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frktfei ev(et

Sonn- wnb Jjeiertag», r tlberSomefogtbrilogr eitfetnrrSomdieeblöltn Woche».ve,»a,»rei, 600 unb 50 ThGiarbtn mark Trägerlol) n, auch b. 3lid)trr|a. einte ttnjtin. 5)u**em mfolgeliöt tret KewolU - 3<tn pted)- 3n|d,lüflt: für buSd)rift» kuung 112, für 1 erlog inb Eeschästoftelle 51. ln|d)ri|1 für Drohtnach. rt<^len. lijtlgttItjti.

PelldjedfcBto:

frei Hirt *- ®. 11686.

17». Jahrgang

Mittwoch, 2(. Vovrmd« 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhesfen

t>md nb Derlei: vrühl'fche Uetoerfitäu-Bed)' nnb SteiRörnderel R. tauge in Sieben. Sdjrtftlething end Seschästrftelle: Schafsttaße 7.

Inibat hi le>n )< für bie lageennmin«* bi |um Jladjmtttag vorher obwt|eb« Derbtebll^keUi Drei» !*r 1 mei t>*bt l*c Wnjetgen 0.27 mm »rette brtl ®runbjat)l 55 dllu. dute.TOlR.; I. Ätklame- Anzeigen o 70 n n dteete 225 x 1400 Uliü Sd)lttflel pia30or|d)n|t 2JMu|- schlag. - tleranlmorihd) tut Politik u 3"eniD<lon : Dr FrtedrWtth. Lange; für ben uortgen Teil dmftdlum d)em;|üi bei Anzeigenteil Hane 3cJi, |»milid) in ®>e jeii.

Jur Tarifpolitik der Reichsbahn.

*Marm'lid) sind vorn 1 November ab von brr deutschen Reichsbahn ®o(bmarftartfe ein- geführt iporben 2 i< verschiedene Angriffe bin hoi bie deutsche ReichSbahnverwallung diesen Schiili damit zu begründen versucht. bah tue allgemeine Teuerung schneller gestiegen lei al» die Tarife Tide Tkbaupiurg stimmt nicht vo: allem lühl fie die tn den letzten fahren erfolgte sehr wesent­liche Urngdlahung de« öülerlanf# völlig auhet acht Luder ben erhöhten 3inbeilen an TUMer.. gungSgebühren und K reckcnfruch en ist die ®ülcr einteilung mil dem öifolg geänte. I. bah viele Gü­ter. namentlich solche von höherem Wert, um ein ober zwei Klassen austarifiert wurden, so­dann lieht der jetzige Tarif Beförderung der TDj- genladungSgüter in offenen Wogen, der Benutzung gedeckter Wogen aber 10 Prozent Frachlzuichl und bei Bennentziina hahneiaener Derlen Miele für diese vor Ferner bestonden vor dem Kriege etwa 30 Ausnaymelarise unb 34 Dcehasen-Aus- nahmetarife für den OrlBoerbiaud; unb für die Ausfuhr; währe-d jetzt nur noch 20 Ausnahnie- larifc von meist lehr viel geringerer Bedeutung als bie früheren bestehen Namentlich die Auf­hebung ter Oahrzehn e alten Ausnahme a if>- für Öifen unb Gtafcl war von licigicifenbcr Bedeu­tung Zwar biad-len manche jetzig» Ausnahme­tarife sehr erwünschte Frachlc.lcich erungen für ge­wisse Güter andere bagcgcn die leit ^ah'zehn en Ausnobmetarife halten, müssen jetzt beispiellos hohe Frack, en tragen Andererseits bietet der letzige Tarifstand mil jeder Erhöhung steigende, sehr grühe Vergünstigungen für wer e Gnlsein n- gcn. was für die Rcicksbuhn mit g>osten Optern verbunden ist und viele WirilckxifiStreise, z. B die Rhei ifchiffohrt, schwer schädigt

Wie hoch die jetzigen Gebühren tatsächlich sind, beweist folgende Statistik

Frachtgut

Entfernung ®rnbi.0,,'*Z

' 3 frucht in lanfmarh

Kohle unb kokt. 10 km OSO Md 1.80 600 . 11 90 . 1740

Eisenerz . 10 . 090 . 1.60

300 . 5 - . 9.60

Roheisen, Halbzeug 10 , 0.90 , 2.20

300 . 730 . 15.20

Stab- unb Band­

eisen, Draht 10 , 1 - , 2 80

600 , 2220 . 39 20

Drahtstifte, Rieten 10 . 1.10 . 3 40

600 . 28.20 . 49 60

Es hat fchsn lang: den Mischern al» sei die Reichsbahn für f.i i ch: Borgtest ngcn unzugäng­lich Die jüngsten F.aa) erhohungen. die den Ter- lehr völlig zu erdrosseln drohen igen je^ och erneut zu der Frage, ob nicht bester statt andau­ernder ungcfxje.er Erhöhungen der F och e.n ein Fehlbetrag der Reichsbahn auf bai Neisen übernommen wild Die Koh lenste er i t auf- gehoben, die Kohlenvreisc find e.h blich errnäst gi treiben. Beides z'i dem Zweck einen allgemeinen Preisabbau eit zulei en und e b i ch ben e-flcn Schritt zu tun die Zue.ung an cii.e. ih er Wur­zeln anzugreifen Aber b.e'e ungc^cicren Frack'- erföhungen haben auch tiefes Mil triedei bie Kchlene nnist g ng ilLifcnf.f gemach' Io dost d.,S Reich selbst sei er eigmen A -stch z a* bevbnnMi Gewist würde die üleber obme eines Reich.-eahn- fehlbetrag.s auf das Rei h fchwe,wiege b Folgen hoben, aber die Frage ist. ob fie schlimmer sind als die TLirfurg der letz en grchcn Frachterhöhung

Das Kartellyesetz.

Berlin, 20 Nov (WT B D? Verordnung gegen dm Mihbrauch wirstchnflücher Macht- fldlungm vom 2 N^v.-mber in a n D mstoa in Kraft getreten Seitdem mit gc'cy i ckcn Mast» nahmen gegen die Auswü hie des Kartell- vcsrnS gerebne m-rbm könnt: Hit bereits eine Reihe von Verbinden ihre ZahlungSbe» dingungendenBedürf-itlfen bei Ber­st r a ucher e n 11: paffen geluvt B i einig n Verbänden b:burl: es jedvh behördliche 2i- regunq. um fie z i ein r Erl ei htwini ihrer ?c- bmnungrn zu v wan ost n Di''e n Eingreise' 'er Behörden wur>? im Hinblick auf bi-.- nutme'ir zur Dechügun > ft hend?n ge etz i hen Ma 'st nl el schneller und 'ach it wei e » a ' h e n b e - als bisher entsprach n So Hit b r? l > di - Kurt llv r- ordnunz vor ihrnn 3n!rifttr'len im gün ige i Sinn auf bie Derbmdsb d.ngunzen und bimt: auf den allgemeinen IBirenum au n1* ' ePr i - geftaltimg g:®irf- Fälle in denen bis e nur ung nug-nb- (Irl ifHer-ngc- oreiwmme: u d unbilige D:d ng-ingm aufrechterho len worden fmb werden in Kürze das K a r t e l I a e ' i cht b-fchLfrigon Da» Kort'ttgerichl ist inz vifhen lern Reichswirstchaflsgericht eingcfeil wo d n Der Do. fitz führt f berreqierunqsrat Dr Uukos. Prüf dent drs Rstchsw nschaftsgerichts.

Die Ausgabe der Nenlenmarl.

Berlin, 2l Novembel sPrivai-Telegr) Der für DienSiag angesetzle Berkaus von Renlenmark durch die Reichs bank wurde, wie wir schon gestern kurz mit teilten, aus technischen Gründen ausgesetzt Nur an den Lebens- mittelhandel wurden Renten mark gegen Ausweis abgegeben Die Sperre der Ausgabe von Rentenmark galt nur für Dienstag Am Donnerstag sollen Rentenmark von der Reichs bank wieder a I' g e m e l n abgegeben Verde».

Die politische Aussprache im Reichstag.

Die Angriffe der Opposition gegen das Kabinett Stresemann. - Kommunistische Lärmszenen. Vertagung der Entscheidung.

Berlin. 20 Nov lPriv -Tel > Präsident Löste eröffnet die Sitzung um 1 . Uhr Der ©aal ist mähtg. die Tribünen sind stark bele-M Der Präsid-rnt widmet Nachrufe dem verstorbenen ReichSbankpläfidenten Dr. Haven st ein und dem Zenlrumsabqeordneten Höhner Die Ab­geordneten haben (ich von ihren Sitzen erhoben - Mit Bsuirusen wild die Mittellunq ausgenom­men. bat) der ZentrumSabgeordnete KaaS wie­derholt von den rhelnifchen Separutisten Der- hastet und verschleppt, und dof) der Protest des Auswärtigen ArnieS dagegen von der stanzösischen Befatzungstebörde bi#t;ci nicht bc- a n 1 io o r : e t worden sei. Etn 2ntxag auf Stlusversclguuq t«# Abg Hoffmann- Kaifetslautern iSc-z > wegen Hochverrats wird dem Geschäfl<»erdnu.>g»auSfchuh übeitoie'ea Bor Gintiitt in bie politnche Aussprache, die als vielter Punkt auf der Tagesordnung fleht, be­antragt Könen (Kommst, der ReichSkanz - 1 c r möge ale erster sti.d.ier Rechenschaft astleg.n über die Politik, mit der er gerreinlam mit der Militärdiktatur daS Bc!k in Hammer und Not gebiacht habe Dem Reichstag hast, der Leichen- ge.uch der Berwesung an Der eig.n.liche Macht­haber. General von 6cedl, müflc schleunigst herbeigeholt werben.

Piäfidenl Cöbc stellt fest, bah nach der Geschältemdnung der Reichstag nicht ben Zeit­punkt ber Regierung Ser. larung bestimmen könne

Ein darauf von den Kommunisten gestellter BertagungSanlrag wird unter dem De- lächter ber Rechten a b g c l e b n t

Als erster Redner in der politischen Aus­sprache bedauert Wels «Lozst. dah bie Regie­rung die D.ba.ie nicht mi: einer Erklärung ein- geleitet hast: ES handele sich Hirt um eine neue, nach dem Austritt der Sozialdemokraten anders gerichtete Regierung, die dem Re chstag ihr Drogramm oorlxen müf e. Das Untertanen dieser Prrgrammerklärung müsse als Mangel an Taktgefühl der Regierung auSgelegt weiden. 3n der j<h ffen kritischen Lage haben die Feinde der deutsch n Republik ihren Schutzengel in Poinca S (Lebhafte Zulti nmung ) DaS lit­te l über die frarzö i ch? P»si is.' ist sehr wirksam gesprochen worden von ter englischen Ar­beiterpartei Wir danken der englisch -r Ar- bc.i.rparlri für di:l?n Mahnruf nach i iternatio- n lc. Einigl.it (Beifall bei Len Soz.) Graf Westarp Wer lach! da? (Geläch er rechtsst Unser Ziel fmb die lDer?iniit?n Staaten von

Europa unb bie deutsche EncheitSrepublik.

Wir rrcaben unS de sh lb gegen ein? Politik ber iüigcrl ch n Svntcrinieressen, di. mit einer vor- üfctig-benbcn Presg h? d-r >-setzten Gebiete fr cli und mit bem G.undfatz der einheitlich n Rechrgewalt auch übei Bayern Gegenüber lei T.ridjxörung des Herrn von Kc,hr und feiner Sp cf g? eilen in Beyern spielt? brr Reichskanzler t.c Rolle keS fcilflD.cn Zufch ue>S. (Hört! Hört! l.nkSst Niem !a ist die Schwästv der ReichS- icgicrung unb ihr dr S be.'nuplen wir - mangelhafter guter Wille bem Reich? zu t.Mj.en. waS bzi ist. fo klar her-

voig<trvte i als in der kläglich n und schwächlich<n Politik, tic ter sonst lv r.b.-fi ubige R ic! Skan-ler g g-nüber den täglichen und fh'inb- litten Dcrsasfu gol-riichrn des Herrn von Kahr an ten Tag gtUgi hat Die m Bayern si.td auch in Berlin bie Fuhr r einer Aroeiterorganil i- lion von der Militärdiktatur verhaftet worden TuS war geradezu Irrsinn zu Ps.rde (Seh. gut1 f.i lcn Lezst. Kohr braucht gar nicht :n hr den Nkarsch nach Beilin anzutreten. es gehl hier schon alles nach fem.m Wunsch Der jetzig? Sc- logcrungat jflanb ist eineJ?anbe für Deuttch- la,>u. W i r können nicht einer Regie­rung dos Tertra u e n geben, d i e diese Cnttoidlung ber Dinge z u verant­worten h i I Wir werden tie einzelnen Ueb?r- gnffc ter R.icj .ux-fci noch vortrigcn Der ReichS- lanzscr trägt dafür ii? Derantwortung, est.-nfo für 1 öS rcrfnstungäwidlige Bci^) h n d Strichs- komniiffai« D> Heinye in Sachs cm Die Lötung b.r Währungsfrage turs nicht auf Koste ' ber Arbrileifchafi erf olgen Wir verwuh- rv' uns g:g?n tus anmahcnle 2us(r?ten des Bciwalturgerutes u-t tes BoistandrS ber R - n- tenfcanf, bie politische Forderungen auf je- stellt hüten

Der Reichskanzler unb ber R.'ichsfinairzmini» ster haben diese Rentenbank als eine Art ober, fter Kontrollbehörd« über bie Reichspolilik anerkannt

Dicfcs "Verhalten des Reichskanzlers verstöhl g gen k :n Geist und den WeNla^i brr Derfafsung (Llbhasic Zustimmung bei ben Scualdemokraten.) "Dir warnen vor ben versteckten Versuchen einer Preisgabe des Rhein- unb Ruhrge­biets Für uns ist da« keine Unterstützung«-, sondern eine nationale Frage. Sie Derhandiun- gen zwischen ben Industriellen unb den sranzösiliten Behörden dursten nicht an ber An- icdjnungef tage scheitern Nach dem von den ben örchmbuflriefien selbst her gestellten Proto­koll Über bie Besprechung mit Segoutte vom 5. Oktober das dem Reichskanzler Vorgelegen bat. bat Klöckner dem sianzö'lfchen Befehlshaber ge­jagt. die Industriellen wollten den Zehn - (tun ben tag wieder einführen. sie seien aber nicht In ber Lage, ihre Absicht durchzuführen, ohne

bie Unterstützung der Okkupationsmächte (Stür­mische Pfuirufe b>i den Sor.i Erst als Scgoulic den Hc> ien eine glänzende Abiubr zuteil werden lieh erklärten sie. sie hatten nich' an einen Sin- g.iff bei Franzrfcn in innerdeutsche Verhältnisse gedach'. (Rule bei be.t Sor Heuchler!) D> 3a r- r e s ber eine Trennung des bes.h en Gebiets von, Reich als unvermeidlich erllur bat, i t zum Mi­nister gcmachl worben Dr Stresemann bat in t-iefer Fiage el ic Schwenkung vollzogen Er bricht bae RcichSiecht. tr< m er bie .Zahlung der EiweibSirsc.iun cr ützung für daS Rheinland ab- kfcnt Wir wenden uns gegen bieie von den D:u:'ch.nat:on..lcn propugle.ie Ile. Lv» ficineien Deutschland Wir tnrilcn gegen die Reich», ei.er­ber kämps.n für ein cinliei licheS freie» Deutsch­land (Lebhafter Beifall bei ben Soz )

Al g Hergi (Dn l ) Wir bedauern auher- ordentlich, buh der Rci hSlanzler nicht b,efe Be- spicchung cingcleilc! hat mit einer Rede, in der er für sein neues Kabinett die Venrauc-islrige stellte DaS Kabinett ist nicht einmal komplett ES ist ein Rumpf, der eine Prothese be­kommen hat. (Heiterkeit ) Stre'eman i bat sein Amt al» Kanzler b.r Glühen Koali ion an- getreten. DaS Kartenhaus de. Grohe i Äixilition ist zufammengetallen^ unb nun muh der Reichs­kanzler nach Da» Kabinett hat nur Miherfol-ie erlebt. E» muh zunächst baiiir gesorgt werden, dah die Sozialdemokratie wie im Reich auch in Sachsen und Ttzüri,gen verschwindet Die mariisiischen Hemnr.inr.eu haben bin Reichskanz­ler bestimmt, in seinem Ausruf zur Sammlung die Deutlchnationalen, die wahren nationalen, staatserhaltenden Eleme.ite (Gelächter link») nicht aufzunehmen De Sozialdemokraten stehen nach ihrem Austritt aus dem Kabinett offenbar nicht a D. sondern z. D. (Heiterkeit rechtS )

Schon diese aicht beseitigten märrisfischen Ein- flü^e nötigen uns zum Mihtranen gegen das jetzige Kabinett.

In der AchtstundentagSsrage bat die Regie­rung zwar Ansätze zur Tat gemacht, aber sie bat sie nicht ausreisen lassen, und so stehen wir nach dem Ablauf der DcmobilmachungSvcrvrdnungen vor einem Vakuum. In ber Währungsfrage ver­missen wir bie einheitliche Linie. Zum Wähiungslommiffar ist ein ausgafpiochener Feind bei neuen Renten mark bestellt worden. (Hört! Hört! rechts.I Die Behandlung der Fragen dcS belegten Gebie'es hat die Re­gierung von Mistersolg zu Mjlersolg geführt. Diejenigen Parteien die b im Abbruch dc» baffi- ven WiderstanLeS ki - Aahliingsci st .llung für das besetzte Gebiet verlangt.», nehmen jetzt einen entgcgcngefeyten Standpunkt ein Das ist nicht logisch Wir haben damals den Abbruch aller Verhandlungen mit Frankreich gefordert Die Re­gierung ha! anders gebandelt Sie bat den deut­schen Stollen im Ruhrgebiet ständig wechselnde Direktiven gegeben

Wir verlangen vorn Reichsianzier eine imiaxei- kculig: Erklaruna über bie geplante Politik im besetzten Geb.et Wir find auch für Verhandlun- gc.i, eher n.ch mit ten Fra tzo . > allein, fond-rn mit allen Aüii .e > Frankreiä 5 P.>'i ik wird sich änte.n. a> n: Deutfchst idS Poliiik endlich emmo( den Eha alter der Schwäch - v.rliert. Eine ReichSiegierung <t-ie wir fie unS denk.n, würde ich von dien Z.iekenSfiörungvn fer.chalten. (G?- lächtci links.)

Wir denken nicht daran, eine einseitig deutsch- nationale Regierung zu fordern, sondern eine weite nationale Einheitsfront.

Wr>. wollen nicht d n Fetterbi.mb in Europa ent­fachen. aber wir wollen auch einen u»8 aufge- zwui'gcn. n Är- ncf befefc? Wir wollen keine elnfti ig ka>italisti'che Doihcrrfchaft wir wollen kc Arbeiterschaft die ihr gebührende Stel­lung c.n.äum n nber bie Lozialbemokra- lie > st nicht bi? Vertretung der Ar­beiterschaft (Lebhafte Zustimmung rechts.) 2'S jctz g? parlamentarifch- System ist tem beul- schon Voll? nich! angemessen. Die von unS ver­langte national? Re iciung irirb aber auch nich! gr-m, ohne Pa lam. nt und Parte en regieren. Wi. Ilen eine Regierung, die daS Vertrauen bt. rot d .alen Verbinde, der nationalen 3ug nb h aus bei Druifchlnnds Zukunst beruht. (Vei- fc-kl tech'.s - Di. bayerisch: Frage ist eine deutsch? Frage Äabr hat ro.e BiSmarck, bie RcichS- tteuc über alle» gestellt. (Gelächter links ) Wir mül'en bu d; ci.itn RcgierungSwechsZ dafür sor­gen t:if Männer b.efer An daS neue Deutsch­land. da- Deutschland von mv gen bringen (Bei­fall rechts |

Als Reichskanzler Dr Stresemann daS Wort erhalten soll, verlangt 2lbg K ö n'e n (Komm > das Won zu. Delchästsordnung. Präs Löbe verweigert da», unb Aba Könen ruft Ich will dagegen protestieren, bah Polizei im Hause ist! (Erregung bei ben Komm )

Als ber Präsident bem Reichskanzler das Wort erteilt schlägt Aög Remmele (Komm ) erregt mit der Faust aus das Geländer der Rednertribüne und rüst dabei laut und wieder­holt Sind wir pier Im Parlament oder im Zuchthaus? <

Tem Präsidenten Lobe geling! es erst nach einig*n unmiun, den Zwischenrufer zum Schwei­gen »u veranlassen ®r erklärt unter bem lebhaften

Beifall der Mehr Helt Aus Grund des § 91 de. Defchäslsordnung

fordere tch den Ndg. Rennn-Ie wegen gröb­licher Verletzung der Würde des Hanfes auf, den Sitzungssaal zu verlassen.

(Unruhe ) Abg Rcmmele bleibt auf seinem Platze Ter Präsident sährt sori Da>g Rcnimcle meine- 2uifoiberung nicht folgt, werde ich bie Sitzung a u f b e b c n. zunächst auf eine Stunde (Zuruf des Abg Könen > Ich habe bisher von dieser äufcciftcn Bestimmung der Gefchäfts- ordnung nicht Gebrauch gemacht, obwohl man mi. innerhalb und auherhaiö de» ayiulee zu wert- gehende Toleranz vorgeworfen bat Aber alles hat schliesslich eine E-enze (Beifall bei der Mehr­heit i Die meisten Abgeordneten vertasfen wäh­rend der Paule den Sitzungssaal Abg Rrmmele verbleibt aul feinem Platze

Präsident V ö b e eröffnet nach einer Stunde die Citung wieder und crflärt zu dem letzten Zwischenfall, er habe lchvn feil längerer Zelt Kriminalbeamte in ten Reich.-tag berufen »um Lchvtzc bei Regierung unb der Reichstags- nii.gac cr, die durch zahlreiche Sch eiben unb . un.gebung.n in ihrem Leben bedroht wri c.i seien Da leiber die ®rfab ungen der leb­te,. Zeit g zeigt hätten, bah solche Drohungen f«h cmst zu nehmen seien, Ware bieie Schutzmah- nafcme notwen. >g g.wesen.

Atg Könen (Komm ) verurteilt die Her­anziehung der Polizist.n, ersahrungsgemah wür- tc.i sr-lcs-e Mahregeln Immer nur gegen links an- g.tDcnivt

Abg Diltmann (Soz.) erklärt im Hamen ber gesamten sozialdemokratischen Fraktion, das Verhallen des Präsidenten als durchaus korrekt. Auch August Bcb.l habe Immer verlangt, dah die Proletarier sichanltändig benehmen Don Lcn Kommunisten sei diese Regel häufig mihachte' worden (Lebhafte Zustimmung)

Präsident Cobe fragt den tm Saale anwe­senden Aba 'S r m m o r. 77 je-: der. Cuu?

verlassen wolle. Da Remmele dies verweigert, vertagt der Präsident unter Entrüstungs- hint-gebungen der Rechten gegen 6 Uhr dce Sit­zung auf DvnacrStag 1 Uhr

Vor der brütigen ReichSvigSsitzun z sanden noch einige Ber rtungen der Fraktionen u ib e ne ©i: ung deS Aeltesten.atS stall <2S herrsch! der Eindruck vor, dah der Reichskanzler den Wunsch hat. möglichst rasch eine klare Entscheidung herbeizusühren Man e.nlgle sich dah.n die Debatte am Donnerstag zu En e zu bringen an welchem Tag- bim auch die Ont- schcidung über die drei Misstrauensvoten fallen tvcrde. Das Zentrum die Deutsch Bolk^parle. ; n> de Demokraten d schlosen gegen sämtI che MihtraucnSantrage zu stim nen fi? brin­gen aber ihrerfe :; keinen Vertrau nsantr rg eiu da er keine Aussicht auf Annahme hat Wie die Blatter hören, will sich aber der ReichSkan, er mit einem indirekten Vertrauenrvo u n. das durch Ablehnung der drei Nki.trauenSan rage gtg. ben wäre, nicht begnüg en Nach Vlä ter- Meldungen sollen bie Deutschnatlonalen b.adsich.tgen. ihren Mihivauensantr ig ohneBe- gtünbung einzubringen um die übr.ge i Ovpo» s.l onsparteien eo»:aläcm. traten. Kornmunl ier> und Bayerische Volk,Partei, zu zwingen, th em Antrag zuzustim en und auf bieie W.ise ba« Kabinett zu Fall zu br.ngen

Der Ausnahmezustano in Bayern.

Berlin. 20 Nov (Wolff, Der Rechts­au s f ch u h de« Reichstags befchästiglc fich mit ben kommunistifch-en Antrag auf fofortige Aushebung te» bayerischen Ausnahmezustan­des Diesem Anträge traten auch bie Sozial­demokraten bei Dagegen wie» der bayerisch? Ge­sandte Dr von 'JJ reger darauf hin. das) ein solcher Beschluh einen schweren Konflikt zwt- schen Bayern und dem Reiche hervorrujen könne Es müsse als Arrrchk eines jeden Staate-- gellen, selbst darüber zu entscheiden, ob bie Kräfte ber Ordnung unb Ruhe im gegebenen Augenblick stark genug siub, nm das Staats- wesen ohne Ausuahenezustanb vor Gefahr-

Nissen zu bewahren

Die ba./erlkbe Regierung sei jetzt nicht in der Lage, den bayerischen Ausnahmezustand aufzu- heben Rechtlich flehe die bayerische Regierung auf bem Standpunkt, bah durch den vorn Reich verhängten Ausnahmezustand der Aus­nahmezustand In Bayern nicht erledigt werde Ter kommunistische Abgeordnete Dr HerzseId betonte, bah es sich hierbei weniger um eine juristische, al» um eine politische, d h Ma chtsrage handele Ter Antrag der Kom­munisten wird neben bem Antrag des Demo­kraten Hamm, der auf einen Ausgleich zwi­lchen der Reichsregierung und der bayerischen Regierung hinziell. am Donnerstag zur Abstlm- mung gelangen

Zusammentritt des bayerische»

Landtag San Sschvkses

München. 20 Nov (WTB ) Der 2ritefteJ- rat des Landtages hat beschlossen, datz ber st ä » - blge Ausschub des Landtages te bet