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HL 298

CrW»" 'tgHA, öfter Sonr. cnb gdtrteqi, M il btrSom «t oge bf ileq t, < iebtwtrgo m t h en b 16 ti tr »o*fBejappret« 70 (Bolbpfenntg et*- schsietzllch Trägerloh*, oud) bei 9iid)1rt|d eine* er* Inet Hummern t*> folge Häher er (Brrnok. ^ernlprech-AnlchlLsle: für die Sdjrlttieueng 112; für S erlog unb

Geschüft.stelle 51. «»schritt |üt Drohinach.

»»zeiget Liehe*. Po|lfd)eate*io.

J reiften a. Bi. 11688.

1Z5. joifrgaig

Mvvoch, (9. De$e*»a (925

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhesfen

»rwtf ew*»erfe|: BrffrFMft Unteerfifäis.Bid?. Stelwöniderd H. lange In «fetzen. S^rtftlettwifl eil «eschäfMkele: $*intr«N T.

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je* Hadjnttrtag ood»«t obetftO« bet><xoü<5».

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für tun üongen led. Ernst Sl-michnu«; fit den <*3«igeidetl. öens Seck, läeil.d) i* eiegen

Verlängerung der Micum-Derträge.

Die Belastung der Industrie. Ohne ausländische Anleihe und ohne Moratorium keine Wiederingangsetzung der Wirtschaft.

Die Umorganisierung der rheinisch-westfälischen

Wirtschaft.

Die rheinisch-westfälische Großindustrie beftnbet sich -ar Zeit tn einem Prozeß gninb- legenber Umorganisierung, bet demjenigen gleicht, dem seinerzeit die oberschlesische 3n- bnftrte sich unterziehen mufcte. Man kann In der Haupt lacke zwei Tendenzen unterscheiben 5>te eine gehl bahin, ben Sitz bet Hauptver- waltungen au« bem besetzten Gebiet In bae un» besetzte zu verlegen, bie andere zielt ab auf bte Trennung zwilchen ben einzelnen Abtei­lungen ber großen Werte, wobei besonderer eine Scheidung zwischen Bergbau unb Hüllen, werten bzw. eine solche zwischen ben im be­setzten unb im unbeseyien Gebiet besinblichen Werten in« Auge gefaßt wirb. Maßgebend für diese Umorganisierung sind die au« der Besatzung sich ergebenden politischen, organi­satorischen, finanziellen unb steuerlichen Er­wägungen , auch bie Rücksicht auf bie in Eisen- Industrie unb "Bergbau teilweise verschieben gelagerten Arbeitsverhältnisse spielen eine große Rolle

Am schwierigsten wird die Umorganisie­rung für die ganz großen Konzerne werden. Für diele war die hauptsächliche Veranlassung be6 industriellen Konzentrationsprozelse« da« Streben nach wirtschaftlicher Stabilität, ober anders auSgedrüctt ber Wunsch nach möglich­ster Ausgleichung industrieller Krisen unb Konjunkturschwankungen. Zu biesem Zweck mußte für die Rohstofsinduftrie ein dauern- ber Absatz der Erzeugnisse gesichert, und für die verarbeitenden Werte ein steti­ger Bezug von Rohmaterialien und Halbzeug gewährleistet sein. Aus diesem Bestreben erklärte sich daS Streben derjenigen industriellen Gesellschaften, deren Erzeugnisse al« Rohmaterialien in den Produktionsprozeß der weiterverarbeitenden Industrien über­gehen durch organisatorische Angliederung von Betrieben der DerfeinerungSindustrie einen möglichst ungehemmten und rationellen Ablay für ihre Produkte sich zu sichern. Andererseits sah sich die Fertigindustrie veranlaßt, danach zu trachten, sich für ihre Erzeugung einen 21 b - nehmerkreiSvonDauerzu sichern, wa« am besten durch engere Beziehungen zu den Firmen, die als Abnehmer in Betracht kamen, erreicht wurde Gleichzeitig müß e die bau.-rnbe Belieferung mit Rohstoffen sichergestellt wer- den, waS umso nötiger wurde, al« der Frie­densvertrag die Rohstoffbasis des deutschen Wirtschaftsgebietes sehr eingeengt Hane. Ver­bunden mit dem Wunsch auf Sicherung einer ausreichenden Rohsto sbasis und auf Sicherung de« Absatzes war dasi Bestreben, die Gewinne aus möglichst zahlreichen und verschiedenen Quellen fliehen zu lassen, um so ein gleichzei­tige« Versiegen aller Quellen so gut wie aus­geschlossen zu machen Ihre Befähigungsprob: muß die KonzentraiionSbewegung in der näch­sten Zeit oblegen. D e kommende Entwicklung wird zeigen, ob die KonzentraiionSbewegung gesund war oder nicht.

Die Forteristenz de« Kohlenshndi- late« ist nunmehr gesichert. Die bisher ent­gegenstehenden Widerstände haben em frei­williges Syndikat einem staatlichen Zwangssnndikal, das fönst sicher gekommen wäre, vorgezogen. Außerdem war für die zu­nächst in Opposition befindlichen Werke die reinen Zechen waren vom Anfang an Im allgemeinen Befürworter einer LyndikatSfori- setzung maßgebend der Gesichtspunkt, daß nach dem neuesten Stand der Dinge das Syndikat auch unter demMlcurn-Ab- kommen ein wenn auch verringerte« Wir­kungsfeld haben werde Schließlich war noch sehr maßgebend die Erwägung, daß die Ver- fchlechlerung der industriellen Konjunktur, nüi deren längerem Anhalten gerechnet wirb, bei Fehlen einer ausgicichenden Instanz derart verheerende Preisschwankungen im Kampf um den Absay nach sich zieye.i wer»-, daß unter ihnen auch die stärksten W rke all­mählich erlieccn müßten Die Kohlenc.rbr;u- cher lärmen mit dei Fc rii .yung des Syndikate« nur ein verstanden fein, da ihnen viel mehr an stabilen Preisen und an gleichmäßiger Belie- ferung gelegen sein muß al« an niedrigen Preisen und starkem Angebot bei schlechter Konjunktur oder an hohen Preisen und unzu- reichender "Belieferung bei guter Beschäf- tigungSmöglichkeil

Der Kampf um die Arbeitszeit.

Dortmund. lS Dez C®olfl.- Die Durch- fübnmg der von den freien D.a-crstch'tten nxh nicht cnig f.smmenen Tkr inbainma M-i dxn tem 3ib.ltg<b i.-crbonö d.r noreut a? ' Ei ei' und öto.Z nbuflrie inb d n b. :ilizl n Zrb.-it- nebm-m üb.r Die Fenz: bei" A.b_t:«ceii fiott aul Schwierigkeiten Di.' 2£ng- Ml e." der Hoelchwerke l.-hnvn t> a die e inständige Ard ii ob unb verließen wieder die Bc triebe Die Freien Gewcnycha,:« benblich- s

'Berlin, 19 Dr v lPriv -Tel) Die gv'lcm veröslentsichle Antwort Po nc^nf« aw b De- nmrch: ber deutschen Rcgterunz in pari« legt auf)crotbcTitii<ben ID:r. am die B r: tt "an der sranzösilwcn Recherunz zur "Verlängerung ber 2H i c u m B e r l r ä g r, Di: nofläuhj nur bi« zum 15 Avril laufen, au«julprei,«n Dazu muß getagt nxrhen, daß der Degen inn) der zu­künftigen "Bcrbanbüingen zwisch:n o:r iraniösi- schen und deutschen R gerunj i;i tt l d u i h ei >e schematische Verlängerung b.r Micurn-Ver- träge sein tonn, sondern daß man unbedingt zu ganz lesen Methoden ber Aufrechterhaltung be« wirtschaftlichen Leben« im besetzten Gebiet

kommen

muß. bie auch den "Brbürfn ffen de« de ittchen Botte« gerecht werben rn hren sich bi1 Sum­men au« dem Ausland, de brraui Hinweisen, daß e« für die deutsche Industrie rtH foirnne t un­möglich fei, die B.-bingunjcn der Micurn-Erträge reftto« zu edü'Ien. biß ti nirnem ifc wirttch^sl- lich untragbar fei. 21 Prozent ber Pro- buftion den Franzo >en kostenlos z n übergeben Wie sehr ba« Au»lan) von der leibstlofen Erfüllung der Micum-Berträge über- zeugt ist. gehl barau« hervor, daß

die Zustimmung ber Industrie de« besetzten Gebiete« zu diesen Verträgen verhindert hat. ihr die unbedingt notwendigen ausländischen

Kredite zu verschaffen.

ist selbstverständlich. D.tfj Poincan- schon jefil Daraus dringt, die Verlängerung dirlrr Tcrträgc über den 15 April hinaus durchzusühren, da b-r Ausgang ber französischen Dahlen, bic am 5 April ftottfinben. ungewiß ist 3» Ist aber für jebe deutsche Regierung unmöglich, bic im be­fehlen Gebiet herrschendem Zustände burch eine offene oder versteckte i^ustnnmung zu legalisieren Die T>erbinblung.-n über diese Frage reifer. ca!c- rnatisch da« flcfamte ReparrtirnSpro- bl em unb bic Frage der möglich l baldig, n Feststellung der deutschen V c i fl u n g 6 big! eil auf und die Behandlung eine« Fragevkompiepe«. bie beel-eizus ähren tk gegen- tränige Regierung mit allen Mi New bemüht ist, wird zeigen, daß

ohne aaöiän bische "Lnteth: und ohne Mora­torium imfer Wirlfchaft«irben und damit un­sere Zahlungsfähigkeit nicht wieder in ®tuq erbracht

werden kann Deö weiteren stellt Poincar«- die Stage ter Mililälkvr. trolle in den Mu- tclpurkt Mir glauben za wälen, laß bi.- RcichS- icg.c.ung sich dieser Militäik ntroll: n , chi ent­ziehen will, daß sic ab r nicht in ber Lag: ist, bei Cer pshcholrgischen Linstellung M deutschen Volke« gegenüber ben Kenirollkommission.n b;c Gewähr für eine ungestörte Aus­übung tiefer Kontrolle übern.bmen zu können Wie wir hören, wirb die Regierung demnächst wegen einiger Verfälle, die tich mit einem d lgi- fdc- und mglischcn Mitglied der Ko itrolllom- m'fl.on zügel ragen haben Veranlassung nehmen, oss.ziell ihr Bedauern über diese DoNälle cue- zusprrchen.

Die Haltung Englands.

London, 18. (WTV.) Gern Pge, lamentdberichterstalter de« ^Sailh T.lezraph" zufolge Hot Baldwin für heut« einen Äabi» n 111« r a t nach der Downing Street einberu»

tigen. morgen über bic Frag, der Arbeitszeit eine Urabstimmung tu ten Betrfoben vor­nehmen zu lassen

Di« fReflie.

Dortmund, 18 Dez <"DTB> Die Iran- zöstsch-b sgilchc öiknbabnregic hat aul Dru d der Mainzer Ver inbarungen «wi'ch:» der beut,ixt GILnbibn an> b r R g be b-n» "Berliner SxiüClto.tgca iml 80'0 Wagen täglich für dos Ruhrgebe: angcfarberl weit über 100 Giscnbahnzüge find dortuihm zum Ruhrgebiet in Gang geletzt wordtri unb werden täglich dorthin abrsflen D e frin- zösilche Disenb'hnrc ri: wird nun ne > eigrn mu'sen b « zu w-lchnn Gr d ,ie bi: Vci lang fähig,e t ber von ihr verdrängten beul'chen ar« bahnverwallung za err ich:n in b.-r i3ag ist. Divon w.rd c« auch abh.ini-n ob da» Wirt­schaftsleben d'S Ruhrgeb ct» wieder in Gang kommen kann oder nicht

(fjiie (<ifcnb<ih*iHcfrranten (fl. tn. b. H.

"Berlin. 18 Dez (Priv-Tel Dk zlr*'ch-:n dem Reich«r-enkcbrSmunsterium und bem Reichs- veiband der deutschen Industrie geführten 2xc - Handlungen über bie Frage wie ,n ber nächsten Zeil die notwendigen Geldmittel für bie Bezahlung der Lief era nlen bcreitgefteUt werden können haben dem .Berliner Lokalanz." zufolge rtanmebi zu einem Abschluß geführt. Wieder der beleillgten 3nbuftrieftime.i stehl es frei, einen durch die getroffenen Abmachungen ge­schaffenen "Dechselkredilweg zu be'ch eilen, um in Kürze bie ihr feilen« der Reichsbahn zuslehenden Zahlungen zu erhalten. Zur Bearbei­tung dieser Angelegenheit wurde von ben be­teiligten 3nbufi deficiten gemeintem nnl dem Reich« verkrhrSmimsterium eine Gitenbahnltefe- ranten GmbH, tn Berlin erricht«.

fen. Der Premtermt*tffrr fei |u dem Schluß gekommen, daß e« in Anbetracht aller Uu> stände nicht wünschenswert fei, iigeub» eine Ambllduug der Regierung dorzuuLh. men, betret da« Parlament «fammenfrete. Liberale Politiker seien der Ansicht, daß A, - quit(> vielleicht in drei oder vier Monaten er­sucht würde, die Regierung zu bilden - In ber Versammlung der liberalen Unlerhans- Mitglieder erklärte Asquith, die Liberalen hätten keine Besprechungen mit den Führern anderer Parteien an geknüpft. Gr beabsichtige, die Unabhängigkeit der Liberalen $n wahren. Die Liberalen feien die Herren der Lage. Die Tage der Regierung feien gezählt. 3>ie Regierung habe ihre älnföhigk.tt bewiesen, indem sie Gurlond im Rate ber Welt zu einer Dull gemacht habe. Gr werde fernen Finger rühren, um bie katastrophale Geschäftsführung ber Regierung zu verlängern. Llohb ®e- orge und Simon« schloßen sich den An«, führen gen Asquith« an.

Die deu sch-sranzösifchc.i Verhandlungen wer­den en Verbindung mit dem Wahlergebnis tn der britischen Presse eifrig besprühen

Die .Time«" schreib: Keine b:utt-he Re­gierung könne irgcnbaxäyc Plan - aufflellc.n »ber irgendwelche admmillrativen Maßnahme > durch­fuhren, ohne, wenn auch nur ungenau, z uwissen. welche Hilfsquellen und welche Be­fugnisse f»e scher bie vom Versailler Vertrag al* deutsch anerLnmtcn Ged et: hab n werd'»

Die . Westminster Gazelle" i .i ber A isichi, die Verh.mblungen in Pari» berechtigten zu Här­teren Hoffnungen auf eine Besserung de. "Ver­hältnisse auf dem Kon»in.»7U, al» sie feit Monaten btliänben.

3n Deutschland könnten finanzielle Reformen nicht bnrzfxieführt werden fn sang» t* nicht Herr hn einenex Hause fet

Darin liegt der Hauptwert der bevorstehenden älrrterludvungcn Richte aber was Po nc >r bi«bt gefag: oder getan habe laste bie Bereitfchasi er kennen, ben klaren c4> anzunehmen d Deutsch aich nur auf dl: Bein? kommen könnt nah unb nicht vor W tderher:e lunq 'e n r Kontrolle über lein Haup inbustritg biet Au» bk-fcm®runbc fei es wichtig, daß bic "Dell

em vollkommen unabhängige« Mrteil sowohl über die augenblickliche Lage Deutschlands al» auch da rüde, er palte, wis die Beibehaltung dieser Lage In ber nahen Zukunft b?b uten wär e Eng and; Wu sch d se.n, w nn rnög ich mit Frankreich bei ten Maßnahmen zusammen,z iw rken. die test mmi seien, den drohend.n wirlschus lichci. 'u, innncn- b uch Deutschla- d; ;u verbind, rn Wen sih d cS a!» urtmtg ich cro>c f.»n sollte dann müßt» England wenn auch wib riredend, seine eige­nen Wege g hen. Di.« !^-nne ein? finan «ielle Hilfe für daS unb sttzIe Deutschland wie im Falle Oesterr sch- "n- gam« b deuten Englund würde dabei wabrschei i- Ilch auch von Amerika und 3 lallen uni.r- stützt werden

Die Goldkreditbank.

Zürich 18 Dez «Wolff > 3n einer Versamm­lung der Siatisllsch-VolkStriiltchaftllchen Gesell- |<taf: tc« Kantons Zürich sprach am Monlag abend ber dcullchc WährungSkommislar Di Dchacht über bic deutsche Währungsreform.

ei ei Darstellung ber irost'vlcn Lage m Ver- g:ipcnl?eit unb Gegenwart in währungSpolililcker H> " ntwari ter Vertragend: ein optimisti­sch « Bild der Zukuntl. in daS er

c< Lichtpunkt bie R-n'eumart etnfüye, deren Einführung tnn Mitte November über, raschende Resultate gezeigt unb ein festeres Bertrauen m da« Wtrtfchaft«iebrn herb-izu.

führen vermocht habe.

Wcr.n keine neuen Störungen hinzuträten hoste man. in Deutschland ben Staatshaushalt am 1 April ausgle i che n zu fönnern Duich Zah- (enbekge eniwais Di Schacht hieraus ein Bilb von der völligen Btrarmung de« beut- schen B;lle«. Sie Vorbedingungen für die neue deutsche Währung lägen im wieder erwachenden Wirtschaftsleben

Hierzu feien ta erster Linie Kredite, vornehm, lich -nr Finanzierung der Privatwirtschaft, nötig,

von der allein bte 6amerung de« Reiche« adbäage Zur Schaffung dieser Kredite wolle er eine ®olb- kreditbank gründen in Zuternmenarbeit mit den Rachbarländern die 3n:ere*le am win'chast- llchen Verkehr mit Deutschland bätteri Mit der Srrelchung knete« nächsten Ziele« solle der Drund gelegt treiben zum Ausbau der Finanzgebarung

I de« Reiche« und der späieren »m-übrung der I I Goldwährung die selbstverständlich mnon

I heute auf morgen gläügi werden Ebnne.

Die belgische Antwort.

Berlin, 18 Dez lWvkst > Die Antwiri der belgischen Regierung aus die vom deutschen GestchästSträger in Brüstet überreichte Auszeich­nung. bic inzwischen ebenfalls tn Berlin etnge- treffen ist, Hal felgenden Dori laut

1 . 3m allgemeinen ist die belgttche Regierung, ba bic Bedingungm für die Wteocvauteahme von Besprechungcu erfüllt fhtb. durchaus ge­neigt, mii ber Berliner Regierung tn eine 3t- erlerunc beqentgen Fraaen eiryutreten, die sie ihr zu unterbreiten wünschen sollte Der diplo­matische Weg schein! ihr hierfür angezeigt.

2 Vdoch lasten bte von be- deutschen Re­gierung in lern Aide-Memoire entwickelten Ge­dankengange eine genaue Präzisierung vermissen e« ist Sache der deutsche* Regierung, konkrete Anregungen zu geben, damit diese nntzbrln- geub geprüft ab gegebenenfalls erörtert wer­de* können.

3 Bei der Prüfung der Anregungen, die ihr bie deutsche Regleruna geben könnte, wird die bllg.sche Regierung folgende« im Auge behalten müssen

a) daß. wenn ein Probten, auch andere alliierte Regierungen anjebt. fte sich mit ihnen tu« Emvern bmen letzen muß,

h) daß der Versailler Vertrag re­spektiert werden muß Dv« gilt besonder« von dem Repavation«prob!em. dessen Behandlung um so weniger ber ReparattonSkommlsiton ent­gegen werden da rs. al« die Repa rat lonSkommif- fion serben zwei Sachverstänt-rgenauSschusse er­barm bat, an denen amerikanische Delegierte als P> -allcute teilnehmen werden, und al« ste mit technischen belgischen Stu bien befaßt ist, deren Wert die deutsde Regierung zu wieder­holten Malen gewürdigt hat

Bie belgische Regierung hegt groß« Hoff»»», ge» für das Gelingen der Arbeite» bet Sach, verstäubt gen a»«schüsse

Cie erachtet daß ihr: Umsetzung einen en*' batten Schritt zur enbgüüigen Regelung be« Pro­blem« bin bedeutet Daher hat ste auch mit Be- incblgung davon KamtnlS gerommen. daß t* deutsche Regierung mit all« Kräften ihre Ar­beiten fördern will

C) 3m Ruhr- unb Rheinland bestehen zu­ständige alliierte "Behörden, beren AmtSbesug- nisle inncgebalten werben müssen Aber au« bäi Wunsche herau«, die Wtederoufnahene be« tütet- schal kl l wen sieden« In bte4"BrbtetlS. in tex» >'ch übrigen# die Lage von lag zu Tag bessert. AU belchln/nigen, wird bie belgische Regierung gern darauf ab.irimde Vorschläge oder Berner- f Ingen der deutschen Regierung prüfen Anregungen von ihrer Seite könnten insbeson­dere nützlich wirken, wenn ste fich auf bte Wie­deraufnahme der Beziehungen zwische» bei» besetzten trab bem nnbes.tzten Gebiet, «nrf Der- walton^sftagen, ans bie Verlangernng des Abkommens mit ben ZnbnstrleNe» nsw be»

Siehe».

Au« bet Gesamtheit ber Erklärungen, die Cie mir abgegeb-n hab:n. folgt daß die deutsche Rrgicrung sich nicht ihren Verpslichlun- gen z u entziehen beabsichtigt, sondern Ocn Wunsch bat. diesbezüglich zu einem Steuer- rehnicn mit dm <-l(iierl?n Regierungen zu kom- men Sie belgische Regierung mißt bem regel- mäfigen Funl,ic>nieren dm interatiiletten mllf- t irischen Kontrollkommission einen fc:lonb<rvn Wett bei unb ergreift die ihr sich bictcnbe Gll genheil, um ber beusichen Regierung trncut »u sog.-n und zu bekräftigen, daß, solange ben Alliierten in d i e s m Punkte n l cht Genüge getan ist. bic 'ich au« dem Versailler "Bertr-ig für da« Reich era.-tvnben Verpflichtungen nicht alsloyalersüllt gelten können Sine Weigerung der deutschen Regierung würde seht schwer dasjenige Verträum aufkommen lasten, ho« für ben Gang der VerHandlungen, um deren Eröffnung da« Reich nachlucht et'vrderllch ist

Iaspar

Vor der Landtaqsauftösung in Sachsen.

Dresden. 18. De, (WTB) Dem täch- fischen Landtag ist ein kommunistischer An'mg out Auflösung de« Landtage« zugegangen, besten Beratung auf der morgigen Tagesordnung steht Da auch die bürgerlichen Parteien für den An­trag stimmen dürften, sei e« fraglich, ob e« noch zur Wahl he« Ministerpräsidenten, die ebenfalls aus der Tagesordnung stehe, kommen werde Bekanntlich hat ba« sozialistische Kabinett FellIsch am Freitag, demissioniert, nachdem die Demo.taten ihm ihre weitere Unterstützung versagt haben

Der Mllltäröefehl«hober be» Wehrkreis«« IV, ®tnerofteumcnt Müller, erläßt folgende Be­kanntmachung DaS RcichSwehrrni. ^tferium gibt eine Srllärmrg ad, wonach bte Aufstellung von Wahlvorschläge» für die Parteten, deren DrganikU'oaen verboten linb, nun­mehr erfolgen tarta Auf Grund bwfer Grstä- rung be« ReichSwehrministeriurnS wrrd meine Verordnung vom 12 Dezember, betretfenb Ver­bot ber Auf st-klung trm WahlvorschlLgen hier­mit aufgehoben Dte Mrnrdnung unter- sagte die 2uttt«lllung von Wahlvorschlägen für die sächsischen Ger» indewahlen durch bte ver- ~ boteoen radikalen Parteten ÄonnninxiÄen Deutsch-Elsche.