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Ute 168

Grfdjrtlil Hell*, njn 5«m» ewb J*HfTtae», mltberSewsleeebtllaet: Olltfjtntrgaeintnblättrr

tn»Mtll0«na«tvrtifr 20C00inerNtk|*lltbIid) 4 rägrtlo^n.burAbtr'Prlt _«v0VIorb,ouchb.Nicht. rr|*ftnre dnjtlner Num­mern iwfolgt ^öljfrtt atm Ipr Kb-

3n|*iept fflrbi«S*nft. Intang 112, für Verlag und B»ichüfi«|l»tz« 51. 3n|*rtft |6r vrohtnach.

ch!tn.>,jeia«r »letze».

$rewth»l e. BL um.

Srdtag, 20. Juli 1923

173. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhesfen

vniS RBö Verla,: vrühfsch« UnlxxrHtitS'Bi*. rfelB-nttkerel R. fangt In «letzen. Sdfriftltlhing und Stschästrfteflt: Schulltrotze 7.

L»Nahmt oon Nn»e>ar» ftrble lageanummer d , jam Nachmittag oarhei ohn»l«b« verdmvlichtzeil. Dttb für 1 mm hsde iur Knielgen v 27 inmSrtlte 6r»L 500 Ulk , ou»»art« 650Ulh.; für fltkl ante Änz« gen tron 70 mm Brei« 2200 M-Bei Platz. varlchr.fi 20' .Sufidjtaq. haupischrifttetier 3ug. ltlvetz Oernnl»er!!:ch für Politik Aug. «otq. |ür ben übtigtn Teil: drnfl '81ufri<f)ttn; für J»n Bnzeigente,! Ijan» 8«*, |ä m t h d) in Biegen.

Der Friede von Lausanne.

2bnPimitnfl 24 Juli, totri) Im Sfrfaale brr '.Inlhrrlhäl gu Omiknnf vorauslichtlich der tür- iI4k Free dem Mrrli* unkmdjjnrt trx-röcn 3-6 .ff nt^t chrfot* der rurfikly-qricibildx Tkrlixia. Inderm e« ist der 2D>1cb'dh mit 3 u r o P a ®r ritt an Me öttfl« brt t«on ben Türkern nicmate ntiflglrrtm 'Brrtrtigc« tn>n 6At>re« xYncr Por- irllanDrTttQQ brad> In Stücke als Kemal feinem grÄjug gram TDrflrn antrat 3brcn J

dielten trte Türken am 2 Ctlobcr 1922 ein all en Srorrfltn 'Boni(Ion Im Hamen Frankreich»! >rlprach daN dir Mächte einen gerechten unb ba ucrbnften Frieden nultanb« bringen würben BS folgte der TDafhmfhnfkmb von Mudania. unb barm wurde in Lausanne verhandelt

Die erste Ärmfemig Mrttertr an tun wirt- 'Östlichen Bcbrngur en Die Türkei beiürchSetc mit Xeehk bah sie vermittelsl der wiNlchaftlihr-n Befttnnmmam um ihre UnabbdmgiflMt gebracht tnrrben sollte Sie sah <4 ja bei Deutschland, tric unerfüllbare wirtschaftliche 'Bcbinaunqcn die 5*>anbbat* zu immerrv-ibrendrä Singrissen geben Siner solchen 'Xeparation6prlltif wollte sie sich nicht auSletzm Dte wichtigste Bedingung ging dabln. bah die Zinszahlungen der D?tie rublique in Gold geleistet werden sollen 36mct Mascha, der ausgezeichnete Qadynalter der Türkei, Ixit dem Synipiglä ibtaer. näml ch Frankreich klar» nacht, bah die Zinsen der türkischen Schulden, nenn überhaupt. so nur in Papiersranken gezahlt weiden können Die 3rnSzabknnqen in Gold wür- l-en drei Viertel aller 6m na baren der Türkei ' erlchlinqen, sind allo urKruBlührbar Z-iheibcm sonne -a auch Frankreich feine Dvfdanlelhen nur in en oerteten "Papterfrand-n verzinsen

.>smet der tapfer.- General, bat auf dem biulnmatifdrn Schachbrett gesiegt allerdings mit englischer chilfe aber die französisch' Aiederlage ilt fast vollständig Die Türket wird in 'fjapier mblm Ttur mit Büdlich» auf ihren künftigen Mra&it wirb sie versuch e bie Zinsen durch Sr- fiöltung der Einnahmen au« .Zöllen und Steuern ,.u vergröbern DaS wichtigste Die Gläubiger- 1 tagten können bei späteren Verhandlungen kein Machtargument mehr in bie mschile rorfen -Tenn bas Dr-.:ck i tel de- ergNschei Garnston In Konstantinopel wirb ausaehv. it ®b*nlo wird fern Druck mehr in der Frage der europäischen unb amerikan lchen Konzessionen aaS- aeübt werden können Diese Frage ist auS dem lebensvertrag herausgehvbcn unb dem Streit bei Mächte überlalfen

Dngland will auf keinen Fall den GeiichrS- rrolUicbcr der Iranzölilchm Kapitalien spielen Lies bat zum Stege der :ürki>-ch-n .forbciungcn auf mtlitärpv!itjfch?m Gebiet geführt Die drei Alliiertet. England. Frankreich und 3tali n. mu > fen fich [-ereil crtläran. sobald Konstantinopel und Gallipoli ron ihnen geräumt fei allo lech? Wo- ch-n nach d."- Aatifikalion deS F led.-nsvertrages dmch die 2Inqor.it cqi'iuna. auch ihre Kir-gS- lchisfe vus den tüikifch-en G,-ea-ä,crn u u f'ii'i ben . u.fi'dr? Kl ei4fch s e. trauter die .GoeYn", Kanonen und Munition werden d^n T-ttk n :,u- uicfgcgcben1 Qltir ine Klausel be-f ?'>t 5.e Türkei jät-t die Mi i> c t". ie ein-n K u r inb je t,--i Toi> de '^te bis >um 8 h uh d:s CVi'nr« 1923 ii n ist-, fisch t Gewässern -> ! lah~» 11« kaS 7*.-.-. e.tq Immen in K. ist g:t-e.-~.i i't Ti fr Klauselt V; leitibo wie ci.t Sinkaickrn der'.l i n-:» l -d ulet ad r i t T-tiabeit ein--n ii'cisteG ii ©f.iduq ?>Sm-IS. der nut diele Weise, toi herum mit Hille Gtala tdi b. fran- ölischr Kammer .zwingt, bie 'Xilifi,i rang b'# 9)t<-ei cngcna( lommens unb damit des cani-ii F i?cn.*i c Jra^- n <t,' el '.ra nach Po nrar»schein Muster s*t verl ch'.cppeit

Der .Plicht", a ie tn-.i Zsmel all.iranetn nennt. Hal ii «tiivii K-ina. n der alten und n u-n Diplomatie gesiegt. Gil d-et Höne ci auf dem > i'en Of);e nicht, wrait T. n -r.tl Pelli- s-ine fran» ?olifchen Ultimatiimslheieit eu-it ll'e oder er er- »artete woch »lang Instruktion n .-u * Anqs'-a l?r-er er drohte mit einem türkisch q.ich lf>fn Sonbetfrteben Diesem unf t- i tlmron »r-u*!-.ira .marm. de- Io gar nicht an einen frieqenfdym General erinnert imponie ren bte milii irjfch n Diobungen Frank eichS durchaus nicht D.-r mq- I.Ich? 23cttret.. Sir -chorace 2tumbo'd u id der Jtalicnei Montagna stehen im Schuhbild o'.S feine DundeSgenofien gegen F ankreich da Dinen solchen Untrrbänbler lönnte Deutschland brauchen'

(Siiqlrtttb und 3npan.

London. IS. 3ull. (WTD.fReuter er- fährt aus Tokio, dah die japanischen Zei­tungen Erstaunen und Unruhe über die ge­plante Gründung einer Flottenbasis in Singapore ausdrucken und erklären, dieser Plan schc ne einen Hance! an Vertrauen zu dem Dalhingtoner Warineabkommen zu be­deuten Sie finden es beklagenswert, dah die japanischen Gefühle gegenüber Grohbritan- nien offenbar nicht genügend geschützt würden Sie seien trotz der Aufhebung des englisch- japanischen DertrageS unverändert geblieben.

Das Zaudern in London.

Darum P o t n c a r^ jed.- Gelegenheit benutzt, um eine baldige und vernünftige Lösung deS TvicbergutmachungsstreiteS ,u verhindern. baS weih man Er wartet auf dos Zu'ammcnbrechen deS Auhrwiderstandes. aus den Qlbfall der Abeln. lgr.de. aus einen deutlchen Bürgerkrieg. 2lbcr warum England leine Antwort auf das letzte deut­sche Angebot seit dem 1. Zuni von Tag zu Tag Verzöger: hat unb heute noch verschleppt dieses Geheimnis ist schwer zu entwirren. Und immer neue 2<äi cl tun sich auf! Darum ist der Äabinelti-

befchluh über den Dntwurl einer Antwort aber­mals um einen Tag verschoben worden? Die et. en lagen. Lord <Lur,vn wollte den Ministern De- legenbcü geben leine Entwürfe es hanbell <tch sowohl um dte Tlote an Deutschland al» auch um die Begleitschreiben an bie Verbündeten unb an Amerika jebtr jede« einzeln Im stillen Kämmerlein zu prü'en Ader bazu war schon leit falt einer Woche Zeit gegeben Die andern lagen, im Punkte bes passiven Wiberftandes feien der Regierung Paldwin neue Pedenken gekommen Tatlächlich hatte Lord Eurzon noch am Mittwoch nachmittag eine längere Unterredung mit dem deutschen Potlchafter S I h a m e r unb loll dabei nochmal» alle wichtigen Fragen bie 'ich au» dem passiven Widerstand ergeben, tert haben Dann wieder fand eine längere Untcrrebung zwifchen Eurzon und Baldwin ftati Doch auch dies erklärt nicht den Aufschub

Beiständlicher crfdxänt schon bie Annahme, bie englische Äegieriing habe den IMolg de« Brüsteser Besprechungen des tlchechollotixikifchen Ministeis Be n e s ch abwanen wollen 64 handelt sich allo immer noch um die Bemühungen ®ng- lanbS, die Berbündeten für eine gemeinsame Antwort an Deutschland zu gewinnen Mit an­deren Worten England, das sich in feinen letzten Schlitten Io stark unb klbftänbig gab. Ist du ich die Iranzösilch- Prvpaginda mürb geritten Ds ist &u neuen Zugeständnissen an Frankreich bereit Dazu braucht eS aber die belgische Tkrmitt- iung Die Pariser Prelle Iprichi bereit» mit Gifer unb 2lblicht davon, bah bie belgilch-n Mi­nister Thcuni» unb Zalpar in ben ersten Tagen der nächsten Woche mut) Paris kommen, um sich mit Poincare über die französisch-belgisch? Stel­lungnahme zu dem englilchra Antwoiteiilivurf ,u unterhalten Wie denken aber bie beiden belqilch.rn Blinister über den Fall unb seine enbloe Ber­ich eppung? AuS Biüsfei werden Meinungsver- schiedenheitcn innerhalb bes dortigen Kabinetts gemeldet Theu..tS. der Miniiterpräfident. hält nach wie vor daS enge Dändnt» mit F.-ankrx-ich für die wich'.igste Gru tdlage d.r bclqifdym Politik Die katholisch? .Libre B-fge" aber, dis Organ des Autzenmitiifters 3afpar. fährt in ihrem Feldzug für die Wtederherstellung frvunNdiaftltd*. Be­ziehungen «u England fort Sv ringen allo auch zwei Seelen m der belgischen Brust, und was bei dieser Zwi-lpältigkeit herauSkommt. ist nur wieder neuer Aufschub, neue Berzögerung

London, 19. Zu i (WTB i Baldwin erklärte Im Unterhaus n Erwiderung auf eine Anfrage, er Yonne noch nicht sagen, warm er Ut der Lage fein werde, den Entwurf der Antwort an Deutschland veröifentllchen zu lasten.

London. 19 Zu i IWTB > Da« Kabi­nett erörterte b?at? in 2 'fündiger S tznng die Tofjm?nte. die an be A l i.vten unb die Ber­kin glen Staaten gefandi werden falle t. nämlich ber Entwurf an Deutschland, der Man- tclb.ief an d e All >: ten un> bi? e.l.iutentde Denkichtiff Sämtl che die. 6J> iititüde u u den von Eurzon entworfen Bei e c ährt da', k i te Dntfche dun) c:ic ch! wurde and bah es nid)- seh: überraschend ie > . ärCc. wenn d e 21b- ifnbuna rn bie A I e.'c t r ib an bi? Beveiaiü.n 6 aat.n bi« ju; nach ten Woch-e lv.lchaben werden Tollte.

Lonbon. 19 Juli fWolss > Der diploma­tisch Be ichterftaf er te$ .DallyTcleqra pH" fch eift der 21 j f f d; u b in der Kabi i . ,b i- t.mq erfolntc um d-n Mit ili dern O'l> - >l - lt zu geben Ihm vor b-r Kidio ttsfitzung 'ich ein Ui teil über die b:i<n Sch'iftstük. zn bilden, u tb um es tu ermöglichen, bi ran ben Sf in- n rt»fa f ? r' iM e i ausqear'>.ite'. en si ian i !l n unb irl tlch'istlichen Ertvi -i ine i in di- M, i l- rolc nufainrhmen Di le A eiten hätten t-r,.i pilübit b-jf- die Gru.idl io u >d Daten d. s bri- lilchtn C* inuarplane« über bi - beit m Methoden bei Stabilificru.ig der Ma.k und die T eber- l erlfellu ig d.r b uff ten T? ihrunq offcnl-ar be­stätigt D-uiten Es werbe hierbei bie Anlicht ier- traten, bah hinsichtlich der Einnahmequellen n>>- rau? bie lu.iftigcn ^Reparationen entnommen wür­de i. eine 3 u f a m m c na i bc 11 ber deut­schen Regierung und deutscher Sach- verständiger mit ben Alliierten eine un­entbehrliche B.dingung fei Zur Frage her a (Hielten SchuIben bemerkt ber dipio- rnatilche Berichterstatter es erff/eine nicht zw?d- mäh.ig, ein genaues britisch s Angebot zu machen, bevor Deutschlanbs Zahlungsfähigkeit objchio ge- prüft sei, denn cfl werde in wüten Kreisen ge­fürchtet. bah diese Zahlungsfähigkeit infolge ber Auhrbcleru ig lich nicht mehr auf bei Höhe bei Zanuarlchätzungen bewege Der Be. ich erslalter Ichlieht. Sollten die Anstrengungen Englands im Sinne der interalliierten Vereinbarung fehllchla- gen. bann würde unbedingt eine Interven­tion deS Völkerbundes und deS W e l t» gerichtShofeS angerufen werden Die« rbc bie Aückkehr zur rrabltu>ne((en britischen Politik bes Fernbleiben« von ben kontinentalen Ver- trirdlungen bedeuten

London, 19 3u!t (Wolff > 3m Unter­haus erklärte ber Präsident bei HandelSamls Llotzd ®teamc e« für unmöglich, e ne wirklich ofimistilche Voraussage über die D n t w i <k l -r n a deS Handels zu machen, bevor In ber Welt stabile Verhältnisse einträten. Es sei nicht an- zunehmen, bah Im nächsten halben Jahre die Lage bie gle ch? lein werde wie jetzt. Die Fabri­kanten Kaufleute inb Bankiers klagten, bah keine Bestellungen gemach: rvuclen. Der Sruno liege in der allgemeiner. Ungew.kitzelt, bie dadurch ver­ursacht wurde, bat) e« noch nicht gelungen fei. geordnete Zustände in der Welt zu schaffen.

London. 19 Juli (WoM ) Die .West- mlnflcr Dazette" lchrr bt Die Lage Im "Ruhr­gebiet gestalte sich immer ernster Die Kran­

zofen fchldien jetzt Tausende von Arbeitern aal die Straf'.?. U'd)!agnabm:cn be Kohlen unb den Koks bei Fabriken, nähmen die Uohngclb. itvg und besiiganfl eilen d e Leb?nsmit!etz.if it>r Du ch biefes Rnzieden der Schr.iide neide ein Ä ? m p r o m i h erschwert, bi es d e A'b.iter uu'.c -.c De Fianzslen b '.blich'itin offenbar bie Kapitulation be.beu uühi en, l.vvr bie Antwort an Deutschland erfolgt lei.

Die bntifdfrn iScinfliiitqdtrnVyftt

London. IS. Juli. (DTD ' 'Premier- Minister Baldwin teilte auf eine Anfrage im Unterhaufe mit. dnh die ciärfc ber britischen BesayungStr uppen in Deutschland am 1 Juli einfchliestlich ber Ahe in flott ille 477 Offiziere und 8221 Mann betragen habe Die (Jahre.'kosten rnaüiten etwa 1 602 000 Pfund Sterling au.', worin gewi f Lieferungen und örtliche Leislun en durch Deutschland mit einbegriffen seien. Bis zum 31. Dezember 1922 (e en die Kosten pollkorn- koinmen gedeckt. Großbritannien empfange auch jetzt noch durch die Anwendung der Re- parationseinziehungSakte mehr als genug, um die Kosten der britischen vesayung-oarmee zu bestreiten.

Die Logik des Herrn Poincare.

London. 18 Ouli (Wolfs > .Manchester ® ii a r b i a n" verN'eist in einem Lei'.arti.el aul die allgemein unbeachtet gcblic'.'enc Stelle in ber Acde P 0 i n c a r e S. in ber ber sranwlische Vlinisterpräsibent sagte, er habe sich voi dem Weltkriege einer Poli'ik b?r Versöhnung mit Deutschland widersetzt, bie bie formelle Bekräftigung beS Fran surter Vertrages und ben endgültigen Vergch! auf G l h-Vo'b i gen b? eil­tet haben würde Hierin ben.rkt der .Manchester Guardian", n-enn der Fran für er Friede mehrere Millionen sraniöfisäiei Ginwokner gegei ihren W.sten von F anfrei h abgetr.mn habe soge 11e das Gleiche vom Versailler Vertrag mit Bezug aus die Zentralmächte Wenn Poin- care also ber Ansich' sei. bah es sein guter Recht gevelen lei. bei ber Führung ber französischen Po­litik die Möqlich'eft einer Berichiguig der terri­torialen Bestimmungen ron Fran surt offen zu hal­ten. so t-ebcute ei einen gewissen Widerspruch, bah er beutfdie. österreichisä-e. ungarisch? unb bul­garische Poli iker tadelnswert finde wenn sie den gleichen Wunsch hegten Das Blatt schlieht eS würde nicht lehr logisch lein, wem, man denjenigen Seutldien die sich toeig-rten be t Ver­lust von Danün Memel und and? en deutschen Gebieten zu beir.il -iq-.n ben Vorteil verweigern trollte, sich auf ben von Poincare gefchaffeueirPrä- zedenzfall zu berufen.

Die französischen Gewalllalen.

Köln, 19. (Juli. (Privaltclrgr.) Die ..Kölnische Ztg." mc".b:i aus Mülheim an der Qiubr: Der faulmä n sche Direl or der Dhhs Ienwerke. Harle, wurde von den Fran­zosen verhaftet und nach Bre'detiey ge­bracht. AIS Grund der Berhaslun \ w r? daS Brr! anden'e n einer Atinahine !e für Fun­ke i c e ramme inr.erl.alb de. Ti^y ic.itoeile an­gegeben.

Paris. 19 3uli W l! > 5>a a.r mr'b: aus Dili e darf, bist bei 21 l r >:.t.ii.t >e; -i i Sf ut- f d) r r von srauchsi'chen Posten ertch ollen v. ord.u lei. als er den Versuch gemacht habe, die .Gran e" zu ü'e fJ; eien.

Aach einer wen? e i -chai aimeldunq aus Dül- feldorf lind auf dem Wege von SJ.I rage ibab nach all - I\ 2 b Vk i 11 i a i d e n M a i k v > de:> Tcla u g b hörd n beschlagnahmt w !ci. k > a g o ich zui Ve .ahlunq bei .eu'chen Ci c i- l-.b icr in b i Vc>uk n Kreuznach. Boppard und jrovfenz bestimmt leien

Diifleidorl. 19. Zuli. lWolfl I Gestern vormiür.g bei; /.:n bi. Frunzo'e i die Loloinoav- tpcrl a ten b r Fir.na ..Ahein -ra I II "d ül>r- ten ein An ,ahi Lokomotiven u d W.geons fort Degen Mittag mu-ben die Werke ivicoer fraigcgclen. Wahrend bi.fca (iingr.l cs iuhte bie Arbeit.

Ak ü n ft c r, 20 Juli (WTB t Gestern abend besetzten die Eintzruchstruppen Swing an der Strecke DortmundLünen erneut Landrat HauSmann aus S)örbc. gegen den seit meh­reren Tagen ein fr rnzölilcher Strafbefehl vor­lag. ist am 18 b M vormittags von den Sin- bruchstruppen leftgenemmen und nach Wit en gebracht worden - Von dem Militärvolizei- gerichi Dortmund wurden am 17 b M zehn Deutsche zu insgesamt mehr alS 2 (Jahren Ge­fängnis und 5 Millionen Mark Gelb- strale verurteilt 3i» Aeckl ingbaulen wurden am 18 d. M 5 Polizeibetriebsassistenten unb in Waltrop ein Kriminalpolizechssi>tent auSgewlesen 3n Witten wurde die Familie deS Vorsitzenden deS HauS- und Grund- beliyerverevis Konrad! ausgcwiesen. Der angeblich am 17. d M in Brake! von ben Tinbruchstruppen erschossene Deutsche liegt schwer verletzt infolge lebensgefährlicher Bauchichülse im Luisenhosvital in Dortmund Es handelt sich um den Kassierer Gerling aus Dellenkirchen - Gestern morgen zwilchen 7 und 8 Uhr wurden von den Einbruchstruppen bei der Firma Tbvffen . M ü I h e i m - A u h die Kohlenporrätc des ganzen Werkes und die Benzokstatton belegt Die von dem Kohlenlagern zu den Betrieben führenden Schienenltrange wurden aufgeriffen Bis zur Stunde wird der Betrieb noch Doll aufrechterhalten DaS Tor 6 Haben die Franzosen als ZugangSweg für fich selbst besetzt.

Ellen. 20 Zull <WTB > Bel dem Hiestgen Obcrbürgcrmciltframt ging ein Schreiben des General» Zacquemont ein. wonach die Bu­reau räume de» Handelsholes ab 18. belchlagnahmt unb zur Beringung der 3ntcrallhrrtrn ÄommiHlon für die Kontrolle der Hutten und Bergwerke in E"en bestimmt lind. Das ganze Mob.liar. Sd>rc:bmafd)incn. Tclephonapparate ulw mnsten m brauchbarem Zultand an Crt und Steile biciben Die jetzigen Besitzer sowie die Gemeindeverwaltung wurden lür die Befolgung diese» Bst-bis oerantirortlih gemacht Es wird ein Beltandsverieichnis aus­genommen werden Den Betrostenen wird eu>e Fr, st von 10 Tagen, gerechnet vom 17 d Tt cb. gelas'en. um ihre Schriltstüike fortzubringen und die Bäume zu verlassen 3nzw,lchen bat gestern die Bestandsaufnahme bereita ftattgehm- den Die Ungeheuerlichkeit dieses Singrills in das W achiistsleben der Stabt ist daraiis zu ersehen, bah nicht weniger a l S 4 3 Fir­men mit 123 Zimmern betroffen sind.

Essen. 20 Zuli (WTB > Den Beamten der Vereinigten Steinkobfenbergwerle Vereinigte Helenc-Amalie. die mit Abholung von Lohngel­dern beauftragt waren, haben die Franzoien in der Lindenallee eine Milliarde Lohn- gelber abgenommen unb belchlagnahmt lieber bie Beschlagnahme wurde eine Bescheini- gung ausgestellt

Ein Arbeiter von einem belgischen Posten erschossen.

M ü l h c , m a d. Auhr. 19. 3uli. (WTB.) 5) er wurde ber Istjährige Arbeiter Aoth von einem belgischen Posten erschossen.

Die Ausweisungen.

rin. Darmstadt, 19. Juli. AuS dem belebten Gebiet auSgewiesen wurden gestern wieder über 50 Eisenbahner mit ihren Familien auS BlfchosSheim und Langenlons­heim^ heute waren es wieder etwa 50 Eisen­bahner aus tzoideSheim. DaS gleiche Schicksal erlitten jetzt Bankbeamter Fuchs aus Deise- nau. Studienrat Ege ! h o f aus DormS. Leh­rer TR ü 11 e r aus Walldorf und Lehrer S p a a aus Mainz, der über 4 Monate in Hast war. weil er gewisse Eisendahnpapiere im Besitz hatte.

Wrqen Verräter der deutschen Lache.

Berkin, 19 3u(l Da- .Berl Tagebl." erführt, bah gegen alle diejenigen Vkagistrais- beamten de- besetzten Gebiete-, die im Verdacht stehen, mit den französischen und lclg id):n Behörden ^ulammcngcarbeüel zu Halen, diezivlinaiilche Unterluchung eingelei>et wurde Sobald in den einzelnen Fällen der Tatbestand geklärt fei, würden die Aamen derjenigen, die iatlachlich mit den Eindringlingen Hand in Hvnd arbeiteten, veröffentlicht werden

t^iu englischer Abgeordneter nld Der» leidiger gefangener Deutscher.

London, 19 Qull lWollf ) Dem .Daily öhronicle" zufolge ist das ^parlanirn'smitglied P-.tiick Hafl.ngs g?ftcm na<i) D?utia/a.id ah,e- ui|l, um d e Tc teiöijing getan jener Deuil'h-er vor den sran-ölifchen Kr egsgerichraii zu ülr.T- uchmen.

London, 19 3u!l (Wolfs 1 Der Svnder- l lich ei fiat ter bei .Daily Ehranicle" l.mdet fei- n<m Biait einen längeren Bekichi übt d.e furch- tcrlichei Zustände in den Desangniffei am Ahei n. be'onderS in Bonn Sk.iic A igaben flamm n von einem ehemaligen brüi'd)' i Offizier, i c> e liaite. die Verl-ältnific engprach'i, denen - Strafkolonie au) d e - Teilels- i n I c l Dei Berich'erftatter Ich Idert die unhtzgie» >.i che Untc.br ngung der ®c angr ic-i, die teil» ir-r i c monatelang aal ihre Ad irie.lung warten müf-ten, die anz are.chende Srnähru.ig und die lchiechie Behandlang.

Der wnrttetnbergische LkaatSpräsident über den passiven W dirstand.

Stuttgart, 19. Juli. (WTB.) Bei Be­ratung deS Nachtrags für 1922 im Landtag erklärte Staatspräsident Hieber, er sei mcf;r als je davon überzeugt, oah wir auf den passiven Wider st and an der Auhr niemals verzichten dürsien. Das Urteil ber gesitteten Welt über die FriedenS- bruchs», ZerstdrungS- und Aaubpolitik Frank­reichs mehre und befestige sich me.-r und mehr. 8) luptaufgabe der deutschen Politik sei, die im ^-ersailler Vertrag uns abgeprehto Anklage zurückzuweisen und zu tolberleren, dvh D> ulsch- lanb mit Bovbebacht unb Absicht ben Welt­krieg vorbereitet uaß herbeigeführt habe, um bie Welcherrschast zu erwerben. Der Minister bebauerte weiterhin bas Ausscheiden ber So- zialbemvkratie auS ber Regierung unb vertei­digte bie Verordnung des StaatSminilteriumS vom 24. April b. 3 über auherordentliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffent­lichen Sicherheit und Ordnung, die sich in glei­cher Weise nach rechts und links wende gegen jede offene oder geheime Beeinflussung. Un­terstützung und Ermunterung politischer ober wirtschaftlicher Besttebungen durch Terror, durch Gewalt, durch mili'äriscke ober halbigili- tärifche Formationen. Heben bet SraatSegwalt dürfe es keine militärifch organilierte Macht geben unb es fei ein Verbrechen, wenn fich po­litische Parteien die Aeigung der deutsche»