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frtifhm e. K lim.

Erft« Blatt

irs. Jahrgang

Soestag, 18. S»gaft 1922

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

t>ntf ww6 Verlag: vrühl^ch« UnloersilLtr-vich- eib Stelabruderel R. lange In «letzen. Zchrlstleltung inö SeschSftrftelle: SchiilUratze ?.

UMM»hM» r<w lijciati ftx bi« lag««ntmuerr ei» jiei Itedjnnttag ooriftt eb««|«b« Debinblt^ktU. Drei» fit 1 mm tjbb« |üt urqtigtno 27 mm Brett« 5rtl 30000D1 , am tu Ort« 40000®1.; f.-H«lilom«. Hnjiiqen oan 70 mre Bctilt 130000 Ul., Platz- oorld)n|l2u' , flufldjlog. hasplfchrtttlkUer 3ug. Loeb. titraiumortiid) ttr HolUtK Miiq. «oetz. tm bei, übrigen Itil (irn(fDlumidjiin, jilbtn lnj«igtnt«il >ant titdl, lämtlid) in Betzen.

Wochenrückblick.

Dte Onbt voriger Woche lief) auf das allerbedenMchftr -uspihenben wlrtschastllchen Dlßstünd« halten eine Regierungskrise ber- zusbeschwoien, die man schon als beseitigt an» gesehen hatte, als das Kabinett Dann sich end­lich zu energischen, wirtschaft«- und sln.inz- politischen Taten aufraffte Doch eS kam da- mil za spät. am sich noch selbst halten zu fön- nen. Der kommunistisch« Mißttauensantrag Im Reichstag, dte Genercststtelkparole Im Lande, die bei den durch die Teuerung und das Treiben lassen der Regierung für di« kam- monistische Hetze empfänglich gemachten Massen nur allzuwilllgeS Scho sand, lieh bei den Parteien der Mitte bk Besorgnis wie- Verkehren, ob das Kabinett Cuno noch imstande sein werde, einem kommunistischen Putsch mir U Erfolg zu begegnen. Di« Sozialdemokraten entschlossen sich, den Genofsen zur Linken den Dind aus den Segeln zu nehmen Man hielt die Stund« für gekommen, wo die als letzter Rettungsanker aus allen politischen Röten auf. gesparte groß« Koalition zur Tat wurde Las Kabinett Euno wurde über Sonntag durch das Kabinett Strefemann ersetz! <55 kann kei­nem Zweifel unterliegen, daß dem Re- tzierungswechfel eine gewisse Entspannung der Lag« folgt«, wenn eS auch den neuen Männern selbst am allerersten klar sein wird, daß die - endlichen Mahn ahmen ihrer Vorgänger an dieser Entspannung in der Hauptsache Schuld tragen.

Die kommunistischen Putschver - suche, die nur an gewissen Zentren, wie Ber­lin. Hamburg, Sachsen, Mitteldeutschland und im besetzten Gebiet überhaupt in Szene gesetzt meiden konnten, sind in wenigen Tagen in den Anfängen stecken geblieben. Von der neuen Reichsregierung muh man erwarten, dah sie mit aller Entschlossenheit ihrem Programm- punkt,jel*t Gewalttätigkeit mit allen Kräf­ten erttgegenzutreten". zum Siege verhilft, vor allem auch gegenüber Landesregierungen wie Sachsen und Braunschweig, die sich den For­derungen der Aufständischen In der vergange­nen Woche nur allzu willig anbequemten Man muh ferner von ihr erwarten, dah sie bei den Vesatzungsbehörden Schritte unternimmt, die geeignet sind, Fälle zu verhindern, wie wir sie eben in Rüsselsheim erleben muhten, wo der Versuch der hessischen Regierung, durch Ent­sendung von Schutzpolizei der dortigen Anar­chie ein Ende zu machen, am Widerstand der Franzosen scheiterte.

Erne weitere Aufgabe der neuen Regie- nma wird sein, das umfangreiche Steuer- I bufett, das das Kabinett Euno noch unter 3 Dach und Fach gebracht hat, zu, Durchsüh- tJ rung zu bringen und mit seinen Erträgnissen 9 und denen der neuen Ewldanleihe der heilloS verfahrenen Finanzgebarung bej Reiches eine W gesunde Grundlage zu geben. Ob das möglich 1 'ein wird, ober ob diese Mittel sich auch in 3 Kürze wie so viele vorher als untauglich er» weisen werden, wer vermöchte das heute zu '"gen? Kann man sich doch heute schwerlich ein j Kare? Bild über die Auswirkungen der n-.u.ii Ä Steuern machen. Es ist durchaus begreiflich, 1 wenn bekannte Manner der Wirtschaft wie 1 Seneraldirek.'or Vrückw.an imV. T." anq?« 1 ':chts der ungezählten Billionen, die durch J Steuern unb Gc.öai'fc.kch auf einen Schia g der beuilche» Winshas. entzogen trerb-.a sollen, zweifelnd fragen, ob Hino«., Verkehr unb 3n- i buftrie überhaupt ir. oer Lage sinb, ba :e- forderte üc:D von heute auf morgen aufvi- br ngen Reben die en . ;>:cn Verb.-iuchö- 'teuem. neben die auf ein Ticlfat. riaauf« geietzten 2?ornti',ial,iun ".en für C'"r rin-ea- unb Körperfchaft.'sletier tritt a S Be-

lastung die laufende Lohnsteuer, die uom Ar­beitgeber monatlich bar JoppeI.e c-.S Ste. er- nbzugs voin Lohn unb Gehalt seiner Arbei­ter unb Angestellten fordert. De erst.'N Fol qen dieser gewaltig«,i gelblid'en Anspannung machen sich schon jetzt bemerkbar Produzent » und H md>cr halten mit ihren Einkäufen zn» Srüd, um b_5 nötige Geil» '.ir die Steuerzah­lungen berei.'zuhalten Verläufe werben nur 1 in geringem M.'he getätigt, weil mch k

Konfumcn: zurückyatt. Starke Re.r..lo::oi:rn Hnb an den Gffc!.rnbörfen cn der 2".a. . Trb- nung Von den V'ehmätkten wird eine al- tige Steigerung der Grohl-andelcf . ischpreise gemeldet. Die Zufuhr stockt, weil H inbl.'r unb Metzger nicht mehr über das notwendige Var- qe!b orrfüaen. Das sind alles Shmptome, die Reichsregierung wie Parlament werden zu be­denken geben müssen ob die Wirtschaft die ihr zugemuteten S.'euerlaslen in dieser Häufung und in der geforderten auherordentuch kur­zen Zeitspanne wirb tragen können, zumal, da die ungeheure Preissteigerung auch gewaltige Anforderungen an Löhnen und Gehältern für die Betriebe im Gefolge hat. Auch die Sozial­demokraten tocrhr,t sich klar machen müssen, bah es mit der restlosenErfassung der Sach­werte" nicht getan ift, wenn darüber d:e 21";n-

lchaft auf dem Weltmarkt konkurrenzunfähig wird und ausgedehnte Arbeitslosigkeit den Staat vor eine neue Innere Gefahr stellt Schleunigste .Inangriffnahme einer großzügi­gen Steuerreform wird die allernächste Auf- gäbe des neuen Reichsfinanzministers lein Man wird dabei von Hrrrn Dr Hilsferdlng erwarten müssen, dah er unter Beileilestellung jeglicher parteidoktrinärer Schlagworte einen neuen Modus findet, der aus den augenblick­lichen Steuern dieBrutalitäten beseitigt, von denen schon Dr Cuno sprach, und zu einer gerechten Verteilung der Lasten kommt, die bann jeder Berufszweig im .Interclfe des Gan­zen gerne zu tragen bereit fein wird

Die beste auhenpolitlfche Ak­tivität. die wir entfalten könne,,, ist die Ordnung der deutschen Verhältnisse im .In­nern. wurde diesen Satz au» der An­trittsrede des neuen Kanzlers nicht voll unb ganz unterstreichen! Selbstverständlich Ist Rude im -Innern bie Voraussetzung bafür, dah wir uns auhenpolitisch überhaupt noch regen kön­nen Aber darüber hinaus erwächst dem Kanzler, der ja provisorisch selbst das Außen- Ministerium übernommen hat. die Aufgabe, dein Rus nach größerer Aktivität nach auhen hin. über den fein Amtsvorgänger gestürzt ist. gerecht zu werden Das Rotenduell zwischen Frankreich und Belgien einerseits unb England andererseits gibt ihm dazu die erwünschte Gelegenheit De b r i tische Rote vom I I August an die Bot- schnfter Belgien.* und Frankreichs In London hat die mancherlei Befürchtungen, die man feit Monaten über die pflaumenweiche Hal­tung des britischen Premiers hegen muhte, zu einem Teil entkräftet. Baldwins Passivität, sein offenbares Zurückweichen vor den Franko­philen feines Kabinetts muhten glauben machen, bah er in der Ruhrfrage Englands Sache preisqeben wollte. Die Rote zeigt den Premier stärker als erwartet werden durfte Sie bildet geradezu einen Leitfaden für bie deutsch« Auh«npolitik. .Ihr Schwerpunkt liegt durchaus in der Rechtsfrage De Rote spricht es unumwunden aus, dah di« Ruhr- beseyung den Bestimmungen deS Versailler Vertrages zuwiderlaufe, sie erkennt den passt- ven Widerstand als berechtigt an und schlägt vor, diese Meinungsverschiedenheit dem 3nter- nationalen Gerichtshof Im Haag oder einem anderen geeigneten Schiedsgericht zur Klärung zu unterbreiten Dem französischen Alliierten wird barm klipp unb klar gesagt, dah der Zweck der angeblichen Ruhrinvision Brechen des deutschen Widerstandes und Schassen des deutschen Zahlungswillens auf diesem Wege nie und nimmer erreicht werde. Der Zah- lungern ii le wäre auch zwecklos ohne die Macht zum Zahlen. Unb diese ertöte die Fortdauer der Besetzung täglich mehr. Lord Eurzon schlägt dann zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage die Einsetzung einer unparteiischen Sachverständiaenkommistion vor. in der auch Deutschland neben Amerika und neutralen Mächten vertreten sein müsse. Deutschlands tats ichliche ZihlungSfastiileit müsse geprüft unb bann die Höchstfumnie fest, gesetzt werben, bie bie Alliierten vernünftiger­weise von Deutschlanb verlangen könnten. Mehr zu verlangen, als Deutschland zahlen ine. werde nicht zur tatsächlichen Erzielung von R.parattonen verhelfen, fr-nb-ern n.;* Grundlagen zerstören, auf denen eine Repa - rationszahlung überhaupt denkbar sei. Zeder c.uxiitidtiqc Eingriff in Die deutsche Wirt­schaft werd, hui neue Verwirrung in Dt? deutschen Finanzen bringen unh die schwer- wiege 'dsten Schädigungen für den Internat.o nakn Handel zur Folge haben Die Role gibt zum Schluss der Host;ung Ausbruch dah bie Alliierten sich bem britischen Standpunkt an- schliehen würben, andernfalls sich England eine Separataktlo.i Vorbehalten müde.

Poincar, erhielt hier in einem Atemzug Wahrheiten gesagt, wie er sie b Sher vo.i feinen br tischen Freunden nicht gewohnt war Kein Wunder, dah gerade bie Pariser Regierungs- prelle sich in wütenden Angriffen gegen bie vritstchen Staatsmänner erging Reben ber peinlichen Stellungnahme zum Thihrftieg be­rührte in Paris besonders unangenehm, dah die Rote Frankreichs Hoffnungen auf einen Erlaß kiner jxricgeichulben endgültig zr- .chte machte, vielmehr die Schuldenfrage als Dnickmitt.l für eine vernünftige Regelung ber Reparations­frage benutzt Siele anfängliche starke Ber- ftimmunq ber Pariser Presse hat neuerdings einem (ehr vagen Optimismus Platz gemacht. Man glaubt einen neuen Kurswechsel in Lon- bvn prophezeien zu können unb erwartet von einer Zusammenkunft Baldwins mit Poincarö leichten Ausgleich der eben noch schier unüber- brüdbar erschienenen Gegensätze Was der Mann über bie von PomcarS auf feinem Lanbsitz eigenhändig verfahte Antwortnote zu melden weih, klingt allerdings schwerlich nach Ausgleich Man hofft vermutlich am Quai d Orsay, bah die DehardS der ultrakonser­

vative Flügel durch Lord Derby Ihren augenblicklich etwas zurückgedämmten Einfluh Im Kabinett für eine nachgiebige Politik gegenüber Frankreich aufbictcn werden Die Presse der DehardS. vor allem bie üblen Blätter Lord RotberrncreS. RorthcstfseS eben­bürtigen Brubcrö, Heyen lu schamlosester Weile gegen ben Premier Daneben intrigiert auch bie Gruppe um Lorb BirkenHeab. bie von einerspenbib isvlalion EnglanbS Heil er­wartet. ebenfalls nach Kräften gegen Baldwin. Aber dieser hat Grohindustrje unb Finanz, und vor allem auch alte ,>-dt)rcr der Arbeiter- Partei hinter sich Mit diesem Anhang braucht er die französische Partei nicht zu fürchten Tun wir nur das Unfriqe. Ihm in seinen Be­mühungen um eine endliche Lösung deS Repa- rationöpvoblemS wirksam zu sekundieren Un- eniwegteo Durchhauen im pasttven Wider­stand an Ruhr und Rhein, gestützt auf eine opferbereite Heimatfrvnt, kann uns allein vor einem zweiten, schrecklicheren Versailles retten.

Man hat bie Rotwenbigkeit eines Re­gierungswechsels bamit zu erweisen versucht, dah man ein Kibinett auf breiterer Parlamentarischer Bas > 5 z i errichten strebte Wenn man b-u Kabinett ber grvh.n Koalition als das Ergebnis dieser Wünsche hinstelli. so M das kaum gerechtfertigt. D.rS

Kabinett Euno. das Kabinett des nationalen Widerstandes, stützte sich mit Ausnahme der Ultras zur Rechten und Linken auf die ge­sonnen bürgerlicher- 'Parteien unb bei allen entscheidenden Frag-cn auch aus die SoziaI- bcmokraten Dm n«mcii Kabinett gegenüber haben die Deutschnationalen aus ihrer ab- lchnenden Haltung in Reichstag wie Presse kein Hehl gemacht Unb auch bie Baverliehe Volkspartei enthielt sich bet ber VertrauenS- funbg'bung für etrefemann ber Stimme. Der Grunb für diele ZurückluiINinq ber Rechten liegt wohl einmal in der Bcfürdriung, bah ber grohe Einfluh, den die Sostalbernokraten durch bie Belegung von vier ber wichtigsten Ministerien .innere«. Finanz, Böieberaus- bau unb Zustiz ben Staatskarren stark nach links brücken werbe Zum anbern tnh nmn vor allcm 11 beutschnationalen Kreisen bie IVfcitigung bes Kabinetts Cuno, bes Kabi­nette bes Ruhrkampses. als eine Verbeugung vor Poincar' an unb fürchtet bie seinblichen Fallen, in bie wir schon einmal im Wald Von Cnmpi'gne hineingcltolpcrt sind. Es wird Sache bes Reichskanzlers fein, diese Bedenken, denen auch wir uns nicht In allen Testerz verlchliehen können, voll und ganz zu zer­streuen.

Versuch eines französisch-englischen Kompromisses.

Bor einer Begegnung zwischen "3oincore und Baldwin.

Paris, 18. Aug. (©To,, **r Lon- voner Berichterstatter de«Echo de Poris" be­stätigt aus bester Quelle bi? gestrige Mel- düng desPelst Parisien", boh der eng» I sche Premierminister Baldwin den Wunsch habe, bei seiner Fahrt durch Pari« in einigen Tagen eine ZnfammenkunflmitPoin» cere zu Haden Di? Bedinznngen dieser Zu­sammenkunft würben augenblicklich besprochen.

Wie ber .Matin" mittdlt, wird die fron» zölische Rote am Montag oder spätesten« am Dienstag in London unterbreitet werden, nach­dem die belgisch: Regierung sich zu der Role äuhertc Tir das Dali weiter zu wissen gLiubt, wird bie Frage der Haltung Frankreichs im. Rutzigebirt füt den Falt des Aulhören« des passiven Wider stanbs in der neuen sranzölilLen Rote gründlich unb mit einer Klar­heit bebandelt, bi ni1> i zu loünlchen übrig laste Wenn der passive Wiüerstanb aufböte, werbe bie hamöfifi:? Teetiuiiq unmittelbar qcinbcrt wer­ben limächst werbe bi: .zahl ber Bclanung«- tiuri-cn veiminbert werden. Die alliierten Behörden uur'D.n cdich! einmal ablebncn. bah die aiiögctristenc-i 6ifc:i[-a',n.-i ihre Polten micoer antreten Der .Matin lugt bin^u, dah alle« das übciauo klar be> englisch Regierung zum Aus- Ltud gebiaabt worden lei. K in Mensch, ber bona sibes habe, könne b baupten. bah tx-,artige Ab­änderungen in der Äubrbcfctj'jng nicht deren Ge­richt bet.ächtli-b herabinindem roerte Der Temv« bestätigt, bah der D.-il ber Rote, der die Ansicht-n ber sr mzö'stch.n Regierung über bi« Lösung derRepa i .11 i o u « f r a q c cnibalic. ,ö.nttlJ> ,t mi' b?n ii br,n framöiiid):n ®elb- bud) ni b.TKleqle:, Anlchiitunge.r unb mit dem Dclument. dis die 3n"trultionen Poinc.tr, 's an den sranzöstlchea Boitch.ifter in London ooni 29 Zuni cntb.rlte.

Auch in Brüssel wirb eifrig verband st Der Mi-ii-ter b^s 2I ;h ri 3afp.it b it bereits lange Unterredung mit ihm gelubt Wie man lagt. I>ab ber Minister be n engst - chen Botfch.iiler niifl c-ohehl', bai) die cnglil»- J(u- einen lehr schlechte S l . d < u ,,, oe g: n qe nacht tz u. 7 ir: dem wird bie b Igifch: vteg-c.u q ii ihrer An:n.ort auf b.c ent!>I y- Tiit.- fi dibc iüb?n . n?n: Unterhanb.trn en zu erl?:"^fem: denn sie l-i de Annch . dah nu: ein - in.er.il iierta Bc.cinbjrung eine risch.- Losung des Revtra- ticnehrcb!enie ermögliche Zif ar hat über bie durch b.c englisch Ast. geschissene äuqci: L'-igc auch eine lange Unlerieduiig mit bem König gebabt. Die belgisch. Antwort soll, ob­wohl ihre Red.ttlion in völliger Unabhängigkeii von Fstankrcjch erfolgt ift gaähnlich wie die Uafizolilcv- eine eingehende Wib.rleaun, der enq- lifd. .ii Argumentation enthaften Die bilqi d)c Regierung soll In^b londer- entfchfosien len jede Diskulli--n über bie von Lngland nusgeworfen n S.ap.-it b.-r b lgjsch.n Pricritätsrechi ab ulehn n Da ber b.lgilche THinifterr.rl. hem bi. Antwort »ur Billigung vorgelegt werden muh. erft in den nächsten Tagen der lomm-erche.n Woche zufammen- tritt, dürfte die Ueberqabe ber delg.fchcn Qlotc später erfolgen al» bie ber franzo'stchen

Meldungen aus Coibo.i find über das von ber Pariser Presse . .wartete iuftanbefommc.t einem Kompromistes nicht so unbebi.iqt b>f|aunge« les Die S,r.ne-iklänge bei .Malin unb feines Anhangs verfangen vttenbar nichi mehr r.d)i ESuhrcnd Reuter aus 'Barts meldet, baft die Bilbn.ig ber von CSrohbritannicn ot>rgefd>lagen.-e intcrvationalen Kommission vm Zta,streich nich, zugelasten werde, crfläi' der .Daily Srpref;". bestimm« mittetlen zu können, bah Ptt brutsche Regierung unter ber in ber letzten Rote angedeuteten

separaten Aktiv» ocrflanben habe Nih sie. falls eine neue Untcr- suchung die ^ahlungsfähigkeil Deutschlands von

den 2l!l::erten nich' gemeinsam cinqelcifet wer­den würde a u « c i g e n c n S t ü d c n b.iztt üls-r- geben mürbe Die briiifdx- Beqicning bitte sut den Fall de. Weigerung Fran kreuch s. daran teil .iincLnicn. beschfossen eine Untersuchung^- k o m m i s s i o n zu ei nennen, die bi. Lage Deutsch­lands cingebcnb prüfen und über die Höchsisumme berichten solle die Demtfchland an Reparationen rabicn könne Diele Summe würde bann voraus- fichilich allen Alliierten vorgelegi werden, abei man glaube nichi, dah die bnhldx Regierung füi dielen Punki bereits ein endgültiges Programm in AuSfichi genommen habe

Dei Arbeiierführer D 1 hne« erklärte, bei Angelpunki des internationalen Problems lei, Deullchlanb in einen nochmaligen Kon­takt mit bem übrigen Suropa zu brin­gen und zwilchen Deutschland unb Frankreich Be­lief,ungern herzustellen die es der Welt geflattc.x, in Fiieden zu leben Do Weltfriede hange von dem Ginveimehmen zwilchen DeuUchfa.ib unh Frankreich ab Das P.nralmentsinilgüeb Zack .3 ones brach'c auf einer Arbeiterkonfe en.z r 6nif<t!icb.unq ein, in der bie Ab.,nderung des Berfa stier Ber,vages gef ordert roirb; Iie tnuibr angenommen Da^ "fkiria u. nl6milqiico D i I- loii erklärte Denn die Fraazoien nichi tM.. Ruhrgebiet ucrlaffcn, bann würde cs für die West belfer gewefen fein, wennDeukfchlant geficgl balle Der Arbe lerdefegicre Kelln lagst Poincare fei eine Marionette de, qiofen Eilen- unb 6i.iblmagnaicn Frankreichs Da» 'Bar(ament»milgfich Wifi Thorne erklärte ce fei undenkbar, dnh England jemals gegen Fiankrcich Kr eg führe Seiner Anstch- nach habe keine biilifche Regierung biefe Ablichk.

Die Verkehrssperre nochmals verlängert.

Pari«. 18. Rüg lWTB > Wie Hava« au« Koblenz meldet, hat bie Rheinlandkvm»

komm sf^r« bcschfofsen, die Te f?hr«fpcrre ihn» sch-Nt bem befehlen und unbesetzten TXullch- ianö um einen weiteren Monat b i s zum l 6. September zu verlän zern. Dieser Entschluß ist, nach HavaS, durch die Anorisfs- Krind;? ber Düsseldorfer Turner und durch bi? Rotwend'ckerl hervorgerufen worben, kas Eindringen von Agitatoren in da« besetzte Sc biet zu verhindern, die verdächtig sind, Un. ruhen herdorzurusen.

Diele unerhört rigorofe Matznahrne der Zrai, -olcii. die damit die völlige Abschnürung d»-> tefert-n Eebielee vorn R.nch bcAiK-d.-n. bat , nllen R. .tolle, ungsfrcilen des bctenicn Gebietes einen Sturm ber Sntrüfting unb za Hf r: ich P,--- tertlunbfiehjnq. il bevor remfen So bab. a di - >u eine. B"tvr?chjng r-crfammcltcn

Betneier der Arbeitgeber tmo Grwerk schastrn aller R chtun en des Industriebezirks in eine. Resolut,? , vor al t Welt acaen die i»n bei Besatzung angcorbn.ic Bctlängcruii; berBf kchislperre lauten Protest erhoben L-Hn.- jc£- Begründung vcibingt. stellt lic einen ! t t a 11 r W i11küratt dar. dazu beredriet. Hard.st ,r.; W-anbel im Bezirk zu unterbinden und die B r-r-tfcru-iq a j e ,< u b u n g c . t -Immer nerzwri lanfletoller wird die Sivübrnngstai- Die ve - antwoitlichen Leiter ber stanzoli'che i foliitf tri'': die volle Beranttportunq für die /n .ahnre von Krankheiten Siechtum und Tod in unserem mißhandelten Bolte Indem sie die Weg­nahme von Lebensmitteln unb Lohnrnnteln durch I Ihre Truppen gestattet, verschärfen sie weiter» I hin bie o(mebin ernste Lage Die anbaltbarflm I Folgen können ?rntreten, todnr Freiheit De-