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Mittwoch, 22. August 1923

173. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Die Umstellung unserer Wirtschaftspolitik.

Di« Hauptursach# für unter« aufeerorbcnt- sich schwierige wirtfchaftllchc Lage Hegt borhi, vast schon fest Jahren keine neue Arbeit«. und ErzeuaungSwoglichkeiten geschaffen, vielmehr ingar die vorhandenen beschnitten wurden Pie »kapitalistischen Ausschreibungen", die von kSstehender Seite für di« jetzigen Zustande verantwortlich gemacht werden, haben an ihnen viel weniger Schuld als die systematische Produktionssabotage, bw gerade von denjenigen betrieben worden ist. die jetzt am lautesten anklagen

Datz die AlarkstützungSversuche so wenig Erfolg hatten, erklän sich ganz einfach aus dem Versäumnis, den Devisenbedarf ein- zufchränken. Den jährlichen Fehlbetrag i-tr deutschen Loirischaft in Höhe von d vis 4 Goldmilliarden diese Summe entspricht einem FriedenSjahreSverdienst von rund 2 bis 2''t Millionen Arbeitern betrachten wir als eine unabänderliche Tatsache, an der nicht zu rütteln ist. DaS ist aber gar nicht der Fall. Auf dem Wege der Steigerung der Ausfuhr Aip«te Eintausch lebensnotwendiger auslän­discher Rohstoffe und auf dem Wege der Stei­gerung der einheimischen Erzeugung zwecks 1 nierbrntnmg der Einfuhr unnötiger aut- ndischer Waren liehe sich unschwer der jähr- che Fehlbetrag um viele Soldmillionen her- Abdrücken. Dazu gehört aber freilich der Mut. mit stärkerer, als der bisherigen Entfchlosf.n. heit vvrzugehen Dielen Mut haben wir aber leit Jahren pickst aufgebracht ES fehlt vor allem der Wille. auS der Verkürzung der in­dustriellen deutschen Aohstossgrundlage (Ver- lust von Kohlen. Erz. Zink. Ausfall der in den deutschen Kolonien erzeugten Baumwolle, der Dtie usw.) die Folgerung zu ziehen in der Richtung der Verstärkung der deutschen landwirtschaftlichen Produktion. Statt dessen bleiben - als ob nichts geschehen wäre alle Arbeitskräfte an ihrer alten Stelle Dabei ist eigentlich höchstens für nur noch 6070 Prozent der industriellen Arbei­ter Arbeitsgelegenheit vorhanden, das andere Drttwl wird einfach mit durchgeschleppt ohne "Rücksicht darauf, daß dadurch nicht nur ein außerordentlicher Lohn-Aufwand entsteht, der sich in dauernden Preiserhöhungen äußert, sondern daß auch die Arbeitsfreudigkeit durch die langjährige Aichtausnüyung der Arbeit«- kraft außerordentlich leiden muß Deutschland bat schon seit Jahren eine verschleierte Ar­beitslosigkeit von mehreren hunderttausend Arbeitern: eS hat eS fertig gebracht, lieh in einen Zustand industrieller Hochkonjunktur dineinzutäuschen. Auch das Unternehmertum ist von Schuld nicht frei zu sprechen, es hat viel zu viel nach taktischen als nach sachlichen Erwägungen gehandelt und hat vielfach Kapi­tal in volkswirtschaftliche, unnölige und un­nütze Betriebe gesteckt, anstatt cd da anzul.'- qen. wo eS infolge der veränderten wirtschaft­lichen Lage Deutschlands nötig gewesen märe. Daß der Einzelne sich vielfach einschränken muß. und daß viele wirtsch rsllich sogar gänz- sich zugrunde gegangen sind, ändert nichts an i'vr T.it'ache, daß C.e Eesamtheii des deut- scheu VvikeS mehr verbraucht als sie erzeugt. Wir haben vom Vermögen gelebt an- statt vom Einkommen DaS Bei mögen ist jetzt aufgefr'br: Der Kampf um die .*?cfte des Ver­mögens zeiiigi die . hohen Preise", die wir t' tz' für irden £ i.j-hefifj in Cöeflalt von De­nen, Effekten. Waren -frr. anleccn müssen.

Ein ^tenderung cer jetzigen Zusianve ist nur möoli ä-. wenn cii-Iid) aus Cer völlig Der- «Vbericn "r'h tchanslage Oie Folgerung n ge- 3cg«p tp rden. Da2 Deutschland der Zukunft :uuß sic!- i- ehr al- bisher landwirtschaft- I i d> orientieren, um an Einfuhr teuren und '< neu Lebensunterhalt sicher fiel! :n zu ko.i. >mn. Alle verfügt aren Arbeitskräfte und Xa- Diialicn müssen i.i der Laiidwirtsä ast ange- 'cgi werden, damit wir auf diese Weise d.-n ruckten Lebensunterhalt, der jetzt höchstens tu

60 Proz. ii aus eigener Eizeugung gc- deck, ist. iichern können. Die Araff. die bisher vielfach aus Pi-raien verwandt ivorde.i ist, t if> i-i Z.-.kunf! in prob>illl"c Arbeit umge» 1 tidell werden. Anders geht eS nun einmal

Strohmanns

Neparationspolitik.

Beilin, 22 Ang DaS Organ der Dett- *ten Boltsvaitei dir Rativnallibcrale Aonc- i'nntenz itKnöcl lich in cinei Auslastung ij'rn ' «Vhauphrac. baß die Regierung Strvlemann " t'oliüt auf einen französische ntr.il « eii,ttellm werde und erklärte DaS neue A.ibmcii wild feine sianzntttch. und auch keine c.uii'1- iTl'iif machen fonOent deutsche Die N,-.r

ha- e-5 ri de, RevarationSfruge mit der Gesamtheit bei 2Uliierten »u lun and Mt

Die französische Antwort.

Poincar^s Äeparationsplan. Frankreich bleibt an der Ruhr.

London. 21 Aug iWTB i Die sratrzö- tche "Rote ist beule vormittag 9 Ubr dem eng­lischen ®?1d)äh«hägfr in Pari« übergeben woi- ben Vie wirb nach ihrer Ankunst In London bei den Kabinettsmitgliedern zirkulieren Der Pre­mierminister wird enitch-iden, ob die Linderuiung eine« Ulinifi errat#« zur Erwägi>ng einer eiuxiigen Aktion notwendig ist oder nich! lieber di# französisch# Antwort inerten in der Adend- preise verschiedene Voraussagen gemach: Evening Slandard zufolge such! dir franzöiilche Aule für weitere Verhandlungen d i e Tür offen zu halten Sie sei zum größwn Teil eine V.'r- teidigung der augenblicklick^n Spaltung Fra reich« Poinrare würde Deutschland em Mora­torium geben, jedoch mit konstruktiven ®aran­nen, mit anderen werten,

Frankreich deabfichtiz«, hn Vahrgebiet za bleiben

Die Rot# sehe jedoch erte mögliche Veränderung der VeletzungSverhältnisse vor, soweit di? Ein- stellung de« deutschen passive > Diderflanbe« dies zulalle Die augenblicklich.- Finanzlage Deulsch- land« sei in keiner Werfe nach Ansicht Poin- cat6« - auf die französische Ruhrallion zuriick' zuführen Die Veiehiing sei die unmiiiclbare Folge der vorsätzlich von Deutschland geschallenen Finanzlage Poincaie schätze die Leistungsfähig­keit D -ultchland« gleich Rull und fei au« diesem Grund# beteil, ein Moratorium zu ge­währen Der politifche V.-richtersiatter der ßt» ning RewS erfährt, daß die franzöfifche AntwoN in der bestimmtesten Weife den französischen Siandpuuki in der Ruhrfrag? aufrecht er­halte. sedoch enthalte fi? ein lehr sreuadlchast- Iiche« und endgültige« A.igedot für eine dauernde WiederherstellungSregefung De franzöiilche Re­gierung mache erstmal« ein unbedingte« und end­gültige« Angebot wegen einer sehr großen

Herabsetzung

der deatstchen Wiederherstellungen.

Die ftanzöfische Regierung schlage vor. die Ge- famtböbe der französischen WiederberstellungS- forberungen auf 1 000 300 000 Pfund Sterling feft- zufetzen und di egesamten früheren alliierten, deutschen und rufsischen Schulden zu erreichen mit der hypothetischen Ausgabe de« Äetrage«, den die Vereinigten Staaten von Frankreich fordern Die­ser Betrag wird gegen deutsche < -Bond« gestellt

Weitere (Sindelfreiten au« dem vermutlichen 3nbalt der Rote glaubt ter . Trmp «" bekannt­geben zu können Er gibt im Leitartikel der Hoff­nung Ausdruck, daß die eiiglifch? Diplomatie nicht ein neue« j u r i ft i f d). « Match be­ginnen werte, und daß die Feit ter Dialektik mit der heutigen französischen Rote abgeschlossen lein werte Die französische Rot.- und ihr Anhang enthalten drei Arten von Gedanken Ersten« man finde hier zunächst die Gründe, die die Politik Frankreich« Deutschland gegenüber r c d) t fer­tigten Zweiten« seien in ter Rote Teste und die Tatsachen ausgeführt, die Punkt für Punlt die Beweisführung ter letzten englischen Rote widerlegten Dritten« erinnere Poin^ar«- boran, daß er die Grundlagen einer völligen Lösung bereit« umrif len habe Diele Grundlagen seien c« natürlich in erber Linie, die intercfficren müßten Frankreich verlange für feine Ret»aration#n die Zahlungen, die in-gefamt 26 Milliarden Doldmark gegenwärtigen Werte« darstellten

Frankreich werde seine darüber hlnanSgehrnde Forderunz an Deutschland nur in dem Maße reitend michen, m dem es durch die Anfor­derungen ferner eigenen Gläubiger. England und der Vereinigten Staaten, gezwungen f:tn werde

TDie Lenke Frankreich sich d>e Möglichkeit der Regelung de« RuhrkonsliktS? Poin» care habe da« bereit« in feinen Instruktionen vom II 3uni ausgesprochen Die heutige Rote

könne auch m diesem Falle sich nur auf die'eS Dokument b.-zieben Denn man Io de Grund­lagen. die die franzofilch- Regacrung leftgclegt bäte, sich anfebe, fo mache man atebilb imc: Fefistellungen Zunächst die daß e« üb.-rflüflig fei. noch einmal zu sprechen über die Fe'lletiung ter deutschen Schuld, uter die Bewertung b-r Zahlung«» illigkeii Deuilchland» u'm Dan i, da ter französisch? Anspruch nicht unter 26 M l inten herabgesetzt werten könne, ter belgisch- nicht unter 5 und ter englisch nicht unter 14 2 Mil­liarden. Io sei c« schon jetU klar, daß

der Betrag der deotfchea Schuld ungefähr in der Räh« von SO Milliarden Doldmark liegen werde

Die flivtiie Zesisiellung sei soigende Die Zuzig wirllich dringende Frage sei. die Mittel der Barzahlung au«sindig zu machen Den,, man sich über die Mittel zur Ableistung ter Repara­tion-schuld grundsätzlich verständigen wurde und die angenommen: Methode losoil zum Teil an- wenden könne. Io wäre mit temMten Augenblick der Rubrkonslikt geregelt 'toeiä? Mittel ter Bezahlung bäte Poir.carö am 10. Z.ini angeregt? Die Einnahmen au« der AiiSteuiung ter Eisenbahnen auf dem Ji;ilc.i X' , ufer. Erhebung der Zölle in Gold und schli.-ß- lich die Beschlagnahme eine« Teile« ter ausländischen Devisen di.- durch den V.-ikaus gewisser Erporterz.-ugnisse eingingen

Die sranzösische Regierung habe Atixikllo« bedauert, nicht glauben zu können, daß die gegen­wärtige Lag# e« ihr gestatte, diese Anr.-gui?., n in ihrer heutigen Rote weiter zu entwickeln, hate sich doch die englisch Diplomati.- uter bleie« franzöiilche Progvamrn vom 10 Zuni noch nicht auSgelprochen Etenloa>enig habe da« neue teui- Iche Ministerium, feittem e« zur Macht gekommen sei, irgendeinen Vorschlag gemacht Die Iran- zölische Regierung müsse sich daher fragen, ob sie, intern fic sich in Einzelheiten einlalle, be­vor die Grundsätze angenommen »orten wären, wirllich einen Fortschritt in ter Dis­kussion berbei!übten würde Der ,Temp«" will indessen, und zwar wird betont, auf eigene Ver­antwortung. willen, baß

die von Frankreich angeregten Zahlungsmittel fast alle einen gemeinsamen Zug

hätten Mit Ausnahme d r R iturall <krängen sei jete dieser Rlethoden al« G> uudiage für die Emission von Dertpopieren geeignet, bi- ^u,ch gewiss# Einnahmen gefich.-rt seien Aus en Ecken- lahnney. dessen 5herücllung«koslen durch bi: E 't- trertung ter Mark vc-Illommen amortisiert I ?icn. aus Äo&lcntieferungen und auf regelmäßige Ein­gänge >n Gold ater Devif.-i könnten marktsähige Werte herausgegeben werden, die unter ter Ve- bingung. daß die Pfänder gesichert seien, bald an den Hauptplätzen ter Dell einen Markt finden würden Deutschland könnte so seine Schuld «in Kapital bezahlen, und zwar ziemlich ralch Die Dertpapiere, die man an Zahlungsstatt geben würde, könnten auch Vertrauen genug bieten, damit in Ländern, in denen die Rcwarationen bisher durch innere Anleihen finanziert würden, die Befider vieler Anleihen geneigt fein könnten, ihre Obligationen gegen diele deutlche Wert­papiere auSzut.aulchen Ze mehr man die gegen- nartige Lage Deutschlands ftubicie, dello mehr komme man zu ter Meterzeugung, daß e«

Deustchlanb vollkommen unmöglich fein würde, |zm< Währung zu stadilifieren und fein Bud­get in« Gieichgrw.cht zu bringen, solange der Ru^rkvnslikt anbauere.

Drr allem müsse die deutsche Regierung zu einer Abmach ung mit ihren Gläubigem kommen Der D-eg hi.-zu fei noch diirch rwei ci-ift!,afi.- Hindernill. g.fpeirt 3n seinem 2InircPNcntti>irl an das kabincit Eunv vom 20 Zali schnelle Lord Er-r^rn, daß c« notwendig sei. irgendeine Art internationaler Kontrolle über die

Finanz Verwaltung Deutschland« npr<u<eNm 3r Fianli eich sei man ieni davon uber^.- gl daß #in< deiNi uge Kontrolle iltulorisch n ärc Zn Deutschland ertete m in heftigen Einip, ach gegen tiefen Plan ter den Anfch .> > >-rn . t.n n ürtv. al# trag- ei zu einer Turkifiiieruna 5 ulfchland« vri Srlltc tesdalb nicht wenig',.-1» d e cnql.iA.- Regiening anteinanteniencii r i' li un.c, einer intkinationalen Aniliollc der te ' 1 ", Finanzen re,Geben? ,Feiue> Da Englaad ,och.u habe, dir bereinigten Staaten mit feite i , i Pell h er- frlgimten Z.ibiesz ibtungen mi zahlen lr nr.ihlc e« nrn Deuifchfand Znh-eszahlang m 3olb be­kommen Tiefe Art ter Bei.itlung ball da« Blatt luv unendlich ti eiliger piatiilch a,r di Deri- »npieii gonnie deshalb die cigli' tx- Regierung ho" i.i<i>t öai über äußern vo sie an, ratiprechena Amartirri,- Wertpapiere .innthmri. uite? Der

Tcmp«" gibt ter Holfnung 2u#d. t daß. uxnn eine englische Antwort aus die s.ii' .asische Rote eifrig«n müsse fic dann übe- die'e Ixiten wich tig«ii Punll' Auafunft geben werde

Die belgische Antwort

wi,d 'Prinarre am Mittwoch ab. ad ut'-iTeia>t roetb.n DonreiStag Inll ihre Ucb.-iq.ib? in Lot:- ton <if:!g :i Die Aatwvri n> 'ich mit der Fiage ter b e l g 11 d- e n Priorität l'efdxi1- Ilgen und da,an erinnern, was B-'ciicti bisher an R.-parativr. :n erhalt n Isit Der Etaile Bel p-' glaub zu wils.- i. aaf d t-elgiM Regierung roii neuem betoc:.i tp. ite. daß t >« 'Xubrgcbi.-i für Belgien nureinP sand ui: dein Druck mittel n u f b n Schu 1 dne > bar- fielt« Die b.-tgifch- Anvoo: t werde i>ch vor allem an bi Tallache Kitt >. dak Engl. > in ter letzten Row zum ersten Riale die Höhe teilen fcllgelcgt habe was e« noch, an Repara­tionen zu erhalten hoffe Diele Tatsache töiuv nach Ansicht ter belgischen Regefrung die Fort­setzung der Verhandtungen möglich machen Da« Blatt sagt dann weiter. Oaf* man in nünlftertellen Kreisen lehr o p I i m i st i s ch lei und glaube daß die Verhandlungen wettergehen könnten

Amerika und das Reparations» Problem.

Heun orf. 21 Aug IWTV ) Funkspruch Der Au«lchuß sührenber amerikanischer Geflhäft«- leutc erllärte in einer Unterredung mit dem Piälidenten Eool dge über die gelchällliche Lage de« Lande«, die amerikanischen G#lchäst«l#ute würden die Gelegenheit für d<# Vereinigten Staa­ten begrüßen, offiziel oder inoffiziell

an der Lösung d«S europäischen Problem« mitzuhelsen

ES wäre vorteilhall. wenn diele Hille. bi< die Rotlage der tneizenbauenten Landwirte vermindern und für die amerikanilche Znbuftric von großem Ruhen sein wurde, ohne die ge­ring ii c Verzögerung getriftet wurde Präsident Evolidge empfing eine Abordnung der Handelskammer ter Veiemigten Staaten Der Vorfitzcnd« ter 3ntcrnationilen HantelS- kamnier Wialli« S) Vvoth von ter Gararttt) Trust Eompanv ('Pa.isl. führte au«, ct gäbe kürzlich 24 europäische Länder tefucht und überall bel­fere Verhällnikke al» vor fünf Zähren gefunden Er glaube, daß eS zu einer Regelung bei Repa- raticnSfeage kommen werte, fobalb die Haupt- beteiligten zu der '.letei zeugung kämen, daß da« Problem nur aut wirlfchaftlicher Grundlage ohne Ruckllcht auf politische Er­wägungen. gelöft werten lerne Der gegenwärtige Konllill a>erbc nach seiner Meinung bald be- liiedigend gelöst lein Zn erber Linie müsse jedoch KiS für diese Regelung eilctterlidx Geld von Amerika frmmen tr-i» wögli ch sei. sote.!> angemessene Garantien vorlägen, die es ten nmerikanilcheu Kavitaltelitzern gestatteten, sich zu beteiligen

faiauf ibie Maßnahmen und ihre Lntfch-idangea einzullellen Zn tem ftansölift'i Gelbbuch wird acfcitert. daß Fianki >ch w ihr end eine» etwa Dratfchlanb ,u gca ibrcr.ten MoratonumS llch bet Leistung bei ih.inifch uxstsälilchen Wirlf^aft veisichere, bic rheinischen Ellenbahnen in franzö- ufche Regie nehme unb Belchiag aas bic teutsch.-n P uten lege Vor all-m aber spncht da« han- /ölllch? Gettbnch nicht von der Wiedergabe d-s Ruhrgebiet« an Deutschland. lonb.m sch-ut sich nicht, zu sagen, daß Fiankreich sich bartetetten muffe, zu entscheiden, welchen deutschen Be­amten e« die Rückkehr tn da« Ruhrgebiet ge- 'alten, welche Gefangenen e« zu begnadigen getenk ufa Da« find Fvrixwunam auf die keine beutldjc Regierung « ing« hen kann und eingehen tnirb

Deutsche Volksparlei unb Kabinett . 2tresemanu.

Berlin. 21 Aug «Wolst, Die teut.ch- natlrnalc Preße wellt darauf hin, daß bei brr Abstimmung über da« Vertrauensvotum für da« Kabinett Siicfemann ca. 20 Mitglieder ter Fraktion ter Abfiimmung über da« Ver- !ia'ier«pctum ferngeblieben feien, und IdUuh' daran« aus eine fiatfc Opvositon in ter Fiaklicn ter Deutschen VotkSpartei gegen die Siche Koalition unter Führung Sl.eseniannS

Die Rationalliberul# Korrespondenz. der Prefsediensi te> Deutschen Vctt«partei. bemerkt t»a- Zu ftloc.tte« Die Zahl von 20 fehlenden Abgeord­

neten ist dadurch errechnet Worten, baß auch alle Abgeoibnetcn der Deutschen Volkspartei ge>ähll werden lind, die wegen te: bekannten Schwierig­keiten im besetzten Gebiet und au» Kru.ik- heilS- oder au« sonliigen Grünten an der T«igung des Reichstage« ubcihaupi nicht teilgenommen l;a- ben Für die übitgen Mitglieder der Reichstags fiaüicn ter Deutlichen Volkspartei, die nicht an der Abstimmung leilgencmmen haben, gilt daß ihr Fernble ben von ter Abstimmung nicht al« Protest gegen die Reubildung bei Regierung auf ter Diundlage ter Gerten Koalition unter bei Kanzlerschaft Strcfemann« auf^ saß' nxrben bars, vielmehr war Strefemann dazu durch den ein- ft i m m i g gefaßten Beschluß ber Fiaktion «rnb.ch- tigt DiZenigcn. die ter Stimmabgabe lemgcblic- ben find, wollten dadurch lediglich zum Ausdruck bringen, daß lie nich' mit ter Besetzung des Kabinett« in allen Einzelheiten ein. ei l anden sind Ea trifst auch nicht zu, daß lich alle Landwirte ter Ziaktion bet Stimmabgabe cnlbalten Haden Der Konflikt bei der Reichsbank.

Berlin, 22 Aug Priv.-Tel.l Zu tem Kvnslitt zw'lchen dem Reichsbankdirektorium und dem Obmann de« Betriebsrates ter Re chsbaak melden die Blatter, daß der ReichSbank- Betriebsrat tx« Schreiben te« Direktoriums in welchem er mitleih daß eck zur Klärung ter Streitpunkte FellstellungSklag# beim Land­gericht 3 erhoben hab«, a b g e I c b n i hat Heute Rachmiitag wird eine Versammlrng ter A r-

ge sl « ll I e n I ch a f t ter Reid>«tenk, an ter auch tic Slr.illeitu i.i ter Buchdruckei tetlneomen n iib. zu bc. Aeußerun i de« ReichSoankdirello- i uiv» Stellung n hmen Laut .Voinvörts fall teabllchug' I ia. i:i bei Rrichsdrucker.-i luir- unter den Ang Gell, i der Reichsbank eine Abstimmung baiübcc vorzun hinen. ab aus bic Ablehnung bei Tcrmittclungeaftion bc« RcichSarbcitSminili, - iiums burch bas RcachsbinkdirrllPiium mit bei Erstellung b i Arbeit gcaatworlet werte i soll.

D« cild»-inl uiiDcrftä iblid) baß bic R.-ichs- rcflicrung noch nicht in dielen Konflikt cinge- flriffen hat. b.T lich nu.imcbc zu einem öheni- lick>.n Skandal ersten Range» auSzuwachlen Ul uüi

Der lob der deutschen ftnltiir.

München. 21. Aug. IWolfs, Die 'Bereini­gung ter Münd enei Verleger erllärt. dab sie au« eigener Kraft bie jetzigen 'Belattungen nicht itagen könne unb lich dahci qczo jngcii lohe, bic Piobuktion von Vuchein unb Zeiilchriften ein- Z u ft c (1 e n Al« Folge die'e» BelcklulleS baten 16 Münchener Zeiktchrii len ihr Er­scheinen eingestellt

Die BuchdrukkerlSst.te.

Bre S l a u . 21. Aug. <WTB i Die f ch le« fischen Buchbruckereibesiher haben sich auheistande erklärt, bic Reichstarlslöhnc der Buchdrucker zu zahlen. Sie wollen aus dem Rei chStarif at.sgeschieben sein unb