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Meine Verlobung mit Fräulein Ilse Stephan, Tochter des verstorbenen Fabrikanten Herrn Ernst Stephan und seiner Gemahlin Frau Emma Stephan, zeige ich an.
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Katholische Gemeinden.
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sondern von einem Laien geschrieben worden, um. darauf sei auch der unzutreffende Gebrauch des Wortes .diszipliniert" zurückzuführen, das die Gegenseite als beleidigend empfunoen, das ferne Partei aber ja schon zurückgenommen habe. Seine Berufung richte sich gegen die Höhe des Strafausmaßes. Da die als Beleidigung empsundenc Aeuherung im politischen Kampfe gefallen sei,wäre eine viel mildere Stiase am Platze gewesen. Die Strafe stelle er in daS Ermessen deS Gerichts. Er sei der Auffassung, daß Straffreiheit emtrelen müsse, im andern Falle aber eine mildere Geldstrafe, als die vom Schöffengericht ausgesprochene. Er beantrage primär Freisprechung.
Rach einem kurzen Schlußwort des 2lngellag ten Detter« zog sich der Gerichtshof zur Beratung zurück, er betrat aber kurz darauf den Sitzungssaal wieder und lieh durch den Dorsitzen- den verkünden, daß das Urteil am nächsten Dienstag, 15. Mai, vormittags 8 Uhr, verkündet werde.
Stellenvermittlung deS Frankfurter HauSsrauenvcreins standen im letzten Hahre 3828 suchende Hausfrauen 1340 suchenden Gehilfinnen gegenüber. Bur in 513 Fällen fanden sich die Seelen zueinander. Auf wie lange, wird leider nicht verraten.
fpd. Frankfurt a. M, 8. Mai. 3m Laufe der letzten Fahre hat der 47jährige Oberpostschaffner Friedrich Zeller eine große Zahl Auslandbriese unterschlagen und beraubt. 3n erster Linie entnahm er Briesen auS Amerika die Dollarnoten und wechselte sie, wenn der Dollar Hochstand, in Wechselstuben um. Bei dem Dollarjäger fand mar. noch 124 Briefe vor.
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Indem ich allen meinen Freunden, Gästen und Kunden für das mir in langen Jahren bewiesene Vertrauen herzlichst danke, teile ich mit, daß mit dem heutigen Tage mein seitheriger Betrieb geschlossen und der veränderte, Konditoreiverbunden mit Tages-Cafe am Himmelfahrttage dem Verkehr übergeben wird. Ich. bitte mir fernerhin
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* Der Radfahrerverein .Fortuna-Gießen hielt am Sonntag fein diesjähriges Anfahren über 20 Klm. mit Start und Ziel an bei .Wellersburg" ab Bei dem herrlichen Wetter war die Beteiligung gut, doch kamen die besten Funivren aus dem Rennen, so daß dieses ein unerwartetes Ergebnis hatte. Erwähnenswert ist die Fahrzeit des Altersfahrers Sauer. Ergebnis Junioren: 1. Born, Karl, 29 Min 38Sek. 2. Lvth, Willi, 30 Min. 30 SÄ: 3. Hamel, Gg 33 Win. 27 Sek.: 4. Käs. Hch. 34 Min. 08 Sek Senioren: I.: 1. Wittich, Aug., 29 Min. 23 Sek .
wurde dankbar anertarmt Dtretror Hnsstnger nannte als empfehlenswertes Beispiel die Konzert- Veranstaltungen des Gesangvereins ,E ä c i l i aM- 21 ch, die BollSbildungSarbeit im besten Sinne deS Wortes bedeuteten. IBeim die volkstümlichen Vereine, auf deren Mitarbeit die Dollöbildungs- zentrale nicht vernichten kann, wirklich Erfreuliches auf dem Gebiete gediegenster Dolksbildung und Unterhaltung leisten sollen, dann ist .roch mehr als seither notwendig, daß sich die gebildeten Volksschichten in den Dienst der Bereinstätigkeit stellen und das rein Geistige im BercinSleben mehr betonen. Fn allernächster Zeit sollen in samt- lichen hessischen Orten im Anschluß an öic Schulvorstände, Ortsausschüsse für Volks- bildung und Jugendpflege gegründet werden, in die auch die Vereine ihre Vertreter zu entsenden haben. Gin Beispiel eines wirklich gediegenen DolksbildunaSabends wird im Anschluß an die Besprechung hier geboten. Der schwäbische Dichter Reyhing hielt einen packenden Lichtbildervortrag über die „Schwäbische Alb", der Gesangverein .Orpheus" verschönte die Feier mit schönen Heimatliedern.
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□ Dodenhausen b. Ulrichstein, 5. Mai. Unser Marktflecken wird jetzt auch ein Ghrende n krna l f ü r unsere a ef allenen Helden s ö h ne erhalten An dem wundersam stimmungsvollen alten Friedhof, unter dem Dache der uralten Linden, vor der altehrwürdigen, früh- gotischen Kirche wird ein stattliches Postament, gekrönt von einem Stahlhelm, errichtet werden. Die kunstvolle Arbeit wird geliefert von Bildhauer Leonhard inGrünb-rg. Jedenfalls wird noch im Laufe dieses Jahres die Weihe erfolgen. Wenige Orte der Provinz können sich eines so geeigneten Plgtzes für ein Denkmal rühmen.
□ Freien seen, 5. Mai. Das Ehrendenkmal für unsere im Weltkriege gefallenen Krieger ist nahezu fertig; nur die Krönung fehlt noch. Es besteht aus einem runden Turm (3 Meter hoch, 21/« Meter breit), der von vier stehenden Löwen umgeben wird. Als Standort hat man den sog. „Heillu ch" gewählt, eine bewaldete Anhöhe, einen Kilometer östlich von unserem Marktflecken. Llmpflanzt ist das Denkmal von 50 Linden und vier Kastanien. Am 2. Pfingstfeiertag wird die Einweihung der Gedächtnisstätte stattfinden.
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fpd. Frankfurt a. M, 6. Mai. Skt die Polizei den bekannten Spielerlokalen auf den Leib geht, suchen die Spieler andere Stellen, an denen fie ungestörter ihren Leidenschaften frönen können. Mit Vorliebe suchen augenblicklich jugendliche Elemente die Drückenbogeni am Main für ihre Spiele auf. Am SamStag entdeckte man unter einem Bogen der Hntermain- brücke eine Gesellschaft von 12 jungen Dengeln bei »Meine Tante — deine Tante", wobei die Lausendmarkscheine nur so umherflogen. Lind das vor zahlreichen Spaziergängern. — In der
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Der Prozetz Lenz-Detters vor der Strafkammer.
Greß en, 8. Mar 1923.
Unter dem Do, srtz des Laadgerichtsdirektors P r ä t o r r u s beschäftrgte stch heute dre Gießener Strafkammer als Derufuags- tnstanz mit der Privatbeleidigungsklage deS Studtenrats Dr. Lenz gegen den Redakteur Vetters von der .Oberhess. Bztg ". "Selbe Parteien Hattert gegen daS Urteil deS hiesigen Schöffengerichts, das, wie wir in unserer Rümmer 75 vom 29. März berichteten, auf 100 000 Mk. Geldstrafe gegen Redakteur Vetters wegen öffentlrcher Prehbelerdigung des StudienratS Dr. Lenz lautete, Berufung eingelegt, jedoch hatte der Prrvat- lläger Dr. Lenz seine Berufung rechtzertig wieder zurückgenommen, sodaß nur die Berufung des An- gedagten Detters zur Verhandlung stand. Da ein Dergleichsvorschlag des Vorsitzenden von vornherein als aussichtslos bezeichnet wurde und Zeugen zur Vernehmung nicht geladen waren, begannen alsbald die Plädoyers.
Rechtsanwalt Fischer als Vertreter von Dr. Lenz beleuchtete die Angelegenheit im großen und ganzen in derselben Weise, wie kürzlich vor dem Schöffengericht (vgl. »Gieß Anz." Rr. 72 und 73 vom 26. bzw. 27. März). Reu war der Hinweis auf die sehr scharfe krllische D leuch una die das Schöffengerichtsurleil in der „Oberhess. Dztg." gefunden habe. 3n diesen Artikeln, hinter denen der Studienrat Prof. Weißgerber stehe, die aber anonym zum Abdruck gekommen seien, werde das Schöffengerichtsurteil mit dem Urteil eines französischen Kriegsgericht« auf deutschem Boden auf eine Stufe gestellt und dadurch das Ansehen des Schöffengerichts in schwerer Weise beeinträchtigt. 3n den Ar tikeln werde aber nicht nur das Schöffengericht angegriffen, sondern auch der Privatkläger wieder schwer heleidigt. Diese kritischen Aufsätze hätten ehre beleidigende Tendenz, die dre Beibehaltung des vom Schöffengericht festgesetzten Strafmaßes von 100 000 Mk. rechtfertige.
Rechtsanwalt Sr. Aaron als Vertreter des Angeklagten Detters erklärte, dieser habe ihm gesagt, die infriminierten, hier unter Anklage stehenden Artikel seien nicht von einem Beamten,
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Hochschulnachrichten.
][ Marburg, 7. Mai. Die Gesamtzahl der Studierenden einschließlich 300 Frauen beträgt ohne die Hörer 2383, gegen 2141 im letzten Winter- und 2452 im vorigen Svmrnerhalbjahrr Es studieren 218 (11) Theologie, 691 (12) Hura, 438 (51) Medizin, 1036 (226) Philologie. Die Studenten in Wohnungen alle unterzubringen bereitet diesmal Schwierigkeiten.
rang Der« in „Siebet Tra n y von 'Bübtn- aen unter Leitung deS MusikdirekwrS Drodt <Hanau) ein Konzert vevanstaltele, in welchem Hervorragendes geleistet wurde. Es kamen mehrere Mannerchöre mit OrdyefterBegleitung zur 2luMhrung, die .starken Beifall auSlösten. AlS Zv^schenernlagen kamen einige Sologesänge sowie mehrere Divlinoorträge mit Klavierbegleitung zu Gehör, die sehr gut gefielen. Alles in allein dürfte die Deranstaltung. deren sich die Zuhörer noch oft und gern erinnern werden, als wohl- gelungen in allen Stücken zu bezeichnen fein.
h R i dda, 7. Mai. Die frühere Brauerei von §. Kraft hier ist an eine Gesellschaft mehrerer auswärtiger Großkaufleute auf 25 Hahre verpachtet worden und soll zu einer Konservenfabrik umgeändert werden. Gegenwärtig werden bi den Räumen bauliche Veränderungen vor genommen.
nd. Ranstadt, 7. Mai. Gestern wurde hier daS Denkmal für die 22 Opfer des Weltkrieges (17 Gefallene, 5 Dermihte) unter sehM fterfer Beteiligung der Bewohner von hier unK allen umliegenden Dörfern eingeweiht. Der Orls- geistliche, Pfarrer Wolf, hielt eine tiefempfundene, zu Herzen gehende Weiherede. Zur würdigen Gestaltung der Feier trug besonders der Posaunenchor von Ober-Mockstadt durch seine feierliche Musik bei.
Kreis Alsfeld.
Homberg, 7. Mai. Am Samstagabend fand im Frankfurter Hof dahier eine Versammlung der Hessischen Vvlkspartei statt. Man beschäftigte sich mit der Wohnungsabgabe an Der- triebene der Partei aus dem besetzten Gebiet (Hessen), der Unterbringung von Kindern aus diesen Gebieten und den Spenden für die Ruhr- Hilfe. Alle Anwesenden waren der Ansicht, daß der Ruhr- und Rheinbevölkerung der Rücken ge- ffürkt werden müsse, daß sie an der Front mannhaft standhalten zu unserer aller Rutzen.
KreiS Friedberg.
2t Dad-Rauheim, 7. Mai. Der Turnverein 1 86 0 hielt gestern bei guter Beteiligung fein Anturnen Sämtliche Abteilungen, vor allem auch die Schüler und Schülerinnen, boten schöne Proben ihres Könnens. Die Handball- Mteilung war zu einem Wettspiel mit M. T. D Gießen angetreten, das 6:3 für T. V. 1860 endete.
2t Butzbach, 7. Mai. Hier fand dieser Tage auf Deranlassung der Zentralstelle zur Förderung der Dolksbildung und Jugendpflege In Hessen eine Besprechung über die wichtigsten Fragen der Dvlksbildungs- und Jugendpflege statt. An ein Referat des Direktor« Hasst nger (Darmstadt) schloß sich eine lebhafte Aussprache der zahlreich erschienenen Gäste an. Die hohe Bedeutung, die die Dereine, vor allem Turn-, Gesang- und Wandervereine auf dem Gebiete der Dollsbildung und Hugendpflege haben können, wurde besonders hervvrgehoben. Das Einzelne Dereine in der Hinsicht schon getan,
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