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liKbrtlt für Drahtnoch.

SMrwthrt <- BL um.

IZ5. Jahrgang

Dienstag, i& Dezember 1928

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

Pm< BibPfThj: VrLhlfch« UutvtrßlLi, vich. I«d Stdiörederd R. tMiqr in »tefctn. ZchriftlettBU, ieö «kWftrttele: $*etWr«fce 7.

Intim h* l«i« et« f<r Iflfesxxjeea b< re*Red^tnag oort)«r ohe.|tb«Ofrt>txblid>hrtt

Prtit für 1 mm Mb« fflx ln#»ia«n oon 27 mn Breil« of ltd>BTau*tp6rt« 10»etbpfeiinlg; f*r *« hlame-S nötigen o. 7frn n Seeth 35 ®olbpf«n*lg Vfetzvotlchnsi LN.Ab­schlag. - Uera*Dortbd) für'podtifc u 5*ulH*to« Dr Jrttbr will) Lang«, ft* bin Ubngtn teil LrnftSlumschein:sllrdec 3i.jttacnutl Han» Seck, |4mtl< d) in iB. eg« n

Jur hessischen Frage.

A»B Kreisen der Deutschen Volk-Par­tei wird uns geschrieben

Dir Deulschno,tonale Partei Hot in zwei Ver­sammlungen in Darmstadt und (Meten, die De- "rokvatischc Partei in einer Mitgliederverfamm- lung hi Darmsmd, zu der .dlsischen Frage" Stellung genommen Die Deutsche Volk« pari ei lat da« br«her nur durch eine tnappe Mitteiling nn .Darmstädter Tageblatt <Dr 344) So wird eine kurze Darlegung zur Dach angebracht sein

Die Srörlcrung einer .hessischen Frag:" in Dem Dinn, in dem da« TBort letzthin gebraucht worden ist, setzt trorau«, dah der sranzösisch Plan, wonach da« besetzte rheinische Dchiel iigendu .* au« seiner gegenwärtigen slaaterechelichea Siel- lung gelüst werben soll, geling. Denn solang: da« nicht der Fall ist. gibl cd ja leine .hessische Frage" Gerade weil da« di.- Voraussetzung ist, bedauere ich und sehr viel: mit mir . von 4«rzen. bofi diese Angelegenheit jetzt öfseittlich erörtert wird Dadurch wird der Anschein er­weckt. al« nehme man in Hessin .ine solche llaai«- rechiliche Veränderung al« gegeben, mintefl.-n« al« wahrscheinlich an Die Folg? ist. bar eine sataiislksche Stimmung entsteht, die die Dnergi? de« Handel« gegenüber dem unerhürlen Vor­

gehen Frankreich« lähmt Äcüi Buchst abe b-« Diktat« von Versaille», da« an« dvh wahrhaftig ungünstig genug ist. gibt Freakreich auch nur t:.i Schein de« Decht« tür seine s^-eratisiisch '> Ab­sichten Und bibber bürten wir gute Ho'ttiung haben, baf; sie, wenn Drutlchiand und di.- d usich: Bevölleruig ouShalten, miflmq.-n!

Wir al« Hessen haben ganz besondere« 3nlei- zu 40 v H. beseht. Die Siilten, de» St rate« esse daran, dah da« geschieht Denn Hs i i't Hessen in seiner bisherigen Form und Bedeutung hängt davon ab dah ihn d. l:r Teil öe« Lande« erhalten bleibt He11. n u n geteilt! Da» ganze Gewicht dies?» Herzen«- Wunsche« muh tn die Waglchale des Äami>fr8 gegen sranzösische VergewaltigunaSfrläne fallen.

Jüx« der bisherigen össentsichci Grörteruni können die Franzosen den Eindruck gewinnen.

sei man an rnahgebeno r Stelle draus und vi an. ihnen auch noch da« unbesetzte Hessen geradezu in die Hände $i spielen S» ist deut­lich. das) dieser Otnbrud bei den kommenden

sranzösische Herrschalt. französisch? TDill- sranzösische Propaganda ungehemmt re-

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Sondetstaat Hessen.

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Franzosen nicht aber

Hessen ja doch gelöst üb?i sollte da» an- vesetzte Hellen etwa auch zu dielern Dh i»- staat gtlchlug,n werden'

Dann wäre

die Franzolen regieren, andere unbesetzt bleibt?

gieren! Dor allem aber Wie den!» man sich eigentlich die staat-r.-chtsichrn D.-''-'!t- nissc? Frankreich« Pli e gehen zw -ifiW aus die Bildung mehrerer Dbeinstaaten o. lei- nem Ginsluh unterstehen Würde da» b:kr>'.- Hessen zu einem gröberen Dheinstaat geschlaa-n, so trärc fein Zufarnmenhang mit dem Cl.ldt

wäre bei bisherige Zustand Dann bedürfte e« keiner Beratungen Abei die ®rörtrrung gebt ja davon au«, bah etwa« geändert werden lall, dah irgendwie ein Dhrtnstaai entstehen soll Hier ist also sehr Diele« unklar Ich vermute, dah man an einen Zustand lenkt bei dem die Zugehörigkeit öe« Dheingcbiels zum Deutschen Deich .-ngelchma- tert bleibt und bei dem Hellen, auch wenn e« ganz zu diesem Dheinsiaat ginge, doch in feinem un- vefeyten Teil franzolenrrni blieb: Ader bi« bei hl die Cuabralur de« Zirkel« wollen Da« etht. eimn h5eg geben. ter auherribentlich gelahrlich. der für tie w.iter. ®ntttM<Hung geradezu txrbang- nl-voll wäre Der französisch: Feind muhte e« sicher machen wie der Teufel, dem man den Dei­nen Finger reicht

Wir sagen alle Dein zu 'olchen Planen, von Wo fic auch kommen mögen Was aber soll au«

TkrfxmNungen ihre Ansprüche steigern und ihren Mut beleben wird Auch ha» ist zu be­bau em, um so mehr, ul« eine Absicht d i c i e r 21 rt nicht trott egt

Da die Fruge aber nun einmal erörtert wird, muh uuiv der. der diese Srörtcrung gern vermieden gesehen hätte. Stellung nrhrn.i, Der 9. iiil unft ist b r W. 5 wird iu t?.n belsilch* r Staat, fall« wirklich der französische Plan in biilcr ober jener Form gelänge? Fall« das je it besetzte Stüch von Hessen 40 v H fein « B - stände«, au« feiner Zugehörigkeit zu He s: r ge löst würde? An dieser Stelle setzt der Str v rii Unb hier scheint e« wirklich, als ob der bn igenbe Wust t .He ' n u"ae . ilt1" maichen, auch >e-!ch -n. die über die Geschicke de« Landes mitzuber.it n haben, die völlige Klarheit ihres Urt.-U« raubt? Lvllle da« wirklich unter allen Umständen der Leitsatz der hessischen Pvsisik sein? Dina mühte da« nichtbesetzte Hessen also da« Schi fla' de« besetz te n. de« von Frankreich regierten Hessen teilen 7

Dein, sagt man. so sei e« nicht gemeint 3m Gegenteil man wokle da« besetzte Helle» im un­besetzten sest .verankern"", um ev bei Deutsch- land zu halten Ich fürcht.-, bah bei diesen banfengängen eine Selbsttäuschung schlimm t i DuSmake« vorliegt .Tkiankim' ? Ist denn nicht da« ganze besetzte Gebiet im groben lre.l .. De it schon Deich verankert? Ist nicht da» vreuhrlch- Dheinland im groben Preutzen, bie Psalz im rechtsrheinischen Bavorn rerankert? Unb de.inach ratnei man mit dem Gelingen b:> leparatrstilche-i Pläne? Wa« liegt bem sehr unklaren Schlagwm .Verankerung" an realen Wei len zuaiunde? Herzlich wenig wenn dem geifltgen Fulammen- 6ang ber in Fiage kommenden Dedi -tsteile bi* Tatsache gegenüberstehen sollte, baf aut ber einen

Der deutsch-französische Notenwechsel.

Deutschlands Forderung auf Wiederherstellung de» vertragsmähtgen guftande« an Nhetn und Ruhr. Die Notwendigkeit der deutschen Verwaltung und de» Verkehrs mit dem unbesetzten Gebiet. Poincar^ zu direkten Verhandlungen grundsätzlich bereit.

Berli n. 17 Dez (WTB) Die 2Lua'ort l>c« französische 31Ii si erprälitenten aus bie ihm Dom beutsch.n Gelchältslrägrr in Peri« im 2ln- schluf an bie mündlich? tlnirrhaltu ig ub rr?icht Aulzeichnung ist ,nzai,ch:n ,n Berlin ei.igeti»ften Tie betten Schriftstück? hoben salgenbenWorllaut

1 3ufcmmcnlaHu.tg ber vorn keutschen G-- l<|t«träfler dem slenzösischan TRinificrpiäHbei- tm cm 15 Dezember abgogchenen Erklärungen '.Die deutsche Hegierung Hal b.m Wunsch, sich mit bem französischen Minlsterpräfibenlen übet die weiter? Entwicklung b?r Dh.-in. unb Duhrsrage sowie bet Deparation-prodlem« offen au-zusptechen.

Durch kXn Ddlchluk b:r TeTtäge mit ben b.-ul- lchen Induslricl e i und burch di.* technisch* Deg?- lung der Giscnb hnirag - in den b.-'ehten Ge­bieten ist ein? neue S hlag? g.fchast > wsrk.-n. Dicke Xct'atr wird con bei iraniösischen D.qi.- runfl cncilamt, bie «uge'.ebl ba1" bei va11ivr Widerstand jetzt ttMo* beseitigt ist Die beullt. Drgi.rung b;>fl, b bi rrjm.ölilt)- Degiciuiig »u« dieser Tatlach auch bi flonl?- qucnMiiiefce.i wird 5s ist st t« b.-r Kernpunkt ber Srsti ungln les ii. 'chsilch i Minillerpräli benten gen be1" mit d r Hu qat? bcS oaisiven Wldcrstr tkr« ba« Hin^e .ti« b.-s iiigt I 11 nx-ede. br 4 cin.r grof-,iüai,en Desaintregelu rg eilte If t benten Frag n .-itgegenftcU* T*: D e - peratranSsragc als I.; t ist allerdings in- #triff :n durch bie Attion ber Deoaratien«k,m- mitzran in eine neue Phase ingetrrten. Dcutschsi-nd muh sich «unächsl mit den Snlschel- dungen bie'er Kommitsi > absinden unb '' en!» Id lo'fen, s iners itS ck e» zu tun um di Tätig eit br. einzus.-tzrnbcn Komi! öS sru ttbrivcnv u g - stallen Die teuische Degierung glaubt nicht, t: aus diesem Wege ein- schnelle unb unmittelbare Lösung ber Frag: erreich« worden tonn

ßu glaubt nach wie fror, daft d.« wirkliche Lösung nur in einer unter Viieiligtmg aller interessierenden Mächte ;^beiznsüchre,den retdikaieu Deureoeiung v?strhm tonn, dir bann zugleich auch die endgültige Lösung b?r davon untrennbaren Dhein» und Duhrsrage ermöglichen und hi sich schl.ehen würdr.

Bi« ?u bem Zeitpunkt, wo c« »u dieser end­gültigen Cölung kommen wird, wird c« not- wendig sein, einen modu « vivendi In den beletzten Gebieten zu schatten @r ist die erst? Voraussetzung für jede deutsche D?parationSsil- stung Die deutsche Ttegiciung hat sich al« bie sranzösische Degicrung ossiziolsi- Verhandlungen ablcbntc. mit den lokalen Verhandlung.n ein- redianben erklärt, die jetzt zu den Deitiageu mit ben deutschen Industnellcn unb mit der S,l-n- babnr ein altung geführt haben Di: französisch: Degieiung würbe sich jedoch einer Däulchu.ig hin- gebxii n . nn sie etwa annähme. dah schon durch diele V.rtiäge bei Tieberaufbau de« Wiitschast«- leben« in ben besetzten Gebieten gewährlsistet sei, oder wenn sie glaubte, die für dielen Wieder­aufbau hoch notwendigen Dlahnuhmen könnten einseitig ron französilcher Seite getroffen w>. den Deutscherseits wirb alle« geschehen um bi? Vertrage loyal durchzuführen. aber ganz ab­gesehen baren, baf c* äuherst zweiselhasi ist. ob die deutsche 3nbuflrie in jedem Tinzeltall die notigen Kredite im Ausland bekommen kann und ob fic die ihr aufcilegUn Lasten n iib trag-, können, bebau nof einer Deih? anbeici auf, ,t wich iger Punkte der Degelung Hiebei gehört namentlich

die Frag« d«r Wt< der Herstellung der burd; bi: AuSweifung und Verurteilung fron Be-mteu zerstörten deutschen Derwaltnua. wobei bie deutsche Deaierung bereit ist, sich nicht auf

Persoueusrazen zu frerftriseu,

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Hessen tterbet? ®« ist, ta« fei nochmals gesagt, ur kr bringenbet Wunsch dah Hrlsin b.eib? waS <> ist rJium ad:rudiid)itcn Widerstand gegen olle kr-aralifUfden Pläne' Ter Hellen lub bat. muh 'hnen boppelt and dreifach energisch wiber-

3:Illen fic aber doch in irgendeiner Form »um Ziel? sühren. bann wird sich wach ohne l*ah t a« untefeyu Hessen m irgcndeiner Form in lit Srpaiaiion hrncingezogen ?btr an die ®cpa- talint angcgliebert wird, aut weiter da« Be­stehen eine« selbständigen Hesfenstaates ermög­lichen lassen In keinem Faste aber darf e# sich französischer Machtgier noch weiter offnen al« franzölische Gewalt c« zwingt Was franzo» senrein ist, da« muh Di« auf ben lcy - t e n Quabralzentimcter deuilchen Boden« für immer franzosenrein bleiben!

Die Tyrannenherrschafl in der Pfalz.

Ludwig-Halen, 1? Dez (WTB.i Schon m den ersten Morgenstunden herrsche? in den Ströhen Don Lubwig-Hascn etn regere« Leben al« sonst Gegen 3 Uhr natxmttag« füllt en sich die treten Platze bereit« mit großen Men-chen- maTkn. Fast sänrrllche Lafresgeichäsie lind gr- schlDlfen. Die gröHearn Fabriüen haben ihren Be­

low ie ferner die Finge de« wirlltaftsichon Ver­kehr« zwilchen den befehlen Geb.el.-n und dem unb.lenien Deullchlanb Werden diese Fragen nicht geregelt, so ist ein. erträglich Degelung b r Ve.hälttiisie in ben b.-seyten Gebieten un) dar­über ptnau« auch eine Gesundung der Dcichssinanzen undenkbar, bi eine oidnungSmäh.ge Slcuererhebung nicht mm sich ist Wird lernet nicht der Güteraustausch zwi­schen den beichten und unb.setzten Gebi.t von allen Hemmnissen befreit so würd' die jcit mit äufjcrflcm Dacchdruck eingeleiteir Dklion zu h an- ziesten Delundung vergeb ich sein Damit Tiäre bie unbedingte Voraussetzung für eine gründliche Degelung b r r D - - Darationöfrage auf unabsehbare Feit hinan« vereitelt 3« siegt auf d . tz n> d rh Fragen der bezeichn ten 2ln nur durch V c r - Handlungen con Degicrung zu De- r u n g gcl.ärl werden könn n Die den scch- De- gitrung schlägt vor, solche V.ro^nd unge um*cr züglich zu erossnen unb hosit. dah die sran­zösische Degicrung sich dem jetzt nicht mehr wider- letzen wird

Die Antwort PoincarSs

enilpiid t in ben irefcnUidfen Punkten der bei eil« gestern irictcrgcgcbcnin Havasmelbuiig vom 16 D.zcmf-w Vc > un.errichietei Seite wird UN« lazu noch totgent;« milgeicill Die Deichsiegte- rung sieh! den Kernpunkt der tranzösilch.-r. Dntwril darin, dah sich die franzölrlche Degre- rung. wenn auch unter Vorbehalt, jetzt grundsätzlicchbereiterklärt. in einen Ge- tanfcnau«taufd mit ber deutschen Dogieiuog ein- zulreten unb insbesondere über eine vorläufig De­gelung der Verhältnisse in den besetzten Gebieten zu vrrba.rbeln Wenn dabei heicnt wird, dah die französische Dcgicning eine mittflb.irc oder un­mittelbare DevisIvn der Bestimmungen de« Vertrage« von Versailles über die Dhein- und Duhrfrage ab lehnen muHe, k bars zunächst daraus hingewiesen werden dah ber Vertrag von Versailles für da« Duhrgebiet keiner­lei Bestimmungen enthält. Da« die Der» tiaftlidKn Bestimmungen für ba« DHeini.ind an« langt, so ist von deutscher Seite keineswegs eine 2lcnb<iung dieser Bestimmungen zur DiSluslion gestellt reiben Da« Fiel bei deutschen Degicrung i -steht im Gegenteil gerade darin In schnell tt icmöfllid benrert rag«mäf)tgen Zu­stand ioi Dheinland wird, rherzustel- I e n Um dieses Ziel zu erreichen ist e« zunächst notwendig die Verdäsinillc in den befehlen Ge­bieten dadurch erträglich zu gestalten, bah über die Wiederherstellung der deutschen Verwalung unb de» Verkehrs mit dem uvbefttzsin Deutschland verhandelt wird Die DeichSrcgierung b-ablich!igt, ihre Vorschläge zu diesen Punkten ^yl näher zu präzisieren. Sie fallt, bst di* Verhandlungci alÄba.tn fruchf- biingent fertgefcht werden können unb zu einem ttigebm« führ en, dah zugleich auch sür die end­gültige Lösung der Dhein- und Duhrfrage förder­lich ist, --------------

Tic amcrifanii<f)rn Zarfjurrftänbiqen,

Washington 18 Dez tDTB I Der ame- vikairilche Beobachter in der DeparationSkom- miffion Legan hat dem Cuiai«befrar cm ent offizsill mitgetrih dah General DaveS unb der Fmeurzmann Ov.-n V o u a zu Mitg ledern de» LachrerständigenauSschuls'*« 'ü die ürrunj bn« deutschen Budgets gewählt worden sind (3m weiterer Dmcrikaner w.rd.- für ben Au »schuh zur Untersuchung ber Ausfuhr beutscheu K a - p 11 a l 6 ernannt 1 le drei werben m privater Srgcnfchaft und tw al» Vertreter bei Degicrung tätig sein.

'Wcue fran^öfifAc Zollbureaas.

Köln. 18 Dez i DDV Linet Meldung bet .Köln Ztg" au« De stmr.tchc i julolge wo d n

trieb fingefietll Kurz noch 3 Uhr erschien zuerst ein St ui p von Br-mien unb Angestellten brt Lubtrigohafener Gaswerk«, welcher durch bic Hauptltrahcn von Ludwig-Hafen matschferle Gegen 4 Uhr bewegte sich

ein <;rostet Demonstration«zug al« Protest ge» gen bie Willkürherrschaft ber Separatist«

durd die Houplsttaben Der Zug nahm feinen Aniang bei der Badiflen Anilin- und Soda- febrik Die Menschenmenge war utrüberfehbar. besonder« war-n bie Arbeiter im Zuge stark Dcrtr.tei Man sah u a auch katholische Geistliche Den an brr Öde ber Kaifer-Wll- bclnJitab- und Ludwigslrahe schechbereii aufgr- sttlllen Separatisten trurtea laut: Pfuirufe ent- gcgrrgeschleubert Dv« fepatotistsiche Bezirksamt ist von ben Fron,vsenabgesperrt. eb n- fs ein Teil ber Kaiier-Wtlhelmstrahe unb ber BiSmc-rchstrnhc Die .legierung ber autonomen Psirkz" bat bet Ludwig-Hafener Presse Der- Cotc". ab 14 Dezember Mdbunom über Stabt« ratSbeschlliffe, trxfdy sich tn irgerrtk-iner Form gtgen die .Degic. uaa d.r autonomen Psalz rich­ten. u oerörtcntlt t/i

In ben Tage-tzeittma« hatten ber Stabt rat. sämtliche pvlui chen Pariefen alle Beamten-. An- gestellten- unb Archettergewersstchaften rnb Archelt- geberoetbänbe unb alle Beruf«- unb Wirtschaft«, verbände der ©tobt LubA>4g«chafen einen Ausruf

lurch Befehl ke« Kommandierenden General«, uih t.c Funkticnen M Wirtschaftsleben« zu regeln, .feilt ureau« in nachstehenben Orten eingerichtet Ot.rbaufci. D ersten, Deckllnghaufen, Lünen Tliimund. Witten, Steele. Bochum. Offen und Tusseldorl Diele Bureau« bentbeilen In der Hauptsache ,fe Ilan gelegen bei ten bie Berelnba tung ton Gebühren für die Verfenbung von lern usw

Der Prozeh gegen die Düsseldorfer Polizei.

Düsseldorf, 17 Dez iWolff.l Die Ver­handlungen gegen die M>gehvrig<-n bei Schutz- rcsizei In DüNelderl ou« An Iah ber Vorgänge am lefltnanpten Doten Sonntag anläflich der Kund- gilungen der Separatisten am 30 September taten im grafst Saal te« Slänbehaufe« begonnen Anxellagt sind nn ganzen 40 Personen, von denen bie meisten im französische, GesLngni«

tn Derenborf sitzen.

T'e Anllr.ge richtet sich gegen ben au«gea*efenen DenierungSptäsidenten D r Grütz- n e i. n.un Ofli-icrc der Schutzpolizei, fowic gegen 24 Polizriigirrte Mil angcflagt sind ferner drei Angehörige ter städtischen Polizei, socvfe bei Ltadtsekrelär Deukir chen , der Artist König« und der Sd-loffer 8 n g c I Der Eingang zum Standehou« ist von einem harten Aufgebot fran- ?osilchen Militär« bewacht, ba« eine genaue Äon- Helle aueub! Um 9.10 Uhr betritt der Ge­richtshof den Saal, dem bald daraus dfe Angeklagten unter französischer Bedertnng oor- gilübrt werden Dach Festsdellung ber Perso­nalien werden bie Zeugen aufaenfen G« sind ul er 60 Zeugen geladen, von denen nicht viel erschienen sind Unter ben von ben Verteidigern gtlcbcnen Zeugen sei besonder« erwähnt bei Se- parasistensichrer Matthe«, ber auch anwesend ist Die Ankkage laufet gegen den auttttiDtefeien Degierung«prälidenten GrÜtzner auf

Verhilfe poa Totschlag.

oo er ourd> einen /feiet an die Dtaorverwattugg in Dufscldors bk Unterdrückung der Manttefta- tioncn mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln angcoebnet habe Wegen Beihlsi zum Totschlap sind ferner angcllaat der Polizei hau Pirna nn Bayer unb bet Oordeuhtam 'Sobenft ein, wegen vollendeten Totschlag« die Hauptleute Pah lack unb Pesfler. Oie Ober­leutnant« Pohl und Hübner unc die Sch u y- polizeibeamten Willecle, Hähnel Brune, Böcker, Allrnach.'r Hartmann Kettler Huhme Schünemann. Schabacker, Dichter und Berger D-e übrigen Angeklagten sind wegen M r h ha n d - lung Gefangener, Störung ber öffenl- l i <6 c n Ordnung und wifsentIich fal­scher Anschuldigung angellagt Dach Ver­lesung der Anklageschrist begann

die Verriehvnmg ber 1ngeflaflt«L

Die Verteidigung bestritt btc Zuständigkeit de« französischen KilegSaerichl« Decht'anwall Bräutigam führte au», di - Vorgänge vom ?0 Sep­tember anlählich der Kundgebung der Sepaiattsten feien eine rein deutsche Angelegen­heit ®4 handele sich keineSsa 1« um elien b.-ab- figten Angriff gegen Mitglieder der französischen Besetzung Sa rrnee, unb wenn die angeflagten Po» ltzctosfiziere den Befehl de« Dr Ha.»« dem die Polizei unterstellt war. nicht befolgt hätten, so handele e« sich hier nicht um einen von der VefetzungSarmee gegebenen Bes.hl sondern um c.iKit Zetcbl eine? deutsch< n Vorge > etz - t e n Da« beirfldx Volk ertnarte von dem Ge­richtshof. der im Damen de« fvantösifchen Volle« fpreebe, btc Antwort, ob feine Souveränität h>m noch weiter bestehe

Die Verteidigung hib hervor dah nach »--»?»- Befehl be« General« Degoutte die Franzosen sich

an bic Bevölkerung erlassen, der protestier' gegen die Verhaftung und A u S w e t ( u n < der beiden fehlen Bürgermeister, der Bezirk«- beamten, der Stadträte Fischer und Gebert und bic willkürlich vor genommenen Deguirierun gen und sonstigen Ge wa lItaten der Separa t ist cm Die erwähnten Körperschaften erkennen nur die durch bie Deich«- unb Lanbe«Verfassung ge schaff en en Gewalten an unb

verbitte» 'ch jede Gi»rmis<ch»«g i» die float** biirgerliche» Dachte» Frechette» der Lud.

wigMhafe»er Bevölkerung.

In Pirmasen« hat der Stadtrat auf eine mündliche Aufforderung de« separatistt'chen _Dc- giciung«tommtnart " Schwab an den Bürgermeister die verlangte LoyalitSt-erklärung für die neue Degierung zu unterzeichnen, fol- genden Beschtuh geiaht Der Ctabtrat betont aus­drücklich dah bie gewaltsame Einsetzung ber .auto­nomen Degierung" gegen den Willen de r Bevölkerung ertvlgr ist Bei Owfer bi« heute unveränderten Lage tarn der ölabtrat il« tue nach bem freie ft en Wahlrecht gewählte, rechtmässige Vertröstung ber gesamte» Bevölkerung bem Bür- get meister oder dessen gesetzlichen Vertreter, n I ch i gestatten, sich entgegen ben Willen ber Bevötfe rung durch Idtterscchntt für bfe ."iitn Aegte- nmg" zu vert^lZcht«,