Mittwoch. 17. Januar 1925
175. Jahrgang
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Die Verlegung des Kohlensyndikats
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hend abgedruckle Aus- bje in Deirachl tont- »ezuglchen Anträge für Zuständigen Pvli-
von unerhörter Schärfe. Ansammlungen auf der Stratze werden nicht geduldet. Herausforderungen durch Singen irgendwelcher Lieder sind nicht gestattet. Auf Anruf hat jeder sofort stehen zu bleiben. Wird nicht sofort bei „S>alt“ stillgLstanden, dann erfolgt Gebrauch der Schuss Waffe.
folgen. Versuche des Regierungspräsidenten und der Zechendertreter, zu Worte zu kommen, wurden in brüsker Weise verhind^
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des ReichswirtschastsraLes.
Reicsiswirtschaftsminiftor Dr. Bäcker über die Besetzung des Ruhrgebiets.
Annahme von Hnjelgtn für die Tagesnummer bis zum Nachmiltag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe sür Anzeigen v 27 mm‘Breite örtlich 30 Mk, auswärts 40 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite ISOMk.BeiPlah, Vorschrift 20"/, Aufschlag Hauptschristleiter: Äug. lUoeh. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Vlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen
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Dckanntmachung auffor» itimationskarte bei Ihnen e zu Anfang des nächsten itimativnskarten sein lön- r Benutzung des von uns - Amtsblatt ohne Aum- öigst vorlegen.
die Bürgermeisterei des , in Gießen das Polizei-
die Le'gitimw/Lnskarten st. Es sind nur unauf- lopsgröhe von mindestens ennbar und in der Regel ückfeite des Bildes ist die t, damit Berwechslungen wir darauf aufmerksam, rt in den Berichten an-
rte ist nach Tarif Ar. 49 el von 35 Mark zu Verteilung zu entnch- Berichles angcken ob dw t demselben und auf welche abhing) erfolgt.
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die Sitzung für geschlossen erklärt.
Düsseldorf, 16. Jan.(WTB.) Fritz Thyssen wurde heute mittag vor si)en De- neralstab des Brückenkopfes Düsseldorf geladen. Im Auftrage des Generals D e - goutte erklärte General Simon ihm und den mit ihm geladenen Herren Generaldirektor Kesten, Derga's^ssor Runge und Direktor Wüstenhöfer, daß sie. wenn sie bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, von jetzt an unter gerichtlichem Verfahren stehen würden. Sämtliche Herren erklärten auf Befragen, daß sie auf ihrem bisherigen Standpunkt verbleiben mühten.
Die neue Sitzung mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Düsseldorf. 17. Han. Unter dem Vorsitz des Generals Simon fanden gestern zwei getrennte Sitzungen mit Vertretern der Ar- beitgeber- und oer Arbeitnehmerschaft statt, an denen auch Regierungspräsident Dr.
Beschluß der Reparations- Kommission über neue „Verfehlungen" Deutschlands.
Pari«. 16 Jan. (WTB.) DerVeschluh verReparationskommission, der in der heutigen Sitzung gefaßt wurde, ist In folgendem Protokoll niebergelegt worden.
Die Kommission ist heute um 11 cklhr unter Vorsitz von Barthvu zusammengetreten und hat mit drei Stimmen unter Stimmenthaltung der englischen Delegierten folgender Deschluh gefaßt:
1. Seit dem 2. Januar sind von Deutschland keine Kohlenlieferungen bewirkt worden; 2. der Reichskommissar hat durch ein Schreiben an die fuständigen französischen und belgischen Stellen offiziös bekanntgegeben, dah die Reparationslieferungen sofort eingestellt Derben; 3. die deutsche Diehlieferungs- kom Mission hat die zuständigen französischen und belgischen Stellen offiziell davon in Kenntnis gesetzt, dah sämtliche Lieferungen sowohl für Re- xalations- wie auch für Restitutionszwecke ein- gestellt werden, dah die abfaf>rt bereiten Züge licht abgelassen werden und dah tatsächlich seit dem 2. Qanuar zwei Zuge mit Vieh und Pferden ton den deutschen Behörden auf der Fahrt auf- gehalten worden sind. Dieser Stand der Dinge ist die vorsätzliche und brwuht herbeigeführte Folge einer am 12. Januar von der deutschen Regierung den Regierungen von Frankreich und Belgien gemachten Rotifikation, beiden Wortlaut Don der deutschen Regierung der Reparationskommission mitgeteilt worden ist. In Anbetracht der aufgeführten ilmftänbe beschließt die Repa- ationskommlssion, daß bei den Frankreich und Belgien zu machenden Lieferungen seit dem 13. Januar zwei Verfehlungen Deutschlands im Sinne des § 17 des Anhanges 2 Abschnitt VIII des Vertrags von Versailles vor- ltegen hinsichtlich der Kohlen- und Biehl ieferun- &zu Repaiations- bzw. Restitutionszwecken.
prechend dem § 17 des obenerwähnten Anhanges sind diese Versehlungen sofort den Re- gtenrngen von Frankreich. England, Italien und Belgien zur Kenntnis gebracht worden.
Paris. 16. 3an. (WTD) Heber den Verlauf der heutigen Rachmittagssitzung der Reparationskommission berichtet Havas wie lolgt: GS waren sämtliche Delegierte zugegen mit Ausnahme des englischen Delegierten D r a b- burY, der unpäßlich ist und sich entschuldigen liest. An seiner Stelle hat der zweite englisch» Delegierte, Eimbel E o v k, der Sitzung beigewohnt. Der Sitzung habe auch der amerikanische Beobachter Dohben beirewohrt. Bar- !hou habe die französisch-englische Rote erläutert, die gestern ter Kommission übergeben wurde und die die deutschen Be.fehlungen feststellte. Der Berichterstatter unte.streicht die Mähi-
gung In der Ausdruckswelse Dar - thous, die die anderen Delegierten anerfannt hätten. Barthvu habe auf die Tatsache hin- ßesen, dah sich Deutschland vom Tage der :ndung der französischen Militär-Ingenieur- kvmmisiion Ins Ruhrgeb et se nen Verpflichtungen entziehe. Der belgische Delegierte habe ihn energisch unterstützt. Darauf habe der italienische D elegierte auseinander- aesetzt, da Deutschland seire Lieferungen an Italien nicht eingestellt habe, habe für ihn kein Anlah Vorgelegen, die von Barthvu und Delacroix der Kommission vorgelegte Rote zu unterzeichnen. Dagegen 'hake er gegen die Tatsache der DerfMungen keinen Vorbehalt zu machen.
Eine Denkschrift Bohdcns.
Paris, 16. Can. (Wolff.) Zu den Gerüchten über die bevorstehende Stellungnahme des halbamtlichen amerikanischen Vertreters in der Reparationskommission, D o y d e n, stellt der „Reuyort Heralb" fest, bah der Kommission tatsächlich eine Den k- sehr ift vorliegt, die Dvyden vor etwa zwei Monaten nach der Rückkehr der Re'parations- kvmrnission aus Berlin auf Ersuchen Barthvus abfatte. Das Schriftstück soll nach dem Matt etwa 20C0 Worte umfassen und in der Zwischenzeit einer Rachprüfung unterzogen worden sein. Das Blatt teilt weiter mit, die Denkschrift befinde sich seit zwei Wochen in den Händen der Reparationskommission. Sie enthalte feine festen zahlenmäßigen Vorschläge für die deutsche Reparattvnsschuld und sehe keinen ins einzelne gehenden Plan vor. Sie entwickle jedoch den Grundsatz, daß die Reparationsschulb In der Hauptsache auf Grund der deutschen Zahlungsfähigkeit festgesetzt würde.
Dortmund besetzt!
Dortmund, 16. Jan. (Wolff.) Hm il.45 Uhr sind die ersten französischen Truppen in Stärke einer Kompagnie in das Zentrum derStadteingerückt.Mährend des Einmarsches kreiste ein Flieger über der Stadt. Irgendwelche Zusammenstöße sind bisher nicht zu verzeichnen.
Dortmund, 16. Jan. (WTB.) Die Bahnhöfe, das Eisenbahn-Betrieb s a m t und andere öffentliche Gebäude sind von den Franzosen besetzt worden. Um 2 Uhr fand zwischen einer Abordnung von Offizieren und dem Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Eickhoff eine Besprechung statt.
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Die französischen „Sanktionen" \ und Drohungen.
Düsseldorf, 16. Jan. (WTB.) An der heutigen Sitzung nahmen deutscherseits der Regierungspräsident Dr. Grützner, neun Vertreter der bedeutendsten Zechen des rhet- nisch-westfälischen Industriegebiets, und französischerseits der General Simon, General D a n v i g n e und die Interalliierte Kontrollkommission teil. General Simon teilte mit, die deutschen Herren hätten einen Befehl des Generals Degoutte In Empfang zu nehmen. Er verlas dann den Befehl, wodurch die Zechenbesitzer zum letzten Male aufgefordert werden, spätestens morgen früh die Kohlenlieferungen an Frankreich nni) Belgien wiederaufzunehmen. Als e r st e Sanktion für das Verbot der deutschen Regierung, Kohlen zu liefern, sei Dortmund besetzt worden; sollte der Widerstand andauern, so werden weitere Sanktionen
Franzosen fanden in Bochum spontane p a - trivtlsche Kundgebungen statt, wobei die Menge singend durch die Straß m zog. Die Schupo war den Massen gegenüber machtlos. Ls muh besonders betont werden, dah zur Zelt der. Umzüge der "Belagerungszustand über Bochum noch nicht verhängt war. Als ein durch
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Drnd mid Verlag: vriihl'sche llniverfitSts-vuch- and Stcinörutferei R. Lange in Sietzen. Schriftleitnng und Seschästrftelle: Schulftratze <•
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schlossen erklärt. Die Arbeitervertreter I Wir werden fraglos eine Verschlechtewaren empört, dah sie lediglich zur r u n g der Kohlenlage in Deutschland Entgegennahme eines Schriftstückes zu verzeichnen haben, wir werden uns uaiauf em« eingeladen worden wa re n. Einstim- stellen müssen, fremde Kohlen hereinzu- mig erklärten sie, aus solchem Anlah bringen, was selbstverständlich nach der Marit' kämen sie niemals wieder nach Düs- läge nur unter großen Opfern möglich ist. Auch seldorf mit einer starten Verteuerung unserer ße»
. bensmit el müssen wir rechnen. Aus ter Roi der
Ein Armeekorpskommando. Zeit darf niemand Vorteil ziehen. Wir müssen
Essen, 16. 3an. (WTB.) Für den Um- auch mit Arbeitslosigkrtt rechnen. Aber an ber fang des bisherigen militärischen Aufgebots geschlossenen Aschen Abwchrflwnt wer^ alte der Franzosen ist bezeichnend, daß der kom- P toirb 6i8 dum Leh.
mandterende General in B re den eh iDeben erfüllen. (Lebh. Beifall und Händellasche^ den deutschen Behörden d'.e bevorstehende An- Reddemann- Essen, Vertreter der tech. kunst eines Armeekorpskommandos mfc^n Angestellten, erflärte, dah mit allen Mit- ankündigte, im dreifachen Umfange seines Sta- teln, mit allen Geistes- und moralischen Kräften bes, und dah er die Bereitstellung der not- der französischen Gewaltpolitik Widerstand ge- wendigen Unterkunfträume dafür in Bredeney leistet werden müsse.
hprlnnntp Unter stürmischem Verfall des Hauses wird
9 " darauf eine Entschliehung einstimmig
Die Bluttaten in Bocbum- angenommen, in welcher der RelchZwirv ... ... \ f schaftsrat die Haltung der Regierung billigt und
Essen, 16. Ian. (WTB.) Ueber den geftri- «egen den Gewaltakt Frankreichs und Belgiens gen Zwischenfall in Bochum, bei dem das P^st erhebt imb der Regierung seine Unter» erste Blut geflossen und ein hoffnungsvolles ftütumg versichert. Zur Verstärkung der Proteste Menschenleben vernichtet worden ist, wird uns toirb ixjrauf i>ie Sitzung abgebrochen, berichtet: ______
Unter dem Eindruck der Besetzung durch die
Grützner teilnahm. In der ersten Sitzung waren von deutscher Seite neun Vertreter der bedeutendsten Werte des rheinisch-westfälischen Industriegebietes anwesend. Auher General Simon wohnten der Sitzung General Danvlgne, Generaldirektor C o st e und die übrigen Mltgli^er der Kontrollkommission bet Simon teilte mit, die Herren seien geladen worden, un den Befehl des Generals Degoutte entgegenzunehmen. Danvigne verlas daraus diesen Befehl, der an die Besitzer der Ruhrbergwerle gerichtet ist. Darin wird ihre Weigerung zur Kohlenlieferung festgestellt. Sie werden zum letzten Male aufgefvrdert, morgen früh die französischen Kohlenlieferungen wieder- aufzunehmen. Die erste Sanktion gegen das Verbot der deutschen Regierung bestehe in der Besetzung Dortmunds, die heute früh bereits durchgeführt sei. Sollte der Widerstand fvrtdauern, dann würden weitere Sanktionen erfolgen. Während der Befehl an die neun Vertreter verteilt wurde, erklärte der General weiter, dah die wichtigsten Besitzungen der Grohindusttiellen in dem Besitz der französischen Truppen seien und weiterer Widerstand von den schlimmsten Folgen begleitet sein würde. Regierungspräsident Dr. Grützner wünschte das Wort zu einer Erklärung, das aber verweigert wurde. Er bat nun um Aufklärung, warum ihm der Befehl zugegangen sei, über die Lage der
Fabriken und den Sih der Direktoren der Werke in den nicht besetzten Städten Elberfeld und Barmen Auskunft zu erteilen. Die Antwort wurde ihm verweigert. Obwohl der Regierungspräsident wiederholt bat, seine Erklärung entgegenzunehmen, wurde die Sitzung für geschlossen erklärt. Dann wurden die Vertreter oer Arbeiter hereinaera'en. Anwesend waren die Vertreter der christlichen Gew^kschaften, der freien Gewerkschaften, der Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften, sowie die cklnionisten. Die letzteren waren in Widerspruch mit der vom Regie-ungspräsiden- ten abgegebenen Erklärung ein geladen worden. Danvigne verlas im Auftrage De^outtes eine Erklärung, in deren erstem Absatz es heih^, er bedauere fe st stellen zu müssen, dah feie Indu st riell ni noch die Lage zu versch e em suchten, die durch den bösen Willen der deutschen Regierung bereits so schanerig geworden sei.. Bei diesen Worten erhob sich Regierungspräsident Dr. Grützner und erflärte, dah oie'er Sah eine Beleidigung der deut s ch e n Regierung enthalte, die es ihm unmögliche mache, der Sitzung weiter belzuwoh'en. Er verlieh darauf mit feinem Vertreter das Zimmer. Die Ertlärung an die ‘Bergarbeiter- cvganifatumen wurde zu Ende gelesen und jedem einzelnen der Arbeitnechmervertreter überreicht, General Simon betonte, dah d'.e B?zieHungen zwischen den Gewerkschafte'i unv der sranzosischrn Desatzungsbehvrde in Düsseldorf steis die besten gewesen feier. Die Desatzungsbchörde habe stets alle Wünsche der Arbeite.-schäft entgegengenommen und ihnen zu entsprechen versucht. Simon forderte die Vertreter der Arbettnehnrerschast au , sich bei ihren Gewerkschafte r in Düsseldorf zu erkundigen, ob das nicht richtig sei, und betonte, dah der Zustand der Freiheit der Arbeiter in Düsseldorf jetzt nicht zu Vergleicher sei mit dem, I den sie früher gehabt häf er. Die B-rsatzungsarmee I sei niemals der Feind der arbeitenden Devölke- I rung gewesen. DaoSaf wurde die Sitzung für ge-
Weg übrig, auf jeder Zeche g etoal tfame Eingriffe in Privateigentum zu machen. Piaktifch fehll den neuen Gewalthabern jede Möglichkeit, den gefchäststechnifchen Apparat des Syndikats anzuwenden. Er muh auf jeder einzelnen Zeche besonders verfügen und in jedem Elnzelsalle Farbe betenn.m inwleweit er Privatrecht verletzt. Es tritt dann auch klar in die Erscheinung. ob und in welchem Umfange er über d<n behaupteten Zweck, nur für Lieferung der Reparationsmengeu sorgen zu wollen, hinausgeht o_ ______________________ , und die deutsche Koblenwirtschaft beeinfluht and
not le schärft. Die Beschlagnahme dec Schulen beeinträchtigt. Die D.fürchtungen, di: auf leiten macht einen geordneten Schulbetrieb unmöglich. Beröraucher mitsprechen, fi.rben ihre Degrun- Will man denn absichtlich unsere Jugend der Ber- ^ung -tn her allgemeinen Fassung der Rote. Hier» wahrlosung entgegen;ü^ren? WM man auch noch G11g fann man bei der befannten Auslegungs- unfere Kinder opfern und das Wort Clemenceaus tünft ver Franzosen das Schlimmste herauslesen,
wachrmachen, dah in Deutschland noch 20 Mlllio- cEDäre ihnen durch Pertonen und Aktenma'erial nen Menschen zuviel herumlausen? (Bewegung, volll^mmene ckleberslchi über die Kohlend.llr- Zurus: Das ist ja die Absicht!) Der gewallsame femng Deutschlands in allen ihren Einzelheiten Einbruch hat die Devöllerun^ in ihrer Arbeit zugänglich gemacht worden, so wäre ihnen ge- gestört. Die Kohlenproduktion ist in diesen Tagen tcfo^u der systematische Weg gewiesen worden, um 15 bis 20 Prozent zurückgegangen. Die Heber» deutsche Industrie, wo und wie es ihnen pahte schichten, die die Brrgarbeiter nach dem 15. Ja- an Kohlenmangel eingehen zu lassen und mit nuar verfahren tooIlten, werden jetzt nicht geleistet, diesem furchtbaren Druckmittel eine Zwangsherr- Der deutsche Arbeiter ift ein freier Arbeiter. sH^st über die Industrie auszuüben, die wir Fro n» und Knechtarbeit liegt ihm nicht. aw8 dem Saargebiet zur Genüge kennen. Denn
Wir haben uns nicht auf diesen Protest be- dort haben sie lediglich durch die Droh un^keine schränkt, sondern selbstverstäni Ich jede E n'tellung Kohle zu liefern, wo ^tem ^ert- ^n dem sie der Repa ationsleistungen an F ankreich und Bll- es wünschten, erpreht. dah 61 Prozent des Kavi- gien verfügt. Rachdem die Zechenbesiher sich ber taTS in sianzoslsche Hande überging. Forderung Frankreichs nicht gefügig gezeigt haben, Wenn das Syndikat in «einer scheint man nunmehr mit Gewalt die kaufs- und Derteilungstatinkeit von Kohlenlieferungen erzwingen zu Franzosen abhängig gewesen wäre, so hatte Die wollen. Es ist ersieulich, dah sich die Zechen- Aushungerungspolttik hstematlsch und doch ver- besiher gegenüber diesem Gewaltakt ebenso ent» hältnismählg unauffällig, nämlich ohne einen ie- schlossen bewiesen haben, wie die Regierung es Wells nach auhen m Erschrinung tretenden Ge- tat Wenn Frankreich weiter mit der Beschlag- waltakt der Franzosen, vor sich gehen tonnen, nähme der Kohlen droht, so ift das ein neuer Jetzt aber müssen die Franzosen, wenn sie diese Buch des Völkevechts. Wir sind auch auf diese gegen die deutsche Industrie gerichtete Dernich- Mahnahmen gerüstet undwerdenauchdtese tungSpolitik betreiben Dollen m jedem Einzel- Gewaltmahnahme zu vereiteln falle einen Befehl geben, der ihre wirtlichen Ab- Dissen sichten verschleiert. Wir wollen unS feinem, Der
zu, ihren rechtlich und geschäf tstechnisch stark ausgebauten Apparat nicht tatenlos dem einmarschierenden Feinde in bte Hand zu geben. Ma» muh sich vergegenwärtigen, dah das Syndikat das Verfügungsrecht über die gesamte Produltion des Ruhrbergbaues mit Ausnahme des Selbftverbra i» Hes bat Alle Zechen sind gesetzlich und vertraglich verpflichtet, die Kohlen dahin ?.u liefern, wohin das Syndikat sie bestimmt. Di: Derkuu sablci un» gen des Syndikats haben in ihren Büchern und Rachweifungen den klarsten ckleberblick über den KohIeTlbrtmrf fast der ganzen dcut'chen Industrie, da nach denr Ausscheiden des Saargebiets und von drei Vierteln Obrrschles.ens au3 dec de-ntschen Steinkohlencerforgung, etwa 80 Pro ent deZ tteut- schen Steinkohlenrerbrauches auf die Ruhr angewiesen sind. Dieser ganze sachliche Apparat muhte verschwinden und mit den Gcschäftspap'e en auch der Vorstand und die Beamten. Wäre di ser ganze toorIaufg^’Dgene A )pa at des Synd kats mit seinen 600 Angestellten und Gosch f srapte en in die H<md der F.anzosen gefallen, so h ä t l e e i n e
■Berlin, 16. Jan. (WTB.) Sitzung des I Kommission von wenige n Personen Reichswirtschaftsrats. Dor Eintritt in genügt, um das Stznd ikat zu Aufträ- die Tagesorrnrung dankte der Reichswirtschafts- gen an alle Zechen zu verwenden zu mii'ister Dr B e ck e r für den flammenden Protest deren Ausführung die Zechen gegenüber dem Syn- g^gert den brutalen Gewaltakt, mit dem die Fran- dikat verpflichtet wären.
xofen und Belgier nach dem Herzen der deut- Dcrs ist jetzt nicht möglich Soweit die schm Wirtschaft grei,ten. Anter Bruch des Der- Zechen nicht besetzt sind, sind sie von den Gin- sailler Dertrags, den ein hervorrageirder Fran- griffen des Feindes frei. Auch die Zechen im '-> als die Fortsetzung des Krieges mit anderen Pfetten Gebiet töimen nicht -durch Mittel des Äkitteln bezeichnete, ist der Einnrarsch vor sich Syndikats gezwungen werden. Wenn sie sich abgegangen. dem man in zynischer Bemäntelung lehnend verhalten, so bleibt dem Feinde nur der leben militärischen und politischen Charakter ab- ■ — -- • ' ‘ ‘ " r --**»-
sprechen wollte, was lächerlich anmuten würde, wenn die Lage nicht so furchtbar ernft wäre. Hinsichtlich der Fehlmengen an Holz und Kohle, die anb« esieits als Grund für den Gewaltakt angegeben wurde, ist zu sagen, dah Deutschland das möglichste geleistet hat. Wir haben sogar Frankreich angeboten, ihm englische Kohlen zu liefern, ein Angebot, das Frankreich ablehnte. Fran^ M) wollte eben Verfehlungen fest stellen, um Deutschland zu zersplittern and zu vernichten. Die Besetzung hat die Wohnumgs-
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Hamburg, 16. Jan. (WB) Von unterrichteter Seite geht uns nachstehende Mitteilung zu. Die Verlegung des Sitzes des Rhei' die König eallee tom'men&r Demonstration szu; in I «tt ch-.W estf S Ns che n Kohlen sh nb l! a t« die Rähe des französischen Postens bei dem Ei en° vrm Lste,^nachg bedeute e für d. ^Syw bahndirektionsgebäude kam, feuerte bic -2Bac»e
Äff* Hüitde.to03nf ^dtesem"^Augen- gefetzten Beschlusses ist nicht nur in Deutschland, aiebenRra&en 3^ »tefent J .1 sondern namentlich auch im Ausland stark gewesen.
A ?' “s‘2ii ife I Man verkennt die Bedeutung dieses Schrittes, ? T 9 hio9 »in r hin tot3 OTTAtln tödlich wenn man ihn lediglich als Demonstration /VI einer groben Industriegruppe eines zwar macht-
m SucfaT gtoffm un5^ a^rer »a^unSet Iofen> aber doch nicht knechtisch gTtoorienen Lotte» tour^e- /tnsetge dieser Dnmange ®rt bewertet. Schwerwiegende, rechtliche und pval» syns d-r Denellerung <mkr»rd«Ech S-ltr-gm. n[<6c @rtoägungOT drängten die Z-ch-nbetiher du- Durch die Stvahen zogen oornnttatzs groye i - -- - ------- < ...»
Massen. Mtt Empörung wird überall von der gestrigen Bluttat gesprochen. Auch in Buer machte sich die Erregung über d'.e Besetzung tn Demonstrationen Lust. Stundenlang durchzogen bic Massen singend die Straben. Der französisch: Kommandeur erliest jetzt eine Anv rdnu ng


