ar. 271 Swetter Blatt
Der Weg zur Einigkeit.
Don Earl Diem
5>tt Zeiten |d,uerfler Uneinigkeit deutscher Keschtcht« leben wieder auf „Vahern gegen ba3 Reich", ©Odilen argen öafl Reich-, fo rüst rt au« allen lleberschriflen In der Pfalz, Im Rheinland gibt eS Wanner, die mu den Ve- sagunaSmächten paktieren und sich vom Mui- terlande lösen wollen. Die politischen Parteien lind tn ewigem Kampfe und manche Handlung ist nicht vom erkannten Wohl de« Dan. zen, sondern vom Wohl der Partei diktiert (LS fehlt der natürlich Trieb zur Einigkeit Die« soll nicht Wemung?!oligkelt heißen Es loll nur di« Weinung«vcrich,edenheiien unter den Zwang des Ausgleich« stellen Ein solcher Stieb ist In der neuen DerstandeSkultur un- lerer heutigen Erziehung verloren gegangen MN dem Verstand lassen sich ja alle möglichen Verwaltung«- und RechtSsormen erdenken, die der Wirklichkeit nicht standhalten. Wir müssen wieder mehr die in unserer Ratur verankerten, unbewußten ©eelcnfrdfte zur Entfaltung bringen Eine bessere körper- l iche Erziehung wurde dazu suhren Gewiß lst auch in unserer Bewegung nicht überall der natürliche Trieb an der Oberfläche der Erscheinungen, auch wir haben Streitigkeiten und tnnerpolitische Befehdungen, die einzelnen rivalisierenden Sporwerbande gleicher Gattung untereinander, die Heye der Arbei- ter-Lurnvereme gegen die unpolitischen Vereine, die ebensoviel Arbeiter enthalten, und schließlich der Streit zwischen Turnen und Sport, der „lebende Leichnam-, der nicht leben und nicht sterben kann. Aber gleichwohl sind diese Kämpfe vielmehr Papiergelchrei und Führerirrtum als fonft irgendwo Die Träger der Sache sind eines Herzen«. Sie eint trieb- hast das Gefühl einer guten, wichtigen Gemeinschaft, eben der deutschen Tur.,« und Spottsache anzugehören Ich wüßte heute kein Gebiet de« öffentlichen Lebens, das geeignet wäre, gerade in der Jugend eine Befreiung von der Zankbereiifchaft und eine Weisung zum alle« überragenden EinigkeitSwillen zu schaffen. Laßt uns die Turn - undSport- bewegung zu einer deutschen Einheitsbewegung machen, zu einer Ralionalbewe- g ung ! Richt durch Hissen von irgendwelchen Fahnen, nicht durch Tragen von Abzeichen, nicht durch Reden und Aufrufe, sondern nur durch Taten. Betrachten wir doch Turnen und Sport als eine heilige Handlung für die deutsche Volkseinheit, seien wir selbst einig in stiller, debattenloser Förderung alle« dessen, was zu Turnen und Spott fühtt. Gebt die Turnhallen frei, baut Sportplätze! Städte, fühtt die Jugend zum Stodifest zusammen, auf daß sie sich zusammengehörig fühlen I Staat, sporne den Eifer an, wo er säumt! hieick. verdilliae Tßanherfnhrt-m bi« »ym Mindestmaß, aus daß sich die Jugend mit dem Herzen an die Scholle kettel Baue die „ReichS- lugendkämpfe- aus, auf daß alle Zugendlichen ein gemeinsames Ziel durchglühe! Sei verschwenderisch an deiner Jugend, du spattk an deinem VolkSvermögen. Denn nichts ist uns so teuer bisher geworden als die deutsche Uneinigkeit. Wenn wir nicht die Erneuerung der EiniqkeitSkräfte gegenüber Der -ersetzenden Wirkung unserer Rot mobil zu machen wissen, werden wir noch tausendmal mehr verlieren, al« die heutige Spottförderung kosten würde.
Turnen und Spott sind heute schon auf dem Wege zu einer GemeinlchaftSbewegung. sie können unser VollStum stärken und ver- tiefen. Aus den Wiesen und Sportplätzen wollen wir das Scfüb/l eine« auf Gedeih und Verderben verbundenen, durch Blutsbande verwachsenen Volkes wiederfinden!
Die gerstörunq der deutschen Kolonialen Kulturarbeit.
Der enfllifd". ttlntcrflaatökfrctär für die Kolonien hot fürriid' als ta8 Ziel der Verwaltung in Deulsch-Ostofrika bezeichnet die g-itc unb Dollfomm-'nc 2\;q.<runq tem i.’an' >u a 5en. bic 'hm vv r Den, r r t c g c hur tt . i Deul'chen a • bracht tt>ort<n war" Das ift ein; bemer! netocr c 2Inerfcnnung intfcrer Äolonialnc mal rang und ti ? beste Widerlegung der in der W.stt re breite.'n Luge, die Dulfchen seien zur Ä>linifation un- fnfrg Der 'd V.rfall der d.uifcchen Kolonien unter der |r,.nt en Mondttwitts-ttxtfl zeigt.» wieviel böber ti. Äulluraxbfit der Deut!chen stand als die der Markaiorr bic nicht nur bic zivilisierte Welt, ferb.-r? d sonders die eingeborenen Völker toiflcnllia' t u.gen haben als I> verkündeten. sie wurl.n die Dcufftt and fl-raub!e.i Stcknicn dem Wollt! rnd und d.r Fr.iö.'il e.tl- gegenführ, > Aul Grund der Oku tt,:? über bic Manlotsfuhiung ?c - ,l Dr Hermann D.faer in einem Aulsaf d. i , Gartenlaube' wie schmäl,! ch man di« von ten Deutschen in mühevollem 6d; r- Jen vollbrachte Arb.il zettrüm nett hol. Dob.n sind diese V. richte die dem Völlerl u ib nörgele V werden. n:«tt; ruificn« schön gefärbt. und bi: wahren 3ufränbc f nb noch 'ehr viel schlimm-r al« daraus >u erleben ist Wädrcnb z D b r lnnt-ölische 2kmini''ro vr W 0 . l f e l I von Ott- 3"ogo einen .glän-mden" B richt vrrsaßt.. muhte er bald nachher wegen seiner Mißwii tfcchaft ab- Sir ruf en werken^ kenn der .Togo-Skandal' lauf zum Htmmel Aber 11? D'r> cht <c(bft Ivrechen bereit« eine genügend deutlich. Sprott>- So waren im wichtigllen britisch, n Man^lst.'il von Kamerun, der .Äamcrun-'Dropin V. 1921 nur rod-, drei europäische Aerzie g gen die verheerenden L.nichen cingcfeM. während bi deai- sche Berwal'ung 1913 acht Tropenärzte and Ium europäische Heilgehillen als da« Mindestmaß bezeichnet hilic Die großen brutschen Tabakpfton. jungen sind dem Urwald anb.imgcfallea. -mb während im Vrrkii.gsjaht in ci . wn i'chasi- lich hocheniwichelt.n Provinz 251 poluktiv kttige Zivilpcttoncn HKtr.n. gab ee 1921 nur noch ’J. also unge'äbr den 2? Teil 3n W e si» T 0 g o bestehl nur noch die Halste der unter deutsch«
öiegener Anzeiger General'Anzeiger für Dderhesten)
Samstag p. Novemver 1923
Verwaltung betriebenen ®tn geborenen klwlen. die Schulerzahi ist um *, 4urud gegangen, di« grob- jug^t Fvislwittschost. die der Waldarmut de« La.id«« Itcu.rn wollte, ist siillgelegt, da« den Be- durinissen be# Lande« bewundernswett angepabu Be.fchr«! inten'Hs tom« auseinander gcttslen. bei wirtschaftliche Betrieb lahrgelegt. Im T a n - ganjila-Territorium sank der ®rp>rt um viele 100 Prozent. Eifenöohn- und Darnpser- lcikehvszahlen vciminderten sich um 100 Prozent. w>n den 100 deulsch.n ding.barcncnkbianItalien s>nb mir noch 50 in Betrieb. von txtn 1850 (tarf besuchten Mi'fionsfchuien ein noch geringerer Pi >» icntlah Tie oroßzüg ge deut'che Lchl, kranthcl «- betampfung ift aufgeg. den El.ich ettchutterno >ind die Ergebnisse der sianzölilchen Mar.datssuhrung in Kamerun und Ost-Togo So wird von den Manbatomächten selbst ein Trumme rseld svn- lergletch.n in Well- Ofl- und Südafrika und aus den Inseln Stillen Ozcans cnlhul und die Beiwaitung der putsch n Äolrnicn erweist sich immer mehr al« eine Kuliurschande
Der Wiederaufbau Nordsrankreichs.
Der Iahresbericht, den soeben der Präfekt von Vorlnrankrcich. Mora in. über den W>e- beiaulbau bet ncia>jftelcn Vcbie e v,rofle.itl>chl. verdient die höchste Beachtung der brutschen Oessentlichkeii Ts gebt bo i.iö unzweifeldast hervor. daß cs der fra.izvfstchen ArbeitskrasI gelungen ist, btc KricgSschädcn in jenen Gebieten s a st rcfilos auszurnerzen Lediglich der Hf i ober auf bau der Hauser ist noch eih.dl ch rm Ttüdflanb Wenn hier nur 135 Pri- vathäuser alS toicberaufgebaut oetzeichnei trerben, während ca 70 020 Häuser sich im Ausbau befänben, so ifl daraus dinzuweisen, daß dieser Rücfsland eine Folge der Schwierigkeiten ül. die Vesihverbältnifse an den Grundstücken feft-u'tcl'.cn Der Bericht hebt ausdrücklich bervor. daß die Klagen der früheren Iabrc. es fei unmöglich, da« wirtschaftliche Geben in Rotdfrankreich wiederzuer- wc «ken, nicht mehr gelten tonnen D i e Bevölkerung, die vor dem Kriege 2 Millionen Seelen um'aßte. ist bis auf fehlende 100 000 vollzählig wieder in dem Gebiet o n 1 ä • f i a Di' L '»eidiäbte. die schweie Teifcbt3binb.ri.inc bild.' n I n fett der Ruhrbefehung. die :inc Knappveii an äiien erzeugte. wodurch dei Draht rir. Ixitel|."7f wurde, restlos beseitig! und f :r, 'ra mit 21 220 Dünnen Rohmaterial in bet französischen Indu irie Bei - Wertung Bon den 415 002 Hektar Atter- und Waldland heg' nur noch der Bruchteil von 400 Hektar Acker- und 100 Hektar Waldboden brach Die Landwirtschaft hat im Iahrc 1923 fogai einen tlebcrfchuß gegenüber dem ?abrc 1913 heraussowirtfchaftet Hopfen-. Zuckerruben- unb ÄachSfetder liefern vollen Ertrag Der Dieb- beflanb hat 85 Pro- der Vorkriegszeit wieder erreicht Von 463 wichtigen Brücken sind 230 wieder hergestellt, an 90 schreitet die 3rbeU rüstig vvrwätt« Aus den Kanälen verkehrt wieder die normale Anzahl an Fahrzeugen 85 Proz der notdftanzösischen Fabriken arbeiten wieder, und man rechnet, daß im Jahre 1923 die Industrie ihre volle Statte wieder erreicht haben wird
Diese« Ergebnis kann neben der Anerkennung der französischen Leistungsfähigkeit nur tiefste Genugtuung bei allen denen erwecken, die mit dem Verschwinden dieser Wunde, die der Krieg gc- schlagen, auch eine Reinigung der Haß - atmolphäre erwarteten Gerade um dicir,- Reinigung willen hat das beut’J>c Volk und bc- fonders die deutsche ArbritCifaiast in vollem Bewußtsein der Riede!läge wiederholt Material und Arbeiiskraft angebolen. um den Wiederaufbau der zerstörten ®cbi<:e so schn.ll als möglich restlos durchzufuhren Wir willen, wie Die französische Politik in den Jahren rach dem Kriege die deutschen Angebo e des Wiederaufbaus zu- türfgctoiefen hat, wie H? immer wieder auf die Wunden der zerstötten Gebiete hrngewi.'sen Hai. um Dcutfchlanb noch weiter zu demütigen. *u schwächen und ihm die Möglichkeit der Wieber- Herstellung feiner eigenen wirtschaftlichen Kraft zu nehmen Der Bericht gibt Frankreich nicht mehr da« Recht, lein KriegSgebict zur ewigen Schaustellung der KricgSsvlyen zu machen Wenn dies noch immer in französischen Propaginda- erganen geschieht, so kann cS nur eine Berechnung auf den täuschenden Eindruck fein, den btc zerstörten Wohngebäude machen
Was aber unS Deutiche und nicht nur unS. sondern leben dem die Freiheit der Völker am. Herzen liegt, mit größter ll.de rralchung erfüllet muß, ist bet Abfat, beS Berichte« über bic Wiederher st ellung bei Kohlengruben Frankreichs Der Bericht hebt bervor. daß btc Förderung der Oimbcn deS Rorddepatteme.tts heute nur um eine Millionen Tonnen hinter dem 6. trag der Vottri.gszeit von 550 Millionen Tonnen zuruckbleibt Erinnern wir uns. daß mit dem Ausfall der Förderung auf den zeritötten Gruben bic für bic deutsche Wittfchast so (at i- siivphale Forderung Frankreich- nach ReparationSkoblen au« dem Ruhrgebiet begründet wirb, daß btefe Forderung auch heute nrch voll aufrechtci hatten wird Emunern wir uns aber vor allem, daß al« Entgelt für den Ausfall feinet zerstötten Gruben Frankreich den Befi!^ der Saargruben mitsamt des ganzen Kohlenvo.kommen« int Sa.irgcbiet zuge ochen c. dielt. Erinnern vir uns unb daS muß für jefc.-n Bekenner der M.n'chenrechte eine ilngt- beuerlichkeit bleiben . daß, um Frankreich den BefiN die'er Gruben sicherzustellen. daS Saar- geb ' mit fei ter rein und u roerrnllch' deutschen Bevölkerung auf 15 Iahrc vom Deutichrn Reiche at geuenn' wurde zwar unter be.e Schon deS Völketbundos gestellt, aber wie die Tatsachen dec ler.ten Tage beweisen, den Hä:.en einer fron- zrlischen Prli ik au«ge’er,i wuide die nia>t nur ttoh der Best mmungen des V.rt-age« von Der- faille«. svndtrn mit ihrer Hilfe die entgangene Annetion des Gebietes anftrebt Kann e« eine größere Ungeheuerlichkeit in dicker Zeit geben, als einen hc-chzivilisierten Volksteil, der fich eine hochentwickelte Industrie geschossen hat. unter eine fremde, mit Absicht frembqcbaliene Verwaltung zu bringen? Sie in politische unb moralische Unfreibeit zu versehen, die nur in dem autokratischen System vergangener Iahrhundette ihresgleichen hnbet?
Der Bericht de« Präsekten Mora in enthüllt mit einem Schlage die ganze llnwahrhaftigke«t der französischen Politik im Saargebcet. Er be
weist. wie bewußt Frankreich Un vaargetoet lernen Ettah für den Ausfall feiner Kohlenförde- rang sucht sondern lediglich politische Ziele. Jur politilchen Lage im fernen Osten.
Boa Dr Paul Ostwald (QScdlnk
Die Politikche Lage tm fernen Osten wird gegenwärtig durch eine eigentümliche Stagnation unb Depression g.kennzeichnett (^ipan wie China sind gleichmäßig tavvn. wenn auch auS verschiedenen llrsachcn. betroffen.
In Japan wirken sich von Jahr zu 3abr mehr die Konsequenzen seine« sallcheu Schrittes vom 15 August 1914 au« mit dem es al# bewaffnete Macht in die Reih unserer Feinde trat Die angelsächsische Fellel, d.e e-? iich d idurch ge- Ich-m.ed.t Hai und die ihm weder in Oluhen noch im Stillen Ozean irg ndwie politisch' Bewegunge- Ivcibrit gestattet wirb immer sühlbaier Da« Nut- lichte .Zeichn lasür ist ! ie Tatlache, daß es Ihm nicht gUung^n Ist. den britischen Pl.n »ine« Aue- bius Dingapore« als Krieg«d.rs.n zu txr- tinZvrn. vielmehr hat gerade in den Icntc.i Wott en k ies.r Plan der britischen 'jlbminahtät die volle Billigung der ReiSkonserenz in London gefunden Der frub.ic englisch Buiieeog nolle . ^pans bat also mit aller Kompromißpolitik, zu lei er au« Bünbuisrucksichten sich in den 1902 1921 gezwungen lab. energisch Schluß gc- u'-idM und will Weae eiuschlaaen wie fu von den sich durch Iapan b.scnd.rs b.b.obt fubl nbeu Dominien Australien, R.ulceland und Kanada bereit« tmm.-t g fcrtvri wurden und die auch mit denen d.r arncrikanisbeu Politik durchus paralell lautem ,-apan se.n.tteit« hat bis jct)t noch nicht ie u eiitg.g.ngelertcn ff eg zu Rußland getunt, n riw.ir haben bis in den Herbst b Zs t-ireui iillstiä -iapcmilch T rbani[u, g. i über eine r poliiisch' unb wirischatüibe Fuh nznahmc in Tc tio ftattg.funbcm; ab-,r sie sind ebenso ergeb- nceloS txrlaufcn wie die voriährigen in Cbanq- bun Die Furcht vor der Austeilung drrch den lufs-.Ichen Ba iliu« ist in Tokio zu groß, an ihr find bisher alle Verhandlungen gesch itert. Bezeichnend für die Größe dieser Furcht ist. daß nicht c.r.m i! dem i ufll'ch, Dampfer .L.ntn , lei Lic- I c-'g idcn fi-.r bi: rrm Erdbeben so Hirt b iroffene Bevölkerung s rächt., die Löschung seine. Ladung im Hafen ron P. koh ima erlaubt wurde Aller- t i n* »auf) anrrlannt Bxrt-.-n, daß bei den bcri- s^e den k- al.n Vcrhaltnillcn in Ciapan. be'on- kers lei der immer noch so überaus traurigen Sage d.r Industriearbeiter, d.e japani- fae Regierung mit einem gewissen Recht vor d r luf'ild ca Propoaonda zittert unb fich von ihr h rmet.sch .»b.ufchließen versucht Sind doch alle h talcn Ges.yc über Arbeitszeit, über ii. Be- M äfiigung von Frauen und Kinder usw im großen und ganzen bisher Gesetze auf dem Papier geblieben, sind doch biS heute die Arbeiter durch Len für sie hohen Steuer)cmfu« von 3 Pen vom Wahlrecht ausgckchllsfen, fehlt ihnen doch jede KoolitionSfreihrit und dadurch jebt Möglichkeit eine« EinlluffeS auf die Verbesserung ihrer wirt- fdxiftlidxn und sozialen Lage
Run bi5 seit einig—. Düch.u um Ruder befindliche Kabinett be« Admirals Pamamoto zwar für die Ende Rovenrber in Aussicht genommene außerordentliche Session de« japanischen Reichstages wieder einmal einen Entwurf zur Einführung tti allgemeinen von jedem Steuer- zensu« befreiten Wa hl rechtS für die männ- lick-en. über 25 3abrc alten japanischen 5tcat?- Lürger Porbcreitct; ober das Schittfal diel» s Ent- wur » wird roiausfich lich dosfelbe s.i: ’oic das der früh r.n Denn n.it wie vor Hot auch beute noch Ille Partei de« TrcßkapitalS und des Greß- g untb-fu c«, i ie Deitzuloi, die auLI t/a i jebenbe Stimme un' bic Haltung bi.fcr P.irtei wird f d> au« egoistischen Grund n der Kreise, die sie Vertritt, gegen früher nicht geänbx rt i)ih-n Die Singe allerdings ist. rb k«s japanisch Volk sich dieSmal ein. solche Vhandlung der Wahliechte. frage ruh.g wird gefallen lallen SS ist hi un ftt'on zu oft enttäuscht worden, unb bic ®rb- bcfccnfataftrupbe mit ihren schw in hart- ftt-aftlichen F: Igen wird auch in der H-.ilt ing b r Dolksm. slen b i ker ffaijridjiifiag. ihre inner- politifw er Raa>wirkung n it g n Die kommende auheinrtentlid- Reichst.igssesi.on, bic lid) mit der Heilung t< durch btc Grbbebenkataftropd.e vciurfachten schweren Sk^d.m und mit der IE i!>!- rcdiiefrag? hauptsächlich zu beschäftigen hol n wirb, wirb ter Tokioter Regierung wenig Zeit und D l a nh.it lass.n ten außenpiriitif te t zrn- y n t.fi : b r. Aufmerksamkeit zuzuw n'e > J -ran UH in ten rcmmciü-.n Monaten mit s, h zu tun. G« wirb dah.r auch den Tatfachen entsprech-.'n. trenn von amtlicher japanisch.r Seite p ifaulb.irt ist. k-aß neue V. rhandlungen mit Rußland vorläufig richt wieder ausgenommen find Daß aller- c, g» bi. Fäden nach P.terSburg nicht a!« abge- tif.cn ong f h n werben sollen, ist von japaniller ©eite dadurch auf daS schättste betont worben, daß 2dm>,ral Pamamoto da« neue Kabinett gebildet hat. dem auch Baron Goto al« Inn-nmi- niffcr angehott Hama moto wie Goto sino als Terlrnfid-.fetUn bekannt, die seit Hahr u.ib Tag sch immer für ein cullifch-iabani'ches 3u'amm n- getrn eingefetri had-n und die vor toll auch D.utschsai'd in diese Pläne mit elnb'zogen. Dich h^t e« wie g sagt, damit vorläufig allem Anschein nach noch gute ffkge
Auf rassischer Seite hat man leit dem Herbst den L3w rpunkt d-.r vstasiatischen Politik Roß- tont5 nach Peking verlegt Der Zeitpunkt für rullifch-chincfische Verhandlungen ist insofern nicht sttil- chl g wählt, al« f it Milte Oktober In Ehina U’ub.r rinc Zentral» gicrung gef taffen ist. Der j-'h e arge Kampf zwifcheu Rord unb Süd ist orrläufiq dadurch zum Abschluß gelangt als Tlac Kun »um Prcfidentcn der chinefiläzcn Rcpiil'ik gewählt worden ist Ob e« aber d efem früheren Fuhr.i der nvidchnchifchen Milltärpar- tei <rling-.n wird wirklich auf die Diner auch den Süden des Lande« an sich zu fesseln unb damit ter Zccriss nh ii le« chinefifch m Saale« ein Ende zu bereiten, steht dahin Rich dem bishrri- gen Verhalten be« radikaleren Soden« m dem immer noch Sun Balten über eine bcbeuleabe Anhängettch-afl verfügt, muß e« zum mindesten lebr zweifelhaft sein, daß Ehina an da« Ende ’eincr inn.r'. okitIschen Wirren wirst ch angelangt ist Die dcploitalischen und wittschasiUchen Beziehungen der Mächte zu Ehina aber werben selbstverständlich pan« w.^enlltch kavvn bestimmt fein, ob neu« Ruhe tm .Reiche der Mitte" ein- kbet ober nicht.
Wir Deuts che n haben allen Anlaß, gerade Ehina eine innere Beruhigung zu wünschen, beim uni.re handelspolitische und kulturell-geistig« T^ictningcn zu ihm sind in einem ileien erfreu- lidien Wachsen. DaS chinesische Volk hegt nach wie vor un« gegenüber eine große Sympathie und wenn «-» auch in seiner polililche» Cbnma^M sich für un« nicht cinsetzen kann Io sind doch be- tonnte ch.n«siltt>e Gei.h tc und Politiker In Wvtt unb Dchnsl tätig fu- uns gegen d.e Gewaltpolitik Frankreich«, besonder« gegen die 2x u b r beleb u n g. Bei den ttxmgvn Freunden, bi« wlc in ttr Welt haben, soll da« von un« doch nicht vergessen werden.
Braucht Oberhessen zwei Handelskammern 7
Die furchtbare 71ot unsere« V>lkeS bete« ®nbc heule gar nicht abjul«ben ist. cwingt zu weilcstgch.-nber Spar'amkeit auf allen Gebeten, ie .< - Ine muß auf viele« verzichten wi« «hm beb unb angenehm ifl, die Vo ks- ober beruf«- I.ä bitt'- fftem. in'ttxif l mui m inch rlc einsch fluten ob.-« pre,»g b n was in glü stich-ren Zel en gdttri.ffen unb bisher noch recht unb schlecht OuiJ jctotl.'PPl würbe, rin ber vjfent ichen V r- toallung soll ein w.itg b.-nber Abbiu bei Ve- amlenstellcn au starker Koste icrfp.irnis fü'ren. Der Induftricl e un) der Ma ifmann sind stärker denn je zwangsiau >g bar iuf beba bl ihre Unter- nebmunacn m.t dem geringstmög iche > Aufwand von Unkosten fortzu üyr.-n bas Handw tt unb Kleingewerbe h>it ll d fttxm I ing'i au den bc- sche.denstm wlrlsehaftlich-n Tdohmen eingestellt.
In dieser Zeil de» Ito genben Witt'ch ists.-«» fall« und angesichts einer üb riu» b inTei d.-ul- lch-n Zukunft crlcheinl eS angeboacht b ■ Auf- inettlamk-it der Kaufmannfchafi unb bet 3 n b u lt r i e unserer Provinz über ih en täglid>c:i Sorgen unb Pflicht nkrei« hinaus auch einmal in Ansp>uch zu nehmen für cm-.- 2n- g lcgenheit die im wohlvcrst-inbenen rin’erelfe von Sjanbel und rinbu'lr.c möglichst bal> einer zeitgemäßen Tlcuoi bnung unteiworfe» werden folKe Wir möchten der cb.rhel if.chen Äaufmannf.t)af: und Industrie die Frage Dort egen. Braucht unsere Provinz zwei H a n < belofammcrn? Di. i"etMnfc:.g,"in e bc zu d efcr Fr igest l u g fuhr n Im) ; o i d r Erwa- gu g en.i-g b.-n biß in b.el. nab jeber Richtung h n l es getan werben muß was ba« CP i ins. , g t)' !:ir b.n , .. ir. . wi für eme brc.toiv Gene nschist als obres D seh b S Haube u, io.I nr i • n .ui .ch Abbau überall da. wo er ohne Schab, n su bic ca che möglich ist.
Wie die Ding, heute legen nrb iten bi Lberhellen zwei Hand I-Limincrir die eine in Gießen, bic andere in Friedberg auf oerbäunl«- mäßig cng kcgrenztem Raume bist auf allen Gebieten der toufrninn schen und industriellen Inter, esfenwahiung unb der Mitorbeit an den float- loten Aufgaben in der gleichen Richtung inb Zielsetzung nebeneinanderher Ohn Stt>a- den. ja ir V nur z,m Vorteil für Handel unb Industrie könnten diese Arbeiten a.rn. auf vem . .iiu Hundrioöammer tu, ven ganzen Pro- vinzberc ich gelrifte: unb dadurch die Mehr- aufwendungen an Geld erspart w rden die bei dem heutigen Tlebeneinanbcr.pirton d.r zwei Kammern. vvni allgem.m-wirlstt.-aft! ich n Siandpunktc aus beriachlel. al« unprod , kt, v zu bezeichnen sind Warum w rden bir beiden Kammern nidtt Peicinigl. öabhcittx unb sehr Ilichdalfsg« Gründe zwingen ia g rrd zu zu rin r "Ber- Itt-mrlzu g Man dmk na; .ra bie Be lrig srige Ckt)t müssen t>i? K sten der Dies>enei Hmdell^ famnicr von b n b le l g en Fir.nLi in be t Kr l!en Gi ßen. Ais'e.d und Vau! rb.i t) alle i <i r .ebr>nchi U rb n, lo.ohr.nb btc Fi ebber ie Hand Ltommer lediglich von bn angelchloss neu Vni . nebmun« gen in den Kreisen .Fri>dd.-rg, Büdingen und L-ttooNen zu unlcrb iü.-n t t Der bet r igspsllich- tige Firmenkr is ist t n VerhistniZ zu den statt gest.^g.ncn Kost-n einer j b n Kam ne. zu s *,mal, wrk-urch auf jede ein, In Ftrm i c. > nt wöhnl ch hoher Beitragsla'' cnifll t ff-cn i beib Kammern. t _• doch wie g lugt im wesentliche ei i unb ble- l.lben Arbeiten kitten, zu ein r rinzi;en Han- t. tot immer für die «an, Prvv nt triberhttsen r reinigt rn.-rb.-n ist srtglos e.nc an'ebn icho Hcvobu iid rung der Verwoltu >grko len a I । 2 st möglich, bic sich bann in ein -r 3rm.f ;i jung der S)anb tof.inim.rbe.träge nu'tr-irf n w ro Reche» bjdem für jedeScinzelne Untern bmen wich- i gen Punk st.hen ebrre, für die Refarnthckt b r Hand lstomrn rzugehörigen u i 1>:igr Erwä- cmiißcn, die gleich!«» to eine ifammcmf issung f . .b?r Kammern rrlf i;n . rf che n-n l ist n A s Litz der Dere niglen K imme f nm n itür i b nur die Provinziallaiptllodl Ziehen in Se.rach kommen Hier sind die Zen rilb h'rb-n d.-r Provinz unterg.-brachl unb wichtige V tt br.'fielen bc- ttö d ich.-ii unb pr Ditrn Lharlkt r > ,-rfü.lcn von her <ri» ihre weitreichenden F instfin- i VIstnche Ang leginle t die h.ute con Fri bb.-rj aus nur unici 2lufn-cnb hohe, Betrag für Porto und E senHahnfshrrkvslcn und m:l 3nflufnibm - eine« länger.-» Zeitver.ustes bearbeitet werb-n tonn, trurbe tunft g durch einen Gan; drs zuständ gen Äammerbeamte.i ober des -vorfchenb n u der d.treffenden Behörde viel fchnc.lcr unb weit b.llig.r erledigt werben tonn n D izu kommt die rett, hrszentrllc Lage Gieß n«. das vv i allen Le ten her ftt>n I und b que.n err iht werben tonn, em Um i.mb der gerade für bic Zukunft, de un« vielerlei S »schränkingen in <$if;nrbacn- rivTf b- bringen dürft -. nicht j(i nedcnfächli h an- gesehen eben sollte. Ferner kommt lehr fw Te.räch', daß eine größere H-ind l tommer bei al en Bthirden e.n cpni ander G ltunz al« ene Orin? erreichen finn b in ttnr'erec Beachtung ihrer Forderungen unb An reg n .ei zum Ausdruck gelangt unb die für bic Ho adel«- kamnrerzug hör g n doch v n großer Dichtigkett ift." Die Erfahrung der letzten Iahrc ba ja zur Genüge gelehrt, baß der Große THadttiger- sich leichter durch'e^en tonn als d.r Äle.ncr . Mittelmäßige. über den die Enlw-cklunz hiuflz genug ohne Zaudern b ntDeggrht ? nc größere Witt- ftt-aft«t>ertrrhn:g bat auch in n ganderen lleberblick übe die wittsch ft itt>e Besamtlage. al« er einem k.ettren 'Bertretun j«torpe- eigen ist
Diese kurzen Erwägungen, denen nun ofne Schwierigk.,: noch manch andere für eine Zu» fammen'af'unq 5 ibrr Kammern sprechende Gründe anfügm kann ze gen fajon zur Genüge daß bie Frag -. ob unsere Proo n zwei Handelsiaarmer» nötig hat. Berieint werden muß ffww »uv


