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benetzte oe 6<nn«lag Separa» arioi»xx Broten 'Hmbbüxi das e*rfht>eu4 $■ Rannt*.
THe Hearegelung dv Srehxr» forgung.
7J«r It«, 11 Oft. (TDoffl ) Der au4 her TKmt i6e» Reichstoae* aeftuberte Mansch, nnl Rücksicht 'ent bte plötzliche grob« (Mbennoertung bu Mo rftebctXDtrl o rtruna über den 15 Oktober htn- an* noch einige Zeit fortgufübrtn. tfl au* »echnIschen und Uurtschaftlichen ®rünben. 1n»deson- *ert bn AcnMkf auf den gruben Umfang de* Per» ■oeenfretw. gänzlich unerfüllbar 3* Mrftx daher der Reich« regt erung nach trMtber- holter Prüfung der Frage nichts anderes übrig, al*
bi» bedürftige* Kreis» der BepSlleruug her. «■tagten«* aeb ihre UHUrftütomg derart zu »rhShe*. M sie Über dies» kritisch« Zett htn»
■egfeww* Ueeee.
3m 3nlereflt schnellster Unterrichtung gib« Me Regierung tm folgenden einen Uebeiblla über btt geplanten (dtneeimab nahmen
3m besetzten lebtet loll bu Terloi» gung mil IHarfenbiot, im» das schon vorher In Aussicht genommen war. wenn auch erogefchränft, fo doch vorläufig noch fortgesetzt werden Für Die
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sollen die am 15 Oktober fälligen ^Ubmona ,«- belüge nach der neuesten Reichsrichtzaht berechnet und dadu rch e r höht werben AußcrdeTn erhalten die Sozial- und Äletnrvnmer am 22 Oktober bei sorkschreilender Teuerung eine weitere Unterstützung Lol wnmb Oe* chnnachkigungsgesetzes wird es möglich sein, auch bee Unfallrenlen aufzuwerten. Die
5X« bart stationierte P>lizei wache In Stärte von vier Dann letsiete den Wnbrtngllngen Tiber- stand wobei aus beiden ©eilen geschossen wurde Gin Pvll-etbeaemer wurde durch einen Schuft In Iben Oberschenkel verletzt. Ruch aaf feiler der Separatisten gab c* einige Versetzte. die von Ihren Parteigängern vorn Platz gebrach! wurden
3* Düsseldorf Nähme* bi« Ausschreitung«* «ei
Samstag immer größere* Umfang an,
beit-Tiber* in Oberbilk, wo am Abend v?rh r zahlreiche R o n | c f । l o n * -. ßc b . n * ;n i 11 c I- unb Schuhgeschäft« ganz alt teilweise ausgeplündert wurden Ruch in anderen S ladt teilen wurde eine grobe Anzahl lolchei be- schält« In derselben Meise von t-ci plündernden Teige heimgesucht Der gdbhte Teil ter Ge- schäft» kennte noch rechtzeitig die Ad.ni schließen Die Polizei war wegen tfxrt geringen Stärke Öen Plünderern gegenüber machtlos Di' Ge- fchälisinhaber mußten Aukbcn. tote txc Daren geraubt wurden Die Plünderer waren hauptsächlich junge Rutschen, aber auch Frauen und kfbft Kinder schlossen alles fort, darunter ganze Tillen Tuche unt Kisten mii Targarin.-, Schmatz ulto Teilweise mttriddten sich unter den Plünderern Kämpfe um l le gestohlenen Taren Rls später eine Abteilung französischer .Infanterie und Kavallerie tlc Rltliadl durchiog, stob t* THrnge auüehKmtvr fit sammelte such aber bald toteber an. da die Franzosen nicht ting r 11 f t n und fcftcn die Plünderungen fort ffeg-n Mittag drangen t>»t Massen In ein großes Konfektionshaus am Atnbenbu rgrr.nl tinh ra>'b- ten Anzüge. Mäntel usw 3n diesem Augenblick erschien die blaue Polizei auf zwei Last» tagen und ftanzdsllche Besatzung« tru open mit
ÄrtegOet^ÄNf** e*b Krtegs^tulertzliebe*e* erhallen durch die Fürsorgefteklen neben der Er- Höhung brr Zusatzrenten eine wei'ere Zwischen- zahlung Die Sätze der
•t»«tHl»f«eeitrrfttt**e
sollen mit der beginnen den Woche dem Stand der Dark schneller und besser angepaßt und zugleich W» ihren Grundbeträgen erhöht werden 8Ine Eksv rechende Mehrzadlung soll schon am Dren «lag «»setzen Die jugunficn der
Kinderreich«*
vorgesehenen Maßnahmen sind bereits bekannt - atgeben worden Damit sind tm wesentlichen tne- wngni Bevölkerung*kreise bedacht worden, denen der Gesetzgeber beim Erlaß de* Gesehe* zur Sicherung der Brvtversorgung tm Wirtschtftsjahr 1823/24 gewisse Entschädigungen für den Wegfall de* Markend rote* gewähren wollte
Aushebung der Kohlenfteuer.
Der im. 14 Oft. lWTB> Auf Grund des Art 48 der Reichsversasfung wird svlaendes verordnet 3n Abänderung des § 112 Abs le der Aasführungsbest anmunaen vom 21 8 1919 zum Gesetz über die Regelung der Kohlenwtrtschast HM<b*gefe*bkitt S 1449) wird bestimmt, daß der Relchswirkschafts Minister befugt ist. die vom Rstchskohtenverdanbe festgesetzten "Brennst osfver- 1aMf*pneife auch ohne vorgängige Anhörung des RetchsEohlermris und des Reichskohtawerbandes b e r a b n u 1 e_C e n
i Z. vai a o« »45
1923 <R»teh*g»s«tztzl. 6. 183) wird
**^T^^^Stefc Devordnung trtti mit dem 15. Oktober 1923 in Knast.
I Teritn, den 13. Oktober 1923 Der Reichspräsident gti Ebert. Der Reichskanzler oo» “Ste. ©trefeznann. Der Reichswirilchaftsmurilter gez Dr Koeih Der Rotchsm tatst er der Finanzen gez Dr Luthe r.
Neue Lebensmittelunruhen.
Frankfurt a. M., 14. Oft. (fpd.) Die erregte Stimmung der Bevölkerung dauerte auch Samstag an. Vormittag- rotleten sich Dir dem Arbeitsamt und an der Kvnstablerwache größere Menschenmassen zusammen, die aber von der Schutzpolizei schnell zerstreul wurden. Fast alle Geschäfte hatten ans Furcht vor Plünderungen geschlossen Einen gefährlichen G ha ratter nahmen nachmittags die Demonstrationen in der Umgebung des Rathauses an Hier versuchte der Mob bi« Bezirkswache an der Reuen Krönte zu stürmen und die hier untergcbrachten Schutzpolizisten herauszuholen
Dt» Polizei ging gegen die Menge mit bla», kt Waffe vor,
wobei her Gummiknüppel sich hervorragend bewährte Als bann weitere Wenschenmaslen txwn Drnn 5er gegtr» den vunüiiic^ wurle
die Ltge außerordentlich stittsch für die Polizei Es gelang aber den Beamten, die Menge langsam zurück zu treiben Aus dem Alten Morst wurde die Polizei plötzlich mit Steinen beworfen Dazu fielen aus einem Hause mehrere Schüsse, die zweifellos den Polizeideamlen galten Siner der Schüsse verletzte einen Demonstranten lebensgefährlich Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vir Bo. r-cn Derbastelen fand man zahlreiche Waffen und sonstiges Krstgsgerät Bei Eintritt der Dunkelheit war die Ruh. in den Straßen her- gestellt Verstärkte Polizeistreifen ftrgten für di« reibungslose Abwicklung des Verkehrs
3« Höchst ließ sich die Volksmenge am Frei, tag nachmittag m schwere* PlLndemuge* hi*r«iß«n
Das HerrenM-ider geschält von Earsch In der Königsteiner Straße wurde vollständig demoliert Alle vorhanden« i Äleibung*ftüde ufw wurden weggeschtevvl Dann drangen Volk*Haufen tn die Wohnung des Polizei-Overwochnneisters Dill, der das Oberkommando übet die Schutz» Mannschaft führte, und zerstörte hier die Wohnung und deren Einrichtung vollständig Auch andere Grschäftsläden wurden schwer heimgesucht Erst alS der französische Kretsdelegierte mtli» tärische Streifen durch die Straßen ziehen lief) und abends den verschärften Belagerungszustand über die Stadt verhängte, trat Ruhe ein Die Polizei wurde zurückgezogen, um sie nicht bei Volkswut preiszugeben Später wurde Ile von den Franzosen entwaffnet. Von ben verwunderen Demonstranten verstorben am Samstag früh noch zwei tm Krankenhaufe. Für hie Zeit von 8 llhr abends bis 6 Uhr früh hat bk französische Behörde vollständige 6traben- sperre angeorbita Samstag früh zogen größere Krupps Arbeitsloser auf die u ml legenden • ürfer, »■ t*e= ottKd*® Xaztofftin Ot holen.
zwo Panzorautvs Diesen gelang es den Plün» berem den größten Teil der geraubten Sachen Wieder abzunehmen
Die Politisierung der Rechtspflege in Hessen.
Darmstadt, 15 Ost lPriv -Tel.» Der Hessische RlchIervere in war am Samstag in den Räumen des Obersandesgericht» zu einer außerordentlichen Tagung zusammengeNeten. um Stellung zu nehmen zu bei Frage der Politisierung der Rächt-pflege sowie zu der Zurücksetzung des Dvrstand-mitgltede- 'Zandgerichtsrat Dr Lehr, der eine außerordentliche Richtertagung aus Anlaß bei Derändeiungen m den höheren Rtchlerstellen trotz des Wunsches der Regierung nicht rerhlnde,' üatte ?ülch einer Schilderung der Sachlage durch Den VotsitzeiSen LandgerichlSoai Dr Schneider ging Obe.« landesgerichtspräsident Dr V e st eingehend auf die Politisierung der Hestifch-Tn Rechtspflege ein, wie sie ton der jetzigen Regiering beabsichtigt lei Die TlnpaNellichkeil werde gefährdet, das Vertrauen in die Rechtspflege erschüttert, die Unabhängigkeit bet Richter trab bam’t das
Gesetz verletzt.
Die Politisierung der Justiz gefährde ferner die Laufbahn bei charakterfesten Männer. die ihre llebErzeugung nicht wie einen Handschuh au wechseln vermöchten, sie erzeuge bittere ®efüM< und f&äblae die freudige Pflichterfüllung, die der Dienst fordere West betrüben- der wäre kzis Bill» derer, die. um ihr Fortkommen zu testen, ihre Gesinnung opferten Politische Kochelei imb verächtliches Streber.
tem feie* Me Früchte der Politisierung, Me jede Kollegialität untergrüben und die 2Ih..D» sphöre vergifteten 3» der Aussprache betonte Genevalllaatsanwalt Geh Rai Di Pre- tor i u«. daß van 35 von Präsident Best als übergangen bezeichneten Beamten mindesten- 15 Herren für bat Amt des Landgemchtsdirekwrs ebenso geeignet wären, al« der aus politischen Gründen hierzu Ernannte Es wurde dann gegen lech* Stimmen folgende Entschließung angenommen
Der Hessische Richterverein umschließt al- reiner Zachverein Angehörige aller Parteien Semem Wesen nach mutz er alle Bestrebungen auf das entfchied»ndste bekämpfen d e seine Mitglieder nach pv< it t sche n De'icht-Punstcn bewerten. Gbenfo wie er jede Absicht zurückwerst. Mitglieder Wege, chrer politischen Gesinnung nrcht anzuitellen, ebenso muh er sich dagegen wenden, daß Mitglieder wogen ihrer gerade genehmen Gesinnung bevorzugt werden Die Politik muh der Rechtspf liege fern bleiben, sonst ist ihre Unparteilichkeit m Gefahr Denn
Mt Heraushebung Politisch genehmer Personen verfolgt, wen» a»ch unausgesprochen, den Zweck, Me Rechtsprechung parteipolitisch ,n beeinflussen.
Die Einführung bet Parteipvlltik ist aber auch gee.gnet, die seitherige Einheit de« Richter arm« zu gefähiden, den Lichterstand zu zersplittern, folr.e durch Gesinnungsschnüffelei Me Kollegialität zu untergraben Ein Zusammenhalt aller Richter ist aber bei dem 'Beruf«beamtentum und der Unabhängigkeit der Rechtsprechung drohenden Gefahren nötiger denn je Auch axi« b«fen Gründen lehn: der Hessische Richter verein alle auf Einführung der Parteipolitik abzielenden Bestrebungen rundweg ab
Zum 2 Punk, der Tagesordnung .Zurücksetzung des Vorstandsmitgli<chz Dr Lehr" unterstrich nach Darlegung de« Tatbestandes durch den Vorsitzenden der Präsident des Landgefcht« Darmstadt. Geheimrat Theobald, daß Dr Lehr ein offenbare« Unrecht geschehen fei, al« er als Vorstandsmitglied des Richterverein« wegen pflichtorätziger BniÜbung seines Amtes vom Minister tum nicht befördert wurde, krvßdem er vom Ministerium ausdrücklich für geeignet befunden fei Der Vorsitzende de« Republikanischen Rickerbundes, Amtsgericht«ost Müller, schloß sich diesen AuS- führungen an, bas Dc Lehr zugefügte Unr«ht fei sonnenklar erwiesen Die Versammlung nahm dann fotaenbe Entschließung etnfttmmlg tm
Durch Art 118 und 130 der deutschen Reichs- verfassung ist den Beamten das Recht bet freien D enntn gsä* ßerun g und des freie* Anfaurmenschlnfses grwShr leistet. Das OLtfimen, das das H*ftizministermm an unser Vorstandsmitglied Dr Lehr gestellt hat, indem es trotz ferner anerkannten Befähigung feine Beförderung zu tn Oberlandesgerichtsrat von Erklärungen abhängig machen wollte, enthält etne Ver- l«|uc g 6t*x Gnmdoech»», "Str baden unserem
Kollegen wr Oepr Oarur. Dan er etn rounee 21r> linnen entschieden zuruckgewiesen und dem Verein die Treue gehalten hat, selbst auf die j«6l zur Tatsache gewordene Gefahr bin, eine Zurücksetzung zu erfahren Wir bedauern, daß da« vertrauen-volle Zusammenwirken, das fettber zwischen Ministerium und Richterverein bestanden hat. hierdurch gestört ist
Die Aufwertung der hessischen Staatseinnahmen.
Darmstadt. 14 Oft (Priv -Tel > Der Fi- nanzauslchutz de« Landtag« dal einstimmig dec Regierung d c Ermächtigung erteilt durch Rotver- oibnung.n üi tuntrch'ler Anlehnung an die Reich*. Rorftandsg.fetze eine Anixistung an tw- Deident- t^rtirag (x- den ”taal<et-m iptncn her beiz u führen »in« Rrg^rungsvoriag.-. die v<-rs-piei>ene außer- c. denlltch. Kredit.- <ou>:c den Betrrebsstock bet Hauptliaat«falle der G-ld.-nkwerlung cnpastt. sand cbcnfatl« einfftmmig Annahme Zur Forderung des Wohnungsbau- wurden envvrechende Vollmachten erteilt
« VerbilligN*g*aftioo de« Brote« durch tu« Reich führte eine längere Aussprache dccbei. Um di- für viele Verbraucher ganz außer- ridenllich schwierige fast unhaltbar« Vage «u t.k-J^en, wurde geforden daß von fetten der Regn- ung und der i2andw rckchaft alles g.lchede. um dee Emäbrung der Städte lichertultellen üon veisän p.m.-n Abgeordneten wurd Merbci Lieder- enfüb uog br Z wa ngowirtlchaft oerlangt und dabei dte Befürchtung auegefrrexben. daß bte vorn Rerch ungeordneten Matznahmen tn keiner Deck« au« reichen
Auslösung der proletarischen Hunde»tschaften in Sachsen.
Dresden. 14. Oft. tPrrv -Tel) Der 05«- kt-Kbalxr de» Wehrkreise« IV. GeneralMül- l e r, hat Ur sächfilchen Regierung mitgeteilt, daß er die Auslösung Ur prvleianschen Hundertlchas- len arwrbne Ferner wird bte Bildung von Hundertschaften und ähnlichen Organisationen verboten und kneAblieferungallerWaslen innerhalb von drei Tagen angeordnet Eine dritte Verfügung wendet 'ich mit entsprechenden
Verboten gegen alle Aktionsausschüsse und ähnlichr Organisationen, die den Zweck hoben, nebe* den verfassungsmäßigen Behörden oder gegen diese zur Vorbereitung oder Durchführung Politischer Maßnahmen Schritte zu tun. 3n ter Begründung hrtßi es Dem Wehrkreiskommando sind au« allen Teilen SachlenS, vor allem aber au# dem westlichen Sachsen von einwanl reien und ruhig.n Persönlichkeiten sowie auch von Staatsbehörden Schilderungen und Mcl- duogen g r die Lage in den Hauptindustrie- fi.gmt.n ugtgangen aus denen hervvrgebt, daß c.n großer Teil der Bevölkerung, auch der Ar- br.tersckasi, stark unter dem Druck einer gewalttätigen Minder heit zu leiben bat. Tie Arbeitgeber und die verständigen älteren Arbeiter sühl.-n sich durch diele Minderheiten, die vorwiegend durch die rabifale Zugend verkörpert werden, bedruckt Aus Furcht vor Racheakten unterlassen sic Anzeige strafbarer Handlungen Da« Wehrkreiskommando hat au« diesem Schilderungen und au« gerichtlichen Akten
die sogenannten brofefarf*eB H»drrtschsf- ten gnm Dell den Rahmen für diese Terror
ausübende radikale Jugend ergeben
Die Verhängung de« Ausnahmezustandes hat nur äußerlich einige Ordnung geschaffen 3n «ir*trn Aulrui öee pn>tnt ort’eben Zentrolausfchlll- seS der sächsischen Hundertschaften vom 12. Oktober wird die Bildung einer gemeinsamen KampseSleitung der Hundertlchasten bs- farmtgegeben Ds unterliegt hiernach keinem Zweifel. daß mit dem Aushören des Ausnahmequstan- kes üherall wieder de Hundertschaften stärker denn js berporiretea werden Eine endgültige Gesundung der Verhältnisse kann daher nur herbei- gesühn werden, wenn die EErrichtung der Hundertschaften ebenso wie die aller Selbstschutz Organisationen überhaupt aushört.
Dlese Verfügungen stellen die Geschlossenheit be« neuen Kabinetis auf eine Probe, der e« kaum gewachsen sein dürste, denn der Ausbau der proletarische.t Hunder.schalten ist ja eine der Hauptbedingungen, unter denen die Kommunisten in die Regierung cuigetreten sind Rach emer we tcren M ttcllung be« Wehrkreiskommando« sind denn auch von behördlicher Seite bereit« Zweifel on der Rechtsgültigkirit der Verordnung e»hoben worden, weil ai diesem Tage Reichstag Sabgeordnetei Meier al« RegierungS- kommisfar |üi Sachen emajntt worden sei und d.eie Verordnung feiner .ZuktimTming SotwiH« hätte Um alle Zweisel zu beheben, gibt bat Wehrkreiskommando bekannt daß für Sachsen bisher kein ZtvilkvmnriNar ernannt worden ist und daß die Verordnungen Dom 13. Oktober durchaus rechtskräftig sind.
Ein neuer Sonntagsredner.
Pari«. 14. Oft <WTB i 3n Evreur. Departement Eure, hielt der Präsident der Republik, Millerand auf einem ihm zu Ehren veranstalteten Festmahl emc Rede die sich Haupt- sichlich mit der inneren snu»östschen Politik be- Ick-ästigte Er erinnerte an die seit dem Kriege tn Eurova vollzogene Aenderung an Rußland und Oesterreich, die infolge be« Kriege« zusammengebrochen feien und in Verbindung damit an die neugeschassenen kleinen Staaten Diese Staaten täten recht sich zu stabilisieren und da- dringendste Bedürfnis sei üHerbie« ihre äußere Sicherheit. Sie wüßten, daß Frankreich sich die Achtung vor den Verträgen zum Gesetz gemacht habe und niemals dulden werde, daß die durch den Sieg geschaffene Ordnung gestört werde. Frankreich genieße ein Pre - st > g e da« e« auch mehr ferner moralischen Autorität al« seiner weltlichen Macht verdanke
Millerand besprach alsdann die Bedeutung der Landwirtschaft und die Bedeutung seiner kolonisatorischen Tätigkeit
Die Gekmrfeupolltik sei unerläßlich; st« habe einen fast tragischen Eharafter mb sei enrft **d briu glich
Wenn die mit Beharrlichkeit und Festigkeit geführte auswärtige Politik ihre Früchte gezeitigt habe, könne man daran denken, die Verfassung um- }ugeflallen, damit sie der Regierung mehr Stabilität und den wirtschaftlichen Interessen mehr Garantien gewähre. Dre Rr-Hroperation zeigte, daß man die Militärdienstzerl nrcht unter 18 Moeurte heoabfepen tBeae,
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 15. Oftober 1923.
Tie Milchpreisseftsetznust.
Aus Grund von Vereinbarungen der Der- •rticr be* Siädtevundes und der landwirtschaft. lichen Organisationen wird tn Zukunft de, 1 MlIchpre 1« nach dem burchschnittllchen 5 11 e- den-milchprei« und Aufwertung nach den- Detriebssteuerinder ermüteU. Der Grundpreis ist zunächst aus 15 Gvldpsennige pro Liter Vollmilch festgesetzt, der Papiemrarkpreis wirk . hä) durch den jewerftgen Steuerinder s ü ' d i e Vanbabgabe folgerichtig regeln Be' spiel Frn:den-prei« für Vollmilch 15 PI. Be- IticMftcucrlnbei vom 13 bis 16 Oktober 243 Millionen Allo 243 000 000x15 100 — 38 000 000 Abrundung nach unten erfolgt, wenn der Bruch- teil unter 5 liegt. Abrundung nach oben, wen, der Bruchteil über 5 liegt, keine Abrundung, wen, bit Bruchteil genau 5 betragt Rach Man Beispiel ergibt sich der obengenannte Milchprers dd> { 36 Millionen Mark, der solange gilt, bis sich bei , Betriebssteuerinder ändert Die« ist der S t a 11 - j preis für da« Liter Vollmilch Äür den Klein- : ocrtauf tn der Stadt treten entsprechende Erhöhungen etn. da b* Händterzulchläge sowie bu Frachten und die Gebühren für die Verbilligung ’ der Milch zur Abgabe an Minderbemittelte, dir von der Stade erhoben werden, zug»schlagen wer- den müssen
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Dis (»rmäffiflnHflen beim Steuerabzug vom ÄrdeitSIohu.
unlTi^u i ii n । voaiuti gibt oäanru De Verhältnis zahl, mit der die in ber zweiten Septemberhälfte tn Geltung gemefenen Ermäßigungen beim Steuerabzug vom Arbeitslohn zu vervielfachen find, beträgt (wie am 6am«tag schon kurz gemeldet. D Red ) für bie Zeit vom 14 bi« zum 20 Oftober 1923 .32" Rach der Entwicklung de« für diese Woche veröffentlichten Leben«Halrungsmde, gegenüber dem nach der Verordnung vom 27 September 1923 zugrunde zu legenden 3nbci ber zweiten September wvche würde sich an sich etne niedrigere Verhällniszahl er neben haben Es hat sich jedoch he neu-gestellt, bar bei einer starren Anlehnung der Ermäßigungen an da« Verhältnis zwischen dem letzten Leben «Haltung« Inder und dem in der zweiten Septemberwoche festgestellten Leden«haI- trrngSrnder crae zu hohe steuerliche Belastung der Lohn- und DehaltSempfänger eintreten würde Daher ist die Verhältniszahl abweichend von den Bestimmungen der Verordnung vom 27. September 1923 für die Kalenderwoche vom 14. bi« T' Oktober festgesetzt worden. Unter Zugrundelegung der Verhal tniszahl 32 ergeben sich z. B folgende Wochenermäßigungen für die Zeit vom 14. b:S 20 Oktober Für den Steuer- pss-cht-gen und seine Ehefrau je 5 529 600 Mk. lür ,ede« minbeiiäbrigc Kind 36 864 000 Mk. und für Wc^bungSkoften 46 080 000 Mr.
Vornotizen.
TageSkalender für Otontag Schützenverein OenenalBerfammlung. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße .Die Hygiene der ®>e" Palast-Lichtspiele .Gegenfchachigig" und .Geschwister Bavelli'
Ein Oebrfifm über hie Hvni » n » der Ehe läuft beule imh »Vogen ist bau«. Bahnhofstraße. Der populär-wissenschaftliche Film ist. tote man uns mitteilt, von einer Anzahl hervorragender llirtverst tälSprwfess oren bergefledt Er zeigt insofern eine Abweichung von den bisher ühti*<-n Darstellungen, al« tu gewissermaßen die illustrierte Unterhaltung zwi- sehen dem SheberatungS-Arzt und feinen Patienten ist. Vis aus wenige Einzelheiten sind die dezenten Darstellungen diese« so heiklen Themas von der Zensur wegen ichnes hohen volk-erzieherischen Werte« unbeanstandet zugelallen worden Die Vorführungen werden nun Vorträgen von Prv> Dr Griesbach und Dr Gerster. beide von hier, begleitet. Heute spricht Dr Gerlier, morgen Pcas. Dr DneSbach lRähere« im Anzeigenteil.)
Wettervoraussage
für Dienstag.
Wolkig bi« bedeckt, ohne erhebliche Rieder- schläge, nach kühler Rocht milder.
*• Vom Lesehallen-Verein wird irrt« eine sehr bedauerliche Rachrichl übermittelt. Er schreibt urtä Die hohen, sprunghaft steigenden Bezugskosten der .Leitungen machen e« leider unmöglich. 7* Lesehalle am Kirchenplatz Wetter zu unterhalten. Ste wird Pom 1. Rovember an geschlossen, nicht für hnmer Wir Der» iixunm oarain. daß a.xiönrng uno tvtrtschaft wieder übersehbar und beständig werden dann soll Dießen etne Anstalt zurückgetotrrnen. dte seit mm einem Vierteljahrhunden ginn geistigen Bilde der Stadt gehön Dte B ü che r ha l le am Reuenweger Tor bleibt bestehen Dank ber Fürsorge der Stadtverwaltur« und der btngeber*- den Anhingllchöeil unserer Angestellten. - Zur Ergänzung der Bibliothek sind tn verschiedenen Berufskreisen Sammlungen etngeleitet worden Wer uns hilft, dient der Sache ausdauernder Bildung.
" Aufgeklärter Diebstahl. OieCrt» Wendung von Kaffee tm Werte von 200 Milliarden Mark, über die wir am DvnnerSwg berichteten. ist jetzt aufgeklärt. AIS Täter kommt ein junger Mann tn Bewacht, der tn dem bestohlenen Geschäft tätig tft Er hat den Kaffee während der Arbeitszeit au« dem Lager geschafft und dach Feierabend einem Kauflustigen, den er an em. bestimmte Stelle bestellt hatte, übergeben De, Kaffee, der bereits in sechster uttb fteoenter Harro war, formte beschlagnahmt und der beschädigter Firma u-teder aus gehändigt werden.
•• Sein 25jährig«s Geschäfts» jubiläum begeht heute, 15 Oftober, der Kaufmann Siegmund Hammerfchlag, 3»chaber der Ltkörsabrik H Kann Söhne. Heute vor 25 Hahnen trat er, wie man uns schreibt, als junger Mann in die Firma ein, am 1 Harraar 1909 wurde er al« Teilnehmer auf genommen und am 1 Hanuar 1916, als er an der Front weilte, ging dte Firma laut Getellschaftsvertvag an ihn allem über.
»» Den achtzigsten ® e bu rt«ta a fetal am morgigen Dienstag. 16 d Mts., der Oktrvi- erbeber i. P 2 ug Bergmann. Schiffenberg« Weg 16 wohnhaft. Der Oubdar ist Veteran von 186t) and 1870/71 und Inhaber de« Eiserner: Kreuze« Vor feinem Eintritt in städtische Dienste war er Gendarrnerte-Wachtmetster jt Eksaß-Lvch-


