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Landkreis Gießen.
• ®au bring en, 20. Febr 3n unserer ®o wetnde wurden für die R u h r h i l f e 139 020 Mk., 10 Ztr. Kartoffeln und 70 Pfund Mehl gesammelt. Diese Sammlung ist für unsere kleine Gemeinde em recht guter Erfolg.
eu. Beuern. 19. Febr. Für die bedrängten Volksgenossen am Rhein und im Ruhrgebiet wurden zum Dolksopfer durch den Gemeinde- rat 100 000 Mk. bewilligt und au her dem durch eine Ortssammlung 34 430 Mk. in bar, 34 Zentner Kartoffeln und 22Vo Ztr. Frucht aus- geb-acht.
Grohen-Duseck, 20. Febr Der ® e - 1 a ;.., D e r e l n „® e r m a n i a“, sowie fein schon lange bestehendes Quartett bereiteten dieser Tage gelegentlich der Feier des 60jährigen 6 t i f - tungsfesles des Vereins einer sehr zahlreichen Besucherschaft einen besonderen Genuh. Sämtliche Liedervorträge Eroten gute Leistungen der Sänger, und ein trefflich gespieltes Theaterstück bereicherte die Geselligkeit des Abends in bester Weise. Am Schlüsse der Veranstaltung wurde eine Geldsammlung zugunsten der Frontkämpfer an der Ruhr
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Antwortet [Watt mit ött
Widmung auf ta MW Doltoopftr!
vorgenommen, die reiche Gaben brachte. — Die Gebrüder Max und Julius Zakvb von hier haben die Meisterprüfung mit der Rote „gut* bestanden.
al. Allendorf a.d. Lahn, 20. Febr. Die Ruhrhilfe»Sammlung in unserer Gemeinde ergab ll1/3 Zentner Roggen, 35 Zentner Kartoffeln und etwa 30 000 Mk. Bargeld. — Aus unterer Bevölkerungsstatistik ist zu berichten: 3m Jahre 1922 wurden 26 Kinder (14 Knaben, 12 Mädchen) geboren, gegen 20 im (Zähre 1921 (10 Knaben, 10 Mädchen). Getraut wurden 14 Paare (1921 waren es 24). Gestorben sind 11 Personen, gegen 10 im Zähre 1921.
(/)@>rüningen, 18. Febr. Gestern abend veranstaltete die Liga zum Schutze der deutschen Kultur hier eine kinematvgra- phische Vorführung. Es wurden zuerst verschiedene Filme gezeigt, die uns die Wirkungen des Versailler Friedensvertrags darstellten. Sodann führte eine sehr schöne Raturauf- aahme die Zuschauer im Bilde umS Rordkap ins Weihe Meer, während andere Filme uns das Leben im Wassertropfen und die Herstellung von Porzellan vor Augen führten. Die zahlreichen Zuschauer gaben durch ihren starten Beifall kund, dah sie mit den Vorführungen durchaus zufrieden waren.
• R iede r - Dessin gen, 20. Febr. Der Semeinderot hat e i n st i m m i g beschlossen, der Semeinw irtschaf t Oberhessen beizutreten. Zur Oeiftung der BertvagszaUung soll noch ein nachträglicher Holzeinschlag vorgenommen werden.
Kreis Schotten.
• Schotten, 19. Febr. DaS KreiSamt wendet sich in einer amtlichen Bekanntmachung gegen einen Unfug, der auch im ,®i ebener Anzeiger" vom letzten Samstag in einem Artikel gegen den wilden Ge treidehandel schon gerügt wurde. Das Kreisamrt sagt in feiner Veröffentlichung: „Es wird beobachtet, dah in den Orten des Kreises von Fremden (Erwachsenen und Kindern) in großem Umfange Getreide erbettelt ober gegen Geld oder Gegenstände gefordert wird. Die Landwirte emp° finden dies als eine Belästigung, um so mehr, als die Erträgnisse der letzten Ernte ganz unzureichend und schlecht sind. Es ist gewih nichts dagegen einzuwenden, wenn notleidende Familien in der Stadt etwas Frucht oder Mehl zu erlangen suchen und Bauern ihnen helfen. Man hat ober beobachtet, dah Kinder die zusammengetragene Frucht hier wieder verkauft unb den Erlös teilweise für Zigaretten und andere Genuh- ntttiel verwendet, und dah Bettler den Erlös für verkaufte Frucht in Wirtschaften mit übergroßen Zechen vertan haben. Es wird uns auch versichert, dah einzelne Kinder bis zu dreimal in einer Woche mit der Bahn von Hanau aus angekommen seien. Meist werden nur ganz kleine Mengen in jeder Hofveite verlangt, 1 Teller voll, 2 Hände voll oder so." Die Gendarmerie und Ortspvltzeibehörden sind jetzt angewiesen, diesem Treiben energisch entgegenzutreten.
a Laubach, 17. Febr. Unlängst wurde usgraben der Gruiwmauer eines Gebäudes
nahe der sog. Unterbforte (wo biS 1825 daS I westliche Stadttor stand) in einer Tiefe von drei Metern ein gewaltiger Trog gefunden; er bestand aus einem einzigen Eichenklotz, dessen Holz durch das Lagern im feuchten Gelände steinhart geworden war. Die Fundstelle ist im Winkel von Waschbach und Steinweg. Rach sicherer UeE>erlieferung standen hier früher die Werkstätten der Lohgerber. 3n jenem Tröge aus Eichenholz wurden die Tierhäute ein- gegraben und zubereitet. Rach einer alten Karte von 1724 lag eine Lohmühle unweit davon an der Wetter, gegenüber der Stätte des jetzigen Bahnhofs, im Gartengelände der sog. .Laubach".
Oberseibertenrod, 18 $ebr. Auch unsere Gemeinde hat beschlossen, den im groben Krieg gebliebenen Helden eine dauernde Ehrung zu erweisen. 3n die Mauer des hiesigen, so stimmungsvoll im oberen Ohmtal gelegenen Friedhofs soll eine Ehrentafel mit entsprechsrder Zuschrift und in künstlerischer Aus- schmückung eingefügt werden.
Kreis Büdingen.
* Altenstadt, 19. Febr Die hiestgeSamm- lung für daS Den tfche Dolksopfer ergab 271815 Ttf. Bargeld, 63,5 Zentner Frucht, 163 Zentner Kartoffeln und 5 Zentner Erbsen. Auher- dern hoben Arbeiter. Angestellte und Beamte 3 v. H. ihrer Bezüge der Ruhrspende überwiesen.
Kreis Friedberg.
* Maibach. 17. Febr. Die hiesige Gemeindejagd. seither jährlich für 1525 Mark verpachtet, wurde jetzt für jährlich 3 410 000 Mk. an einen Herrn Ha rtmannsHenn in Frankfurt- Heddernheim verpachtet. — Die Ruhrspende ergab hier: 15 Zentner Getreide, 30 Zentner Kartoffeln und 51 400 Mark.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 20. Februar. Ein Familiendrama hat sich in der Georgen strahe dahier zugetragen. Der dort wohnende Polizeiwachtmeister D i ck r o t h hat nach einem Zwist mit feiner Frau, mit der er in Ehescheidung lebt, seine Frau durch zwei Schüsse in den Kopf schwer verletzt und dann durch einen Kopfschutz sich selbst entleibt. Der Streit soll wegen des Kindes entstanden sein. Die Frau befindet sich in bedenklichem Zustande im Krankenhause.
Kirche und Schule.
Eine Dorfkirchentagung.
Die diesjährige Tagung der Dorf- kirchenvorsteher in Oberhessen findet am Montag, den 5. März, tn Eichelsdorf bet Ridder statt. Sie beginnt mit einer Andacht in der Kirche, die Pfarrer S t r a ck - Wallernhausen hält. Der hessische Zugendpfarrer, Pfarrer Zentgraf, und ein Laie, Buchhändler Sonnenschein- Marburg, werden über die Frage sprechen: „Sie Kirche und die Jugend". Weiter wtrd noch die Frage behandell: „Wie erziehen wir unsere Gemeinden zu zeitgemätzen Liebesgaben?" Man erwartet auch in diesem Jahre eine rege Beteiligung der Kirchenvorsteher. Die Tagung beginnt nach Ankunft des Zuges vormittags 11 Uhr.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
•" DaS Amtsver kündigungsblatt Rr. 15 vom 20. Februar enthält: Linderung der Lehrmittelnvt. Gewährung vvn Unterstützung an die Empfänger von Ruhegehalten und Hinter- bliebertenbezügen der Hessischen Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte. Die zur Entlas- sund kommenden Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen. Wohnungsbaustatistik. Ausführung der Kreisfeuerlöschordnung. Wasserleit mgsarbei- ten. Zwangsinnung für das Schneider Handwerk im Kreise Giehen. Sonntagsruhe im Friseurgewerbe tn der Stadt Giehen. Aufbringung der Kostet der Handwerkskammer. Diehseuchen. Wiesenrund- gänge. Vertilgung der Raben und rabenartigen Vögel. Abschlutz eines Übereinkommens mit Rumänien wegen wechselseitiger Unterstützung Hilfsbedürftiger. Rodelbahnen.
Vermischtes.
* Die Würzburger Kiliansfahne. Eine der größten Sehenswürdigkeiten des Fränkischen Luitpold-Museums in Würzburg ist die Kiliansfahne. 3n einem Aufsatz der „Wester- mannfchen Monatshefte", in dem Dr. Klothilde Mayer diese wichtige Sammlung behandelt, erzählt sie auch näheres von diesem denkwürdigen Alt-Würzburger Wahrzeichen. 3m späteren Mittelalter stritten sich in Würzburg der Bischof, daS Domkapitel und die Bürgerschaft um die Herrschaft. 3m Jahre 1266 war es zu einer zwiespältigen Bischoföwahl gekommen. Das Domkapitel setzte Berthold von Sternberg als Pfleger ein, während die beiden Bewerber, Berthold von Henneberg und Konrad von Trimberg, beim Papst um die Entscheidung nachsuchten. Dem mächtigen
Henneberger dauerte daS aber zu lange, und er suchte daher sich mit seinen Brüdern und seinem Anhang gewaltsam in den Besitz der Würde zu setzen. Da sammelte Berthold v)n Sternberg die Bürgerschaft und schlug am 8 August 1266 die Ritter in der Kihinger Mainebene. Roch heute wird zum Andenken an diese Errettung der Stadt an jedem EhriacuS-Tag das Glöcklein geläutet, das in einem Scitcntürmchen der Marien-Kapelle schwebt. Den Würzburger Bürgern wehte die Ki- lianssahne voran, die nach dem Siege, mit einer 3nschrist versehen, im Dom aufbewahrt wurde und zuletzt nach wechselvoller Wanderung tn das Luitpold-Museum gelangte. Das Evriacus-Panier besteht aus einem ungeheuren Stück naturfarbener Leinewand, viel zu schwer, um von einem einzelnen Menschen getragen zu werden. Der heilige Kilian, der Würzburger Ortspatrvn und Märtyrer, besten riesige Gestalt mit bunten Seidenstreifen aufgenäht ist, mutzte auf einem Wagen den in die Schlacht ziehenden Bürgern vorausgefahren werden, und man kann sich vorstellen, wie diese mächtige Gestalt mit den übergroßen, unbewegten Augen und den drohend nach Schwert und Bischofsstab greifenden Händen in der Erregung des Kampfgetümmels auf bic Gegner gewirkt haben mutz. Die Rücsteite des Banners war mit einer byzantinischen Seidenstickerei geschmückt, die jetzt losgetrennt ist und unter Glc^ aus bewahrt wird. Die Stickerei zeigt einen orientalischen König zwischen zwei Greifen und dürste in ihrer starren Monumentalität auf die Darstellung des heiligen Kilian eingewirkt haben, den ein fränkischer Künstler mit so schrecken- erregender Grotzartigkeit auf der Schlachtfahne der Stadt gebildet hat.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Heute Abend 6 Uhr Passtonsgottesdienst in der IohanneSkirche.
Handel.
Frankfurt a.M.. 20. Sehr. Dörsen- stimmungsbild. Am Devisenmarkt machte die Befestigung Fortschritte. Auch das Geschäft wies eine Zunahme auf. Der Dollar wurde im Vormittagsverkehr 21 750 bis 22 500 gehandelt und zog im weiteren Verlause auf 23 250 an. Die festere Tendenz der ausländischen Zahlungsmittel begünstigte auch das Aufkommen einer zuversichtlicheren Meinung am freien Effektenmarkt. Das Geschäft war jedoch ruhig, da das autzenstehende Publikum sich noch Zurückhaltung auferlegt. Soweit Kurse von Bureau zu Bureau zr hören waren, lagen diese vorwiegend gut behauptet, teilweise auch fester. Dalutapapiere fanden bessere Ausnahme. Unter den Kasta-3ndustrieaktien sind Tertil-, Maschinenaktien, überhaupt Papiere, die etwas niedriger stehen, gesucht. Etwas vernachlässigt blieben QKontanattien. Der Dollar stellte sich um 1 Uhr auf 24 000—24 500.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.) Dalum 19. tVebructr 20. ^ebrunr
Amtl. No:ierg. XmiL Notiera.
(Pcth Brie» fflHb Vries
«Ntw.-Drllffel . 1057,36 1062.65 1246 85 1253.15
Holland 791745 7957.35 9^6 75 93'23,25
London 93765.- 942N.- 110971,85111525,15 Paris 12063*5 1213.05 1446,35 1453,65
Schwei, 3778,05 3796,45 4526,15 4548.85
Spanien 3129,25 314535 3740,60 3759,40
Italien 965,10 969)90 1127,15 1132,85
Lissnbon-Ovorto--— — —— —
Dänemark.... 3852,85 3872,15 4538,60 1561.40
Norwegen... 3740,10 3759,90 4339,10 4360,90
Schweden . . . 531L70 5338,30 6184,50 6215,50
HetfingsorS. . . 508,70 511,30 628,40 631,60
Neunork 20199 25 20300,75 23541,- 23659 -
Teutsch-Oesterr. 2S,68 28,82 33.17 33,33
Budapest... 748,- 752,- 848,- 852,-
Praa 60L50 604L0 698,- 702,-
Agram 246,90 248,10
Banknoten.
Frankfurt a.M^ 2d Februar. Bries Geld
Schweizer Noten......... 4565.— 4495,—
stiranzönsche Noten. 1446.— 1434 —
Dänische Noten........... ——,—
Schwedische Noten......... — - — .—
Holländische Noten. . 9470 — 9330,—
Deutsch-Oesterreich ä 100 Kronen 33 25 32,75
Amerikanische Noten........ 24125 — 23875,—
Englische Noten 111500,- 110500,-
Ztalienische Noten 1146,— 1134,—
Belgische Noten 1266,- 1254.-
Uugarische Noien 755,— 745,—
Tschechoslowakische Noten .... 710,— 700,—
Norwegische Noten ........ —
Rumüntsche Noten ——,—
Spanische Noten.......... —
Märtte.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 20. Febr. Es kosteten: Weizen, märkischen 57 000 bis 60 000 Mk. (fest), Roggen, märkischen 49 000 bis 50 000 Mk. (fest), Sommergerste, märkische 47 000 big 48 000 Mk.. oberschle- sische 43 000 bis 44 000 Mk. (fest), Hafer, märkischen 43 000 bis 44 000 Mk., ostpreuhischen 41 000 Mark (fest). Mais, La Plata, loco Berlin 59 000
W« 00 000 0® (steigend), WetMnmehk (100 Kilo) 150 000 bis 160 000 ML (fest), Roggenmehl (100 Kilo) 135 000 bis 145 000 Mk. (feft)7 Weizenlleie 30 000 bis 32 000 Mk. (fester), RoggenSeie 34000 bis 35000 Mk. (fester). Raps 100 000 bis 105 000 Mark (fester). Diktoriaerbsen 80 000 bis 90 000 Mark, Heine Er bl en 60 000 bis 70 000 Mk.. Peluschken 90 000 bis 110 000 ML. Acker bahnen 60 000 bis 70 000 Mk. Wicken 90 000 bis 110 000 Mark, Lupinen, blau 50 000 bis 70 000 ML, gelb 80 000 bis 110 000 Mk. Seradella, alt 120 000 bis 150 000 Mk.. Rapskuchen 38 000 Mk.. Trocken- schnihel 20 000 bis 24 0«) Mk. Rauhfutter: Wei- zen- und Roggenskroh, drahtgeb. 17 500 bis 20 200 Mark, Haferstroh, drahtgeprehl 17 500 biS 18 500 Mark, Stroh, strohseilgebundell 17 500 bis 13 500 Mark, Wiesenheu. gut, ges mb und trocken, Dor» mahd 22 000 bis 25 000 Mk., Rachmahd 21000 bis 22 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)
Büchertisch.
— Svend Fleuron: »Meister Lampe", em Roman von den dänischen Feldern (Eugen Diederichs Verlag, Zena.) Dieses Buch eines Raturkenners. Tierfreundes und Dichters zugleich wird viele Freunde finden. Richt nur dem Jäger wird es hohen Genuh bereiten, den Lebensrvmcm einer Hasenfamille und der Kinder eirres Wurfes kennen zu lernen. Rebhuhn, -Hahn und Familie mit den Augen des Dichters zu schauen, das Verhältnis dieser Bewohner und Kenner des Feldes zu ihren Feinden: Fuchs, Wiesel, Katze. Hund, Krähe, Elster, Habicht, Falke und des ,Bruders Langsam", des Menschen, gewisse rmatzen vom Struwpunkt der Kreatur aus zu beobachten, sondern auch dem Freunde der Ratur und ihrer Poesie. Warmblütigen Herzens empfunden, mit Dichterkraft erzählt und in feiner Sprache aus dem Dänischen übersetzt, erlebt der Leser diesen Tierroman mit, erkennt die Ratur als Schüherin ihrer Geschöpfe, fühlt sich ein in den Gesichtskreis des Tieres auf dem Felde und in der Luft und verfolgt gespannt das Ergehen der »Helden" bis zu dem Ende, da ihnen die Mühle, die für den grvhen Haushalt in der Ratur die Rahrung mahlt, ihre Zeit gesetzt hat und sie einfvrdert.
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die Entwaffnung der Schupodeamten in Essen.
Essen, 20. Febr. (WTB.) Heber die heutige Entwaffnung der Echupobearnten erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Um 7 Uhr früh wurde das Barackenlager in der Hammer- stratze. worin 400 Schupobeamten in Quartier liegen, von einem Regiment Infanterie mit einem Oberst und einem General sowie 22 Tanks an der Spitze, umstellt. Die Polizei wurde zur Abgabe der Waffen aufgefordert, wozu sie sich nach längeren Verhandlungen entschlotz. Die 'Bettgestelle und die Decken muhten in den Baracken bleiben. Die Privatsachen durften mitgenommen werden. Die 400 Mann zogen gruppenweise mit ihren Offizieren an der Spitze ab. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung des Stadt- und Landkreises wird von den Behörden in anderer Weise gesorgt, da die Schupo keinen Dienst mehr versieht.
Französische Unmenschlichkeit gegenüber den Gefangenen.
Essen, 20. Febr. (WTB.) Heber die Unterbringung der von den Framzosen gefangen ge- aefetzten Heroen in Bredeneh wird bitter genagt. 3m Vreden eh er Gymnasium ist für die Gefangenen ein Raum her gerichtet, worin für zwanzig Personen Platz ist, während dort tatsächlich zeitweilig bis zu 50 Personen unter gebracht wurden. Oberbürgermeister H » v e n st e i n. Bürgermeister Schäfer und andere Herren befinden sich noch in Einzelzellen im Rathause zu Dreheney. 3n diesen Zellen wurden früher nur gewöhnliche Verbrecher eingesperrt. Zu deren Schutz bestanden schon damals die Vorschriften, dah eine Person höchstens 24 Stunden in einer solchen Zelle untergebracht weiden dürfe, weil der Aufenthalt daselbst äuherst gesundheitsschädlich sei. 3et)t sitzen diese Heroen schon eine Woche und länger in em und demselben Raum.
Die Bahnhöfe Bochums besetzt.
Essen. 20. Febr. (WTB.) Gestern nachmittag sind die 5 Bahnhöfe von Bochum von den Franzosen beseht worden. Die Beamten muhten fluchtartig die Bahnhöfe verlosten.
Nahrung bei:
Kufeke BrechdurchfaM
• Diarrhöe.


