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Sie hiM Mark» Dolksopfer mit icn cholzhauerlohnen Zeichen Zweck gege» in die SammelM -geliefert.

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Juni. Ein tra« heinrichIun^ achen für Wnen MchenvontDa^ pf ein und nach «trotz Serumem»

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tolrb gebildet durch etn Postament mtt Stahlhelm In freier Arbeit. Der Entwurf stammt von Reg.- Daumeister Döttger in Schotten: mit der Aus­führung ist Bildhauer Leonhard in Grün­berg betraut worden. Das Denkmal wird am alten Friedhof Aufstellung finden. Die stattliche fruhgotifche Kirche, umkränzt von den prächtigen alten Lindenbäumen, wird einen höchst wirkungs­vollen Hintergrund für das Denkmal bilden.

* E i che ls d o r f, 19. Juni. Der Deutsch- Amerikaner IohannBolphat seinem Hei­matorte Ober-Schmitten, in dem er jetzt zu Besuch weilt, 25Dvllarfürdie Kirch e gestiftet.

Kreis Friedberg.

D u tz b a ch, 20. Juni. Die hiesige Schutz- Polizei hat als 'Reinertrag ihres Sport- Sonntags 812395 Mark an das Deut­sche Dvlksopfer abgeführt.

* Bad-Aauheim, 20. Juni. Die -Stadtverordneten-Dersammlung hat den Bei­tritt unserer Stadt zum Hessischen Waldbesitzerverband beschlossen. Ebenso wie in Gießen sind auch unsere städti­schen maßgebenden Stellen bemüht, die Ge­währung der Sonderzuschläge des ReicheSfürunsereBeamten durchzu­setzen.

* Bad-Aau heim, 20. Juni Ein hier zur Kur weilender englischer Offizier spendete zur R u h r h i l f e den Betrag von f ü n f Millionen Mark.

* Rendel, 20. Juni. Der Rhein- und R u h r h i l f e wurden als Ertrag des Gemeindc- abends 700000 Mark überwiesen.

Hessen-Nassau.

spd. Frankfurt a. M., 20. (Juni. Auf der oberen Friedberger Landstraße versuchte ein sehr schn e l l fahrendes Automobil einem Radfahrer auszubiegen und fauste dabei wider einen hohen Straßen st ein und dann, als er abrasiert war, gegen einen Baum. Das Auto wurde fast zertrümmert, der Führer kam wie durch ein Wunder mit dem Leben davon Der Radfahrer, auf dessen Rad ein Kind .mit faß und der von dem Wagen scharf gestreift wurde, erlitt ebenfalls keine Verletzungen.

i Schlichtungsausschus; der Provinz Oberhessen.

Sitzung vom 19. Juni 1923.

Dem Verband der Bergarbeiter, der 'Bau- ? itwerke 01.=©., der Bereinigung Hessischer Dauxitgruben, der Oberhessischen Grubengesell- fchaft und der Gewerkschaft Rabenau schlug der Schlichtungsausschuß vor, den Durchsch.iittsge- dingesah der Bauxitgrubewarbeiter (Ml.idestsah im Durchschnitt der Altersklassen) vom 1. Juni ttn aus 16 000 Mk. und vom 16. Juni an auf 20000 Mk. je Mann und Schicht und den Stun» denlohn der Arbeiter der Aufbereitungsanlage Münster vom 1. Juni an auf 2600 Mk. und vom 16. (Juni an auf 3250 Mk. zu erhöhen.

Den Arbeiterinnen der Gießener Da- menfchneidereien sprach er ab 1. (Juni 70 Prozent Erhöhung der Löhne zu, die feit dem 15. Februar galten. Vom 16. Juni an sollen auf die erhöhten Löhne 30 Prozent Zuschlag kommen. Der Stundenlohn der ersten Arbeiterin kommt hiernach auf 765 Mk. ab 1. Juni und 995 Mk. ab 16. Juni. Beide Erhöhungen ent­sprechen dem Antrag des Dekleidungsarbeiter- verbandes. Der beantragte Tarifvertrag soll mit einigen Olenberungen vom 1. Juli an gelten.

Das Sägewerk Becker in Metz l o s - Gehaag soll von der lausenden Lohnperiode an die jeweiligen Tariflöhne der oberhessischen Säger- industrie zahlen.

Zu diesen drei Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Crklärungsfrist.

Als Stündenlohn der selbständigen Weiß- bindergehilfen über 20 (Jahre in Gießen schlug der Schlich'ungsausschuß 4400 Mk. ab 16. (Juni vor und Erhöhung der übrigen Löhne in demselben Verhältnis. Malerverband und Bau­hütte erkannten den Schiedsspruch an. Dir 'Ber­einigung der Malermeister erhielt Crklärungsfrist.

Den Kündigungseinspruch einer Arbeiterin der Hütefabrik Wegener in Blitzen- rod aus ß 84 Z. 3 und 4 des Detriebsrätegesehes wies der Schlichtungsausschuh ab.

3n der Kündigungsfache von sechs Angestell­ten der© u t 3 r e f o r m" in Bad-Rauheim .einigten sich die Streitteile ohne öffentliche Ver­handlung.

fiirebe und Schule.

* Kirchliche Ernennungen. Ernannt wurden Pfarramtskandidat Engel zu Obborn- bolen zum Pfarrassistenten in Offenbach (4. Pfarr- assistentcnstelle): Pfarramtskandidat Strack zu Gießen zum Pfarrassistenten in Bischofsheim: Pfarrverwalter T horn zu Offenbach zum Pfan-

Das Moselhaus.

Roman von Luise Schulze-Brück.

58. Fortsetzung. ' (Rachdruck verboten.)

Sehr nachdenklich ging er dir breit: teppich- belegte Treppe hinauf, um sich umzrklnd-e.r. S-ein Gesicht hatte den Ausdruck eines Mensch.n, der konzentriert nnchsinnt. Er blätterte zerstreut in der Mappe mit Schriftstücken, dir zu der Olndienz nötig waren. Er hatte lange g-rarbe-iiet, um diese Aussprache mit dem Minister -a erreichen und es war ein großer Triumph für ihn, daß man ihn v'.-ch Berlin komme r ließ. Aber während er in dem Hotelzimmer sich vorbereitete für den wich­tigen Gang, sah er aus wie ein Mensch, der mit gern anderen Dragen beschäftigt ist.

Während er im offenen Taxameter über den Potsdamer Platz fuhr, sah er so angestrengt die Straße hinunter, in der Eoa verschwunden war. als ob es für ihn nichts Wichtigeres aus drr Welt gäbe. 01 ad) ein paar Minuten kam es ihm eigent­lich erst recht zum Bewußtsein, was zunächst auf ihn uxirtete, er mußte seine ga.rzr Willenskraft auibictcn, um fein Denken darauf z.r tonjentrieren.

Als er eine Stunde später r>us dem Portal Les Ministeriums wieder auf die Straß: kam. reckte er sich stolz in die Höhe, er hatte seinen Zweck erreicht, er konnte sich dessen mit Fug und Recht freuen. Während er nun dem Kutscher Be­fehl gab, ihn langsam durch die Stadt zu fahren, sah er mit einem Gemisch von Staunen und Mit­leid auf dir wimmelnde Menge. Wir ein Ameisen­haufen war das, wo alles durcheinander hastet, wimnrelnd und kribbelnd. Während sein Oluge ifcarüber hinging und fein scharfer Blick den

Verwalter in Schotten (1. Pfarrstelle): Pfarr­amtskandidat ® t ün e toal o zu Gießen zum Pfarrassistenten in Worms: Pfarramtskandidat Hertel zu Darmstadt zum Pfarrassistenten in Gießen: Pfarrassistent Lohfink zu Lang-Göns zum Pfarrverwalter in Ober-Mockstadt: Pfarr­verwalter Luft zu Großen-Duseck zum Pfarr­assistenten in Lang-Göns.

Esperanto in den preußischen Schulen.

Durch Erlaß, des preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung ist Esperanto als Wahlfach in allenSchu - len Preußens zugelassen worden. 3m Hin­blick auf die stark zunehmende Bedeutung der Weltsprachen-Deaegung stellt der Minister eine wohlwollende Förderung des Anterrichts in Aus­sicht.

Vermischtes.

Gegen den Spielteufel in den Seebädern.

Berlin, 20. (Juni. (Wolfs.) Wie der amt­lich: preußische Pressedienst mitteUt, hat der 3n- nenminiftei erfahren, daß in Da deorten, na­mentlich in den Rord- und Oftse-ebädern. ganze Häuser und Hotels gemietet werden, um in den Räumen Glücksspiele zu p-eranstalteu. Eine daraufhin erlassene Verfügung dos Mini­sters an die Regierungspräsidenten ordnet u n» nachsichtliches Einschreiten gegen die Veranstaltung von Glücksspielen an. /

Zahlungseinstellung einer Neuhorker Dank.

London, 20. (Juni. (WTD.) Reuter meldet aus Reuyork: Die Firma Zimmermann & Forsah, die an der Effektenbörse eine füh­rende Stellung einnabm, hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Firma hatte in auslän­discher Valuta, insbesondere in deutscher Mark gehandelt. Rach Angabe ihres Rechts­vertreters betragen die Aktiva 9 Millionen und die Passiva 7*/$ Millionen.

Der Ausbruch des Aetna. Große Zer­störungen.

Catania, 20. Juni. (Wolff.) Die Lava- massen haben den Bahnhof von Cerro ver­nichtet und den Weg zwischen Lingua Glossa und Randazzo überschritten. Der Lavastrom wälzt sich in einer Breite von sieben Metern fort und hat dann die Städte Castiglione und C a t e n a vernichtet.

Berlin, 20. (Juni. (WTD.) Der deut­sche Botschafter in Rom wurde vom Aus­wärtigen Amt beauftragt, anläßlich der Aetna- katastrophe der italienifchm Regierung das Bei­leid des Reichspräsidenten und der Reichs regierung sowie die warme Anteil­nahme des deutschen Volkes auszusprechen.

Schweres Fliegerunglück. Bier Tote.

London, 20. (Juni. (Wolff.) Die »Times" meldet aus Kairo: Auf dem Flugfelde in Heliopolis bei Kairo stürzte ein Flug­zeug aus 100 Meter Höhe ab. Die vier In­sassen fanden den Tod.

Handes.

Frankfurt a. M, 20. Juni. Börsen- stimmungsbild. Die heutige Börse zeigte durchaus nicht die arvße Aitternehm-ungslust, wie in den Vortagen. Man verwies auf die unsichere Haltung des Devisenmarktes. Man handelte Dol- larrroten vormittags mit 119000 bis 121 000 bis 123000. An der Döifa wurde ein Kurs von 126 000 genannt. Dollarschahanweisungen erziel­ten etwa 130 000. Auslandanleihen lagen nicht ganz einheitlich. Türkenwerte festen gegen ihre letzte Rotiz niedriger ein. In amtlich nicht notier­ten Werten herrschte b:i lebhafterer Geschäfts­tätigkeit feste Tendenz für Tiag, die mit 26 000 aus dem Markt genommen wurden. Ufa nannte man mit 80 000 bis 85 000. Emelka 30 000 bis 31 000, Growag 7800 bis 7750, Decker Stahl und Decker Kohle 160 000, Api 145 000 bis 160 000, Drown Doven 42 000, Karstadt 16 000. Für Montanaktien war der Verlaus unregelmäßig. Phönix minus 50000 Prozent. Fester Gelsen­kirchen, plus 50 000 Prozent. Verhältnismäßig ruhig lagen Elektrizitätspapiere. Man handelte A. E. G., Licht und Kraft und Schuckert niedriger. Lahmeher waren fest. Chemische Werte eröffneten vorwiegend schwächer. SHeideanstalt aber plus 10 000 Prozent. Zuckeraktien nachgebend. Kali­aktien lagen nach der lehttägigen festen Haltung abgeschwächt. Angeboten waren Te'lus-Tergbau. Maschinen- und Metallwerte hatten zum Teil Kursrückgänge zu verzeichnen. Als gefragter er­schienen u. a. Siemensbetriebe, Ludwig Dans. Starlem Kursdruck unterlagen Schuhfabriken ver­einigte Berners, Wissel, Anatolier I und II, Bank­aktien fest, besonders Disronto, Dresdner, Reichs­bank und Süddeutsche Diskontc^eeilschast.

Berlin, 20. (Juni. Börsenft immun gs- b i l d. Die Beratungen der Regierung mit der Bankwelt über die Maßnahmen zur Stützung der Mark und die starke Erholung des Markkurses auf der gestrigen Reuyorker Börse führten tm De-

Siempel nagender Lebinssorg?, hohläugigen Elends, wurmstichiger QJe riebt teil auf bei Ge­sichtern sah, fo deutlich, als sei diesen Menschen ihre Geschichte auf die Stirn gefchri:be i, gingen feine Ged.« ken zu der Frau, di: jetzt schon wieder auf den Abend wartete, wo sie zusammen sein würden, And er fragte sich, ob es ihr wohl sein könne in diesem Hasten un) (Jagen, diesem tollen Durcheinanderwimmeln und Treib.m.

Viel und oft hatte er in diesen Wochen dar­über gegrübelt, was diese Frau ihm werden würde. Er tegr dem Rufe nach Berlin schon darum so gern: gefolgt, weil er sie nun wieder sah, und doch ergriff ihn ein seltsames Zagen. So fest hatte fein Lebensplan schon gestanden, fo genau hatte er ihn abgezirkelt. Kaum daß eine F'r.'iu darin Raum gefunden hatte, wenigstens keinen Raum, in dem sie unbedingt halte h rrschen können. And nun uxrr alles anders geworden. Er dachte an Elisabeth und an Hans Dietrich. Roch wußte er nicht, zu welchem Ende dies führen würde. Er hatte in der ersten Zeit eine starke persönliche Abneigung gegen den jungen Juristen gehr-bt, die natürliche aber grausame Ab.eigung des kernfesten, gesunden und starken Menschen gegen den schwachen und schwankenden. Aber er war gerecht genug gewe en, um die'e Abneigung nicht gelten zu lassen. Dann war das andere ge­kommen. >

stlnbegreiflich blind war er gewe en. Oder nein, doch nicht garrz blind. Er hatte es kommen sehen und nur die Augen dagegen verschlossen. Wenn er ehrlich sein wollte, wußte er gen.ru warum. Weil es ihm ein Brdürf.iis gewesen war, mit Frau Eva zusammen zu sein, weil sie von Tag zu Tag mehr Gewalt über ihn gewann, einen Teil

visengeschäft xu großer Unsicherheit. Die Preise gingen beträchtlich zurück und schwankten tm Ver­lause auf dem ermäßigten Riveau ziemlich bedeu­tend. je nach der Beurteilung der Aussichten der Markstühung. Der Effektenverkehr spiegelte die älnsicherheit des Devisenmarktes wieder. Es wurde dort große Zurückhaltung geübt. Die Kurse setzten naturgemäß auf einem beträchtlich ermäßigten Stande ein. Am Montanmarkte beliefen sich die Rückschläge etwa auf 20 000 bis 70 000. Auf den anderen älmsatzgebieten waren die Veränderungen nach unten meistens etwas geringer. Stettiner Vul­kan verloren jedoch 100 000. Aschaffenburger Zell­stoff 68 000. Auch die Schiffahrtsaktien traten meist empfindlich gedrückt. Südamerikanische Dampf­schiffahrtsgesellschaft stellten sich anfangs 110 000 niedriger, erholten sich aber dann etwas. Von Bankaktien verloren Bank für elektrische Werte zunächst 60 000. Die zeitweiligen Erholungen konn­ten bei erneuter Mschwächung der Devisenkurse nur z. T. behauptet werden. Recht feste Haltung zeigten deutsche Anleihen, die 3proz. Reichsanleth? gewann weitere 7000 Prozent und erreichte damit angeblich auf englische Käufe den Stand von 45 000. Die anderen deutschen Anleihen wurden mit nach oben gezogen. Die Börse schloß allgemein in schwächerer Haltung bei wenig lebhaftem Ge­schäft. Die 3proz. Reichsanleihe büßte bei der amt­lichen Kursfeststellung 15 000 Proz. auf große hie­sige Verkäufe ein und gmg auf 30 000 Proz. zurück.

Börsenkurse.

97,-

.-4000.- 3'WO - 4000.

2100.-2800,- 2-250 - 2500, 40000,-360 0.- 38300.-80000,

£00,- 200 - 200 - 25).

600 - 590,-

490 - 520,-

Öranffnrt n. M. Benm Lchlub. Sd)lu6- Schsutz. Schluß, fture. ftur» Rurs fiurs

v"/.Dtsck. MeichSanteihe 4°/o Dernleichen 3l/ie/e Dernlcichen 37o Deraleichcn Difcb.©vnr-'yrnm.-8InL 4°/j Preußische Konsole 46/ Hessen.........

8*/,r/o Hessen 8e/o Hessen . .

Datum. 18.6. 20.6. 18.6. 20. & 95,- 95 50 95.00 97.

640,- (MO. 350 - 550 -

300 - 390

4e/0 ZoN cklrken 3(»"j0 1-275030.- 370000. 265003,- Le/o@olt)iiicritaner2230)00.1fi00u0).-2270i)j).-18fj0,.)0.- Berliner Hnndelsges. .800000-650000.-!'30000.-5t7030,- ffomuiEXAt u. Piiuntbk. 67000,700)0,-6Wtt). 74000 - Dnrinst.t!.Nntionnlbnuk!>9'W),!p»u-i0 -10Xt00.-9700<- Deutsche Bank 155000 160300.-156001 -150300,- Deutsche Beieiusbnnk.24000 -24001- .

Diseouto Conimandit . 16500f»,-180000,-1Ä50001C0003.- Metnllbnuk 250000 -250000,-

Mittel beut, ercbitbnnf 52000,-46000.-5000.1- 42000,- Ceitcrr. Creüi.anstalt.29000.- 22250,- 2'3800.- 2im-

Bochnmer Guß ...12000011- -,-13500001300)00

Buderus....... 400000.- 345000.-3850tz0,-3.0!>00,-

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Berainanu ,3K)ooa-370000,-

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>Matnkrnsttverke . . . .50.00,-4u)0a.

Slblertuerke Kieper. . 70030.50003,7500a60000,-

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Dtenuut 250003.- -,-20)000,- 220000

Vletallges. strnnksurr. .3200l-i),-27'E).-

SchuOfabrik Herz.... -6000).60CO050000 -

Sichel............HOOOa-9SO '0-

.'SellHoff Walbhof .....- 8J-Ö00,- 130000 80000

Zucker!w. Ira ulen 1 hal 85000, -7/W),

ÜuckeriabrtkWaa.ausel 850 >0. 76000

Frankfurter DevisenmarÜ.

Dan knote«.

Iranksnrt n. 20. Juni. Reiei Mel'»

Schwelger Roten 22^10. 22590

Iraniösische Noten 7840. 77CO -

Dänische Noten

Sriiivebikche Noten . 33350 33050

Lwlläubiiche Noten 50r>0 49070

Deutsch-Oetzerretch r 103 Krone« 17-<50 177,50

Slmertkanische Noten........ 126400 125100

Ennlische Noten 58800'). 58-<M)O, (fialienische Noten 5780. 5720

Belgische Noten 6580 6520.

llunarische Noten 12.75. 12.25, Tichechoslotuakische Noten .... 3720 :«5S0.

Nvrtuenüche Noten 22810. 22590. Dintnämsche Noten

Spanische Noten

feiner ©ebonfen ganz für sich nahm, ihn einspann in einen Zauber, der ihm selbst fast unbegreiflich erschien. Er hatte ja auch nicht erwarten können, dcst) Hans Dietrich Ohler, drr Großstädter, das Produkt modernster Kultur, an seiner Elisabeth Gefallen finden könne, deren höchster Reiz dvch in ihrer natürlichen Frisch* und Reinheit bestand. Frau Eoa war freilich auch ein Kind der Groß­stadt. aber doch in einem ganz anderen Sinne als ihr Bruder. Er hatte damals ihren Bitten nach- gegeben, kein unbedingtesA:in" za sprechen, well er fühlte, doß er einen Teil der Schuld daran trug, daß sich die Liebe der beiden soweit ent­wickeln formte, und auch weil er gerecht genug war, um Hans Dietrich sein Recht zu lassen, sein Recht barauf, zu zeigen, was er könne und wolle, um Elisabeth zu erringen.

Arnolds war kein Maim der Sentimentali­täten. Er hatte ga.iz ruhig überlegt, daß es dem jungen Menschen wohltun könne, einen solchen mächtigen Ansporn zu haben, selbst um den Preis einer späteren Enttäuschung. Ader er liebte fein einziges Kind dvch mit einer sehr tiefen Liebe, und er hatte sie scharf beobachtet während der letzten Monate. Es war ihm nicht entgangen, daß sie stiller geworden war, ernster, viel über ihre Jahre hinaus. Als er ihr sagte, daß er nach Terlin reifen müsse, da war sie ganz bleich gc= wrrden und dann sch)ß ihr das Blut in dis Wangen, ihre Augen glänzten, und fo h)ffend und vertrauend hatte sie ihren Vater angesehen, daß diesem warm und weich ums Herz wurde, and er sich gelobte, ohne jede Voreingenommenheit mit Hans Dietrich umzugehen.

Das hatte freilich feine üefeneugung nicht erschüttert, daß sein Kind nicht in die Großstadt

(Telegraphische AvS-ahluo»)

Datum 19. Juni 20. Juni

Antik. Notlerg. KmtL Notkers- 6'clb Briek GMb Nr««' Antw.-Brüffek. . 7531,10 7568,90 6882.75 6917.25 Holland l>665> 56942.- 50234. 50526 London 659347.50 662652.50 581.43,75 58:3956.25 PartS 8778 8822. 7950,05 7989.95 Schwei». .... 25685.60 25814,40 22942.50 2:4057,50 Suauieu 21246.75 21353.25 18653.25 18746.75 Italien ..... 6553,55 6580.45 5725,05 5754.35 Liffabon-Oporto..

Dänemark .... 25735,50 25864,50 22942.50 23057,50 dkortveaeu .... 24039.75 24160,25 21147, 21253, Schweden.....38'^3,25 38796.75 33117.- 33283,-

HcluunkorS -,- 3:391,75 3308.25

Neunork. 152370.60152129.4012618:1*751268.6,35 Dentfch'Oetterr.. 21350 214,50 178.30

Budapest..... 15,20 15,80 14.96

Prag........ 4728.- 4752,- 3825,40

Agram 1795.50 1804.50

. 179.20

15,04 3844/61)

Märkte.

Berliner Produktenmarlt.

Berlin, 20. (Juni Die gestrige Markbeffe- rung in Reuyork hatte am Produktenmarkt im Vormittagsverkehr einen bedeutenden Preis­sturz verursacht. Als am heutigen Vormittag die Devisenkurse wieder anzogen, b^estigte sich die Haltung von neuem und d'.e anfänglichen Ver- kaussaufträge wurden größtenteils wieder zurück­gezogen. In Weizen bleiben di: Mühlen zwar kauflustig, doch operieren sie angesichts der großen Devisen sch ww kungen vorsichtig. Roggen erfuhr einen beträchtlichrn Preisrückgang, war aber später bei erhöhten Preisa.igeboten mehr gesucht. Für Sommergerste zeigte sich viel B^-chr. Hafer hatte zu ermäßigten Preisen ruhiges Geschäft. Mais wurde per (Juli verlangt. Die Mehlpreise litten anfänglich durch Angebot aus zweiter Hand, beteiligten sich dann aber nach deren Zurückzie­hung. Futtermittel blieben ruhig. Weizen, mär­kischen 220 000 bis 225 000 Mk. (matter), Roggen, märkischen 163 000 bis 160 000 Mk., schlesischen 154000 Mk. (matter), Sommergerste 160 000 bis 165 000 Mk. (matter), Hafer, märkischen 147 000 bis 151 000 Mk. (matter), Mais, La Plata wag- gonsrei Hamburg 175 000 bis 180 000 Mk. (mat­ter), Weizenmehl (100 Kilo) 583 000 bis 650 000 Mark (matter), Roggemnehl (100 Kilo) 450 000 bis 490 000 Mk. (matter), Weizenkleie 88 000 bis 91 000 Mk., (matter), Roggenkleie 83 000 bis 91 000 Mark (matter), Vittoriaeibsen 235 000 bis 225 000 Mark, kleine Erbsen 190 000 bis 180 000 Mk.. Futtererbsen 140 000 bis 150 000 Mk., Peluschken 130 000 bis 135 000 Mk., Ackerbohnen 130 000 bis 140 000 Mk., Wicken 150 000 bis 160 000 Mk., Lupinen, blau 150 000 bis 155 000 Mk., gelb 195000 bis 215 000 Mk., Seradella, alt 250 000 bis 265 000 Mk., Rapskuchen 145 000 bis 150 000 Mark, Trockenschnitzel 45 000 bis 50 000 ML Rauhsutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 30 000 bis 32 000 Mk.. Haserstroh, draht gepreßt 27 000 bis 31000 Mk.. Stroh, strohseilgebündelt 28000 bis 30 000 Mk., Wiesenheu. gut, gesund und trocken, Vormahd 28000 bis 30 000 ML, Rachmahd 25 000 bis 27 000 Mk. (Soweit fein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Juni. ES notierten Weizen 420 000440 000 Mk., Roggen $50 000 bis 360 000, Sommergerste 350 000360 000, Hafer, inländ. 290 000 - 320 000, Weizenmehl. südd. Spezial 0 700 000853 000, bei Waggvnbe;ug ab Mühlenstativn, Roggenmehl 500 030550 000, Weizen- und Roggenkleir 180 000190 000 Mk. Tendenz fest.

(In einem Teil der Auslage wiederholL)

Neue Ausweisungen.

Kehl, 20. (Juni. (WTB.) Heute sind neuerdings 40 Eisenbahnbeamte und -arbeiter ausgewiesen worden, die bis heute nachmittag das besetzte Gebiet ver­lassen haben müssen. Die Familien müssen innerhalb 4 Tagen folgen. Nur drei von ihnen dürfen das Mobiliar mitnehmen.

Eine franzoslfche Gedenkfeier.

Paris, 20. (Juni (WTD.) Havas meldet aus Dn'lssel: Der©oir teilt mit, daß wegen der Ministerkrifis König Albert in Paris mit» geteilt habe, daß er am kommenden Montag der Gedenkfeier der Schlacht von Ver­dun, an der auch Präsident Millerand teil­nehmen werde, nicht beiwohnen könne.

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verpflanzt trerbrn könne. Und we.rn er sich jetzt umscch hier in dem Gewimmel, dann stand es bei ihm mehr wie je fest, hier könnt: Elisabeth nicht Wurzel fassen, keine frei: Luft haben zum Atmen und zum gefunden Ausreifen ihres Lebenskerns. Was würde nun aus ihm und Frau Eoa?

Er schöpfte tief Atem. Die Luft schien ihm schwer und drückend, ein Gefühl der An ruhe und Dellemmung kam über ihn. Er fühlte wohl, daß die Entscheidung nicht fallen wär>.-. ehe er über Hans Dietrich und Elisabeth entschieden habe. Frau Evas Liebe zu ihrem Druder würde das nicht zugeben. Diese selbstlose tiefe Liebe der Frau zu ihrem Bruder war ihm heilig, auch in ihren Schwächen. Aber di: Angewißheit, die nun vielleicht noch monatelang dauern u ürde, bedrückte ihn. Er war nach Berlin gereift nur in dem einen Gedanken des Wiedersehens. Run legte sich ihm der Zweifel und die Anrast schwer aufs Herz, um so fd>icerer, je ruhiger und klarer er sonst war.

Er dachte an feine erste Liebe. Die war ge­kommen wie ein Sturmwind. (Jung war er da­mals, unbedacht, nichts als rasend verliebt, und den Gege.-stand feiner Liche begehrend. So him­melstürmend glücklich war er gewesen. And dann war doch das Anglück gekemmen. So schnell, daß er es fast nicht fassen konnte, waren ihm die Augen aufgegangen. Er hatte sie schließen wollen, damals, mit Gewalt, aber es ging nicht. Wenn er jetzt an jene Zeit dachte, fo sagte er sich, daß er selber manches verfehlt habe, manches versäumt, vieles gekündigt. Er hatte die Frau fermen und bilden wollen nach seinem stärkeren Willen, und war dvch selbst n:ch nicht geformt und gebogen, wie es fein sollte.

(Fortsetzung folgt.)