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täglich, ao6#T Sonn, und Selerlogs, ertbotSomitoosMIogr. CktjentrJomUttnblött« ■ewetlidfe Betkfserdle: 20000 Dior* «tntoliehlid) 2r6qrrIol)n,bur<t)biÄoh 2O060Mar*.ouchdd)>. trfd) eniee cinjelnrr Dum» ■tm infolge HÜHrr« 3trn|pttd). SnMlbfl« fflrbieSd)rift. ieuung 112; (»r iberiog g.b ««IdiafltprDt 51. *a|4)rifl fÄr Drahtnach. nd)tm. llteUet GletzeR.
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Dienstag, 17. Juli J923
175. Jahrgang
HwwaNe« •** Hijeistn ttrbi«I»e«tnnramn dis gern DadynUtag vorher ob« | tb« Serbin blid)keU.
Srtls fit 1 mm 04Ü fe;
nieigeno 27mmBreit« iril 500 *Dlk, auswärts GSOSJlk.; für Tickt amt - 8n|«ig«n von 70 mm »reit« 2200 «Sei Platz- oorKbrihTO* .Suslchiag ftauprtdjrtttieUer Bug Boetz. Verantwortlich für Politik Aug. ®oeg. fit Den übrigen Teil On(l Kirh.w
Anzeigenteil Hans Sech, »amtlich in «Siegen.
GieheimAnMger
General-Anzeiger für Gderheffen
Ümd ww6 Dtriog: vrSHI'fch« U,iverft1ütr voch» und StelnönKttrtl R. Lauge In Sieben. Schrfflleitung und SeschäslrfteSe: Schulfteaße 7.
(Ein rednerischer (Erfolg Mussolinis
\u.i um toeiiere I Danach beträgt mineibeutfifröt |
Reue MaffeuaaSweisaugeu.
Limburg, 16. Iull (WTB.) Aus Diez unD Freiendiez wurden heul« 8 8®ilen- bahner mit Ihren Zamtllcn, zufam»
Korn, 15 ?u(i (TDolff ) 3n ber Pcpu- tleitcnlammcr hielt bei bidxbdetitem tyi jfe es waren mindestens 400 Abgeordnete an» wesend M rsIol > ni feine grobe Bebe. in der et a tf alle Einwendungen gegen die TD a bitt f o r m antwortete 3r bemerkte gegen biePvpo- lari gewendet, ihre Mitarbeit sei nicht klar genug und au reich an Vorbehalten, um für die Regieiung wertvoll au fein 8: fei in der Politik ganz unnachgiebig und liebe die kleinen ©djrittc nicht ('Beifall > Der Falzismus habe tne Macht in 5>änben und werde fie fcftbaltcn Man weife ihm vor. dab er die Freiheit ve>letzte W a t i ft Freiheit? 8s gibt feine absolute Freiheit. eS gibt Freiheiten Die sozialistische Freiheit fängt immer mit der Freiheit a i. und man beleidigt freie Arbeiter (Ceblfafter BHall ) Gibt es denn in Au bland eine F.eiheit der Bereinigung (9aute a-jrjft aus der Sammer Nein'! Di'.-! es eine Freiheit der Dresse in Rustlanb und andere Z eihciten. bren irb uns erfv uen? (Aase Tlcui11 8s lei nicht wahr, dab, seine R gieiung freiheits- mörbeiilch sei. ci: habe bei Achtstunbeniag sanktioniert, das allgemeine Stimme hl beibebalten und den F.uuen das administrative Wnhlrechi gcgebr.i Sein AuSnahmegeletz sei erhV'cn ivdi- den. aber natürlich habe di. ful i tifd; ‘ 3L olution wchl das Recht. sich Ad ixrtciei ,.n t lebe gern mitten unter dem Volk., aber das Dolf habe ihn niemals um eine Freih.it gebeten oder sich beklagt dab es unter Mangel an Freiheit leide 3n Meffina habe ihn das Volk um Wohnhäuser uub in Basilicata um Wasser gebeten Es gibt einige AuSgewandr < d e biaust -> letten und fid> über den Mangel an F ciiril beklagen Ab r in -Eaufen'en von Petition bi' der Präsident jeden Lag erhält und in le.xn alles Elend der unteren Staffen Aum Ausdruck (?mmi. ift davon nicht die Rede (Lebhafter B.islll i Auch die Kneasteilrehmer find für die Regierung Man braucht nicht zu behaupten, dab alle Weil zufrieden fei. de;in ber Staat ist nun einmal dcr Gendarm. aber die Macht ist getragen von der Zustimmung des Volkes. Ich habe nichi den Wunsch, da« Parlament abzuschaf- fen. denn man treib nicht. waS man an seine Stelle letzen folt Wan darf nicht denken, dab der FosziSmus schnell Dorüb?rgd)en wird und .artig' wird er erst werden, wenn jedermann die vollendeten Tatsachen angenomm n hat (Sehr gut!) Wann wird der moralische Druck des Faszismu« aushören? Das hängt von dem Verhalten der Sammer ab
Zu den SozIalisten gewandt bemerfte Mullolin, werter, er wäre glücklich mit den
men mehrere hundert Äßpfe, auSgewie- Jen. Die Gifenbahner wurden auf der Stelle abtransportiert, während den Frauen und Ambern eine Stunde Zelt gelassen wurde, um sich mit Handgepäck zu versorgen.
Das Maiuzer Douoelattentat.
rm Mainz. 16 pull Wie verlautet, hak man den Täter, der die 'Bombe am hiesigen Tunnel legte, in der Person eines in f r a n - zösischen Dien ft en stehenden deutschen Gisenbahnarbeiter« ermittelt Von allem Anfang an bestand darüber fein Zweifel, dab nur vom Vahngelande leibst au« die Tat aelche- hen fein formte.
Rettung mit dem Tobe bedrohter Tchupoleute.
•Berlin. 15 Zali (Wolfs 1 Mehrer.- 'Brr» lincr Zeitungen verön, niiichen eine sensationell ausgemachte Darstellung der .Westfälischen Lan- deSzeitang" in Münster wonach om 13 (>'!' örei deutsche S chu pvbeamte wegen der (Simorbung des belgischen Ceutnant8 ®raff zur 2Iburtei(ung an die Belgier a u 6 g <• I i e i e r t wo, den seien Diese Darstellung ist, tote un« von zuständiger Stelle nrltgeleilt wird, in allen Punkten unzutreffend Der Sachverhalt ist folgender.
Am 27 Zanuar find durch ein hetgifäx'« Aiiegsgericht in Aachen der Leutnant der Schutz- poli.',ei Reinhardt und die Schu tz Polizei wach :■ meister Bicbfe ® ra ber t und A lein wegen angeblicher Ermordung de« belgischen Leutnanis Giass zum Tode verurteilt worden, gegen eine (Reibe weiterer Angeklagter wurde >ius schwere Zuchthausstrafen erkannt Kurze Zei' vorher hatten sich die früheren Aambomer Sch>r>- toliA ei beamten S a roa und Schwirrat vor der Siaatsanwaltlchast m Stettin sreiwillig gestellt und gestanden, dab der Mord an dem belgischen Obctlcutnant von ihn en in Gemein! cha f t mit dem früheren Schutzpolizei beamten ® n g c 1 c r begangen worden sei Die Bemühungen bev deutschen 'Regierung, auf Grund dieses durchaus glaubhaften GestäridnisleS der 2fburtctlung der von den Belgiern unter dem Berdach! > Täterschaft feftgenomnwmn Schatzpolizer beamte hinauSzulchieben waren erfolglos geblieben Sn Anstrengungen Der deutschen Stellen muhten 'ich nunmehi daraus beschränken, die Hinrichtung der unschuldig Beat rt eil (en zu verhindern Auf einen Erfolg konnte natürlich nur gerechnet rnerOen, wenn es gelang, bei dem belgischen Gericht die Aussagen von Aatoa, Schwirrat und Sngelcr, die inzwischen un den deutschen ^strzbeyvrden in Hast genommen worden waren, in einer stras- prozeflual wirksamen Form zur Geltung zu bringen Bei den hierüber alsbald etroeleitetrn Verhandlungen ergab llch dab bi« belgische (Justiz nur bann in ber Lage fein würde, das Geständnis zugunsten der Bcrurteillcn zu berücksichtigen, wenn die Vernehmung bet drei Genannten vor dem belgischen Aevtsionsgerscht in 3a*"
ersten Eingriffs her BesayungSttuppen still- gelegt werden muhte
Die Besetzung dcr Thysienwerke.
Paris, 16. Zult (WTB.) Vach einer HavaSmeldung aus Düsseldorf sind die T hys- scnwerke in Hamborn gestern besetzt worden mit der Begründung, dah sie die Bezahlung der Kohlensteuer abgelehnl hätten Es seien grobe Kohlen- und KokSlager beschlagnahmt worden.
Belagerungszustand über Bochum.
Berlin. 17. Zuli. On Weitmar bei Bochum ereignete sich gestern abend in einem französischen Automobilpark eine Esplo- sion. Ohne festzuslellen, ob eS sich um einen Anschlag ober um eine Entzündung infolge deS DewitterS handelt, verhängten die Franzosen, wie mehrere Blaiier au« Essen melden, sofort über Bochum und Weitmar den verschärften BelagerungSzu- stand Bon 8 Ahr abends bis 5 Uhr morgen» ist jeder Verkehr verboten. Durch Zerschneiden der elektrischen Leitungen Haden die Franzosen den Strahenbahnverkehr stillgelegt.
Die französische Gewalt in Limburg.
Gimburg. 17 Zuli (WTV ) Am Tage ber enbgült gm 'Be'etzung b r 2labt Limburg durch die Franzosen am 12. Juli wurde im Lause des Vachmittag« die hiesige Reichsbankneben- stelle mit grobem Aufwand umstellt Reichs- banfbireftor Bund und fein Stellvertreter. Ä:ich«banllasflerer Schack werden seit bielce Zeit ununterbrochen von einer 10 Mann starken Marr klanerwa che in ihrem Bureau bei Tag und bei Vachl bewacht Dem ersteren wird nicht einmal gestattet, seine im Aeichsbankgebäube befindliche Wohnung zu betreten Stc'ec Zustand soll solange bauern, bis die beiden Direktoren di.' zum Oeffnen der Tresore nötigen Sä.lülfel beschafft haben Die Tageskasse in Höhe von 375 Millionen Mark ift den Franzofen bei der Be'etzung sofort in die Härrde gefallen Zeder gefchäftliche Verkehr in und mit ber biefiae.i Aeichsbank ruht feit Donnerstag vollfiänd g Auch ist der Femfprech- tetrieb des hiesigen Telegraphcnamtes. bas ebenfalls von Marokkanern bewacht wirb, feit Donnerstag noch nicht wieder eröffnet worden Limburg gilt auch feit ber militärischen Besetzung in bejug auf Pahkvntrolle vorläufig noch als un-
Berlin. 16 Juli. (WTB । D.e Vertreter ber BifxUSgemcinkbaflen bes Stein- unb Broun- kvhfenbeigvaues in den Revieren von Oberschlesien Sachsen. Biederschle!im. 3bbcnbürcn. Qlie- derfachfm und Bat> rn l>aben in einer B-rHandlung im Aeichsar.c'ismini te.ium eine Vereinbarung getroffen, dab die Löhne der Bergarbeiter einsch.iefUich des Hausstands- und Kindergeldes vom 17 bis zum 22 3uh um 40 Prozent, vom 23 bi« zum 31 Zu. 30 Piozeni erhöht werden sollen D- 6er Lohn der Bergarbeiter im ---------
Die englisch-französische Auseinandersetzung.
<£tne (Erklärung Baldwins im Untcrhause.
London. 16 Juli (WTB) 3m Unter- Hause teilte Premierminister Baldwin in Erwiderung auf ein.' Anirage Bamfjt) Macdonalo« mit, bah beabsichtig! fei. den Entwurf der A n l- ©ort an Deutschland, bei fich gcge.itoärlig in Bcrbereitung befinb.'t. den Alliierte.! vorzu- legcn und auch der Regierung der Bereinigten Staaten mitzuteilen Er fügte hinzu, es hätten keine Be'prechuvgen zwischen den britischen und amerikanischen B.t r.t.m über di? Frage der Reparationen und der gegenwärtigen europäischen Lage stattgelunden.
London. 16 Zu i (WTB ) .Evening Sian- dard" weist daraus hin, baf) fich gegenmär- i । g vier BoIf cha fter in Londvi, befinden. nämlich diejenigen in Paris. Berlin. Washington und Tokio.
Der „TempS" gegen die englische Politik.
ParjS. 16 Zuli (WTB.) Aus den in einer Woche erscheinenden Memoiren de« ehe- maligen englischen Premiermini st er« Asquith veröffentlicht heute vormiNag der .Matm" eine auf die kritischen Zull- und Augusttage bezügliche Steife, in der Asquith >n den bekannten De danken gangen den (Sintntt Englands tn den Krieg mit der Verletzung der belgischen Neutralität durch Deutschland begründet Der .T e m p S" nimmt diese Veröfsentllchung zum An las), um sozusagen die Kehrseite dieser Darstellung zu zeigen "Denn die belgische Aeutralität nicht verletzt worden wäre. Io folg-rt der .Temp« . wäre allo England nicht in den Krieg eingetreten Mit besonderer Sck-ärfe entwickelt das baTbamt- lide Blatt hieraus noch einmal feine alte These von dem verspäteten Si igreifen Englands, das durch eine rechtzeitige klare Stellungnahme in der Lage gewesen wäre, den Krieg zu verhindern Der. .Temps" kommt zu folgenden Schlüffen England handele in Europa nur von dem Augenblick ab, too ein eng 1 if che S 3 n - I e r e H e ihm unmittelbar auf dem Spiel zu flehen fcheMe, und nur in dem Mähe, in dem dreies 3nterrffe sein Eingreifen erfordere
Benesch wieder bei Poincar^.
Pari«. 16. Juli- (Wolfs > Der tschechosl)- trakiiche Auf.enmin sler Bene sch ist g'ftem au« London zurückgekehrt Er wurde v>m Präsi- benten bei Republik empfangen, den er über bie Einbrücke unterrichtete, die er auf feiner Reife nach England und bei den Unterredungen mit Mitgliedern der englischen Regierung gewonnen bat.
Wieder ein Deutscher ermordet.
Paris. 16. Zull. (WTB.) Havas berichtet aus Düsseldorf über einen Zwischenfall, bei dem ein Deutscher da« Geben eingeb ü h t hat. Gestern abend 11 Uhr sollen auf der Eisenbahnskrecke nach Euskirchen in der Aahe von Kall Signale sabotiertwor- den sein. Ohne dah auch nur ein Versuch gemacht worden märe, zwischen diesem angeblichen Tatbestand und den Folgen eine Der- dindung herzustellen, fügt die Meldung lakonisch hinzu, eine Patrouille habe auf zwei Deutsche geschossen, die sich auf der Strecke befunden hatten. Einer davon sei getötet worden.
Eingriffe der Franzosen in den Kruppschen Werken.
Essen, 16. Juli. (WTB > Aachdem die Franzosen am 1. Zull durch die Besetzung des Lagerplatzes Segeroth die Hauprkohlenvor- räte der Kruppschen Werke beschlag- nahmt und teilweise bereits fortge'chafft haben, wurde die Firma am 14. Zull von wei-
Malsen ber Arbeiter »usammenzmirbeilen und wuntchte ihren Vertreter in ber Regierung zu bat\n »r wäre bereit, ihnen eines ber wich- tiqftcn Min'steiien zu gebm Aber die Arbeite' mühten wissen, bah man nicht Tabula rala mactK" sänne, indem man alle« unterdrücke, denn Ichlieh- l li> müsse man doch wieder Herstellen, wa« man zerstöre wie in Ruhlanb. too man b.e Armee unterdrückt habe, aber die alten Generale habe triebet zurückrufen müssen. (Sehr guHl M isso- lini wandte sich bann gegen alle künftigen Au«- flände und fragte die sozialistischen Führer, ob er nicht Taufenden von Arbeitern »ur Arbeit verHolsen habe
3m weiteren Verkauf feiner Rede erklärte Mufsvlini. bas Land wunfche Ruhe, und die Regierung gebe fich die erdenklichste Muhe, ihm btefe Ruhe zu verschaffen Von ber Absnm- MÜflollni." dätüber^bin ich mir völlig fiat, benn ich stütze mich auf die Verfallung. iAnmerkung bet .Agenzia Stefani" Mustolini spielt hier deutlich auf bie Auslösung ber Kammer an wenn sie den Regierungsovrkchlag ablehnen sollte ) Ruft im Canbe nicht bad Vefüh' wach, al« fr, die Kammer mit ihm uneins Heute noch tonnen fich das Parlament und da« Land ve>- febnen aber morgen wäre es zu fpät Denkt nicht an den Bcfianb ber Parteien, hört nur auf bie Stimme Eures Gewissen« und aus ben Rus der Ration!
Die ganze Kammer mit Ausnahme de, äuferften Linken klatscht lange Beifall Auf ben . Tiibünen stimmt bie Menge mit lauten Ruf.n .Es lebe MussoliniI" ein Die Faszifien stimm n ihre Hymne an unb die Abgeordneten beglück- aunfd-en Mufsokmi, in rrfter Linie ® i o I i 111, Orlando und bie anderen Gruppensührer Muffolini wird wie ün Triumph au« dem Saal getragen Der Srsolg der Rede übte natürlich einen entscheidende- Einfluh auf ben Wahl- refvrmVorschlag ar-S, indem er bte Spaltung ber PopvIari herbestührk.
Die Abstimmung.
Rom. 16 Zull (WoM.) Die Iage«orb- nung Garuffa wurde in ihrem ersten Teil, der der Regierung da« Vertrauen auSfpricht. bei sieben Enthaltungen angenommen Der tweite Te I der Ue xrming zur Sinzesberatuitg der Wabl- reform beichtieht. wird mit 235 gegen 139 Stimmen bei 77 Lat Haltungen angenommen Ak» M u f- folint um 11 Utyr abend« bte Depuliertenkam- fner Verlieh, wurden ihm von einer ungeheuren Menschenmenge stürmische Ovationen bargebracht
tertn folgenschweren ®ingtiffen betrofpn. 3n den benachbarten grohen Werkstätten wurden deren Vorräte an BetriebSkohle. ohne die jede Weiterarbeit unmdglich ift, ebenfalls beschlagnahmt. Durch dies Vorgehen der Franzosen sind, entgegen ihren bisherigen Erklärungen, keine Arbeiter auf die Sttatze fegen zu wollen, zunächst da« Badreifenwalzwerk sowie die Giehereien 2 und 3 zum Stillstand gebracht worden. Die gesamte Belegschaft dieser großen Betriebe wurde arbeitslos, ebenso wie die des WartinwerkS 7, des grdhten Kruppschen Stahlwerks, welches bereit« infolge de«
Der Indexlohn.
"Denn auch da« Abwätt«glelten der Mark, da« bereit« zu einer Reutzvrker Dollarparität von 276 000 geführt hatte, zur Zeit in ein langsamere« Tempo geraten ist. Io ist doch einmal da« Zu- tiauen zu der amtlichen Dvllamotierung angesichts der Devisenrepailierungen der RcichS- banf bi« zu fünf oder gar drei Prozent nur gering, und auf der anderen Seite ift die Aufwärtsentwicklung der Preise % der letzten Zeit noch schneller vor sich gegangen al« da« Sinken der Mark, so bah die Preise auch der 3ntanb- Produkte vielfach sich dem Dollarstand angepaht haben, tote das beispielsweise für Butter. Margarine, Fleisch, Efer und Kartoffeln gilt
Angesichts dieser katastrophalen Teuerung. durch bie alle Lohn- unb Gehalts- abrnachungen, kaum nachdem sie getroffen sind, wieder über den Haufen geworfen werden, ist die Forderung auch ber Schaffung wertbeständiger Löhne bito ®ef>älter Io dringlich geworben, bah die Arbeitgeber ihren Wider- stand bagegen aufgegeben haben Auch der W i r t Ich al t s- unb ber Finanzpoliti Iche Au «Ichuh de« Reich-wirtlchastSrat« haben stch in einer Entfchli hung für bie Einführung toeitbcftänbfger Löhne au#g*fpro<bi*n. unb zwar haben die Ausschnffe für die TI Übergangszeit. b h bi« wir wieder zu einer Gold- rtifmung ber t rioaten Wirtschaft kommen, eine schnellere Anpassung der Löhne an die Veränderung ber LebenSh.illungöko't m auf der Grundlage von 3nberziffern empfohlen, zu deren richtiger Ermittlung der amtliche L'benShaltunas- iber zu verbell rn und wöchentlich aufguftcUen ft Die letztere Forderung ist unt-rbellen bereits erfüllt, unb die neueste 3nd:rzilser. die hd> auf 21 511 stellt, toährcnb der 3nbcr für Mai noch 3816 betrug, kennzeichnet bie T uerungswelfe auch schvn vor der Reform des 3nderversahren«
3n ben Verhandlungen, dir AtoiMym dem Reich»«rbeitsminiiler Braun« unb V rtret-m der Bereinigung dsitlcher Ai beitgebe>-verbände ftaltfanben. haben diese der ®ntfEichung beC ReichtirirttchaftSrates Auqeftimmt. unb Iniens des Reichsarbeit «Ministerium« loll nun auch das Einverständnis ber Detoei-kschrflen bazu eingebolt werden, bah die zentralen Organisationen Richtlinien au «arbeiten, welche die Grundlage für Verhandlungen tmerhalb ber einzelnen Taris- gemeinfBalten bilden sollen Zunächst wird eine Einigung darüber z» erzielen fein, welche Mengen tx>n Lef»m«mitte|n und änderen Brbarf«artife(n ber Preisfestsetzung zugrunde zu legen lind, um auf diele Weife eine Unterlage für die Lohn- regklung ru schiffen Auch die Anwendung des verbellerten 3nbcr ist noch strittig Rach den Vorschlägen von Arbeitgeberseite soll die Lohnregelung sich nicht automatisch der Verä^rderang der Preisfestsetzung an baffen, fondem e« sollen die Löhne nach wie vor durch freie Verhandlungen in Tunen Zwischenräumen auf Grund deS 3ndet Vereinbart werden, während die Arbeitnehmer einen un da dingten 3nbettohn forbem
OebenÄll« lärm kein Zweitel mehr darüber bestehen, bah der 3n bei lohn in der einen ober anberen Form kommen wirb, unb im Berliner Einzeih-mbei ist auch bereit« ber Anfang bamit gemacht worden, für den Uebergang im Juli ha, man zunächst Dollar unb Doldzvllaufgeld al« THefMiffern zugiunde gelegt, bvch sollen die Lohnrechnungen für August bereits auf Grunb bes neuen 3nbei erfolgen Auch für die Bruregclung ber Bergarbeitertohne steht ber 3nbe»lobn auf der Tagesordnung, unb bte Spitzenorganifationen der 'Beamten und Arbeiter des Reiche« f>iben im Sfnveinehmen mit dem Reich-üninzministcrium eine Kommifsion zur Ausarbeitung von Richt- finien für die .Erhaltung des Lohnwertes' ein- gefetzt Der 3nberlohn ist trotz aller Schwierigfeilen unb Widerstände auf dem Marsche, und strittig ist zur Zeit nur noch bie Frage, in weicher Gestalt und wann er kommen wirb Gerade mit Rücksicht auf die hemmungslose Teuerung .st die Beschleunigung ber Verhanblungen biingenb geboten. um eine bedrohliche Verschärfung bet Lohn- unb Gehalt«bewegungen mit ihren darauf resultieren den Innerpolitilchen Schwiengkeiten zu verhindern
Berlin. 16 Juli 3m ReichSarbettSmini- fteitum begannen heute vormittag Verhandlungen übet eine neue Cohnregelung im Bergbau Da« neue Lohnabkommen soll zum ersten- mal auf der Basis des werf beständig en Lohnes abgeschlossen werden Der Bertöfeblencerbanb unb der grohe Ausschuh des RerchSkohlenrat« werden morgen zusammentreten, am auf Grund der heutigen LohnverHandlung die neuen Kohien- preife festzusetzen - 3m Kalibergbau wird morgen über die neue Lohnregelung verhandelt
3m ReichSf 1 nanzm in,sterium hat am Samstag eine achtgliedrige Kommilfeon getagt, bie sich au« Regier.ingSveNrcieim. sollte Arbeitgebmr und Arleitnehmern zusammenfetzt. und welche die neuen wertbeständigen Gehälter und Löhne der Beamten unb Staatsarbeiter feft- setzen toll Die Ber bau Nun gen, die zu ferv^n XSrgebni« führten sind heute fortgesetzt tottrbvn S« besteht ben Blättern zufolge bie Hoffnung, bah man heute zu einer Einigung gelangen werde.
Braun lobt,m bergbau, Kernreviere, ein'ch'iehlich des Hausstands- und Kindergeldes, auf de- Durchschnitt der Belegschaft berechnet, vom 17 Juli bie 22 Zull 117 034 Mk . vom 23. bi« 31 Zull 152 170 VN je Schicht.
Beilin. 17 Juli Die Berhandlur.gen ü^er bie Einführung ber wertbestänbigen Entlohnung ber Beamten Angestellten unb Aroeiter des Reiche«. der Länder und Gemeinden haben gestern noch zu keinem Abfchiuh geführt. Heute finden tm Reichsarbeit«minis>erium mit ben ge- werlschaf.liche i Sprtze»rrganisat onen Bx|pirch^.n- gen über die Frage bei wertbeständigen Löhne in ben Privatbetrieben statt Born Reichsarbeits- minifter werben nach Beendigung dieser Besprechungen Richtlmien ausgegeben werden


