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113. Zahrgaug

Montag, (0. Dtyetba 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Bn* *t* «): VrShffche Nntver-sI1Li§-v»ch. awö Stftitbredtrti 8. Longe In Ließen. Striftlefting ni6 6ef$äffttelr 5ch,l«ratze 7.

1 eitle» hi h)i i«w ftr sm IagrwuMi0«b<« $im Nachmittag vorher o|x«|eb« 0erltx6üd>6«U

Prtl« t«r 1 « OH« fair Siqda«nooi27 mm Brest« >r Ud>8,au«»6rt» 10®o(bpfenntg; für 4U» Mtome-Hnjeigen o.TOmm Bcei« 35 tBolbpfenidg. Vlaiooqd>tiri U .Aut- schlag. - l'erantmottU® für Politik u. JJ«r»in«ton: Dr.Jfwbt- ;

ttir öen übrigen Leit (trxh 3iumid)«in, lUiben anjeigenletl: 6an» Sech.

Uii. 4) in ®ieje t

DerWLederaufdau"- Skandal in Frankreich.

Foankresth ho« etoen 'aMe^zraufbanflinbaL Mxx- längft "Sur toi butnnwn Dcutfdyen merten nt<bt« d-rvrxi, benuben btefen 2ttcftnffanb<il nicht baxu. um öotnocrA bte Ha6tr vom <Mid)t zu «W Höher im Äudc fttiwn bet uns Immer noch ^arteibxun und Krisen gemächle. n>tt über- totf»t alles®, was Irgenitto!« dazu angetan fcts 3rrr^T7. »L ^CrT^l^Lw Uuiui

Aenn PoincarH« Spekulationen i la baisse mir ja Orfvlg haben

3m folgenden mag ein Bild davon gegeben fein, wie es In den .zerstörten Gebieten" Itch Wohlleben lScht, wobei vorausgeschickt sei, doh es ab und an auch schon in 5räriUYi4> vor kommt, da- jemand au stiebt und sagt Hier liegt der größte Betrug. den die (beschichte kennt! Sr führt vielleicht zum Lu in Ausgerechnet habe man, dab die Sache in das Budget Frankreichs ein Loch van 20 Milliarden reihen mühte . 1 Um einen Einblick zu bekommen, folge mau uns nach Tour- c o l n g. Der Grand Boulevard. eine breite Sirahe, glatt wie eine Lennbahn, mächtige Ge­bäude aus roten Backsteinen an der Slraftcnzeile 3n Tourroing lind nach dem Kriege nclcnbc'te Gebäude auS dem Boden hcrvorgeichoffcn 0.: vorher dort unbekannt waren S# gibt dort Dillen Palästen vergleichbar Um sie herum prächtige Parks und grobe Gärten Fabriken, die mehr Areal bedecken als der Louvre in Pari« und in einer Höhe, die Doire-Dcune überragt Alles Dinge, txe früher in Tourroing nicht bekannt waren! Und wer sind die Belt!)er dieser schönen Sachen? Gestern die einsachsten Leute, die man sich denken kann Aber da (am der Krieg und dann der Friede und dann die .Aeparaiionen"! Die Aeparationen Diejenigen die da« Kunst, stück erfunden haben, ihren Schadenbetrag mit 100 oder gar mit 1000 zu multiplizieren, sind sofort bis aus Heller und Pfennig bezahlt worden An» dere, die dumm ober aufrichtig genug waren, et» waige Kriegsschäden nicht aufzubauschen, sollen noch nichts erhallen haben

Die Methode, nach der man gemeinhin ar- beitete, war diese Angenommen, deutsche Sol­daten haben au« Unvorfichtigkeil die Marmor- platte eines Aachttisches zerbrochen Menn der Bef Iber dieses kostbaren Möbels mir den Mut «habt hat, sagen wir eine Millionen Francs dafür zu verlangen, so hat er drese sofort ohne Prüfung und ohne Aachwei« erhalten Line Mil­lion Francs für die Marmorplattr eines Aacht» risches!

Das ist kein Scherz L« gibt noch ähnliche und ebenso wahre Geschichten Dort z. 2 die schöne oüui i* von heute war früher ein Schuppen Ansang 1914. also vor dem Krieg«, brannte er nieder Der Ungluckssall wurde von dem Besitzer einfach aus den Krieg zurück- aeführt, und er hat bann eine Million erhallen. Man gehe mit un« weiter aus dem Grand Boule­vard Da ein grober Bau. eine Mietskaserne mit 120 Wohnungen Er erscheint nicht wie eine, son­dern wie mehrere Kasernen Er ist früher me­in al« vorhanden gewe'en Wohl aber mit .Cut- schädigungsmitteln erbaut, wie sie für industrielle Bauten gezahlt werden Und so geht eS weiter, den ganzen Boulevard entlang Billen, riesen­hafte Fabriken, Schlös'er, Wolkcnkiat er' Man glaubt sich in irgendeinen Winkel Amerika« verfehl.

Und Zohlen möchte man haben? Hier sind sie Die Fabriken De.iajn-Anzin haben 700 Mil' ltonen erhallen Die Fabriken Longwh 447 Mil­lionen Zusammen mehr al« 1 Milliaid Fra"k sür zwei Fabriken Agach- e.hielt 109 Millionen Beghien 127 Millionen, Lepoutre auS Tvubair 66 Millionen. . ES gibt nie­manden in den .zerslöilro Gebieten", der da« nicht wüsste Dort biubcn die Brüder Tiberghien, zwei Industrielle, jeder von ihn.'n hat 100 Mill Schaden ang.-ntrCx-l Ihre Frrderung Hal man de abgf hl sie haben feine ^intret'bu n er' o- den W-^h. kein Zw isel, lab m. n i.i ter Fordetu .>

etwa- zu hoch gegangen war Kurzum, jebci v n ihnen erhielt 75 Millionen, mach! zillammen für die beiden Brüder 150 Millionen Und wa« ge­schah mit dem Gelbe?Bons de ersstons kAbtretungsurkunden» haben die Industriellen von den kleinen Leuten gekauft. Ihnen die fieinen Kredite genommen, bte den Armen zugelproch.-n worden sind, die keine Zeit zum Warten haben Und mit den aus diele Weife erworbenen Gel­dern wurde ein Terrain gekauft, auf dem die Brüder Tiberghien 700 Häuler bauen wollen »Billige Wohnung^", wie Ne lagen

Tourroing ist durchguert Man kommt in eine andere Dorstadt auf dem Wege nach M o u «- (ton in Belgien Dort auf der Höhr wieder eine ganz neue Einrichtung »Da« rote Kreuz"! Und an einer anderen Stelle die schönsten Gärten. Anlagen von Gemüsegärtnern? Ha. da« lll auch so eine eigene Sache Der Be­sitzer derselben heisst 'Banbamme Die Deutschen haben ihm lemerzetl für 14 000 Fr Blumen und »Thassi« de couch«' iMistbeetlcheiber) zerstört Der zerstbite Weil allo Abnutzung nicht gerech­net, 1 4000 Fr Man hat 1 7 0000 rekla­miert und 900000 Fr erhalten Für ferne gestorbenen Begonien und zerschlagenen Scheiben Dicht wahr, das lst ein Deichäst Da« was hort drüben he rüberleuchtet. ist eine grobe Fabrik und daneben der feudale Belitz de« Monsieur Ladlvns, Unternehmer tn Holz und Eilen - früher Budiker an einer ötraben.u» ©eine Wirtschaft hatte vielleicht 5000 F Werk, heute ist er Millionär Und da ist auch Monll.ur Tumortier Sin Mann der vor dem ÄricK r t Deimögen von 70 000 Fr belast Die Fad 'f von heute ist mindestens 1 Million tuen Und im

i b .gen g b rt ihm i«r ganze Häusertompler aus der linken Seite der Straf?

Und noch eine letzte Geschichte, die ebenso wahr ist wie die anderen Sie hat sich etwa« weiter weg von Tourroing. am Meere zug.- iragen Die »Soci- le de Saicnne« de 2:an Dunes ' Man jagt dort Kamnch.n Der Präsident der Gesellschaft ist Herr Tiberghien ) hatte ihr Terrain vor dem Kriege der. Qaadrstmeter. einige Lcniimes gefault Wo« Wunder, es tret en Dünen, und Düne ist Sand Aber da kam der Krieg und ein Kanonenlchust zerstörte ein iui.i den Deich und dafür verlangten sic 344 000 Fe und erhielten viel mehr - konnten aut dem Grundstück wundervolle Baaanlagrt, Tennisplatz: und ein Kasino errichten für ein paar zer­schossene Drichstück«!

Da« ist die Wahrheit über die .zerstörten Gebiete Man leie im »Le Quolidien rom 1. Bovember 1923. wa« Herr Inghel «, Ab­geordneter de« Departement de Bord, in Tourroing über den »Skandal der Ä r t e g 3 I d. ä b e n" gesprochen hatte! find tra; sagt die Welt dazu, die bewaht und Inftemati'b von Pcincar,' irregeführt und für dumm gehalten wird? D« gibt nur eine Wahrheit über die »zer- s'.öelen Debiete" und die ist, dah sie der gröstte Korruplionsherd der Well sind!

Der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete.

Pari«, 10 Dez (WTB > In einer von Ha» vas veröfsen l ch en amtllchm Be !a barurg ü r den Stand des Wiederaufbau» in den zer ör en G.-birlcn t nd fe.ne Kreditarf.rdcr i.rge i im Hau>- boltsjahre 1924 heiht es zur Zeit seien von 22 900 rom Zetnde zerstör.en oder beschädigen Fabriken 20 000 wiederherge stellt und in den grofxn Inbuirnezentren im Borden und Offen h rrfch: rege Wirksamkeit Das sichere An. zeichen dafür kt bah

btimen kurzem bi« zerstörte» Departemeits ehren hervorragenden Platz i» der frei»

zcs sche» Wfrlschcft ehineben

würden Es seien 2 912 000 Hektar Boden w i e» der angebaut worden, die 88 Prozent der zerstörten larchwirtlchattlich^r Fläche darstellien. Schllestlich feien 598 000 Häuser wieder-

W Meparationsfrafle ooö dkl DWlnisgüW kügWh.

Die Möglichkeit einer internationalen Konferenz. Die Kabinetts- frage. - Frankreich und die Niederlage der Konservativen.

Part», 10. Dtx (TDIT.) 9ie cag» Iribsne behauptet in bet 'Reparation«, komrvtsfio» nahestehenden englischen Kreise« werde mitgeteilt datz der Tlan b<-r 9ra «ennung zweier Sachderständigenaus» 1 khiiIse infolge des Ausfall« der englistchen Dahlen wah.scheinlich auf unbestiunnte Zell sallengelassen und anfangs 3<muer der Versuch gemacht ttxrbe, eine internatio­nale Konferenz an bett« Stelle einzn- be rufen.

Macdonald und Frankreich.

Paris, 9 Dez (Wvlst) Mardonald, der Füh er der e gl schon Aib.i erpar ei er läiti d.m Sonterbxvicfclcriiditer bei .Ma in e. tonne nicht verschweige,, dah aigenblick.ich ka4 c gli che Boll F ankreich geg nüber nid)' qünftlgg kamt lei E« wäic eine Älciniglei:, die öllenilich Meinung in Grrhb.iiannicn g.gcn Frankrcid. aufjuhehe.i. Er wünsche, bah die suhlenden Poli Lei Frank­reichs sich Ltipcn überzeug.n, dah Fr.inlreich durch sreunblchas liche Berhandlungen rtnen Versuch machen müsse, zu einem Einver­ständnis zu g langen Sic Frage die in füi ,eiter Zeit geltell twerden würde sei die der französi­schen Schuld gegenüber Drvhbri annien.

2llfr französischen Statifiiken zeigte«, batz Frankr.'ich gedeihe. Das englische Volk fragt sich deshalb, warum es nicht bezahle, was es fchuldtg s?i, da di: Engländer doch ihee Schuld

bei den Vereinigten Staaten beglicfjen.

Frankreich könne sich rühmen, leine Arbe, «losen zu haben, es schöne aber, dah es sich nicht Acchen- scha,! davon abkge, dah England nicht so glück­lich sei In England glaube man, dah Frankreich te tn offene« Spiel treibe, dah « eine al« egoistisch empfundene Politik veisolge. Ge- wiste Heben Poinrare« hätten den ichlechiesten Ein­druck aus das englische Volk gemacht 2-s gäbe kein Boll auf der Welt, mit dem man befreundet blei­ben tonoc, wenn man mit ihm nicht einig sei V ich Ansicht ber englischen Arbeiter fei da« Auhr - unternehmen Fianfreichs vollkommen unannehmbar Denn Jrankr ich kie En eite ausrechtethalten wolle, mülle es England einen Schratt entgegen kommen

®m Teil ber

Pariser Presse,

vor allem ber mch! zur AegierungspaNei zu zäh­lenden Blätter, setzt bte Crör.erung über den Aus­fall ber englischen W ihlen fort. Tardieu lchieibt im »Echo TtaiiDnal" .Keine von den Koalitionen, von denen man spricht. ve-Ipiicht für Frankreich, wie ich besüich e etwas Gute» Ls führt zu nichts, wenn man den Kopf in den Sand steckt, um nicht« zu sehen Da« sianzösisch-englische Derhältnis ist seit langem heikel.

Es müßte getobtem Wunder g schehen, wenn die Schwierigkeiten «ich! morgen noch gröber würben

3 o u ba u r sagt im Gewerkschaf «b a t »Le Peuplr' Das e .glische Bclk wünsch Lösungen, welche« auch immer die kommend A g er nj sein maa fip NI. st h *m 'Rr mnn 'Jül''.1.! kann das sianzösischen 3n.eici,en schaden? Dir glauben, dah die Konferenz staltsinben wird. Es kann sein, dah diele ohne Frankreich zu- fammcntritl, wenn die Opposition un eiet (Regie­rung bestehen bleibt Dann würden wir zur v o 11- flänbigen Isolierung gelang-n. aber die Aeparativnsfrage wird vielleicht endlich aus der Sackgasse herauskommen, in die sie sich vei'astien hat. Die sranzösifchen Intereisen haben hierbei nichts zu verlieien "

Das Schicksal des Kabinetts Baldwin.

London, 9 Dez «WTB l Der P.arla- meMsb rich erftaiter dec .Sunban ®<pr b teilt mit b V g fl.rn eine Lrör'.ecun; ii d r Downing Stoc. t fiDt'gcfunbxn hätte Wi verlautet, hab- 'Bclb.vi i b sch ossen, urürf utrv en. c.< a> r?e fer­ner als sicht ancte ,^!nme i da! darauf fein Aück- iri.t von ber Führerfch it ter Konlervaliveti Par­tei folgen werde Sag egen erst t. te der Einpeit­scher der Kotile vc..iveii 'Pau i Lord junger, baft Baldwin i"i: Lage vvlUotiimei rubil aul- grnomm.n hat' un> auf bi' Z'idi >st onrber-it'-i sei Am Di.nStvz ax-rbe eine S Yung bei Kai,i- nrtte ftattfinb.n be or Baldwin denRat seiner Äollcg.n eingxbo t habe könne noch nicht getagt werben, was geschehe,i werde

Die Konservativen seien eine zu gro&e Partei, nm zn versuchen, ber Verantwortung zu ent­gehen.

6r könne nich fefcei. wie bte Konseroat *vn in OkPosition gehen fällten Dielleicht axürben sie die Geschäfte mit ber wohlwollenden Unterstützung einer heran deren Par­teien f o r I f ü b r e n Soviel er an!!? hab. der Premierminister nicht die Absicht, die Füh­rerschaft der Partei niederzul.'gen.

Aamfey Macdonald erklärte in einer Unterredung zu der Frage, ob die ArdeilerpaNri ihren Sieg zu einem logischen Abschluß bringen und dieAeglerungzuubernehmen bereit sein würde Die Frage, ob er bereit sei. an einer Koalition teilzunehmen lei Sach eher Arbeiter­

persönlich entschieden werden

Grundsätzlich seien Koalitionen unangenehm, sie fühlten zu Handlungen, die manche Leute als politische älnehrüchkeit bezeichnen könnten. Der Sekretär der Aibeiterpariei Henderson er- nättc. es sei unmöglich die zukünftige Entwick­lung die aus der überwältigenden Diederlage der Konscivativen entftehe. vorauszufagen Dicht« könne im Zusammenhang damit gc agt werden, b,s die Führer der Arbeiterpartei Gelegenheit hätten, zusammenzukommen, um die politische Lage zu erörtern. Die Zusammenkunft werde wahrscheinlich zu Anfang der Woche stattsinden.

hergestellt worden. Al. rdings seien noch 143 000 Häuser wi.d.r auf.ubtucn. aber schon j«r,t brfäly.n die befreiten Gebiete wieder ihre normale D e v ö I kr u n g Der Häu erbau f i mit gioher Schnelligkeit DDiangcgangcn; man könne damit redn n. dah er in kurzer Frist den- fe.b.n Stand wie der industrielle Wiederaufbau c, reicht h.ib n werde Bis zum 31. Dezember des laufenden ,-ahoes würden

für die Wiederhrrstrllung der sachlich.n Zar» ftörmigtn 46, für die Personenschäden 35 Mil.

l'.ardrn Franks verausgabt

fein Man kcmme fo zu dem Gesamtbetrag« von 100 Milliarden, den ber französische Steuerzahler oder Sparer in verschiedenen Formen dem Staate targcbcad?t habe, um l b Lied rgutmachung der durch de > Är eg verursachten Sich- und Perfo- , i't-* a n zu sichern. Für 1921 wüid.n die 3er- Vlüchtungen des St at5;uf±uffe« nach dem zur Zeit voil. g? >d n Gn'w r sich auf 18 Milliarden t l iuKn von d ne i 9 Milliarden für die Dege- lur g ber schwebenden Kriegsschulden bestimmt feien.

Die Finanzierung der Leparatistenakrion.

In einem Tui bürg r Telegramm der Ber­liner »Mratagspost h-iht cs. der separatistische Bürg rmrister von Duisburg. Engel, habe wäh­rend seiner Amtsperiode grobe Bestände be« für bte Erwerbslosen b stimmten M h es un­terschlagen und darauf von dem sranzösilchen K e öd.-l.-gierten in Duisburg ein Ultimatum er­halt n das Mehl wieder zu ^.-schallen AI« Engel in seiner Aot sich an den fevaranftischen Innen­minister Oe h men w^n. te, erklärte dieser an- fang#, die Ahotnlandtommifsion erteile keine Kredite mehr.

Am Abend desselben Tages teilte Oehme dann mit, man hab« noch einmal Kredit von der Aheinl-rndkonnnisfion er halten und Gngek bekomme davon 5000 Franken.

In einer B-rtraumHmänneroer'ammlnng te« Ma11b « ichen Aumpskabinett« dtenach ler Ueo.rsied lung Dortens nach Ems staitsand. ha' bet Coj fall rar miffar Dietz Angaben über | Kred-.tc b-a> Zahlungen gemacht. Ix Dorren er- i fraßen habe. Danach soll Dorten täglich 35 brs >

40 000 Franken von Tlrard angcforbect und zum Teil auch erhalten haben Bestätigung d4eser Angab n hat übrigens ein Mi g e b^MDoNcnfchm Äab n its hi Em« einem htstaichifchen Journalisten gegeben, wöbet c> all.rdings entschuldig nd hinzu',gto bah, wenn i ie Geli.r im Grbiude der Ah.i ilandtommillton in Kob enz cn die Separatisten nusgehän^igt war» t* i fei n tie G Idgeber al« Privat­leute fungiert hakten.

Hessen in Gefahr?

So r m ft a b t. 8 Dez^ (Priv -Tol. > Wo vir in einem Teil unserer SamMag mflag« m tteilen tonn'-cn hat sich Li.1 Dmallch a. ion.il« (He sllche) Dolkspart i mi c nem Aufru an bie tzestlsche Bevölleiamg g wanbt be so groben W rtlaut hat:

H<fs»n!

Pläne von denen man in jüngster Zeit ün Hclfrohwd. schon g. bk weise vernahm g tt>hv«n cllercrnftelte Zwbonun j dury bte Ausiuh unge.i ö.i» jlii.'.iiicrvra i e iucii Braun Im PoeuhliOXm *Lc> ihiag.- unb durch zuverlässige Tiit lei lunjen von anderer Seite

Danatz b.ftebi die Abfihr einen gepanton neuen Tunbe«!:<Kit der die besetzten Gebie.e am- sasfen soll, unter and.rem audi anfer ginz « v :tli a.i t r le l)i i-,z Ob.riKlt n u o vas unb setzte Start,-nburg nebst den dozwllchen lie­genden preuhisck^lxissäuifchen Gebiet.-n cinzuver- kaben

Heber d.e Kopse der Bewohner dieser Landesletle fr in tot q and ohne die gewählten Vertreter des d.-rsllschen Voll -« ro fraqen, ver­acht ernt Anzahl führender Persönlichkeiten der hessischen Ae^iernogsparteien unter Dul­dung ber h-sslschen Besierw-g seLsi, dikse Be. ffttbun-'en zu verfolgen.

®6 g.U letzt, btefro Plänen durch un^m* bcutg. i«runbg,tnmgro weitester Volks drei s. in Stobt und Land ein entlcheidende« »Aümuilsd entgogenzufeyro

Wir fordern daher rerfere Parteifreund« ta ''! unb Land und all« jene Landsleute, Di.- mchi unter snm^of schro Grn tost kommen wollen.

überall i n Land« in gto«n Kuirdgebungnn ihre Stimme hl er gegen so laut unb vernehmlich zu erbeben, dah ft. weder von denen, die das h-f ich Volk einem folchm Unt><i . Nigegenführ« wollen, noch auch von b.r hessischen Aegierung Mbft überhört werden toanen

Von der hessischen Aegi^nng erhalten wir dazu bte nachstehend« Aeusterung" Der Landesverband der Deutschnationalen He!ltlchro, B^.!ksparie> eriäbt einen . VUitruf". der offenbar auf einer falschen Insormation durch einen Qanbtag«afcgeorbnctcn dieser Partei zurück- zusühren fein dürfte Die tn dem Aufruf auf- q ft ( tei Behauptung.m sind voll.'omm.'n unwahr 3n»b.forxbcrc ift es unwahr da fr durch »ein« Anzahl führender Pertönlichkelten der hrffischro Regierungsparteien unter Duldung der hesllfchen IXcgicrung felbft verfucht werde einen oeplanlen neuen Bundesstaat, ber die besetzten Gebiete um- fallen soll, unter anderem auch unser ganze« Hcstrn, allo auch die Provinz Oberhesfen unb ba« unbesetzt« Slaifcnburg, nebst den bazwischen He­genden preuhisch-nallauischen Gebieten einzuver­leiben".

Die hessische Aegierung frei stets die An« schauunq vertreten, datz die staatlich« Selb» sländi'krit des Dolksstaates Hessen als beet» scst<« Land ungeschmälert «rfrallen bleiben muß und daß nicht ein Stück hessischen Bodens pre «gegeben wrrden dürfe.

Der heslifche "n isterprälldent hat, durchaus konform mit ber ÜL-mung des preuhifchen Mi- nifteipiälibcntcn. die «7- Standpunkt in schärfster Fvini. auch bei wiederholten Besprechungen ber Ministeipiölidrtiten zu Berlin, vertreten (Sbenfo wurde die!« Angelegenheit wiederhotl in ge­schlossenen Belpiechungen im Landtag«auSschuf) etoi tert G« ist allo direkt erfunden dah die ge­wählten Vertreter des heflftchen Volle« nicht ge­fragt würden.

Ds Ift et ne Demagogie ofmegfeichm. bafr ber Aufru! des LandesrerbanbeS ter D.utlchnalio- r.rf n «4 f ii<tcni Vvllsrartei es so darstellt, al« ob überhaupt m Hof ea Plä« beftä td-.-n, wonach hrt ich^ LandSleut« »unter franzöfilchro Gnfluf) kommen" sollten.

Ebenso wisrnnig ist es, daß »»besetztes hessisches Gebiet ber Bes'ttz»ug «»sgeliefert werde» soll.

Unerhört unb unveramwörtlich ift es also, di« derzeitig voehande-te ohnedi?« au« den Teue­rung«. und Wirtscholtsoerhältnlllen erwachfene Erregung noch durch völlig unbiflrünbete vvlks- ver Hetzen de .Aufrufe" und .Kundgrtningen" zu steigero

Di.- hrtfllche Aegforung l-gt «ntscheden Der- aoahrung ein g-gen Den D.-rsuch ber Irreführung ber Oes entlif Vit. Sie bierf nicht bet guten Aatschläg« brr Deutschnatwnalen Bisher ist es ihr gelungen. Ahernhe>f«i b i.n Hetfrolanb: au halten DirteS Ztel wird auch weiterhin iyr ßdyberrfie b.-i allen im Westen des Aeiches auf- tauch enden Fragen fein unb H;ibcn "Xfrei rt helfen und brr Dollsstaat Hef ei bilben eine Schicksals- arm insch -ft was auch immer kommen mögt Die vrtli ch< Aeatorung will die rh.-i chekfilchm Volks- germsten nicht un Stiche la'fen. w. das beutst^ no tonale Politiker im odetch empfohlen bähen. Wie die Aeztorung flat« für den Zusammenhall be« besetzten mit dem imbcfetjten Gebiet ge­arbeitet hat. wird fk auch fürderhin für bte Freiheit und Lrnhet Heller« bn Verband« des Deutschen Aeiche« eintodec