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als J25 Metalldiebe und Metal lheh- l e r. Die Frechheit bkfcr Diebe geht jetzt bereits soweit, daß sie an der städtischen Hafen­bahn mit einem regelrechten Abbau der An­lagen begonnen hatten. S.lbst an die Schienen hatten sich schon einige der D:-ebe vergreifen wol­len. DreiP 0 len betrieben h.er in uec Aech.ei- strahe gemeinsam einen A l t h a n d e l und be­mogelten t-a6ei ihre Kunden nach allen Regeln der Kunst. Als dieser Tage di« Kriminalpolizei bei diesem Trio einen S.rck mit zerschnitte­nem Leitungsdraht beschlagnahmte und am nächsten Tag« den S.ick ab.-vi<.n wollte, stellte es sich heraus, daß die Polen den Draht gegen anderes Metall umgetauschl hatten, dabei aber mit kaum zu uberb .t.mder Frechheit behaupteten, ein Lim tausch existiere nur in der Ginblldu ng der Beamten. AlS es nun den Polen an den Kragen ging, flüchteten sie. Dir Pulizri enuxcLi- 1x1- vei in einer anderen Wohnung dieser Burschen einen unterirdischen Schacht, in dem sie den Draht versteckt batten.

fpd. Frankfurt a. M., 12. Febr. Zu der am Sonntag in der Halle des Landwirtschaftlichen DeremS abgehaltcnrn Hundebörse hatte man rund 300 Hunde aller Gattungen und jeben Al­ters zum Te.kaus ausgestellt, die bei hohen und höchsten Preisen flotten Absatz fanden. Das beste Geschäft wurde mit Jagdhunden ge­macht, für die sich aus tem besetzten Gebiet vi.le Licbhober eingefunden hatten, die im Auf­trag französischer Offiz ece jeden geforderten Preis artlegten. Die meisten der zum Verkauf gekomme-

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311 Taufenden an den Decken der Keller, in den Tümpeln usw. Der einzelne ist machtlos. Die Demeindeverwaltungen sollten deshalb beson­dereSchnakenkommisslvnen" ernen­nen, die von Haus zu Haus gehen zurBer­ingung der Schädlinge, wie oicö in Gießen und in anderen Städten mit sichtbarem Er­folge geschieht.

Kreis Schotten.

tog. Gedern, 10. Febr. Auf Deranlas- lung der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen ' DolkSpartei fand hier eine allgemeine Pr 0 - test Versammlung gegen die Besetzung j des Ruhrgebiets statt, wobei nach einem ' erhebenden vaterländischen Vortrag deS Ober­reallehrers Kahl (Darmstadt) eine Prvtest- entschließung einstimmig angenommen wurde. (Sine Sammlung für die bedrängten Volks­genossen an der Ruhr ergab 10 000 Mark. Für daS geplante Deziriskrankenhaus ivird gegenwärtig eine Sammlung durch­geführt; an Geldgaben sind bis jetzt schon über OO 000 Mark eingegangen..Auch werden sehr reichlich Lebensmittel und EinrichtungSgegen- ftände gespendet.

Starkenburg und Nheinhcsien.

fpd. Groß-Gerau, 12. Febr. Auf der Strecke zwisch.m Dornberg und Mörjelden wrrden , »on bisher unbekannten Tätern krpferne Lei­tung s d r ä h t e im Mert von rund 2 300 000 I Hart gestohlen.

Hesfcn-Nasfau.

fpd. Frankfurt a.M., 12. Febr. Heute \ »erhastete die Kriminalpolizei nicht weniger

Konzert zum Besten der Giehener Studentenhttfe.

Gießen, 11. F-rbruar 1923.

Herzlichen Beifall unh wohlvc-rl^nten Erfolg brachte den trefflichen Äünflkm, unter denen man mit besonderer Freude einen alademischen Lehrer erblickte, ihr edles Beginnen, durch den Dortrag einer feinsinnigen Folge von Kompositionen von Schubert, Chopin, Brahms und L. Spohr den Fonds der Giehener Smdentenhilfe zu stärken. Schwer ringt unser geistiger Rachwuchs mit dem Materiellen, und schmal ist der Boden, von dem aus oft der Aufstieg erfolgen soll und muh. Da­rum verdienen alle die b.sonde en Dank, die h.er Möglichkeiten zum Vorwärtskommen bieten und den Strebenden die rettende Hand reichen!

Herr Prof. Henle sp'elte zur Eröffnung des Konzerts mit der echten Begeisterung des Lieb­habers und mit recht bcachtenswetter Technik die S-Moll°E:üde op. 25 2 von Chopin, jenes nur hie und da von einer melodisch-m Phrase durch­brochene Arpeggiengewoge, das in seiner leiden­schaftlich erregten Stimmung,l bfxift an die eben­falls in C-QHoH stehendeAcvolutionSelude" op. 10, 1,2 erinnert. Auch die erschütternde Tragik der A- Moll (t>Ato. b-Dur) -Ba'.lade, op. 33, in welcher jenes einfache volksliedevartige Thema, neben Sätzen stürmischster Bewegung und einem Andan- tino von zarter Innigkeit, nach einer schneidenden Dissonanz der Coda-agitato noch einmal un pp hingehaucht wird, gelangte in dieser für mein persönlid-eZXSm'. finden hie und do etwas zugcr- man s chen" Auffassung zu vornehmer Gestaltung, ebenso wie die As-Dur-Polonai e, die ,Königin" der Polonaisen, in welcher nach der berühmten Dominanteinleitung im 17. Takt erst mit dem

'Mgang des OrtSbauplaneS. Ein dritter m Friedhof, wurde noch genannt. Dieier -mmt aber nicht mehr in Frage, weil die rung des Dor,es am den Bahnhof herum soll.

)ber -Bessingen. 12. Febr. 3n un» Aemeinde wurden zu Gunsten der schwer nglen Volksgenossen amRhein und an Ruhr gesammelt: 12 Zentner Getreide, Zentner Kartoffeln und 43 700 Mark rgeld. Die Gemeinde beteiligte sich ferner einem Anteil von 17 300 Mark.

[] L a u t e r, 10. Febr. DaS Ehrenden k» a l für die im Weltkrieg gefallenen Helden- hne unserer Gemeinde geht seiner Vollen- ung entgegen. Man hofft, noch in diesem Frühjahr die Weihe vollziehen zu können. DaS | Portal ist bereits errichtet. Unmittelbar da- , hinter erhebt sich die gewaltige Tafel mit dem : Eisernen Kreuz, das die Umschrift zeigt:Gott, 2hre, Freiheit, Vaterland". Auf dem unteren s Teile lesen wir in gewaltigen MahuSkeln: .Gedenket der Opfer des großen Kriegs". Die gesamte Anlage, die sich am Vergabhang in tinstlerischfr Weise aufbaut (inmitten des Dorfes neben der Schule) stellt einen Ehren- riedh 0 f dar. Der Hintergrund wird durch ! 'Mne Tafel abgeschlossen werden mit erhabe- »em Kreuz und der Inschrift:Sei getreu bis ii den Tod, so will ich dir die Krone des Le- »ens geben. Die Vildhauerarbeit wird von ^er Firma Leonhard (Grünberg) geliefert. Set Entwurf stammt von dem Baumeister Schneider (Bauamt Gießen).

Kreis Lauterbach.

[] Aus dem südlichen Vogels­berg, 12. Febr. 3m letzten Jahrzehnt haben bie Schnaken in unseren Tälern sehr zu­genommen. Sie sind zu einer wahren Land­plage geworden. Auch aus touristischen Krei- fen hat man öfters bittere Klagen gehört.

Schöffengericht.

Gießen, 6. Febr. 1923.

Ein Landwirt von Treis a. d. 25a. hat ein Mitglied dec bert gen Feld^ere.n g-ing.kommisiion in seiner amtlichen Eigenschaft bele.diat und erhält dafür eine Gsldstvafe von 2030 Ml. Außerdem ist die Verurteilung auf Kosten des Angeklagten durch Anschlag am Gemeindehaus in Treis öffent­lich bekanntzumachen.

Zur Strafe des gerichtlichen Verweises wer­den ein Lehrmädchen aus Rödgen und ein Lauf­mädchen von hier verurteilt. Düde hatten einer hiesigen Schneiderin eine Anzahl Stoffe usw. entwendet. Die wegen Hehlerei anzeklagte Mutter des Laufmädchrns wurde trotz schweren Verdachts mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Mur die große Iugend dec Mädchen schützte sie vor schwereren Strafen.

Gin Taglöhner auS Alten-Dusrck und ein Lagerist aus Lollar haben ihrer Arbeitgeberin 5'/> Pfund Kupfer gestohlen. Beide werden an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafen von 10 und 15 Tagen zu Geldstrafen von 2000 und 3000 Mk. verurteilt.

Wegen Diebstahls von etwa 50 Pfund Kar­toffeln werden ein Drehorgelspieler von hier und seine Ehesrau an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafen von 5 bzw. 3 Tagen mit Geld­strafen von 200 bzw. 100 Mk. bestraft.

Ein Hausbursche einer hiesigen Wäschefirma hat von deren zur Zeit nicht in Betrieb befind­lichem Personenaufzug eine An-ahl Kontakt­federn aus Kupfer, Messingschrauben usw. im Gesamtwert von 2030 030 Mk. gestohlen und erhäll mit Rücksicht auf seine Vorstrafe wegen Diebstahls und den schweren Schäden 4 Wochen Gefängnis.

Wegen Beschädigung der Gefängniszelle und Beleidigung e'mes Oberwachtmeisters wird ein zur Zett im hiesigen Landgecichtsgefängnis be-

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Berlin, 12. Febr. 3n einer Berliner Edelme a'.laiikaufste le bot ein Mann wertvolle Juwelen, Gold- und Silberbro­sch e n im Werte von 40MillionenMark zum Kauf an. Da der Mann sich nicht legiti­mieren konnte, wurde er von der herbeige­rufenen Polizei verhaftet. Cs wurde fest­gestellt, daß es sich um einen Gärtner au« Eharlottenburg handelt. Bei einer Durch­suchung seiner Portierwohnung wurde eine Menge Wäsche, Seide und andere Gegen­stände gefunden, die Hausbewohnern gehör­ten. Die Feststellungen ergaben, daß der Portier mit Hilfe von Nachschlüsseln sich im Laufe mehrerer Jahre alles an­geeignet hat, was er erreichen konnte.

Ein deutscher Dampfer gestrandet.

Bergen, 12. Febr. (Wolff.) 3n der Nacht zum Sonntag strandete auf einer Klippe, fünf Meilen von Bergen, der deutsche Damp­ferW a l t e r h 0 f" aus Cuxhaven. Die aus 12 Mann bestehende Besatzung und der nor­wegische Lotse versuchten, sich mit einem Floß zu retten. Das Schiff sanks 0 f 0 rt. Das Floß trieb sieben Stunden lang, bis Rettung kam. Rur drei Mann lebten noch; unter den Er­trunkenen befindet sich auch der Lotse.

tonischen Ar-Du -Sretltang das herrliche aristo- kvallsche Th«ma. von Glanz und Licht überflutet, b.fondcrS wirkungsvoll cintrUi; auch der ll-Dur- Mittelfatz ein Helles Trompetenmotiv über einem basso-ostinato wurde mit seiner schwie­rigen Oktavenpartie mühelos bewältigt.

Mit Herrn Prof. Henle gemeinsam trug Frau Hedwig Spohr die dritte dec Heinen Sonaten für Pianoforle und Violine aus op. 137 von Schubert vor, eine jener melodischen Kost­barkeiten des Meisters, die man leider selten im Kon»ertsaal hört. Die ausgezeichnete heimische Äünfllcrtn überraschte durch ihr fein rhythmisie­rendes Spiel Im ersten Satz und im Menuett und verlieh der Ge^ühlsli.fe des Andantes durch bh warme Größe ihveS Tones ergreifenden Aus­druck. Die rührende Kanli.ene des ^-Moll-Ada­gios von Spohr drang durch so innerlich erfühltes Rachfchaffen unmittelbar zum Herren. (Wit be­sonderer Anerkennung sei die peinlich exakte Aus­führung der Spohrschen Triller und Fioritüren vermerkt.) In den ungarischen Tänzen, Ar. 2 und 5 von DrahmS-Ooachim ecwieS sch Frau Spohr als virtuosr Meisterin ihres Instrumentes, die über eine staunenswerte Bogen- und Surkkato- technÜ verfügt und mit Recht stürmische Zu­stimmung und Anerkennung fand.

Dec auswär.ige Gast des Abends, Fräulein Maria Martha Peter auS Berlin sang mit von jugendlicher Anmut belebtem Vortrag eine schon durch die Wahl auffallend Reihe von Schubertliedern und die Zigeunerlieder op. 103 von Ö Brahms, die dem augenblicklichen Zustand ihrer künstlerischen Enlwick.ung vorerst noch mehr zu entsprechen scheinen, als die düstere Tragik so mancher Gesänge Schuberts. Die schöne, warm belebte Altstimme von großem Umfang verriet eine auffallend anspvechmde Tiefe, die wenn zu der äußerst korrekten Aussprach? noch eine gröbere Fülle und Kraft der Tonbildung hinzu- treten wird, zu reichen Hoffnungen auf die Zu­kunft berechtigt!

Frau Claire Aebelung-Knapp führte mit älmsicht und Geschmack die Begleitung der Biolinsoli und der Lieder durch Dr. H. R.

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