llr. 262
ftUbdni >«. g J Itf), «nt<T Sown- unb ßtitriaga, eiltberSom*toq»b«ilage: ® i t fjt n «rj« m U i en b I ö tt» r »ecke« v»,»q»pr»l, ZTMtlliarb u. ZMilliarb fllart Irägerlot)n, auch b. Nicht erso, ein», einzeln, fhmtetrn msolgehSherer ««»all.- Semlprtd). flafd)lfln< fürbieSdjriff letfang 112; str Verlag anb ®ef^äftifteDe 51. lefänfl für Drahinach. rieten; lejelftr «letze».
PtfMWtdheto:
Srtnrftirl e. w. liiM.
1?5. Jahrgang
Mittwoch, 7. November 1923
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
dnick iw6 Dttlef: vrLhl'sch« U«i»erKlLt> Sich. ei6 $teiii*ri<trel B. canqe In (Sieben. 5chttffittt»q nnö Geschäftrftele. ZchnlUratze 7.
Seiet) Sijeigt« flrbtc lageeeumm« Die gnm Jladimütag o»rh«r obnejebe 0erblnbli4>keU.
Drell lir 1 mm höht »»zeigen o.27 mm 8rtite 6rtL (Bninbjabt 55 Ulk, euiw.70Dl, l. Reklara- Snjeigeno 70mm dreile 225 x 130 Mill. Schlüssel Vlatzvorschrrft 20', äu|- W)lag. - "UeraiUwortlid) jftr'PolUiliu. JentHeton: DrSntbt.TDiU). Hange; für Den übrigen led: Lmlt Slumichein.iür ben Xnjeigentetl Hanevek ch in (Biegen,
Das Arbeitszeitgesetz.
Um Otto Thiel. M b. K.
erfte 2kbeit, die ber tDiebcr»utemmen- rretmbe LeiihStag zu erledigen haben wird, ist dte Verabschiedung eine# .vorläufigen' 2tebertszelt- gd«X< Der Snttourl dieses (Mehr« ift von der gegen wäriigen 2teid><rcg«ning sorgfällrg und wie man ihr zu gestoben nuift mit Geschick Dor- bereitet worden
Der ®tM)entttxir1. der dem Reichstag soeben zuger^ngen ist. gebt mm der 2lussaslung aus. dah der Augenblick für das endgültige ArbeilS- zritgesetz. das die Dielen tausend Er nzels ragen regelt, die öabei m 25et rächt tonunen, noch nicht flefotnnvcn ift.
Dte wesentlichsre Bestimmung des Gelctzcs ist die de« §8, bee t>ie regelmöstige tägliche Ar» beitSzcit (Schichtzeitj für den Bergbau auf S Stunden tefttefit Sie wird gerechnet Dom Beginn der Seilsobri bei der ©infabrt bis zum Dieder- beginn der 2lu«fabrl ober vom Eintritt des einzelnen Arbeiter« in das Stollenmundloch bis zu feinem 'Diederaustritt Durch di.se Verlängerung der Arbeitszeit wird eine Verbilligung der Äoblcnpiobuftion .-gewährleistet werden, die für die gesamte WirllHos! von ungeheuerer Bedeutung ift Die aus Berechnungen ronSfalt- feil, die auch Den einem radikalen Arbeitnehmer- Dertreter. dem Steiger Werner vom Bu-rd der technischen Ang stellten und samten bestätigt werden. hrrDergebt. beiiug die vorkrlegszeillich? Leistung pro Mann und Schicht im Hubrtx-rabti an Durchschnitt fast 0.9 Tonne eirrfchlietz'-ich Selbstverbi.iuch Die Werner hrrrorhebt ist d.e'e Leistung infolge ber 2terkurz'ing der Art eiiszci! auf 0.58 bis 0.6 Tonne eins chsiestlich Selb'tv.r- brauch hn Luhrrevier zurückg g . igen. und «r muh lelber zugeben. dah dieser Auel >ang darauf beruh«, dah d,e sogenannte produktioe Arbeitsz it in der Drude oon 7> , auf 5 1 l Stunden zarüchge- gangen ist Dieser ßciftungdriidgang rechtser- fcrtialc nach den Werneischen B>rea»nungen Ui der PreiSsestfetzung einen 2luflchlag auf die Lvhn- tolten pro Tonne oon 30 v H <m AuhrorDier, 50 D ^ in Obcrschlesien Die Verkürzung der Arbeitszeit hatte aber weiter im Gefolge dah der anterirbische Abbau langsamer wie früher vor sich geht und infolgedessen die unprobuftiDcn Kosten gröber werden, was sich dadurch auobrütft, dah bec Zeit, in der eine Schachtanlage Koten zutage bringen kann. Don 16 auf 13 Stunden pro Tag gesunken ift Das damit verbundene lang-a- tnere Fort schreiten de« Abbaues der Grubenbaue bebmgi rotatiD gröbere 2lcparaturarbeüen. Au ch die Wafserdaltur.gzkvsten und sonstigen anprobui- tiven 2luearben sind im 2krbältnie zur Sorbet» einbeit grob r geworden Aus diesen Tatsachen erhellt die ungeheure 25cdeatung. die die durch Annahme de« G.sctzes gesdaslene Möglichkeit der Ausnutzung e-er früher üblichen Ai deiIS - zeit auf die Preisgestaltung der Stühlen haben würde.
Voraussetzung ist natürlich, dah die Bergarbeiter Don der Aotwenu ig,.i: tiefer Mohn.ih- m,n ül-erz.ugl (mb. Penn anC.rnfallö tpi ue i auch in ter Dcrläi'fl rten Ai i.xitszeit kaum mehr Kohlen zutage g. sordeN w, .den als bei der gegenwärtigen verkürzten Arbtitszcit Ts ist keshalb nid t ebne Bed utung (ur tre prall »sch Auswirkung dieser geschlichen Bestimmungen, ob sie im Eli Deinehmen mit brr All it isckast ober ge^cn sie zustarde k.-mmt Aus r ivfcm Tr inde war ce auch selbstverständlich. bah für T.trictepunhc des Bergtuu.s mit einer lEäin:• b- r 28 Giad Eelsius eine Berkürzung btt Arb i!e ze i durch Tarilvcrtrag grundsähsich zu imi.ibarcn bleibt unb Hb. fall« eine selch. Bereint-o,ung nicht . i- flanke kommt, i . -ustäadig B.rgb.Horde nach Anhörung der b.t.iligten 2lrb.itg.ber- und Ar- bxilnebmcrDetbänbc eine Bcrkuizung anordnen
Für alle übrigen Geschäftszweige bleibt die Arbeitszeit Don 8 Stunden b»w 48 Stunden für dir D >che grundfählich aufrrchi- erhalten. Für Lewcrd-.zwcige rd.r Gruppen uan Arbestnehnrcrn. bei denen regelmähig in erbeb- lid>cm llmfarg Arbeitsb.reitschafi perlirgl. kann durch Tarifvcrtiag ctxr. soweit ein solcher rit: b-.-ftebt. cb.r ArbeitsDerhältfiNe e'c. Art nicht brrücksichtiAt. durch den Ä.ichSarbeitsminister eine abweichende A-^g lung gctrossen werten, du.ch die Zeiten der Art.-itsbereitschast nicht ooll als Arbeitszeit ongerechnel werden Tu a, r<n Taris- oertrag der Eisenbahner ift für diele Ben iebe bereit« eine Dorläufigc Acgrlung in dieser Frage getroffen
Dem Arbeitgeber wirb durch ß 3 des Ä.-Kn- enttDurfe« zugestanden. an 30 seiner Uxibl über- [offenen Tagen im ^mhr eine Mehrarbeit bt« zu 2 ©tumxn m 2lnspruch zu nehmen
Aus Arbei.en zur Bewachung oon Betiiebs- enlagen. zur Aemigung und Instandhaltuiig. durch die der rcgelmähige Forlging be« eigenen ober fremden Betriebes bedingt i't unb in zahlreichen ähnlichen Fällen kann die für den Ge- 'amtbetrieb zulässige Dauer r<i Arbeitszcit um 2 Stunbcn täglich Dcrlängert werden Die'c Verlängerung betragt für weibliche unb jugenbliche Arbeitnehmer höchsten« 1 Stunbe
Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit oon acht Clunben kann durch Tarisoertrag ausgtdehnt werden,und zwar bis zur Höchstdauer oon lOStunden 3n tiefem Falle gelten für die Arbcitnebmer. für die ber Tarif oerbindlich ist. dessen Bestimmungen Stelle der obengenannten Borfchrillen Solche ^rcinbarungen zwischen Arbeit gebet oerbänden unb Gewerkschaften können auch auf 7lid>tmitgiic- ber ter Gewerlschaften durch den Demobilmo- <dungskmimisiar oder die ob.rstc Landesbchvrde ausgedehs't werden .chrrnmen Tarifoerträgc ober ^»«edssprüche Don Schlichtungsstellen durch die e* längere Arbeitszeit eingesührr tDtxb,
nicht zuftond. se r^nn eine länget. Arbeitszeit durck len .»jftänbigjn Gewerbe tufsjchtsb .im> m ol<r T-.tgcuM:d):-lKamten odet tue obc -ste Landest Herd. Lxrp bas Aeich-arOv itoininistelium rod A-Heruna .er geseäl'chen Seit .bsoeNte- tui g<n w r.rrullich - ig lafs.m werden, lofcrn sie t-'jvd l!r.g;uch«säl!r eiet andere unuenncibiiaK Störung.n rder im 3nLrdle einer Dolkswirtsdeist- lid rrttDenl igen Steigeru >g oter Txrbilligung ber ff ukrer <ugang geboten ist.
Sion juö tem Heer angrsuhrlcn Inhalt des Gefed-enttrurss geht heroci, dah der Ge'ehgeder erwartet, dah im allgemeinen Arbei.geber und Arleitnehmer sich über die Derlängenc Ard.-its- rcil Derftändign und he in den Tarif- D<r trägen d< reinbaren Tos ist ein. deiitliche Aksege cn diejenigen Unternehmer die den ua- e.pgJd-aürf .n .Toerr-im-fraute -Standpunkt wieder eintut.en mvchten Te. Gefehentwuri lieht aber gleichz.jtig Der. dah in solchen Fällen m i er?n tie Arieitnehmergewetkschaften den Be- türfnilkn t er Z.H nid! Rechnung tr ig.n in einem kurzen Verfahren auf Antrag der Arbeit- 8 b.r br.- Ausdehiur.g ber Arbeitszeit nach de-i l.weilig.n Tedurfnifs>.n b.hördlich angeorbnci werden kamt Gegen b.cfen Teil de« Gelehe« ttx • ben lid gerade diejenigen Arbeitnehmer wende.,, die lieb.r tie ganze Wirtschaft zugrunde jetten lallen wurden, al« Don dem Dogma te*, Achtstundentage« auch in 2lotjdten. wie sie unser Volk durchlebt, zu lallen
Wenn es den Äabinett Strefemann in ber Frage ber 2rbcit«zeit gelingt, txejenigen Ärälte prlitisch xulammenrufütn-en. die den Aabikalis- mu« auf beiden Seiten in seine schranken zurück- weifen unb pofiiiDt Drastische Arbeit leihen wollen, dann Hai es damit der deutschen Wirtschaft cmen gröberen Dienst geleistet als irgendeines feiner Vorgänger
Thüringen und Bayern.
Stuttgart. 6 Aov l Wölls i Da« Wehrkreiskommando V teilt mit lieber die An- fammlungen oon Sampltet bä oben an b er bayerischen Aordarenze werden au« thüringischer Quelle kommende beunruhigende und stark übertriebene Aach richten durch amtliche Behörden Derb reitet Solche Alarm Meldungen Don amtlichen Organen, die Don ihrer eigenen Legis-
Die Ergänzung des Reichskabinetts.
Deutschnattonale oder Bayerische Dolksparlei. — Die Renten- mark auf dem Marsche. — Hemmungen in der Brotversorgung.
Berlin, 6 Aoo i Wolff > Das Aeichskabi- nett bat sich heute nachmittag mit ber Besetzung ter durch den Austritt bcr Sozialdemokraten srei- a.worden, n Portefeuille« befahl Ss soll an die Ausnahme eine« prominenten Mitglieds der Bayerischen Volkspartei gedacht werten 3m Aeichstag hielten gestern nachmittag die Fraktionen der Drullchnotionalen, der Deutschen 2k>lf#partei und der Demokraten Sitzungen ab, in denen hauptsächlich bi? Frage beoanbeft wurde, ob
eine 'Beteiligung b>tr Dentschnatianalen
an der 2tegi-rung nwglich fei Wenn auch in ber Sitzung der deutichnationalen Fraktion kein Be- fd^ul) gelabt wurde, io (am t-xh die Meinung zum Ausbruch, dah eine T.tciligung der Deutsch- nationalen an der Aeichsregieiung unter Beibe- bcllung der gtgentpärtigen Legierungsform n.ir in Frage komme wenn sie in der Legierung so oeitroten waren, dah sie sich b u r ch I e y e n konnten Voraussetzung fei feiner, dah alsbald die Zusammensetzung ber preuhilchen Legierung cntsprechend geändert werde 2Ud) die Fraktion der Deutschen Volkspartei K-61C zu Ur Frage keinen Boschkuh Es soll inner- halt« ter Fraktion die lleigung bestehen, den Deutschoationalcn enlgcgenzukommen Dte demokiatische Frastion txi^.gen Dcrbi.lt sich völlig ablehnend gigenutvr dem Ee- banfen, t,e Deutfchnalionalen in die Ttegierang aufzjn<bmcn Die 5rjflior«beratangen und die Fük^ungnehme der einzelnen Fraktionen unter- e.nander sollen heute for1g?fcl)t werden
9u Haltung bet Bayerischen Volkspartei fam cuf ter nordbayer,-fch.n Bertrauen«männcr- krr.fercnz m Bamberg zum Lusdruch. auf der bic Al^.ordneten Leicht unb Held zu den politifchen Fiagea Ur öcgennxart Stellung nahmen Leicht äuf.erle dabei u a. wenn ein bürg'.tüch-s Aeich«- kal-.nett möglich werde, werde sich de Banerilche 2k>II«partci an ber L. gierungsb.lt ang beteiligen. Für die BatxrildK BolKspartei gebe es tem Erodpreuhen mehr, sondern nur ein Droh- be n t s chl a n d auf foberaliftischerEr mb- lage Der 'Parteiführer Held kam auf die Trei- b.rcien ber patersändischen Verbände zu sprechen. Man Pergell-, dah, ef>? die Daterländifch-i 2kr- l-änbe drg w sen feien, die Bayerische VolksDartei auf ter W-achl gestanden hab? und bah e« ohne t.e Bayerische Volkspartei auch keine Äabr- Politik g b' T.r Aetmer Peru Heilte toeiter schars ter. 21ationallozialiSmus
Die Währungsreform.
Berlin, 6 Aoo lPrio-Tel.) ßc-at einer Melkung d'r ,3e.l" sind die D?ri>ungen des A.*.b>r‘t5 über die Markstabilisierung zum 2ll>fchuh gekommen Der Umrechnungskurs tu. t.e M. r( a .Tie wahrschei stich in alle.n id> er Zeit b.(. ml gegeben wcrd.-i Auch bi.- Sinfüb- iur<3 der L - n enm-ork soll für b.e nächste Woche, a-eih. fchc.nl ich schon für den Anfang bestimmt in Aussicht stehen
Mn te Herstellung der A.-ntenb illchnin- wurde noch oor dem 3nfrifttrclen ter B~r -rbnung
über die Otenrci-bont begonnen Die ftai* 3n- aillpiuchnadnie der 2teichsdrucherei unb der zehn mit ihi zusarnmenarb i enden PriixUdruckereit-n für .Zwech.- ter Herstellung Don Le chsbanknoten und Doldanle.desiüchcn ha: die technischen Möglichkeiten der Herfiellu ig rhcblich eingeschränkt. De erste Menge der L.-ntend.vistcheine war am 30 Oktober fertiggestellt und zwar wurde teimal« zunächst bei kleine Betrog non 150 000 2)10rf ei reicht Am 12. ?lo. e nbrr werden 105 Millionen Len enma: l fcrtiggrfldlt fein Bi« zum 15 2lcnembei soll b.inn ber Betrug, der bis dahin insgelamt bergcltdlLen Lentenbankchnrne auf 243 M tonen M.-i l ft eigen
Auch die Herste.lang ber Bentenpfeanige ist rn die Wege geleitet,
und die Berliner Akünzc wird, nachdem alte Bor- oibciten unter ^nanspruch iah,n.> der Priuat- indusliie gvtrölten jind, noch in dieser Doch, mit der Prägung beginnen Die Uebersührung der Lenteiim it in Ce i Verkehr soll sich derart gefirmten, dast das Lrich auf Di und des ihm Don t«: L.p.e.b»nk c rzuraurnende'i Är.büS Don 303 Millionen Goldmail di Pal iermarllchatzana>m. Jungen bei tei Le,ch»l>.»nk ei. lö.L.r wird und dah dadu.ch die Leichsbaak in den Belitz oon Lenten- maikdeträgen g-estingt die sie geg-:n 'Bart.-nnarf in ben Bei lehr g<b.*n fa.w Der Tag. wo da» Lcntengeld bciauelommt. läf-1 sich noch nichi mh Sche h n ongeben. weil <inc sorgsame Verteilung übei das ganze Leich Dornn- gehen muh, m.ui baif aber darauf rechnen, bah Eie Lentenrnoi k und der Lente i'< n.iig lehr txilb in die Hc-uptkanäle bei Zahtungswese'is ein- dirngen und dem Verkehr zur Ikrrüguag stehen weiden An dem gte chen Taz, wo mit ber Hcr- au«gabe ter Lenienmark begonwird, H5rt emsprechend den Bestimmungen über die 2denten- banf b.e Inanspiuchnahne ter Leichs bank durch die Diskonrierung oon Leichsschotzwech'eln mit bei nxittrrrgenben praktischen Bedeutung auf, bah dis Inslotiotisguelle verstopfl nnb bic Tätig
keit ber Aolenpresse ftingelegt
tr4rt> Die augenblickliche Bersoigung mit Zahlungsmitteln durch die LeichSbank ist nunmehr ebenfalls wieder soweit srHergestellt bah bic Zahlungsmittelknappheil, die in den oergangenen Tagen sich geltend machte, setzt al« behoben angesehen weiten kann Der Leichsmrnister der Finanzen tnirb hibei w.i erhin Anträge aus Ausgabe Don Aotgeld das auf Papiermark lautet, nicht genehmigen Eine 2li«nnjme kann nur in suchen Fällen zugelasscn werten, in denen der Aachtrcis cir.cr fc<|enteren ör l ich'n Aotlage er- b.ach! ist. und m d.nen durch die De dDerte.lungs- ftili des 2icid:ebir:bi ehoJumä 2It!xlfc du ich itd/»eilige, genügende Lieferung der geforderten Bell. g. . ich! zugesagt werten tonnte. Von ben t.r.itj fc!a. ng geben en Beding.irgen übe. die 311 cib.i' qende Dickung kann u;i:er leinen Ibnilän- Lc- ccgcqangeit weiden Dte Aiszade nicht ge- nermig.cn Lotge-lixs (ber die Aichtertüllung der D.ckni'gshcdingimzcn rb.-r eine Ausgabe über den genehmig,en Btrag hinaus ist ungesetzlich und rieh: Verfolgung nach sich.
rung nach erfolgter Buchprüfung an Ort und Stelle dementiert werden mussten, sprachen u a. Don der An'ammlung von Diei 3nfanteiic- rcflimentcrn. groben Arüllcrtemallen unb der 2üi1fi<tluiig oon Batterien sogar auf thüringischem Teckii im eigenen Bezirk der meldenden Be- Horden u dgl mehr
Tettsächkich stehl, wie ehu sorgfältige Aach. Prüfung ergeben hat, lediglich bayerisch? Lanbespolizei, allerdings verstärk! durch 2000 Wann Hilfepolizei, die den orl«angesessenen Organisationen entnommen stad, an ber ®renje
Dah Bewegungen non Truppen des Wehrkreis- h>mmaito8 \ an te :hur ngi'ch .1 Su'gre ize ftait- gcsunten hatten, ist u:uid,:tg Ebeniowenig stehen Leich«wehrtruppen der 6 Dipision an der daye- 1 ischen Arrdgienze
Wie te»r Wchrkreiskommando ferner nritteilt, hnb die s.-it längerer Zeit auf dem Trupp?n- udungsplrch Ohrdruf bei Doiha zusammengeiog?- i’cn L ichsaep kräfte om 6. Ao.>omber anlätzlich c lies t'.b inpsmursche« aus 2ln >rdnung be« Mi- Irtätb; HI «hob er« in die Stadt cinge rückt, um bei br 1 tig-.n Polizeibehörde Beistond für bi • Durch ührung cüng?r im .^nieresse tr, Austrxhi- e.terltung der Ordnung nDtwe.rd.gen Festnahmen und Haussuchungen zu bietai S« händeit sich um eine
Polizeiaktion zur BnrchfShrnng der 2feflöf»ng der konnnnnistischen Hn»d«tfchaf1en
Die wichtigsten Gebäude bei Stabt wurden besetzt unb Verhaftungen kommunistischer Führer Dor- genommen. SS erfolgten umsa-egreiche Durchsuchungen r.od) Wallen Weiter wurde die Druckerei be« .UMfeblatte«" besetzt und Derfiegdt Aach beendig e 2llli»n hu btv Truppe Gotha wieder per lassen, General Leinhardt hat den Kommandeur der 3. ÄaoallertebiDi,iprt, ®eneralL-ut- nant Hasse, beauftragt, be; der augenblicklich drohenden Lage in Thüringen durch dte Ihm zur Txrrügung gestellten Leich« wehröruppen der Thüringer Lande«pollzei feste Leichs- gctr-.'Hi zu geben, um die Auflösung der prote- tarischen Hundertschaften durchzuführen. 3u diesem Zwecke wird Poli^ioberst M ü 11 e r - Bran- benbutg Don ber thüringische», LntdeSpollzei dem •enenil Haste uarserfteut
Der Hessische Landtag gegen den Separatismus.
Darmstadt. 6 Loo i®ig Meldung ) Am LegierungStilch Staatspräsident Ulrich, die Minister d Brentan unb Henrich Die Tribunen sind überfüllt
Präsibent Adelung eröffnet die Sitzung um 11' , Uhr Meine Damen unb Herren! Der Landtag tritt heute zusammen in einer Zeit schwerster innerer Erschütterung, die unö mit gröhter öoigc um die Zukunft Deutschland« erfüllt Dte Lot ist rief eng roh Der Hunger steht vor bei Tür Diese Zustände sind in erster Linie zurückzuführen aus die ungeheure Bedrrickung Deutschland« durch ben Vertrag oon Versailles, dem einige feindliche Mächte eine 21uelegung gelten, an der tebei ehiliche Erfüllung«- und Ver- Itanbigungettnlle scheitern mufj Hellen, bellen Ccb'X' hd) rechts und links des Rhein« unb ?!laine erHiedt. hat ooi altem unter dem Druck ber BesatzNng zu leiden Fast die Hälfte seine« Belitzes steht unter fremder Besatzung
Allein m Hellen ttmrbrn bisher 7241 Persoue» mit 17 219 Farntiieaan gehörigen, ba« siub im ganzen 24 460 Personen, an* Heer Heimat vertrieben, nur weil sie bem Leich ab ihrem Volke die Treue halten rmb nicht zu 23er» rätem werden wollten.
Von den 70 Abgeordneten diele« Haufe« find 9 au« ihrer Heimat Der!rieben Erst Dor wenigen "agcn ereilte diese« Schicksal t«f 2lbgrorbneten stotzlei. Luckel und Lutz Trotz aller Tiöte steht r • B<pölkerung treu zum Staat vnd zum Leich und weist alle Loslölung«versuche einzelner Landesverräter auf da« en fchiedenste zurück 2lb.-r die Franze4en mihachten den Willen der Bevöl- kerung und nehmen mit allen Mitteln der Gewalt Partei für die Separatisten Der De- Dolterunfl ist scde öfsenlliche Meinungskundgebung ausdrücklich verboten Die Verteidigung gegen sevaraliftifche Umtriebe wird von feiten der Franzosen mit MhHandlung. Deiängni« und Ausweisung bell rast ^jtbe freie Prefleäuherung tnirb, fowelt bic Prelle nicht überhaupt verboten ist. u n t e r b t ü a t , dagegen erklären bic Franzosen. sie beachteten gegenüber ber Separatisten- betoegung vollkommene Aeutralltät IHöri, höril Pfu>
T&exe die Franzosen nur etne holde Stunde lang wirklich neutral sein wollte», toärt der separatistische Spuk hmweqgesegl durch be» Zorn ber Devölkeruug.
Wir wenden un« an da« Gewissen ber Welt, wir wenden un« auch an die einsichtigen Kreise Frankreich« Wir rufen untere Aot hinau« in die 2Bclt im Aamen der Menfchlichkeit. und wir dci langen ba« SelbstbeslimmungSiecht da« allen Völkern garantiert ist. auch für ba« deutsche Volk, und fordern, dah ba« beutsche Volk nicht wie Sklaven behandelt wird ILebhafte« Bravos) Wir wollen Freiheit, damit da« deutsche Volk in der Lage ift, fich au« feiner Aot betau«- zuarbeiten Wir fönnen nicht rütteln lasten an d<r Einheit Deutschlands Wir wollen untere Aot nicht noch vermehren durch Selbstzerfleischung Die Gegner hossen daraus, dah ihre Allichten durch den inneren Unfrieden Im Lande gefördert werden Diele Hoffnung muh zuschanden gemacht werden Wer e« jetzt unternimmt, mll Gewalt gegen die Veisaslung de« Leiche« oor- zugehen, wer Unfrieden im Vaterland slistet. besorgt die De'fchäste der Gegner und fallt den Brüdern im besetzten Gebiet in den Lücken Wir wollen und müssen blerben ein einig Volk von Brüdern, in feiner Aot un« trennen und
1 kM/l/ÜlicD OUIMVI I
Staat«präft>«rt Ulrich
3d) möchte all da« unterstreichen was ber Herr Prüften' gelegt hat Ich will feftftell'n dah da« Male-rral. da« un« übet einige Tlorgängo im besehien Gebiet au« jüngster Zeit zugegangen ift, »um Himmel schreit und bah mir un» eni- schiollen haben biese» Maleruil zur diplomatischen Verwertung bem Auswärtigen Amt zu übergeben, da« btefeS Mat mal ber breiten Oefs -ntlichfelt übergeben wirb Ich möchte werter feftftclten. bah die hessische Bea mtenschaft, sotvnhl Staat«-, Provmzral- wie ®emctnbebeamk-, mit wenigen unrühmlichen Au «nahmen treu zum Lande und zum 2teich gestanden hat und ai0) weiterhin cntschl ollen ist. allen 2o«lö,vng«be<trcbung-m gegenüber die Treue zu bewahren Ich ;otll vor bem ganzen Lande diesen 'Beamten den Dank be e Lande« unb bis Leiche« auSlprechen Ich will enblid) feststellen, bah bie Legierung unentwegt mit allen Kräften hin wirb, ma« im In erelte ber schwergeschädigten unb unterdrückten Vvlk«p mften notwendig ist Das 'oll ba» Ge- löbm« sein da« ich heut raamen« der L gierong abgebe unb ba« wir gemmnlam mit btefem Hause wahr machen wollen. (Lebhaftes Bravo,
Abgeordneter Kaul iSo-ialdemskrrn > Im Aamen sämtlicher Fraktionen des Landtag« habe ich lolgenbe
Lefoturio»
bem Hause al« 2LUtag zu urü erb reiten
Der Hestische Landtag stellt mit stolzer Gs- migtaung fest, dah bic besetzten Gebiete Hellen«, dellen Bewohner einer fremden Gewaltpolltfk feil fünf Hahren unterworfen find, in anmandel- ba r e r Treue zum Deut'chen Leich und Mm Volkrstaate Heften stehen Der Helllfche Landtag weist die separatistische Bernegung, die überhaupt nur künstlich durch dre französische 2theintandpolitif genährt. In Erscheinung trete» konnte, all Landesverrat mit Entrüstung zurück DaS hefMche Volk lehnt t» allen seine» Tellen jtät Gemeinschaft mit ben tiee nerfmrch.


