j Donnerstag,
175. Jahrgang
den
Frage Stellung genommen hat.
Die französische RheinlandspoMik.
vanche genährt Wied.
Neue Ausfuhrbeschlüsse der Rheinlandkommession.
Eine englische Arbeiterabordnung im Ruhrgebiet.
Aus dem englischen Unterhaus.
Lvndvn, 18. April. (WTB.) 3m U n- terhause fragte das konservative Parlamentsmitglied Howard 'Bunt) den Premierminister, ob er angesichts der äußerst unbefriedigenden Lage Englands mit Rücksicht auf die interalliierten Schulden bereit sein würde, die daran interessierten Rationen zu einer Konferenz einzuladen, um diese Frage endgültig zu regeln und Vorkehrungen zu treffen für eine Fundierung dieser Schulden. Weiter fragte er, ob ihm bekannt sei, daß es unmöglich sei, den deutschen Reparationsbetrag festzusetzen, bevor die alliierten Länder endgültig bezüglich der Schuldbeträge, die sie zu zahlen haben würden, ein Uebereinkommen getroffen hätten. Schatzkanzler Baldwin erwiderte, er glaube nicht, daß im Augenblick irgend etwas gewonnen würde durch eine Konferenz über die alliierten Schulden. Die Antwort auf den zweiten Teil der Frage laute verneinend. Der Reparationsbetrag, der von Deutschland ge-
Die Tagung des DöMerbundsrates in Gens.
Duisburg, 18. April. (Wolff.) Das belgische Polizeigericht verurteilte gestern einen Kraftwagenführer zu 8 Tagen Ge'ängnis und 20000 Marl Geldstrafe, weck durch das schnelle Dorbrifahven seines Autos an einer marschierenden Kolonne einige Pferde scheuten. — Eine Geschäftsinhaberin wurde wegen Verweigerung der Abgabe von Süßholz an die Besatzungstruppe-n zu zwei Tagen Gefängnis und 50 000 Mark Geldstrafe verurteilt. — EinD reust- mädchen erhielt 15 Tage Gefängnis, das einem anderen, bei einer Offiziersfamilie der r^sahung in Dienst stehenden Dienstmädchen gegenüber eme feindselige Haltung angenommen Haden sollte. —
ly. April 1925 Annahme von Mnjelgen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100Md.;fürReklame- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Dei Platz- Vorschrift 20 "/o Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Be<k, sämtlich in Bietzen
Ur. 91
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sichtnahme iu die Akten für die Kriegsgerichts- sihung ersuchte. ,
Gladbeck, 18. April. (Wolff.) Der zweite Bürgermeister Koppen ist gestern wieder aus der Haft entlassen worden.
Ein französisches Militärgerichtsurteil.
Mainz, 18. April. (WTB.) DaS fran- zösische Militärgericht hat den Regierungsrat Bertsch vom früheren Ein- und Ausfuhramt in E m S wegen angeblicher Begünstigung zur Vernichtung von Mrfunben zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt.
Belgische Strafurteile.
Zur Rede Stresemauus.
London, 18. April. (WTB.) Die gestrige Reichstagsvede Stresemanns, in der er den Plan Bergmanns als Grundlage für weitere Verhandlungen vorschlägt, wird in der Presse viel beachtet. Der Berliner Berichterstatter bet Time s" sandte seinem Blatte einen ausführ- • lichen Bericht über die Rede Stresemanns, bte er als einen interessanten Beitrag zur Reichst ags- aussprache über die Rede Rosenbergs bezeichnet. Der 'Berliner Berichterstatter der „Daily Rews" nennt Stresemann den weitaus fähigsten heutigen deutschen Politiker.
Ein Aufstand der Erwerbslosen von Oberhausen und Mülheim.
Mülheim, 18. April. (WTB.) Die Erwerbslosen von Oberhausen und Mülheim zogen heute vormittag in großer Zahl, geführt von Konrmunisten und Syndikalisten, die eine schwarze Fahne trugen, vor das Rathaus, um über die manteltarifmäßigen Lohne für Rotstandsarbeiten hinaus Forderungen bei der Stadtverwaltung zu stellen. Das Rathaus- tor war, einem Stadtverordnet rnboschluß entsprechend, geschlossen worden, worauf die Demonstranten mit Gewalt einzudringen v e r s u ch ten. Die beveitgestellte Polizei und beherzte städtische Boomte stellten sich den Eindringlingen entgegen und drängten sie ans dem Rathaus hinaus. Die Angriffe wiederholten sich aber immer wieder. Die Demonstranten nffen das Pflaster auf und warfen mit Pflastersteinen die Fenster des Rathauses e i n. Schließlich 'nutzte die Polizei von der Wasie Gebrauch machen und verletzte einige Demonstranten durch Schüsse. die Verwundeten zu den Franzosen in die Kaserne gebracht wurden, konnte das Gerücht, daß auch Tote zu verzeichnen sind, nicht nachgeprüft werden Unter den Demonstranten befand sich viel lichtscheues Gesindel. — Wie es heißt, haben die Demonstran ten versucht, die Besatzung zum Eingreifen zu ihren Gunsten zu veranlassen, jedoch haben sich die Franzosen vollständig zurück- gehalten. 3m Laufe des Rachmittags war die Ruhe wiederhergestellt.
Berlin, 19. April. Der „Vorwärts" meldet <ms Mülheim an der Ruhr, daß bei dem Sturm -er Rrtstandsarbeiter und Arbeitslosen auf das Mülheimer Rathaus zwei Personen getötet worden sind. Das Blatt stellt fest, daß vor und während der Demonstrationen einige der syndikalistischen und kommunistischen Führer mit .der französischen Kommunalpvlizei
gewähren.
Havas fügt dieser Meldung hinzu, die von der Rbei: landk mmissivn b s los e e i Erbachern- gen würden die Wiederaufnahme der Geschäfte Der Geschädigten in Deutschland erleichtern, da infolge des Verbots der deutschen Regierung, bei den Brsahungßbehöchei Ausfuhrbewilligungen nachzusuchen, alle Geschäfte aufgehört hätten.
Die Gewaltmethoden.
Castrop, 18. April. (Wolfs.) Infolge der Besetzung der Zeche „©raf Schwerin" ist die Lichtversorgung der Stadt unterbunden. Als Repressalie wurde von der Desatzungsbehölde der verschärfte Belagerungszustand verhängt. Zeder Verkehr auf der Strotze ist von 8r._> Uhr abends bis 5V2 Ähr in der Frühe untersagt. Die Franzosen gingen, obwohl die Verordnung bei der Bevölkerung -och yiicht genügend bekannt war, mit aller Schärfe vor und verhafteten Männer, Frauen und Kinder, die sich nach der Sperrstunde noch setzen ließen, von der Straße, aus den Straßenbahnen und von der Haustür weg. Sv wurden schon am Abend, bevor die Verordnung erschien, 42 Personen und am zweiten Tage 38 Personen fest- genommen.
Essen, 18. April. (Wolff.) Rechtsanwall Dr. Klinghardt - Essen, der, wie gemeldet, zwei Tage nach seiner Verteidigung des Essener Bürgermeisters Schaefer von den Franzosen verhaftet und in das Gefängnis von Werden abgeführt worden war, ist gestern nach zehntägiger Haft wieder entlassen worden. Die Verhaftung war in einer jedem Rechtsempfinden widersprechenden Weise in dem Augenblick erfolgt, als Klinghardt in seiner Eigenschaft als Verteidiger im Geschäftszimmer des ftanzösischen Anklagevertreters der 77. Divifton erschien, und um Ein-
Die Dollarhausse und die Absichten der Reichsbank.
Berlin, 19. Aprrl. Die Dollarhausse an der gestrigen Berliner Börse hat in politischen Kreisen eine große Bewegung hervorgerufen. 3n den ODtintelgängen des Reichstags war man allgemein der Auffassung, daß em abschließendes ilr- tell über die politischen und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Aufwärtsbewegung der Devisen sich >rft dann ermöglicht, wenn man durch die Weiterentwickelung Klarheit darüber bekommen hat, ob es sich nur um eine vorübergehend« Erscheinung handelt.
Auch das Reichskabinett soll sich, der „Voss. Zeitnug^ zufolge, gestern abend mit den 33ergangen am Devisenmärkte beschäftigt haben. Die Blatter bestätigen die gestern von einigen Abendblättern ausgesprochene Ansicht, daß die Dollarhausse auf eine veränderte Intervention s- tafttt "ber Reichsbank zurückzuführen ist. Die bisherige Taktik, die Devisenkurse ständig unter Druck zu hallen, habe nämlich dahin geführt, daß die Reichsbank fast den gesamten, an den Markt kommenden Devisenbedarf zu den offiziellen Kursen aus ihren Beständen befriedigen muhte. Da die Reichs bank wegen des in der letzten Zeit stark angeschwollenen Bedarfes an Devisen sehr tief in ihre Bestände hat eingreifen müffen, habe sie jetzt die Tattik dahin gewechselt, daß der Spekulation zunächst einmal freie Bahn gegeben werden foll, daß aber im gegebenen Moment stark eingegriffen werden solle, um der Spekulation alsdann Verluste zuzufügen und ihr damit die Lust zu nehmen, sich neuerdings unvorsichtig vorzuwagen. Die Blätter wiederholen daher die Warnungen der gestrigen Abendblätter vor kopflosen Devisenaufkäufen und überstürzten Ern- käusen von Waren, die dann später eventuell nach einem Eingreifen der Reichsbank nur mit großen Verlusten wieder abgeseht werden könnten.
Preistreiberei
ans dem Berliner Viehmarkt.
verhandelt haben. Der Führer der Duisburger kommunistischen Rotstandsarbeiter, Za4- I den, soll erklärt haben, daß er die Arbeitslosen | und Rvtstandsarbeiter solange ins Gefecht fuhren würde, bis die Duisburger Polizei von den Fran- zcsen entwaffnet worden sei. 3n seiner Wohnung gingen französische und belgisch Beamte und Militärpersonen ein und aus.
Die Politik Sowjel-Ruhlands.
Moskau. 18. April. (WTB) Russischs Telegraphenagentur. Auf dem Kongreß dci russisch-kommunistischen Partei erstattete S i n o w i e w das politische Referat des Zentrallomitees. Er führte u. a. aus: 3n 19 Staaten beständen russische Vertretungen; mit neun anderen würden ünteVfjanbtunqen gepflogen. Die Basis der auswärtigen Politik Rußlands bilde die Koordination mit dem erwachenden Orient und mit den Ländem, die vom Ententeimperialismus unterdrückt würden. Sinowjew erklärte eine Verbesserung der Beziehungen zu England für wünschenswert; auch eine Annäherung an Amerika würde sehr gerne gesehen Bezüglich der Prozesse gegen Zepliak und Budkiewitsch erklärte er, baß Rußland sich durch feinen Druck von außen hindern lassen werde, gegen Spione im Priesterrock vorzugehen. Auf dem Gebiete des Außenhandels habe Rußland Fortschritte gemacht. Hm zweiten Vierteljahr des Jahres 1921 betrug die Ausfuhr Rußlands 2 Proz. der Einfuhr un Haimar 1923 dagegen 65 Proz. 3n zwei bis drei Hahren werde Rußland eine aktive Bilanz haben. Rußland führe jetzt nicht mehr Lebensmittel, sondern Werkzeuge em Sinowjew definierte die neue Wirtschaftspolitik als ein System des Staatskapitalismus, der sich die Zusammenschwrihung von Bauerntum und Proletariat zum Ziele sehe. Die Industrie habe be- trächtliche Fortschritte gemacht. Die Saatfläche des Wintergetreides sei um 17 Proz. bewachen. Die Ernte müsse in diesem Jahre 3J/2 Milliarden Pud Getreide ergeben.
London, 18. April. (WTB.) Die Ar- beiterabvrdnung, die nach dem Ruhrgebiet gesandt worden war, schildert die Lage im Ruhrgebiet als bellagenswert und gesährlich, da sie die Möglichkeit eines furchtbaren Kampfes zwischen Deutschland und Frankreich in sich berge. Die Abordnung drängt darauf, daß Frankreich und Deutschland ersucht würden, ihre Vorschläge über die Reparationen und über die Frage der Sicheret einem internationalen Schiedsgericht zu unterbreiten. Großbritannien solle die Initiative durch eine klare und bestimmte Erklärung über seine Politik ergreifen.
Berlin, 19. April. Gestern erschien Blättern zufolge auf dem Berliner Diehmarll das sogenannte fliegende Marttgericht und stellte fest, daß schon in früher Morgenstunde Großhändler und Kommissionäre einen recht erheblichen Preisaufschlag verabredet hatten. Unter wirksamer Unterstützung eines verstärkten Aufgebots der Wucherpolizei griff das Marktgericht ein und beschlagnahmte in einer ganzen Reihe von Fällen das Schlachtvieh. Ein Händler wurde sofort mit 50000 Mark in Strafe genommen. In anderen Fällen wurden die Strafen noch gesteigert. Bis in die Rachmittagsstun- ben hatte das Gericht Aburteilungen vorzunehmen. Verhandlungen zwischen dem ReichZernährungs- Minister und dein Reichsjustizminister haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Marktge- richte jetzt in allen größeren und mittleren Städten emgesührt werden, um die feit Hahr en besonders im Lebensmittelhandel ein- gerissenen Mißstände zu bekämpfen.
Die jndeuseindlichen Ausschreitungen in Warschau.
Warschau, 19. April. (WB.) Die Bl'fttcr bringen Berichte über die gestrige ©em- Sihung, in der die jüdischen Proteste geg letzten judenfeindlichen Ausschreitungen abg wurden und tätliche Angriffe polnischer Abgeordneten gegen jüdische erfolgten Weiter melden die Blätter, daß am Dienstagnachmittag die Schließung jüdischerGe- sch ä f t e als Protestkundgebung gegen ine juben- feindlichen Ausschreitungen vollkommen durch- geführt wurde.
Aus dem Reiche.
Ein Gesetzentwurf über -en Verkehr mit tm« edlen Metallen.
Berlin, 18. April. (Wolff.) 3m Reichs- taqsausschuh für Volkswirtschaft erklärte ein Regierungsvertreter tn Begründung eines Gesetzentwurfs über den Ver kehr mit unedlenMetallen, die Bekämpfung der Metalldiebstähle mit Hilfe der zur Zeit bestehenden gesetzlichen Bestimmungen habe, wie die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, keinen genügenden Erfolg gehabt. Dem Giebel- stände werde am wirksamsten durch Einführung eines Erlaubniszwangs für den Handel mit Altmetallen begegnet. Die Erlaubnis könne für den Kleinhandel von dem Nachweis des Bedürfnisses abhängig gemacht werden. Wolle man den bestehenden Mißständen tatsächlich abhelfen, so müsse man den Erlaubniszwang auch für die bestehenden Gewerbe- bett;iebe vvrschreiben. Eine grundsätzliche Beschränkung der Erlaubnispflicht auf den Kleinhandel erscheine nicht zweckmäßig.
zahlt werde, sei die größtmöglichste Zahlung, die es leisten könne, und diese hange nicht von den interalliierten Schulden ab.
GietzenerAnMer
General-Anzeiger für Oberhessen
vruck und Verlag: vrW'sche Univerfilälr^vuch- und Sttinönidctei H. Lange in Sieben. Schristleitun, und Seschaftiltelle: Schulstra»« 7.
Deutscher Reichstag.
336. Sitzung, 2 ilfjr nachm.
Berlin. 18. April 1923.
Präsident Loebe eröffnet die Sihung mit dem Wunsche, daß der gestern von einem Auto angefahrene Abgeordnete Geyer bald von den Folgen seines Anfalls genesen möge. ■
Die Rovelle zum Betriebsrätegefeh, wonach die Entschädigung bei Entlassungen der Geldentwertung angepaßt toerben soll, wird debattelos in allen drei Lesungen angenommen.
Dann wird die Aussprache über die Rede des Außenministers fortgesetzt
Abg. Di. Breitscheid tSvz): Die Rede des Außenministers ist mancherlei Deutungen ausgesetzt und macht deshalb eine weitere Klarstellung nötig. Die Mehrheit der demokratuchen Fraktion sieht beispielsweise darin ein formelles Angebct. Wir stimmen mit dem Minister burda» aus überein in der Forderung der Fortsetzung des passiven Widerstandes. Wir legen dabei die Betonung auf „passiv" und freuen uns, daß das Haus von der Idee eines aktiven Kampfes abgekommen ist. Die „Deutsche Zeitung vertritt in einer Stimme aus München freilich einen anderen Standpunkt, und die Regierung sollte diesen Treibereien besondere Aufmerksamkeit schenken. Wir begrüßen die schroffe Absage, die der Minister an den Militarismus gerichtet yat. Die Räumung des Ruhrgebiets soll nicht die Bor- Bedingung für Verhandlungen fern. Als id) in I London etwas Aehnliches sagte, wurde ich des Verrats beschuldigt. Ich freue: mich, mit öiefer Meinung jetzt in so guter Gesellschaft zu fern. Der Außenminister hat im Gegensatz zu den ange>
Paris, 18. April. (WTB.) Die Inter- alliiierte R he i nl a n dko mmis s io n hat, wie Havas aus Koblenz meldet, zwei neue Beschlüsse gefaßt, die die Ausfuhr von vor i m t onvHf f Der Völker-
BÄn ä’XäÄ’ÄS.8'"ä
Ausfuhrabgabe nachweist. Ferner fa-nit ”^nn t. n Stelle des kürzlich zum beigeordneten di° Üb,ig«. ^rXtetat beftellten QTbenoI »um
machte erfüllt sind und r^c,r®^rteur ariet> des Finanzkomitees des Völkerbundes und
25. Januar die Ausfuhrbewilligung der S ireaas I japanische Rats-Mitglied Adatci,
in Bad Ems besitzt, der auslarchische Käufer an Völkerbundsrat bei den Straßburger Feier- Stelle des deutschen Verkäufers die Abstempelung den -»otlm:oun^ial oei °
der Ausfuhrbewilligung durch die französisch^ lichketten „S" Eh^n ^steurs ^rtreten^^, Behörde beantragen. Die bundsrat auf Wunsch der polnischen Regierung
die Devisenablieferung t^den dabei jedoch für Absatz B seiner Entschließung vom
die noch zu exportierenden Warenmen^n t>er- I ;ce5ruar 1923 die in Sachen der deuts chen langt. Die Frist, bis zu der die Abstempelung.der Februar *1923,
Ausfuhrbe^li^ngen beantragt werden muß, ^ernationalen Gerichtshofs einfordert, tatsächlich, lauft nilt r^m 25 April «ft toie die polnische Regierong annimmt nur jene
Paris,18. Af^il. -»er ^aoas- Ansiedler im Auge hat, die vor dem Wasienstitt-
99entur wird aus Koblenz ftanb Pachtverträge abgeschlossen hatten, beren
RhemlMidkvmmission aus Vorschlag öes^^os ;3 ^gelaufen war und darauf Renten-
scden Oberkommisiars Ti rar d in ihrer l-hten I Kitten Verlause txr
Xr iJn Setid>t beS 18irtfd>afLuä.
®C9ten’ ^XC6.C*?? schusses beschloß der Rat, den Freistaat Irland
men Bestellungen ^if Kredit gE<ht habm ab- in ©^f stattfindenden inter
gabefreie — usfuhrbewilligunge zu | ^a^on<lten Zollkonferenz einzuladen, zu der bereits Deutschland, die Vereinigten Staaten und Mexiko eingeladen worden sind. Der Rat beschloß ferner auf Anregung der internationalen Luftfahrtkommission, die Mitgliedsstaaten des Völkerbundes und jene Regierungen, die das Luftabkommen vom 13. Oktober 1919 nicht unterzeichnet haben, zur Annahme der Kommissionsvorschläge über Rationalitätsabzeichen und Eintragung der Luftfahrzeuge aufzufordern, sobald der Völker- bundsaussckuh für Verkehr und Transit zu dieser
Paris, 19. April. (WTB.) Die „®re Olou- velle" schreibt: Man munkelt, daß wir m Par^ entschlossen sind, die administrative und wirtschaftliche Autonomie der- Rh.inlande einzurichten, und daß dieses Manöver der Vorbote einer um- Mlcnbeien Operation, nämlich die Ausruf ung einet rheinischen Republik sei. Wir können im Augenblick nicht feststellen, was an diesen Gerüchten wahr ist. Wir haben aber Gründe, anzunehmen, daß es sich hier n i ch t u m eine vollkommene Phantasie handelt Es herrscht hier ein Geisteszustand, der me Umwälzung im Rh.inlande schäften will, die sich vollkommen gegen das Deutsche Reich orientieren soll Wir sind ebenso besorgt, wie andere, um die Sicherheit Frankreichs, aber wir behaupten, daß eine Lösung dieser Art diese Sicherheit nicht verwirklichen kann. Das Sicherheitsprob^m ist nicht rmirung augcium..^ .
mehr Militärischer Art sondern biplvmatischep Schließlich ^irde noch in Abwesenheit ein De- d. h. es hangt vollkommm von einer neum Art sechs Monaten Gefängnis verurteilt,
der Diplomatie ab, die sich internationale organi I Flugblätter angeklebt haben sollte,
satorische, wie territoriale Regie der europai- I diugoiunvt
schrn Mächte nennt. In praktischer Beziehung scheint man die Vorteile, dir wir aus einer Trennung der verschiedenen Elemente des Deutschen Reiches ziehen können, schlecht einzusehen. D-eutschland trägt an seinen Flanken zwei Wunden, nämlich Bchern un> das Rheinland. Wenn Deutschland sich selbst überlassen wird, kann sich dieser Zustand, unter dem es schwer leidet, nur noch verschärfen. Wenn wir aber eingreifen, dann weiden wir eine gcsährliche Reaktion Hervorrufen und der moralische Widerstand wird größer und stärker werden, und über die künstlich geschaffene Grenze hinweg schaffen wir eine Art sentimentales Vaterland, durch das die zukünftige Re-
Offiziersfamilie der Desahui Dienstmädchen gegenüber ei


