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ftiec m iegH*. erfcet 5enn. unb [feiertags, pil berSamstogsbeUage: ^«ferner [}amifienbläHtt g.0<5fP<)eo«»rtU 360 unb 40 IJhOiarben jjlark Irdgtrlotfn, auch (, l,id)trrfa einen »tnjtln Hummern infolg«t,6l ertr »rtralL- 9 «rn prtd). $nld lüfte fiibieSdjrifl- If.iura 112, ftir Der lag Mnb M4>flfls|t«De 51 grldirifl für Drohlnach. ,i«gl'n Bi}«lgtr *(«<«*-

pot1d>ftft»elo

(rnfiert «. 81. 11M6.

175. Jahrgang

Montag, 19. November 1923

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhesjen

üntf wiö Drrla|: BritflKt U»tverßkLir Sich- int Stetaöruderel ft. £eiqt In Gletzen. Sdfriftldteng unö -eschästrstele: Zchilstratz« 7.

Imat)-«« o»n la>t j<e fttblt laqtenemmtr Di |um laifmittig oort)»r t)n«|«be Uetbiebll^krit» frei» Ith 1 mm tjdbt |dr

Striaen o.27 mm orcit» 6riL ®runbjat>l 55 Ulk., aut» 70UL, ' Xehlanic- Injelgeno 70n n J«u« 225 . 800 Mill. Schlüll«! Pia ioo<|4)n|t 2J . 4ap schlag - LlrrontTon.i* lut Uolitihu JruiOelon Dr Anrbr. Mich. Lang«; für o<n uongtn I<il: Ifrnll Klum>d)«in, ar Den 8n}eigrnt«il >jan» tiedt, m . I h il «Ä. c j« .i

Die Militärkontrolle.

Pari«, 18 Boo IWTB > Dl« Botl<6ahrr- tpnlrmu ttxtb am Montag Dormtttag ein« ölt- iung abbalten. um di« Lnischeibung In brr Zn- jdegenheit brr 'Rucfkbr beb Jtrorrrnn^m unb brr TBirbrraufnabm« brr OKtl«:ärftwtrolle zu nrffm Am 7lad)mitiag be« glcidxn Tag«» rrxrb <in Tnimflrrval im ttlncr »ulammcnirtlm. um M Borfctf.lgt ter 'Borldjafterfonleien? w prüfen

Dl« 5^nab mittcilt. wirb bl« Bo<M>a1ter- ton'errn) ou f T« r l a n fl« berenglif^ctt Stgleruno trll am Moniag Aulammcntr«trn Pie französische Legierung bube bieem TDunldx ncid>grybm. unb das ganz« Land werb« ihr rucfbalilos beipfüdhen, ba der ®mft brr äugen- blicklichen btplrmütifdxm Qagr ihr nlchl unbcfar.nl i9 Lus der Bert ag ung ergebe sich auch, welch« 2Uiflrcngungen b<« beiben 'Regierungen geftrrn gemacht bitten unb noch beute unternahmen, um ju einem einmütigen Srgcbni« zu gelangen, das m Lonbon unb Paris als notwendig be­nagtet werbe Der Wunsch bcS Sntgegcnfom- mc-j». der Don amtlicher briitlcher Stelle ge­äußert worben fei, bade belle Aufnahme in 5ianfreicb grfunben. unb man sei geneigt, im gleichen Geiste gemeinschaftlicher Arbeit hierauf iu antworten

Uebrigeni fei die französische unb «tzlisch« Auffassung bou der interalliierten THllitarton. trolle in Deutschland anscheinend infolge eines Mißverstänbatsses verschieden

faanfreicb, nachdem e» mehr als zehn Monate Sebulb gezeigt habe, glaube, bah Sie Stunde gefommen sei, bi« Wiederausnahme bet .Won- trolle wie in der Ber gangen heit zu verlangen Peutschlanb habe übrigens in seiner Date nom 10 Rovember auebrudkd> bas Recht der Alli­ierten auf Äont rolle anerkannt Der Svic- densvertrag leb« keinerlei Beschränkungen in ber Ausübung diese« Rechtes Der. ink-talliiert m Rontrollfommiflion, die in 'Berlin ihren Sitz hab.-, siebe eS also zu. in voller Unabhängtgr- fei t unb unter ibrercigenen Beran!- Wartung zu beurteilen, unter welchen Be- bingungen unb m welcher (Begenb sie Kauptlach- lich ihre Mission auSzuüben habe General Rol­let. der bie Kommission mit viel Klugheit unb Takt leite, genieße nicht weniger Ansehen bei ünn uiuiriir. vCw.t«.. CT BcTtTCf. bc; den Alliierten bcsitic Man kbnne i b m also bie Sorge überlassen, seine Tätigkeit flag unb poli­tisch wirkungsvvN auszuüben So roerbc man also in der einzigen Art. die zulässig sei, den Realitäten unb Möglichkeiten beeAugenblicks, wie man es in London wünsche, Rücksicht nehmen Aber di« deutschen Behörden birften nicht ein. greifen, um btt Militärkontrolle ber Alliier« len, sei es zeitlich, sei es örtlich, zu begrenzen Der Triebendnertrag lasse eine derartige Be- schränkuiig praktisch nicht zu Unter diesen, wie man erkennen ttx-rLc. schr vernünftigen Beding- ungen dürste bie öffentlich: Meinung in Frankr>-ch die uneingclchränkte Ißiebcrauf- der Kontrolle erwarten Wenn man in Pans wünscke, bie Fvidcmng.n bei Alliierten durch bie Drohung mit gemeinsamen Maßre­geln im Folie b r Weigerung ber deutschen Re­gierung zu unterfliircn. gesch bc es nicht wie ge­wisse übelwollend- Kreise unn-I/mca fonnun. mit dem Hintergedanken undurchführbare Forderungen zu stellen, um n e i c terri­toriale Besetzungen in Dentfch'and zu rechtfertigen, deren Rotwcndigkelt wirklich nicht dringlich sei Di-'e Zulf-.i lang sei nach An!ich! der Franz ^en I d g'it auf (Mabnmg beanmbef Sie bcw. ise. daß ,ed.-smal, wenn die Tfiliiertrn einmütig ihre b.rechtigten Forderungen in Berlin tnrgebrad)! und sie mit der Androhung von Sanktionen verbunden Hatten, bas Reich nicht ge­wagt habe, sich zu toibeftehen Unter diesen Um­ständen. so schließt die Mitteilung, könne man annehmen baß am Mvniag eine Berftändigungs- formet sowohl für die Wi d.-rousnahme be Mili- tärtentrolle als auch in ber Frage der Rückkehr des Kronprinzen g funben werbe, bereit Bebrü­tung vergleichsw ise nebensächlicher A>t fei Ar^ fichts d.-s Interesses, das man in Frank­reich der Sich: rh i iss rage entgcgcnbrinqc. werde ber Miniftenat rachmitlagS -usamm nlreten, um, wenn möglich, die grundsätzliche Entscheidung der alliierten Botschafter gutzuheißen

Diese vf siziö en De lautbarungen der Havas- ogenrur a> r.ci von e niqen Blättern durch weit­gehende i5,n-,d heilen ergänzt So stellt das .Scho h» Pans" noch folg nde F>rderunq. Dom Stand­punkte der französisch belgischen SichThert 'nüdi.'i, Rompenlat oncn geröhrt werden und mindestens, lolangc bar gegenwärtige Stand der Dinge sich nich« änberc

3u diesem Sinne müsse das Recht Frankreichs, seinen Schuh im gegebenen Falle durch ®e« Waltmaßnahmen zu sichern, die es für zweck- tnäfjiq erachten wurde, beispielsweise durch die Beschlagnahme der Eisenbahnen ösllich von Frankfurt a. M., unverzüglich anerkannt werden.

Dagegen scheint, sich eineBemerkung des .TRa- tmTtn bei Rich ung i ernochwei lergehen- ben Abschwächung der Iraniöhf-fe i Been­gungen ^u bvwegen Dl« formalen Einzelheiten. h> Ich e.bt das Blatt, feien von keiner ivesentlichen Bedeutung. wenn nur b.< 2Q!ri;rien über bi« etwaigen Sanktionen einig fevm, so möge es wenig ba.au I anlommcn. daß

Sanktwneo i n rx> au6 BtII \ no i liiert würden. Was Deutschland einlchüch « n werde, das fn die Einigkeit fe; Al i eilen unb nich« die teilte Rote bei Botschafterkmferenz über die »Milutger Wenn jedoch liwd aller loyalen »r-

Eine Kanzlerrede.

Eine Wendung in der Weltlage: Frankreichs Isolierung. Die Finanzkontrolle der Rentendank. - Die Kabinettskrise.

Berlin, 18 Rvv TD B ) Der Fentralvvr- flanb ber Deutschen Delksvartei trat heute in Ber­lin unter bem Bodih bes fielirertreicnben Bor- sihenben Finanzmmilter Dr v R > ch t e r zu eine: aus allen Teilen des Reiches außerr b n lich <tark besuchte., Sitzung zusammen De> Partei-mrsiyenb« Reichskanzler Dr Strcicm.mn hielt ein zwe>ltun- dqes Referat über bic g.iamtc inn r- unb außen- potiiilch« Lage, in ber er u a folgenbe» au«- führ' Daß Bie Aufgabe bes vasfiven Wiberstandes etne Rotwen bi gleit war be­ll rette niemand es werde aber vv! geworfen bie Aufgabe sei bebingungslvS erfolgt und hab« den Dollüänb g.-n Zusammenbruch unserer Buhen- prlitik dokumentiert Demgegenüber sei zweierlei seslzusiellen

Machtmittel, um bie Bedingungen burchzoset- »en gebe «s nicht, und die ideelle Widerstands, kraft, auf der der passive Widerstand zunächst auf gebaut wurde, war nicht von unbegrenzter Dauer, und je schwerer die Ausgaben auf un* seren Finanzen lasteten, umsomehr mußten wir uns entschließen, den Widerstand auch ohne Durchsetzung unserer Bedingungen aufzugeben. Zweitens mußt« verflicht werben, ob sich mit Frankreich zu einer Lösung kommen ließe oder nicht Die diplomatisch« iSntimdelung. auch wenn sie sich prakiilch erfl in <pater Zett auswirken konnte, gab doch wohl feinem Recht, von einem auhenpolitisch-cn Miß rfolg zu sprechen soweit doS Kabinett überhaupt imftanbe fei. aut diese Ent­wickelung unmittelbar einzuwiiken Alle Mahiiah- men Politischer und diplomatischer Ratur h-iben doch baz i beigetragen, daß in dem zielbewiif'ten Zusammenwirken der beiden angel­sächsischen Machte, mti ber Trennung Italiens von seinem Rachbarn und mit dem Schwanken Belgiens eine Lage für Frank­reich cinget roten ist, bie bi eses Canb aus bi« Dauer nicht so wird t:«gen könne- wie bisher Gr wolle auch gar nicht behaupten bahebi« Wirkungen bie- fer Politik für uns zunächst unter allen Umftänben jlüdlti sein serber.

Die Bedeutung der S-ntwickrlung liege für uns darin, daß si« viesteiehk einen neuen europäi» scheu Gefchicßtsabschuttt einleiteten. Diese Be. deutunq bleibe bestehen, auch wenn die nächste Folge in »eiteren Sewaltlaten Frankreichs be. stehe Er könne keine Hoffnung machen, daß es in Deutschland in der nächsten Zeil besser wer. den wird.

Wir könnten unserer Wirtschaft nicht sofort auf- helfen unb ein weiteres Wachsen oer Arbei's- lofgkeil nicht verbind-m Der Stat fei auf dem Papier ins Gleichgewicht gebracht Ob er nch aber werbe durchfuhren lassen, müsse er1, die Praris ergeb.-n. W r ft-ben vor der Tatsache, bah wir Rhein unb Ruhr nicht meh > finanzieren können, ohne bah das gan,e Reich zulammenbricht Man mache sich in ber Oeffcntlidjfeit noch nicht bie richtige Borftiüung bavvn, bah wir untereincr i n l ä n b i I d> e n Finanzkontrolle flehen, nämlich der ber Ben ton baut Mit ben Ärebitcn. die wir von bielc Seite bekommen, mühten wir unbedingt auskomnien Das besetzte Gebiet brauche für 10 bis 14 Tage etwa 100 Millionen Goldmark Unser Kredit wurde allo, wenn w,r auch noch wenige Wochen weiter zahlen wollten, bald erschöpft lein, unb damit wäre alle# verloren, was wir mit ber Rentenmark erreichen wollten Zu bem Dorwurs, bah bie Einführung einer wertbeßänblgen Wnb- rung so lange gedauert habe, erklärte bet K in le Bei den Ausgaben, bie wir währenb der Zeit des

Hätungen, trotz aller forma en Zugeständnisse Djn Sc tu ZiankveichS und trotz lerne« großen Wun- scheS sich iu verständigen lich die Rotwenbigkcit e g'ben tollte, mit ben an Deutschland angi.-nzen» ke.i alliierter Ländern allein voozugehen könne man die Gewißheit haben, bah bie Regierung Poincarcs weber zögern noch Schwäch« zeigen werde

flL Hl Dis Son nkaqsrede.

Paris, 18 Roo tWTB ) P v i n c a t 6 er- nöri« bei der Einweihung eines Kriegerdenkmal« in Reu111tz bei Pans unter TDicN- bolung aller seiner betin.it en Argumente u a die Repa lationefommif'ion werbe bi« Deutschen a.ibören, bie Sachverstänbigen ernennen, bie sie zu ernennen Lust habe Sie werb« bie Zahlungstähigkeii Deutschland« heute, morgen, später unb jedesmal bann abfchätzen. w« nn |ie e 6 für notw « n - big halte Si« werbe die Ziffern feftsetzen, wie sie es für recht und billig halte unter. Beibehaltung der Pfän r. die Frank­reich in ber Hand hab«, und die es nur gegen! enbgültige Bezahlung freigeben werde

Frankreich durch die Reichswehr bedroht.

Paris. 18 Rvv kWDB Aul bem geftro­hen Banken des republ kamschen Äomit «3 für Dorfitzc.ide bei Komi «es 6e tont Eha u m e t. Borlinenb- des Korn te» Senrtor E h 0 u m e t, eine Rede im wesmt i hen inn-rpolirilchen In- Haftes. be ledvch Io gen he An'.äe ungen au1 die außen pol i«i sch« vage rnth-c t FranrösifchersciiS habe man Imnfrr Zugefimdnif e gemach und die Möglichk«i«n der Beritäadigung geradezu ec«

palßven Wlb«rßond«-s hatten, wäre ba« wen- btftänb.ge Geld bald in kurzer Zeit verbraucht treiben Damals brauchten wir noä) ba# p ' gelb Zu» Kabinettsfiage lagt« ber Kan, ec.

ba« gegenwärtig« Kabinett urüfse sich ök Mehrheit fachen, unb wenn e« di- Mchrhelt nicht sind«, fo werde di« Frag« akut werden, foil nun ber Reichstag aufgelöst werden oder soll ba« Direktorium kommen, da« sich unter Ausschaltung der Parteien auf die wirtschaft, lrchen Berbänbt stützt? Dor diesem zweiten

Wege warne er.

Käme Diktatur, fo wurden wir die auhcnbolihdx Mehibelaliung. de daraus erwächlt. nicht mehr et tragen können Zur Rückkehr des Krvn- p i i n z e n bemerkte er unter ftui mifchem Brilall, man werde uns voraussichtlich bie Sorberung ft eilen, dell Kionprinzen auszuliefei . aber wir werden biele Fordeiunq felbltver 'ändlich ab- lehn in Wir stehen in Bcrbanblunge-i über ausländische Mrebtte tic nur bann zum Ei folge führen können, wenn Deiitlchlond fich von inneien Krjlen frcibäll Fnr bie Mebrlelftungen unb Mehiproduktion wirb bie Regierung Bor- auefeoungen fchaffen Die Regelung her Arbeits­zeit wird ungefähr in dem Sinne erfolgen, wie sie bind) das Aibeitszeitgeletz vorgesehen war Tie Tkimmberung des Benmtei'appaiats. die Aushebung ber A issiihrtvntrolle. die FnHrung von ÄitbitDerbanblungen unb alles was an Tie- gie>ungstätigkeit vor Augen liegt, wird zeigen, bah das Kabinett eS an Arbeit. Aktivität und DeiantworiungSfreudigleit nicht bat fehlen Iifleu

Ti AuSlnbiungen des Kanzlei« .pjiben van bei Berlammlung mit fiürmileheni Beifall aal- genommen Die Ausfprache. an der sich D >- trefer aller Wahlkreile. axe auch zahltvchie Mit­glieder bei Fraktion beteiligten, gestaltete sich zu einer , äbertoä kigenden Bertrauen«funbgcbung für den Parteiführer und Reichskanzler Dr.

Stresematw.

Das lÄrgebni« oer Aueivvache tand leinen Auv- bmck in folgender 3ntldjli>fj4ing

Ter Zenlialvvrstand grb.mkt in Trauer und mit Stolz der tapferen Boltogenoffen an Rhein unb Ruhr in biefer tiefsten Rot anb ist mit ber Reichsregieiung darin einig, bah ber staatsrech'- licte Jnfammenhang des l»esetzten Gebietes mit Reich und Länb.m unverändert bleibt Deutsch ist da« beichte Gebiet und deutsch soll .'S bleiben immerdar! Der Zentrali orftanb spricht bem Parteifühiei Dr Strelemann fein volles Verbauen au« Gr ifl ber Auffassung bah lchan mit Rücklicht auf die außenpdlitifchen Beziehun­gen jede Aenberung in ber Führung der p.-litifchen Geschäfte völlig ausgefchlol- f c ii ifl Solange die Möglichkeit nicht besteht eine größere Basis für daS Kabinett zu­stande zu bringen, sieht er in der Zusammen- faffung her zur Zeit da« Kabinett stutzenden Par- teien unter Führung deS Reichskanzlei« D, Strelcmann bie einzige parlamentarisch: Möglichkeit für eine gedeihliche politische Weiterarbeit Dabei nimmt ber Zentralvorstanb von der Qrfläiung deS F.aktionsvorfltzcnden Dr Scholz Kenntnis, daß fein Mitglied ber ReichStag«sraktion gewillt ist. die Person des berrährten Kanzlers irgenbwelchen Farberungen ber anderen 'Parteien zum Opfer zu bringen Gr craxiitct von ber Reichstags»raktion unb ist von ihr überzeugt, baß sie ihren Führer in seiner Politik rcftlo« unter ft ütjen wird Die Gnt- lchlief ung würbe mit der überwältigenden Mehr­heit von 206 gegen 11 Stimmen angenommen

schöpft Seit fünf langen Jahren bringe leber Monat jede Woche, jeder Tag neue Verstöße Deutschlands gegen « ne feier ifoen Ber->llich un­gen Die Illoyalität Deutschland# fei erwiesen unb fie sei unüberwindlich. Wenn Dei^schland g g n ba^ Uni. rn hmen der ba e i- schen Rafionalilten s i. so nur des ha b weil «S dieses augenblicklich für verfrüht halte

Genera! von Seeckt, derselbe, der das stircht. bare Rüstungswerk der Reichswehr geschafsen habe, das einzige Werk, von bem das auf. gelöste Deutschland zusammen gehalten, aber auch beherrscht werde, er warte nur auf feine Stunde (2r brauch« nach seiner Meinung etwa zehn Jahre, um die ungeheure Maschine al» tiontsähtg ju machen, von der er den Sieg erhosse.

In Frankreich seh« man es Werde man eS auch ae'ch hen Io len7 FiankreichS Alliierte, nament­lich k'tne cnzlischen unb amerikanischen Freunde bemerken bie Gefahr nicht so deutlich wie bte Franzosen Wenn Frankreich sih erhalten wol e. so sei cs gezwungen, feine Politik weiter zu ver­folgen Der Senator hält es auch für nötig. Deie fchland vor einer falschen Bor icllung von den komm enden Wahlen im Jahre 1924 zu warnen Deutschland fo rrf arte er schmeichle sich, bah bas al g -meine 'Wahlrecht von ben Machenschaften d r inneren Politik au' Abwege geführt, ben Mmißerprasibenten desavouier.n unb b»-n geschickten unb klarblickenden Piloten, ber Frinkr.-ich schon durch h riefe Klippen htriburchgeführl habe vom Regierung«- fieuec weg reißen konnte Wer für unter Terk, erflärtc ber Redner, färb unbeugsam

Die Ausgabe der Rentenmark.

Die Rentenmark ist ba aber man sieht st« n4cht Man ha: fle nicht und In.-gi i nli t W« n cm betonb r# mcnfch nfeindliche» Tue d rüb i nachg-sonnen hätte, wi- er b n nah flkrtbe lan- bigke t dürstenden deulfchen W,rtscha t verleb ba« neue Gel» sozusagen zwische i Lipp un> K iches- ranb vor ber R.,te tpcgf hlagcn f nntc er hätte c» nich besser genmcht alt «S b.-r Berliner Re- gieivngeb ir.-aunutu- im heften @11 ibcn atx-r mit noch nr4- da gewesener Unfähigkeit glücklich ge­lang.n Ist.

Blau ging vor wie bi« G«meinber>«rwalriing ron Sch.ld.'ui g Der Fmanzminiiter (le I 6>urcb fern Prestcxim ausläutcrr bah « die Rent n- bank zum 15 Rovembcr beauftragt habe, die Ausgab.- von Rentenlxinlscheinen Ti Dang zu bringen Da« sah fo au« al« feien c« nur töi ichtc ®ciu bt. gew s -n die von einem Zwist zwifchei, R.-ichSsin inzminister um Xcrrtenbinf, Reich»bmk und Wihrung-kommifsar aeflu t« ' Halten Aber es bleibt iinglaubh >ft ditz ein Io gründlicher Zinanzpstzcholvg wie h«r neue Wäh- rungeL mmillai Dr Schacht mit bem einver­standen sei. was nun g schab Biel mehr war schon vor tein i iSimctmung das Unheil in un­gewissen unverbesleilichen .führenden Köplen' Migclcgt 9-6 geschib nämlich v g nb-s Die Rent.nmark kam nicht in« Pub i um Mit b i Rentcnmarf wurde nicht tlnxi 'Babiermarf auf- g. lauft womit jede rxmünltig« öanie.unq«- polätk zu beginn-n h^ite. sondern nur b<i« Heid) e hielt euven De l be« ihm nach dem unglück­seligen Ben'.cnbnnlfldm zustehenb-n rer I >s- lichen Kredit.s Gs Io len ungdäbv 100 Blillio «n Rentenmark gewesen sem Die hatte da» Reich u ter bie Leute zu bringen Da« Reich hat feine Aufgabe- dihin ausg.-satt, bah es bimit seine Beamten und Angelte! len entlohnen solle SKi aber ISO Millionen für die Lohnzahlung.-n be« »5. unb 16 Rovcmber eine rerbd tniSmäß g viel zu geringe Snmni.- bar teilen erhielten die Beamten unb Angestellten ihre Gehältei nur zu 30 Piozent in Rentenmark au chezidli bi« übrig« in Pap.ermark Wn« war bie Folg - f Die Lohn­empfänger in ihrem Hunger nach Wertbeständig fett, in ihrer Freude endlich einmal wieder etwa« in brr Hand ;a hab", tva« trichl ror. lelbll Ichmrizt. deckten fofort. wl: üblich geworben alle aufgefcnifencn Bedürfnisse mit bei Papiermark unb gaben bie Renten mark nicht weiter.

Die Rentenmark kommt also nicht in« Rillen Sie w <rb gehamstert g mau wie die Stücke der Gclke.-.nleihe. nicht nur nxgen de« .Selienveits- wertes. sondern weil man nicht weiß, was si, im Verhältnis zur Papiermark wert ist AI« bie 5Vafe ' auSzuzahlen b ginnen, fetzten sie 300 Mil­liarden gleid 1 Rent rzmork Inzw schon stieg ber Kur« ter Rentenmark für den öffentlichen Der- lehr luf 600 Milliarden unb er steigt wahrlchoin- liJ weiter In ihrer BerzwoiNui g bestimmte bie Rcg rung. bih der neue Kurs b i bei ,Zestsetz^ng der Rachzahlungen berücksichtigt werden muss«. Damit machte sie die Rentenmark in den Händen ter Beamten erft recht zu einer Hamsterwar«, zu einer Devise, mit ber sich prächtig spekulieren laß'

GS sic-llt stch also al« ein Fluch

berau«. daß man nicht mit bem 3 i n -

lösungskur« für bie Papiermark begonnen hat W e wiil man da« nach-

holen? Die Rotarvrc-sse muh «etzt nach dem, Gesetz ftiLgelegt werden Sie bad nur noch soviel drucken als den an die ReichSdank gegebenen Siatzwechseln entspricht, deren Gegenwen das Reich m Form vr>. Roten noch mcht empfangen bat Aber kein Mensch weiß, wieviel Trillionen Nt« Reich nrch in ben letzten Tagen vor Tores­schluß bei ber Reichs dank diskontiert hol Die Auf­kündigung ter RuhrhiIs« hat in einen wahren Abgrund bilden lassen Di« öeitcrrafenbe Lawine der Geldentwertung und di« ir sinnig kletternden Preise nehmen einen UmtauschlurS vorweg, bei dem die alte ^Papiormark auf 0 steht

Warum schweigt bi« Regierung? Dill sie sich erft am DrenStag d m Reichstag offenbaren? Ober will sie ben Reichstag auf lösen? Will he zurück­treten unz> kas Geheimnis mit ins Grab nehmen? Das Geheimnis, wie II« sich bie öinlölung der Papieimark gedacht hat Rach bem Rentenbank, gosetz stehen dem Reich zu bi dem Zwecke 300 Mil­lionen Rentenmark zinsUo« zu Aber es fehlt bi« letzt iedrr Ueberdlick und i«d« Gntscheidung Der Währungöminister Dr Schacht hält ficherlich von dieser Lötung gar nichts ®r ist für bi« Schaffung eme« besonderen Gold- unb Devilenf mb« Warum setzt er sich nicht durch? Di« erste Ausgabe ber Bentcrrmarf war tm Meisterstück, sondern «in hancbii ner Schilbdürger st reich Diesen Brei haben die vielzuvielen Koche verdor­ben Will iiKin es nicht endlich tnü einem Wäh- rungsdlkia tvr versuchen?

Rentenmark

und Goldmarkpreise.

Berlin, 17 Roo sWolfs ) Der Inhaber der vollziehenden Gewalt, General der Infanterie v S « « ck I. richtete am 15 Rovernber an bie Wehr­kreis komwandeur« folgendes vcheerben

.Di« Währungswirren haben besonder« tn den letzten Tagen zu einem Hochtreiben der Goldmarkpreis« orfübn. das weit« Kreise auf« tiefst« beunruhigt Aus dem Stege ber Ware bis zum Kleinhandei haben bie Zwis che n ft e l l e n zum Ausgleich der Gelben-Wertung Risito- Prämien eingeschaltet, bie schliehlich den ®nb- vreis wert über bte Frieden« Hs he gssteigeri ha­ben Die Äauffrafi ber Berben ruber heeegen ist erheblich jurüdacbJ«ben Heute lagtast Mt 1 e m»