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‘ rd>alL- 3 ern ipred)- rfdjtfiff*: lürbitSdjntt» r ■ ung 112, für Verlag nb Geschüsttsielle 61.
Idjrift für Traljlnod). <J)t<n. l!i)(l|<r«le|<B.
poßfcheSk—1«:
-onflirl e. UL 11686.
Zreilag, 9. November 1923
175. Zahrgang
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
üntf twfc üftlofl vrühl'sch« Nnt»erst1Sl, vstch. inö Stdn6mtfer<l R. tauge In Gießen. §chrl'i!eltiin- und GeschSsirsleue: ZSsttiVratze 7.
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ftröl« lagHuae«di« l»m Nachmittag oorh«r o!)n«|tb« Lerdindlichteit. DrttilMr 1 mm-6b« |iU Jtiije(q.n 0.27 mm ortUt önL <vr_-dzahl 65 DUl, üuee TOUL, i. JlehlaiM» Injtigin o 70m n dc«ite 225 . .-0 ML Schluss«! Plaioor|c$ri|i 23 ,, Laischlag. - verantroortlich tur Politik u Srnütton: Dr jjrtebr. Wiih. Lang«; für bin übrigen Teil: Ernst Ülamlch«in;i0r b«» Anzeigenteil i^an»
Lsli. ch :a ®t « 3« 8
Der Hitlerpulsch in München.
Hitler ruft die nationale Diktatur aus. — Ludendorff, Oberbefehlshaber der nationalen Armee. - Reichswehr und Landespolizei unter Kahr und Loffow gegen Hitler. — Die Sperrmatznahmen der NeichSregierung: Uebertragung der vollziehenden Gewalt an General v. Seeckt. — Isolierung Bayerns.
München. 8. Ht» ('IDTD) 3m 'Bürger- bräuteQer fanb beule abend die angefünbigtg ationale Kundgebung ftalt, bet der Don Rohr unlcr wteber Holtern Derfall ein Manifest an die deutsch« Hatton verlas, in dem er Nch mit dem UlarrWnni« befähle Besonder« stark vertreten Daren in der zahlreich besuchten Versammlung dte Mitglieder der vaterländischen Ve r- > ä nd« Von der bayerstchen Staatsregic.'-u^g raten dir Minister Dr Schweye r. Duzt- !, ofer und Dr Krau«neck erschienen Äom- ncrjtenral Zent) sprach In seiner Degrüstung«- -cde den Mansch au«, dah der GeneralstaatSkom- nslar der Führer sein möge in ein neue« bester?« bwarzwelhrvte« Deutschland Generalstaa!«korn- millar Don Kahr aalte ungefähr Stunden ge- prochen Da entstand tut» uor 9 Uhr am Singang d i Saales grobe Unruhe
u« dem Men sehe» ff« wühl heraus sah man >itter, eskortiert von zwei schwer bewaffneten ratio»alfozialiste«, in den Saal etndrmgeo, die mit hocherhodenen Nevolvern Hube Dcrlang- len 2U6 sich die Au he nlch! eialtcli-r. gaben die >7tden Nationalsozialisten Revolverschus'e gegen ?ic Decke ab Hitler ries sodann mit starker' ?imme m den Saal .Die Sache gehl nicht gegen Kahr Daraus wollte sich die Nuhe noch vnmer nicht einstellen 'Nun trat der frühere r olizetprälident Pbhner vor und erklärte .Bleiben Sie doch ruhig fthen, Kahr und Hitler lind ttvet deutsche Männer “
Sodann Derschasste Hitler sich selbst Anhe Daraus trat ein Stabsoffizier der Hitlerlruppe nor die Bersammeilen und machte folgende Erklärungen:
„Heute begbmt die «ationale Nedolutiou.
Sie richtet sich in keiner Form gegen den von unS allen hochgeehrten Herrn VeneralstaatSkom- miffar von Kcchr Sie richtet sich auSschliehlich gegen die Berliner Iudenregierung (Stürmischer Jubel) Mir haben diesen Schritt unternommen, weil wir der Ueberzeugung lind, dah Männer an der Sprye bet AeichStegierung stehen, von denen unS ein slarler Trennungsstrich scheiden irrub Die neue Negierung Hitler Vubenborff — ■pöhnei sie lebe hoch" 3m Saale folgte den Ausführungen stürmischer Beifall Die Versammlung lang hieraus daS Deutschlandlied Sodann erschien Hiller vor den Versammelten, nrch- dem er sich durch einen Nevolverschuh Nuhe »erschafit hatte Gr führte auS .Heute vor fünf .fahren l>at die gröh.e Schandtat begonnen, die intet Volk in mahloseS Sleird gestürzt hat Heute, nach ftini Jahren, muh d.n Dag sein, da tia> die Geschichte wenden wird (Stürmisches Bravo) Ich schlage folgende« vor
Das Kabinett Knilling ist abgeseht.
Sine boherische Negierung wird gebilh t auS einem Landesvrew.ser und einem mit dista'ori- dyn Voll macht ausgestattete i Ministerpräfiden- ,-n. 3d) schlage als Cante'Cermc'er von Kahr nor. ich schlage weiter al« Ministerpräsidenten Löhner vor Die Negierung der November- 's-it>red)er In Berlin wird tür abgeseht er- flau, ebenso 6 beet. Die deutsche nationale NeichSregierung wird in Bavern biet in München leb ldet S« wird weiter gebildet, sofort eine -eiitlche nationale Ctrmee 3ch schlage vor dah '•■« zur Niederwerfung der Verträge de fr.Jtc Deutschland zugtunde rich'en die Ceitimq der Politik dieser provi',rischen nntionalen Negierung 1) übernehme Cudendorfs übernimmt die eiiung der deutschen nationale.' Arme? General o n CosIow wird deutscher NeichSwehrminister, ^berft von 6 e i f I e r deutscher NeichSpolizei- niitifter.
^le Aufgabe der provisorischen deutschen tta» 1 onalen Nrgienmg ist, ihre ganze Kraft für sa« Land und für das Ne ich emzusetzen und Aen Marsch tm zutreten gegen das Sünden.
habe! Berlin.
ich frage Eie nun. ob Sie mit dieser Lösung ein- -etffanbcn sind." iDen Ausführungen Hitler«
iq:c unbeschieiblicher 3ubH.) .61? ehen. wo« rrö hier leitet, ist nidrt Gi gen brö betet. sondern ampf, den oir aufnehmen in der zwölften unbe Gr gilt für unlcr deutsches Vaterland ui bauen awllen wir einen BuadeSstaat völki» her Ctrl, in dem Bayern die Stelle cinnebmen oll. die ihm gebührt 3ch bitte Sie. Uch ruhig n 6oal au verhalten Der Bürgerbräusaal ist mit chS Hundertschaften Nationalsozialisten um- i n g « 11 Der morgige Tag findet entweder in Nutschland ein« nationale Negierung oder in# ot. GS gibt nur ein« von beiden.'
Die für bi« Negierung vorgeschlagenen Männer entfernten sich daraus ai« dem Saale und '"Treten eine gute halbe Stande in einem Neben- ifaL Cubenbarff, ber nicht anwesend war. wurde 'i'rbelgeholt mb war bann auch bei diesen Be- "tungen zugegen Stürmisch begrübt traten dann «e neuen Negierung«männer In den Saal.
Zunächst gab Deueralstaalskonnnissar v Kahr di« Grkläruug ab, baff er die Leitung der ®e- schieke Bayerns übernehme und sich als Statt» Halter der Monarchie betrachte,
berjenig-n Monarchie, die vor 5 Iahten von Verbrechern zerschlagen tooiben sei St übernehme Rin Ami in ber Hoffnung, iah er zum Seg n der g. liebten hahertlchen Heimat und de« gröberen '«utschrn Vaterlande« wirken (inne Unter brau- Irnbem C'utxl reichte Hitler Kahr bie Hand und s.-rach ihm darauf ten Dank für bie Ikbemabme des neuen Posten« au« Gb.nso erklärten sich dann d e Drrgrfd [agenen Manner z u r Ueber- nabmc ihrer Aemt « r bereit Hitler teilte Weiter mit. tab sogleich eine probisorische deutsche nationale Negierung gc- b.ldet fei.
Da« vor HitlerS Gindringen im Bürgerbräukeller durch ber ®eiiera(flaaie?ommiflar v Kahr zur Verlesung gebrachte
Manifest an die deutsche Nation enthält fclgmte G.'dankengänge 3n München sei zum ersten nal de. Kampf gegen den Mairismus al« wefenisicher Punkt eines Pro- g:amm» für bie deutsd. ,-fu.unfi aufge icllt worben Dor Zwect des Komoses sei. die bi.i en Massen für bie nationale LtaatSgemeinschasi m.ederzu- gctriimcn und bie 2 Sstrahlung des MarriSmu« in die bürgerlichen Schichen zu verhindern Nur so fei die Einheit ber Nation zu erreichen Diele Aufgabe gliedere sich in zwei Teile einmal LoS- löfung der Missen au« der gelingen Herrlcchalt de« MarriSmu«. dann ihre geiftige Feste- lunganbienatlonalc6taat«gemeln- schaf > Der Maisi«muS fei eine gH'tige Bewegung Er habe sich mit dem Mittel der M isfen- fühiring Den kleinen Anfängen zu einer scheinbar unerschütterlichen Herrschaft über Millionen Deutsche emporgerungcn Der Grund, ber den Fohlfchlag de« Marrtsmu« ii ber angelsäch i'lch?n Welt und fernen Sieg in Deutschland beibzige- fübil habe, sei bei. dah die bürgerliche Rubrer- schicht in der angelsach'iiarcn Mell tich in der Massensührung den marustischen Rühie.u überlegen gc’.igt hab." a»äh end bie Fahre.schichten Deulschland« ihnen unlcilcgen toaiea uab seien.
Die erste und wichtigste Ausgabe, vor der bas deutsche 'Boltetmn heute stehe, sei zweifellos bie Wiederherstellung seiner Freiheit, d. h aufzeapoiit sch gesehen, dir Diedeih rstellung seiner Souverinität unb die Steigerung ber staatlichen Macht.
Rür bie Deutschen in bei abgetretenen Gebie'et, bdonber« auch Im El sah. bestehe di.> 2u gäbe bann, biete« Valk«tum deutsch unb national in bet Gesinnung zu erhalten Auch ber stärkste unb mit ber grössten Macht au«geilaticte Mann könne ein Volk nicht reiten ohne tat- fräüige und von nationalem Geiste getriebene Hilse au« dem Volke Der freie deutsche Staatsbürger im freien deutschen Staate, da« allein sei die ©eelenftimmung. die da« Deutschtum bi« zur Stunde der 'Befreiung In seinem Bestand« erhalten und die Energie zur Beteeiung fdxxffcn R-uie. Nur au« dieser leetilchea Einstellung herou« könne aber auch bie diingendste innerpolitische Aufgabe gelöst werden Zum Lchluh heiht e« Da« Pioblem. vor dem wir heute in Deutschland ständen, sei
das Pröble» der Führung.
Die jehigt Ausgabe sei mehr al« bi«marckisch E« drehe sich um die Befreiung unseres Volkstums von erner falschen, wirkltch'ettSiremcen und deshalb zerstörenden Zd« und die Schaffung einer neuen wirklichkeitSncihen u.id damit leben «fördernden und zur gemeinschastbindenden 3bx Di? Zeit ist cnüllt. der gesamte MarriSmu« Hai politisch nach lünfjäb.tqm 5)crrschen und Erpert- mentieien in der Geslalrung t<r Wirilichbii Der- sag! Ohre eine neue wiillchaliliche Ordnung mit ihrer Mehrarbeit gibt eS 6?t te stabile neue Währung 3m heutigen Deutschland gibt brr Nichtskönner ben Ton an. unb ist babei noch unzufrieden Machen wir Deutlchlanb zu e nern Land, in dem alle Kräfte stch tv l entfallen formen. Schassen wrr Persönlichkeiten!
Lossow unb Kahr gegen Hitler.
Stuttgart, 9. Jlotxmtxr (M B ). Das Wehrkreiskommando V teilt mit: Zuverlässige Fernsprechnachrichten aus Bayern besagen, datz im Aampfe gegen Hitler unter Lossows unb Kahrs Führung Reichswehr unb Laubes p o l i z e i bie Kasernen unb bie 3(fentlt<ben (Bebäube in
München f e st i n ber tzanb haben steichswehroerstärkungcn aus Süb1 baifern sind nach München im Anmarsch. In München selbst herricht Buhe. Unb r bayerischen Grenze wirb schärfste Kontrolle ausgeiibt. Ausreisend: National sozialisten unb Leute vom Bund Oberland sind aus Anordnung von Lossows und Kahrs festzunchmen.
Borl in. S Nvv (DTB l Laut Gilfunk- fpruch dcS Otxrbutpcrniciller« von Qlürnberg wird miigctfilt Herr von Kahr. General von Loffow und Oberst ©filier Haden erklärt, dah ihre Zustimmung zu dem Vorgehen von Ludendorfl und Hitler beute nacht er- prchl worden lei. und dah lie die Bewegung m jeher Brziedung a b I e b 1 e n Sie hoffen, noch im Laufe de« heutige t Tages de« Pulfcho» Herr zu werben Alieu iideibcn Truppen der Neichsivlhr wurden fr <n ^ichverhalt misteilen. um uxikic .Konfcqueiizen zu verhie.h.rn Dstich- lautend: Dlittcilmigen habe General von Lofiow den n ' jl'.'.Dr.flen Tiuppen ba। d) Re ifpiucb au- gel-eii l.iff.n, v Hab habe fämtiiie Bezirk«arnier angewiestn. genaueste Pahkontrollf auSzuuden Alle Angehörigen der Nationalfozialisten und des Bundes Oberland feien zu verhaften. Luden- b o r I f und Hitler feien fest zunehmen, wo ’ic angel rosten werden Au« Bamberg wird mltgct.ilt, dah man bie borttgen Führer bereits entwaffnet bat
Ein Aufruf der Reichsregierung.
»le NeichSreglerung erläßt folgeudeu B'.'frufi
An ba« beutfche Volk!
3n ber Zeit gröhter auhen» unb innen» politischer BebrängniS haben sich Verdien» bete an« Werk gemacht, um ba« Deutsche Reich zu zerschlagen. In München ha« eine bewaffnete Horde die bayrische Negierung gestürzt, den bayrischen Ministerpräsidenten v. Knilling verhaftet und sich ange- maht, eine NeichSregierung zu bilden, den Genera. Ludendorff zum angeblichen Befehlshaber der deutschen Armee, Herrn Hitler, der erst vor kurzer Zeit die deutsche StaatSangehöri.kei« erworben hat, zum Leiter der Geschicke Deutschland« zu bestimmen. G« bedarf keine« Hinweise« daraus, dah diese Putschdeschlüsfe null und nichtig sind Wer diese Bewegung unter» stützt, macht sich zum Hoch» und Landesverräter. 6tott unferen Brüdern im Nheinland und an der Nuhr zu helfen, die für Deutschland kämpfen, stürzt man Deutschland in« Unglüd, gesährdet die Ernährung, bringt un« in die Gefahr eine« feindliche > Ginmarsche« und zerrüttet alle Aussichten auf die Anbahnung wirtschaftlicher Gesundung. Die letzten Maßnahmen der Neich«regierung auf währungspolitischem Gebiet haben dazu geführt, bah die Mark im AuSlande sich in den letzten 24 Stunden um da« Vielfache gebessert hat. Alles ist dahin, wenn da« wahnwitzige Beginnen Grfnlg hat, ba« in München versucht wird.
In der Schicksal«stunde de« deutschen Volkes und Deutschen Neiche« fordern wir alle freunde de« Daterlande« auf, sich einzusetzen für die Bewahrung der deutschen NeichSeinheit, deutscher Ordnung und deutscher Freiheit.
Alle Maßnahmen für die Niederkämpfung de« Putsche« und die Wiederherstellung der Ordnung sind getroffen und werden mit rücksichtsloser Energie durchgeführt.
Der NelchSpräfideut: gez. Ebert.
Die NeichSregierung: gez. Dr. Stresemann, NeichSkauzler.
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Der Neick>«präfibent hat ferner folgende Verordnung erlalfen
Auf Grund Ar«. 48 der NeichSverfakfung verordne Ich wie folgt
§ 1 Die Ausübung de« mir veeloffungsmähig zuSehenben Oberbefehl« über die 'Dehrmachi de« Neiche« übertragt Ich auf ben Lhef bet Heeres- Lntong General v. 6eedL
§ 2. 3n Abänderung meiner Verordnung vorn 26 9 1923 übertrage Ich die vollziehenden Vvl- machien an Stelle bei Neichswehrmtnifters dem Ghef der Heeresleitung General v Seecki. der alle zur Sicherung be« Neiche« erforderlichen Mahnahmen zu treffen hat
6 3 Die Verordnung tritt sofort In Kraft. Berlin. 8 November 1923.
Degengezeichnet Der Neich«tanzler Dr Sirefemann, Der NeichSwehrminister Dr Gehler.
Eine Verordnung General Reinhardts.
Stuttgart, 9. Novdr. (WTB.) 3n München i|t bte vcrfa sung mähige Ne- gicrung gestürzt Hitler erklärte sich zum Reichskanzler. BeneralstaatskommiHar von Mahr unb General von Lossow bekämpfen Hitler.
9m Reich hat allein General von Seeckt, der bie vollziehende Gewalt übernommen hat, zu befehlen. Die Reichs- wehr ist mobil erklärt. Zusammen mit ber Lanbespolizei wirb sie jebes Ueder- greifen ber Münchener Bewegung oerhinbern, zugleich aber auch jebe Einmischung ungesetzlicher Kräfte unterbrücken.
Ich verbiete ausbrüchllch jede Bildung ober Zusammensetzung von Selbstschutzverbänden ober ähnlichen Organisationen Zuwiderhandlungen werben als Hochverrat bestraft.
Der Militärbefehlshaber im Wehrkreis V Beinharbt, Generalleutnant.
Die Gegenmaßnahmen der Reichsregierung.
Berlin 9 Nov (WTB.) Die Neichsregie- nmg hat wegen bei Abte,ung ber verfafiungs- mahtgen bot)crifd)m Negieiung ben gelamten Tter- l.hr nach Bayern dng.-ltelU IrgendwelcheLelltun- gen des Neiche« für Bayern finden bi« zur Wieberhcrlle lung versastungsmähiger Zustände nicht mehr statt.
Eine Nachtsitzunq des Reichs» Kabinetts.
Berlin. 9 Nov (Priv -Tel.) A)te die Blätter mitteilen ist da« NeichSlabinert unter dem Boilih de« N ich«l-rästdemen um 12 Uhr nrxcht« zu einer Sitzung zulammen getreten Laut .Vorwart«" ist mich der preuhilchi Minister des 3n- nein, ©eoeting. zu der Sitzung zu gezogen woiden
(flrqen bie Gerüchtemacher.
Berlin 9 Nov -TVTB > Der Nelch«a>ehe- minlflcr erläht folgende Ikrorbnung Da« Verbreiten anderer al« amtlicher Nachrichten über bte Münchener Gieigniffe tplrb hiermit verboten Zuioiderhanblangen werben nach § 4 ber AuSnahmeverordnung bestraft unb führen zum Verbot ber Zeitung
EinErlah der würtlembergischen Regierung.
Stuttgart. 9. Nvv (WTB) An da« württembergilche Volk!
3n Bayern haben rechtsradikale Kreise unter völliger Verkennung ber wahren Interesten de« g-samten deutschen Volke« den Versuch unternommen. auf dem Dege eine« Putsche« die öffentliche Gewal t an s l ch z u reiften 3m Zusammenwirken mit dem Militärbefehl«Haber werde ich ein Uebergreifen dieser Bewegung auf Württemberg nicht dulden und Versuche hierzu mit allen Mitteln unterdrücken Ich verbiete jede Tätigkeit, die eine Unterstützung ber bayerifcb n Putschisten darstellt Ebenso ist e« verboten, datz von anderen DolkSkretsen selbständige Versuche einer aktiven Bekämpfung ber Bewegung gemacht werden Die« würde dazu führen, tne Lache zu verschärfen inb bie Gefahr be« Bürgerkriege« näher zu riufcn Die Polizei ist fest In meiner Hand und in bet Lage, bte Nuhc m Württemberg aufrechtz aer- ^alten.
Der Minister be« 3nnem gez Boltz.
Der hessische Landtag zu den Münchener Vorgängen.
Darmstadt. 9 Nov iPriv -Tel.) 3m Landtage fanden heute Derrnttrag bi« zum Abgang dieser Nachricht — 11 Uhr obwechsekad Beiaeun«n be« Aelteftenrate« und der Sioftlonen über die polt-i'V Loge by» bte Vorgänge in Bayern statt Die btbung des Landtage« hotte bte 11 Uhr noch nicht f igeeen


