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Anbahnung eines englisch­türkischen Einvernehmens?

Lausanne, 8. Ootl (DD.) Untcrri4>tele Äreife beh-auDLen, bah die Xüdai ein eigene« Pro- fromm für den Frieden svertoag auMrbeiUn. »leichzeilig verlaut«, bah die Alliierten den Jurten ein neue« Projekt über die Meer» enAensragr unterbreiten Derben. Diese« Projekt wurde tue Grundlage für eine Verständigung kürten, da gewiffe Vorbehalte der Türken gegen da« frühere alliierte Projekt von den Engländern berücksichtigt trurben. so in der F.age der Kontrollkommissionen und der Garantien für Äon- ftantinopel.

Aus dem Rei<ve.

9tt Schiedsspruch über die Lohnstreitigketteo im Ruhr berg hau.

Berlin, 8. Jan. CTßTB.) Der zur Schlichtung der Lvhnslreitigkeiten im rhel- nlsch-westfälischen Steinkohlenrevier gemäß § 22 der Verordnung vom 23. Dezember 1918 nach dem Scheitern der ElnlgungSver- handlungen aus Wunsch der Parteien zusam­men getretene S<I l.chtungauSschuh fällte in seiner heutigen Sitzung im ReichSarbeitSrnini- sterium folgenden Schiedsspruch:

A- 1 Die Löhne der Bergarbeiter de« Ruhrgebiet« werden wie folgt erhöht: Ab *1. Januar 1923 durchschnittlich um 700 Wk ab 12. Januar durchschnittlich um weitere 1000 Mk. je Schicht. 3n diesen Beträgen ist einbegriffen die Erhöhung de« Hausstand- und de« Kindergeldes um je 50 Mk. je Schicht. Die vorgesehene Staffelung rechtfert gt sich aus ber Erwartung des Lchl.chtungsausschusses, daß ab 15. Januar die Ueberschichtcn erneut in Kraft treten werden. 2. D.e Verteilung dieser durchschnittlichen Lohnerhöhung auf die Klassen der Lohnstaffel im bisherigen prozen­tualen Verhältnis wird einer Verhandlung der BezirkSarbettSgemeinschaft überlassen. 3. Bei der zweiten Abschlagszahlung im Januar ist die Lohnzahlung, die sich aus den bis zum 11. Januar gewährten Zulagen erg bt, voll zur Auszahlung zu bringen. Den Parteien wird eine Frist zur Erklärung für die Annahme des Schiedsspruches bl« SamStag, den 13. Januar, 6 Ul>r abends, gesetzt.

B. An die Parteien wird die Empfehlung ausgesprochen, die Verhandlungen über die Einführung eines die Produktion fördernden Prämienverfahrens möglichst bald zum Abschluß zu bringen.

Wiedereinführung deS Bankgeheimnisses.

Wie derLokalanzeiger- berichtet, ist dem Reichstag nunmehr der angekündigte Entwurf über die Wiedereinführung des BankgehetmaiffeS zugegangen.

Da« Dynamitattentat tu Halle.

Berlin, 8. Jan. (Wolff.) DieVossi- sche Zeitung- meldet aus Halle: Der Anfüh­rer der Bande, die ein Dhnamitatten- tat in Halle verübte, erklärte, er sei un­längst in Moskau gewesen, um in den Spren­gungen ausgebildet zu werden. Der Zweck des Anschlags sei gewesen, die politische Erregung zu steigern. Auch gegen das Hallesche Polizeipräsidium und gegen die Ka­sernen seien Dynamitanschläge geplant. Die Bande besah drei Sprengstofflager in Halle, wovon eines, das eineinhalb Zentner Spreng­stoff enth elt, so gesichert war, dah beim Oeff- nen eine Explosion erfolgen muhte. Die Poli­zei war bereits unterwegs, um das Lager zu räumen, als einer der Verhafteten noch auf die Gefahr aufmerksam machte.

Aus Hessen.

rm Darmstadt, 7 3an Zur hessischen Regierungskrise mtf»rt ba5 von der so inl- demokratischen Partei offiziell bediente wd -Bu­reau Die sozialdemokratisch? Fraktion nahm am Freitag Stellung wr Regierungskrise Rach ein­gehender Russvinch' kam man zu dem Entschlüsse, zunächst eine Besprechung mit den bis- der t gen Koalitionsparteien anfangs nächster Woch? bei beizuführen Aus dem Beschluh gebt die Reigung hervor, mit den bisherigen Koalitionsparteien auch weiterhin zusammenzu­arbeiten.

rm. Darmstadt, 8. Januar Der 3 Aus­schuh des Landtag« beriet heute eine Anzahl Vorstellungen betr. Feldbereinigun- aen in verschiedenen Orten Ob er­hellens Es sand eine längere Aussprache statt und man einigte sich schltehlich dahin, dah ver­schiedene der Vorstellungen für erledigt erflärt wurden: einzelne sollen zu wetteren Feststellungen nochmals der Regierung überwiesen werden.

(Biehen im Jahre 1922.

VIII.

Das Wohlsahrtswesen

Die vssene Armenpslege verzeichnete im abgclaufcncn Jahre 2657 Unlerstünungssälle Der Geldwert dieser Mnierftühungen beziffert sich auf 1 432 612 Mark

Olne weitreichende Betätigung erforderte die geschlossene Armenpslege Die K l t - nlkspflege umfaßte: 1 stadtarme Personen 253 Erwachsene an 5175 Pflegetagen mit einem Kostenaufwand von 266 093 Mark. 116 Kinder an 2136 Pstegetagen mit einem Kostenaufwand von 65 676 Mart: 2 ortsfremde Personen 421 Erwachsene an 8772 Pstegetagen. Kostenpunkt 603 242 Mart. 82 Kinder an 1821 Pslezekagen. Kosten 69 183 Mart Die Herbergspslege erfahte 1563 Personen mit einem Kosteiauswanb von 23 536 Mark Für die Irrenpliege leistete die WohsiabrtSkasie folgende Zuschüsse: für 39 stadtarme Pfleglinge 218 5'0 Mart, für 16 ortsfremde Pfleglinge 166 140 Mart Für­sorge für Gebrechliche: In der Prvvin- »ial-Siech?nanstalt waren aut Kosten der Wohl- fahrtSkaste untergebracht: 36 Pstealtna? mit einem Kostenaufwand von 365 757 Mark, autfrrrbem drei Plocksche Pfründner einem Kostenaufwand von 17800 Mart Der Unterbringung In sonstigen Anstalten wurden 1 Erwachsener

und 11 Kinder teilhaftig. Kostenaufwand der Mohlfahrtskaste 89 361 Mark.

Die Kinderpflege bilder ein Haupi- kapitel der Tätigkeit drs städtifchrn Dohlfahcts- amte« 3n Giehen waren 630 Kinder unter ge­bracht. für die eia Pstegekostenbeitrag de« Wohl- lat :1 «amte« in Höhe von 112 765 Mart erforder­lich wurde Auswärts waren 107 Kinder unter» acb acht, für bie 443 115 Mart an Pflea-kosten- beiträgen zu leisten waren 3n Fürsorge- elziehung waren zafammen 131 Kinder unter- q. biach:: davon sind 83 Knaben und 48 Wad- ch-w 84 Kinder find in Familienpflege und 47 in Anstalten Der Zuschuh der Wohls ahrtskasse zu den Unterbringung «kosten beläuft sich auf rund 120 000 Mart. Dte übrigen Kosten wurden von der Kreiskafse und andecweiüg bestritten. 3m Säuglingsheim fanden 344 Kinder Auf­nahme. davon wa.en 223 hessisch: und 121 nicht- hessisch: Ltaatsangebö ige Die Aufwendungen tec Wohlfah.ts.'asse v.lau en sich auf rund 931 i54 Mark 3m städtischen Kinderheim wa.en 142 Kinder untergebrach: der Äsftenauf- wanb hierfür belief sich auf 170C00 Mart. Der städtische Volkskindergarten wude monatlich im Durchschnitt von 70 Kindern besucht Der Zuschuh ter WohlfahrtSkasse betrug tinb 450 000 Mark

Für di: Kinderhilfswoche wurden aus Spenden der Bürgert Haft, Kirche ckollrtten. Er­trägnissen aus Sammlungen, öffentlichen Darbe- tungen usw. abzüglich der Ünto'ten 66 634 Wart erlöst, dte größtenteils .zur Beschaffung von Kin­der schuh m verwand: wurden.

3n Ausübung der Quäkerspeisung war im Kalenderjahre 1922 die Küche an 24 Wochen mit 144 Spei etagen im Betrieb Abgegeben wur­den insgesamt 57 607 Portionen: davon entfallen auf Schulkinder 50 400, auf werdende und stille tdc Mütter 7200. Gespeist wurden täglich durch­schnittlich 330 Kinder. Hiervor g.hörten 300 ten VclkS- und 50 ben höheren Schalen an. An ten gl ichen Xagen nahn-m 50 fti'e de und werdende Müller an den Speisungen teil. Von den Quäkern wurden fonbenfhric Milch Kakao, Re«, Dohnen und Fett geliefert. Hierzu sdellte da« Reich das erforderlich: M-^bl und ket Zucker zur Verfügung. Die Zubereitung der Sterten geschah in der Küch: der Da^virtschaft ,Zurn Löwen". Die Küchnrzutaten stellte die Stadt.

ristädtifche 5 [ üd>t I i ng « f ü r f orge br^andelte seit Witte Juni 1920 rnSgefanU 504 Fälle, Sie verirn'et sich ü>;e folgt: 335 Glsast- Lokhringer. 47 Saarländer, 81 Obersch efie: und Posener und 41 Fälle au« dem be'ehten Gebiet. Von den Flüchllmgen aus Elsah-Lotchrtnqen waren 126 Einzelpersonen und 209 Famil ea S-aarländifch: Flüchtlln'ae melde er sich 39 E.nzel- persrnen und 8 Familien. Von den Flüchtlingen aus Oberschlesien und Posen waort 73 Ginzel» flüchilinge und 3 Familien zu v^zelch. et. Die Flüch linge au« dem beseh'«', Gebiet setzten sich zusammen au« 39 Ginzelperfönen und 2 Famil en. Sämtliche Flüchtlinge wurden mit Geld te.lS laufend, teil« einmalig unterstützt. 3n 318 Fällen am drn Kleiber. Wäsch? und WiSstattungs/eiLn- stände au «gegeben. Te .pf legung und äln terkanf t amtbe 304 Flüchtlingen gewährt. Au Herd em er­streckte sicb die Fürsorge in 203 Fällen auf Ar­beit«- uno Wahrung-Vermittlung.

3n der Svzialrentnerfürsvrae axir- den in der Zeil vom 1. Januar 1922 bis 31. Dezember 1922 insgesamt 3329 Personen unterstützt. Der der Wohlfahrtskaff» zur Last sallcnde ÄoftenanteU betrug 317 245 Wk. Für die Rentner der SvziaLhcdich«rung hatte da« Reich im Rovern der für au he ».ordentliche RotstandSmah- nahrnen 505 566 Mk. zur Verfügung gestellt mit der Mahgabe. dah Staat und Gemeinde */s zu- schiehen. Der Zufchuh der Stadt betrug hiernach 50 566 Mk. Es standen somit zur Verfügung 606 679 Mk. Hieraus erhielt jes«? Sozialrentner, kfetn er in Der laufenden Fürsorge steht bzw. stand, zur Beschaffung von Winterbedarf für sich und für jede zu seinem Haushalt ^e bonge unversorgte Person drei Gutschein über 400 ML. den er bei hiesigen Geschäften ht Zabluna geben konnte. Ferner erh'.elt au« diesen Mitteln jeder Sortalrentner 14 Zentner Dretnholz (10 Zentner zu 37 Mk. und 4 Zentner zu 45 Mk > unentgeltlich sowie 2 Zentner Braunkohlenbrllett« Auch er- tfidt jeder In Sürforge hebende Sozialrentner im August y8 Pfund Margarine unentgeltlich Di der Mckrtverieilung wurden 310 Sozialrentner mit rund 400 Portionen gleich 20 Zentner MeA berückfichligt.

Von der Kleinrentnerfürsorge ist zu berichten: An 37 Kleinrentner (25 Einzelpersonen und 12 Ehepaare) sind auf Grund der Richtlinien de« Reiches und Lande« im Jahre 1922 an Darlehen 299 865,50 Mk. und an Beihilfen 300 948 Mark au«bezahlt worden. Bei den Darlehen be­steht ein Rückgriff«anfpruch auf den Rachlah de« Empfänger«. Die Beihilfen sind gewährt unter Verzicht auf Rückzahlung au« dem Rachlah Auherdem wurden feiten« der Stadt abgegeben: 3m August an 210 Kleinrentner je 10 Zentner Brennholz zu j« 37 Mk., im Rovern her an 156 Kleinrentner je 4 Zentner Braunkohlenbrikett«

zu je 20 Mk., Im Dezember an 100 Kleinrentner |c 2 Zentner Braunkohlenbrikett« zu je 110Mk. und an 335 Kleinrentner 436 Portionen Mehl je 5 Pfund 21.80 Zentner

Für die Winter-Rotstand«hilfe hat die Stadt Giehen au« eigenen Mitteln 815 000 Mark bewilligt Hiervon sind 135 000 Mk. zum Zwecke der Sondersürtorge für die Kapital- und Sozialrentner abgezweigt worden. Der Rest von 680 000 ML hat zur allgemeinen Fürsorge für alle übrigen Minderbemittelten gedient 1700 Per­sonen haben je 400 ML erhalten. Del Familien wurde jede« Familtenmitglled al« besondere Person gerechnet. Grundsätzlich wurden diese Be­träge al« Darlehen abgegeben, da« in monatlichen Raten bi« zum 1 Mai 1923 zurückzuzahlen ist. Die bedürftigen Schwerkriegsbeschädigten und Kriegerbinterbliebenen. zusammen 870 Personen, haben den Betrag aber unter Bericht auf Rück­erstal tunger halten. S» sind 332 000 ML mit und 348 COO Mk ohne Rückerstattungspflicht aus- gegeben worden.

Sammel- unb Ber usSvormunh-

fchafL Am 31. Dezember 1922 waren 571 lau­fen he Fälle vorhanden. Hiervon betreffen das Stadtgebiet 536 unb da« Land (Amtsgerichts- bezirk Giehen! 35 Bormund- bzw Pflegschaften. 285 Personen gehören dem männlichen und 286 dem weiblichen Geschlecht an. An Zugängen waren im abgelaufenen Jahre 83 Vormundschatten (43 männliche unb 40 weiblich« unb 20 Pflegschaften (12 männliche und 8 weibliche', zu verzeichnen Jn Abgang tarnen 46 Fälle Das Mündelver­mögen besteht aus Wertpapieren im Ticnntoert von 54 100 ML unb 776 983 ML an Spareinlagen. An Renten unb Mn terbaltunqtbei trägen wurden bn Dezember 1922 rund 150 000 ML ausgegeben.

Das neue Gietzener Stadtparlament.

® leben, 9. Januar.

Die an 19 Rovember 1922 gewählte neue Stadtverordneren-Vcrfammlungha: am 1. Januar 1923 ihr auf drei Jahre laufendes Mandat angel rcien. Sie versammelt sich heute zu ihrer ersten Sitzung

Dem Parlament gehören neben ten gewählten 42 Dürgervertretern auf Grund der H^'rtchen Städteoronung bekanntlich auch die 6 TEügluber der Stadtverwalui rg mit vollen parl-amentarifchen Rechten an. fo dah fich da« Partamem au« 48 Mitgliedern zu lammen letzt. Dteie ver .eilen sich wie folgt:

Verwaltung: Oberbürgermeister Keller. Bürgermeister K r en z i e n, Beigeordneter Dr. Selb. . Dr. Freh. . Dr R o f e n ber g. Justl-rat, . Kllngfpor. Komm-Rat Vereinigte Bürg^rl.st«:

Stadtv. Appel, 3nstallatlon«mstr.. e Becker. Bauunternehmer. . Dr. Borgmann, Uaiv -Prof., , ® o 11 nt a n n, Gut«Pächter,

e Horn, Kaufmann, . Kirchner. Prwatangestellter, . Kling. Lehrer, . Kratlina. Schloffermstr.. . Krame r, Ehefrau, . Dr. Krausmüller. Prof. Konrekt^ . L ö b e r. Bäckervhermst r e Loh. Hausverwalter, . M ü l le r,Rektor, . Aaumann, Ehefrau.

. Rumpf, ta dgerichtsregistvator, . Schenck, Witwe,

. S ch m a h l, Am:sgerichtsdirekwr, . Sch wie der, Rentner, . Siebert, Lokomotivführer,

, Wenzel. Dreher,

. W in n, Rentner.

Zentrumspartei.

Stadtv. G o e r z. Lehrer, . Schwab, Hotelier.

Demokrat sHe Partei:

Stadtv. B i e r m a n n, E' ef au, . Fischer, Krelsfchulral, . H ö h n, Bauinfrektor, . Mayer, Kaufmann,

. Simon, Lokomotivführer.

Vereinigte Eozigld-imokralllch« Partei:

Stadtv. D e ck m a n n, Kranken'affenangest^ . Diener, Geschäftsführer,

G o h, Installationsarbeiter.

K i e l, Gauleiter Lorenz. Hausfrau, Maier B rm tl er b 21 beilSamt, Mann, Gewerkfchaftsbeamter, Martin. Krieqerwltwe, MooSdorf G.w.rkfchaflsbeamler. Schmidt, Lehrer.

. Detters, Redakteur.

Komnumistifch« Partei:

Stadtv. D i e r a u, Dachdecker, , Haupt, K: a ikenkasfenangest^

, Seng, Fräser.

Die 2lddition de« Lebensalter« der Parla- mentSmitglieder ergibt die ganz respektable Ge­samtzahl von 2383 Jahren. Seht man hiervon die 278 AlterSjahre der Mitglieder der Stadt­verwaltung ab, so kommt man bei den 42 Er­wählten auf insgesamt 2105 Lebensjahre. Gegen­über dem im Juni 1919 gewählten, letzt alten Parlament, da« bei seiner Wahl insgesamt 2041 Lebensjahre zählte, ist das neue insgesamt also um 64 Jahre weiter hinauf gerückt.

Da« älteste Mitglied de« Haufe« ist 69 Jahre, da« jüngste 34 Jahre alt Dem Haufe gehören fech« Damen an, und zwar Frau Wil­helmine Kramer, Frau Minna Raumann, Frau Amelie Schenck. Frau Emma B i er­mann, Frau Martha Elifabeth Lorenz, Frau Marie Martin. Von den Mitgliedern der Verwaltung und von den Sradwerardneten find In Giehen geboten. Die Beigeordneten Dr. Rofenberg und K l i n g s p o r und die Stadw. Goh. Kirchner, Krailing, Löbet, Frau Marlin. Frau Raumann. Simon und We n z e L

Da« dienstälteste Mitglied de« Haufe« ist jetzt der Oberbürgermeister Keller, der der Stadtverorbnetenverfammlung feil bem Jahre 1907 angehört. 3hm folgt der Stadtv. Wlnn. der feit 1908 Mitglied de« Haufe« ist, bann kommt her Stadtv Bettet«, deffen Dienstzeit feit 1911 läuft, hierauf folgt Bürger­meister Ktenzien. her feit 1914 zum Haufe gehört. Seit 1919 sind im Dienst die Beigeord­neten Dr. Holenberg und Klingfpot. die Stadtv. Deckmann, Frau Biermann, Dienet, Dverz, Höhn, Kiel, Kling. Ärailing, Frau Kramer, Dr. Ktau«- müller, Frau Lorenz, Maiet, Mann. Frau 2Rar- ttn. Moo«dvrf. Müllet, Frau Daumann. Sch mahl, Simon und Wenzel. Sell 1920 sind Im Dienst die Beigeordneten Dr. Seih und Dr. Ftev und Stadw. Goh. Die übrigen Mitglieder datieren den Beginn ihrer Dienstzeit vom 1. Januar 1923.

Aus Staat und Land.

Giehen, den 9. Januar 1923.

Ter ProvinzitilauSschap für Cbrrf)rffen

hielt am SamStag eine öffentliche Sitzung un­ter dem Vorfitz bet ProvlnztalvirektotS, Staatsrat Matthias, ab.

Die Verhandlungen über den 1. Punkt: Schulhausneubau zu Butzbach, hier Enteignung des dem Landwirt Hrrmann Reitz gehörigen Gelände«, bauerten von 8* , Uht vormittags bis Über dte Mittagsstunde h'.nauS. Die Gutachten dreier Sachverständigen wurden gehört, und Stabt und Besitzer ver­teidigten an Hand de« Lage- und Baupläne« ihren Standpunkt. Reitz erklärte sich schliehllch mit einer Geldabfindung bereit, konnte fich aber über die Höhe de« Preise« für den Qua­dratmeter nickt fchlüssig werden und überlieh, nachdem der Provinzialausschuh da« Gelände der Stadt zugesprocken hatte, blc Festsetzung beS Preise« bem AuSsckuh.

Da«Gesuch bes GastwirtesFetbinanb Kettenhofen um Erwe terung feinrSGast- wirtfchaftSbettiebeS tm Haufe Wolkengasfe 26

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m Giehen wurde, nachdem bas Gutachten be an.

Polizei verlesen war, zurückgezogen. b'

Die Klage bes OrtSarmenverban

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de« Giehen gegen Onsatmenvet Bellersheim wegen Erstattung von Un» tethaltungskosten un0 Uedernahme be« Hilfs- bebürfrtgen Johann Hümmer au« Bellet«.qi h^im war rafch erleblgt, ba sich herauSflctlte. *

dah nicht 25eUer«heim, fonbetn G r o h e n - L

ßlnben, bet Arbeitsbezirk be« Hümmer, te Betracht kommt. K.age unb Belhaadlnng muh­ten daher vertagt werben.

3. Gröhe Fantasie a.

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pourri v. Buchwald. 5.2lluifina-Warsch. vos E. Earl.

finger von Dürnberg- v. R. Wa^ beutfcheS Leb! Vaterlünbisches

Rabeck. 2. Ouvertüre zur komischen Opersj Dichter unb Bauers

* von Frz. v. Supp4. ,/r; - b. OperDie Weister- * r ^urtt gner. 4 ' Lteber-Pot. < jtgrn

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Festgenommen würbe ein Ehauf» feur. bet ohne Genehmigung mit bem Per­sonenauto feiner Firma von Eöln nach Giehe» gefahren wat. nicht mehr zurück*uhr unb hier der Firma gehörige Sachen verkaufte.

** Entwendet wurden aus einer Aus­lage 1 Paar braune Bofkalfherrenschnür-

Anlagenkonzert findet morge Mittwoch, mittags 12 Uhr, am Liebig-Denkm durch bie Kapelle bes I. (Äcff.) Grenabier-Ba taillonS, 15. Infanterie-Rc.^mcnt, bei gün­stiger Witterung ftaiL Wufikfolge: 1. Armee- marsch Dr. 198, Fr ebericuS-Der-Marsch vo

Znr Warnung für Telephon» besitzer. E« würbe festgestellk, bah unbe rufene Personen, angeblich tm Austrage t Postamts, sich bei ben Telephonbestyern ein-i finden, um bie Apparate in Orbnung zu brln-| gen. Die Leute benutzen biefen Trick, am Dos» nungen zu etwaigen Diebstählen auszu kundschaften. D e Postbeamten und Postarbei ter sind im Besitze einer LegitimatwnSkart« bie sich bie Telephonbesiyer bej bem Erschel

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nen ber Leute vorzeigen lassen mögen, um 6 hierburch unberufenen Personen ba« Hanb-"n - x wert zu legen.

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Berlin 10 200. Frankfurt a. TL 10 400.

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- Aus bem Stabttheaterburea Wird ii n« zu dem TLinzga st spiel von 2tnnf Osborn am fr nun n ben Donnerstag abenb mit» geteilt, bah bie Künstlerin a>;e In Frankfurt a. Io u. a. auch In München hon her Kritik lobendster Weise besprochen wurde Dem Pi Gastspiel dieser Tänzerin dars man d.ernoch 3ntereffe ent^ezensehen

töettcrvoranefafle sür Mittwoch

Wolkig, mildes Wetter mit Regen bei Süd- Westwinden.

Dach Abziehen be« letzten Ticfbruckwirbris ER heute vorüberaehenke) A ifbeitcm ein, e reten. doch erscheint bereit« ein neuer Sturmwirkel. der Eng­land In seinen Wirkungsbereich gezogen hol. Wir flehen morgen unter feinem Einfluh.

Landkreis Giche«.

Z Alten-Bufeck. 8 Jan Hier hart der in Gieken als Wagenpuder befchästigl ge» trxfcne Justus Körber Er machte die FekhzügM 66 unb 70 mit, trat Im Oktober 1871 als Bahn- arbeitet bei den ole hessischen Bahnen eingetreK* und hatte über 51 Iahte bn Dienste bet *I«1W bahnverWallung gestanden

Langsdorf. 8 Jan Der hiesige VoM »eidiener Bender unb fetn Schwager, betl Schtelnermelstet Bvmmershelm In Bet«a t e n b a u f e n. haben von verstorbenen D«D wandten In Amerika 10 000 D olla r gt-j erbt. Rechnet man den Dollar zu 9000 Mk. M beziffert sich die Erbschaft heute auf 90 Mil­lionen Papier mark.

Krei» Schotte«.

Wette rf eld. 7 Jan. Bei einem hi»! sigen^Bewvhner war btt Gelegenheit de« DruschM durch Ne Maschine eine beträchtlich^ Dl enge Getreide gestohlen worden JeM sind al« Ne Diebe oed4Mebene junge Leute sei es Ortes ermittelt worden Die Svt tzbabM hatten bas Getreide verkauft unb da« hierdurM gewonnene Gelb In Zizaretten. Schokolade un>l sonstigen Leckereien angelegt

Heften--lasia«.

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schuhe. Gröhe 42: 1 Paar kaffeebraune, tollb- lederne Damenhaldschuhe zum Schnüre^ Gröhe 38: ein einzelner, schwarzer Bo^alf- Pürsckschuh, Gröhe 40.

Gefunben würbe in ber Dacht zum 8. Januar ein Fahrrad. Der Eigentümer wolle sich auf ber Kriminalabteilung melben.

D l e Margarlnepreife ersuhre» gestern eine neue Erhöhung um 80 Mark für bas Pfunb.

Lichtspielhaus. Wer den Roma» Stilgebaurs gelesen hat, dem werden In bem Film .DaS Liehe« ne ff. deffen 1 Teil bi« einfchllehlich Donnerstag oorgeführt wird Gest ll- ten und Schauplatz ber Handlung bt feilen voll­kommener Weife plastisch werden, berat Ne Lei­stungen der Darsteller sind, wie es Ne bekannte« Damen schon verbürgen, durchweg vortrefflich und der szenischen älmrahmung ist Ne aröhie Sorg­falt. unterstützt von künstlerischem Feingefühl, ace widme! worden Diejenigen Ai schrater, denen Roman unbekannt Ist, werden über Ne« noch durch bie spannende Handlung gesesselL

ivornottzen.

TageSkalender für Dienstag. Stadttheater. 7 Uhr: .Kaur" Kalb Berrink bau«, 8 Uhr: Hauptverfammkung des HtiisN» fitzervereins. Lichefpielhau«. Badnhofstrohe: .Da« LtehcSnest". l.Teil. und .Er als Meister- do,er.

- Die Vortrags-Bereinigung bat für Ihren nächsten Abend etn luftiger Abend betUdl einen heiteren Vortragskünstler ge­wonnen Die H.ileren V^rtragsabTnde von E m lt Kühne sieben Im Zdchm unvezw>ina?ner leit So darf man au4> für Den billigen vun et warten, dah ber Äünftlrr ben Bef achrrn ein köstliche Stunden bei eilen wird (Siehe Heuti