamten Personenverkehr kraft Vertrags st illzu legen. Zur Zeit und jedenfalls auch nvch verschiede^ künftige Zähre ist nämlich der Personenverkehr allein nicht wirtschaftlich dagegen bringt aber bet Güterverkehr gute Einnahmen, Den wirtschaftlichen Güterverkehr möchte die Firma Lenz sich unaeftort erhalten, den Personenverkehr aber will sie ausfliegen lassen. Mit diesem famosen Der- traasentwurf, der auch in mancher anderen Hinsicht sehr anfechtbar ist, hatte die Firma.Lenz es fo eilig daß sie zu seiner Beratung und Beschlußfassung gar keine ordentliche Aufsichtsratsv^samm- lang veranlaßte, sondern eine s chr is tl iche Ab« Kimmung unter dem Aussichtsrat (besten Mehr-
Das zweite Bahnunternehmen, welches ebenso tark und andauernd die öffentliche Kritik herausordert, ist die Diebertalbahn. Auch hier ist es eine Berliner Firma, die Allg. Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, die, obwohl si- nanziell sehr gut gestellt - die Aktien tixrbai an bei Berliner Börse gegenwärtig mit ZOO 000 Mark p»o Aktie gehandelt — ebenso unbeirrt die öf- entlichrn Interessen zu Gunsten ihrer pcipatwirl- chastlichen Gewinntendenz vernachlässigt. Weder die öffentliche Kidtik (vergl. .Gießener Anzeiger" Nr 29 vom 3. Februar, Nr. 35 vom 10. Februar, Nr. 71 vom 24. März), noch die Vorstellungen der Gießener Stadtverwaltung, der beteiligten Land- büigermeiftereien der ober hessischen Prownzial- direltion, der Gießener Handelskammer und des Gießener Detaillistmeereins, sowie privater Do- schverdeführer haben bisher eioeicht, daß die Unternehmerin den ihr in der Konzessionsurkunde aufex legten Verpflichtungen nachkommt. Ebenso wie die Firma Lenz bildet sich offenbar auch die Allgemeine Deutsch? Kleinbahn-Gesellschaft em. Recht und Vertragsmoral mit Füßen treten zu I können Statt der vertragsmäßig festgesetzten vier P e r s o n e n z ü g e täglich in jeder Richtung, fuprt die Betriebsleitung, die ausveichmde Kohlenvorräte besitzt, unentwegt nur je eine Früh- und I eine Abendsahraelegenheit in jeder Richtung über die Strecke, wobei eS sich jetzt aber nicht etwa um Personen züge, sondern nur noch um Personen wagen in den auch dem Rangierdicnit I dienenden Material- und Güterzügen handelt. Daß diese Beförderungsart mit all ihren unangenehmen Drgleiterschxinungen auf die Dauer I ebenso unerträglich ist. wie die überaus große I und im Widerstreit zu einet gedeih! ichm VertehrSpvlitik stehende Sellenheit der Fahr- möglichkeiten. dürfte für jeden Einfichtigen I ohne weiteres klar fein. Lind daß die Bieber- I talbahn schon lange auch keinerlei Sonntagsverkehr mehr leistet, der weiten städtischen Devölke» i-ungskreisen die Möglichkeit böte, sich nach des Wei'ktags Last und Muhen in den herrlichen Waldungen des Biebertals zu erholen und neu zu kräftigen für den Daseinskampf der folgenden Woche, sei hier nur deshalb nochmals betont, um das Bild dieser Dahnjärnmerlichkeit erneut in vollem Umfange öffentlich festzuhalten. Neuerdings haben nun die Gießener Stadtverwaltung und Pas hessischr Ministerium der Finanzen, Abteilung für Verkehrswesen, gewisse Schritte unternommen, um die Detriebsführerin zur zufriedenstellenden Erfüllung ihrer Verlragspflicht anzuhalten. Dieses Vorgehen kann von Erfolg gekrönt fein, wenn es auch von der preußischen Seite und von der berufenen Reichs - ! stelle her mit tatkräftiger Entschiedenheit unter“ stür.t wird. 3m Interesse der Allgemeinheit möchten wir den Wunsch aussprechen, daß zunächst einmal das Landratsamt in Biedenkopf als zuständige preußisch» Kreis- behörde hier ungesäumt näch dem rechten sieht, damit den benachteiligten Kreisbewohnern Hilfe gebracht wird, und ferner möchten wir der Regie r u n g in Wiesbaden raten, jetzt eine verständnisvollere Haltung gegenüber den Teschwrrden der ihr anoertrauten Bevölkerung des Diebertales anzunehmen, als sie vor einiger Zeit gegenüber einer privaten Beschwerde in dieser Angelegenheit zu erk.nnen gab. Außerordentlich förderlich für die Befriedigung ber berechtigten Interessen der schwer benachteiligten Gemeinden würde es aber sein, wenn die preußische Staatsregierung in Berlin und das Reichsverkehrsministerium selbst diesem Derkehrslkandal ihre Aufmerksamkeit schenken würden. Möge sich eine preußisch- hessische Einheitsfront bilden, bie ten Anliegergemeinden der Biebertalbahn nun endlich die Erfüllung der Rechte und Verkehrsnotwendigkeiten sicherstellt, die ein allzu robuster Unteimehmergeist ihnen in vertragswidri- ‘ g e r Weise vorentyaltrn will.
600 Mk.
Sfe niedrigere Gebühr für Ansichtskarten, auf deren Vorderseite außer dem Ort, dem Datum und der Llnterschrift Grüße oder ähnliche Höflichfeitssormeln mit höchstens fünf Worten niedergeschrieben sind, fällt weg.
Geschäftspapiere und Mischsen- dungen bis 250 Gr. 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 Mk., über 500 Gr. bis 1 Kg. 450 Mk.
Warenproben bis 100 Gr. 180 Mk., über 100 bis 250 Gr. 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 Mk.
Nicht freigemachte Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben werden nicht befördert. Für unzureichrnd freigemachte Sendungen dieser Arten wird das Eineinhalbsache des Fehlbetrags, unter Aufrundu.ig auf eine durch 10 teilbare Marksumme, nachrrhoben.
Päckchen bis 1 Kg. 600 Mk.
Pakete l.Zone (bis 75 Km.) bis 3 Kg. 800 Mk., in der 2. Zone (über 75 bis 375 Km.) 1600 Mk., 3. Zone (über 375 Km.) 1600 Mk., über 3 bis 5 Kg. 1200 bzw. 2400 bzw. 2400 Mk., über 5 bis
6 Kg. 1400 bzw. 2830 bzw. 4200 Mk., über 6 bis
7 Kg. 1600 bzw. 3200 bzw. 4830 Mk., über 7 bis
8 Kg. 1500 bzw. 3600 bzw. 5400 Mk., über 8 bis
9 Kg. 2000 bzw. 4000 bzw. 6000 Mk., über 9 bis
10 Kg. 2200 bzw. 4400 bzw. 6600 Mk., über 10 bis 11 Kg. 2500 bzw. 5000 bzw. 7500 Mk., über 11 bis 12 Kg. 2800 bzw. 5600 bzw. 8400 Mk., über 12 bis 13 Kg. 3100 bzw. 6200 bzw. 9300 Mk., über 13 bis 14 Kg. 3400 bzw. 6800 bzw. 10 200 Mark, über 14 bis 15 Kg. 3700 bzw. 7400 bzw. 11 100 Mk., über 15 bis 16 Kg. 4000 bzw. 8000 bzw. 12 000 Mk., über 16 bis 17 Kg. 4300 bzw. 8600 bzw. 12 900 Mk., über 17 bis 18 Kg. 4600 hzw. 9200 bzw. 13 800 Mk., über 18 bis 19 Kg. 4900 bzw. 9800 bzw. 14 700 Mk., über 19 bis 20 Kg. 5200 bzw. 10 400 bzw. 15 600 Mk.: Zeitungspakete bis 5 Kg. 600 bzw. 1200 bzw. 1200 Mark.
Wertsendungen (Wertbriefe und Wertpakete) die Gebühr für eine gleichartige eingeschriebene Sendung (bei unoerfi eg eilen I Wertpaketen wird die Er.rschreibgebühr aber nicht erhoben) und die Dersicherungsgebühr, die beträgt bei Wertbriefen und versiegelten Wertpaketen für je 10 000 Mk. der Wertangabe oder einen Teil von 10 000 Mk. 100 Mk., bei unversiegelten Wertpaketen (zugelassen bis 500 000 Mk.) 50 Mk.
Postanweisungen bis 5000 Mk. 200 Mark, über 5000 bis 10 003 Mk. 400 Mk., über 10 000 bis 50 000 Mk. 800 Mk., über 50 000 bis 100 000 Mk. 1200 Mk., für je weitere 100 000 Mark oder einen Teil dieser Summe bis zur Erreichung des Meistbetrags von 500 003 Mk. mehr 600 Mk. (Der Meistbetrag ist von 100 000 Mark auf 500 C00 Mk. erhöht.)
Die Einschreibgebühr ist auf 300 Mk., die Vorzeigegebühr für Nach nahmen und Po st aufträge auf 150 Mk. festgesetzt: die am 15. Januar bei Nachnahmen und Post- I austrägen eilngeführte Einziehungsgebühr von 1 I von jedem angefangenen Tause-nd der eingezogenen Beträge bleibt unverändert. Sie wird I von dem ein gezogenen Betrag abgezogen und muß u 11 daher bei der Nachnahme- oder Austrags- summe von dem Abfender berücksichtigt werden.
Für die E i l z u st e l l u n g sind bei Voraus- zahluno zu entrichten für eine Driefsendung nach 'dem Ortszustellb^irk 400 Mk., nach dem Qanb- zustellbrzirk 1200 Mk.: für ein Paket 700 bzw. 1500 Mk.
Dar eingezahlte Z a h l k a r t e n bis 5000 Mk. einschl. 50 Mk., über 5000 bis 10 030 Mk. einschl. 100 Mk., über 10 003 bis 50 000 Mk. einschl. 200 Mk., über 50 000 bis 100 030 Mk. einschl.
gerundet.
Im
Telegraphenverkehr
sind die wichtigsten Gebühren für Ferntele- gramme: Grundgebühr 403 Mk. und außerdem für jedes Wort 200 Mk., Ortstelegramme: Grundgebühr 200 Mk. und außerdem für jedes Wort 103 Mk., Zustellung bei ungenügender Anschrift 600 Ml., abgekürzte Telegrarnmanschrif- ten jährlich 60 000 Mk.. regelmäßige besonders Zustellung jährlich 60 003 Mk.. Vorausbezahlung der Eilbestellung (XP) 1200 Mk., Stundung der Telegraphengebühren 2 v. H des Rechnungsbetrags, außerdem für jedes Telegramm 100 Mk.
Vereinbarungen über abgekürzte Telegramm- anschriften, sowie solche über regelmäßige besondere Zustellung der Telegramme können bis zum 25. Juni 1923 zum 1. Juli 1923 gekündigt werden.
Die Inlandsgebühren für Briefsendungen, Wertsendungen und Postanweisungen gelten auch nach dem Saargebiet (jedoch Päckchen nicht zugelassen), ferner nach dem Gebiet der Freien Stadt Danzig, wohin auch Pikete zu den Inlandsgebühren versandt werden können. (Für Pakete nach dem Saargebiet besondere Gebühren.) Die Jnlandsgebühren für Driessendungen gelten ferner nach Luxemburg und Oesterreich (Päckchen nach beiden Ländern nicht zugelassen).
Die
Auslandsgebühren
betragen vom 1. Juli 1923 an: für P o stka r t e n 483 Mk., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei 360 Mk.; für Briese bis 20 Gr. 800 Mk., jede weiteren 20 Gr. (Meistgewicht 2 Kg.) 400 Mk., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei bis 20 Gr. 600 Mk., jede weiteren 20 Gr. 400 Mk.; für Drucksachen für je 50 Gr. 160 Mk.: für G e s ch ä s t s pa p iere für je 50 Gr. 160 Mk., mindestens 800 Mk.; für Warenprobe n für je 50 Gr. 160 Mk., mindestens 320 Mk.: Eilzustellgebühr füi Dr e sendung n 1630 QKi.; Einschreibgebühr 300 Mk.; Rückscheingebühr 300 Ml.: V o r- zeigegebühr für Nachnahmen auf Drief- fenbungen (vom Absender zu entrichten) 160 Mk.; Gewichtgebühr für Wertk 5 st chen für je 50 Gr. 320 Mk., mindestens 1600 Mk. (dazu Einschreibgebühr von 300Mk.); Dersicherungsgebühr für Wertbriefe und Wertkästchen für je 300 000 Mark 500 Mk.; Postanweisungsgebühv bis 50 000 Mk. 500 Mk., über 50 000 bis 100000 Mark 1000 Mk , jede we.teren 103 000 Mk. 500 Mk., jedoch nach England, den britischen Kolonien und den britischen Postanstalten im Ausland für jede weiteren 100 000 Mk. 1000 Mk.: Nachnahmegebühren für Pakete 500 Mk. für je 50 00k Mgrk des Nachnahmebetrags.
Die Fernsprechzebühren.
Die Iahresgrundgebühr beträgt für einen F^-mspoüch-Hauptanschluß innerhalb des 5- Kilometer-Kvmses in Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüssen 57 000 Mk.. mit mehr als 50 bis einschl. 100 Hauptanschlüssen 63 000 Mk.. mit mehr als 100 bis einschl. 500 Hauptanschlüssen 69 000 Mk.. mit mehr als 500 bis einschl. 1000 Hauptanschlüssen 75 000 Mk.. mit mehr als 1000 bis einschl. 5000 Hauptanschlüssen 84 000 Mk.. für ein Ortsgespräch von einer Teilnehmerstelle aus 150 Mk.. für ein Ortsgespräch von einer öffentlichen Sprechstelle aus 300 Mk. für ein Ferngespräch von nicht mehr als 3 Minuten Dauer bei einer Entfernung bis zu 5 Kilometer einschl. von einer Teilnehmerstelle aus 150 Mk., von einer öffentlichen Sprechstelle aus 300 Mk.. von mehr als 5 bis 15 Kilometer einschl. 450 Mk.. von mehr als 15 bis 25 Kilometer einschl. 750 Mk., von mehr als 25 bis 50 Kilometer einschl. 1 500 Mk.. von mehr als 50 bis 100 Kilometer einschl. 2250 Mark, für jede weiteren angefangenen 100 Km. mehr 900 Mk., Vortagsanmeldung 300 Mk., Aus- kunftsgebühr 300 Mk., Strechungsgebühr für Gespräche auf Entfernungen von mehr als 5 Km. 300 Mk., bis 5 Km. 150 Mk.
Die Teilnehmer können ihre Einrichtungen aus Anlaß der Gebührenerhöhung auf den 30. Juni 1923 kündigen.
vor dem l.Iuli zum Mai- und Iumtarif gekauft sind, nach dem Z.Zuli nur mehr gegen Lösung ewes entsprechenden Ergänzungsfahrscheins benutzt werden. Die Eisenbahnverwaltung macht damit, wie halbamtlich dazu bemerkt wird, von dem Recht der Gültigkeitsbeschränkung Gebrauch, die sie sich für den Fall einer Tariferhöhung Vorbehalten hat. Sie ist dazu durch die vielen Mißbräuche gezwungen worden, die mit diesen Fahrscheinheften vor der letzten Tariferhöhung getrieben wurden. — Die Dettkartenpreise, einschließlich F-ahrpreiszuschlag, betrugen ab 1. 3uli in der 1 2. und 3. Klasse 200000 bzw. 100000 bzw. 40 000 Mk. Hinzu tritt eine Vormerkgebühr von 10 Prozent. #
« Sine neue Zehntaufenbmark- Reichsbanknote. In den nächsten Tagen wird, wie das ReichsbanDirektorium mitteilt, eine dritte Ausgabe der Reichsbanknoten zu 10 000 Mark in den Verkehr gebracht werden. Die Noten sind 100x180 Millimeter groß und auf weißem Papier gedruckt, das bei der Durchsicht ein über die ganye Fläche lau selbes Wasserzeichen (Vier- paßmuster) zeigt. Auf der Vorderseite befindet sich links ein etwa 45 Millimeter breiter, nur mit einem länglichen, >livgelben Linienmuster belegter Schaurand. Das Druckbitd der Vorderseite j wird durch einen bläulichen Zierrand tn drei Fel- I der aufgeteilt.


