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ffatMeS4rTft. tethmg 112. fta «eriog *b 5L
Anschrift für Drachinoch. 1 rchtem
treeßeti e. 8. 11 CM.
175. Jahrgang
momag, 22. ©ttobtt 1925
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
t>m<f wit Dtrlij: vrßhl'sche UnfotiHtüti Be<h ob Stetnöraferti R. Lange in Kietzen. Sdfriftlftting und tiefdpftsftelle: Zchnlttratze 7.
3nat)nu n»e a«jtle<C fttrb't lagtinummtr Die gum Tlad)rntrtag oatljer ot)nrjeb« Verdindlichtzett. Sei» für 1 mm Hitz« für azeigen o.27 mm Brett« örtl (Brunbjahl 55 Mk. aus® 70JJ1 ; i '.Reklame- Anzeigen 0.70 mm Breite 2251'1.x2Mill Schlüssel platzoorfchnfl 20* ,2tuf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr Snebr.TDilb Hange für ben übrigen Teil: <frnfi Blumidjem; fürber Anzeigenteil >jan» Beck, lamilid) in Biegen
Die Ausrufung der Rheinischen Republik.
1ach« ■, 21. Ott <WTB.) 3e Aachen rfl »w bre 6*uNrHxHeni btt Rhe mische Ar- pxbftf «ulgerwfeu tvocNu. -eite natbi haben beweffettt 6eeberbinMtt, bttt» Zahl ans 2000 schätzt wird. Lberrofcheob Ne öffent- vche» CtebäuN Aachen« vor «Htm R«thau«, Pckst «Md rR«flimBigj<fltbänb<, befehl
Heute früh lechen Ne Bewohner auf dem AalkauS. ben RegierungsgebäuNn. der Poft und ber Reichshanf bee grüntocifirott Flagge der fog Ahetnifchen Republik wehen Die Polizei, die Donm ..oq* noch auf den St rasten gu sehen war. zog sich später zurück An ihrer Stelle standen zahlreiche Leute mit Armbinden an den Hauptpunkten ber inneren Sticht, die den Zugang zur 'Regterunfl und Post verboten Belgische Panzerau Io« sah man durch Ne ©traben fahren Das Fernsprechamt arbeitet nicht mehr, weder Ort#* noch Ferngespräche werden her- gestellt Sämtliche Gasthäuser waren ben Tag über geschlossen Aus dem Polizeipräsidium sah man tone Flagge ber Sonderbündler lieberall sind
Plakate folgende« Inhalt« angeschlagen:
.Rheinländer' Die Ahetnische Republik ist da Jeder Widerstand wird unnachlichtlich unter- brückt. Plünderer und Ruhestörer werden strengsten« bestraft Wir werden für Lebensrnittel und Arbeit sorgen Darum bewahrt Ruhe und Orb- nungri Die Bevölkerung sammelt sich vor den Plakaten und geht dann ruhig ihres Wege« Bon irgendeiner Wirkung auf die Oeffenllid)L*ii ist bisher nicht« zu bemerken Gerücht weile verlautet, das) ton feiten der Arbeiter für morgen der Generalstreik geplant ist
Aach Rachrichlen au« Köln haben in der vergangenen Rächt
i» Rheydt web Krefeld starke Menschen, anfannn troffen
statt gefunden mit dem Bersuch. die Rheinische Republik au«zurufen, ebenso auch in M - V l a d - bach Die Sage ist überall unverändert Die Menschenansammlungen dauern überall an 3n M -Gladbach hat bie Polizei Ne Gewalt und die öfsentlichen Gebäude noch fest in der Hand 3n Koblenz fanden VerhanNung« zwischen der Masse und dem Oberbürgermeister wegen Ausrufung ber Rheinischen Republik statt Der Oberbürgermeister hat erklärt, baf) er nur eine begliche Regierung anerkennen könne unb nur ber Gewalt weichen werde 3n Krefeld haben die Sonderbündler von der Feuerwache unter Bor- Halten von Revolvern ein Auto requiriert
Was sagt man in Paris und Brüssel?
Pari« 21 Oft tWTD) Heber den Hand- streich der Äonderbündler in Aachen liegen bis zum spaten Rachmittag in ‘Pari« auber der ersten Meldung keine weiteren direkten Rachrichten vor Rach Rachrichlen. die offenbar am Quai d Orsay cirflctrrfhm sind, steht an der Spitze der Bewegung der Kaufmann
Becker« au« Aachen.
Gr habe erst der Gruppe Dorten und nachher der Gruppe Cmcet« angehört Bon der ersten habe er sich getrennt, au« ber »tpeiten le> er au«- e* Glossen worden Man wisse nicht, ob er mit tiheS arbeite ober getrennt vorgehe
Der .Temp« sucht in seinem Leitartikel den Beweis dafür zu erbringen, da st in Deutschland systematisch feil Zähren eine Reranchepolitik teil,eben würde, um sich die Gru. diage für eine Betrachtung der Ereignisse in Aachen zu schallen Das reiche Land der Rheinländer und bei Westfalen sei bie Milchkuh, wenn man sich >o aue- dlücken könne. Ne der Generalltab und die ®roh- inbufuiellen de« Deutschen Reiche« wieder zu-ück- erobern wollten Die Leute in Berlin und München kümmerten sich herzlich wenig darum. waS den Rheinländern und Westfalen gefalle Wenn die befehlen Gebiete in den jetzigen Kämpfen mcbetgelreien würden. Berlin und München würden Ne« leicht Hinnehmer Da« wesentliche sei diese Gebiete zuröckzuervbero und dadurch eine Ball« gegen Frankreich zu schassen Man begreife bah ber Sonkeibündler BeckerS unb seine Freunde unb heute vorniitiag die Rheinische Republik auAgerufen hätten $>ie iheinischen Lon- bcrbünNer hätten um au«lominen imb llch auS- dehnen zu können, nicht bie angeblichen Machint- tionen, die Ne deutsche Propaganda Frankreich zu- schiebe. nötig gehabt, e« fei die spontane Reaktion ber Depölke» rang, die nicht r-iebergt btürft, auigebeutet und al« ein Kriegswerkzeug gegen die westlichen
Rachbarn behandelt sein wollte».
Der Bevölkerung de« besetzten Gebiet« würde Frankreich bie Freiheit ihrer Worte und ihrer Entscheidung« sicherstellen. Ob da« Reich von Berlin oder Munch« au« regiert werde ce befindet sich in den Händen militärischer Ehess, die den Krieg gegen Frankreich vorbereii« Frankreich müsse llch also, da Ne MUitärkratrolle leit neun Monat« vollkommen paralysiert sei ander« schützen. Da« ReparaiionSp, oblem sei jetzt da« Sicherheit« Problem Riemand habe ver- hindern tonnm. dah e» gestellt werde niemand Brote sich allo an Ne Steile ber Franzos« setzen, um es zu 16,en
Rach einer Meldung au« Brüssel sand dort eine eilige Kabwettssitzuug
statt, an der jedoch von 11 Ministern nur 7 teilnahmen D^ gröstte Reserve wird nach dem Berichterstatter in offiziell« Kreisen über die 3n- flruftirncn gewahrt Ne nach dem Kabinellsral dem Obtriomnianbiervnb« der belgische., Truppen und dem belgischer. Vertreter in der Rheinlandkornmillion ube,mittest wurde Die Ordnung in Aachen sei nicht gestört worden, es sch ine. da st zwilchen dem Führe, der Bewegung und ber Slabtbeböibe von Aach-.m ein (Sinne, Hä nb- n i s vestebe Man glaube, dast die belgischen Behörden aufgcfciberi wurb« sich reserviert zu verhalt« Die belgischen Behörd« unb Ne belgisch« Besatzungsi,upp« hätten in keiner Weile in die Ereignisse eingegnsf«. die llch unter den Deutschen abgespielt hält« Rur N-enn die Otb- nung gestört wüide. liege es den belgisch« Trup- p« ob. die Aufrechterhaltung de» ö s - f ent litten Friedens sichetzaslell« Die Pioklamation« Nr rbdni|d)en Trupp« die in Aach« eingezogen fei«, seien unterzeichnet von
dem bereit« gma-mlcn Becker« unb einem gewissen von Drumdach
Wirtschaflsräte im besetzten Gebiet.
Düsseldorf. 21 Oft <Hava« ' General Degrutie Hai beschlossen, in den N'etzlen Gebieten Wirifchaftsräte zu schallen, die die verschiedenen durch Ne augenblickliche Lage aulgeworlenen Probleme prülen Jollen 3n dielen Räten sollen rer- fielen sein bie Handelskammern und bie Gewerkschaften Der für Nn Stabil, ei s Düsseldorf auf Bei langen der Bejahung beLörN gebildete Wirtlchallsausschast. dein zu-bis Periönlichkei en ron deutfcher Seite and fünf -'nn seilen Nr BelatzungsbestörNn agehören, trat am Samstag erstmalig zusammen Der "ITi . ■ schgilSlat Hal nur beratende Befugnis Seine Anlegungen lind an den kommandieianb.n General wei er/ulciten Sä iduiN.i fd iestlich lü 1 Auslchulle gebildet, die llch de,all.n lallen I mit Geld- und Kredits.agen, 2. Be.kehisiiagen. 3. R bei lei fragen. 4 Fingen des Lebensneda-is.
5 Fragen Nr Kohlen- unb Rohtwlsvetsorgung Dc, leriflenann'c Ausschust wird bereits morg« ’ulammcntrelen
2diuti ben Verrätern
Paris. 2i Oki < WTB ) Hava« m -INt au« Düllelbors Gesteral Segn,Ule Ixit eine Berorb- nung zum Schni.e t.r St > itsaugehörieen Ni Besatzungsmächte unb der Peri.'nen crlt'len, bie Dienste t> ? i den Defa tzungsbehör den nahmen r-Nr mii > >» » - n in Beziehung traten D nach w.rN n von den Rillit.irgerich- kn ber Bclatzuu zsin.i.h'e .-!!e die bestiatl, bie >iger.dwie dii II dN: uibtiel! Repressal.en gegen bicle Leu le au»üt die i BeianunqsNhorNn Dienste kiflclcn Auch jcN Bedrohung gegen solche Personen oNr gegen Ang. hörige der alliier!.:, Staaten fr!! inilitärgcrichliich bcflrah
: . itKi hin-iii« haben die vom Ober- lommando geschonten 'Personen das Recht, inner- h.i'b von lech« Moi. rten weg« Boyloli« oNr sonstigen B-drzhing ', Anspruch auf Schadenersatz zu erbeben
Der bayerische Verfassungsbruch.
Die Münchener Regierung hält Lossow. — Die bayerische Reichswehr. — Beginnende Entspannung?
München. 21 Oki Der bayerische Ministerrat Ntchäsligle llch mit Nm Fall Lossow D is Ergebnis Ni Sitzung geht bahin da st Bin rn die AbNrusung Lollrw« al» eine Ich.r<re Beeinträchtigung seiner staallichen LeNnsnclweadigleiten aulfali« mülle Der Riinisteirai N chlost die Ber» össenUichung f rlflmNr Kundgebung Die Darstellung über Nn Fall Lvssviv welche bie Reichs- regicuing durch die Presse karöfsenilichni lief), N- taif in weck igen Punlt« einer Richtigstellung Die genaue Sachdarstellung irirb von Nr bayerisch« 6iaal«rcgietung noch gegeNw 3n, übrigen ist bt« zur Stunde Sao AbschiedsNkrel bem General von Lossow nicht zugegangen
3n einem weiteren Ausruf Nr b<U)cr Staat»- regierunfl wird milgetcill. das) lle im 3nlerc!lc Nr Ausiechterhaltung Nr öss«tlichen Tlube unb Ordnung in Bayern unb zur Wahrung de. banen- scheu Bäange bi« zur Wieder Nrilellung M <3in- vernehm«« zwischen Bayern und Nm Reich ben bayerischen Teil Nr Reichswehr ihrerseits al« Treebanbtrm N« Nutschen Volke« m Pflicht genommen unb ben General von Lossowal« bayerischen ßanöe«fonnnanban« ten eingesetzt unb mit Nr Weit.rführtmg Nr
bayerischen Division beauftragt hat.
Die Maßnahme der bayerischen Regierung stell! zweifellos eine, glatten Bruch her Reich« Verfassung dar. der r >i> badurch an Haue gcminni, dost er im gleich« Augenblick eriolgl al« Nr Reichswehrminister Nn Generalleutnant von Lollow v , m Dienst enthoben unb die Verabschiedung cingeleii'i hat Mil Nr vorläufigen Führung der 7 Division Ns Reichsh-eres wurde Nr nächstälteste bayerische Ossizier. Groeralmajor Freiherr Xrcli von K r e I s e n I, e i n, beauftragt Der ReichS- piäslNnt Hai die bayerisch.' Regierung aufge- forNrl. ihm Vorschläge für die Bo'etzunq der Stelle N« bayei ischen Landeskommandanien g?• mäst Nm Westi g- setz zu mach' r
Droigegmübe, wird c« dem haNn<<ten G-- tomlmitnflerium und Nm Generalstaalrtommistar schwer.
in folgenden Aoftufen ihre Haltung grg«über der Rei«h«regierung zu rechtfertigen
3n Nm Aufrai Ns Ministeriums Heisti es u a ReichSwetzrminister Gestler Hal als 3nhaber Nr vrllzichend.n Gewalt für Bayern einen militärischen Besehlshab.r. aber kein« Zwilkommitiai fr. nannt und Ndarch das bereits vorher bestehende Generalstaaiskommillar-a! für Bayern anerkannt Glcichwchl hat Nr Reichswehrminjsier in c.n:r AngelegenNü. die zw.ilrisohnc d.r Fuständigleit Ns Generalsiaalslommissariato unterliegt, einen Befehl erteilt und baba ich in bie politische Hoheit ringegrislen Die bayerische Regelung Hai bie WeiieiNbanbiang oer Anzelegen- Nil t ach Nr politischen Seile für g.doi. n ernch .1 unb die Reichsregi.'rung nachNucklichst aus die la.uxrm Folgen einer etwaigen Mastregelung ron Lcllow« hmgewies« Gleichwohl hat Nr ReichS- m. i.'.minilter bk Angel.genheil rein m i [ i t ä r i | d> betrachtet und General von Lossow entlass«
Der Aufruf be« Geneialstaai-kommifsariat« sagt u a Tie LaDcrifd Regierung and das (J-cner2[ffaat«fDmminariat lind sich <ln« mit alle» k eulsch Gesinnten, wenn lie die Massnahmen Nr Reichsregxrung a bl ebn en Bayern betrachtet es al« ferne heilige Pflicht, in dieser Stunde eine Vordurg de« bedrängten Deutsch- tum« zu fein.
Gegenüber bieten Vorgänge-' berührt folgende ebne näheren Kommentar gegebene Meldung N« cssiziöfen Wolfsbureau« aus Berlin zumindest seltsam
Die durch da« gestrig: bayerische Vorgehen Seschnllene Lag: Hai eine entschiedene ntspannung ersahr« S n: euVereidigung de- Trupp« der 7 lbayerisch«) Dioillon Hai nicht ftattgefunben und ist nicht geplant. Dem Vernehm« nach ist beabsichtigt, die oerschkder:n in letzter Zeit zutage gelreteaen geg«sählichen Auffassungen «wllch« dem Reich unb Bayern zum Gegen- land einti Grörlerung in einer Sitzung des Relch « raI « zu mach«, um einen den 5nter- effen be« Reich«, Bayern« und bat übrig« Qfai
N.n gerecht axvNnNu Ausgleich zu ermöglichen.
ilcbrr b.n augenblicklichen Stand d^ Äon- flift« ai,d inan nach dieser ß bci-p iidPni'.'» Ver- louiixiiung, deren Optimismus mit b:n übrigen Meldungen im kiafsestea üviNrspruch steht, nichts sagen können.
An das Reichsheer!
Berlin, 20. Ott iWTB i Der Th 's der Heeresleitung. General Nr 3tvaiiterir von 6ccrfl, erläßt folgenden Befehl An das Reichslzeei! Di: bayerisch: Rrgi riing .liinini ri: Truppen der VII. tbayerllch ns Dii ilivn in Pflicht und ei nennt d« vom Reichswetzrminisler seiner Dienststelle enthobenen DivisionsloiitmanNur ihrerseits zum Land.'slommandanten und Divi- sivnskommanNur D^r Schritt der bayerischen Regierung ist
em gegen die Verfassung gerichteter Eingriff tn die militärische Kommondogewall
Wer dieser Anordnung Nr bayerischen Regierung «tspricht. bricht seinen dem Reich geleisteten Eid und macht sich des militärischen Ungehorsam« schuldig 3ch icrN.r die VII iboncrifdtci Diellion d.s R it .h .re' !:i rdivch seieilichst auf. ihr.'m dem R.ich g 'eiü :.-n -rid neu bieiben und sich N:n B."el,l .in ;•# bäch slea Militä-.bc'.'hlShaNis iedingungslos zi: fügen. De, Reichste«: aller anderen T ile des Heeres Halle ich mich gesichert und stets für versichert
Ein Aufruf
der Neichsregierunq.
Berlin. 20 Oft. I Wolff > Die Reichsreg.e- rung erfästt ftlgcnNn Aufrus
An 7cm Tage, nn dem die heul,den Ber'ie .. im Auslände Nn sümllicken Mächler, - in.- iLrksti iitng über die inn.rlolitif<t-c Laqe abgeb.n, i: n li. Ausrnrrklamkül d.r Welt auf die durch Frank u .d-« Verhalten geschaffene unerträgliche R o t im Rheins ind unb Ruhrgeb - . i zu lenken, unb in d.r die Bufammcnf tfl ing aller Riäik m.br nie je nrtwenölg ist. um g.gtnube den öuberen Gegnern fest zu stehen. Hal es die bayerische Staalsregierung für richtig erachtet. i
ein« offenen Verfassungsbruch und eine innere Krise im Reiche
NrNi^ufübr.n Der Auegangspunkl dieser Kamille war die llnttck ridung t ruf.:, cb die militärische Disziplin, auf Nr jeN Arm. - auf- g.l rul sein müsse, and. im heutigen Deitlchlano Geltung baten srll: oNr nicht
Der Ches 7 . r SSecrc«leilung konnte nicht bu(- d.n. c ast klare B. fehle die von ihm gegeben wa- ren. von einem Untergebenen ans politische, Gründen mistachIe 1 wurd.n Eine Armee, in Nr Itr At'ssuh.ung eines Befehls ibbängiq qr- rradt wird von politischrn Erwägungen ifi k.in 3rf'rumenl zur Anfrechlerkaltang Oer ?!kacht c.ncs Staate« nach austen unb innen GernN di: bih riIche Ssaatsr.gierung, bie den Gedanken l.r Wehrhaslma^ung les Volkes wieNrhalt vertret.n Hal. Hali, sich klar darüber fein müssen, hast
die Aufrechterhalkuns Nr Disziplin in ber Ar. mee bie Grundlage jeder Wehrhastmachung
Ist und fern must GevaN die bayerische Staat«- rcgiciunj. btv wieNrhrlt in Nn Aiissühriinaen N? E eneralstaatskc nnnillars von <t a b r “ if Gewährung N« nationakn Gedanken« für sich speziell in Anspruch nimmt, müstie sich klar b.rr- üNr sein, baf) national fein vor all« Dingen hristt, in Feilen Nr Rot Geschloffen- hcit im 3nncrn zu bewahren unb Sonder- wunsche unb SvnNrini«reffen Nhfnter zuiuckza- stellkn Mil Nm von dem Generalslaaiskommisfar v Kahr <n die Oell.nlsichkeil gew:ri«en ®cNn- ten N4 Kampfes gegen den Marris - m u« Hai die in ReN fleb«N Frage garnichts zu tun.
Der Thes ber Heeresleitung und Ni Reichs» DehrnrintHei höben bei ihren Kämpfe» fit bie Autorität tat bet Reich«»ehe lediglich fit diese
Idee, nicht für irgendwelche parteipolitischen Einstellungen gekämpft,
und dasselbe gilt von Nr Reichsregie,ung. bie llch bie zum äuhcrltcn bemüht hol. durch uxilgdy?nbfic Ausnutzung ron BeiständigungS- moglichleilen jcNn Bruch zu vermeiNn Mit Gnl- schieN nheit > „d GnI, uitung weist die Retch«- i aictung Nn Versuch des Generalst.ratskvmmif-
c zu ruck, die L.,ila>eid ii-g Nr b ryerifche:, diaal«rcqtc.i::,g aus Nm Kampfe einer nalto- ;,alcn unb christlichen Weltanschauung geg« eine marristifch»rnterna>ivnale Einstellung btiyuflrll« Er ist unerhört. tn«n in Nr in txrr bie Reichsregierung bie Kräfte des ganzen Volke« braucht zu, Erhaltung txt# Deutschtums gegen Nn französischen Vernlch- tungswill« Nr Deneralfta^rlskommifsar glaubt.
bi» Brandfackel Nr Zwietracht
m da« deutsche Volk dadurch hinemweri« zu können, dast er davon spricht, c« handle llch letzt« Enk>eS um die Frage Hie deutsch oder nicht deutsch? Es gibt innerhalb Nr Reichsregierung unb innerhalb Nr Millionen von Volksgenossen, die hinter ihr stehen, niemanben, Nr ben Kamlll. um Nn es sich bter Han dell, anders al« unter den Ischen Gesichtspunkten an- i. ht 3m Kamps um die Erhaltung Nr Reichs- cinbri! Ir.rNrn w,r alle Deutschen aus. b« 6r- ieS)c.n b.i Zwietracht entg.genzulrel« im Kampfe für bas einzige. 11X1« und gegenüN, Nr uns angctioblrn Beriuchtuiig des Nutschen Volke« geblieben ist für da« Deutsche Reich und für bie beuksche Einheit.
Tic Haltung HcsssnS
Darmstadt 21 Oft iWolsf ) D e Nlllsche Regierung hat auf Grund Nr letzten Rachrichlen fibe, die innerpolltilchen Ereignisse fosorl mit Württemberg und Baden Fill,lung ge । r-mm« Rk. . gen linbct deshatv in SlulI - g r< r I eine B spiechuiig stall Die hellihche Re- gtetung hält entschlossen an der Einheit des Reiche« fest und wirb olle Kräfte I criür einsey«
•Blutige Unruhen in Darmstadt.
Darmstadt 22. Oft sPrrv-Tel > Lebhafte Unti.be, die ein T Nstall und zahlreiche V« wun- dung« zur xr; ; l>olt.n, ereigneten sich am S. meiag aNn?> i r Altstadt Bon mastgeNn- 7er Seil: verden die Votkommnisfe wie folgt qentilbcii Al» oL-nb# gegen 7 Uhr ein D» - irunfci, er durch bi. Pol', ei von Nr Strast. beteiligt v'rden tollte, entii nd in Nr Holz- liial e e n Auflauf. Nr sich bald vergrösterle vs« in Nm Nnachbarten L-iNa Ns Metzger« Hein Eck: ber Schusterg:s«e bi: Empörung darüber -um Ausbruch tarn dast Hein
nn Saufe be« Tage« wiederholt Nn Festpreis stark erhöht
halle Al« die Tu.nulianten tätlich zu werden ,-eriuchten und di blaue Poli-ei zur Herstellung Ni Ruhe nicht »usr.ichte. wurde die grüne Polizei l Schupo eie geletzt die nun e ergifch vvrging und bie St rasten zu säubern versuchte Die AullorNrung nach Haus: zu gehen, anirN -on Nr jedenfalls auch durch bi: austeroiNnllich fiorf gestiegenen .. bensmiitelvrelse ’c’ erregten Meng mit Sch.eien, Pteisen und ‘ottlcn N- ontaotlel De H.liw. i« auf den bell t.eud- n B e - lageiungszustand unb bic Drohung mit Schiestcn tcu-7< mit neuer Borhöhmi-g. Schimpfen unb fckllestlich mit Werien vov Sinn«. Flaichen ula>. bea:>lwo t t De- 'u-i: Taufenden zählenden TT'nge gegenüber .uu1 - '; ri - zwölf Öllorm starke Schuromannschall n cht a iber« als mit Schreckschüssen zu h-ls« unb
al« nun versucht wurde, emzetoe Schupo- Namte tätlich auzugreifrn, mustt.- nach wiederholter Aufforderung scharf auf bic Menge ge- fchoffen werd«
3",witchen erschien vuch -in? Hun'-rotschast bei Schupo. Ni c8 g'lnig b ' Ruhr- wiek>er herzu- stellen Die e!' 3ahre alte Toch' h’Ä Dag« löhners Wiegand in d.-r Lang-ial>e die llch unter Ni Menge bestand, da ' : einen Ausgang zu be- |c.ig« haite. erlil ri i Lung«schust. an betten Folg« sie auf dem Tronspori zum Krankerchou« gestorben ist. Fünf torilere Persvne, fhrt)


