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Sammern befolgt t)6i)«rtr e<e<iU.- 3trn |pre4. «fdjUin« ftttd.eSchttfte kttxxg 112, für ® erlog gab WW* 6t.

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C e. HK.

175. Jahrgang

zrettag, 19. Gltober 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

»rw< w* Ptrief: vrSHI'fche HiiperHtte-Be*- iiö StdifcHMferel R. £aigt ti Gietzrv. Sdfriftlettwi» mtb OrschLstrHelr: LchilKrah« 7.

M* Imetat ftrtH« logetnamm« Di" gum Hadinrtttag vorher ohnejede TtrblnbU^kti. nrttifirl mmtyikt für nrqeiqen v 27 mm Brtrtt örtl Grundzahl 65 TUl, au«w 70M. fBdüam*- Anzeigen o 70mm Breite 225 'Ulh.x600000Sd)( Vlayvorfchnft 20*/, 8u|* schlag - Der antwortlich für Politik u. Feuilleton vr Friedt. MUH. Lange, ftlr den übrigen Teil: $m|lBlum|d)ein; für »en Xnjetgented: Han, Be*, fümth d) in «Siegen

Der Konflikt Sachsens mit dem Reich.

{htrdtffllynmg bes Ausnahmezustandes. Reichspräsident und Reichsregierung hinter General DtiUtet. Das nichtbeantrvorlele Ultimatum. Dr. geignersEnthüllungen" im Landtag.

'Berltx 19 Oft. (SktD -$eL) Der Äon- ffift Dwyche» Coftfen unb bcm "Leich ftritt sich tOavch a*61 zu. Die .gelt, ba« Blair bt« -Rn4Manater«. schreib« Die ÄrUt» in Sach­se* bntaflt jur SoHcheibio^. die Srrignilfe über- flürjen eeaanber förmlich Das QUrftreten des Mmt ft erprösideroen Dr. 3dgner unb gatM be- fonders bat des newn ftmutilliäftischen QHtniflert Böttcher mu datS eme unmittelbare unb uikt» hörte 5>etXÄrffDrbtnmQ bei Le»ch»«gteruug be- zefchoet werben UngtDeiJeflxift ist es eine Her- au<tnrbenmg. a**m ber Minister gur Bewaffnung unb -um ÄÖmbf gegen die LelchSregiervng auf- soeben unb sogar die Londespollzei bi An- Urnodyn offen dafür «u qroinnm sucht. Darau f- aufbm hat bei WeyrkoeiSkvmmandeur Deneral Müller

be vollste, Gttrperstäudni« ertt ftee Reich«. ftrÄfibetrten enb bcm Beichswehrmlelfter sowie nrtl betn Reachskanzker

fein erstes Schreiben an Dr Feignei gerichtet Da die verlangte Antwort au «geblieben unb mir In ber Form cmer ungehörigen Aeufterung Im säch- sischeu Landtag erfolgt ist, hat General Müller am 18. Oktober an Zeigner nachfolgendes Schrei­ben gerichtet

.Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Da Sie es für gut befanden haben, mein Schreiben vom 17 Oktober nicht au beantworten, teile Ich lohnen hierdurch ergebens! mit, bah lch die "An­gelegenheit -ur werteren ©rtebigang dem Aerchswehrmtnister unterbreitet habe Mit vorzüglicher Hochachtung ge- Müller. Generalleutnant

Hieraus gefx hervor, bah der ®er*tul nicht euf eigene Faast. sondern nach sorgfältig­ster Ucberlegung and R ü ckspr a che mit den zuständigsten ©teilen bi Berlin gehandelt hat General Müller hat nun in Berlin um wettere vcS .'hifl wahrscheinlich in dem Lahn*« be- Tlnstruftivaen gebeten, die sich nach einer Meldung wegen werden, bah zunächst

<W Sicheruug bei Lesens der ia Den sächsi» le>es 7V>dnsiriegettteten mit dem wüstesten Ter- »artnostn ahmen bedrängten Fndnstr lrllen

Reichsrvehe nach Lheuruitz, Planen, West» -ochsen uftp gelegt wirb

Sollte der DsLärkung der LeichSwehr Wider­stand werden, so werden diese

Gewalt burchgeteyt werden müsten Der Reichswehrminister soll ferner ange­ordnet haben, bah die Auflösung ber pro­te t a ri s che n Hunbertfchaf len bi «Lachsen sofort b u rchz u führen sei Die Aktion, die gleichzeitig mit einer Beschlagnahme etwaiger vor­handener Massen Hand in Hand geben mülle, soll durch die sächsische Polizei durchgeführt wer­den Gift wenn hierbei Widerstand geleistet würbe, wäre Leichswehr einzufetzen

Aufrechterhaltung des Ausnahmezustandes.

Berlin. 19. Ott. (Prrv.-Tel.) Wie die »Boss. Zig." schreibt, stand die Retchsreglr- reng vor der Wahl, den militärischen Au«, «ahme zu ft and ganz aufzuheben oder zu ver­suchen, ihn, so wie er ursprünglich gedacht war, ttn ganzen Leiche zur Geltung zu bringen. Die Entscheidung ist zugunsten der tat­sächlichen Durchführung de« AuSoahrne, zustaudes gefallen. Dementsprechend hat auch der Leichspräsident deusozialdemo- statische, Abgeordneten Wels und Müller erklärt, dass gegenwärtig eine Beseitigung des militärische» Aitsnahm^ustaude« nicht mög- Nch f<i-

Unerhörte Auftritte im Landtag.

Dresden, 18. Oki. (WTB.) 3m Landtag wurde über einen kommunistischen Antrag be­raten. bei der Leichsregierung den Rücktritt des Reichswehrministers Oehler >u fordern Ministerpräsident Ze igner erklärte hierzu, er habe erst heute erfahren, bah die Dor­fälle von gestern heute dem Reichswehrministe- rium zur xenntni« gebracht Werder, sollen Ls treffe nicht zu, tmc ber Abgeordnete Seylsert behauptete, bah ber Ministerpräsibent davon in Kenntnis gefent werden lei, bah die Reichs- reglerung hinter der Anordnung de« WehrkreiskommandeurS stehe. Frank­reich sei fioer alle Dinge, die sich in der Reichswehr abspielen, genau rmtemchtet Au« dielem Grunde werde er in dieser kritischen Stunde nicht Io vor­behaltlos sprechen, wie er sich vorgenommen hatte aber schweigen könne er über diese Dinge nicht.

G« sei Tatsache, da- da« Leich eine illegale Armee habe: allerdings, wie e« scheine, ohne daß die Reichsregierung davon wisse.

Ende September unb Anlang Oktober hätten ring« um Berlin an zahlreichen Orten derartige schwarte Organifctionen sich erheben wollen, was nur durch die preutzilchr Landespolizei verhindert wor­den -fei. 3m Lager Königsbrück lei dieIchwarze Reichswehr In diel em Sommer vier bi« sechs Wochen lang ausgebildet worben. Hunderte unb Taulende von Angehörigen Meter illegalen Or- ganrfatioi.en feien in dreien Tagen «n die Re.chS-

wehr emgezogen unb bewaffnet worben, in Leip­zig allein gegen 1500 Mairn. Die Entente wisse von diesen Dingen unb werde eine Lenderung erzwingen

Avg Kaiser (D Dpt > erwiderte hieraus u. a, es wär eoesler gewesen, dieser 18 Oktober 1923 wäre in ber Geschichte Sachlens nicht er­schienen. denn

heute, am Dölkerschlachtgedeuttage, seien die ersten Anzeichen des . Wiedererwocheu« Deutschland« dem Feinde preisgegeben wor­den. Die Entente habe nun nicht mehr nötig, che- Spionage zu treiben.

Es wäre richtiger Dom Ministerpräsidenten ge­wesen, die Dinge, die er Dorbrxxbte, vor daS ve- tr essen de Forum zu bringen, wo der Reichswehi- nnnister Gelegenheit habe seinen Dtandpunll zu vertreten Die illegalen Bestrebungen bezeugten doch nur bte Sehnsucht deS deutschen Dolkes nach Wehrkraft Dreie Entwicke­lung werde auch der sächsische Ministerpräsident nicht aushalten, wenn er auch noch so lehr gegen bte Reichswehr vorgehe

Abg Deutler (Dtfchnatl ) erklärte namens seiner Partei, bah Mete sich an der Debatte über die Erklärungen des Ministerpräsidenten nicht be­teiligen werde, sie halte seine Mitteilungen für offenen Landesverrat Seine Partei wilse, bah dieser Dorwurf auf ihn wenig Eindruck mache, sie bedauere aber, daß die Reichsregierung noch keine Mittel und TBegc gcsiurden habe, gegen diesen Landesverräter vorzugehen

(Ungeheurer Ärm auf der ganzen Linken die Menge ruft, indem sie auf den Redner zu geht .Sie sind der erste der an den Oatemenpfabl kommt!" Zurufe rechts .Sie kommen daneben!" Glocke des Präsidenten, der unaushörlich den Hammer schwingt Die Kommunisten schlagen mit Stühlen und Pultdeckeln )

Abg 6eOffert (Sem.) stellt test, das» der Ministerpräsident I cho n gestern vor 'einer Erklä rung Kenntnis davon hatte, bah die Reichsregierung hinter der Anordnung des Wechr- kieiskvmmandeurs siehe .

Abg Rammelsberg (Deutschnatl ) gibt die Erklärung ab, bah seine Partei angesichts ber Ausführungen des Ministerpräsidenten an ber heutigen Aussprache sich nicht weiter be­teiligen werbe Die Deutschnationalen ver­liehen hieraus ben Saal

Boxern

bricht die Beziehungen ab.

Müncheu, 18. Ott. <WTB.) DieBähe, rische Staatszeituug" veröffentlicht an der Spitze ihrer heutigen Ausgabe folgende amt­liche Mitteilung: Auf eine Mitteilung der Sächsischen Regierung über die Entlassung de« sächsischen Geschäftsträger« Legattonsrat von Dziembowski an« dem sächsischen Staat«, dienst, in der zugleich weitere Rachrichten über die Wiederbesetzung der sächsischen Gesandtschaft in München in Ao «sicht gestellt waren, hat da« StaatSmiuisterium des Aeußeren dem sächsischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten geantwortet, die f«i KU «--

muuistische Partei, die erbittertste Feindin je­der verfassungsmäßigen Staatsordnung, in der Sächsischen Regierung vertreten sei, nicht in der Lage, einen neuen sächsischen Ge­sandten oder Geschäftsträger zu empfangen. Zugleich hat die Bayerische Regierung ttn Verfolg dieser ihrer Stellungnahme den bähe, rischen Gesandten bei der Sächsischen Regie­rung, Dr. v. Preger, abberufeo.

Ser sächsische Ministerpräsident erklärte gestern im Sächsischen Landtag. Bayern habe Berlin eine Rote überrechn lallen, die dagegen Protest erhebe, bah bet T riebsrätekongre-i unter dem Schutz der lächlilchen Regierung in Dresden abgehalten worden fei. An dieser Behaupt ing ist. wie dem Woillburoau von zuständiger Stelle erklärt wird, kein wahres Wort Sa muh ernstlich bebauen werben, bah eine berar.igc falsche Rachrichl, die geeignet ist eine weitgehende Beunruhigung auszuloten, von einer veiantwortlichen Stelle eine« deutschen Landes ohne vorherige Prüfung des Tatbestandes ausgegeben worden ist

Abberufung General von Lossows?

Berlin. 19. Ott (Priv -Cel t Wie die -Bost Zig "wissen will, h^t die MichSr gierung bei <61 dH en. den Äommonbantvit des daye. fchen Reichs weh, kreise« ®enera;kutnant von LoIIov <ib6ui>cnuten T-iese Maßregel sei nicht erfolgt, weil Lostow als unzuverlässig gelte. Der sozial- demokratische ReichsiatnPer be» Innern Soll - mann habe vd-lm«hr erst gestern bestätigt, bah Lossow heb bisher lohal verhalten habe. ®r

habe es aber nicht vermocht, (ich als Träger der Leichsgewalt neben dem bayerischen Diktator durchzusetzen

Die vaterländischen Verbände an die hessische Regierung.

Darmstadt. 18. Oft. (Priv -Tel.» 3n ge­meinsamer Sitzung von "Vertretern aller Provinzen erfolgte am Dienstag. 16. Oktober, der Zu - sammenlchluh der .Dereinigung ber Da tersänpischen Derbände Helfens ES würbe einstimmig bie üleberrcichung einer 6 n t f d> 11 e h u n g an bie he11ische Re­gierung beschtoffen, die heute von dem Dor- fttzenden dem Staatspräsidenten über­geben wurde. Die Entschlieftung hat folgenden Wortlaut:

Ser wirtschastlichc Zu'ammenbruch ist da" Der Dollar hat schwindelnde Höhen erreicht Die wirt­schaftliche Lristenz breiter Schichten der Bevölke­rung droht, vernichtet zu werden Die Auswir­kungen deS Zusammenbruchs werden sich in aller Kürze zeigen Industrie. Handel und Gewerbe sind am Erliegen Arbeiter. Angestellte unO Be­amte werden mehr und mehr brotlos. Der Mittel­stand wird zerrieben

Sie auS dem Parlament hervorgegangene Reichsregierung ist nicht In der Lage, diese Der- hällnisse zu bestem Sie staatsfeindlichen Ele­mente erheben frecher denn je ihr Haupt!

In Starkenburg unb 0verhelfen lind aller- outen kommunistische und proletarische Hunderts cha 11en gebildet worden, nicht, wie sie vorgeben, um die Republik zu schützen, sondern zu dem alleinigen Zweck, die Diktatur des Proletariats zu errichten enb damit den Staat zu vernichten

Sic hessische Regierung sieht diesem Treiben tatenlos zu Sie Sicherheilsorgane Verlagen Ist eS der Regierung bekannt, das) die Kommunisten in -Hessen in einem. Ausruf die »Mobil - inachung" befehlen? Ist eS ber Regierung bekannt, bah die kornmuit stischen unb proletari­schen Hundertschaften in ganz Hessen öffent» l t ch ererzieren unb Schieftübungen veran st alten? Ist e» der Regierung bekannt, bah in Giel) en eine sow,et -rusiische Agitationszentrale errichtet ist? Ist es der Regierung bekannt, bah friedliche Bürger ron sozialistilch-lominunistiichen Horden übeifallen werden?

Die vaterländischen Derbände Hessens ver­langen die schleunige Sachführung folgender For berungen

1. Schärfste Bekämpfung aller marxisti- scheu und kommunistischen Machen, schäften.

2. Umfasfende Maftnahmen auf wirt­schaftlichem Gebiet (besonders in Fra­gen der Dolksernährung).

3. Ausreichenden Schuh für Stadt und Land.

4. Schärfstes Dorgehen gegen jede sepa­ratistische Bewegung

5. Die Uebertragung der Regieruugs« gewalt auf einen Generalstaats­kommissar, entsprechend dem baye­rischen Dorgehen.

Sic Sn<ruiiyuiu| bei Dalnlandischeti Di, - bände Hessens ist bereit, bie Regierung bei bet) Durchführung dieser Mahmihmen wircklam zu unterstützen Sie ist nicht gewillt, sich dem rötest Terror auszuttescrn Sie fühlt sich stark genug unb ist sest entschlossen. Terror unb gewaltsamc Um­sturzversuche nicht zu dulden unb einen ihr etwa ausgezwungenen Äambf auszunehmen unb m i t aller Energie und Schärse rücksich «s- l o s n lederzuschlageii Sic blickt mit Der- trauen auf bic Pcrfönlihk.it des Deneralstaats- kcmmiffars in Bayern. Dr von Kahr unb hält kr mmisfars in Bayern Dr. von Kahr, und hält Stunde.

Einigung über das Arbeitszeit- geseh.

Berlin. IQ Oki. (WTB ) Die Dachverstän- bigenfcmmiflion der XoalitionsParteien hat im Reichstag die Derhandlungen üier das Arbeits- zeitgrlrtz abgeschlossen In allen wesentlichen Punkten ist eine (Einigung erzielt toor- t.-n öü wird allo vorauslichtllch bestimmt, bah unter grunL'äolicher Aufrechterhaltuna be« Acht- stuntentages im Bergbau unb in be*onbcrt gc- lundhitttslchäblichen Betrieben bie Arbeitszeit vis r»cht Stunden beträgt.

ttt den übrigen Betrieben Ueberfhtnba bl« neun oder zehn Stunden zugekassen

wei den Bete tigt wurde bieBeltt-nmung desRegte- rungoentwurls, bah die Gewerbeaullichtsbeamten in belonderen Fällen Ausnahmen von ben Be- Ichält gungsbelchiänkungen (für Frauen, Jugend­liche unb Kinder i zu lallen können Wo die ver­längerte Arbeitszeit zulässig ist. muh sie durch tarisliche Vereinbarung, evtl auf dem Wege des Schlichtungsverfahrens ober leytuistan-llch kmcch den Arbeitsminifter , nif -#-* »^eei«rutWLÜ/ ar Mittwoch I

Oberschlesiens Not.

Ser Generalstreik in Ost-OberschlZien, bte rein wirtschaftliche Bewegung der gesamten Arbeitnehmkrlchaft ob pelnifch ober deutsch gibt der polnischen Regierung Gelegenheit, unver- yüllt polnisch zu fern, nämlich bie wahren Ur­sachen. bie zu tem Slreik geführt haben, nicht zu sehen, absichtlich nicht, und bafur biesen Streik zum Dorwand für die Fortsetzung der gegen Ober- fehlestens Irttereffen gerichteten Politik zu neh­men Der Streik wird zu einem politischen gestempelt und verantwortlich für diefen Streik find - die Deutschen Diele Annahme beruht nicht etwa au, Dermutungm fonbem sie wird durch die Haltung ber polnischen Behörden be­wiesen, durch dte Tatsache, bah zwei deutsche Re­dakteure aus Aatwwitz und Bielltz ausgewiefen wurden, weil sie die Arbeiterlchafl in den Streik gehetzt hätten Allo wieder sind es die Deutschen die Polen in einen Wirtschaftskampf stürzen, wie im Sommer 1922. alS in Pofen-Pomn ereilen die (titenbabner sich gegen tue Warschauer Au»be.,^ tungsPolitik wehrten Auch damals warben ir den Leihen der Deutschen die Sündenböcke gesucht unb gefintben. wie letzt In Oberschfesien. weil man sie finden muhte, weit man bte Augen des Dolles unb ber Welt Dm ber Miftwirtschatt, von ber Un­fähigkeit der polnischen Legierung schöpferisch und organisatorisch tätig zu sein, a»senken mähte Und nichts ist dazu geeigneter wenigstens für das polnische Doll berechnet, als bte Finger auf die Deutschen zu richten

Das ist nicht erst während des Streiks in Oft* Oberschleficn zutage getreten Tiad) der JerUuJr- lung bieh es für Polen produktiv za fchaf- fen, um dis wertvolle Gebiet zu erhalten und ferne wirtschaftlichen Möglichkeiten auszunutzen und weiter zu eifdHtehcn Die Rechte, die Po­len vom Tglfcrbunb übertragen ö'jttvn über­nahm Polen sehr gern, aber es verstand seh» Wohl sich den Pflichten zu entziehen, die es ge­zwungen übernehmen muhte, teils weil es auS llnoermogeu nicht bte Pflichten erfüllen kann, teils weil gewisse Pflichten gegen die polnische Politik gerichtet find Unfähig hat sich Posen gezeigt, als es hieft, Oberschsestens Wirtschaftskraft m den Dienst der polnischen unb ber internationalen Wirtschaft zu fteilen Das Land wurde schon nach recht kurzer Zeit in den S'rudel de- polnischen tstiftwirtschast gerillen weil Polen das Gebiet alS Ausbeutungsobjekt betrachtet und bemgemäh behandelt, indem es sich eifrigst be­müht, die Quellen des Wohlstandes bie deutschen Ursprungs lind, zu zerstören Um sich den unbe­quemen Pflichten zu entziehen, ben Pflichten ge­gen bie deutsche Dlmbei heil, bic oft die M,>o- vität ist. durften Luckfichtoi nicht gelten unb bei den engen Bindungen ber Glieder, bic daS Land zu einem D»inzen zusammeiischweiben. war es na­türlich voraustirsehen. bah der Klamps gegen das Deut'chlum sich letzten Endes gegen oas Land f e l b ft richten muhte

Das ist jetzt in den, Streik zum Ausdruck ge- fcmincn Sic unselige Tcrqutrfung aller Fragen der Wirtschaft nut der Politik, das Unvermögen kor Polen, zwifchen wiNschaftlichen Rotwendig- feiten unb pclitifchen Liebhabereien zu unte;- fcheiden unb bann bic mahlofc nationalistischi Hetze haben dazu geführt, bah bie wirlfchaftlicheii unb foziasen B* lange der oberichlesifchen Bevö! - ferung vernachluffigt werben konnten Wenn die Bvvötkcrung jetzt gegen bie Ausbeutung prote­stiert. so wäre bas für Posen An la ft genug, nicht gegen die Scut|<fvn vorzugetzen. sondern d e Stel­lung zur o bei schief ischen Fnage einer gründlichen Revision zu unterziehen, die dahin gehen muh. bah man sich nicht der Deutschen entledigt, son­dern sich ihrer Mitarbeit versichert Ohne die Deutschen, die Cbcildj^rn« Reichtum begrun- belcR. muft das Lai.L verelenden D!o heule finh aber nicht die gzi ingsten Anzeichen vorl>ii,d?n. bah Posen in Oberschlefien eine andere Politik treiben will als die ber Derhetzunq unb der Rechtsbrüche Die Ausweifungem die äHerst rl gorvS vor sich gingen beweisen daS Sie verstoftcn gegen das Genfer Abkrmmen, denn bie Nrbaftcurc hatten Wolprrecht tti Posen. Etwas anb-rc8, was bisher von Warfchau immer abg ftiiltcn wurde ist ferner zutage getreten die posnil i.c ?!egie- rung hat fich den Rationalität > k a ni p s in O berscht eben, der bisher alS nicht Vorhand, n ober als ber llcbeveifcr privater Peisrncn >dei Ttereintgungen hingestellt wurde, offen zu eigen gemacht Bisher versuchte man in Warschau bic Sreignisse in Oberschlesien dahin zu dein i bah eine unter bem Gttidruck des Abstininiiingrkampte« erregt« Dvlksmenge sich zu Handlungen hibc oe> - leiten lassen, die man nicht billigen, d- min abci auch nicht bestrafen könne Obwohl bic'< Ausrede mir deutlich ben Stempel ber Unwahr Has­tigkeit an ber Stirne trug, obwohl bie Haltung ber vberfchlefifchen Behörden den Beweis er­brachte bah em OmVerständnis mit Warschau vorhanden sein muhte, ftanb bemgcgenubci im­mer bie Erklärung der Legierung Wenn jetzt aber offiziell gegen txe Deutschen vorgegangen wird unb nicht gegen bte Rationalisten die letzten Sn- des an ber Entwicklung der Dinge schuldig sind barm ist damit erneut der Beweis erbracht wie wenig Sertrouen bte polnischen LegierungserNa- rungen beanspruchen dürfen Und gleichzeitig ist ein weiterer Beweis vorhanden, bah die LeibenS- zelt ber oberfchseftschen Deutschen nicht vorüber ist. bah Dtelmeln neue Hetze droht diesmal eine offen tw Warschau au» in Szene gesetzte