Datum
Banknote«.
spd. Frankfurt a. M., 13. Mat.
tißolb
n
Berlin, 12. Mai. Der Münchener
(Nachdruck verboten.)
'N. Fortsetzung.
verstand,
froh- noch
im Bette liegenden Frau zerschmetterte, weitere Personen erlitten Quetschungen.
asr.i.T) 7ti8ii.7O 6553.85 2075,20
8070,15
7092,70 1140:1,45
1187.95
43107.50
60 28 852-
1285,2!?
«ntw.-Brasfet r>oNand.... l'onbort Paris Schwei, Spanien ..
Italien Ltssabon'Oport» Dänemark. . . Norweaen. . Schweden .. Oeisingior-.. Neunork Deuisch-Oestrrv Budapest. ... Prag Agram ... .
gleich gewertet werden.
(Fortsetzung folgt.)
* 2ich, 11. Mai. Unter dem Rindvieh« bestande in Lich wurde der ansteckende Scheidekatarrh amtlich festgestellt. Sperr- mahnahme» sind ungeordnet.
Frankfurt a-M- 12. Mai.
Schweizer Noten ftrnnzöslsche Noten Dänische Noten Schwedische Noten Holländische Noten Deutsch-Oesterreich ä 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten . .
Norwegische Noten Rumänische Noten Spanische Noten
fongert Frohsinn" und „Liederkranz" bei kichern Sang und begeisterten Ansprachen 311 einem Kommers vereinigt.
Heffen-Raffarr.
Gerichtssaal.
Gin früherer Polizeipräsident.
2805.45
764830
652L15
20643a
8029'85
7057130
11^46,55
1182.05
42892,50
58.98
848.-
127830
Landwirt,-chasr.
Die Maul- und Klauenseuche.
3n Friedberg ist die Maul- und Klauenseuche cruSgebrvchen. Die Haagskrahe ist als Sperrgebiet, der übrige Dell der Stadt zum De- obochtungSgebiet erklärt worden.
Ferner wurde die Seuche festgestellt in der Gemarkung K a i ch e n (Kreis Friedberg) und aus dem Salinenhvf bei Büdingen.
Handel.
Höchst a. M, 11. Mai. Der AufsichtSrat der Farbwerke vorm. Meister & Drue- ning genehmigte in seiner heutigen Sitzung den Abschluß für das Geschäftsjahr 1922, das unter Einrechnung eines Bortrages von 3 586 441 Mk. mit einem Reingewinn von 3 964 898111 Mk. schließt. Der auf den 6. Juni nach Frankfurt a.M. einberufcnen Generalversammlung soll eine Dividende von 60 Goldpfennigen pro Aktie unter Zugrundelegung eines älmrech- nungswertes in Orpiermarkt von 5000 vorgeschlagen werden. Die Vorzugsaktien erhalten 3'/, Prozent. Für Wohlfahrtszwecke, Angestellte unb Arbeiter ist eine Milliarde vorgesehen.
264535
7221,90 6097.20 1917,70
750&20
6633,35
10673.25
1097,25
40299-
56.35
796.-
1200,95
Das Moftlhaus.
Nvman von Luise Schulze-Brück.
2659.15
7238.10
6127.30
1927.30
7543M
6IM65
10726,25
1102,75 4050b-
56,65 802,-
121345
dererfeitt sind aber die Käufer auberft vorsichtig, so dah das Geschäft sich äufferst schleppend gestaltet, zumal sich auch eine gewisse Geldknappheit geltend machte. Weizen und Roggen zogen etwa 2000 biß 3000 Mark für den Zentner an. Gerste und Hafer besserten sich bei ruhigem Geschäft Mais war sehr still. Für Mehl hat die Kauflust gegen gestern nachgelassen. Futterstofie wurden weiter im Preise gebessert.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
Mngsten Sktzuug den Vorschlag deS Friedhvfs- «luSschusses an, wonach in Zukunft Familiengräber nicht mehr abgegeben werden sollen. Dagegen erhellten Eheleute über 50 (Zähre aus Wunsch gegen Bezahlung von 4 Gold mark ein Doppelgrab.
tt Trais a. d Lda., 12. Mai 3n unserer Gemeinde begingen dieser Tage in aller Stille zwei Ehepaare In körperlicher und geistiger Frische bas seltene Fest der Goldenen Hochzeit, am 4. Mai Herz Hammerschlaa und Frau Hilde geb. H^z, und am 9. Mai Johann Ge - vrg Benner und Frau Gttsab^he geb. Decker.
Kreis Friedberg.
4 Da d - Aauheim. 14. Mai. Ein lieber, alter Gast war gestern wieder zu Besuch in unserer Dadestadt, der Kölner „Liederkranz". Auf einer Konzertreise durchs unbesetzte Gebiet begriffen, gab er heute auch hier zwei Konzerte auf der Terrasse. Der hiesige Gesangverein ^Frohsinn" bereitete den Sängern vom Rhein einen herzlichen Empfang, ein Degrühungschor am ff»ahrthof wurde von den Kölnern mit Kremsers Rheinischem Sängergruh" erwidert. Dine zahlreiche Menge brachte den Gästen begeisterte Hul- irangen dar, deren Sprecher dankte, indem er ruhe vom Rhein mit dem Gelöbnis unentwegter fr ivae überbrachte. Die Konzerte, die leider unter
.1 Ungunft der Witterung zu leiden hatten, janden einen dankbaren Hörerkreis. Musikdirektor Peter Haas bot mit feinen etwa 150 Sängern ’vur Perlen edelsten deutschen Männerfangs. Reden den gewaltigen Chören „3n den Alpen" und Totenvvlk" von Hegar und ^Bom Rhein" von M. Bruch kam auch da- DotkSlied nicht zu kurz. Das Abendkonzert gestaltete sich zu einer begeisterten vaterländischen Kundgebung. 3m Sprudelhotel waren im Anschluß an das Abend-
wurde durch einen Stein getötet, der die Hauswanddurchbohrte und den Kopf der Einige
Vermischtes.
Anglück bei einer Piouierübung.
München, 12. Mar. (WD.) ®et?5ontt>n- Übungen etned PiontctbataillonS auf der 3far geriet ein mit 6 Mann besetztes Doot in einen Strudel und sank. Bier Mann konnten sich retten, zwei ertranken.
Straßen bahnunglück. — Sech- Tote.
London, 12. Mai (WD.) Aus Leeds wird gemeldet: Ein Strahenbahnwagen mit Arbeitern ist bei einer Fahrt bergab zwischen Morley und Leeds verunglückt. Sechs Personen wurden getötet, über 30 verletzt.
Folgenschwere Explosion in Norwegen.
D r 0 n t h e i m, 12. Mai. (Wolff.) Gesten früh gegen 4 Uhr ereignete sich im nördlichen Telle der Mauer um die Festung Kristian ssten eine furchtbare Grpl 0 si 0 n. Die Mauer wurde in etwa 15 Meter Länge in die Luft gesprengt. An der Llnalücksstelle werden dem Militär gehörige Sprengstoffe aufbewahrt, ebenso Munition. Gewaltige Steinblöcke wurden Hunderte von Metern weggeschleudert. Durch den Luftdruck wurden in der Stadt selbst größere Ladenscheiben eingedrückt. Besonders litt die Kolonie von städtischen Holzhäusern. Hier wurden an vielen Stellen die Dächer von den cmporgeschleuderten Steinen zertrümmert und die Wände aufgerissen. «Sine 30;8brige Frau
Frau Eva sah nach Uschis Hand. Da sahen zwei Trauringe von' ungewöhnlicher Drattr förmlich herausfordernd nebeneinander. Eva. b<ffUe >'es Zurschautragen des Witwentums. Si^. selbst £ nur den Ring ihres Mannes, d-nihngen k^tte sie abgezogen. Warum denn tedem mu ben beiden Ringen sagen: Ich bin Witwe? Ihr knm es stets vor, als solle dem Borsah noch em N^chtah folgen. Jedenfalls trug das kleme ele- nante Persönchen ihr Witwentum ziemlich leicht. 8» °b Ähl Dürgenn-ist-r Arnolds der war.
fip als Nachfolger ihres „seligen Enten ausersehen hatte? Nein, dazu war Kischi Thou- ven'm k^h w>hl nicht die Richtige.. Das rnufce doch eine ganz andere Frau fern, ein kluges Geschöpf, die den Wert des Mannes richtig zu schätzen verstand, eine Frau, der ein Dali mit flotten Husarenleutnants nicht als der Inbegriff alles Menschenwerten erschien.
Frau Eva sah. wie in Elisabeth Arnolds Gesicht ein zartes Rot auf stieg während tt nach dem Rebstock hinaufschaute. Hans Dietrich kam vom Hause her, feinen langsamen Gang zu merf- Siri)^ schnellem Tempo ^lchleunigm-id.^a Mt « au^ sch)N Elisabeths Hand, sein W^ed ®e- Tt<ht war in diesem Augenblick gar Nicht blasiert^ sondern voll ehrlicher Freude. Es wurde Eva
Her. Gott fei Dank, dah er sich wirk- gMg freuen konnte. Unb sie hätte daSMad- dies Wunder fertiggebracht hatte, am
1L Mal 12. Mai
UrntL Notlera- Amtl. Noiterp Geld Brief Geld 'Briet 2284.25 2295,75 2418,95 2431,05 15810,35 17«V.65 10658.25 16741,/5 185784,35 186715,65 197006.25 197993.77»
haften Tempo der Handlung.
— Zur Ausstellung in Gotenburg, die anläßlich des 300jährigen Hubiläums der Stadt vom Mai bis zum September d. I. stattfindet, ist soeben eine Schweden-Nummer der Leipziger „Illustrierten Zeitung (3. 3. Weber) erschienen. Das Heft behandelt fesselnd geschriebenen und reich illustrierten Aufsätzen dmitscher und schwedische Mitarbeiter die Ausstellung selbst und bringt außerdem Intcr- effante Artikel über die Geschichte Gotenburgs, Land und Leute in Schweden, schwedische Kunst, schwedische Kinderhilfe usw. Die bekannte Schrift- stellerin Selma Lagerlöf ist mit einer erstklassigen
Novelle »Die Dabenkolonie- vertreren, die eine KindheitSerinnei-ung der beliebten Autorin darstellt und ihr sicher neue Freunde zuführen wird. Aus dem überaus reichen Inhalt dieser vorzüglich ausgestatteten Sondernummer verdienen aufoev den zahlreichen zum Teil ganzseitigen Illustrationen die prächttgen, mehrfarbigen Kunstblätter von Anders Zorn und Earl Larsson besondere Erwähnung. Bei der Damenwelt wird die Borführung der neuesten Pelzmoden bei der Leipziger Pelzmvdenschau, die auf einer ganzen Seite bildlich bargeftellt ist, besonderem Interesse begegnen. Dr. Rudolf Gasch veranschaulicht in einem mit Jllusttationen geschmückten Artikel das deutsche Kunstturnen in seinen verschißenen Variation en. Auherdem finden die Tagesereignisse in Wort und Dich eingehende Derückfichttgung.
»eipräsident während der Räterepublik, Dosch, batte sich nach einer Meldung des ^Lvk^-anz.
-aus München vor einem Münchener Gericht wegen Zuhälterei in zwei Fällen zu vercmt- Worten. Er wurde zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.
Eltern ins Gefängnis, m 19 Fällen tagen die (Slitern in Scheidung, m 5 Fällen wegen Mif)Handlung der Kinder. — In der letzten Woche ist k e i n e Berschlechterung des Arbeitsmarktes eingetreten. Zwar ist die Zahl der Arbeitsuchenden und der älnterstühungeempfänger gestiegen, aber auch die Zahl dec offenen Stellen ^erfuhr eine beträchtliche Dermehrung Es lagen 8021 Arbeitsgesuche vor. Offene Sieilen waren 2204 vorhanden. 4484 Personen befanden sich in Unterstützung gegen 4360 in der Borwoche. Am stärksten ist die Arbeitsnot in dem Handels- und Transportgewerbe, der Metallindustrie. dem graphischen und dem kaufmännischen Beruf. — Der Bund tätiger Altstadtfreunde erwarb mit Hilfe eines grohherzigen Kunstfreunde« das spätgotische Haus „5ür ff ene<f‘ in der Altstadt und wird es nach völliger Wiederherstellung der Stadt zum Geschenk machen. Der jetzt im Kunst- gewerbe-Museum aufbewahrte Renaissancesaal unb bie berühmte Stuckdecke, die aus dem „ Fürsteneck stammen, sollen dann wieder an ihren alten Platz verbracht werden. Das Haus wird sodann musealen Zwecken dienstbar gemacht werden. Die Besitzer der Nachbarhäuser vom „Rvseneck" bis „Fürsteneck" haben fld;. verpflichtet, ihre Gebäude gleichfalls erneuern zu lassen, so das) um das „Fürsteneck' später ein abgeschlossenes Stadtbild entsteht, das an Schönheit setn^gleichen suchen dürfte Für das Höfchen im Haus Wahnebach stiftete der Bund tätiger Altstadtsreunde ein reiz- volles Drünnchen. — 3n der Wohnung des Sattlers WilhelmWolter, Höhenstraffe 29, überraschte die Kriminalpolizei eine ganze Gesellschaft, die sich mit dem Der trieb von Salvarsan u n d M 0 r p h i u m, das aus den Höchster Farbwerken gestohlen war, befähle Auch 2D0 Bosch- Zündkerzeli, aus einer hiesigen Automobilfirma gestohlen, wurden beschlagnahmt. 3* ein halbes Kilo Salvai-fan und Morphium konnten ebenfalls noch sichergestellt werden.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)'
Vorrücksn der Franzosen bei Karlsruhe.
Karlsruhe. 12. Mai. (WTB.) Die Franzosen, die sich bisher damit begnügt hatten, den Hafen zu besetzen, sind heute früh 1 Kilometer vorgerückt, haben das Bahngleis überschritten und on der Hansell-Lerchenstvaye einen Posten, bestehend aus einem Unteroffizier und acht Qllann, stationiert. Nach der Erklärung eines französischen Offiziers soll jetzt dqs besetzte Gebiet bis zur Straffe Muetzlburg—Knieli".gen m nchliestlich reichen. Der Bahnhof Muehlburg ist bis zur Si-inte — 9 Uhr vormittags — noch nicht beseht.
Verhaftung des Oberbürgermeisters von Speyer.
S p e h e r. 11. Mai. (Wolff.) Der Oberbürgermeister von Speyer, L e i l i n g. ist von der De- sahunasbehörde verhaftet worden. Als Grund für die BerHaftung wird angegeben, der Oberbürgermeister habe die Bervrdnung über die Bewachung der QifenBahnübergänge nicht befolgt, so Latz ein junger Mann durch eine Lokomotive der militarisierten Dahn umS Leben gekommen sei. Tatsächlich hatte aber das Bürgermeisteramt eine Sperre durch Stangen unb Warnungstafeln an der Llnglücksstelle anbringen lassen.
Russen alS französische Eisenbahnarbeiter.
Wiesbaden, 11. Mai. (WB.) Da es der Regierung trotz aller Matznahmen nur in ganz wenigen Fällen gelungen ist, deutsche Ersen- bcchnbedienffete für ihre Zwecke zu gewinnen, ent- schloff sie sich, im Bahnhof Wiesbaden A n - gehörige der dortigen russisch en Kolonie zu beschäftigen. 3n den verschiedenartigsten, auch ganz untergeordneten Verwendungen arbeiten dort zahlreiche Russen, unter denen sich frühere Offiziere und Träger adliger Namen befinden. Die Erfolge werden wohl bei der Regie bei der Berwendung solcher Fachleute nicht au&blciben Die Zentral-Handelskammer der Vereinigten
Staaten für die DirtfchaftSkonferrnz.
Paris, 11. Mai. (Wolff.) Nach einer Meldung des Neuvork Herold" aus Neryork soll die Zentral-Hc^ndelskammer der Bereinigten Staaten in einer Entschließung eine internationale Wirtschaftskonferenz der unmittelbar an der Reparationsfrage unb an der Regelung der Kriegsschulden intevessirrten Nationen verlangt haben, an der a u s sch l i etz- sich Persönlichkeiten des Geschäftslebens teilnehmen sollen. Die Politiker werden beschuldigt, daff sie in der Reparations- und der Schuldenfrage — wie das Blatt sich auSdrückt — „politischen Fuffball spielen", und sollen deshalb von der Konferenz cwsgeschl)ssen bleiben. Die Entschließung entspricht derjenigen, die auf dem Kcngreff der internationalen Handelskammer in Rrm angenommen wurde. ______
,3a. auch das, mit gewissen Einschränkungen/ sagte Arnolds gelassen.
Ach die alte Litanei! Der Mann hat ferner. Beruf, feine Arbeit! Aber bte moderne Frau hat auch ihren Beruf, ihre Arbeit, die ihr Leben auSfüllen können." ,
„Können? Oder könnten! Aber nie und nimmer "es ganz tun werden. Die Frau, auch die moderne Frau, wird, soweit sie ein normaler Mensch ist, immer den Mann als Ergänzung suchen. Unb wenn sie vor der Wahl steht, ihrem Berufe zu folgen ober dem Manne, wirb ihr bie Wahl nicht schwer toerben. Traurig, wenn
fpb. Frankfurt a. M., 13. Mai. Da« >Jugendamt gibt eine Anzahl Fälle erschütternder Not bekannt. 3m Stadtwald kam- 'rpiert seit einem Jahr eine Familie, die keine Woh- I nunfl finden kann. 3n der Zeit vom 1. April 1922 Dis 31. März 1923 liefen bet dem Amt 590 Anträge aut Abnahme von Kindern em, darunter 208 wegen Krankheit der Eltern, 180, iwell Me Mutter auf Arbeit gehen mutz. 45 wegen Tod der Eltern, 13 wegen Liederlichkeit der Eltern, 40 wegen Wohnungsnot, in 30 Fällen Heben bie Ettern die Kinder im Stich, in 23 Fällen kamen die
Vüchertisch.
— Der Musikfreund Gemeinverständliche Einführung in die Musik. Bon Prof. Dr. Hermann Freiherr von der Pfordten. Mit- Notenbeispielen unb einem farbigen ilmfcfflagbilb. (Franckhsche Derlagshandlung, Stuttgart.)
— Mikroskopie für jedermann. Ein Hand- und Hilfsbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit zahlreichen Anleitungen zur Selbstanfertigung aller Behelfe. Unter Mitarbeit von Dr. G. Stehli und Professor Dr. A. Wagner. Herausgegeben von Hanns Günther. Mit einer Einleitung von Dr. Fritz Kahn. (Stuttgart, Franckhsche Derlagshandlung.)-
— Hans Leip, Der Pfuhl, Roman. (Verlag von Albert Langen, München.) — Ein abenteuerliches Werk voll gepfefferter Spannung. Phantastisch wird In ein chaotisches Treiben unserer Tage hineingeleuchtet: ein Realismus neuer Art, interessant, sogar nicht ohne dichterisch empfundene Reize, aber in feiner Wirkung doch etwas beeinträchtigt von dem heftigen und fprang
tet I in, 12 Mai. BörsenffimmungS- b i l d. Wegen der unerfreulichen politischen Lage erfuhr das Bestreben ber 3ndustrle und des tandels, sich die für ihren Bedarf notwendigen evisenbestände zu beschaffen, einen gröberen Umfang, und die Folge war eine weitere scharfe Aufwärtsbewegung ber Preise für die auswärtigen Zahlungsmittel Bormittags stellte sich der Dollar noch auf 41750 und überschritt bei ber amtlichen Festsetzung 43 000. Englische Pfund wurden teilweise mit 199 000 bezahlt. Die Dollarschatzanweisungen hoben sich auf den Preis ber Dollarnoten und überfliegen 43 000. Auf dem Effektenmarkt herrschte eine sehr feste Stimmung. Allseitig machte sich grotzer Z^aufbegehr geltend, namentlich auch für Kaliaktien. Die Kurse, die genannt wurden, zeigten eine beträchtliche Erhöhung.
Frankfurt a. QU., 12. Mat. Börsen- stimmun gsbild. Der Devisenmarkt ist zur Zeit wieder entschieden lebhafter aeworden. ES zeigt sich ziemlich erheblicher Inoustriebe'oarf. Ausschlaggebend mögen aber auch die außenpolitischen Fragen sein, welche einen Einflutz auf den Markt auöüben. Auszahlungen London, Neuhork und Holland waren sehr begehrt. Der Dollar wurde mit 42 000 gehandelt und später hörte man einen Kurs von 43 225. Dvl- larschatzanweisungen wurden mit 42 500 umgesetzt. 3m freien Gsfektenverkehr blieben verschiedene Spezialpäpiere Weiler gesucht. Soweit Amsäye von Bureau zu Bureau zustande kamen, standen Mvntanpapiere vielfach höher gegenüber den gestrigen Schlutzkursen. Für Mansfelder wurde ein Kurs von 70 000, auch für Deutsch-Luxemburger wurde ein höherer Preis geboten. Die Abschlüsse der Badischen Anilin und Höchster Farben regten an. Man nannte Badische Anilin 54 500 bis 56 000, Elberfelder Farben 53 000. Gejucht waren ferner Julius Sichel, Karlsruher Maschinen, Felten u. Guilleaume, sowie eine Reihe von Einheitswerten. Am Rentenmarkt wurden Zolltürken bei großen Umsätzen mit 70 000 bis 71 000, Bagdad mit 76 000 umgesetzt. Als gefragter sind noch Otavi, Anatolier, Budapester Stadtanleihe, Bosnische Eisenbahnanleihe zu nennen. Gröfferes Interesse bemerkte man ferner für Diskonw-Gesellschaft, 27 500 bis 26 000, Darmstädter Bank 24 500 bis 25 775 und Deutsche Dank 35000. Don amtlich nicht notierten Werten wurden Decker- Kohle mit 34 000 umgesetzt, Decker-Stahl waren bis 35 000 gefragt. Man hörte ferner Benz 38000 bis 39 000, Elberfelder Kupfer 23 775, Metz Sühne 32500, Ufa 32 000, Inag 14 500 bis zu 16 000, Drown Boveri 17 000, Smelka 12 500, Hansa Lloyd 16 000, Karlstadt 5300, Krügershall 51 000.
*
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 12. Mai. P rob u k t enberi cht. Die ununterbrochene Steigerung ber Devisenkurse wirkt naturgemäß Wetter befestigend aus den Produktenmarkt ein. Die Preisbewegung macht aber nicht entsprechende Fortschritte, und daraufhin hält daS 3nlanb mit Angebot zuruck. An- Lah^Dle is mannsgeckig on kann sich net man- tenbren.“
Eva drohte der Alten mit dem Frager. Aber im Davongehen muffte sie lachen. Mutter Hausmann war doch eine griffe Men schenke nneria
Bürgermeister Arnolds hatte auf fle getoartet. Die drei anderen schritten voraus, lischt mit wippendem Dachstelzenhüpfen, das u^ben Elisabeths ruhigem Schreiten doppelt auffrei.
Arnolds sah SvaS beobachtenden Blick. .3». die kleine Frau ist ein unruhiger Geist, manchmal ein unnützes kleines Persönchen. Ader man bart ihr nichts Übelnehmen. Sie hat einen wahrhaft vergötterten Mann nach kurzer @be verloren. Er merkte Evas unausgesprochenes Erstaunen imb zuckte bie Achseln. „Sie hat ihn aufrichtig betrauert, jahrelang. Aber sie ist noch iung. Die Lebenslust bricht wieder durch und tbr unruhiges Temperament, bas eine Stammesctgenfchaft ber Luxemburger ist. Bive unb lebhaft ist bas ganze Bolk, vergnügungshungrig, leichllebig. Am besten war's schon, sie fänbe den richtigen Mann.
Eva muffte lächeln. „Den richtigen Mann finden! Das scheint hier an der Mosel Wun- bertraut für alle Leiben ju fein. Auch Mutter Hausmann rät es an . . . Sie stockte unb fühlte, baff sie errötete.
Arnolds nickte. .DaS Ergebnis sechsundacht- zigjähriger Lebenserfahrung. Unb Im letzten Grund ist's auch aller Deishett Schluff, den rechten Mann finden."
„Ober die rechte Frau!" Eva konnte den herben Ton nicht unterdrücken. Es reizte sie, datz dies -den rechten Mann finden" aller WeiShett Schluff für die Frau sein solle.
liebsten gleich in die Arme genommen unb sie gebeten: „Nimm ihn doch, mach ihn glücklich, fet fein guter Geist, du kannst es und mufft es sein.
Aber da sah sie älschis neugierige Augen, sah, tote Bürgermeister Arnolds' Gesicht sich verdunkelte. Sie erschrak. Sie hatte noch gar mcht darüber nachgedacht, wie schwer es ihm wohl toer- den würde, das einzige Kind herzugeben. Wer denkt daran? Die Töchter verheiraten sich, bte Söhne entwachsen dem Elternhaus, baS fft immer so oewesen unb wird immer so sein. Wer fragt da groff nach den Eltern? Wenn Hans Dcetrich heiratete, verlor sie ja auch einen Teil thr«s Lebensinhaltes. Aber Bürgermeister Arrtolds würde doch sehr einsam werden, anders noch ats sie ohne HanS Dietrich.
Lischt hatte interessiert die Begegnung beobad>- tet Eva hatte das Gefühl, baff solches Beobachten ein gr-ff er Teil der täglichen Beschäftigung der Heinen Schwarzhaarigen sei Das tat sie ja mobl in Dielirch hrnterm Fenfterspion und auf „Kaffe- vistt."
Mutter HauSmannS Gesicht lugte einen Augenblick hinterm Fensterchen. „5>aat Könd war ihr grober Liebling. Aber als fte Frau Thouvenins ansichtig wurde, versc^vand sie wieder. nb als die kleine Gesellschaft nun langsam moselabwärts ging und Eva noch schnei MS Fährmannshaus schlüpfte, um Adieu zu sagen, da zog Mutter Hausmamr ein schiefes Gesicht.
-Och die? Die ^remburgsche! Die könnt ?)ch bleiwen, wo se berge?)mm" is. Die soll sich doch kein Müh' geteert Die kriegt doch net fehrdrg. traat fe will. Die scharwenzelt allewell um baan Bürgermeschter erum, wie en Dachstelz um ei
sie'S würde!"
„Darrn müffte also die Frau ohne Mann immer nur eine Suchende sein, eine nach dem OHornte Suchende?" Jetzt war Eva wirklich gereizt. 3mmer war es ooch dasselbe. Was sich diese Männer nur einbildeten! Daff man ohne st» nicht leben könne, eigentlich gar nicht das Recht habe, zu existieren, sich des Lebens zu freuen. Sie muffte es gut genug, dah alle Manner ihres Kreises eine Witwe von vornherein für ein Frm- wild hielten, für eine leichte Deute, die ftch mehr ober weniger schnell dem Manne «gab der es verstand, den fentimental ober stürmisch Verliebten, oder ben blind Ergebenen darzustel en Ach, sie hatte diese .Liebe" tn mancherlei Gestatt an sich herantreten sehen — ihr etette davor. Unb wenn Frau Lischt Thouvenin unb Tausende ihresgleichen wirklich nur auf der -Suche nach dem Marrn" waren, sie wollte nicht mit ihnen
M Hie Milk Mr deS Monats Mai bezieht man den Gietzener Anzeiger in Dietzen durch die Trägerinnen und Abholestellen, auswärts durch die Zweigstellen für den Preis von
1800 Mark
Httef
Mett»
770!),-
7620 -
28-25.
2800,—
8610-
7940.-
11325-
11225.—
16825 —
16675.-
59.50
59.-
43325-
42925.-
199S00,-
1982M.-
2067.—
2047.-
2436-
2414.-
635.-
615,-
1280—
1260,-
7035—
6965.-
197—
193,-


