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Anzeigenteil.

Stenographen- Samentier. Va- mntag Wanderung.

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i Sauschutt an den jetzigen Fundort verbracht Urorden. Man begreift heute nicht mehr, daß man damals so verständnislos mit künstlerisch und historisch so wertvollem Gut umgehen konnte. Der Ortsgeistliche lieh den Fund in Sicherheit bringen und machte dem Denkmal- Pfleger Mitteilung.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 21. Juni. Das .Polizeipräsidium hat gegen eine große Anzahl von Händlern Handelsverbote wegen Hehlerei, verbotener Ausfuhr und unerlaubten Großhandels mit Lebens- und Futtermitteln erlassen. Nach den Feststellungen der Poli­zei übersteigen die Tageseinnahmen der mei­sten Bettler in unseren Straßen bei weitem den Verdienst gelernter Arbeiter. In den aller­meisten Fällen handelt es sich bei den Bettlern um arbeitsscheue Personen, die irgendein Lei­den vortäuschen und hiermit das Mitleid des Publikums zu erregen suchen leider immer mit Erfolg. Wie aber diese berufsmäßigen Bettler das Geld achten und den Geldsöwert verkennen, beweist ein amtlich beglaubigter Vorfall in einer Wirtschaft, wo ein Bettler seine Tageseinnahmen zählte und dann kurzer­hand alle erhaltenen Geld sch eine von einer bis zu zehn Mark als wertlos zerriß. Die wirklichen Armen aber sitzen da­heim, schämen sich, ihre Not nach außen hin #1 zeigen und darben und hungern.

Schlichtungsausschus; der Provinz Dberhcssen.

Erste Sitzung vom 21. Juni 1923.

Der Fabrikarbeiterverband beantragte Aen- beding seines Abkommens vom 5. Juni mit den Tonwerlen Gail, Hüttenberg und A b e n d st e r n, das als Stundenlohn der Ds- triebsarbeiter über 21 Jahren 2600 Mk. ab 4. Juni und 2850 Mk. vom 11. bis 17. Juni vor- ',ah. Der Schlichtungsausschuß schlug 4100 Mk. ab 11. Juni und Erhöhung der übrigen Löhne in demselben Verhältnis vor. Dom 18. Juni an soll bis zum Ende des Monats der Spihenlohn der Betriebsarbeiter dem der ungelernten Ar­beiter der Metallindustrie gleichgesetzt werden. Lieber Neuregelung der Zuschläge der Former, Einsetzer und Ausfahrer sollen die Streitteile noch verhandeln. Sie erhielten Frist für ihre Er­klärung auf den Schiedsspruch

Der Zentralverband der Angestellten bean­tragte eine Gehaltsregelung und einen Tarifver- trag für die An g e ste ll ten im Bad-Nau- Heimer Einzelhandel. Dir Arbeitgeber- Vereinigung berief sich auf Verträge mit dem Ge- wertfchrstscund der Angestellten. Der Schlich- rungsausschaß beschloß dessen Hinzuziehung und Mb der Arbeitgebervrreinigung auf, mit dem Zentralverband zu verhandel:!.

In zwei Kündigungsfachrn einigten sich die Streitteile nach Verhandlung.

Kirche und Schule.

wg. Der Hessische Hauptverein der Gustav-Adolf-Stiftung wird seine diesjährige Hauptversammlung am 8. und 9. Huli in Hungen abhalten. Sonntags werden tn Hungen und in den Nachbargemri'äen Fest- gvttesd.enstr stattfirden; für die Frstgem-einde ist als Festpredigsr fcer bekannte Diasporapfarrer Weiß aus Bieber bei Offeabach gewv.n»:n wor­den. Für den Nachmittag ist eine große Volks­versammlung geplant, bei welcher ein aus ver- sch 2 enen Kirchengesanabsreinen gebildeter Mas­senchor Mitwirken wird und mehrere namhafte Nedner aus der Diaspora Absprachen halten wer­den, u. a. P.arrer G urland, der in den Ostsee- prov'.nzen und am Schwarzen Meer tätig war, und der kürzlich von den Franzosen aus Gustavs- b-arg ausgew.esrne Pfarrer K n a b, jetzt in Pfung­stadt. Abends ist geselliges Beisammensein. Am Montag folgt der geschäftliche Teil der Tagung: d.e Sitzung des Drrwaltungsrats mit der Abge- vrdneten tvr Zwei grerrine und eine Versammlung der Frauenvoreilre.

SängerSag in Karlsruhe.

Man berichtet un.s:

älniversitätsmusiidire'tor Professor Gustav Trautmann errang^lich mit dem Schu­le r s ch g n Männe rchor, dessen Chormnfter er leil 1593 'm, außergewöhnlich b.deute.rde künst­lerische Erfolgs. D.r heroorragande Frank­furter Verein, der auch i.t Gießen s5>on kon­zertiert hat, war einer Einladung des befreun­deten Gesangvereins Lisdsrkran; zum Sänger­tag in Karlsruhe gefolgt, wo er inmitten großzügiger Deranftattu gen friedlich«! Wsttbs-

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Das M-ftlhiWS.

Vornan von Luise Schulze-Br ü d.

59. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Erst der Ernst des C:b-;i4 hatte das zu- rvegL gebracht, das nicht sanft mit ihm umgr- xangen war, das ihn scharf augepcuft und alle feine Kräfte angespannt hatte in unablässigem Ringen. Seine Frau hatte ihm nicht dabei 6elfen können. S 2 versagte ganz. Sie war nichts als eine cigenwillige Kinderseels in dem Körper eines Weibss. Eine kleine S:.ls, dis nur das ihre suchte, d.e das Leben für ei 1 Spiel nahm and für einen Zeitvertreib. Er hatte seimen Irrtum hart genug gebüßt, gebüßt auch damit, daß er ihn ihr nicht entgelten liefe, als er erst selber reifer ge= Wort en war und sehender. Sie hatte wohl wenig entbehrt. Sie hatte ja stets das bunte Spislze-ag gehabt, nach feem ihr Sinn stand. Was ec in den ersten Jahr cm in Unkenntnis verbrochen, das hatte er später wieder hundertfach gut gemacht.

Aber niemals war ihm länger als sine flüch­tige Minute der Gedanke gstommen, sein eigenes Schicksal wieder so eng an das einer anderen, Seels zu binden. Sein: Arbeit und feine Sorge für Elisabeth hatten sein Leben bis dahin ganz ausgriüllt. Der flüchtige Verlehr mit heiteren Frauen hatte ihm völlig genügt.

Dann fcar die Frenrde in sein Leben getreten. Das war nun keine brausende Iugendleidenschaft n.ehr, was er empfand. Ei,re tiefe und sehr feste Zuneigung war langsam in ihm aufgekeimt und gewachsen. Er wußte, es würde das beste Stück fe;rre3 Lebens kosten, wenn er darauf verzichten müßte. Er fühlte aber ebenso klar, daß er wohl verzichten müsse, wenn er Elisabeth nicht Hans Dietrich gäbe.

werb» mit anderen süddeutscher Vereinen und tn einem eigenen Konzert nicht nur durch sein edles Stimmenmaterial, fonbern vor allem auch durch d.e überlegene geistige Führung Prof. Trautmanns heile Dega.sterung er­weckt«. Ein zwei Taue später mit dec gleichen Vortragsfolge in Bade n-Vaden veranstalte­tes Konzert brachte ebensalls stürmische Ovationen einer zahllosen, airdächlig lauschmden Menge und lestätigtr aufs neue die in Gießen oft gewürdigten überragenden Vorzüge Prof. Trautmanns als Ehorleiter, bis letzten Endes in einer ungewöhnlich gesteigerten geistig en und seelischen Einstellung auf Rhythmik und Kultur des Klanges und in einer angeborenen Feinfühligkeit für das eigent­lich Klingende, die Seele, des Liedes ihren Ur» sprung haben.

Vermischtes.

Die Derimer StaatSoper in llkorwegen.

K r i st i a n i a. 21. Juni. (Wolff.) Das G a st» spiel der Berliner Staatsoper im hie­sigen Nationaltheater mitMona Ltsu" undSa­lome", unter dec Leitung des Intendanten von Schillings, fand beim Publtkum begeisterte Aufnahme. Die Kritiken würdrgen Schillings als Dirigenten und Komponisten und die Dar­steller übereinstimmend in Worten höchster An­erkennung. Ganz besonderen Eindruck machten Barbara Kemp als Mona Lisa und Salome, und S ch e i d l als Francesco.

Amundsens Nordpolflug aufgehoben.

K r i st ia n i a, 20. Hunt. (Wolff.) Nachdem A m u n d s e n den Nordpolflug aufgegebeir hat, beschloß Konsul Hammer, mit seiner ersten Expedition a n L a n d zu gehen. Er teilte Amund- scn telegraphisch mit, daß das Flugzeug und die Mltglieder der Expedition zu dem Flug von Spitz­bergen nach dem Nordpol zu seiner Verfügung stehen. Bis dieser Flug zustande kommt, stehen die Flugzeug-Ekpeditionsmitglieker zur Verfü­gung der staatlich-wissenschaftlichm Expedition nach Spitzbergen, besonders für kartographische Arbeiten.

Embruchsdiebstahl !n einer Loge.

Berlin, 21. Juni. (WB.) Die Odd- Fel» l 0 w - L 0 g e in der Alten Zakobstraße wurde in der vergangenen Nacht vrn Einbrechern heim- gesucht. Diese erbrachen die Schränke und stahlen aus den Schubladen die Logenvereinsabzeichen, so­wie den Logenhammer des Großmeisters vom Stuhl mit goldenen Emblemen, Spenden von an­deren Logen usw. Auf die Wiederbeschaffung des gestohlenen Gutes ist eine hohe Belohnung aus­gesetzt.

*

* Die deutschen und die engli­schen K r i eg s ve r l u st e. Die ganz genauen Statistiken über die Krisgsoerlusts des drutschen und des englischen Heeres werden erst jetzt, wie Wir Auszügen derKlinischen Wochenschrift" ent­nehmen, veröffentlicht. Die deutsche Statistik be­richtet eingehend über die Sterbesälle der Per­sonen nach Zahl und Todesursachen. Die Gesamt­zahl aller Todesfälle des deutschen Heeres wäh­rend des Krieges betrug 1 667 039; davon sind durchgewaltsame Einwirkung" im Kämpf 88,7 Prozent, nämlich 1 479 066 Soldaten gestorben. Von Krankheiten forderte der Typhus 10 548 Opfer, die Ruhr 8040, die Cholera 838. Unter unbekannten" Llrsachen werden 39 003, d. h. 2,4 Proz., aufgezählt. Die englischen Kriegsver­luste werden in der endgültigen Statistik mit 94 6 02 3 angegeben. Verwundet wurden 2121906 Soldaten. Die Zahl der Kriegsteilnehmer betrug 24^6 370, davon 6 211 427 aus dem Vereinigten sronigreich, 1 615 527 aus den Dominien und Kolo­nien, 1679 416 aus Indien.

BLi chemisch.

Ein Märtyrer der deutschen Sache: Kauf­mann Albert Lev Schlagster, der vom französischen Kriegsgericht in Düsseldorf wegen seiner Betä'i- gung im deutschen Interesse zum Tode verurteilt und als Opfer fran.zösischsr Militärjustiz am 26. Mai standrechtlich erschossen wurde, ist in der soeben erschienenen Nummer 4102 der Leip­zigerIllustrierten Zeitung" (I. H. Weber) abgebildet. Dieses Heft zeichnet sich im übrigen durch hervorragende ganzseitigs Illustra­tionen aus. Nach Radierungen von Roland An- heißer finden wir interessante Reproduktionen ..Berühmte Baudenkmäler an Rhein und Mosel", scwie von dem bekannten russischen Maler Kon­stantin Korovin eine Anzahl Bildwi-ederzaben, die durch ihre Eigenart auf den Beschauer einen be­sonderen Reiz ausüben.Das Sumvfvolk am Dangwevlo-Sss in Nord-Rhodesia" schildert fein Erforscher, der schwedische Graf Erik von Rosen in einem fesselnd illustrierten Artikel. Carl Jacobsen ist mit einer ErzählungDer Enlen- puhl", Fritz Stüber-Gunther, Wien, mit einer EkizzeRaimunds Liebe" vertreten Neben dem

Das Halten des Wagens vor dem Hotel schreckte ihn a.i.5 seinem Sinnen auf. Ganz erstaunt horte er plötzlich den Straßsnlärm, sah wieder seine ilmgj£>i'.ng. Eine Zeitlang war Auge und Ohr dafür verschlossen gewesen Es dunkelte schon, ein grauer Abendschatten lag über dem Menschcn- gewühl. Die Lichlcr der Straßenlater.ien tourben ange.: bet und warsen einen mattgelben Strahl, der noch fc"..r> Leuchtkraft hatte.

Nachdenklich ging er den ruhigen Wea, der die Baumanlagen des L.ipziger Platzes darch- sch.'.itt, bis zum Bürgersteig der Leipziger Straße. Da schien sich jetzt das Menschengeaützl verzehn­fach'. zu haben. Er stand ein paar Minnten still und ließ es au sich vorüberhasten. Dicht nebsn ihm bot eine Frau Veilchen an, Maiblumen und Lreibi.vfen. Er kaufte ihr ei.er Strauß 'Mai­l'lr inen ab, um sie Frau Goa mitzybringsn. Aber als er sie dann ansah, schon ein wenig welk an ihrsn Siengein hängend, rechts Kinder der Großstadt, künstlich getrieben ^u kurzer Blüte, um rann zu verwelken, verwarf er den Gedanken wieder.

Er sah die Leipziger Straße hinauf, welche sich endlos dehnte mit ihrer Reihe von groß-sn eleltrischen Kugeln, dis über der Straße schweben und sie in ein grelles Licht tauchen.

Das große Warenhaus vor ihm flammte in einem ©lutmver. An den Firsten der Häusw) gingen Flammenschriftcn auf und verschwanden w.ed-er, Anpreisungen Von Sch-wladen, Regen­schirmen, Schuhwaren und Kales. SLte elektrischs Sonn.e an einem der Firste drehte sich in ver­wirrender Schnelligkeit. Ein Scher-nwerser schoß seine Strahlem scharf und blendend durch die Luft, älnb all dieses Licht beleuchtete die wirre, eilige, schwarze Mensche-nmasse, die nichts zu tun zu haben schien, als vorwärts zu kommen, so schnell

Gesagten finden bte Tagesereignisse in Wort und Bild eingehende Derücktichtigung.

BernhardSolms:Vor derZeit". Ein Trauerspiel. (Pontos-Verlag. Freiburg i. B.) Das Stück spielt in der Zeit des Friedens von Tilsit. Er brachte Preußen die Fortsetzung des Krieges. Die Bsse^unq preußischsn Landes dauerte fort. Llnterdrückung, tierische Rohert und fremde Willkür wutsten in oen besetzten E-ebielen. Alm den Husarensührer Schill gliedert sich die Handlung. Dre Bilder ein Drama im großen Sinne ist es nicht erinnern an das Heute; gute, schlichte Sprache macht sie eindrucksvoll und wirksam.

Kirchliche Nachrichten.

3fr. ReligionSgefellfchaft. Sabbatfeier 23. Juni. Freitag abend 7.50, Samstag vorm. 8, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9.40, Wochengottesd.: morg. 6.30, abds. 7.30. 3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synag. (Südanl.s Samstag, 23. Juni. Vvrabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 9.00 u. 9.40.

Handel.

Frankfurt a. M., 21. Juni. Dörsen- stimmungsbild. Dre Geschäftstätigkeit am Devisenmarkt verzeichnete heute noch geringere älmsätze als gestern. Nach Erledigung der ersten Kaufaufträge, coelchr bei erhöhten Kursen aus­geführt wurden, trat wieder eine Abschwächung hervor. Der Dollar trat mit 131 000 in den Ver­kehr und lautete dann 132 000. Im weiteren Ver­laufe wurden folgende Preise genannt: 128 000, 124 000, 126 000. An der Börse begann er mit 127 225. Auszahlung London gleichfalls schwan­kend. Im Gffektenvsrkshr von Bureau zu Bureau schien sich die rückgängige Lende;» verschiedentlich fortzufetzen. Bei größerer Zurückhaltung stellten sich Auslandsrenten im Einklang mit dem De­visenmarkt schwankend. Das Geschäft hielt sich nach wie vor in äußerst engen Grenzen, so baß auch die Preisangaben nur in einzelnen Fällen gemacht werden können. Dis genannten Kurse lau­ten wie folgt: Zuckerfabrik Frankenthal 70 000 Geld, Vadischr Anilin 185 000 bis 190 000, Höch­ster Farben 135 000 bis 140 000, Licht und Kraft 130 000, Rütgersiverke 310 000, Schahgebittsan- leihe 20 000 bis 21000. Don unnotierten Werten fanden Schssbera zu mäßigen Äurfen Aufnahme. 100 000. Man hörte ferner noch Bauxit 6000. Karstadt 16 000, Ufa 63 000 bis 66 000, Api 140 000 bis 150 000. Decker Stahl 145 000 bis 150 000, Becker Kohle 140 000, Brown Doveri 41 000, Emelka 27 000 bis 28 000, Hansa Lloyd 35 000 bis 37 000, Growag 7800 inkl.

Berlin, 21. Juni. Börse nbericht. Die älngewißheit bezüglich der Maßnahmen zur Stützung der Währung wirkte auf das Geschäft am Devisenmarkt lähmend. Bei allgemeiner Zu­rückhaltung fanden nur wenigs Umsätze statt, die Tendmz war aber im allgemeinen ziemlich feit, der Dollar schwankte zwischen 125 003 und 130000, der amtliche Kurs stellte sich auf 127 030. Am Effektenmarkt herrschte eine feste Stimmung, ohne daß sich aber besondere äln'.ernehmungslust kund­gab. Nachfrage bestand für Disconto Commandit- anteile zu höheren Kursen.

Frankfurter DebifemnarU. (Telegraphische Auszahluag.)

Tatuiu 20. Juni 21. Juni SlmtL Rollern. Amtl. Roliera.

6'eld Brief Brie?

Antw.-Brüssel. . 6882.75 «91725 6758,05 6791,95 Holland 50234,- 50526 - 50124,35 50375.65 London 581-43,75 58305625 593512,50 596187,5'3 Parts 7950,05 7089.95 805480 80^5,20 Schweiz 22942.50 23057.5.3 23241,75 23358,25 Spanien Ib653.25 18746.75 19102.>0 ]9197.90 Ziatien ..... 5725,65 5754.35 5870,3b 5899.70

Vifinbon-Dporto.

Tnncumrt .... 22942,50 23057,50 23092,10 23207,90

9toviucncn .... 21147,- 21253,- 21194,85 21303,tu

Sctuveden 33117.- 33283, - 33915,- 3408',,-

Helstnasors. . . . 3391,75 3398,25 3503,70 2621,35

Okuno re 12618-475 1268:6,25 129675 130325. - Deiitsch-Lesterr.. 178.30 179,20 185 55 186,45

Budapest..... 14.96 15,04 13,96 14,04

Prag 3825,40 3844,69 3890,- 3910,-

Slnvnm.......

Danknoken.

Jrankstirt a. M.. 21. Juni. Rriel

Edbmeltet Noten ......... 23215,

französische Noien 8015.-

Tänifdie Noten........... 23115,

Schwedische Stolen

Holländische Noten 50350

Deuisch-Oesterreich \ 10!) Slranett 184 Shnevitanifdic 'Urnen........130150

Enalisclie Noien........... 5331I01).

Italienische Noien 5830.

Ael.stfche Noien .......... 6715

lhmnvifc()C 'Jtofen......... . 12.75.

Tschechoslowakische Noten .... 3915

Sioripeniiche 'Noleil ........

Nninantsche Noten

Spanische Noren

22985

7935-

22885.-

49870.

183, 1288-50. 587<W).

5770 6065.

12.25. 3875.

als möglich, einer den anderen drängend zu noch größerer Eile, einer dem anderen auf drn Fersen, rücls chtslos in hastendem Zagen und Dorwärts- drängen.

Langsam ging er den Weg zurück, blieb noch einmal vor dem Portal bes Hotels stehen. Da kreuzten sich fünf Straßen, das Getriebe war hier auf seinem Höhepuckt. Asngstlich standen ältere Damen auf dem Bürgersteig, wartend, bis ein Schutzmann sie auf dis anders Seite führte; und wenn er dann dis Hand hob und die Wagen alle eine Minute stockten, um die Fußgänger hinüber und herüber zu lassen, und das ganze Getriebe eine Minute stiilstand, so war es, als könne man einen tiefen Alenr.ug tun, der dann doch wieder wie abgesch-sttten wurde von der neu einsehenden Bewegung. Arnolds hatte da den Gedanken, daß, wenn er feine Elisabeth in dieser großen Stadt wissen mußte, er sie sich gar nicht anders denken köm'.e, als ängstlich und zaghaft stehend, und sich scheuend, einen Schritt vorwärts oder rückwärts zu tun. <

In den Hellen toarnu-n Zimmern bei Frau Eva, vor dem gastlich geö-eeftra Tisch, und mit dem Ausblick auf ihr liebes, frohes Gesicht, kam das, was ihn heute bedrückt und bewegt hatte, zur Ruhe. Er erzählte von den Erfolgen seiner Audienz, von seinen Eindrücken.

Hans Dietrich hörte ihm gespannt und auf­merksam zu. Der Troy, der sich zuerst stark in ihm ausgelehnt hatte gegen die Bsoormundunz dieses Mannes, hatte einer besseren Einsicht Platz ge­macht. Mit dem festen Willen, sich darch-uarbei- ten, war auch in ihm das Bewußtsein gewachsen, daß Bürgermeister Arnolds.wohl van ihm eine Probezeit verlangen könne. Mnb bei jeder Unlust zur nnspannenden Arbeit, die ibn wohl noch manchmal überfiel, empfand er, daß dieser ar-

Markte.

Berliner Produktenmartt.

Berlin, 21. Juli. Am Produkt»«» markt zeigte sich wenig Unternehmungslust an­gesichts der ungeheuer en Schwankungen der De­visenpreise. Weizen wird wenig angeboten, wäh­rend die Mühlen anscheinend dringend Bedarf brauchen. Roggen änderte sich wenig tn d«t Preisen, obwohl sich ettvas Nachfrage für Mittel­deutschland zeigt Gerste war seitens der Braue­reien und für Thüringen gesucht. Hafer wurde wegen der bevorstehendsn Fracht srhöhungen vom Konsum vermehrt verlangt. Mais war still, die Mehlspeise fest, obwohl der Konsum zurückhaltend blieb. In Futterstosfen sa.rden nur geringe Um­sätze statt. Weizen, märkischen 225 000 bis 280 000 Mark (befestigt), Rsggen, märllschen 160 000 bis 162 000 Mk. (befestigt), Sommergerste, märkische 165 000 bis 170 000 Mk. (fest), Hafer, märkischen 150 000 bis 155 000 Mk,. oberschlesischen 145 000 Mark (fest), Mais, La Plata, waggonfrei Ham­burg 178 000 bis 180 000 Mk. (stetig), Weizen­mehl (100 Kilo) 590 000 bis 660 000 Mk. (fest), Roggenmehl (100 Kilo) 455 000 bis 495 000 Mk. (fest), Weizenkleie 83 000 bis 90 000 Mk. (behaup- tet), Roggenkle'.e 90 000 bis 91000 Mk. (behaup­ten. Diktoriaerbsen 235 000 bis 240 000 Mk., kleine Erbsen 195 000 Mk., FntterEer 155 000 Mk Peluschken 145 000 bis 150 000 Mk., Acksrbahnen 145 000 Mk., Wicken 165 000 bis 175 000 Mk., Lupinen, blau 160 000 bis 165 000 Mk., gelb 200 000 bis 225 000 Mk.. Gerade!la (alt) 255 000 bis 265 000 Mk.. Rapskuchen 145 000 Mk., Trocken- schnitzel 45 000 bis 50 000 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 30 000 bis 32 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 27 000 bis 31 000 Mk., Stroh, strohfeilgeb. 28 000 618 30 000 Mark, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, V»r- mahd 28 000 bis 30 000 Ml., Nachmahd 25 000 bis 27 000 Mk. (Soweit kern anderes Gewrcht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)

Schwememarkt in Grünberg.

* Grünberg, 21. Iuni. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 276 Ferkel. Cs wurden bezahlt für 58 Wochen alte 250 000 bis 500 000 Mk., für 811 Wochen alte 500000 bis 600 000 Mk. Der Handel ging zuerst langsam, später aber flotter. Die meiften Tiere wurden verkauft.

(In einem Tei! der Auslage wiederholt.) Das Todesurtsi! Argen Görges beftätigtl

Düsseldorf, 21. Iuni. (WTD.) Das fran­zösische Oberkriegsgericht hat heute den Antrag auf Revision des gegen den Landwirtschaftslehrer Giorges erlassenen Urteils des Mainzer Kriegs­gerichts verworfen und dadurch das Todes­urteil bestätigt.

Französischs Nu. schrei künden :m unbesetzten Gebiet von Mannheim.

Mannheim, 21. Juni. (WTD.) Ueber schwere Uebergrisfe französischer Soldaten im unbesetzten Gebiet von Mannheim wird von der Polizeidirektion mitgetcilt: Am 21. Juni, morgens zwischen 1 und 2 Uhr, hielten sich französische Soldaten in den Häusernlschen bei H. 7.30 im unbesetzten Gebiet auf und überfielen mit vorgehaltenem Revolver unter dem RufeHande hoch!" die Vorübergehenden und durchsuchten sie. Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, wurde hierbei eine Frauensperson un­sittlich berührt und ihr sowie einem jungen Manne datz Geld abgenommen. Dem patrouillie­renden Polizeibcamten wurde von der überfalle­nen Fiauensperson Anzeige erstattet, worauf sich eine Polizeistrerfe nach dem Tatort begab. Die Fianzosen hatten sich in der Zwischenzeit nachi dem Lessingring verzogen, hielten sich jedoch noch im unbesetzten Gebiet auf. Die Polizeibeamten ver­wiesen einen Franzosen in das besetzte Gebiet. Dieser zog sofort seinen Revolver und bedrohte den ihn zur Rede stellenden Beamten. Ein zweiter Franzose gr>5 auf der Flucht einen Schuß auf die Polizeibeamten ab. Dar­aufhin schoß auch der erste Franzose im Zurück- gehen. Als die Polizeiboamten, nachdem die Fran­zosen sich in das besetzte Gebiet zurückgezogen hatten, nach der Wache zurückkehren wollten, er­öffneten die Franzosen ein regel­rechtes Schühenfeuer auf die deut­schen Beamten. Das Fsuer wurde von diesen erwidert. Ein Polizeibeamter wurde durch einen Querschläger getroffen. Nach dem Vor­fall patrouillierten die Franzosen bis an die Quadrate D, E, F und G. Schon heute muß gegen dieses empörende Verhalten schärfster Protest er­hoben werden. Daß nicht Tote auf dem Schauplatz geblieben sind, ist ein Wunder. Wenn das der Fall gewesen wäre, würde die Verantwortung ausschließlich die Franzosen treffen. Immer mehr macht es den Eindruck, als ob die Angehörigen der Besatzungstruppen sich selbst überlas- s e n sind und jeder treiben kann, was ihm gut- dünkt. Mit der Disziplin scheint es nicht mehr weit her zu fern.

IIWIIIIirarn!! MM britsfreudige, lebcasruhige Mann gar nicht anders konnte. Solche Momente der Unlust gingen dann immer schneller vorüber, kamen auch immer seltener. e

Er hatte nur zwei Eintrittskarten für das Kleine Theater bekommen fönnen. Das war tzhm ganz recht. Eva war wohl die beste Fürsprec^rrin für ihn bsi Arnolds: er überließ ihn gern dieser Fürsprecherin. Nach der Vorstellung sollte er die beiden vom Theater abh.olen, man wollte noch im Reichshof essen.

Im Kleinen Theater gab man Hofmannsthals Elektra. Eigentlich war Frau Eva die Wahl gerade dieses Stückes nicht angenehm. Aber Ar­nolds hatte darauf bestanden. Wenn es denn schon etwas Modevnes sein sollte, dann doch gleich etwas ganz Modernes, etwas, das auch das ganz Große sein wollte.

'Der Heine schmucke Theatersaal war ganz gefüllt von einem auserlesenen Publikum. Viele Künsisei'i.schmecksr, junge Menschen, blasse 2ll>- klatsche Aßmussens, nicht ganz so prvnonziert wie er, aber doch immer noch modern genug. Viels sehr fchlanie grauen und Mädchen unbestimmten Alters, mit tief in die Stirn gezogenen, locker gebauschtem Haar, das im Nacken zu einem schweren Knoten .geschlungen war, in stilvollen Gewändern mit blassen schmalen Händen. Gerade vor ihnen faß eine schöne Frau, noch sehr jung, mit einem müden, bleichen Gesicht, das etwas ausgeschnittene mattfarbene Kleid mit einer kost­baren alten Stickereiborte phantastisch verziert, bräunlichgelbe Spitzen ganz über die Hände fal­lend, an deren schlanken Fingern kostlmre Ringe funfeiten. Sie sprach manchmal einige leise Worte mit dem Herrn neben ihr, der sehr groß war, sehr schlank, uni) dessen feingemeißrltes Profil Den- selben müden Zug hatte. Fortsetzung folgt..'