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Nr.,KZ Swett« Blatt

Slehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien)

Samstag, 14. Zull ,925

Frankreichs Streben nach der Zertrümmerung des Deutschen

Reiches.

.etn rinffritlicffc« Deutschland isl da« grvsttc ^tnbrmi« |ür da« ®cbeit>en .^ranfrckbS" Man tnrm ruffig lagen, baff dieser Satz lchon leit ViffrtunNaien grundlegend für d>c Stnftellung jeder sran zälilchenPolitik überhaupt war Ratüriich eine f a 11 d> c. eine irrtümliche GrunN tage' Aber man lernt in Pari«, mag dort ein bo;'rbcmtkf)ci König, ->.N korsischer Ulurpator oder auch ein Lothringer QQxxrf'M am Steuer de« Staatsschiffe« nicht (ferne um. bat ntemal« umgdemt Aach wie vor bildet die Zertrüm­merung de« Deutschen Reiche« erste« und letzte« Ziel sranzösilchec Austen- P o (i 11 L Richt nur ein schwache« Deutschland ist <4. was Frankreich will e« will überhaupt kern Deutschland, c« will nur eine Reihe mehr oder minder von ihm abhängiger deutscher ßln- floaten, bedeutungslr/er auebrcitung«- und n-bcrRanbeunläbigei Kleinstaaten, Staaten von Frankreich« Gnaden Au« welchen Gründen Frr.ikreich diese Politik verfolgt mag e« die« oon einer Art manischer Angst getrieben, oder au« unnatürlichem Machthunger tun. ift gleichgültig Jedenfalls aber ift biefe Politik der Reichszertrümmmung auch heute noch die für Frankreich befhmmenbe. ist e« heute trotz der oflenfichtlichen Schwäche de« snichl durch Frank- ieich« Verdienst, zu Boden geworfenen Deutsch­land mehr denn je.

(34 fehlt nicht an Beweisen Die im Frühjahr 1922 ausgestellten Richtlinien de« bekannten Da - r i a c - Belichte« bezweckten. auch in der wirt­schaftlichen Aufmachung, di« man ihnen gegeben batte, nicht« andere«, al« die Vorbereitung da u - c r n i>e r Loslösung der Rheinland» -und Te« Ruhrgebiets von Deu tsch- kand Der Rubrembruch und da« neue, die per- iraglichen Grenzen weit überschreitende System der Rbemlandl>esetz-ung sind Ausflüsse jener Po­litik der Xeidwcrlrümmerung Die Derössent- I.chungen de«Oblerwr" über die Tirard- Dortenfchen Konspirationen bilden cm weiteres Beweisftück Am fchärfstm und grellsten aber wird die deutsche Politik de« gegenwärtigen Frankreich durch di« UrtaUbcgrünbang in dem Prozest beleuch'et. ber jetzt vor einem bayerisch.-n Volk egen cht zu Gäbe gegangen ist. Es handelt sich um den Hochverratsprozest gegen Fuchs und Lc offen, oon welchen Genoffen einer der Haupt- N asteten. der französische Agent Richert, lei­bet nicht mehr zu fallen gewesen ist. 3n der Be­gründung (t>gl _®ieh Anz Rr 159 vom 10 Juli) wird die Tätigkeit Richerts. der .als eine hohe politische Persönlichkeit und besonderer Ver­trauensmann de« französischen Generalstabschefs" bezeichnet wird, einer naßeren Untersuchung un­terzogen Da« Gericht tarn zu folgenden Fest­stellungen

.1 Da« Reichs zertrü mm erungSunternehmen Richert« war ein offiziöse« Unternehmen ber französischen Staatsoegicrung gegen den pokiti- schen Beftanb bc« Deutschen Reiche« unb bamit gegen die Einheit be« beulschen Volke«

2. Die franzöfische Staatsregierung hat ge­plant. bie Rech«Zertrümmerung im Zusammen­hang mit ber französischen Ruhraktion durch- zufüchren

3 Die französische Rhein- unb Ruhrarmee habe den Befehl gehabt, im Augenblick eine« bayerischen Pultches den Vormarich über Frank­furt bis Hof anzutreten und dadurch den deut­schen Rorden von dem deutichen Süden zu tren­nen D>e bayerische Umsturzaktlon sollte den Scheingrund liefern für eine Besetzung der Tlainlinie durch franzöltlche Truppen "

Der erinnert sich diesen Feftitellungen eine« deutichen Gerichtes gegenüber nicht an die Ver­öffentlichungen au« den Papieren des früheren russischen Botlcha'tcr« in Pan». Iswolski. die vor ungefähr einem halben Jahre im .Berlineo Tageblatt erlch e i: und gerade deshalb unge­heure« Auflehen erregten, weil sie a 11 e n m ä - ff i g den Rachwei« führten, bah Frank­

reich in voller Absicht den Krieg vom Zaune gebrochen hat. einzig zu dem Zweck, die mllitärische, politische und öwnomilche Kraft Deutschlands zu zerschlagen, Teile de« Reiche« <ich einzuverleiben, mit einem Dori, da« Reich zu zertrümmern

3n dem Geheimtelegramm Rr 497 vom 30. September/13 Oktober 1914 J«wvl«ki« an den rusfifchen 21ulK,.mlnirtet Sasonow teilt dieler den Inhalt seiner Unterredung mit dem franzö­sischen Auhenminister Delcasf4 mit. die sich um die französischen Krieg«->ele drehte Darin beifit es u a

.Sodann besteht da« hauptsächlichste Ziel Frankreichs bann, bah ba« Deutsche Reich vernichtet unb bie militäri- fcheKrastPreuhc-isfovielwiernög. 11 ch geschwächt wirb Hierbei berief sich Deicafsh auf ine Verhandlungen, bie t:i Peters­burg im Jahre 1913 stattgefunden haben unb bat inftänbigfl, Ihre Ausmerffamkeit aus bie Tatsache zu lenken dah bie Forderungen unb "Dünsche Frankreichs dieselben geblieben sind mit Ausnahme des not­wendigen Dünsche«, die po!i llche und ökonomi­sche Kraft Deutschland« zu vernichten

In den vom Auswärtigen Amt hecau«gegebe- nen Dokumenten au« dem russischen Gehciinarchiv beiinNl sich die vom 14 ybruar 1917 datierte Rote des russischen Ministers des Aeuhem au den französischen Botschafter in Petersburg, in der crtlärt w>rd. dah das ganze Kohlen­becken de« Saarrevier« dem franzö­sischen Territorium einverleibt werden solle Auherdem enthält § 3 der da­mals formulierten französischen FriedensdeNn- gungen folgenben Absatz

.Die übrigen linksrheinischen Ge­biete. die letzt zum BestanN de« Deutschen Reiche« gehören, 'oller- i> u n Deucfchiand ganz abgetrennt und von jeder politischen unb ax Aichal tlichen Abhängigkeit von Deutsch­land befreit werden "

Da« 1914 mit Bedicht vorbereitet und durch den Krieg b g nnen tmirb land nach dem Kriege seine Fortsetzung Der von d::i Franzosen tnsze- niertc .bayerisch.» Putsch tollte ben Ailas) zum Tennarid) ber franzöfifchen Heere läng« der Mainlinie bilden, zu dem Vormarsch, der den Horben vom Süden trennt, die Zertrümmerung be« Reiches also zur Tatsache gemacht haben würde Man sieht, dah zum mieiheften Konfe- guenz eine Eigenschaft der franzöfifchen Politik ist Mit allen Mitteln, skrupellos, koste efl. wa« e« wolle, arbeitet Frankreich, unbeirrt und methodisch, an der Zertrümmerung de« Reich«

Alle diese Tatsachen stehen fest, sind aticn- mäffig belegt, bilden eine lückenlos« Beweiskette Und jrun vergegenwärtige man sich demgegen­über, waS Frankreich letnerzeit bei der Unter­zeichnung des FriebenSver trage« mitunter- s ch r i e b e n, wozu e« durch seine Unterschrift Ne Verpflichtung übernommen bat In Teil I der BölkerbundSfatzung hecht e« nämlich

.In der Erwägung, dah e« zur Förderung der 3ulammenarbeit unter den Rationen und zur Gewährleistung de« internationalen Frie­den« und der internationalen Sicherheit we­sentlich ist, bestimmte Verpflichtungen <u Über­nehmen. nicht zum Kriege zu schreiten in aller OejsenllichkeU auf Gerechtigkeit unb Ehre ge- grlnbcte internationale Schiebungen zu unter­halten. Ne Vorschriften de« internationalen Rechte«, di« fürderhin al« Richtschnur für ba« tatsächliche Verhalten ber Regierungen aner­kannt finb, genau zu beobachten, bie Gerech­tigkeit herrschen zu lallen unb alle Vertrag«- Verpflichtungen in ben gegenseitigen Beziehun­gen ber organisierten Völker peinlich zu achten, nehmen bie Hohen vertrag'chlief'""^, Teile die gegenwärtige Satzung, die b Icrbunb errichtet, an."

Zu ben hohen vertragschlleftenhen Teilen ge­hörte auch Frankreich' Die es sich an bie übernommenen Verpflichtungen re alten hat, zeigen wohl am besten Ne Feststellungen bei Münchener lliteil«begrünbung L S

Die Landesverräter Dorten und Smeets.

Au« dem Rheinland wird un« geschrieben

Von Frankreich« Agenten Dorten und SmeeiS und Genossen wurden mehrfach Ter­mine für Ne AuSruiung ber Rhoinif che n Republik enge!:!)!, die ab- bi- j-tzt,nicht irmegeballen wurNn Dar tisher anzunehmen dah bie im franzöfifchen Solde stehenden I»ge­normten Sonde > ii dler einen Putsch al« eine au« der Bevölkerung hervvrkommenbe Bewegung maskieren konnten, fo iit heute damit nicht mehr au rechnen Dcc sogenannten Sonbei bünNer sind heute nicht nur bei der ganzen rheinischen Beiölkerung al« das wa« sie wirklich sind, nämlich Agenten bestimmter Poli- tikerkreise unb als jämmerliche Desperados bekannt, sondern auch in ber ganzen Delt als solch: NSkrebitiert Mit iff»en i't kein Staat meh, zu machen Denn ein Umsturz ber staats­rechtlichen Tk-rbältnllfe im Rheinland iKixinlafjt trerber. sollte. 'c> kann das nur bura> Oie F ran- zofen geschehen Sie werden bann aber bie ganze Be v ö 1 ke > ung gegen s i ch haben Ob Ile da« wagen werden. Nirfle man noch be- Atreifcln AlleidingS muh man auf alle« geiaht sein, besonder« ba nicht von ber Hand zu weifen ist, dal) bestimmte Massnahmen feiten« ber Be- sahung«behörben auf gewisse Zkblichton fchlief)cn lallen So würbe am Abend de« 9 Juli von ber französischen Befatzungsb horN befohlen. Ne rheinhellifchen Gefängnilfc von sämtlichen deutschen Zivilgefangenen zu räumen Da nach ben Dementis der französtlchen Regie- runa keine meuternben Iranzöstfchcn Sotdatcn vor­handen f,nb, bie man einlperren muhte, liegt die Schluhsclgeiuag nahe, tx*ft di. frei iixr. Nnbcn Plätze für INche Deutsche bestimmt find. N. sich vor. Nt RNiui'ch n werubtif nicht Dcffuden lallen wollen Da Ne rheinische Bevölkerung beule ebcirfctrcnig Sinn hat für Ne Rheinifche Revublik wie früher, wird ber freigemachte Gefängnisraum für Ne Gegner aber nicht auSreich.'t. Deiter sind Ne Bestimmungen der jüngsten Ordonnanz Rr 193 der Rhernlandkommifston auhervrdentstch viel­sagend Die Verordnung fteilt unter Strafe, wer .Personen von ber Ausführung solcher Hand­lungen abhalten will, die ihnen durch di« verbündeten Behörden o o r ge­trieben ober z u benen Iie bucch diele ermächtigt finb", ferner .alle Hanb- lungen gegen Personen ober Gesellschaften. Ne tatsächlich ober vermeintlich der Rhein- lanbkommillivn. den ocrbünNten Ariiieen oder deren Organen unb dem zur Besatzung ge­hörigen Personal Dienste le ift en. ihre Ver­ordnungen befolgen ober bet ihnen Schutz gesucht haben" Hat nicht Sorten jüngst noch dringend Schutz in Pario gefordert? Gerade Nele Verordnung, bie ausdrücklich unb fall auS- s«hli<^>ltch auf ben vorbereiteten .Separatisten- putsch" zugeschaitlen ist. beutel ,ebenfalls barauf bin. bat) bie Augen offen z u halten finb

In diesem Zusammenhang dürste auch b« nachstehende bezeichnende Meldung besonder« in» teneflant fein

Pari«. 12 Just (DTBI Hava« meldet au« Koblenz, dah der rheinische Separatist Smeets, von den Folgen be« seinerzeit auf ibn oer übten Uedertalls geheilt, f t ch beim fran­zösischen Oberkvmmlssar gefunbae- me 1 be t unb ihm dafür gedankt habe, dah er intervenierte, um Ne Auffindung der Attentäter möglich zu machen unb dah er. während Smeets im Kranken hause lag. für sein« Sicherheit gesorgt bat* (I!)

In einem Aufruf ber freien Gewerk­schaften von Rheinland unb Destfa - 1 e n heihl es nach einer Meldung des -Vor­wärts" au« Essen .Unter groben Versprech­ungen werden Aroeiter unb Angestellte für Ne Bestrebungen b.-r Sonbcrbunblcr zu gewin­nen gesuch Alle biefe Lockungen wurden mit einem klaren unb unzweideutigen Rein beant­wortet Die Geiverkschasten werden nach wie vor

jede SonberbeRrebung mit aller Kraft abwehren Eine Million frei gerne rt- schaMich organisterte Arbeiter m Rheinlanb unb Dettsalen werden alle« tun. um Ne Durchführung der Pl.tne der S onberbünMet zu verhindere

Frün-üsenschmach '.m Rheinland.

Mar. schreibt tm«

Vicht genug damit, dah die Franzosen pflicht- treue Nutsch: Beamt: von Hau« unb Hof Dec- treiben, gehen sie jetzt auch bazu über, die auf dem Transport au« ber Heimat weilenden Au«- getviefenen f- jede' Weife zu drang alleren unb sichIchuylo n Jrauen in ungehöriger Driff zu nähern

So hat sich dieser Tage bei einem in Ko­blenz an gekommenen Transport von Flucht- lingssrauen folgenber Fall ereignet ber wieber einmal die F>anzolenschenach im Rheinland beut- Ich erb:!!!

Am SamStag folgten den einigen Tagen juvor ausgewiclenen Männern bie Frauen mit ihren Kinbern Sie würben morgen« gegen 9 Uhr von Eanzem. einem Heinen Orte bei Tuer. mit einem Franzvsenzug nach Koblenz beföiNil Hier trafen ste gegen 4 lltn na-ftnut- tags ein unb wuiNm bann «um T?-'rtriaal ge­führt. wo sie bi« abends g«gen 9 Uhr verweile» muhten ®« wäre den Franzosen sicherlich eia leichtes gewesen, die Leute, bie man ben ganzen Tag in den heihen Dagen eng ,-ufammengeps'i ch batte, noch am selben Adenb in« unbesetzte Gebiet au brirgen, wa« aber au« unerklärlichen Gründen nicht geschah

Abends gegen 9 Uhr bei Anbruch der Dun- fetbeit. erschienen Marokkaner. Ne bie F.arten und xinoer aut den Bahnsteig führten Hie> liest man sie eine ZetNang stehen unb verhöhnte sie m gemeinster Deise Erft gegen 9' . Uhr Nirften fic in einem bereit stehen den 3ug< Platz nehmen Tie Maschine >og an und alle« atmete erleichtert auf in der Ann ahme es gehe weiter nach dem unbelebten Gebiet ®rn furchtbarer Schrecken er­griff aber Ne Leute al« sie gewahrten, bah der Zug au« dem Bahnhof Koblenz an eine ganz abseits gelegene Stelle geführt worben war Der Zug hielt unb eine unheimliche Totenstille. Ne nur durch bie unverständlichen Reden ber vor ben Dagen aufgestellten Posten durchbrochen wurde, herrschte In dein absichtlich nicht leleuchleten Zuge, in dem bk Frauen unb Kinder vor Angst verzweiielten Dann erschien ein französischer Offizier, der die Da gen durchging unb in scheinbar gutgemeintem Tone ben Leuten befahl, zu schlafen Die fi.avtn. Ne in Ihrer Aufregung mir an Ne vielen Ver­gewaltigungen benfvn muhten, bie im Rheinland feit ber Besetzung vor gekommen Unb. konnten keinen Schlaf finden Die Verzweiflung erreichte ihren Höhepunkt, al« plötzlich auf Nm Trittbret­tern einige französische Kolonlalfol- ba ten erschienen, bie sich Ofrtlab zu ben ein­zelnen Abteilen verschafften In Nm bunfffm Da­gen entstand eine fürchterliche Panik, bie sich noch durch ba« Schreien der müden unb abge­hetzten Kinder in« grenzenlose steigerte Die Frauen. Ne ihre Kinder an sich klanrmersen unb umsonst nach Hilfe riefen, versuchten ->sse« um ber srochrr. Bllässtuungen oer oar- l>arischen Eindringlinge Herr ui werden Re merre« den gemeinen Absichten der berüchtigten Kolo- nuiffolbaten au «geliefert Die Kerle versuchten alles, um zu ihrem Ziele Mi kommen Mit Geld unb allem möglichen gingen sie vor ®n neun­zehnjähriges Mädchen dem man besonders zu­letzte, muffte in ferner Angst keinen anderen Schuh, als sich an bie weinende Mutter unb bie (*c- Ichwifte» fest anzuklammem In Iwchster Auf­legung ersehnten die bedauern«wnien Frauen, untei denen Itch einige werdende Mutter befanden, ba« Herannahen be« Morgen« Einige erlitten infolge ber seelischen Qualen Ohnmacht Sanfälle

Rachdem bie Schrecken«nacht vorbei war, trurbc Nr Transport nach Diez weiterg<-führt Ins unbesetzte Gebiet gelangt, wurden die Flächt- linqc m Del Iburg verpflegt und bann nach dem

(Rachdruck verböte».)

3. Fortsetzung.

Deltl'

wollen, st

dem er nicht zu gebieten Der- Heister LeiNnschast in seiner

unb ein Schmerz, mochte, stieg mit Serie empor

Sie asten zu hinauSschauenden Gun,h.r hatte bie schall-Riel-R^en

dreien in der auf ba« Meer Deinkupkel be« Kurhause«, Tafel mit Nm schönsten Mar-

Inge« Li.bling«blumen -

td-itph.jn, meine Herrschaften, dem Sie Ihre Zu­stimmung gewist nicht versagen werden Ich bleibe hier bei Ihnen, miete mich im Kurhau« ober in Gunthars Flamdenheim am Sübftranb ein, für Nn g. nzen I u'.i,meinethalben bi« in ben Anfang des August Nnein bade segle, sonne mich unb Inge für Ne noimcnNge ®rfyi(tung von Leib unb Sxlc, bee ev, Mann, tx die ersten Jüngling«, jahre nun einmal hinter sich ha' nötig bat. wenn er nicht« Besseres zu tun weist Dann oben lagen wir uns alle bei Gunther zu Gaste. Nr zur Srnte ja lowielo zu Hause sein must, und '-»erkben Ni ihm uxM«i»Ichaftlich den Spätsommer, Nn man nirgend« besser verbringen kann al« auf dem Lande "

Und al« Frau Lisa und GuntNr sich freudig einnerftanNn erklärten .Du hast noch nicht« ge­fügt, ringe Du bist überhaupt heute merftoürNg fditp. igam. ich erkenne mein w l «s Mälxchen w*n früher Saum toteNr Hat es Nr bie Kultur Nr Droststäbte unb DäNr etwa auch angetan?*

Gin leichte«, wehmütige« Lächeri i spielte um Inges Lippen .Du weistt. Onkel Dolf, baff sie keine Macht über mich haben."

.Dann ist es ba« lange Feris:in vom Ganbe, ba« b.ine Seele nicht ertrag',, die Sehrs-ach! nach le. alten, h tmischm Stätte Run. I ist nur gut sein, wem wir erst toteNr über bie Felder unb Diesen jagen werden, du auf dem Fozofch. der unter keinem anbern mehr recht gehen mag. ich auf meinem Hunter. Nn mir Nr Jung: hoffentlich noch nicht kaputt dritten hab-.n wird, bann wirst du wieder gesund und froh werden, veriast dich darauf Qlun, fhtb wir emverstanNn meine kleine Gnädige, oder nicht?"

Inge hob bas Auge, da« solange auf Nr Tischplatte gewellt hatte

.Ich Nn einverstanden. Onkel Dolf '

.Run endlich, enbllch ist fre ocrftänNg ge­worben!" rief Frau Lisa in unverhihllmer FreuN au« .Gs scheint, Ste brauchen nur zu kommen.

Dte BaöEjnngen oenfappoi

Lvvt an von ArturDraosewetter.

flufler. lieft unb tpm? Fortsktzung folgt,'

Und nun soll alle« au« sein?" sagte er schlieft!ich. .alles, was uns einmal in unseren ÄmNriahicn geeint unb zu ticuta Äam iaöcn machte? liniere Spiele im grast'.> Pari unb in Nr alten Blockhütte, bie w,r un« aus rohen Steinen selbst gebaut? 3n Nr ich Nr Haupll ng war unb i.. bei Häuptli.igs wilN. klein: Fr iu In Nr du mich pflegtest, als mich Nr verg"'e'.e Pfeil Ns 6jtfcr.-infular.er« getroffen hatte? Unsre kühnen Ritte über Ne weit: Steppe, aus Nr das HriNd tut leuchtete, du auf Nm Fog'fch. ben bem Tater allster Nr nicmanNn reiten li-ff. und auf tx.m tu mir immer voraus warst unb mich aue- lack,test wenn ich dir auf Nm frommen Braunen, den nun mir vorsorglich anoertraut hatte, nicht au folgen v..mochte"

_;>m A.itcn war ich dir über Da« mufft du

Gras, und alte« ist gut Bi« dahin hat sie um keinen Pvei« nach Ä'stÜrikov zurück sehr wir auch baten, Wochen- monatelang Da« sagst du nun. Dunthet 7 Bist du jufrieben?"

Der sah sprachlos bald auf ben Vater, bald aus Inge, Ne seinem forscherrden Blick griliffent» lieb auSwtch Die war biefer unNgreifliehe Um­schwung In Io kurzer Zeit mögl.ch gttoorNn? 6r nimib # .?"« lewen, er Wutz!:, da st fi; fest in ihrem Dillen war und sich nichi Emcfft beein»

.Da« norme ich eine UeNrrntchiing int - Sie sie lieNn, Graf! Heute morgen suchten Sie meine Gcriinlen in Ri^za ober in einem anNm schönen Orte des SüNns

.Do es mir allmählich doch zu Nist wurN Ich rief meinen lieben Sohn von Berlin aus in Altstüickow an unb ctfulyr. dast er au« leicht er- fiärlid-'n Granden einen Abstecher hierher nach Zopvol g.-rnacht Und da ich auch Ihre LieN für Zvppot kenn«, verehrte Baronin, glaud ' ii) nichts Belteies tun zu können, als mich offne Umweg gleichfalls hierher zu bg-ben "

Er hatte Frau Lisa ntte lid) die Hand ge- kühl, sich auf Nn Stuhl nicNrgclallen. Nn der Äv 11 ne: Nenltedng an Nn Tisch gebracht, unb nut einem Zuge ixt« Glas Sekt g leert, daS GuntNr ihiii cingridymft hatte Vorn Sch.it .1 Ns zur S ri)lc ta .llos und nach Nr neuesten MoN ^cffeiNi, lenkte sein: vernehme Erich tnung auch Ne Blicke Nr unbeteiligten Safte auf sich Die für b.e Gldste N« Körpers ausfallend kleinen HänN schmückte nur ein urrsch inbrrer DopNnnng, ab r in Nr säiwarzen BiirN trug er eine kostbar.' Perle von wuiid.rbarcm Feu-.r, Ne Nn l in gen spitzen Bart, in d-rn kein einzig i w.ist^s Hrar sichtbar war, mit ihrem satten Glanz durchfchimme. t.

.D.nn ich offen fein fall. hau. ich ui tiefer 3al,i s-.it doch cin.m ft,ll-b haglichen Aufenthalt in Altsturckow vc>rg.-z>gen , fuhr er f ri, nach­dem er von mehr '. i Ni für ihn n-.u hergerich c- ten Platten gegessen unb dazwilk^ > allerlei von feinen Reifen und Sri.Nusfen Nnchtet hatte S > seh. ich auch Zvppatt lieb?, biefe Haiiptmaoi- »viten in den Oftfc.eb.iNrn nut Nn 'uijbrinjlri.e.i Menschen unb der muNn Rotur sind nichts für mich, iu haft sie ja auch nie a.ll.-N. Inge, als wir noch zu Neten waren, fühlten wir in diesen Dingen wenigsten« immer ein« "

Ec macht. eS öfter fo mitten In Nr allgemein g.führten Unterhaltung wanNe er sich an ba« jung.- Mädchen, stellte rine Frage, Ne nur für sie Nftimmt schien, oder focNrie. oft mit einem ve.» ftceften Scherzwort oN-r einer h.rmloscm, für Ne anNm incyi verttandiichen Rechtrei. ihr Ur'.u ff.rau«. Si« Hieb auch ihm gegenüber verschlosten unb antwortete wenig oder nut elnfilNj Ader an Nr lebhaften Farbe, Nc immer noch nicht von ihrem Antlitz gewichen war. und dem stillen Leuch­ten ihrer dunkeln Augen erkannte Gunther bie Anteil nabe* mit Nm fw jedem ferner TBorte Wgte. W Eomitr auch keiner erzählen wie er.

Dir werden j«Gt einen kletnen Vertrag

Luft. Nc Herrin auf Altsturckow Don eine« andern GnaN zu fern Du foffteft mich g.nug kennen, um da« zu wissen."

Sie wais Nn Kops in den Racken Da« Un- grzähmte. das stolz AufbegehrenN und doch der Ratur Io ganz Berwaru/te da« er al« Kind an ihr beobachtet, unb ba« ihn immer zu Ihr ge­legen, tue bann Ne reiferen Mädchenjaffre unb N. gute Crjteffung jurudgebämmt hatten, war plötzlich wicNr da

Und toieNr »vg e« ihn mit Nr elementaren Gewalt seiner ersten Jüngling«,ah.e zu ihr hin.

ft'.m idcn lassen Sie banne ihn mit einem kurzen Kops nicke» für seine Aufmerksamkeit, nahm eine Nr Rosen au« Nm Gefast unb sttekte sic an bie B.ust 3m ubiigen aber blieb ste still für sich, ast von den in schneller R ihensolge aufgetragenen Cp ifen wenig und nippt: nur an 'em foftb-iren S ft, von Nm ihre Mutter mit sich barem Dcnufle tun!

Mit cinemmal cNr trat eine AenNrung in ihr An fitz Ein Helles Erröten stieg in ihm aus bi« hinan an die taitanicüaibige.t Haare. Nc Hand, die g.caN ei.« Schaffes reichte. Ngann leise zu zittern.

ANr ta# alle« nur für ein: Sekunde unb nur Don Gunther. Nr Nn Blick Wenia oon ihr lieft. Nachtet. Dan» hatte sie sich völlig In Nr Gewalt

.Onkel Dolsl" rief sic au«, erhob sich unb reichte riixm Herrn Nc Hand entgegen, Nr burch di: vielen, dacht Nletztc i Tifche Nndurch mit fdm Ilern, sichern Schritt an Nn ihrigen ge­treten war

®« war eine auffallende Eriche« nung. von ungewöhnlicher Gröstc unb straffer Haltung Da« feingeschnittene Gesicht mit Nm Willensstärken Ausdruck unb Nn tlugai Augen, war nur leicht unb mehr gelblich gebräunt, und Ne gelichteten Haare an Nn Schlafen kaum ergraut

Run hatten ihn auch Frau von Rochow unb GuntNr begrübt. Nefcr mit einem merkbaren Gr- staunen, in Nm sich rine gewisse Befangenheit zeigte, K* mit unverhohlener Freude. _____

zug.d n. GuntNr!" _ . , .

E'idlich ein wärmere« Ausl.-.ichten in Nn bisff.r fo streng vcrscl 1 is- n.n Zug:.', ein frohes Dc rt im Si>;n,< auSgripi -ch.n unb doch tm Ernst g.meiiit, ba« wie ff-'IN Musik an fein hell' aullausk-cnNs Ohr llang

_3n mancheni anNm auch noch J-fic. in allem was Altsturckow angi.il iH e« nie Ik ft reiten Da« war .»mal Nm: ,

Qlu4 Nr man mich txifui auch ve>bannt hat.

Das l aichten au« tffr.ii Zuge» war gefchwun- Nn als Yatt-' c« eine harte Hand sortgewilcht Ihr ganzes Antlitz war tmeNi verschleiert, unb versiegelt ihr hübscher Mund, Nssen 2-voff er von jeher so geliebt ffatic.

3d) mochte dir etwas sagen, Inge. beg°"" er nach einer lang-ren Pause, .da« gewist Ni« Unb greislich.' erklärt, über las tu nicht ff.»tr>eg« kommst Vielleicht hat es sich NN Dater me aii- derS txnifcii können, al« dast du in AltsUirckow Glicbft. w- in ich hort Herr wurN "

Oiun ..Nr war cs heraus, was er solange mit «ich Ntumgctragen. was ihr zu gestehcii. er in dieser StunN endlich bie Kraft gefunNn hatte

Sie erhob sich .Dir wolle» b.-tmg.hen. Die m?ufik ist zu EnN Die Mcnfch.m strömen auf Nn Stea e« ist mir nicht möglich, fic jetzt zu ertragen Und solch ein Dort, muh ich bi» bi* te^m ir Büht noch einmal zu fayn - Ich hätte toenig