tat ufto DHe 2ömw auf brr ®ütx t* der fiebrig TBortn un brrjeboxa ec*Di toll«, Würbe «Len. Kid betota^n**.
XHt «ekddietftäl-le '
Parisi e 3urt (0M7BJ Auch ein« Hava«- raftbunq ass Noblen» lmt> <un 5. 3ult Un 7Udx») tw Benbor! 92994 500 Mark be- Ichiagnotz ml worden btt and ber 31 bei n- und Ruhrhilk» flammen und für. 3atoen- i>unfl« an bk 3rtirUilo|em brftUme' gewesen Mn sollen
®o den 'Belgiern dri der Besetzung der Rtüchtlanfitben stelle In ®laöbe<f 1.5 M l l- 11 a r b « n tn bk Hände fielen, können di« Stäbtt Th«. ®fabbe<f uf» bk »um 1 3uti fänifl ge» wrie«n Vtertellahrsgehälter für Mt Tromben nicht au«»ablen
Hier fLUrnen« fir deutsche Arbeiter.
Düffel bvrf. 8 Ouli (IDTT l Angeblich im lütt nagt Dorten« werben Im unbesetzten Oedt et b « ut > che T ag r • a r b c l t r r. insdrivn- bere Schlosser und fftü/er der Jikn- unb Ma- f<6t#ertnbuftrte für bas del«üb» Gebiet, in TDtrt- Itchteil für di« verriebe bet belgilch-fran- zLfifchtn 3il«nHa0"D«rtDOltung unge- fcorben unbrr Arbeitsbedingungen. t*r beutldxn Irbritem vollkonnnm unmöglich 1tnb Sie werben entrr falschen 3orlpitjtlun«»n ins be- ßeHbe Geb»« gelockt unb tut Arbettgezwun- a« ■ Dst beu11ch« n Arbeiter tfrmwn nich« brtngmZ) genug gewarnt werden bat beleb e Gebt« zweck« Aufnahme oon Arbeit autzuiuchm
Glue deukschr (♦tfrwkobnttrrfrbrd- »dqltchkett
®»tt. B. 3u.I ('M! , Aachdem die F r a n- |ef• n schon vor längerer ,Mt den Tubnbof Werten v«lallen unb auch fett einigen Jagen den Bahnhof We st e r h o U geräumt haben, oa- bet sie k»l auch den Bahnbvl Buer- Horb freigeaeben Do« fronzbftich» Eiten txrhnper- fcmal wro die frarubllldxn Wachtrupven haben Darr bereit« verlassen. "Vie Besatzung non Buer defbeh» jetzt nur noch au« B « l g 1e r n Skr MeÜoertresende Bürgermeister Siabuat .Ian- fen, worbe aufgesordert, sich um 2 Hbr nach- ethoc« auf dem Babnbof Buer zur Uel’ernabmf bd TayaboH etazustnden Man hofft, bah beul- s che r se l t« der Eisenbahnverkehr non Buer -Tord Über Recklinghausen-Olt unter Umgebung de« von den Franzo'en noch le- fegbun Reck!tnghousener Haupt babnhof« bi« Lüne« dorchführdar Mn wird tm* für die Her- anschaf jung von Oebe«mittcln für die M rinn argen Qebrn«mlttelnot bedrohten Stäbff Den grocher Wichel gkelt fern würde
Frankreich ratifiziert das Ab- kommen von Washington.
Pari«, 8. 3ull. lDTB.i IHe Jtam- m< r Hal heute vormittag c t n ft l m m l g mit 498 Stimmen den Defetzcntwurf betreffend die iotlf Itotton de r Dafhingloner Abmachungen über den Stillen Ozean angenommen.
Der Berichterstatter für den Desetzent- ■mrf stellte in feinen Ausführungen fest, dah heute Deutschland Im Stillen Ozean nicht« mehr besitze und Auhland tn ihm alt abwesend betrachtet werden fönne.
Freisprechung Iudets.
pari«. 8 3ull <WTB> Da« Schwur- Gericht tn Pari« sprach heute nach fünftägiger Der Handlung den Schriftsteller Srncfi Iubet Den der Anklage de« EinverständnisleS mit dem Feind« «Bai den Artikel .Deutsche Beziehungen" trn .Dien Anz." Ur 157 vom 7. 3uTl D Red) während de« Kriege« frei Die Geschworenen haben die Schuldirage mit 11 «gen eine Stimme verneint Au« der Rede de« Derieidiger« von Hudet. der heule nochmal« die Glaubwürdigkeit der Hauptzeugin Frau Bvssard anzwetfelte. sind die Stellen interessant, die sich mti den angeblichen deutschen Dokumenten belchästiaen Der Verteidiger stellte bk Frage .Sind die Dokumente falsch? Westche
Beweis« besitzt man, Satz sie gekauft wurden, unb welche Beweise hat man in Händen, bah der deutsch« Agent Leopold nicht absichtlich gefälschte Do di mente gekauft hat?" Leopold sei ein Dieb, der nut Abschriften hergegeben habe ®« fei nicht üblich, sich in diplomatischen Schriftstücken so plumper D'ckwvrte wie .Hude Th für Hubel unb .Blitz" für .Eclair" »u bediene« ‘Benn Diplomaten miteinander über heikle Ding« verkehrten, Io gebrauchten sie einen Schlüssel Die erst« Hagvwdeprich« mH den verlangten zwei Millionen sei ein Denkmal der Dummheit ,tagow wolle Hubel gewinnen und er osferiere ihm zwei Millionen für seine Zeitung in einem Augenblick, in dem er sie ausgegeben habe Di« zweile De- velche kl noch überzeugen der für den Bewei« der Fälschung Haaow wolle für eine Zeltuna bezahlen die fern« Leier habt, die niemand ernh nimmt, die nicht mehr zähl! Auch die drill« Depe'che tn der von den Dorstellungen Hu beide rm Papste die Rede ist. könne nichi ernft genommen werden An Hand der Pastoilen roetn Ärbei nach dah es sich um da« Werk eine« Fälscher« handeln muff da zur agegehe-ien 3rit Hubel sich gar nicht nach der Schweiz habe begebrr. f5r.r.."r. 2Luö brrirm stunde venniragte die Deiieidigung den Beweis durch die Dokumente beiseite zu schieden und. da F- au Boflard feinen Glauben verdiene, die Frei'prechung Hubel« Hubel fchliehl sich in einiger Wollen den AuSsührunoen ferne« An na't« an und wei't dar- auf bm. bah er wenn er schuldig wäre, sicher mchl nach Frankreich zu ruckgekehrt wär«.
Da» Urteil im Münchener Hochverratsprozeh.
Starte Blsftftellang brr französischen Mtfliernnfl.
München. 9 Huli. lWolss > 3m Hoch - veriatsprozeh FuchS-Mach l>aub war- den ber Angellag'e FuchS wegen versuch:en Der- drechen« de« Hochverral« zu 1 2 H a h r e N Z u ch I- bau«. 2 Millionen Mark ®elNlraf« und 5 hn .Vibren Ehrverlufl. und Munk wegen Betbufr zu einem Hahr unb drei TTionaten 3 uchlhau « sowie 30 Millionen Mark ®elb- siiafe biel fahren Ehrverluit und Ausn-eil mg au.' dem Reichsgebiet Derurieilt Dte Angellagl. i Berger und Audoll unb Richard ® Hermann wurden freigesprochen
Au« ter lli icilebegrünburtfl ist bervoi Aa- bri fan das zAerichl den lkinivand der luzu- läislgkeil des volksgei chilicheu DerfabrenS zurück- trü« lieber die "Iki *bnhd)fcii de« fra>zzvsischen A? .lenlommiffar«. Maior CRiCbeil wurde feft- aeflelll, bah Aich.rt der L.iler französischen Propaganda- undSpionage- b i e n fl c « war Da« Gericht ist ber llever- -zeugung. bah die Gelder welche DicheN zur Der- sügung flanben. zur Auslösung eine« Putsche« und zur politischen und wirtschaftlichen 3<rtrümmerunfl be« Deutschen Deiche« gegeben waren. Aicheri fei ein betonterer Vertrauensmann Poincare«, ber Der- ttauengmann be« Dorfitzenden be« Deputiertrn- auSfchulle« für auswärtige Angelegenheiten, der DertrauenSmann be« frarrzpfifchen (?e teralftabc« unb der be« General« Degoutte Aicherl führte tafl ganze Untcmebmen tm Auftrag ber französischen Regierung d-ui«ch TDäie b e Ergreifung Alchen« nicht unterblieben, so würde er al« Haupt- angellagter vor Gericht zu erscheinen haben, unb mit ihm die sranzösifcheDegierung Meiler hethl eS bann. .Da« AeichSzertrüm- merungSunternehmen Aicher I-Fu ch S- ■mad) bau« trat ein hochostizieile« Dernich- tung«untemebmcn ber franzöfifchen StaatSregierung gogen ben politischen B.» sland be« Deutschen Deiche« und damit gegen die nationale 6’nbe'l de« deutschen Dolke« Die französische Dtaatsregierung Hai geplant, dies?« DeichSzertiümmerungSunteinehmen Im engsten zeilliichen Hufammenhang mit ber französischen AuhrakIion buichzuführen Die französischen Ahein- unb Duhranneen haben den Befehl gehabt, im Augenblick be« daher 'chenPulfches txn Tcrmarfd) von Frankfurt bi« H o f an- ;,utictcn unb dadurch den beitfd>en Borden vom beutfchen Süden zu trennen. Die
bayerische Umfturjahion sollte oamti den Schein- gründ liefern für die französische Besetzung ber "in a t n ! : nie Alles weitere er- hviNe llch bk sranzösisch? 'Regierung von dem Erfolg ihtei separatistischen Mühl- arbeit in Daye» n E.n Beu .iS für die Hobe politische unb milltärifdy: Werisck^tzung A i - cherI « t ird> dl« höch!i-n pslltllchen unb militärischen 3iiftan*en F.ankreick)« ist ber Umftanb, dah gciab# Aicher! mit der Leitung unb Durchführung bte'c« offiziellen politischen Auftrage« vom Ministerpiäsibe.iten P oin: arö beaultragt wurde "
Deutsch russische ®rrhanblnngrn in Berlin.
Berlin. 9. Juli Die Verhandlungen, die gegenwärtig in Berlin über einen deutfch-rusfiscben Knnsularver- trag statlsinden. flehen unmittelbar vor dem Adschfufz 2lu<h en beut,d)-ruffifd>er Getreidclieferungsverkraq fand die grundlaNllckk U ft । m m n n 5 K _
leien Die Verhandlungen über einen deutfch-ruff fd>cn H-undefSvertiaq werden se» doch wahrscheinlich noch einige Wochen bcan- ipruchen Die Vorverhandlungen zu dem Vertrag finden jetzt in Moekau ftatt.
Au» dem Reiche.
Sandiagüwahlen m Mecklenburg-Strelitz.
Aeu ft r e 1 । tz, o Huli MTV > Bei der gestrige,! Landtagswahl haben die Deuttd»- rtatiDiialci 9. die Sez lldcnivkraten 7. die 'Bürger- lidx" Arbeii.^gememichaft 5. die DeutschvvUiiche Partei 3. die Deutsche Bolksvartei 2 und die Kleinen Landwirte einen Sitz erhalten
Srhvhtmg der Avhlenpreis«.
Berlin. 9 Huli (TWB > 3n einer ge- meinschif'sck -n Sitzung ber Mitgliederversammlung i>c* Bei b»kol>!enz--?r kunde« und de« Groden Au»l pzifkeS beS R. ick«kohienoate« wurden mit Blutung ab 9 v'ult die Äoblenprelfe für die bei NKM Bcigbaurewctc um 58.12 Prvz und fui alle übrigen Beigbrureviere um 50 Prozent ei döhi. nat'>~u vorn 9 Huli die Bergtrbeller- lolyi’e die gl.'.ck»: Erhöhung erfahren ÄuHerdern w-uide Kf-tVcifcn. den Betrag für den Bru von Be> garli'eii:r bnungen in allen Revieren um 50 Prvz zu ci hoben Au» biekn 'BefdKüfkn ergibt sich fui Ruhriotliörderiohie ein Berkaufs- prei« von 835 ODO Mark
Beilegung de« Berliner Melallarbeiierfireik« in Sicht.
Berlin. 8 Huli lMTB ) Hm Aeicd«-Ar- beit«mintfterium wurde beute unter ber periön- hchen Leitung Le« Aeich«»rbeit«minjst:rS über die Beilegung bc« SIretl « i n ber Me - tallinbuftrie verhandelt 3n später Abendstunde gelang e«. eine Vereinbarung zu- stcmdezubringen. Sie eine schnelle Beilegung de« ArbeitskEpi« erwarten läht Die Parteien werden ihre endgültige Stellungnahme bi« DienSwg ibcnb bekanntgeben
Sine Protestkundgebung de« Tabakgewerbe«.
Berlin, 9 Huli. Die das .Achtuhrabend- blatt" meldet, haben die drei grohten deuliehen Verbände der Zigaretten- und Z i - garreninbuflrte. der Deutsche Zigarren- händlerverbanb. der Verband Deutscher Zigarren- ladeninhaber und der Verband bäurischer Tabak- geichäfte, beschlossen am 2 August sämtliche Zigarren- und Zigaretlenläden In ganz Deutschland al» Prvtest gegen die Zigarettenflcuer z u schliehen
AuSlandS-Spenden für bat notleidend« Deutschland.
Berlin, 8 Huli iMTB.) Der Aeich«- Präsident hat durch Frau Sols, die Gemahlin bc« deutschen Vollcharter« in Tokio, eine Spende von 1 2 0 00 Ben erhallen, die japanische Damen sammelten und zur Linderung der V v I deutscher Kinder bestimmten ©in Chikagoer Sing verein stellte au«
MMejUIWMWM.
Boman vonArturBrausewelter
1. Buch
Da« Meer schlief ®« schief bring he so tief Hub «est wie Klau« Zrihje. der »um Schauen Bestellte, auf feinem rxranttnortlidxm Poiten in dem Bretterverschlag auf dem weit In« Maffer blnau«- laufenden Steg be« Herrensüdbade« in Zoppvt Don dort hatte er Obacht zu geben, datz kein^ ktr Badenden sich über die für Schwimmer unb A,ch«- toaimmei genau gefleckten Grenzen, aus keinen gaH aber über den groben Sormgturm hinau«- traatc von dem man seine Kopfsprung-? in die lockende Tiefe machte Oder auf dem man sich lang au«gestreckt, io herrlich fonnen konnte, wenn ber Himmel freund!ich blaute, bi« LuN wnch unb trarm war unb da« Meer dalag wie rin weite«, flille« Feld voll hellgrüner Halme und tiefblauer Blumen, wenn alle» von Mündern zu träumen schien und die oeeie ben öug antrat tn da« Land ber unbekannten Fernen, ber unbegrenzten Mög- llibre^ten Grund, so tief und fest
*u schlafen, denn eS hatte wilde Tänze durchge- mad>t, eben e-fl vor zwei Tagen, too e« nich fo friedvoll und ruhe-geborgen dagelegen wie beute, sondern nicht« war al« ein donnernder Zusammen- stürz ohne Anfang und Ende, zu dem der Sturm die Muflk mit Posaunen spielte, die sich am Ufer anhörten, al« riefen sie »um jüngsten Tag
Unb Klau« Zethje hatte ebenfall« ollen Grund, so tief und fest zu schlafen, denn er war al« aller Seemann mit dem Meere so verwachen, baf) dellen toilbbTOcgte Tage auch die seinen waren unb er die Stürme und Tänze da brausten durch feinen massigen Körper zucken unh toben fühlte
Dun aber ruhten sie beide ehrlich au« nach ben Tagen ber Arbeit, du» gewaltige Ungeheuer da unter ihm unb er in feiner wohligen Bube, die. so eng und klein sie auch war. doch alle» hi sich barg, wa« er zu seiner Behaglicheit brauchte eine Bank, die er sich mit leinen über- flüssigen Kleidungsstücken polsterte, unb einen r,h gezimmerten Tisch auf dem seine Blechkanne mit Kaste» und seine Brotschnitte lagen.
Er konnte mit gutem Gewissen so wohlverdientem AuSruhen sich hlnaeven Denn e« war einer ber ersten Han Hage, die eigentliche Bade
zeit hatte noch nicht begonnen, gestern erst war da« Eübbad eröffnet worden Unb wer letzt zum Baden tarn, der hatte von der unfreundlichen Umarmung de« eiligen Master« bald genug und dachte gar nicht daran, den Grenzen der betben Türme da brausten nahezukommen oder sie gar zu überschreiten, auf die Klau« Zethje zum Schauen gestelltes Auge Obacht zu geben hatte
Auch hinten in dem ®ingang«raum war alle« Gemächlichkeit und Ruhe
Tobi machte sich der Herr Budde, der Bademeister. in seiner gi osten Baude mit leinen Schwimmhofen zu schaffen, nn denen e« noch manche« zu flicken und au«zubessem gab Oder er hielt Schau über seine Badeanzüge und Bademäntel. die gestreift wie das Fell eine« Zebra« oder kreuzweise gemustert wie ein Schachbrett oder getupft und geblümt wie der So.uilagSschlafrock eine» Rentners an ben Leinen prangten
Mo hi war Herr Mm», ber Revisor, zur Stelle, dem das Prüfen der Badekanen und da« i üu' mui */auet• karten eingezeichneten Tage oblag Aber da er zu ferner Tätigkeit nicht einer gleichen Vorbereitung wie der Bademeister bedürfie, fo bestand feine ganze Beschäftigung darin, wenn er fast, in regelmäßiger Ad recht lang da« eine Dein übet da« andre zu schlagen unb. wenn er sich erhob unb mit auf dem Rücken gefreuten Armen über den mit Segelleinen bespannten Bretter- hoben langsam auf und nieder ging, genau an lern,dben Punkte mit dem Bademeister ein Ge- tpiäch über da« Wetter zu beginnen, auf das dielet nur mit einem kurzen Räuspern und einem lang gezogenen .Hm . tja" antwortete
Wohl war auch Herr Pietschet, der Haar- künstlet, zur Stelle Aber da ei für ihn weder zu scheren noch zu schneiden gab. sc- l'--gnügte er sich, voller Wohlgefallen auf seine neue schne." weistc Hacke hmabzublinzeln. mit einem lleinen Polierstist feine Rägel zu glätten oder dem schüchtern keimenden Schnur.bart durch gelegentlich?« Zupfen ber einzelnen Härchen eine wirksame Hilfe zu geben
Höher stieg die Sonne, und da« Meer tat seine Aug-m auf Da öffnete Klau« Zethje auch die lehren, nicht gerne, etwa« gewaltsam vielmehr, wie einem inneren Zwange gehorchend Mit schweren, schaukelnden Schrillen verlieh er feinen Bretterverschlag, nahm die betben glutrotgeltri- cheven Bing«, die er sich bereit« zurecht gelegt halle.
begab sich mit ihnen an fben Strand und machte nicht ohne Umständlichkeit ein kleine« dort liegende« Boot los, verstaute die beiden Ringe darin und ruderte zu den Springtürmen hinau«, sie dort anzubringen
Run erschienen auch die Baderungen die Stunde ihres Dienstantritt« war längst überschritten Aber da der Bademeister ein nachsichtiger Herr und die Zellen jetzt im Huni kaum benutzt und daher nicht zu reinigen waren, konnten sie sich diese Umgehung der Ordnung gestatten
G« traten vorläufig nur zwei Star hiest der eine, oder wurde wenigstens fo gerufen. Sr mochte 17 Hahre zählen, hatte ein pfiffige« Gesicht. kleine, mau «graue, verschlagene Augen und eine Stirn, die, obwohl sie gedrungen und niedrig trat, der Tummelplatz von allerlei listigen Gedanken und Anschlägen schien
Lur nannte der Bademeister den andern. Er war lang und hoch aufgeschossen, hatte einen auffallend groben, mit rotbraunen H»aren be- deckten Schädel und einen stumpfen Mund mit bereits schadhaften Zähnen, um ben ein halb lauernder, halb verbissener Zug lag
.Zwei sind zu wenig," meinte Herr Minz, der Revisor, auf der eben begonnenen Wanderung an dem bestimmten Punkte stehenbleibend.
.Schaffen Sie mehr mehr!" gab Herr Budde, der Bademeister, zurück
.Ha. wenn« noch für« Rvrdbad wäre!" äußerte fich wiederum bei Revifvr .Der da kann sich gar nicht lasten Die Bube rennen sie ihm ein aber hierher will keiner, 's gibt zu wenig Trinkgelder "
.Immer noch reichlich genug," erwiderte der Bademeister, einen geblümten Bademantel mit sorgsamer Hand glättend, .der Slaj hotte un vorigen August ein Einkommen von dreihundert Mark und brr Gur noch mehr Aber der spricht nicht darüber "
.Das sind auch janz Hepfifs'ne." meinte Herr Pietschet, .die wissen drauf zu lau’en."
,3m Rrrdbad hat der grofjc Blonde über 1000 Mark im Monat," warf der Revisor rin.
Die ersten Badegäste kamen zwei ältere Kaufleute, die es sich leisten konnten, erst mit einem spätem Zug in ihre Geschäfte nach Danzig zu fahren
.Ich möchte Sic noch etwas fragen.“ wandte fich der eine von ihnen, Herr Philippsen. einer der beiden Kaufleute, an den Bademeister, der
dem grlM eine« tn Ehikago Dcranltalicten Wohl» tätigkeitSkonzeits 250 Dollar für die schwergeprüfte Ruhrbevölkerung zur Verfügung.
Bus S.adt und Land.
® leben, den 10. Huli 1923
Dank deS Reichskanzlers an die Volksopli r Lpendcr.
Au« der VolkSop^r-Sammlimg bc« .GIest Anzeiger«" sind kxr 3cnua(-€ammdfttUc in Berlin erneut 10 Millionen Mark zu- giluhit worden
3n bet Empfangsbestätigung, die un'crrni Tkuüy uuv ivi Rmärikanziei zu ging, dein es .Der Hem Reick>Skanzler Hai die StMiOe Don 10 Blilhonen Mark zur Linderung der 7km an ber Ruhr und am Rhein mit bc 11 i dr Freude erhalten und Iaht allen Gebern feinen aufrichtigsten Da n k übcr;.;;ueln "
»
Vornotizcn.
TageSkalender für Dienstag LehriilmauS'chub der Giehener Unter.idie n. tm. Filmvoifühning .Der Hamburg- S?icMqeböb< 2kbr.memeni«kon»erl ab-m» 6 ' l
Beicin ber <ya<!nnrt. nach-niiingS 4 U.'n - ■ lammiung Palai-Lickflptele .Die tj)'.ci.t' ■ Scud,.'". .Die beiden Frauen Hohn Ort! Jinf ' und .Thaily« St<f Lichtspielhaus Bahn' ’ fhafw .Da« alte Lied" und .Peggie unb B o'.v- nie"
T o I b b ü b n e Man schrei bi un« Die erfreulich ,tnrte Bcethming ber Burgcrldyif: an ber Aulliih-ung von Klei st« .Bent bei ilca bm bie r* anQnlter veranlatzi. eine Dieder- brlung bc« Spiel« für ben Som«tag dieser V>oche amzutenen. und zwar auf 7.30 llhr damit allen werktäglich Bdebaftigten ber Genu st der einzigartigen Dichtung ermöglicht werde iS Anz I
Wcltcrvoraussage
für Mittwoch
Heiter, trocken, sehr warm
D,e Hochdruck-Wetterlage häll für Deutsch- land unDcränbert an Die gestrige Höchsttemperatur war 32 Grab im Schauern
•
Der Hamburger Hafen im Film Den Film al« Lehrmittel unfeven Schulen zugänglich zu maichen. ist seit langer Zeit da« Bestreben ber Krelle. dte die unersetzlichen AuSbrucksmog- liri'eiten ber .meisten Wand" erfa-mt und s-chätzcn gel-mt haben Rach manchen Mih.itiffen iind mch- glüdten Versuchen nähert num sich immer mehr dein Ziel Das neueste Produkt ber Lehrfilm nbu- ftric ist ber Hetmallilm .Hamburger Hafe i . ber von dem Lehrfismau«schuh der Siebener Unterrld)t«anfl alten beute gezeigt wird, und den Studienrat Dr Vetters- Darmstadt in bester Welle erläutert Dieser Film, ein Heimatfilm im besten Sinne bee Worte«, zeigt vorzügliche Aufnahmen von ben imposanten Bildern. die Hamburg bietet H'er ist ber Berührungspunkt aller Weltteile, dies ist ein Gedanke, der un« vom ersten bi« lehtsr Bild gefesselt hält. Wir lernen tn diesem Film Hamburg al« grvstten deutschen Verkehr«- und Handelshafen kennen unb lernen die technischen Errungenschaften der Hillen- Industrie verstehen Das Loschen der Waren, bas laben, alle« spielt sich vor Miseren Augen ab Der Film gibt neben dem Alltagsleben be« Hamburger Hasen« auch einige Bilder historischer Momente So ben Stapel lauf be« Riesen dampf er« .Bi«marck", ben wir in Erfüllung be« Versailler Diktats an England abliefern muhten, wieder Auch die Hebung be# gekenterten spanischen Dampfer« .Brvrrr", ein besonderer Erfolg der Hamburger Werften, der im August 1922 viel von sich reden machte, wird im Film tnrebergrgeben und vermittelt besten« diesen technistchen Triumph Alle« in allem beweist bet Stirn, wie lehr er al« Lehrmittel geeignet ist, beweist aber auch tm besonderen. wie sehr Hamburg Puls im deutschen Wirtschaftsleben und wichtigster Stützpunkt unserer wirtschaftlichen Reuentwicklung ist Der Besuch diese« meisterhaften Filme« kann jedem warm empfohlen werden.
•• Sie Wasserwärme der Lahn betrug gestern 20 Grad Beaumur
hinter dem Tilch mit ben ausgestapelten Schwimmhosen und Badeanzügen kaum lichtbar war
.Können Sie vielleicht noch einen Babesungen brauchen?"
."Denn er fft und ehrlich Ist, warum nicht?"
.Dafür glaube ich. Ihnen bürgen zu können Ehrlicher al« 3br Cur ist er, und an Firigkrit wird ihn Star nicht übertreffen Gr ist der Sohn einer früheren Stütze von uns, die mit einem mittellosen Studenten anbänbelte und von ihm verlassen wurde Ds ist ein hübscher, gewandter Hunge und hat auch Manieren, Hch übernahm die Vormundschaft für den Hungen Da er vorzüglich lernte, rin gebildetes Deutsch sprich! und eine tadellose Handschrift bat gab ich ihn vorläufig zu einem Rechtsanwalt, der sehr zufrieden mit ihm ist. Aber bei Hunge küliii die Cuft in der Schreibstube nicht vertragen. Da kam mir ber Gedanke, ob er nicht, zum Sommer wenigstens, bevor ich etwa« andere« für ihn habe, hier Boi) junge werben könnte Der Dienst ist nicht all- schwer, und der Aufenthalt im Freien wird ihm guttun. “
.Hm . . tja . so ist es." erwiderte der Bademeister, ohne sich in feiner beschaulichen ® fchäfiigkeii stören zu lassen
.Dars ich fragen, wie die Bedingungen finb9" .Sie Hungen haben freie Kost bei mir » ■ bekommen dazu ein kleines Tafch-ngeld, mit A i nähme ber Hauptmonate Huli und August, wo sie reichliche Trinkgelder erhalten"
.Damit wäre ich einverstanden Wann fön; • der Hunge feinen Dienst antreten?"
„Möglichst gleich. Ei kann sich jetzt in der stillen Zeit gut einlernen unb hat bann feia? Uebung, trenn ber Betrieb hier lebhafter wird " .Dann werde ich ihn morgen früh berbringen "
Arn nächsten Morgen, den Klau« Zethje gerade damit begonnen batte, die beidm qluimTcn Ringe au« seinem Verschlag lieraus-ufch-allen. erschien Herr Philipplen vor Herrn Buddo« Baude, und tn feiner Begleitung befand «ich ein ?ut gewachsener Hange mit etwas blassem, aber übschem, offenem Antlitz unb blauen, still leuinten ben Augen, in die zu sehen eine Lust war
.Su hast ben Wunsch, hier Babejunge zu werden?" sagte Herr Budde dessen Herz er gleich gewonnen hatte.
(Sortierung solgt.^


