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Die Tyrannei im Westen

Die Repressalien gegen Buer.

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Rechnung za tragen.

Die Brüsseler Besprechungen.

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Posten

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Was fürchtet England?

Ein militärischer Sachver st än- d i g e r schreibt und:

Ein Rundschreiben des Reichswirtschaftsministers über die Stabilisierung der Preise.

tlIn®?ühet. 13. März. (WTD.) Poincarö ist gestern abend von König Albert empfangen roorden. Pvincars und seine Mitarbeiter verlassen Brussel heute vormittag.

Der irische Aufstand.

London. 13. März. (WTD.) Im Unter­haus erklärte der Staatssekretär des 5rmern Bridgeman, daß die Tättgkett der irischen Republikaner in Großbritannien zugenommen habe. Die Regierung hake Beweise dafür, daß eine Art Militärorganisation bestände, die mit den Aufständischen in Irland zusammen wirken wollten. um die Frei-tantsreg'.e.ung zu stürzen und unter gewissen Umständen Gewalttaten tn Irland auszujühren-

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Erscheint glich, anher Sonn« und Feiertags, mit derSamstagsbeiloge: GiehenerFamilienblätter Monatlicheveiuorpreise: 2850 Mark undlSOMark Ürügerlohn,durch die'post 3000Mark,auchbeiNlcht. erscheinen einzelner Num- mem infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift» Teilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrist sür Drahtnach­richten Anreiger Liehen.

Postscheckkonto: zranlsurt a. M. 11686.

gerückt.

Eine Hetzrede Poincarss.

Paris, 12. März. (Wolff.) Minister­präsident Poincarö wohnte gestern abend einem BankettehemaligerIagerbei. Er sprach hierbei über die Zwischenfalle von Buer und erklärte: Sie können damit rechnen, daß dieses verdammenswerte Attentat bestraft wird und daß die Opfer ge­rächt werden. Morgen begebe ich mich mU General D e g o u 11 e nach Brüssel, und ich werde mich versichern, daß alle nötigen Maß­nahmen zur Aiederdrückung (Repression) ge­troffen sind.

Scheuhilche Mordtaten der Franzosen.

Brüssel, 12. März <MTD > Leber die Brüsseler Konferenz meldet di; Agrnce Beige das Rachrichtenburrau der belgischen -Ke» qterung: Die Konferenz des belgischen Minister-

Erntet

1923 ^QU8-®iehin)

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SiWOMk. per Große Füßlinge

Buer, 12. März. (WTD.) Am Sonntag mittag wurden der Kriminalbeamte Durch- hoff aus Buer-Erle und der Elektromonteur Wittershagen von den ^anzvsM ver­haftet. Durchhoff wurde auf Grund der De- nunziation eines Groß polen, der l em Samten Lache gell)»« Halle. »vndenFraa. »oscn festgenornmen. Er nann e als Alibi- zeugen den Monteur Wittershagen, mit bem er zur Zeit der Mordtat -usamneigewesen amr Bade wurden in der Rächt im französischen Arrestlvkal schwer mllch'andelt. Gs ^^ dnß Durchhofs sich gegen diese unmenschli.cha ^Hand­lung gewehrt hat. Gegen 9 Ubr abe.ids führten die^ Franzosen Wn auf den Platz hmter dem Rat'h'.ius Die Bewohner der anliegenden Mauser traten vorher aufgesordert wordei. die Feniter zu schließen. Auch war verbo'en, Licht zu mar.jen. Zwei Offiziere und zwei Solda'er schleppten Durchhofs our Öen freien Platz, w D.wohner der Häuser hörten lau t e S ch r e i e Les Dedauernswerten, gleich darauf fielen zwei Schüsse: dann wurde es still und die Franzosen entfernten sich 'hastig. Die Leiche weist grausige Ver­letzungen auf. Der Schädel ist durch Kol­be n s ch l ä g e v o l l st ä n d i g z e r t r um m e r t. Eine Schußverlehung findet sich tn cer Brust, eine zweite vor der Stirn. ®er Mon- teur Wittershagen wurde kurz nach pte em Borfall auf den Lyzeumshof geschleppt und dort e i s ch o s sen. Die Kugel durchschlug den Schade! b-r vollständig ^rrissea ifl. Sct s»ah mah aas nächster Rähe abgegeben worden sein, da das Gesicht zahlreiche Pulverfleke au,weist. Die Lei» chen der beiden Ermordeten wurden im Laufe der Rächt in das Dueriche Rathaus gebracht mit dem Bemerken, d i e beidenDeutschenseien auf der Straße erschossen worden, weil sie gegen die Verordnung be­treff en 6 den Rachtverkehr verstoßen

Hätten.

Buer, 12. März. (WTD.) Gestern gegen 11 30 Uhr abends wurde Der Kranfuch.^ P. F ah- beck aus Gelsenkirchen, der zum Besuch einer be- fteundeten Familie in Bi er weilte, auf firate uyte Anruf ton einem fvanzosischeea Post<m erschossen. Auf die Hilferufe seiner Frau die ihren Mann begleitet hatte etschlmi eme fran- zösische Patrouille, die erklärte, daß der Schuß, der auf Fahbeck abgegeben worden fei, nur von einem Deutschen stammen konnte Der P o st e n Hatte sich sofort, nachdem de? Schuß abgegeben worden war, eiligst entfernt Obschon zahlreiche Straßenpatrouillen den Vorfall beobachtet Hatten, ließ man die Frau des Er­schossenen fast 8/t Stunde lang ve r g e bl i ch um Hilfe rufen. Roch rn derselben Rächt wurde ein hiesiger Arzt herbeigerufen, der den gewaltsamen Tod der drei Ermordeten feststellte.

Paris, 12.März. (WTD.) Havas gibt von dem Zwischenfall in Buer folgende aus Düsseldorf datierte Darstellung: Die gestern vormittag auf genommene Unter­suchung über den Doppelmord in Duer sei mit der größten Schnelligkeit durchgefuhrt worden. Die französische Polizei habe erfahren daß ein Individuum vor einigen Tagen sich öffentlich gerühmt habe, er werde bald einen

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gramm wird nach den Direktiven, die von den beiden Kabinetten gemeinsam erteilt werden, au- mählich durchgeführt werden. Sodann tour.en die mit der Tätigkeit und der ginan^ebarang der französisch-belgischen Eisenbahn rerva tung irn Zu­sammenhang stehenden Fragen gewgelt, und man kam über die repressiven Mahna hm en und Sanktionen überein, die im gaue neuer Attmtate auf die Desatzungstruppen anzu- wenden seien. Ferner wurden d.e Grundsätze u'er die Erteilung von Lizenzen für die mit aus* bischen Industrie len abg^esch offenen laufenden Geschäfte ausgestellt. Schli-ßstch wurde aur der Konferenz nochmals die Einigkeit d e r b ei­ben Regierungen dahin festre te.lt. Pie Räumung des Ruhrgebiets und der n mbeseh- ten rechtsrheinischen Gebiete nicht v o n e i n - fachen Vers prechungen Deutschlands abhängig zu machen, sie vielmehr in dem , Maße zu vollziehen, in dem Deutschland feine I Reparationsr«rpf lich ung-en erfüt t. Die beiden Re­gierungen sind gleichermaßen entschlossen, diese Gebiete nicht zu räumen, bevor sie von der Reichsregierung außer der Aufhebung der Stras- besttmmungen zuverlässige Garantien für die deutschen Staatsbürger erhalten haben^die mit den alliierten Be örden zusammengewiM fa^en.

Brüssel, 13. März. (WTD ) Rach De- endigung der gestrigen Rachmittagssitzung er­klärte Poincarö Zeitungsberichterstatt en er fönne nichts mitteilen. Die gleiche Zurückhal­tung bc-obachieten auch die übrigen Konferenz-

treitmacht Englands wird in fieberhafter Eile verstärkt. Aber damit holt man den Vorsprung Frankreichs nicht ein. Es gilt, neben der mili­tärischen Rüstung vor allem den Zivillust­verkehr auszubauen!

Wantm hat England im Ruhrkrieg bis heute noch keinen Finger gerührt, um dem gebrochenen Versailler Vertrag wieder zu sei­nem Recht zu verhelfen? Antwort: Weil es Frankreich fürchtet! Und warum fürchtet es den im Weltkriege so herzlich Verbündet­gewesenen? Antwort: Weil es durch seine KriegSschiffSflolte, den stählernen Panzer seiner Weltmacht, gegen die neue französische L u f t- flotte nicht mehr genügend geschützt ist, und weil eS dieser kontinentalen Luftmacht nichts Gleichwertiges entgegensetzen kann. Man ver­gleiche die Zahlen: England besitzt einschließ­lich seiner See-Aeroplane im ganzen 373 Flugzeuge, die über den ganzen Bereich deS englischen Weltreiches verteilt sind. Dem­gegenüber besitzt Frankreich ohne Seeflugzeuge 2000 Flugmaschinen (220 Staffeln), die mit Ausnahme Marokkos im Heimatlande konzen­triert sind. Und zwar werden diese 2000 Flug­zeuge alle schon dauernd im Friedensbetrteb^ eingesetzt. Was Frankreich außerdem noch in Depots und als Kriegsmaschinen besitzt, ist sein militärisches Geheimnis, das auszukund­schaften wir den englischen Spionen überlassen. Rach vorliegenden Erfahrungen muh man damit rechnen, daß Frankreich im Kriegsfälle min­destens das Dreifache der Friedensstärke auf­bringen kann. Man bedenke nur die blühende französische Flugzeugindustrie und die über­raschend schnelle Entwicklung des Privatluft­verkehrs! 3m Gegensatz zu England hat Frankreich bereits 11 große Luftverkehrslinien in Betrieb, von denen neben der Lime mariSLondon die wichtigsten die vor kur­zem bis Konstantinopel verlängerten Limen Paris-StraßburgBudapest, sowie Paris- Warschau und ParisGenua sind. Auf diesen Linien sind etwa 287 Flugzeuge im Dienst. Diese Flugzeuge, für die der französische Staat jährlich 28 Millionen Frank Subventionen rablt, werden im Kriegsfall als Bombenflug­zeuge eingestellt. Der Zivilluftverkehr liefert dem französischeü Heere aber auch die not­wendige Zahl Flugzeugführer, vor allem die Besatzung für die in Reserve gestellten ehe­maligen Kriegsflugzeuge. Da tue französische Flugzeugindustrie aber seit 1920 m o n a t l ich 150 Flugzeuge liefert, brauchen sich die Reservisten, wenn sie mobilisiert werden, durchaus nicht mit veralteten Kriegsflugzeu- gen zu begnügen. Es ist alles da für den mo­dernsten und gründlichsten Völkermord. Die Ausbildung der Reservisten wird von der. franzöfilchen Regierung auf jede Weise durch Präsidenten Theunis und des französischen Mr-

der Dienstzeit unterstützt. Rach einem Bericht h 6 , r a 6en wurden die Miß-

des Obei st:n Girod, Kammer ab geordneten und na&men besprochen, dir nötig sind, uni die L.ese- Berichteistatters über die Militärluftfahrt, be- Ä0$Ie unb Koks an Frankreich uud

tragen die staatlichen Kosten für die AuSbil- zu beschleunigen Das ausgestellte Prv-

duna der Reservisten pro Kopf 26 500 Fran- -a- b'* tiDn

ken, und feit 1920 sind 1250Zivilflugzeugführer in militärischer Kontrolle und auf Kosten des Staates in Frankreich ausgebildet worden. Derselbe Oberst Girod, dem das parlamen­tarische Material, das er zu bearbeiten hat, offenbar die kriegerische Brust schwellen macht, tat am 26. Oktober 1922 in der französischen Kammer den unvorsichtigen Ausspruch:Die schöne Abgeschlossenheit des britischen 3nsel- reichs wird es in keiner Weise mehr vor emem feindlichen Luftüberfall schützen. 3n weni­gen Jahren wird das gesamte englische Gebiet von feindlichen Flugzeugen in Drund und Boden bombardiert werden können. Mö­gen unsere englischen Freunde sich das vor Augen halten!^

Die englischen Freunde haben sich das schon mit der dem Engländer eigenen Kühle und Selbstkritik vor Augen gehalten. Man hgt, wie Admftal Kerr vor einiger Zeit öffentlich erklärte, in England das Gefühl,einem nahen Lande auf Gnade und Angnade ausgeliefert zu fein. Besonders bitter ist für die Eng­länder der Gedanke, daß, finanziell gesehen, die neue französische Luftflotte durch die nicht 1 bezahlten französischen Schulden an England unterhalten wird. Ein allererster eng­lischer Luftfachmann, \> Weir, drückte diesen Gedanken in einem Vortrag im briti­schen Aeroklub folgendermaßen aus:Frank­reich schuldet England 500 Millionen Pfund; man kann wohl eine Betrachtung anstellen, daß die 220 französischen Lustgcschwader durch Großbritannien bezahlt werden. Endlich gab auch dieTimes ein Signal:Tagaus^tag- ein geben uns die Sachverständigen die War­nung, daß wir auf unserer 3nsel durch die Seeumgürtung nicht mehr geschützt sind. Wah­rend des letzten Krieges haben wir einen Vor­geschmack von der Äenderung bekommen, die der Krieg in der Luft mit fick) gebracht hat.

Seitdem darf Sir Trenchard. der eng­lische Luftmarschall, in keiner wichtigen Ka- binettSsitzung mehr fehlen. Die aktive Luft-

Annahme oon Mnjtiatn für die Tatzesnummer vis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höht für Anzeigen» 27 mm'Breite örtlich 70 Mk., aus wärt! Ö0 Mk.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Brette 300 MK.Bei Platz. vorschrttl20"/oAufichlaq Hauplschristleiter: Aug idoctz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Ernst Blumichein; für den Anzeigenteil: Hans Veck, sämtlich in Gießen.

Dortmund, 12. März. lWTB) Der kom- mandierende General öes 32. 2b:weekorps, Gen-. ral Caorn, gab dem Magistrat in Buer bekannt, baß im Falle in Duer em neuer Morb an Franzosen verübt werben sollte, der als Deisel feflgehaltene Oberbürgermeister o tzne Urteil erschossen werben würbe. Der General übernehme volle Verantwortung für vie- ses Urteil unb sei bereit, sich unter gewissen um­ständen vor einen franzöfisch'deutschen ober inter­nationalen Gerichtshof zu stellen. Der Vertreter der Buerschen Kaufmannschaft A rn hold ist freigelassen worben, um ben Beschluß drs. tom- manb erenben Generals dem Magistrat sowie der Bevölkerung zur Kemrtnis za bringen.

Buer 12. März. (WB.) Bei der Besetzung der staatlichen Zeche Westerholt, die am Sv .ntag erfolgte wurde das Zechentor von den Franzoien gewaltsam erbrochen. Auf dem ZecheAlatz»antoe- fenfce Bergleute wurden vertrieben. Em Maschi­nist erhielt eine Verletzung durch einen Gewehr­schuß. Aus diese Vorgänge hm beschlossen die gesamten Belegschaft en der drei staatlichen Zechen Westerholt, Dergmanns- Glück unb Schilven, in den Streik ju treten. 3m Laufe des heutigen Rachmittags sind zahl­reiche französische unb belgische Tankgeschwa^er aus der Richtung Recklinghausen in Duer ein-

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Uebergriffe gegen das Lehrerkollegium * des Gymnasiums.

Duer, 12. März. (WB) Während der gan­zen Rächt' von Sonntag auf Montag touröen zahlreiche Strahenpassanten, die zum Teil frühmorgens nach auswärts gereist waren ui.d von dem Verbot des Rachtreikehrs keine Kenntnis haben konnten unb ahnungslos ihrs Be a tt mgen aufsuchten, ohneAnrufvonden Franzo­sen beschossen. Mehrere von ihnen^ muüten wegen gefährlichen Schußverletzungea in die hiesi- qen Krankenanstalten gebracht werden. Zm Ma- rienhospital besinbet sich ern junger Mann, der einen Ba j o n e 11 st i ch m den Kops crly.eli. Am Montag vormittag riefen die Franzosm das Lehrerkollegium des Ghmnasiums zusammen. Sie machten dem Kollegium den Vor­wurf daß die Schüler von den Lehrern zum Ad- reihen der französischen Plaka'e aufgefertert wor­den feien; ü b e r h a u Pt se i e n d i e deu ' s che n Gymnasien die Pflanzstätten Völkerhasses. Der G Y m n a s ta l leh rer Holu bas würbe mit berR e l t peitsche mih° h a n b e l t Der Leiter der Anstalt, Oberstudie.i. bireftor Dr. Reher unb Studienrat Freibue- t e r, Beigeordneter der Stabt Buer, wurden ver­haftet unb abgeführt. Zahlreiche weite.e Ver­haftungen, bie im Laufe des Sonntags unb Mon­tags vvrgenommen wurden, steigerten die Erregung der B e v ö l k e r u n g a u s höchste. Wie die Franzosen gegen die Bevölke­rung vorgehen, zeigt bie Tatsache, daß harmlose Strahenpassanten, bie bie Hände in Öen OKantel- laschen hatten, ohne weiteres von s. anzölischeu Pa­trouillen festgenommen unb weg geschleppt wurden.

Die Ausklärung der Buerer Mordtat.

Berlin, 12. März. Wie bie Blätter aUS Buer melden, werden bie Vernehmungen in der Mvrbaffäre von beutscher Seite energisch fortgesetzt. Rach überein st .mmenden Aussagen mehrere beutscher Zeugen hat sich ber Vor­gang folgendermaßen abgespielt: Am Sonn­abend trafen zwei französische Offi­ziere in der Hochstraße gegenüber emem Restaurant zwei französisch e 2l l P e n - jäger. Ein in dem Restaurant befmbltchei Rechtsanwalt unb bie Wirtin hörten, baß bte Offiziere mit ben Alpenjägern eine in fran­zösischer Sprache geführte erregteUnter- rebung hatten. Plötzlich fielen zwei S ch ü s s e. Als bie Gäste bes Restaurants sich barauf auf die Straße begaben, sahen sie dte beiden Offiziere tot auf dem Boden hegen. Gleichzeitig bemerkten sie, daßdie beiden Alpenjäger eiligst davonliefen.

Berlin, 12. März. (WTD.) Der Reichs- toirtschaf tsrninister ließ den Spitzen- verbänden von Handel, 3nduftrie^ Handwerk und Konsumgesellschaften hrute folgendes Rundsch reibe näugepen.

3d> "if.-bme Bezug auf mem Rundschreiben vorn 18. F.'bruar 1923 in dem ich darauf auf­merksam gemacht chabe, daß es drins.eid erforder­lich ist, daß die Preise das angemessene Maß nicht überschreiten und, -soweit das geschehen ist, ohne Verzug herabgesetzt werden sollen. 3n Rachrichten der Presse und in Mit­teilungen, die noch> bei mir eingehm, wird aber den Verkäufern und vor allem ihren Organi­sationen unb Kartellen vorgeworsen, daß die von ihnen festgesetzten Preise nicht mehr als ange- mcssen bezeich'et werden könnten. 3d) binnicht gewillt, Auswüchse der Kartellge- walt, insbesondere ^hinsichtlich der P'.eisfeit- setzung zuzulassen, aber ich tz-stte es für ebenso erforderlich daß allen Rachnchten über die Diktatur der Kartelle der Boden entzogen wird, wenn sie sich in Widerspruch mit den Tatsachen befinden, damit sie nicht dazu dienen, die Abwehrkraft des deutschen Dolles zu sch'wa- chm Ich bitte deshalb, mir unverzüglich die­jenigen Kartelle zu benennen, deren Verhalten mit den Vorschriften gegen die Preistreiberei im Widerspruch steht und mir die diesbezüglichen Unterlagen zu übersenden, sofern sie eine Rach­prüfung notwendig machen und ennoglichen Außerdem mache ich darauf aufmerksam, daß es mir erforderlich erscheint, alle auftretenden Strei­tigkeiten im Wege des gegenseitigen Verständ­nisses und Entgegenkornmens zu regeln anstatt he lediglich zum Gegenstand einer Polmnik zu machm, die di» Ge-e-isähe verschärft. Schlichtungs­stellen und insbefonde e die KarteNelnigungsstelle stehen zu diesem Zwecke zur Verfügung. Ich bin bereit, beim Versag»- > der schlichtung»5organi-

I fationen meine Unterstützung zur Beilegung von Streitfällen zu leihen. Den Spihenverbanden fallt die verantwortungsvolle aber dankbare Aufgabe tu ihre Mitglieder mit aller Energie anzuhalten, den Berechtigten Interessen ihrer Dertragsgegner

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Franzosen umbringen. Die Pollzei habe sich ih die Wohnung dieses Mannes begeben. Die Frau des Betreffenden habr behauptet daß er ab- wesend sei und die Rächt draußen zu­gebracht habe. Schließlich habe man ihn aber in einem Schrank ver st eck tge fan­den. Eine zweite Person, die anscheinend mitschuldig an dem Morde gewesen sei sei ebenfalls festgenommen worden. Die beiden Ver­dächtigen seien zu dem nächsten Wachtposten ge­führt worden. Abends seien die französischen Gendarmen sie abholen gekommen. Als sie sich auf der Straße befanden, seien die beiden Deutschen geslohen. Die Gendarmen hat- ten darauf geschossen, wobei die Flücht­linge getötet worden seien. Da habe sich eine Menschenmenge angesammelt, und eine aus zahl­reichen Personen bestehende Gruppe sei aus den Dosten eingedrungen und habe ihn angegriffen. Die bedrohten Soldaten hätten aus dem Wachtlokal heraustreten und schießen müssen, um die Angreifer loszuwerden. Dabei habe es fünf Tote gegeben. Zur Stunde habe man in Düsseldorf noch keine Keimtnis von ben weiteren Einzelheiten über die Untersuchung. Die Tiamen der beiden Mörder seien noch nicht bekannt.

Weitere Untätern

Köln, 12. März. (WTD.) In Düsseldorf wurde der Mchger Lückerath in der Rah', zum 4. März von drei f r a n z o s i s ch eN S o l baten überfallen und durch Messerstiche schwerverletzt.

Dortmund. 12. März. (WTD.) Unter den Taten der französischen Soldaten hat besonders das Viertel um den Zoologischen ^^en, an besten Rande sich ein öffentliches Haus befindet, zu leiden. Am Abend des 3. Marz zogen fünf französische Soldaten. offen ar _ be- truufem, durch dieses Mertel und zertrüm­merten mit ihren Seiten g e w e h r e n mehrere größere S cha u f e n st e r s ch e i ben. In einer Wirtschaft der französische Soldaten nach emerpolttischen Aus^ einandersetzung mit emem dewschen Jörger m Streit. Einer der Soldaten bedrohte den Deut schen mit dem Revolver: ein derbeig-.rufmer Poll xeibeamter wurde aus der Wirtschaft heraus- aebrängt Schließlich behauptete einer der Sol- K, 9ibm fei die Brieftasche gestohlen i^rden. Die Soldaten nahmen darauf dem Kell ner seine Drieftafche ab und verließen dann mit der Deute die Wirtschaft.

Bochum, 12. März. (WB.) Vom ftanzöst« schen Kriegsgericht in Werden wurde, w-e aus Essen berietet wird, der Polizei maior Go e°

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(Elftes Blatt 173. Jahrgang Dienstag, 13. März 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck «nd Verlag: vrllhl'sche llnwersiiMr-v«ch. und Lieindruckerei ». Lange In Sietzen. Schristleitung und Seschasirftelle: Schckstraße

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