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Samstag, 13. Januar \923

Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

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m.f-, .. y 9tnc tut. Sie muß für ihre (Betriebsmittel aller Art, VOII insbesondere für die Kohlen, und ferner für die

1099 f VU Drsoldung ihrer Angestellten ständig steige.rde

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30,867 ha,

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(Rachdruck verboten.)

14. Fortsetzung.

mutig.

(Fortsetzung folgt)

102,572

148 81G

1250,876

Verkehvsdrosselung auf der Vutzbach-Grünberger Bahn?

Waldungen Friedhöfe Exerzierplätze

16,4-89 ha 18,308 ha, 0,155 ha,

10,7324 ha

108,2472 ha (Hangelstein)

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und zwar: Wiesen Wald

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1922. Idjt

Mswendungen machen. Die Abnutzung beS Qlla» Ichinen- und Wagenparks, sowi^ der ©treden« anlage erfordert, selbst wenn die Reparaturen oder die Renanschaffungen nur auf ein Minimum 6e» schränkt werden, sicherlich sehr beträchtliche Geld­mittel zur Wiederherstellung, dazu kommen bann noch mancherlei Belastungen, die man in ihren Einzelheiten hier nicht aufzählen kann, die aber doch alle tn der Gesamtheit eine starre finanzielle

Außerdem hat die Stadt Gießen in an­deren Gemarkungen Grundbesitz: 3n Annerod, Großen-Buseck, Rödgen, Queckborn und Wieseck,

Aus dem AmLsverkündigunnsblatt.

* Das Arntsverkündlgungsblatt -Rr. 4 vorn 12. Januar enthält: Wahlen zum Pro­vinzialtag. Gebühren für anrtstierärztliche Dienstverrichtungen. - Prüfungen im Jahre 1923. Erneuerung der Viehhandels erlaubniskar^n für bas Jahr 1923. - Höchstpreise für Mehl und Brot. - Matz- und Gewichtspolizer und die Durchführung der Racheichung in der Stadt Dietzen. __

Metzen im Jahre 1922.

IX.

Die städtische Finanzwirtschaft.

Der Stand der S ch u l de n der S adt Gietzcn bezifferte sich am 1. April 1914 auf 22 060138 A^Am 31. Dezember 1922 wurden 90 375 357 Mk. Schulden ausgewiesen, und zwar Hypotheken und Rest kauf preise 212 000 Mk., Schuldverschreibungen auf Inhaber 41 922 500 Mk., langfristige Dar- lehensschulben 22 747 091 Mk., kurzfristige Dar­lehensschulden 25 493 766 Mk.

DieAusgabender Stadtrechnung betragen nach dem Voranschlag für 1922: in der De- triebsrechnung 34 616 387 Mk., in der Dermogens- rechnung 26 507 659 Mk., zusammen also 61 124 046 Mark. ____

ten, beabsichtigt die Verwaltung der Butzbach kichGrünberger Eisenbahn, den Personenverkehr )oin 1. Februar ab stark einzuschränken. Als _niunb wird, nach der Mitteilung im Grünberger xemeinderat, von der Vahnverwaltung angegeben, ^36 starke Materialanschaffungen im Betrage oon ;3 Millionen Mark notwendig seien und dah, selbst uxnn der Gesamtüberschutz des laufenden Jahres ht ben Erneuerungsfonds gelegt werde, immer noch Mt Fehlbetrag von 22 Millionen Mark bleibe. .Ja aber an eine außerordentliche Erhöhung der 1 ärife, die bereits die Reichsbahntarife über­

aus der LichGrünberger Streike hat der G r ü n- berger Gemeinderat ber:it3 Einspruch erhoben. Wir unterstützen diesen Einspruch im öffentlichen Verkehrstoter esse. Jedenfalls we dm auch die übrigen Anliegergemeinden der Dahn

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Wüstungen

St i ahen. Wege, Plätze u. Anlagen 160,525 ha, Flüsse, Bäche und Gräben 39,302 ha.

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1 ^gegrden werdtm 11 We Rückfahrt antreten soll.

i . Prüft man den Standpunkt der ButzbachLich

yitlljlliiODtttlll £ $ -Grünberger Eisenbahnverwaltung mit ruhiaer, öiil München, strenger Sachlichkeit, so ist nicht zu verkennen, daß 1 Diesten auch diese Dahn heute einen sehr schweren Stand

M L_f p.i- muh für ihr» D<>trit»bsmittl>s nlfpr

Die Ausgaben belaufen sich im gegenwärtigen Rechnungsjahr biß jetzt: in der Detriebsrech- nung aus 203 Millionen, in der Vermögensrech- nung auf 34 Millionen, insgesamt allo auf 237 Millionen Mark.

Die Einnahmen aus Reichs - und an- derenSteuern belaufen sich bis Ende Dezean- 6er 1922 auf: Grund- und Gewerbesteuer 2850 000 Mark, A .teil an der ReichLeinkommensteuer a) An­teile 20 033 500 Mk., b) Vorschüsse auf Bramten- besoldungen 54 124 000 Mk., Anteil an der Reichs» Umsatzsteuer 0, Zuschläge zur Grunderwerbsste ier 157 174 Mk., Antell an der Grunderwerbsteuer gern. § 39 des Londesst euergesehes 88 413 Mk., Wertzuwachssteuer 138 066 Mk., Vergnügungs­steuer 538 448 Mk., Fremdenabgabe 194 635 Mk.,

Koblenz nicht mehr zu gebrauchen. Deim Duckler verdiente er nun schönes Geld. Vom feinsten hellblauen Tuch wurde der Rock gearbeitet, eine gestreifte fäbene Weste dazu und Demlleider aus gelbem Tuch, die sich wie eine Haut anschmieg­ten. Es war der Anzug für einen Edelmann.

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,o'er?e i R ih b hör e können K i? erhJber le - legt werden. Lichtspielgeseh wird dahin geändert, daß der Widerruf gegen Bild-- fträfen bljie erreite Prüfung erfolgen kann, wenn der Streifen nicht binnen einer von der Ober­prüfstelle gefetVc i Frist zur Prüfung oorgelegt wird. Die Zuschläge zur Kraftfahrzeug- steuer können nach einem dritten Gesetz jetzt von der Reichsregierung mit Zustimmung Les Reichs­rates festgesetzt werden.

** Eine zeitgemäße Verfügung. Der Regierungspräsident von Schleswig hat sol-

und beide, ihr Geliebter und sie, sch rttellen sich vor Lachrn und umhalsten sich dabei zärtlich.

Von all seinen Mädchen liebte Duckler dre Julie am meisten. Sie war nicht b:e schbnste: die junge Amie, die jetzt mit der Duzliese zu Schnep­penbach wohnte, und die er da oft besuchte, hatte seidigere Haare, einen weißeren Hals und zartere Wangen. Auch des Iltis-Jakob Frau mit der üppigen Drust und dem wiegender Gang war weit schöner: selbst mit dem Mädchen, ba3 ihn dazumal aus dem Schlamassel bei der Duztt^e gerettet, konnte sich dir Julie an Statur nicht messen. Aber klüger als alle war sie, und getreu er konnte sich auf sie verlassen, mehr als auf jeden Mann seiner Dande. Solange die bei ihm blieb, widerfuhr ihm nichts. Ran ließ er ihr hier auf dem Kallenfelser Hof Kleider machen, recht schöne. Meist ging sie in Iungenkleidung mit ihm, wenn es galt, einen Zug zu machen, aber an fielen Tagen tat sie sich gern fein an wie andere Mädchen auch.

Auf den Kallenfels hatte er sich einen Schnei­der mit zwei Gesellen aus Kirn heraufkommen lassen, die faßen nun da und stichelten für die Julie bei Tag und bei Rächt. Sie wurde nei eingekleidet, bekam Hemden und Hosen aus feiner Leinwand, mit Brabanter Spitzen besetzt, die dem reichen Huden Isaak Herz zu Sobernheim gestohlen waren, und Kleider aus purer Seide. Die waren schön bunt, sie tänzelte ba :li vor ihm herum, und er freute sich an ihr. Sie konnte es kaum erwar­ten, sich auch vor anderen tn dem Staat zu zeigen.

Er selber hatte einen Schneider für sich unten tn der Birkenmühle. Es war ein hinkendes, buck­liges Männchen, das einst zu Koblenz ein feiner Schneider gewesen war: jetzt war er alt und ta

Diesseer wird verieP-

s hielten, nicht zu denken sei, bleibe nichts anderes üvrig, als an den Ausgaben durch die Einschrä.i- sing des Personenverkehrs zu sparen, da im Ge­gensatz zu dem ertragreichen Güterverkehr der Personenverkehr dem Unternehmen nur Kosten verursache, die durch die Einnahmen bei weitem nicht gedeckt würden." Die Einschränkung desVer- !<:-rs soll hauptsächlich die Strecke LichGrüiv- berg treffen, in geringerem Maße die Buhbacher Stifte. Auf der LichGrünberger Strecke soll täglich nur ein Zug für den Personenverkehr bereitgestellt werden, der am Vormittag gegen |',11 Uhr tn Grünberg ankommen und gegen

Heut trippelte Dückelches-Hermann zum Kal- lenfelfer Hof: er hatte es eilig, gestern hatte ihm der Hauptmann sagen lassen:Wenn der 2llrzug morgen nit fertig is, Schneckedu, dann laß ich dir die Ras' abschnriden: die ts so zu lang, die nahste dir doch fest. Und keinen Heller kriegste bezahlt. Run rannte der Schleider. Da sah er auf der Landstraße den Gefürchteten sich schon entgegen» kommen. Zitternd $og er die Mütze vor ihm und seiner Dame, die ganz in Seide war.

Haste die neue Kluft?" Dückelches-Hermann bejahte.Pack aus!"

Hannes warf Wams und Hosen ab, er stand nackt in der Sonne toi? Adam im Paradies und ließ sich bescheinen. Dückelches-Hermann war so erschrocken darob, daß er gar nicht fertig werden konnte mit Auspacken der herrlichen Kleider, die er doppelt und dreifach in ein linnenes Tuch ge­schlagen hatte. Was, der Johannes Durchden- toalb, der Straßenräuber, den die Gendarmen suchten, der spazierte hier ruhig auf offener Landstraße am hellichten Tag in der Sonne?! Dem Dückelchrn zitterten die Hände.

Dem nackten Mann schien es so wohl zu be­hagen. Es ging schon gegen die bessere Jahres­zeit, am lichten Vorfrühlingstag waren die Mühen der Straße aufgetaut, und am Wegraur sproßte ba3 erste Gras: in der Luft zwitscherten Vögel. Aus und nieder wanderte der ebenmäßige Kerl, stemmte wohlgefällig die Hände in bie

Stadttheatei US'L

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»mbar, wenn vom 1. Februar ab täglich nur ein einziger Personenzug zwischen Lich und Grünberg verkehren und auch auf dem andern Zeit der Strecke eine bis jetzt allerdings in beit Einzelheiten nicht bekannte, aber sicherlich doch auf) starke Ver'ehrsdr osselung erfolgen soll. Das mindeste, was zugestanden werden muß, scheint nach unserer Deurtellung der Sachlage zu sein, daß außer am Vormittag auch noch am Rach- mii ag eine günstige P.wsonenverkehrsmöglichkeit zwischen Lich und Grünberg und umpeke.-rt ge­boten wird. Au) öfterer persönlicher Deo.achtung ist uns bekannt, daß her Rachmittag ^zup von Lich rach Grünberg immer eine ganz stattliche An.ahl Passagiere ausweist, und eoenso ist es mit dem Segenabendzug von Grünberg nach Lich. Diesem Deckehrsbedürsnis für eine Zug Verbindung am Dachmittag zwischen Lich und Grünberg kann d.e Tahnverwaltung nicht mit der -falten Schulter ablehnend sich gegenüberstellen. Reben dem a l- gemeinen Person.nverkehr kann sie doch den Markt-, Schüler- und Arbeiterverkehr auf diesem Streckentell durch Ausschaltung des Rachmittags- zuges nicht unterbinden wollen. Was nach der anderen Streckenseite (LichButzbach) hin not- wendig ist, kann von uns hier nicht im e.njelnen bargelegt werden, da wir bis jetzt nicht wissen, welche Drosseln ig?n die Dahnverwaltung dort plant. Gegen die Abtötung des P wsonenverkehrs

Gelöst- fiortb^

Auf dem Kallenfelser Hof, nicht wett von Kirn an der Rahe, faß Huschen Dlästus^_ 3ßr Hannes hatte sie da untergebracht: der Pach.er des Hofs war ein sicherer Mann, er hatte von CBüdlc-. Geld geborgt, und der stundete ihm. An der Mosel war's in der letzten Zeit nicht recht geheuer, f?it der Eulenpütz paßten sie doch etwas besser auf; und ein neuer Friedensrichter war : ernannt, der nahm's, frisch im Amt, noch etwas sehr hitzig. Auch drohte die französische Militär- tKhorte, der viele Pferd? abhanden gekommen waien jeden sofort standrechtlich abzuurteilen, der mit einer Waffe in der Hand oder mit einer wichen versteckt in den Kleidern aufgegriffen wurde. Man mußte die Polizei erst wieder ein- schlafen lassen. Es war auf dem Hunsruck vvrder-

Auf^d^'jähen Felsen, der weit hinunterschaut ins Tal des Hahnenbach lag da, wo einftmalä ein Daubritterschloß geftanixn hatte, letzt der Kallenfelser Hof: ein feites Hai^ mit einer ein Mgen Tür. <?onst sah man feine Bechuisung rund- um und selten einen Menschen. Freilich, ^nn Iulie aus dem Fenster hinuntersch-vnie ms Tal, sah sie alle Frühmorgen die Gendaamen von Kirn, wohlbewaffnet und wie in chlachtordmung, u- term Felsen oorb?ireitcn auf der Snchr wich dAN Johannes Bückler. Dann wirf sw sich ifcan - Hannes, wenn der gerade noch bei thr -vor. XLchend an den Hals: sah er sie, sah

beeilten?! Sie drehte ihnen erne lange Rase,

tungSkvsten zu rechnen.

Kassel. 12. Jan. (Wolfs.) Heute nacht gegen 3 stlhr hat der O-Zug76Alton a Basel bei Freden an der Leine zwischen ., ,- Hannover und Göttingen das Haltesignal

schaltet. überfahren und ist. glücklicherweise mit stark

«WichNg-n-ueL-ichrg-l-tzL. D-.N MrminBmer ©efetotaitgreit <uif eine «an. neuen Reichsgesetzen, bie soeben in Kraft getreten gterabteüung d^ GuterdUges 833 7 ge sind ist das wichtigste und umfangreichste das stoßen. Beide Lokomotiven sind en t Q Lei st Gesetz übet die Erhaltung der Krieger- und wurden stark beschädigt. Der Postwagen aräber aus dem Weltkrieg. Sie sollen im und der Schlafwagen des ZugeS wurden durch Reichsgebiet dauernd e.hallen werden. Die Sorge Eindrücken der Stirnwände stark beschädigt, dafür liegt in Ergänzung einer Pflege von an- Lokomotivführer des v°ZugeS und der ÄA » Ä M°«. "Lr ÄÄJ» e4e das bauernbe R ^"<n^cht. Mit Zustimmung der Verspätung.

^vrftvnde Sonntag

Hofreiten

Ackerfeld, Grabgärtei Wiesen, Grasgarten

genbe Verfügung an bie Oberbürgermeister und Landräte erlassen:Ich mache ergeben ft daraus ausmerksam, daß die Presse angesichts ihrer außerordentlich schtoierigen Lage zur Veröffent­lichung behördlicher Schriftsätze im redaktionellen Dell dann nicht herangezogen werden sollte, wenn es sich um Angelegenheiten handelt, die zur Ve- handlung im Wege bezahlter Anzeige geeignet wären. Durch bie Inanspruchnahme des redaktio­nellen Teiles würde von den Zeitungen eine Gabe ohne Gegenleistung gefordert."

** Reue Gebührensätze für a m 18 tierärztliche Dien st Verrichtungen treten am 15. Januar in Kraft. Sie werden in einer längeren Bekanntmachung im neuesten Amtsverkündigungsblatt zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Interessenten seien auf diese Veröffent­lichung besonders aufmerksam gemacht.

" In der Gesellschaft für Grd- u n b Völkerkunde sprach am Donnerstag abend ber Garteninspektor Rehneit über die Insel Ceylon. Die Insel war schon in vor­christlichen Jahrhunderten stark besiedelt, wie große Staubeckenanlagen, in doppelter Größe wie die Cdertalsperre, zeigen, die heute aber verfallen sind. Rach der Entdecku ig des Seeweges nach Ostindien nahmen zuerst die Portugiesen von der I gewürzreichen Insel Desitz, später die Holländer und 1815 die Engländer. In zwangloser Erzäh­lung machte der Vortragende an Hand prächtiger Lichtbilder die Zuhörer mit den Tewohnern ber Insel bekannt, ihren Wohnstätten und großartigen Heiligtümern, unter denen ber Aiams-Pik als Walstahrtsort eine große Rolle spiest. Vor allem wurden die pflanzlichen Kulturen der Eingebore­nen Imb Europäer behandelt: der Vortixigende zeigte die bewässerten Reisfelder und ihre Be­bauung, die Ernte der Kokosnüsse und ih.e Ver­wendung, die Zuckerpalme, die süßen Pflanzen­saft liefert, die versch, ebenen Faserpalmen und den Teestrauch. Lehierer warb? in den achtziger Jähren des vorigen Jahrhunderts eingefühtt, da der bis dahin kultivierte Kaffee einer Blattkrank­heit zum Opfer siel. Aus gut kolorierten Bildern wurden all die Bäum? und Früchte vorgefüh-rt, so auch Pfeffer, .Kakao. Besonders reizend waren bie Blütenaufnahmen. Für die ganze Kultur ist bic Arbeiterfrage eine brennende, und bei diesem Teil seines Vortrages ging der Redner auch auf die sozialen Verhältnisse der Kulis ein. Zum Schluß, des reichhaltigen Programms amrde noch

I ein Rundgang durch die natürlichen Ve e ations- fcimationcn gegeben, vom Strand, durch die Mangrove, den Urwald und die Trocken gebiete. Reick/ec Beifall dankte dem Redner für seine Bemühungen.

He^en-Nassau.

Frankfurt a. TL, 12. Jan. (Wolff.) Die von Dr. Elsas -Frankfurt a. M. ermit­telten und bearbeiteten Indexziffern über die Kosten der Lebenshaltung einer vierköp­figen Familie stellen sich für Frankfurt a. M. am 1. Januar 1923 auf 18105 gegen 7175 am 1. Nov. 1922. Die Steigerung für die bei­den letzten Monate betragt danach 152,3 Pro­zent. Die innere Kaufkraft der Mark ist, ge­messen an der Lebenshaltung, bis zum 1. Ja­nuar auf den 683. Teil, dagegen im Großhan­del auf den 2054. Teil ihres BorkriegswerteS gesunken. Deshalb ist nach Dr. Elsas mit einer weiteren erheblichen Erhöhung der LebenShal-

»er Santo»

id) Montag, he lr, nachmittags 1 Uh '»niein.hosreileGiehrk zwei schwere

Unter dem ßmlMbaum Roman von Clara Biebig.

Den Anliegergemeinden der ButzbachLich- ffirünberger Eisenbahn ist über Rächt schwere» Gefährdung ihrer Ei I;ohn-Derkehrsinteressen bekannt ge­worden. Wie der Bürgermeister von Grünberg im dortigen ©emeinberat mitteilte und wir ge- hem ausführlich zur Kenntnis unserer Leser brach-

Derpflichtung zur unzweifelhaften Tatsache ma­chen. Die Dahnverwaltung hat also zweifellos iv-cht. wenn sie auf Evsparni.se hinzielt, denn auch || für sie, wie für jedes andere wirtschaftliche sinter- nehmen gilt es, auf eine wirtschaftlich möglichst ge« li funbe Detriebsführung bedacht zu sein.

12iäbria) hm - Die Medaille hat aber auch hier eine Kehr- J-.tLa m ,11 fette. Man hat sie in den Interessen der Anlieger- e ENttprechendem (Bei« gemeinten zu erblicken. Diese haben, soviel uns oforlige Barzahlung. bekannt ist, seinerzeit beim Dahnbau das erforder­liche Gelände kostenlos ßergegeben und auch noch fortgesetzt pekuniäre Opfer gebracht, um bie Er­richtung und Erhaltung ber für sie sehr wichtigen Tahn zu begünstigen Damit haben sie in stärkster Weise ihr Interesse an biefem Dahnunternehmen bcEunbet, und die Bahngesellschaft ist durch die Annahme dieses Entgegenkommens in so starker Weise verpflichtet, baß sie nun nicht einseitig! nur ihren Stanbpunkt ausschlaggebenb sein lassen kann. Die Interessen ber Gemein­den müssen hier unbedingt in ge­höriger Weise beachtet werden. Mit diesen Interessen erscheint es uns aber nicht ver-

Auf dem Kallenfelser Hof, wohMen nur Julie und Hannes zu Zeiten, bi? übrige Band? hatte nicht weit davon in der allen Schloßkapelle der verlassenen Sch.nittburg ein Urtterfommen ge­funden. Da waren sie zu erreichen mit einem Pfiff und wurden doch dem Paar, das im ver­schwiegenen Haus des Pächters wie im Honig­mond lebte, nicht lästig. Es war gleichsam ein Hofhall auf dem Kallenfelser Hof. Keiner wurde vor den Hauptmann gelassen, ber tmchl zuvor angemeldet war. y

Unb es waren ihrer gar nvunche, bie um eine Audienz baten. Der Oxiuerf war so arm, Kriegsläufte, (Siiquartierung und Requis klonen hatten ihn ausgeplünbert, er Witte keine Kuh mehr im Stall und fein Pferd mePr Vvrm Pflug. Da war auch niemand, der ihm etwas vorstreckte: der Hannes aber hatte Geld, und er war gut-

. Seiten und drehte sich, daß bie Sonne ihm den schlanken Rücken wohlig liebkoste. Outmüiig suchend sah er dem Dückelchrn zu, bis das ihm endlich den hellblauen Rock präsentierte und bie zartfarbene Hose hinhirlt. Da fuhr er hinein mit schier kindischem Vergnügen.

Julie klatschte in die Hände: war ihr Hannes nun aber schön!

Rot vor selbstgefälliger Ettelkeit stolzierte der Räuber so noch ein Weilchen, er schrie ganz laut dabei: ..He, Schandarmen, he, holt mich doch ewell, hier sein ich!" Dann umarmte er das Dückelchen: Was willste haben? Sollst alles kriegen. Hast et gut gemacht. Dei meiner Seligkeit, ewell müssen andere mich auch sehen!"

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"SonnVaI oll. T)iea, n /3QnuQrlbc

mit ihrem Protest nicht zurückha ten.

Daß die Bahnveiwaltung dun ertragreicheren Güterverkehr den Vorzug vor dem Personenver­kehr gibt, kann man verstehen, wenn man nur bahnfiskalisch denkt, man kann diesen Standpunkt aber nicht billigen, wenn man neben dem Gewinn- interesse des Dahnunternehmens bi? öffentlichen Interessen berücksichtigt. Diese letzteren sind doch aber wirklich keine Kleinigkeit. Es soll nicht ver­kannt werden, daß die Dahnver-valtung mit schwe­ren finanziellen Schwierigkellen zu kämpfen hat. , , . - , oo

Aber in puncto Sparsamkeit könnte auch unter I Hundesteuer 86 675 Mk., Verbrauchsabgaben 88 742 den heutigen Detiiebsverhältniffen schon man- Mark ,

cherlei erzielt werben. Z. B. könnten die Wagen Aus dem staatlichen Ausgleichs- 3 «lasse in den Züaen aanx gut sortbleiben, stock wurden der Stadt überwiesen: m 1920 ins- denn sie sind nach unseren Deobachtungen heute ^am* 2 713 793 Mk., in 1921 bisher 1 676 207 meist doch nicht, ober nur ganz gering beseht: Mark.

wegen einiger weniger, oder gar keiner Passa- Das Stadtgebiet

giere braucht man nicht Wagen mitzuführen, die ist in recht instruktiver Weise aas dein nachstehen- lediglich eine Spazierfahrt machen und nur un° | den Dergleichsziffern ersichtlich.

no jge DetriebsausWendungen verschlingen. Eben-

sogut wie die Reichsbahn auf ber Strecke Stock­heim-Lauterbach wegen mangelnder Besetzung bie Wagen 3. Klasse eingezogen hat und dort --------

alles nur im Einheitswagen 4. Klasse sährt, könnte Hofreiten das auch zwischen Butzbach und Lich geschehen, Ackerfeld u. Grabgärten i denn heutzutage fährt ja doch fast alles schon Wiesen und Grasgärten

der hohen Kosten wegen nur 4. Güte, ilnb weiter Waldungen.......

könnte mancher Gelbvorteil erzielt werden, wenn Friedhöfe........

der Fahrplan pünktlich eingehalten würde. Jetzt Exerzierplätze u. Schieß- haben die Züge sozusagen regelmäßig eine Der- stände.........

spätung von einer Stunde ober noch mehr. Ist Wüstungen........

es da ein Wunder, wenn gar mancher, ber gerne Eisenbahngelände .... mit ber Bahn fahren würde, seinen Weg nach Straßen, Wege, Plätze einem nahegelegenen Orte lieber zu Faß zurück- und Anlagen.....

legt, well ec dabei früher ans Ziel kommt, als Flüsse, Bäche u. Gräben mit der Dahn? Würden die Züge pünktlich cu .

nach dem Fahrplan verkehren, so würde sicher mancher Fahrgast mehr zu verzeichren sein und Von der Gesamtgernarkungsfläche besitzt die Eimahmen aufbessern helfen. Auch die Buh- I die Stabt Gießen 1797,904 Hektar = 52,2 bachGrünberger Dahn muß sich vor Augen Prozent. Davon sind halten, daß Zeit Geld ist, heute mehr als je. Hofreiten Es wäre ferner zu erwägen, ob nicht bie Reichs- | Ackerfeld, Grabgärten bahn als Unternehmen des Staates der doch ein Interesse daran hat, baß dir Verkehrs bedürf- Nisse seiner Bürger soweit wie möglich befriedigt werden, damit sie nicht wieder in die miserablen Kriegsverkehrsverhältni,se zurücksinken ter ButzbachGrünberger Unternehmung in dieser­schweren Zeit mit einer Subvention, oder mit billigeren Kohlen Hel,end beispringen kann. Wür­den nach dieser Richtung hin keine Aussichten bestehen, so sollten die Anlirgergemeindrn, die ja im Aufsichtsrat stimmberech igt sind, ihren Einfluß zu Gunsten einer Einverleibung ber Dahn in den Reichsbahnbesih geltend machen.^ Als Reichsbahnbetrieb dürste die DutzbachGrünber­ger Verbindung jedenfalls nicht schlechter werden, als sie heute in mancherlei Hinsicht ist, dagegen , Ar___.

bestehen Aussichten, daß die Derkehrszustände AUS SulDt UNO LUNv.

sich bessern werden. Es käme nur mal auf eine Gießen, den 13. Januar 1923.

Anfrage bei der Reichsbahnverwaltung an, und auf biefe sollten die Gemeinbeaktionäre hinwirken, llevcrlandanlage

wenn die Lebensinteressen ihrer Orte nicht zur der Provinz Oberhcfse«.

Geltung kommen können. Ratürllch kann Me Im Laufe des MonatS Dezember 1922 Frage nicht so schnell, sozusagen aus dem Hand- ,9 Ortsnetze an die Aeberland-

gelenE en^ieben toe^n.. ornffiAtarntÄ» anlage angeschlossen worden. Damit werden fiatt- durch sie i-m «mt 3°2 D-memdm der finden Zwei.ellvs stehen dort Entscheidungen be» Provinz mit elektrischem Licht und Kraft ver vor, bie für bie Anliegergemeinden in höchstem sorgt. Die dreihundertste Gemeinde, bie ange- Maße bedeutsam sind. Mögen bie Gemeinde- schlossen wurde, ist Grebenau; gerade an Interessenten im eigenen und im öffentlichen Inter- Weihnachten wurde dort das Licht einge- effe nicht versäumen, dort auf dem Posten zu sein. Mögen sie auch nicht übersehen, daß ber Eisen- bahnkommissar b.i ker Eisenbchnbirektivn Frank- fui-t a M in der Frage einer Betriebseinschrän- kung, wie sie hier geplant ist, ein sehr gewichtiges Wort mitzuspreche.r haben wird.

'86 28 91

1095 21 42

538 79 34

1254 78 30

16 70 84

48 30 76

- 15 54

60 07 91

190 75 71

49 82 23

186 26 98

1095 22 85

538 76 05

1254 78 30

16 72 01

48 30 76

15 54

60 07 91

190 63 61

49 82 48

3440 93 96

3440 76 49