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petfMeete tteinwrt v ». 11688.

1Z5. Jahrgang

Donnerstag, 16. August 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

fr nid «nd Verlag: vrudl'fche Untversltütz-Vuch» enö Sttinöruderet R. Lange in Giefzen. Schrlstleilung unö Keschäslrllelle 5chnlttra^ie 7.

>»M«dm« oon Snieigti ftt bi« lagunummn bi» jum fladimittag oorbet ohnrjeb« Uerbir.LbdjbeU. Srti» Idt 1 mm Höhe >ar

ng«<g«no 27 mmBrrit« drtl 15OOOU. . auitDart» 20000UL; f. X«hl am». Anzeigen oon 70 mm Sr«u«65000ni .bciPlatj. oor|d)nft2O' .Aus chlag j^oupt|d)nf1leiter .lug. (Bot^ Uerantworthd) für 'Potltih flug. ®o«g, für den übrigen Teil Ernst Bl»m>d> rin; fütben llnyigented *)an» 8t A, |ä m ili d) n iBejsn

Die neue Währung.

Ohne Ttüxfpd)! auf ctroa noch kommende Äurt- tl»n>anfungrn kann man )ei)t schon lagen bah d 1 e nia r ( al* Währung erledigt Hl 5Me «nt ift demnächll enbgulhg oorbtt. in b?r der ;-.iat durch Rotenbrucker.si 6ntciffnunq*pnlitif htcn Stile* betreiben und dadurch meitc :,<chlen der Verelendung dreiägel^n fonnle ermann Merger! sich schon jent. wertvoll? tzgüter eitt^u au scheu gegen trertlo'e» Pavi r- :i> Wertbeständige Steuern und Larisc Aus- x|runfl der Goldanleihe uftr sollen den Ucber- qnng Aur neuen Währung bilbitt und rorbereilcn. ÜMc diese au »sehen wird, ift Im einzelnen nid>: au ri-termen <34 tarn aber schon jeflt gesnzt werden. )af) die neue Währung ausgehen muh non einer gesunden Wirts cha st « poIiti 1 Siun- ix Ile Mahrrahmen können gute technische e- mrttel darstellen, wenn eine Währung aus gchi iber ftnmNnn» b«njh( 'Piefe Grundlage TT.Jh .".b durch bit Wirtschaft geschaffen werden Wiitld-a't und Währung hängen untrennbar z-llammen eine gesunde Wirlsaxtsl kann eine gesunde Wäbiu,g erzeugen, niemals aber wird eine totkranfe Wirt- djaft eme stabile Währung zulasten Die Wab- omgspvlitik der näch ten .Zukunft muh also W i rt- ' cha ft S P v l i t i k und nick! Finanzvoliiil Irin Die Zeiten bes wirtschaftlichen SvzüilismuS (auch eme» solchtm abgeschw ichler 21rt| dürfen auf seinen Fall mehr wicdertommen.

Die nächste Folge der ncum Währung wird eine Anpassung der deutschen 3 n ndSprelse an d i e TBellmat flprcile in Bisher lagen sie beträchtlich darunter von -ner eigentlichen .Teuerung . von 7>cr soviel gesprochen wird, konnte nicht die Ttebe lein, ipnft wäre der Ausverkauf der deutschen Wiri- Ichaft durch bas Ausland ni.miais möglich geDx .a H\?ltmarfi«ptei|c und Frieden« vr?ii? sind jedoch rnch! gfeiä^wdeutei-d Vielmehr liegen die W.lt- Tiarttpreife durchschnittlich 50 biS 63 Pro» über Öen Friedenspreisen Der GrohhandelSindcr belief sich «wenn man 1913 100 lefit) in -?-nq-

land rm 3unl auf 143 und in den Vereinigte» Staaten auf 1392. im Januar stand er dort sogar auf 177.6 Gewiste unentbehrliche Roh- stoffe sind noch weit über den DurchschmttS- tnbei hinaus gestiegen Sv z V kostete in Eng­land die Fvrderkohle. deren Preis irn Januar 1913 sich noch auf 10 biS 11 Schisiina belief, im Juni 22 Schilling Der Inder für Kolonial­waren und Venuhmittel betrug im Mai sogar 215. der VeveidungSinder der Vereinigten Staaten belief sich zu derselben Zeit auf 198 Unter Berücksichtigung dieses UmstandeS ist damit zu rechnen, bah die deutschen Inlandspreise über den jetzigen Stand um ein Beträchtlich-« hinau«- gehen toerbat. Gvldmarkpoeisc bedingen natürlich (botbmartlöbne. diese aber wiederum Gvlbmaik- eiftung Von dieser Doldmarlleistung kann sich daS ist der lohnpositifche Sinn der Goldina rk- Währung - kein Stand befreien, wenn er nicht lerne Ansprüche an die Lebenshallunz auf das primitiDfte Mah herabdrücken will Schon aus diesem Grunde wird die Einführung der neuen Währung gleichbedeutend sein mit demBeginn gröberer innerer ErschüUerungen. die dann noch sonders grob werden müssen, wenn die neue Währung die innere Brüchigkeit vieler Betriebe klar erweisen und dadurch Beschäftigung»' und Arbeitslosigkeit gröhten Umfange? aus­lösen wird Die kommende Krise kann nur dadurch überwunden werden, bah jebermann lei es Unternehmer, sei es Arbeiter seine Ansprüche auf das bescheidenste Mah herabmindert Die neue Währung muh eine Wahrung schwerster Opfer für alle sein. wenn sie das nicht ist, vird auch sie den Weg der Marl gehen

Das H3äi)rungsprogramm der Reichsregierung.

Berlin, 16 Bug Dtc dem Reich«kanzl?r nahestehende dcutlchvrlksparteiliche .Zeit" teilt über die in Aussicht genommenen währungspoli­tischen Mast na hm ich Ger neuen Regierung mit bah trotz einer gewisicn Stabilif'.'rung. die 'ich infolge deS Regierungswechsels auf dem deutschen Geldmärkte bcinerfbai gemacht bibe, sobald wie möglich ein Aahluitgsmitiel geschaffen werden soll, bas durch seine unbedingte Wertbestän- bigkeit den perhängniSvollen Sinslüsien un­seres bisherigen Wahiungsveisall? entgegencpir- ken kann Die ReichSregierung bcf.achte nicht etwa mit der Bewilligung und Einführung der wert­beständigen Reichsanleihe. die in erster Linie eine Sparanlage lein foll. ihre Bugabe ali erledigt daS wertbeständige Gelb, bas ge chancn r.^rben soll, bedürfe pei lerer Mahnahmen zu seiner Sicherung Die Regierung lei vom cr'ten Tage ihre« Bestehens an in die Beratung dieser Dichtigen Frage eingetreten Auch heute vormit­tag hatten Verhandlungen mit Vertretern wirt­schaftlicher berufsständischer Organisationen statt- letunben E« sei zunächst nicht beabfi<6tigt. bre Gesetzgebung in Anspruch zu nehmen, sondern es werde damit gerechnet, bah die in Betracht tom* Minden Kreise der Wirtschaft ihre Hilfe und Mit­wirkung freiwillig zur Verfügung stellten Bet hiefem Plane handele es sich darum, den Sachbef iy. der z. B durch die Produktion der Landwirtschaft und der Industrie «Kali. Kohle, chemisch? Produkte usw > gegeben lei, für die Sicherung und Deckung deS neuen wert bestand! ge.i .iZhlungSnsittels als Garantie nutzbar zu machen Die das Blatt bemerkt, könne man damit rechnen, bah bie Im Gange befindlichen Verhandlungen uns der Lösung des Problem« rasch näherbringen würden. ,

3m Reich«, inanzarinisterium fand bereite «er dem Vorsitze be» XeitWnanömtaifta« 5>t.

Hilserbi ng eine Besprechung der LandeS- linanzamlSpräsidenl.-n unb der Präsidenten der Abteilungen für Besitz» und V.rkehrSsteuern über bk Xurtffübrung bet neuen Sleuetzesetze statt Der Minister wies in einer Anfvriche aus den Einll der Lage hin. bi? ein rische? unb ent- schlrssine» Handeln cdorber? In ber Au I riche wurden die einzelnen Stcucrbeftlminu ig. n nach der steue> technischen Seite d>n einaeheno cröt tert unb Vichtlinien für eine gleichmätzige Dmchfuh- lung fellgehellt Bet sämtlichen Bertrclem der Finanzv,rwaltung kam der Gedanke zum Au»- biud. dal> eS trotz aller Schwie eitet gelingen müsse, d.e demnach t fähigen Stcii.-rb.'tiage noch in diesem Monat in die Finanz lassen zu leiten.

Die Ernahrunqslaye.

Berlin. 15 Aug iWTV i Ter VeichS- fanAler empfu.g in Gegenwart b<4 Veich?» iiHiilme für Ernährung unb Lanoioiirschiti ZT C ii t b c r unb de« V.ichzininiit.rs des Innern 6 n I ( m a n n da» Präsidium de» VeichS- landbundeS Die Vertreter de« V-ichSland- bundeS legten bar. bah der Landwirtschaft bie Voraussetzungen für bie Ivjüli.ing ih. t Ausgaben füt bie Volkser rihi ung . i»alten blei­ten mühten. Al» die wichtigst? Federung des Augenlsicks bezeichneten di? Vanbioiite bi' Wiederhersteilun z der Ott nun j unb Siöh :theif

auf dem Lande

und schildeiten zahlreich Fille. in denen Felder geplünbcit. Vieh geraubt u;tb di. Lanbwiite an bet Arbeit rerhindert würben Gleich n'ig wt-fen sie auf die schweren Eefatzren hin. bie mit den Streik« wihrend der Snite» und BestellungS- zeit retbunben sind

Der VeichSminister des Innern würdigte in vollem Mache diele Sa; icugMlen. d-eog hd> wegen der Streitfrage auf bie Srtlärunaen in d>-r gelingen Vede deS VeichSkanzlerS. in der gegen die Veranlaller solcher Streiks scharfe Stel­lung genommen ist unb lagst die Hilf' bes Vetchs gegen bie Plünderer zu. ur>- bei nicht überleben werden büde. bah die Pvlizeierekutworgane Stnri<t>tungee der Län- der find Die Vertreter der Landwillchoft mach­ten dann weiter auf die zwingende Notwendig­keit aufmerflam. dem Landwirt der leine Hauvt- erzeugnifle nur einmal im 3afore umkchlägt. die Möglichkeit der Erhaltung der Wertbe- ständigkelt de« eingehenden Gelbes zu ver­schaffen. um die landwirtschaftlichen Betriebe in voller Höhe zur Sicherung der Ernährung der Bevöllcrung weiterzuführen Zu dielen und an­deren die notwendige Mehrleistung nicht nur In her Landwirtschaft, sondern in der getarnten deut­schen Güstrerzeuguog betreffenden Punkten legte VeichSminister Di Luther die durch'uS zustimmende Stellungnahme der Veichs- ivgierung bar. wobei er besonders 9bte Moglichleit ' ervorhob. bie durch die neue Geldanleihe 'eochl den einzelnen Lanbwiiten wie den lanbtrirtlrfafllidxM Geiossenlchaiten und anbcicn Organisationen gegebe i srnd .fulammer- salsenb betonte ber Veichskanzler. bah bie V.ichS- rrgieiung wie mit jeb.'in andere i Beruföfta.ib. so belonbei« auch mit bei Landwirtschaft enge Zusammenarbeit rlle^e.i wolle und stell e unter Zustimmung der Vertreter des Landbu ide« feit, bah auch bie Landwirtschaft alles tun mülle, was in ihrer Kraft liegt, um durch die jetzige schwere .leit hinburchzukommen

Mit bei ®ntipannung der mnerpvlitifchen Lage macht sich auch eine

Verbesserung ber ßebenimiheltoerforgOTg bemerkbar In den letzten Dagen ist Schmalz t.t genügender Menge auf den Markt gekommen Wenn auch noch eine aewille ButterfnilbDheit herrscht, so ist doch bannt zu rechnen bah mit der Beendigung bar Ctmlcarbeiien leichlichere Zufuh­ren von Butter einfenen werden Die Aartoffel- txliefetung hat sich in den letzten Dagen gleich­falls gebclkit Auch Gemüse ist in erheblicher Menge aut dem M irkte vorhanden Aus dem Fleischmarkt macht sich bie Tätigkeit der vor etm- ger Zeit geschallenen Kontiollorgine wieder preis- icgulieienb bemerkbar Die Votierungskvmmillion des Berliner Vahrungsmittelgrohhandel» hat für eine grehe Anzahl Lebensrnittel die Prelle be­deutend herabgesetzt.

Dagegen ist infolge der Sperr- unb Dewalt» maftnnat,men der Fra izolen im Vuhrgebiet die Lebensmitiellage nach wie vor ä u h e r ft bedrohlich De Bevölkerung eruxuie des­halb von bei neuen Begieru ig die schnellste und tatkräftigste Hilfe Heute ist in Essen befann- maoicen, bah die Aeich-Sregterung ei ie i groh-en Devllenbelrag zur Sicherung bet FeUvedorguig im Bubigebiet zur Verfügung gestellt hat Es ist Vorsorge getroffen worben, bah grofje Fett- mengen in bet gefährdeten Bezirken noch heute zum Verkauf gelangen

(Eine Mahnung der Bergarbeiterverbände. Gelsenkirchen. 15 Äug IWTV > Die Bergarbeiterverbände er (affen folgende i Aufruf Stameraben! lieber fieben Monate führt da« deutsche Volk einen schweren Äanspf um sei ie Freiheit unb Ereltenz Die durch die Besetzung des VuhrrevterS und infolge der falschen Fi ia q- unb Wirtschaftspolitik hervorgerufene schwierig- ErnährungSlage wird von den Äommunlfien. Syn­dikalisten und Unionisten dazu benutzt, die Arbei­terschaft In einen Generalstreik zu t r ei- I b en, um auf btzk Welle bei Bürgerkrieg

»u enrfeffeln. Die vorhandene Vorlage wurde da- | trab ibi t U f n fra U vergrößert. Mt

deutsche Aerublik tri'irde auSeinantersallen und die deutsche Arbetlrrschafl unf?t fretnb-r

tzertschafl Fronbirustr leisten

müllen De in bei letz' i ? a ;c vom Heid: >tag veiub'ch c > e i 3;cuc e tz. u.ib ter. i lücksidils- lc,c Duid utziung, aonad) die Besitzeudei in cil'cr Li > v tur 5ragung te L.itz.'i i e. i ig.1 ' a eiten, sind gee'g ici. te rati.ci Grit.ntu ciln >g Einhalt zu geb c en u id eine Be' c u ig der E>- näh.ungSlage zu ei ziele i. Den Be nühu if.c i der Gene lichtsten ist eS glungrc i. die Wei b ,.ä ibig- leit dcS Lohnes einiger mähen zu sichern Die v öchentliche Vobn aMu -.g ist i i fall allen Be.g- rcoicicn durch e n? ö.-icinba u.ig ge täorl it t. zu, Be'chrtlung Cer nölige.i ,-tab.u g?miitcl we ­ben all Anrsteagu >gen gemad/ Alle bi esc T7af> nahmen kön-.e i >ih, > irir ba 'n Erfolg b-'hen, nenn die Aide tersch ist sich nicht zu unbe- sonnene i Schritten b>nte.h ' lähl. nein sie ten unbuid ü bi baren 'Baroien der Äonimu- nisten le.ne Gefolg'ch.ift l-iite'

Es gilt, alle Kräfte zusammenzufallen. um dem deutschen Volle, vor allem ter deutschen Arbeiter­schaft. die drohenden Gefahren abzuirenden Ge- neialitieif unb passive Aefistenz gegenüber oen eigenen Weil en oergröfiern die Vo läge ber A b.ite schast unb m ich-n e ne Besserung der Ber- tähnilk unmöglich brechen den Abwehrkamps ge­genüber fern s>ernten Mtlilarisi.' is unb gef iben die deutsch? 'Xepublif .stamer ide i! Hört nicht auf ber. falschen Freund ter Weg führt ins Verderben Folgt nur den Leitungen eurer Or- flanifalionen! Bur dann wird es gelingen, die schwieligen Verhältnisse zu überwinden unb bie Freiheit ber Aepublil zu sichern

Verband der Bergarbei er Deutschlands Gewerk- neretn christlicher Beroarbei er Gewerkveiein Abt Bergbau Polnische Abt f d Bergbau Polnische Bcrufsoercinigung. Ab! Bergarbeiter

Das Abflauen der Streikwelle.

Berlin, 16 2Lig Der kommunistische Putschversuch kann nach den heute aus säst allen Dellen deS Aeiches vvrsiegenben Meldungen als vorläufig gescheitert angesehen werden In Berlin wird heute in sämtlichen Groh- Berliner Gaswerken wieder gearbeitet Herben, so bah der normale DaSdruck überall wledcihergcstellt werden wird In den übrigen städtischen Bciriebcn wird bereit« seit gestern triebet voll gearbeitet Die kommunistische Streik­bewegung In Mitteldeutschland ist eben­falls so gut wie zusammengebrochen Spätestens Donnerstag früh beginnt die allgemeine Wieder­aufnahme der Arbeit im gesamten mitteldeutschen Bergrevier Auch in der Stabt Halle ist bie Streiklsiminung gleichfalls im Abflauen Auch für den Lausitzer unb den Merseburger Be­zirk ist mit einer baldigen Einigung zu recheten Ebenso haben die Leipziger fommuniftilfyn Betriebsräte in einer Bcrfammlung beschlossen, den Generalstreik abzubrechen

Die Lage in der ProvinzSachsenhat sich eben,all« wesentlich gebessert Gegen bie Stietf- heher unb Streikleiter wurde durch zahlreiche Verhaltungen voraegangen Die Zentral- streikleiiung der L'anbaib. iler unb bie Streikleitun­gen ber Kreise Salbe und Genthin wurden f c ft genommen

Im Kreise Genthin versuchten kommu­nistische Banden in mehreren Fällen

Brandstiftung.

In einem Falle crurbe eine Scheune in Brand gesteckt Ton den Tätern wurde einer erfchol » s c n. zwei verhaltet In einem anderen Jjadc mllllang die Biandltiltnng, jedoch wurden lämt- lid ? fünf beteiligten Personen verhaltet Kom­munistisch ? 'T!ünfceret foLumen suchten im Tegie-

Mer'ebu.-' de" La 'df eis E'S- leben h"im Z.rei di^er Kolonne.!lührLr wur­den oerbahef. zwei slüchteten Die in den Be­trieben behebenben Otganilalio.ten der repu- blikanilchen 71 o t tr c b r tra ibten sich gegen die Kommu.sisten. die in der Absicht, bi? Still­legung der Betriebe zu erzwingen, von einer Ar- deitcrstclle zur andere.' zöget. Durch IbiPvfi.- trupp« dmibcn die Kommunisten vertrie­ben In Zeitz l>errlcht w.eder völlige Buhe Io hast von den dort eingesetzt geu>eseae.t brci Schupo-Hunden schalten eine Huidertschast beteil« w eder zurückgrzogen werden konrt-

Dagegen haben

die toirben Streif# m Hatndurg gngenormnen. Im ganzen liegen 34 Betriebe still E« ruht auch der Bctiieb der Straheubahn. da auch die Uebei- landze.itrale die Arbeit mciNirgelegt hat Die Xommumften bieten alle« aut um den aligemet* nen Generalstreik herbeizuführen Die Dewerk- fchaflen erliehcn Aufrufe, die sich gegen bie wilde Streikbewegung wanden Bon Arveitgebeiseite ist ein Angelt erfolgt, da« die Zustimmung ber Betriebsräte und Der Gewerkschaften fand. Don den Ausständigen aber aögnehnt wurde Auch im Hamburger Hafen herrscht voll ständige ArbeitSruhe Die Schauerseule stellten fol­gende Forderungen Vollständige Beseitigung der Sicherheitspolizei au« dem Freihafen unb Hafen» gebiet und 10 Millionen Mark WirtlchoftSbeiHilfe Mit den Lohnvereinbarungen, die für drei Zage 650 000 Mark Darlehen sind sie nicht einr^-r- standen

Die Stoetflage tur besetzte» Gebiet ist wenig verändert, Heber 2a chen wurde der Belagerungszustand verhängt In Datteln bei A-cklinghausen tarn es am TlliNwochnachmiNag zu schweren Ausschreitungen kvmmunl In scher Ele­mente, Etwa 5 bis 600 Mann ftürou en das AmtshauS und mitzHandeilen ben Beigevrb- *» SU >ai IMilRI »t* WnM herbei.

geholten Posizeibeamten. die auf die Zusicherung freien Geleits d i e Waffen abgcgcbci Ixtttcii. wurden so schwer mihhandelt. dal acht Beamte ins Krankenhaus eingellefert w-r. beu muhten Von Recklinghausen sind zur Wieber- beiltellung der Ruhe voli.zeiliche 2xritar(u:igen cingctroffen. Die Beiatzung hatte ein Einschreiten gegen die Ruhestörer abgelehnt.

Ikrlängcrung ber Verkehrssperre.

Pari«. 16 Bug lW B ) Die bei« _3Ao de Paris' aus Mainz meldet, hat bi Rh, inl.inb- krmmilsioa bie Verlängerung ter Verkehrssperre zwilchen dem besetzten unb dem unbesetzten Ge­biet. die deute zu Ende geben sollte bi.' zur Be­kanntgabe eines neuen Zeitpunktes l-eschlossen.

Rach, einer Mitteilung de« Begienngipräfi- benten zu Münster hat die BesayungSbehörbe der ciaöt Bottrop Oie .zaistnng iwn ZU JUU .ins innerhalb 14 Dagezi al« Buhe für einen Mi.ie Chini geschehenen Zn il-chenfall au,ei legt. Sic hat damit gedieh' bei Richtzahlung bie er Kontribu­tion die letzten drei noch >m Ante beiindlicher Beigeorbncten bei Stadtverwaltung auf drei Monate in» GelOngniS zu setzen 2bgefcben r-iivon, bah dir Auferlegung einer Kontribution mitten im Fiteben gegen jede« Völker­recht rerftöht. zeigt der vorliegende Atli, dast e« den Fianzolen hauptsächlich darum zu tun zu sein sch?int. die Verwaltung der Stadt Bottrop vollstäildig lahmzulegen Die Folgen werden Un­ruhen und Lebensmittel not lein

Heber die widerrechtliche

Besetzuug ber Düsseldorfer Vesichsdankstellr ersahi, man jetzt folgenbe Einzelheiten Am Montag erschienen bei der Reichsbank zwei Fran­zosen, um einen Scheck einzulöfen. der frir nicht auf die ReichSbank gezogen war Die Franzofetr wurden auf ihren Irrtum aufmerksam gemacht, eS wurde ihnen erklärt, auf welche Weise sie den Scheck einlöfen töunten Die beiden Franzosen entfernten sich Kurz daraus erschien eine fran­zösische Wache unb besetzte die Bankräume ohne Angabe ter D ünde De Bankletting wankte sich an ben loanzölifchen stlreisdelegi» rien. der sie an ben Nominandierenden General bes Brücken­kopfes Simon verwie« Dieser ist aber augen­blicklich nicht in Düsseldorf Sein Vertreter er­klärte. er werde eine Entscheidung treffen Aus diese Entscheidung wartet man noch heute Am Mittwoch ist es den Franzosen gelungen, auch bie Tresors ber Essener Relchsbank nach sicnf wöchigen erfolglosen Versuchen zu öffnen. Die Franzosen begnügen sich jetzt nicht mehr damit, die Ösfentlichen Kaffen zu plündern, sondern gehen auch dazu über, ben Druck oon Gciblcheinen gewaltsam zu unterbinden. In Dv> t- munb wurden zwei Druckereien befetzt, die Reichs- und Rotgeld herstellten.

Auf der Zeche Rheln-Slbe In »elfen- kirchen sind 203 französifche Arbeiter rin­get rof len. um die Kokerei für bie Franzosen In Betrieb zu nehmen

In einer groben Belegschaft-Versammlung nahm die Arbeilcrlchaft zu dreier Besetzung durch die Ftanzosen Stellung ötamütig wurde be­schlossen. solange der Arbeit sernzu bleiben, bis die Franzosen die ,seche verlassen haben. Die Franzosen haben bekanntlich die Gaslieferung an Gelfenkirichen unter ber Bedingung zugelagt, bah die beutldjen Arbeiter unter französischer Leitung arbeiten würden.

Die separatistischen Brüder.

Pari«. 16 Äug Wie der .Biotin" meldet, bat gestern in Koblenz die vffizrelle Vereini­gung der Partei .Freies Rheinland" und der .Rhein !chen Hnabhängig- keit spart ei" stattgefunden Sämtliche lvnber- '.ü-.dse.ilchr Bcrctr.igur.ger; hätten ",,t, br. Ba.ici .Freie- Rheinland unter ber .zuprung To » tenS angefchlosien S« sei lofvn eine Er» kläiiinn dem Brälidenten der Rbeinlandkommsii, übergeben, in der vor allem die sofortige Schaf­fung einer rhelnischen Währung gefordert wurde --

Die interparlamentarische Konferenz.

Kopenhagen, 15. Aug IWTB 5h er wurde bie 21. interparlamentarische Konfe­renz eröffnet SkaatSnnniffer Aeergaarb sprach uachmens ber dänischen Regierung die Freude darüber aus, so viele Parlamentarier hier versammelt zu sehen. Er sprach von den Zielen, für die die interparlamentarische Union seit ihrer Gründung gearbellei habe, nämlich eine bessere Zukunft vorzubereiten. in der ©treittqteften zwischen ben Völkern nicht durch Daffenmacht entschieden wurden, son­dern durch Verhandlungen, durch Schieds­gerichte oder internationale Rechtssprüche. Es fei jetzt fünf Zahre her, seit der Weltkrieg auf- yörie. Tu>u# Immer sei kein iy i r (i i a-> e r Friede geschaffen. Man brauche daher mehr denn je die Arbeit der internationalen Union.

Staatssekretär a. ® Dr. M a t a j a-Wien fettete dann bie Verhandlung über die p a r kamen tarische Kontrolle der Autze n- Politik ein. Seiner Ansicht nach würde eine solche Kontrolle den letzten Krieg verhindert haben. Die Frage fei, w i e eine solche : vn- troFIe auSgeübk werden könnte Es könnte da­für gesprochen werden, sie durch Plenarsitzun­gen der Parlamente, durch Ausschüsse oder durch Parteiführer auSzuüben; alles d'eS könne man in der Kommission besprechen. Der Redner beantragte, eine solche Kommission gtk ernennen.