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Interesse der WM 4s Deiterleben dieser igen allgemeinen l&rt» 4t emöglichlverd^ >r Stelle dem Wunsche 4 bestem Kämen für eitskräfte gesorgt und «er Arbeitnehmer auf Set wird, fo totner ia zerzschl auf ihre W* orlage betraf M die indehundeseue^ ühlsmahig ga«W a mch einmal an w» L wert«" aus diese

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der Finan'aus schuß ermäch igt werde. im Sinne Ves Antrages zu pandrln. Auch »an das Stadt-

bo'für gesorgt sein, dah jrterzeit Mittel bereit«

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11471,28

cinzu stellen und ihn nur zu den , Anschluß daran aufrechtzuerhallen.

«132,55

1.Kl34r-

18884,35

1243L- 19949,75

2065,15

Werden:

a) scfern der Hundebesih daS ganze Jahr hindurch dauert

b) sofern er nach dem 1. Januar, ober vor dem 1. April beginnt

c) sofern er nach dem 1. April, aber vor dem 1. Juli beginnt

d) sofern er nach dem 1. Juli, aber vor dem 1. Dovember beginnt für jeden Hund.

13815,35

12369.-

19850.27,

2054*5

des Antrages zu t-aud-ln. Auch wenn daS Stadl- ] beantragt, die Steuer auf 15 000 Mk. für den

Parlament in Kürze in die Ferien gehe, müsse | ersten, 30 000 Mk. für ten zweiten, 45 000 Mi.

bo'für gesorgt sein, dah jederzeit Mittel bereit- für den dritten Hund und so weiter ansteigend

gestellt werden zur Fortiübru g der Dotsta:rds- ! festzusetzen. Dieser Vorschlag findet auch teil-

t: K fc'" 1 weise Unterstützung in den Reihen der Deut­schen Dolkspartei. tvühreid ein Redner te-

arbeiten. Za diesem Zwecke bitte er. dem Fi­nanzausschuß die erforderliche Ermächtigung zu erteilen.

Bürgermeister Srenjien bemerkt seitens ber Stadtverwaltung u'd seitens ber Stadwer- ordnetenversommlung sei stets da» nötizr Ver­ständnis für die schwere L.-gr der Erwerbslosen bekundet wvrde i. Schon bei der Bereitst ellung der ersten 10 Millionen h.'che man sich gesagt, daß nach wertere Mittel für die Linderung der Er- werbslvsigleil erforderlich seien. In der Deschaf- tigung der Erwerbslosen stehe die Stadt Diehen an erster Stelle unter den höfischen Städten. Offenbach habe zurzeit 500 Erwerbslose, davon be­schäftige die Stadt aber nur 25, Darmstadt be­schädige von sei.ren 300 2lrbeitslosen nur 100, die Stadt Gichen dagegen hab' v>n be« ieht vor­handenen 120 Deschä.tigungslo'rn 70 mit Arbeit versorgt. Das seien Ziffern, die klar bewiesen, dah die städtischen Sollen mit Aerstchidnis für die Erwerbslosen zu sorgen bestrebt seien. Die Stadt werde oud> weiterhin bemüht bl eiben, die in Be­tracht kommenden Leute nicht völlig eristenzkS

Rrief

14170.- 5105.

1467u- 20700- 30950-

110.75

79400

368300.-

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1085 2 50-

12960,-

Kirchliche Nachrichten.

3fr.ReliglonSgefellfchaft. Sabbatfeier 9. Juni, Freitag abend 7.50, Samstag Dorrn. 8 Predigt, nachm. 4.30, Sobbatausgang 9.35, Wochengottesd.: morg. 630, abds. 730. 3fr. ReNgionSgemeinde. GotteSd. i. d. Synag. (Sudan!.) Samstag, 9. Juni. Borabd. 7.45, morg. 8.30 Predigt, abdS. 8.45 u. 9.25.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Eine interalliiert» Konferenz in Sicht.

Paris, 7. Juni. (WTB.) DemJour­nal" wird aus Brüssel berichtei, die Folge der gestrigen Beschlüsse sei, dah in kurzer Zeil eine interalliierte Konferenz stattfinden werde, und zwar vielleicht in Ostende. Die Initiative der Vorbereitung falle Belgien zu. Der Umstand, dah eS von seinen Kriegsschul­den befreit sei, habe es in die besonders gün­stige Lage gebracht, die nötigen Borbereitun­gen für eine interalliierte Aussprache zu tref­fen. Der Derichterst-atter will wissen, dah im Laufe der technischen Beratungen von einer rheinischen Währung, die nicht mehr länger hinauSgeschvben werden dürfe, ge­sprochen wurde. Man habe ferner beschlossen, die Besitzer der ausgelöschten Ko­kereien aufzufordern, sie unverzüglich wie­der in Brand zu setzen. Komme man dieser Anordnung nicht nach, dann werde die Kon­fiszierung seines Vermögens angevrdnet

Die Besetzung der Kruppschen Hütten.

Paris, 7. Juni. (WTB.) Dach einer HavaSmeldung aus Koblenz wird die militärische Besetzung der Krupp­schen Metallwerke in Aeuwied, Engers und Mühlhofen so lange als Pfand aufrechterhalten werden, bis die Kvh le nsteuerrück stände der Krupp­werke in Höhe von 20 Milliarden Mark vollkommen gezahlt seien.

GnglHcher Druck auf Amerika zur Herab­setzung der Kriegsschuld?n?

Paris, 7. Juni. (WTB.» Dach riner Meldung deS Londoner Korrespondenten desEcho de Paris" dringt in der englischen Hauptstadt immer mehr die Auffassung durch, daß für Amerika der Zeitpunkt gekommen sei, seinen fe st ländischen Schuldnern einige Zugeständnisse zu machen und einen AbstrichandenKriegsschulden dorzunehmen. Die Bereinigten Staaten wür­den dabei auf ihre Dechnung kommen, denn sie seien von einer regelrechten Gold Ver­dauungsstörung betroffen und im Be­griff, den europäischen Markt zu verlieren. 3n diesem Falle müsse sich Amerika t-.ach China wenden, um neue Absatzgebiete zu fin­den, dort würde es aber auf die japanische Konkurrenz stvhen. Wenn Amerika sicb dar­auf versteife, seine festländischen Forderun­gen nicht herabzusetzen, dann würde det Sieg nur dazu geführt haben, dah die alte Wel: der neuen Entschädiguilgen zahle. G n g l a n d werde ganz bestimmt in dieser Beziehung einen Druck auf Washington auZüben,

«Seid

14030.

5055.-

13930.- 21500- 3065a-

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7W00.-

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434a- 1065,- 233a-

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5137.80 143 >5,25 HO79.1K)

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21052.5.)

2205.50

70448.15

Zentrums sich für frm Borschlag des Finanz­ausschusses erklärt, da dec Steuerbetrag, den der Ausschuß Vorschläge, doch gering fei im Der- höltnis zum Geldwert.

Ein sozialdemokratischer Artmer macht darauf aufmerksam, dah die Bectrrter der Parteien im Finanzausschuß dem Antrag auf 30000 Mk. zugestimmt haben. Angesichts der heutigen Erklärungen fei eS notwendig, die Sache noch einmal zur Beratung an den Finanzaus­schuß zu geben.

Dagegen wenden slck Deigeordneter^Dr. S e i b und ein Redner der Freien Ber inigung. die beide betonen, dah die neue Steuer dann nicht am 1. Juli in Kraft treten könne, und da eins rück­wirkende Geltung unmöglich sei, die Stadt auch Ernnahmeeinbußen erleid

Die Abstimmung ergibt die Aückverwecsung der Vorlage an den Finanzausschuß zur nochmali­gen Beratung.

Einschränkung des Strahcnbahn- betriebe.

Die Betriebsdeputation und der Finanzaus­schuß beantragen fclgenbe Beschlußfassung:

1. Man ist grundsätzlich tannt eirwerstande.i, daß in den verkehrsarmen Zeiten ter Strahendahn- betrieb eingeschränkt wird.

2. Die Betriebsdeputation wird ermächtigt. Ei.'° schiänkungcn deS Sttaßrnbahnbetriebs hinsicht­lich ter Betriebszeitsn feibftanoig vorzu­nehmen.

Beigeordneter Dr. Seib führt zur Begrün­dung ter Borlage auS: Eines ter stärksten fimr.i- | zielttm Schmerzenskinder der S:adr ib bi: ötraßea» Hahn. Der Erhöhung bet Einnahmen sind Grenzen i gesetzt. Die Berhältnisse ixrbcn da^u geführt, daß die AustechleiHaltung des bisherigen Dertehrs I nicht mehl möglich ist. Daher muh die Straßen- I bahn in verkehrsarmen Zeiten eingestellt werden. Jetzt laufen zu gewissen Tageszeiten eine Reihe von Straßenbahnwagen völlig leer, nur bei der Ankunft der Zugs werden sie leidlich benutzt. Bom Standpunkt der Allgemeinheit aus besteht em In­teresse. den Betrieb solange wie möglich zu halten. Wir können das Leben der Öttaöenlxibti noch f riften, wenn wir die gce gre en Betriebszellen fin­den. Es ist daher beschlossen worden, an gewissen Bormittags- und Dachmittagsstunde-r den Brtrieb

SanbeL

Berlin, 6. Zuni. Börseuftim- mungsbild. Die Erholung der Devisenkurse brachte die Auftvärtsbewegung an der Esset- tenbörse von neuem in Fluh. Am Montan­markte wurden unter Bevorzugung der Dhein- Elbe-Anivn und ferner namenllich von Rhein­stahl die Kurse durch Snteressenkäufe und Er­werbungen für ausländische Rechnung gewal­tig in die Höhe getrieben. Rheinstahl gewan­nen 230 000, Deutsch-Luxemburger 70 000, Bo­chumer 60 000, Gelsenkirchener 80 000, Har- pener 60 000, Katloviyer 50 000, Oberschle- iifd-cr Eisendahnbedarf 65 000, Phönix 50 000, Scvlberger Zink 25 000, Rvmbacher 60 000. Aull) chemische Werte würben zum Tell be- ttächtlich höher bezahlt, RütgerSwerke um 55000, Scheidemantel um 40 000. Sehr begehrt waren ferner einzelne Masckinenfabrikaktirn, wie Berlin-Karlsruher Industrie, Berliner Maschinenbau, Karlsruher Maschinen, Ludwig Löwe, Motorenfabrik Deutz. Der hohe Kurs­stand und die dadurch für das Geschäft beding­ten auhervrdentlich hohen Zahlungsmittel wirkten auf den Umfang der Umsätze ein­schränkend. SchiffahrtSaktien schlossen sich der Aufwärtsbewegung an. Bankaktten waren im allgemeinen nicht bedeutend verändert. Aus­ländische Papiere waren entsprechend der Devisenbesserung fest. Deutsche Anleihen blie-

6. Hunt ttmlL Woifern. «rtb Brief 4314 20 4335,80 30324.- 34476-

der Flcguenz kann auch nicht in Betracht kommen Der Bel rag. den bte Stadt bei jedem Fahrgast drauflegt, ist so groß, daß ein$ Vermehrung ber Benutzer keine bessere AentadNltät bedeutet, im Gegenteil wird ter Zuschuß noch viel großer wer­den. Um Ne Einnahmen unb Ausgaben möglichst weiter in Einklang zu bringen, muß bte Einschrän­kung getroffen werden.

Mittel ntdfrt mehr MiSreichen. TBew das ©tobt- parlameni in ben Ferien sei, müsse auch nach feiner Metrnmg alles getan bzw vorgesehen fein, bofi die Arbeiten fortgeführt werden tonnten. St unrertiühe brSh^lb den fozialdemvtratfschen Antrag, durch den der Finanzausschuß die Er- niäd?tiflung zum selbständigen Handeln erhalten solle.

Der strtlv. Dorfitzende der Freien Der- etniflu n g erklärt gleichfalls ferne Zufttminung zu dem Anträge der Sozialdemskraten.

Bon ben übrigen Reden ist noch die Forde­rung erwähnenswert, daß bet den städtischen Dot- standSarbciten. auch bei den Untemcbmerarbeilcn. in erster Linie stets die tn Gießen wohnet,den Er­werbslosen beschäftigt werden sollten, Arbeiter aus den Landorten müßten sich vor allem nach Beschäftigung in der Landwirtschaft umsehen.

Die Abstimmung ergibt die einstimmige An­nahme deS Antrages des FstranzausschusseS. wo­nach ein Kredit von 40 481 000 Mk. bereitgestellt wird: außerdem wird auch der loKfaldsmvtratische Zusoyantrag in der Form, daß der Finanzaus­schuß zu weiteren, den Berhältnissen entsprechen­den Ätebfleroffnungen ermächtigt wird, einfiim- mig angenommen.

Erhöhung ber Gemeindehunde st euer.

Der Finanzausschuß beantragt: Die Ge­meinde-Hundesteuer in der Stadt Gießen soll mit Wirkung vom 1. Zuli 1923 wie folgt festgesetzt

511220 14264.75 11920,10

3695,75

14264,75 13167, 23947,50

2194A0 79051.85

iu lassen.

Ein k v m m u >i i st i s ch e r Redner schließt sich dem Standpunkt der ©.Djialbemtraten an and nennt zahlreiche Stellen, wo nach fnucr Ai sicht m>ch mancher Erwerbslose unter gebracht werden ®n,ic.

Der Wvrtlührer der Dem okraten erklärt, Ne augenblickliche Arbeitsn?t sei natürlich nicht Schuld der Stadt, sondern etv Füz-e der allge- mcin-polilischen Lags. Es bandle 'ich jetzt darum, dem Dvtstand zu steuern, und bi müsse man doch über das hinausgehe-n. was der Fi ianzausschuß beschkosseii habe (40 Millionen). Redner meint. 60 bis 65 Millionen werde man beieitftellen müs­sen, außerdem mühe ba,ür gesorgt werd-en, daß die CBerax>(tung träbrc.tb ber Sladlverordnelen- ferien Mittel verfügbar habe. Es cmpfoble sich alfo, die wun Finanzausschuß norgefifc lagere Summe zu erhöhen nmd ihn in die Lage zu sehen, während der- Ferienzeit selbständiz zu handeln.

Der Führer der Deutschen B v l k s p a r ° tei weist daraus hin. daß seine Partei schon bei drn ersten 10 Millionen zugestimmt habe und daß sie auch bcuie au dem Staadp rakt stehe, alles Er­forderliche für die Er wer bsi oseulürsorge za tun. Eine über den Finanzausschußantrag hinaus- gehende feste Summe heute bewilligen, sei nach der Geschastsordnung nicht möglich, aber man könne sehr wohl den Finanzausschuß ermäch­tigen sofort einzugreifen, wenn Die bereitgeftettten

Der mehrfache Hundebesitz wird mit folgenden Zuschlägen belegt:

süi den zweiten Hund 15 000 WL

für den Dritter. Hund 30 Ö00 Mk.

usw. fo daß für jeden weiteren Hund der Zuschlag sich um 15 000 OKt erhöht.

Für den Uebergang wirt» bestimmt, daß, wer die Abschaffung eines HundeS biS spätestens zum 30. Juni 1923 bei der Stadtverwaltung schrift­lich ober mündlich angezeigt hat, von der Dach- tragserhebung für 1923 befreit bleibt.

Beigeordneter Dr. Selb begründet die Dor- lage mit dem Hinweis aus die Geldentwertung, die den Im Februar besch ossenen Steuersatz von 3000 Mk. außerordentlich verkleinert habe, und mit dem Hinweis auf die starke finanzielle Dotlage bet Stadt, die die Ausschöpfung aller Einnahme- auelken notwendig mache. UebrigenS hätten andere Städte, z. D. Mainz, schon wesentlich höhere Sätze festgesetzt.

Ein demokratischer Redner beantragt, die Züchter reiner Rassehunde, die nachweislich Zucht betreiben, nur mit der Steuer für einen Hund zu belasten.

Beigeordneter Dr. Selb warnt vor der Au- nähme dieses Antrages, da er einen erheblichen Steuerausfall zeitigen werde.

Der kommunistische Stadtv. Blerau sagt, bei ber vorigen Hunbesteuererfwhun? fei von bürgerlicher Seite im Parlament »großer Kla­mauk" gegen die Steuer gemacht worden. Auch der .Gießener Anzeiger" habe sich gegen die Heraufsetzung der Steuer gewandt. Seine Grnppe werde die heutige Dorlage ablehnen, da 30 000 Mk. zu Poch feien.

Die sozial de mokratifche Frallion hat in dieser Angelegenheit kerne einheitliche Auf­fassung: einer ihrer Redner warnt vor ber An­nahme des demokratischen Antrags, ein anderer befürwortet ihn, ein dritter tritt für die Dorlage des Finanzausschusses ein, nachdem er gehört hat, dah diese eine Mehreinnahme von 16 Millionen Mark bringen werde, eine Summe, die man sehr gut brauchen könne, da man doch für die 8r» werbslvsenfürsorge erhebliche Aufwendungen machen müsse; in dieser Sache sei sehr viel ge­fühlsmäßig geredet worden.

Don der Freien Dereinigung wird

üutnttmn «der bte Fahrzeiten unterrichtet wird, sollen an den Haltestellen geeignete Schilder an­gebracht werden, auf be.iea 5re Zeiten des Fahrens ersichtlich sind Der größeren Beweglichleit wegen soll hierüber bte Betriebsbeputation entscheiden, damit man nicht immer warten muß bis zum Zu­sammentritt ci '.er.Staktverordneten-Bersammlung. Anders feil natürlich ber EnlscheidungSmoduS fein wenn etwa die völlige Stillegung der Stra­ßenbahn In Betracht kommt. Heber die Wirtschaft­lichkeit des Betriebs geben folgende Ziffern Auf­schluß: 3m Dezember 1922 betrug das Defizit 1,6 Millionen Mi., bte Zahl der beförderten Personen rund 118 000; im Zanuar 1923: Defizit 8,1 Mil­lionen Mk, bcfbrb.ile Personen 85 000; im Fe­bruar: Defizit 21,4 Millionen Mk., beförderte Per­sonen ,84 000; im März: Defizit 19 Millionen IJlt, befördert? Personen 73 000; im April: Defizit 12 Millionen Mk., beförderte Personen 45 000. Erne Ermäßigung der Fahrpreise etwa zur Erhöhung

7. Junt Amtl. 9loiiera- Olelb «Brief 4401,45 4423,65 31022,25 31177,75

Auf 'die Erklärungen eines sozialbemv- kratischen und eines kommunistischen Redners, daß die Detriebssiaschränkung nicht aus Kosten der Arbeiter gehen dürfe und daß man dafür Gewähr haben müsse, daß die Leute ander­weitig befchästigt werden, antwortete D-.'ige.-'rb- neter Dr. Seid, die Arbeiterfrage solle, wie b^her auch, durch Beschluß ber Betriebsdeputa- tivn geregelt werden. Es müsse ober hier schon grundsätzlich gesagt werden, we,m man die Ar­beitskräfte. die durch die Betriebseinschräncung Tret werben, in andere Betriebe nehmen wolle, ohne daß bart Arbeitsstellen verfügbar seien, bann könne man sie auch bet ber Straßenbahn lassen, an Ersparnis fei bann aber nicht zu den­ken. Bei der Annahme der Dorlage könne man auf eine Ersparnis von etwa einer halben Million Mark pro Tag rechnen. Ein Gr^vlg sei nur zu erzielen, wenn die Zahl der laufende,i'"Wagen und die der Arbeiter vermindert werde. Es fei natürlich selbstverständlich, daß ver­sucht werde, die frriwrrdendea Kräfte in erster Lime in städtischen Betrieben unterzubringen, evtl, erfolge eine Freimachung von Stellen. 3it erster Linie kämen für die Beschäftigung in städti­schen Betrieben Einwohner von Gießen in Frage, denn die auswärtigen hätten meist noch land­wirtschaftliche Arbeitsmöglichkeit. Es werde bei ter Behausung dieser Frage so vorgegangen wer­den, daß bei sämtlichen stöchttschen Arbeitskräften genau geprüft werde, ob sie bte Möglichkeit haben, auf dem Lande Arbeit zu finden. Es werde auch nicht ausbleiben, daß ein Teil ber Leute pensio­niert werden müsse. <St persönlich lege Wert auf die Feststellung, daß alle diese heiklen Maß­nahmen nur durch Beschlußfassung der Detriebs- deputativn erfolgen.

Dach weiterer kurzer Aussprache wird bis Dvrlags mit allen gegen bte drei kommunistischen Stimmen angenommen. (Schluß folgt)

Büchertisch.

In ReclamS Llniverfal-Dtbliv- thek erschien: Ar. 6378 6379. Doktor Jo­hannes Faust. Puppe ns piek in vier Aufzü gen, hergestellt von Karl Sirnrock. Dach der Aus­gabe von 1872 herausgegeben, ctigeleitet und um weitere Puppenspieltette vermehrt von Robert Petsch. Die Dolksbühnerchewezung hat in wei­teren Kreisen wieder warmes 3ntecrsse für das alte Dollsdrama und das spätere Puppenspiel von Doktor Faust hervor gern fen. Der Band gibt den Simrockfchen Text wieder und fügt zwei an­dre tv.chtige Quellen hinzu: den ältesten überhaupt erreichbaren Text eines deutschen Faustdramas (darUlmer Spiel-) und etn junger, argzer- spieltes" Marionettenspiel aus Franken. Diese Texte lassen also b'.e Entwicklung des volkstüm­lichen Faustdramas überblicken.

Hanns 3ob ft. Wechsler und Händler. Komödie. (Deillag von Alb. Langen tn München.) Schon ber Xitel undNe Schau­platzbez-ei chnung ,3n nächster Rähe" beuten an, daß es sich hier um ein stark aktuelles Problem handelt, denn Wechsler und Händler geben dem Gesicht unserer Zeit das abstoßend häßliche Ge­präge. Der neue Reiche, ber aus einer frag- wütlligeu Borkriegseristenz kommt und getoi'fe.t» los egvisttsch die Äonjanltur ausnützt, stehl im Mittelpunkt der Kvrnöbie. 3ohst ist ein Weister der ferngefdMtffenen, scharfpointirrten Dialoges.

Vlntm.-BrkMek Oofinnb.....

Vonbon . . Vtid» ... Tchwrfz. .

Eranfen. . sttnUen ....

I'ifinbon-Doorto Dönemare. . 9ioiioeaett. . Schweden . . Oelsmnfor».. Siennork.....

Deutsch« Oesterv. Budapest .

den zmn Teil nicht ganz dehanvtet. 3m Ver­laufe wurde das Geschäft ruhiger bei teil­weisen Abschwächungen infolge von Gewinn- recllisierungen.

Berlin, 7. 3unt. Börfen stimm ungs- bilb. 3m DevtsenhandÄ herrschte vormittags wieder eine sehr feste Stimmung. Die Rachfrage auS Handel und Industrie war nicht gerade sehr b^eutenb; es fehlte aber nahezu vollständig an Abgebern, fo bah Umsätze nur zu steigenden Kur­sen zustande tarnen Bei ber amtlichen Feststel­lung *am (jtoar einiges Material heraus, ohne dah jedoch eine wesentliche (Stmäftigung der Preise damit verbunden war. Eine Reigung zur Al>- ichwächung war aber vorhanden Für Effokten- beflanb sehr feste Meinung, namentlich Petroleum- werte waren sehr begehrt. Zu dem erhöhten Kurs­stand waren aber auch Abgeber am Markte.

Höcd st a. M^ 6 3um. (Wolff.) Unter dem Borsitz des Dr. Walther vorn Rath fand heute die o. G.-D. der Farbwerke Dorrn. Weister. Lucius <5: Brüning statt. Dach dem vom Borstand erstatteten Geschäftsbericht ergab das ab­gelaufene Hahr einen Ueberfchuß von 6 031 417 "26 Ttarf (289 458 742) und nach Abzug von 286 233 752 Mk. (29 960 576) für Amortisationen 1 508 879 627 Mk. (14 344 431) für Staats- und Kommunalsteuern. 355 622 877 Mk. (31 809 850) Beiträge für Bersicherungslasten und Angestell­ten- und Arbeiterwohlfahrtszwecke einen Reinge­winn von 3 961898 111 (175 796 411) emschl. deS SaldovortrageS aus 1921 im Betrage von Mark 3 586 441 (3 452 557). Auf Vorschlag des Aufsichts- rates wurde beschlossen, 60 Goldpfennig Gewinn­anteil (30 Prozent) unter Zugrundelegung eines Inder von 5000 gleich 3000 Mk. für jede Stamm­aktie und 31/2 Prozent GewinnMileck auf die Vor­zugsaktien xu verteilen, 104 192 000 Mk. Gewinn­anteil an Den AussichtSrat zu vergüten, 1 Mil­liarde für Wohlfahrtszwecke für Angestetlle und Arbeiter zu verweiiden und 218 606 111 (3 586 441) Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

Frankfurter Devisenmartt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Tfter anschlftehen. um einer Fadel den Daraus zu. machen. Der tonnnunisttsch< Sladtr Die rau rief bei ber Beratung mit starker Stimme in den Saal, bei der vorigen Hundest-eue'.'erhöhung habe auch derGießener Anzeiger^ an dem großen Klamauk" gegen die»« Sdeuererhöhung terlgenommen. Wie aus unserer Dr 40 ersichtlich lich, ist daS gerade Gegenteil richtig, denn wir find f ü r die Erhöhung auf den vollen Von der Verwaltung vor geschlagenen Steuersatz ringetreten Wenn ber Stadtv Dierau wieder I mal das Bedürfnis fühlt, uns zu zitieren, dann möge er das doch wenigstens zutreffend tun. damit feine Hörer wahrheitsgemäß unter« | richtet werden

3m übrigen verabschiedete das HauS noch manche andere interessante Dvrlage, über die der morgige Schzußteil unseres Berichts Räßeres ent­halten wird

Sitzungsbericht.

Anwesend: Bürgermeistei Krenzten. ber | ln Vertretung des in Urlaub befindlichen Ober- I bütgetmeiftert den Vorsitz führt, die Beigeord- I neten Dr. Selb und Dr. Rosenberg und , 33 Stadtverordnete Der Zuhörerraum ist er­heblich stärker alS gewöhnlich beseht.

Kredit für Dotstandsarbeiten.

Bom Finanzausschuß wirb beantragt, für die Ausführung von Dotstandsarbeiten einen wei­teren Kredit von 40 481 000 Ml. zur Verfügung zu stellen.

Ein fozialdemokratischer Antrag fordert bte Erhöhung des Kredits auf 100 Millionen Mark.

Bürgermeister Krenzten bemerkt zu dem fvziallstischen Antrag: Die Bewilligung des Kre­dits für Srwerbslosenfürsorge müßte in erster Linie Angelegenheit de« Staate- sein. Die Mittel ber Stadt Dürften nicht zu so außerordentlichen Ausgaben hinreichen, und deshalb bitte ich. den Antrag der sozialdemokvatifchen Fraktion nicht anzunehmen. Die Mittel, die wir vom Staate für die Erwerbs!osenunterstühung erseht bekommen, find so außerordentlich gering, daß wir kaum von einer nennenswerten Unterstützung sprechen kön­nen. Am 28. März haben wir bei der staat­lichen Stelle, dem Staatskomrnisfar für bte De­mobilmachung, die Gewährung von Zuschuß- mitteln für bte Erwerbslofenfürsorge beantragt Trotzdem in den maßgebenden Bestimmungen steht, daß die Dotstandsarbeiten, die zu unterstühen sind, nicht vor der Genehmigung be6 Anttages an- gefangen werben dürfen, hat die staatliche Stelle unseren Antrag bis heute noch nicht beantwortet. Angesichts ber außerordentlich großen Ausgaben der Stabt darf sie nicht zur Erfüllung von Pflich­ten herangezogen werden, die in erster Linie Sache des Staate- und de« Reiche« sind. Wenn auch die Dotlage der schwerbetroffenen Familien tief zu beklagen ist, so können wir doch nicht Mittel bewilligen, die wir selbst nicht haben. Deshalb bitte ich den sozialdemokratischen Antrag zurückzustellen, den Stadtv. Mann aber bitte ich, feinen Einfluß als Landtagsabgevrdneter dahingehend geltend zu machen, daß ber Staat die notwendigen Vel- ver gibt.

Der Sprecher der sozialdemokrati­schen Fraktion betont, die außerordentliche Zeit er/erbere außerordentliche Maß rahmen. Er fürchte, daß die Landesregierung beim Verlangen von Mitteln auf das Reich verweisen werde. Erne große Zahl von Einwohnern sei durch Erwerbs­losigkeit schwer betroffen. Die prvdukttve Er­werbslosenfürsorge müsse in recht weitem Maße ausgebaut werden, wenn man nicht wolle, daß schließlich Erwerbslosenunserftühung gezahlt wer­den müsse ohne Arbeitsleistung; nicht nur seien diese Mittel unwiderbringlich dahin, auch b:e Wirkung der unproduktiven ErwerbSlosenb^fe sei bemorohfierenb. Die Helle genannten 40 Millio­nen seien im Finanzausschuß einstimmig bewilligt worden, heute fe e i diese 40 Millionen daS aber nicht mehr, was sie bei ter Bewilligung gewesen. Er sei sich bewußt, daß man au? Grund Der Ge­schäftsordnung b:e Angelegenheit beute nicht im Plenum endgültig erledigen könne, aber seine Fraktion wolle -i( tem A llrag erreichen, daß

Banknoten.

Frankfurt a.M., 7. Juni.

Gdbmehrt Noten .........

rvrnn^öüfdje Noten.........

Dänische Noten......- - -

Schwedische Noten.........

Holländische Noten.........

Dem sch-Oe'ter reich X 100 5kroa:« Slmerienntsche Noten........

Cnnlische Nmen..........

Omlicnlfdie Stote».........

Belgische Noten ..........

Ungarische No en..........

Tschechoslowakische Noten . . . . Norivegtichc Noieu ........

vimnäntsche Sloten.........

Spanische Noten..........

103-47

10X53

1 (0.972

111/528

13,78

14,48

13,591

13,659

22.54,35

22135,65

J'ül.

2371,90

798.-

602.-