ihm hätten Beklemmend hatte sich ihr ,o manches auf die Seele gelegt, ohne dah sie ein Flarw Gefühl hatte, warum Sie toar eigentlich nirgends lieber gewesen, als m frrau Evas stillen Bäumen, wo fie ga. nichts fühlte von den gicifcntcn Armen, die di-, grob? Sw bi noch ihr aueftiedtc, nichts hörte von ihrem Värm und Gelöle Wenn sich ihr neben den piunlenben Schaufenstern der Hauptstraße plötzlich eine Hand entgegenftreckte mit einer Streichh:l-,scha.tz",el, nein eine heiler? Stimme ihre Schaüi ri.nii.n. Blumen oöc. Ci? neueste Zeitung anbot, und sie dann Aurüdf itz vor so manchem Bild des Elends, das sich ihr da neben dem äußersten Luxus entgeqendrängte, dann wurde fie traurig. Ichwermüttg Es nützte n ts, trenn Hans Dietrich ihr auch immer wwder er- zählte, dah e-i den Leuten allen im Grunde nicht so lchlcchl gehe, gerade dies, .- nicht, di? ein recht einträgliches Geschäft auS ihrem Zammer machen. Sic hatte fich dann deimgefehnt in ihr Dorf wo man ganz genau wuhie. toeza rf in einer der paar Familien, die auf d e Hilfe anderer angewiesen waren, an irgend etwas mangelt-:; tvo auch die durstig gekleideten Kinder der kleinen Tagelöhner mit roten Backen in ihre dicke Brotschnitte einbifkn. die es immer für fie gab und die sie nicht trocken zu elfen brauchten
Elisabeth war auch instinktiv zurückgcz^cki, wenn fcidera'chelnde Frauen an ihnen vorübergingen und auf Hans Dietrich freche Blicke war» fen. Ste hatte unbehaglich und verschüchtert ein«
Abeird bei Wellsheims gesellen, in einer l»genannten ,kleinen Gelellfchalt. die Frau Mercedes zu Ehren des Besuchs von der Molel arrangiert hatte, und mit Staunen auf die Unterhaltungen gehört, die rechts und links um sie ld)toirr len 3m Moklhaule fehlte es ja nie an Gülten, ater fie hatten lcch dem Ton des Haufes angepasst, und der war ein Jo ganz anderer, dah Elisabeth sich nicht zurechrfand Sie hatte erleichtert auf« geatmet als di? Tur der Wellsdeimschen Woh- iiung lich wieder hinter ihr fchloh unb Hans Dietrich iucltc es mit unumstößlicher Getoihheit. und ebenso kla- wie sie selber, >n diesem Boden würke tie nie Wurzel schlagen, in dieser Lust nie atmen können, in dieser Umgebung nie glücklich lein Und bann he hatte auch schon Heimweh nach der Mosel gehabt
Eiilabeth fühlte, wi? ihr Herz der Frau ihres Baters waim und froh entgegenlchlug Einige Tage wollte sie noch mit ihr im väterlichen Hau'e zusammenb'.eihen. bmm war beschlossen, daß sie mi' der Tante für sechs Wochen nach der Schweiz rillen tolle 3n otrahburg sollten sie lich mit Hans Dietrich für ein paar Tage treffen Wenn sie dann zurückkamen, war der erste Juli schon bald da
Elisabeths Augen glänzten tnöfr-wb ••? angestrengt den Weg mosekwärts spähte Hü". muhten sie doch bald kommen Es hielt sie nicht mehr länger Sie ging in den ®arten hinaus, wo die Buhbäume gerade ihr erstes Grün ent
falteten. da- sich zart wie ein Spitzen gründ vom blauen Himmel abhob Sehr still war es nur der Buchfink schmetterte feine Strophe imme" wieder vom höchsten First des Haufes Da oben sah er. glänzend wie cm Edelst-in in der Sowie Bun kam er herunter, hüpfte nicht wef. von ihr im Grafe, diehte das kleme Köpfchen hin und her und äugte zu ihr hinüber Die Welt toar so schon heute, der Bergabhang drüben trug Helle Buchengrün imb daS etwas dunklere Laub ber Elche Heute mvrge." 'alte fic ble crft< Aachiigall gehört, ein wenig ta.ih noch war der Schlag der fieinen Kehle, wie immer an den erster> Tagen nnd> der Anku ist, wo es gleichsam ist, als ob Oer Bogel erst üben muh. probieren das Metals sammeln, bi» bann langsam, je näher die Hoch zcitszeit kommt, Klang und Fülle sich steigern bis zum höchsten Schmelz.
Dielen ersten Aachllgallatschkag hören auch die beiden, die jetzt auf dem Pfade kamen, der am Moseluser vorbeiführte Sie waren vor dem Dorfe a>,»gestiegen und gingen nun langsam den Strom entlang Glitzernde Funken spielten auf der samtgrünen Fläche Manchmal lchnellt? ein Fisch in die Höhe, wie eu< lUbemer Pfeil. Der feite Frühlingswind, der über da« Walter brich, war getattigt vom Duft irischen vaubr-s. vmn Erdgeruch. der au» den Weinbergen aulstieg.
(Schluh folgt.)
Samstag, 7. Zull 1925
Siebener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gberheffenj
Swett« Blatt
lsr
Millionen Mark gewallfam
Riuklidil nehmen. Die steuert -.neu
vom
lr in men sind bei kindeneichen 2l> i" lern Ixi'-u
tciib liöbcr als reim kleinen Akitiellt lni
i"*od>
Franzosen verkauft habe Auer mit ( ।
■i _Kr->n-rügen Winter ift der Pariser An-
»chen, zu schweigen.
man
An*ctf# Beitreibung Stadt Koblenz 270 entnommen
3n allen dielen f c l zum Tresor den
iimente zum Kriegsausbruch fichten half, die übet belastenden Akten am 2 April 1919 a n
Deutscher Protest qeqen die anzöstschen Bankräubereien.
Berlin, 5 Juli. IWTBll Die Deutsche ilchas! in Paris ift beauftragt Word n, der nzösIfchen Regierung folgeade Bote übergeben
Durch gewaltsame Eingriffe waren Reichsbank bereits Mitte Mai von fran- schon Beamten und Militärperlonen im aft- •nten und Einbruchzgebiet über 30 Milliarden (genommen worden
Fällen wurden die Schlüs - beteiligten Beamten m i l G c- 3m Dortmunder Fall tour-
rr- in man so sagen darf, ausgcrutlchl s'.rl Kautskh. der in Berlin in aller
,t. weih fich ganz genau zu beiinnen. Leopold nicht fein Mitarbeiter war Er hat nur fuchtig fcnncngclcrnt. und er bemerkt Accht .Aus der Tatsache, bah Leopold leitlang mit den belgischen Akten zu tun braucht nicht die Echtheit der im Pro»eh yt »-^wendeten Dokumente gciolgen zu wer- Jie müssen nicht gestohlen, fie können auch illch! lein"
D>-r Verteidiger ZudetS hat hier sofort ein- .ft Er will beweisen, baff die Papiere ■ n ! f d) t finb Aach dem Waffenstillstände -- es ja eine ganze Fabrik zur Herstellung Dokumente gegeben Siehe Fall Anspach' » also daS berühmte Borde eau im Detzfus- ,ef) war. das scheinen die belgischen Paniere Fall Zu bet zu werden Es ist deshalb wohl an leit, bah fich das Berliner Auswärtige Amt •einer gegenwärtigen grohen Sorgen auch dieser kleinen Ungelegen beit Leopold be- ;ftigt Denn man kann nicht wissen, was noch i t i I h daraus wird, da» heiht, was die inzösische Propaganda unc. Umftän- daraus macht
Der 72'|äbrigc Angeklagt.- 3 u b e ! d - frikb ein Vierzigjähriger für •ein- Unschuld fambft - einen Sad voll Geheimnisse im Bucken hält, ' sozusagen auf der Lauer Ei kann auf- i evregenbe Enthüllungen über die va t i ka- । che Politik während des Krieges • hc-v er kann die Perfon Poincarö« in cblarnffer Weile in die Geiichtsverhardlung -•ri Er kann den heute in Paris herrschenden ■len höchst unangenehm werden Er bat ver
schärft Wandlung kann nur geschaffen werden durch die Annahme de» Zentrumsantrages auf 25 b,s Zhfache Erhöhung der Vorausbezahlung der Belitzsteuern Reue Bewertungsvorschnften lind dringend notwendig Auch die Möglichkeit emer monatlichen Vorauszahlung ber Ümsatz-
zug n de g lest unh di. inzwi'ch n ci ig.trclcnc P>eiSsteigc.u g genau le'ück'ichtist weiden. Aach dieler 2ieur,ae!ung der Vermöacnssteaer wird auch eine entsprechende y.-berprüfunq der Erbfchstaflsftcucr erfolgen So werden wir mit einem trcfcntlidxm Alchrcrtiag durch die Bcllitz- ftcitcrn icetncn tonnen Die Wechselsteuer toerben wir verdoppeln Die Börsenumlatzsteuer ist den veiändriten Verhältnissen entsprechend zu erhöhen Auch die Beibrauch^rsteuern müllen der Geldentwertung besser angepasst werden Der Ertrag deckt heute .richt einmal mehr die Vcrwal- lungskoftcn Die Aufhebung des Zuhlungsam- schabs ist notwendig denn da» Reich kann sich heute die Begebung solch billiger krebste nicht mehr leisten Es ist grundfalsch tixan man die Steuerleistungen Deutschlands mit benicnigcn solcher Staaten vergleicht. bic im Äriege wmig ober gar nicht gelitten haben 3m (^ahre 1922 |inb bei uns viele Einkommen stark belastet worden. die in den anderen Staaten steuerfrei blieben Ein Vergleich zeigt, bah die deutsch',i Steuerzahler weit stärker betroffen werben, al» bic Bürger ber anderen Länder fBeifall f
Der LohnstabilisierungSantrag wird mit Zustimmung ber Sozialdemokraten auf die SamStagssitzuag zurückgestellt
Abg Dr Hertz (6.) Der finanzielle Zu- sammeiibiuch Deutschland» Ist nicht allein durch Den Vertrag von "Ikifaille» und die Reparattons- lasten verschuldet, sondern zum größten Teil durch die schlechte Anpassung unserer Steuerpolitik an die Geldentwertung Wir haben im letzten Jahre eine hundertfache Geldentwertung und nur eine Iksuche Erhöhung ber Steuereinnahmen gehabt 3n der letzten Zunidekade ist nur ein Zehntel be» "Reichsbedarf» durch Steuern gedeckt worden «mb die schwebende Schuld auf nahezu 2.5 Billionen ancie-. achlen Wir führen an der Ruhr einen äufiei’t lostspicligen Kampf• bic Koste» werden aber statt durch Steuern nur durch Mehrarbeit ber Aoienpresle gedockt Es ist ein Fehler, dah da» "Reich erst jetzt an die Qlenbcrung der Einkommens- und Vermögenssteuern heranlritl, und zwar nur aus ber Erkenntnis heraus. dc»h man ber Stimmung der t on- und Gehaltsempfänger eine kleine Konzeffion machen muh Die Ablehnung eines automatischen Steuerinderes können n ir nicht mitmachen Auch die vorgeschlagene Ei- hohung ber Voiauszahlungcn an Slejcrn genügt nicht, um das Sieuerunrechl. daS durch die Schonung der Sachwerte begangen tourbe. wieder gut- znmachen Die Erhöhung der Verbrauchssteuern ist bei der gegenwärtigen Finanzlage unentbehrlich. aber die finanzielle Wirkung wird sehr gering sein.
Abg Hammer <Z> Wir brauchen eine elastjiche Anpassung der Steuerbeträge an die Gcllcntweitung. was durch die vorgelchlagen.m Massnahmen nur teilweise erreicht wird Während bio 3uni 1921 die Lohn- und Gehaliscmpfänger etna den vierten Teil der Einkommensteuer aufbrachten flammt ,eyt der allergrösste Ertrag diefei Steuer aus bieten Äreifen Das Gcldenl-
Deutscher Reichstag.
Berlin. 5. Juli.
Aach debatteloser Annahme eines Aachtrag« zum Etat für 1923 wird ber Gesetzentwurf über die Erhöhung bei patentamtlichen S e - b ü h r e n endgültig angenommen, edenso die Aen- berung ber Aechtsanwaltsordnung Zar zweiten Beratung kommt ber Gesetzentwurf, durch den bic Geltungsdauer ber Belannimachung über die Maf.»ahmen gegen den Wohnungs mangel über den 30 Zani 1923 hinaus verlängert unb in einigen Punkten abgeändert werden soll Danach sollen deutsch? Flüchlmge von den Gemeinden bei der Zuweisung von Wohnungen vor- zugsweil? berücksichtigt toerben. Aach kurzer Aussprache wird die Vorlage nach den Vorschlägen des Ausschusses in zweiter and dritter Gelang angenommen Ein Antrag Barth lS. >. Pren- nci (3.) und Obern, eher IS >. die Woh- nung»bauabgabe auf 902D Prozent, mit den gemeindlich » Zuschlägen, also aus 18033 Prozent zu erhoben wird gegen bc.i Widerlpruch der Deutschnationalen unb Kommuniste.i angenommen
Hierauf kommt die Vorlage zur Auswertung ber Verbraucher steuern zur zwcä» len Gefung Damit verbunden werden die Ao- txilcn zum Kapitalverkehrs st euerge- I e tz und zum W e t t ft e u e r g e l e tz and der Entwurf über die Erhöhung ber Sätze bei der Einkommen- und dem Körperfchast»- ftcuergefetz. zudem ein "Antrag Müller-Franken iS l betreffend stabile Währung und bic Sicherung toeitbeflänbigcr Löhne sowie ein kommunistischer Antrag, ber die Ersafsung ber Sach- trcr!c unb bic Beteiligung des "Reiches an den industiteilen älnterrehmungeti und nm Gr n.d- bciiti mi" mindestens 51 Pro>cnt soidert
Aeichsfitianzminiftei Di Hermes I etont. die Lösung des Problems der Werlbestäubigkeit bei den Steuerzahlungen sei bitngenb aber aufier- ordentlich schu icrig 3nberbc,.cä)nungen seien ohne weiteres bet der Verschiedeiiartigkeit ber Einkommen nicht anzuwenden Es müsse nach der Leistung der Steuerzahler enifchiedcii werden Während man bei ber crmkommcnlteuer den 25fachen Betrag erheben wolle, werde bei der Körperschaftssteuer der 35sache Betrag erhoben Die Forderung einer monatlichen Zahlung der Umsatzsteuer Würbe sich nur bei einer bAchi änklen Anzahl von Betrieben durchführen lassen. Dies würde aber auch zu emer
der "Reich-slankn. b n teile T r a b e n - T r a r b a ch einer Geldstrafe geg die
,nen Strick dreht, wenn man niht per- >• ihm da» Schicksal eines Bofo Pitch, zu ,-rtcn Aber wer garantiert für den Ankläger m Frankreich glaubt. wie>?' einmal b inrhe .-nten worden zu IciQ? Vielleicht wird aus wobfeinftubierten Komödie doch noch ein Sen- imSprvzeh.
,,Deutsche Beziehungen."
.st> 'Part» wird fett einigen Tagen ein Pro ich n bar ehemaligen Herausgcoc. des na io»a- hen unb bcn«tixirHtuld>.» -E<lai. C r n e it c • et DcrbanbeJt Zu bet ift des .Tin ciflänb-
nüt «. m Feind, angellagt. bei Feind »l er unb i ,.i heute wieder Deutfch- > jki Angeklagte, her teil bem Fiüh>ahr
• bei SJ>a. n lebte halte sich den s an- .*•„ G'itchlcn zunächst nicht gestellt und be- ,|<e den damalige., Milli :riPräsiden en
.-11(0 11. 'c.n Beiurtcilunq aus 0.ün- iMion chei Rachlucht zu betreiben Am
•mar 1923 wuide Zubet von einem 'Ifaii'ev . e.i>of un Aba'efenh.itsve.fahiea za lebcns- lxi ,yc‘iung. !>a)l vcvuriciit Das Vei.a.ae I hon im Summer 1919 durch kx,s Paiifei' i-z-icricht ernftne, rrw. b-n >"»d zwr 0 einer Anzeige, bic eine Frau B o s s a r d, te'.-o cne F,an>ö in unb Frau ri-es Schw i'cr -s Hauptbelaltui'gszcug n auch i»' letzigen ,.-i) gegen ihren üllann. mit dem fie in Sch >-
<iq. and gegen Zudel ciftailel Italic Frau ib behauptet auch letzt vor dem 'tfarife.' irgcriäjt. dem sich Zudct d-aich fieiwillige i'c nach Frankreich gestellt hat. Zubet lei ’. zeit burch Vermittlung Volfarbs mit der
' che n Gesandt schalt in Bern in •nbung getreten unb hab '।ch gegen Zah- von zwei Millionen Franken verpflichtet, die Bceinfhdlung der Stim.tung in Frank- > unb auf einen für Deutfchland >1 u n - <n Frieden hinzuarbeiten. Zudcts G.-gea- iptung Der Akalei Franz Vosfard habe nderrechtlich Irtnes Ramens bcbicnl. um Nm Dcutfchen zwei Millionen Franlen an 'n bringen Die Aus'agcn ber Frau 3oi'ji b ni scheinbar bcflu.igt durch deutsche heim bofu mente", bic angel lich nach
Abmarsch ber Deutschen in Brüssel qe- xm wurden AIS Zeuge ertlärtc jetzt vor den lei Geschworenen ber frühere Polizeichef nicr. ber unter Etemenceau bic nach dem ic aufgelöste .nationale wicherheitspoliz-i •<! hat. baf) ein D.ulfcher namen? A Leo - d der als Milaidit? Karl Knuts- i n Berliner Auswäritgen Amt bic beu 'chen
Unter Aichtachkung bet von deutscher Seite dagegen gerichieten Proteste ist das gewaltsame Vorgehen gegen den Reich Ixuitbetiio i.a.iientlich im Einbtucheg bi.st auch leitoer Io ige ctzi »orten.
Am 26 Jllni lind franzöfilchc Mi t är- und Zivilperlonen in die Rcichslxinkoaupt teile El'en cingebrun icn unb haben die im Tresor besind- lichen Tai bcliagc von 92 Milliarden Mark beschlagnahmt Am 11 Zun, bat 'ich der gleiche Vorfall in Toil m u u b wicbcrhv.i Hier imo etwa 52 Milliarden fortgenemmen worden Ta ci babc.i die an dm S.ietzuag der Rcichsbanck le- tciligtcn franw'iichen Soldaten btc i > einem besonderen Driickiauw. bei der Fertigstellung von Tanlnctcn tätigen Drucker gezwung n. die vvr- banbciien Bogen ausz-idruckcn ün> zu schneiden Sic haben auf diele Weife Ao enformulare in einem Dclamtbetiage von 10^0 Millionen Mark vviüviic.i iuiicu unb aieuumi ioiigcnuuinic i
Femer wurden am 1 Zuni von sranzöfifchsn Gendariiien In bei Re>ch»lanlnebcnste!le in 711 c 11- mann unter dem Vvilvand der @m :chmq einer der Stadt Mettmann auseilegten Gelbili if- von 77.2 Mill Mart aus dem Trefoi. am 15 Zuni in
den zwei leitende Beamte derReichsbankst.'ilc tagelang ber Fieiheit beraubt.
Tic Deutsche Regierung stellt unter Hinweis auf ihre früheren Darlegungen bic Rechts- Widrigkeit des Voigehens gegen die Teute- lant erneut fest Selbst im Ä liege wurde der Zugriff aufdasPi ioctcigcntumbcr Reichs- Ixinf, deren Gharnftcr als rciney Dom Reichsiis- kus u»al ItängigeS Privalinftilut im Zahle 1ä22 entfvi echend den Forderungen dei Re para» tionskommifsion noch verstärkt worben ist. widcrrech'ltch sein.
Gegen die dauer iidcAichtachiuiigder klaren Rechtslagen duich bic sianzösi- schen Zivil- unb THiUtärflcllcn legt die Deutsche Regieimng Ichärsstc Verwahrung ein Die dauernden Eingiiffe btoben bic infolge der Bcfetziing ohnedies äufh'ilt eischwerlc Ausrechlcrdalliing geordneter Ikrhallniffc im Ruhrgebiet, namentlich hinsichtlich der Lcbensmittelvcrforgung. nahezu unmöglich zu machen.
Die Deutsche Regierung soidert die Rückgabe der fotigcnommcncn Beträge und behält sich felbst und der Reichsbank alle Ersatzansprüche vor."
genbe von ber S.eucifchc i der Bcfit'c >3 "i *ui. <!• n <if?n. Wir wollen den Belitz na.i, >v . ■> b<- laslen. aber die Gtenzc lieg' b>i. ir>"' zur ..nung der Stcucm die Substanz angcgi i*>cn ux iOcn muhie Die 251ach? oder gar 35f.id)c $rl>obi:iiq der To aii^Hilifniig bei bei (Si ilommcn- tutb Koipcrschalisste icr tvird leicht zu ti <.* n älillst.rid oder doch zu einer erheblichen Ein'chr.inl-tn, bei initlkrcn Gew'eibcbelricl>c führen Es ist noti'-.n- dig. dah wir bst unserer Slcucrge'ctzscbung am das 5)anbr.'ert und den übrigen MittZstand r.tcl
sächlich" ikimögcn sämtltchcr Steuer,adle, leit' gestellt »erben. T.« ist nicht angängig, da st >Sc- ipei. eticibenöe unb Landwirte in mic.ii Wirt- schaltsjahr noch einen a V en S ich a 1 leite i. r» als den des Kalcnherjatzres. die Wirtlchafts- verhäitnisse undera lich so schnell. d,ist ixv chic- bene Stichtage nicht mehr möglich lind Das zweite und wichtigere Prol'lem aber ist bic Bewertung ber Abgaben Wir können uns durch bi? Hofsnung aas eine Bc'lerung der Wähtmng nicht dauernd dazu verleiten lasten, hinter den zahlenmäßigen Aued a keformeo dei Gegcnivait zurückzn! leiben Wir müHett uns aul bic Mar'eat- nxTtung cinflcllcn und bic steuerliche öria’lunq der Weite muh nach dem am Stichtag ermittel' len tallächlich-n Wert erfolgen D elc " ' tclung wird durch eine "Aot'-stle rum Mrmogen llle'i 'i - gefeN gclche!^ - B un land- und forsNoirllchalt-
grohen Erschwerung in den Einzichungsgc'chäften fuhren 3m Sleuerausschufl werde bic Möglichkeit erwogen, wie man bic Steucrtrall am beiten erfassen könne Diele« Problem ist mit dem jüngsten Gelbentwertungsgeien noch nicht rich ia gciost cs ist boist zu schviictid norgegangen werden 3n den Aötcn ber ,jcit, wie wir he jetzt ixibcn. werden wir auch die (ogenanntea Scheingewiune nicht mehr steuerfrei lassen tonnen Die Einziehung eines Te.iec uer Substanz wirb sich nicht Dcrmcibcn lassen, denn bei der Einkommensteuer läht sich ja die tatfächlich- Kiuftrasi ber Vobne unb Schalter auch Nicht le.ücklichtigcn 3m Hei b'te dieses Zah.es werden wir wetentlich Idsn- ser Vorgehen Besprechungen mit Vertretern der Wissenschast unb der prnkli'chca Wirtschaft sind cin jc.eilet. Bi ber D.rmögens- steuer totrb an dem S ich ag des 31 Dezember
steuer muh geb ruft werden 3d) begrübe bic vom Reichslinanzminifwr angckündigten Vorlagen über d,e Ermittelung des wahren Steucrioencs bei den Drunb» und B'litzsteueini Aachdem twr Bli» mflct dem besten Willen bekundet bat. bic Einkommensteuern der Geldentwertung atizupall-'n, wird lich auch die Erhöhung der Vcrbianchs- flcucrti nicht umg-ben lassen Ader eine Eitstchai- luitg eines automatischen B.icdnii'igsfaktnrs iii d,c Besitzsteuer wird trotz der Erklärungen des Äliiiisters versucht werden müssen
Abg Dr. Schol tz tD Vv t ®5 b.inbelt sich hier einsach um bic notwendige Anp ist.ing ber Steuern an bic GelbenNvertiing £cr D- t atz wär- lehr acine bereit, lchwertte I)?rluftc zu nagen, ir:nn bic Regici.ing baduich irgenbivic in bic Lage versetzt wutde. eine Bclrciuug lb's b.-utldxn DolieS von ben Be.limmungen cc3 Bcn.iil'ci Bi -
werden die Friedcnswcrt?
Itchcn G.iinbb
lchlicsttich auch eine zcwilleLel enevv rech > inng b-it. Dieser gcnxrblia>c "Aiittclstand darf nicht Onid) hohe Oclccvbcflciicrn ruiniert toerbem Ein.- hüben Vlittclf anb ruinöse Steucrpolitit machen wir nicht mit. i Beifall )
Qll'fl Di Hclfferich iDntl l Der kaia- strvpixllc ilm'^toung uiixicr Finanzlage nat mit dem Augenblick begonnen, an bem bi1 Pariler Binkiei lonicrcnz von Pointarä auscinarder- geiagt wurde Dimit ift jebe Hoff nun, aut eine Besserung der Alartn>al>rung zunichte ge'vovdc । und die deutlichen Absichten der 'Deiraltpolrst PvinearvS sind zulage gcticicn jlahir i i> muh de (Sc'.bcnhpcrtung bei unteren öt:ucrgc .neu cd)■ nung getragen werden Lei den rieiiq ec'.tei icrtcn Ausgal-cn müllen auch die iShnta innen ständig erhöht werden Diele automatische 2ln;ra!fuiig bei Steuersätze an die GcIdentwertuna halicn wt schon vor den Sozialdemokraten beantragt. Zu der ersten wirklichen automatischen 71u,<uluug im Gclctz über die Sicherung der Brvt.x-ri rgung t>alNm die Dcullchnationalen die A ir.-gung gegeben Dir sind bereit, dem Reiche höhei-e .fin- nahmen zu verschallen, aber durch das ovraelchla- gene Gesetz würden die Finanzämtc mit den vielen Reklamationen eine untje!>eurc Mehoardeit aufgebürbet erhalten Sehr ine le Steuc >.ihlc. sind auch nicht in der Gage, eine 25fnd)c ober noch höhere Bovauszahlung zu leisten De> da.zu in der Lage ift. soll natürlich geben was er form Wir behalten un» unsere endgültige Stet- lirngnahm# »u den Bortch-äg—> be» Ministers vor
Abg Keinath |Dem i fttmmt den Bor- Idyägrn zu weil fie tocntgften» eine kleine Verbell erung der JtnaTviIage be# Reiches bringen Er ift auch darin mit bem Minister einig, bah die bisherigen Bewertungsvorf«chrtften nstcht weiter gelten (armen Der Redner protestiert aber dagegen, das) ber Stnarwnintftrr brr« fetz'"? St; • irem ber Etnkvm menst euer belbehaften will Auf die Fviderung einer festen Irrberberechnung könne er nicht verzichten Sunrti ist t* Gaarölllaus- spro che bccnbcl
3n später Stunde entttfeh Tto das Haus, noch heute abend in die Einzelberatung bet Stcucrvoklagen efnzutorten
Bei ber "Bier ft euer trnirbc auf Antrag ber Bahr Volkspartei die Regierung»vortage toiebcrhergeftent Demnach Mcibt en bei den Steuertätzen von 4100 bis 5000 "Akk für den Hektoliter
Bei der Sstrzcfbeoatung für die Miner, L- wasser st euer wandte fich Abg S o 11 m a n u (0OA. I gegen den AfkvholiSmuS. der da» deutlch- Volk demoralisiere Die Erhöhung der Minerab wassersteuer kn geradezu als eine Förderung des AlkohvIiSmu» anzufchen Die Miinwalwafserfteaei wurde davaufhin abgelehnt
Die Spielkar'enstei. er wurde ul sozialdcmvkvaNschen Antrag auf 2000 Mark für da» Spiel erhöht
3n brr hier auf folgenben dritten Beratung ber Stcucrgcfetx wurde ein Antrag »nnae- brack t. der gleichzeitig bi eWicdechcrstcllung her erhöhten "Akineralwaffcrfieucrlätze und die Erhöhung der Bterstcuer forbcrl Der Antrag tourt* in namenllucher Abstimmung «bgc lehnt
Der Antrag der Äomnuinii'.cn auf Erfassung ber Sachwerte wurde bem Stcuerausschuh überwiesen
Präsrbiwt Löbc schlägt vor. btc nächklc Si", - uzng Samstag 12 Uh. ab au hallen mit der Tagesordnung Kleine Vorlagen, Anträge, wertbeständige Löhne ufto
Abg Müller- Franken kSvz । beantragte an die elfte Stelle der Tagesordnung eine Aussprache über btc polnische Lage zu fetzen
Das Moselhaus.
O^ornan hon Luise Schulzc - Brück
Fortfchung. (Aachdruck oerbotea)
Tante Röschen ging noch einmal in den nmcrn umher, rückte hier und da einen scharren mfiiig zurecht, zupfte an einer Tcac ober bllcs
Stäubchen weg Elisabeth fah in unruhiger iMrtuiig im Erker und schaute bic Ölrahe c.tt- g. ob der Wagen noch nicht käme 3n ihrer •dy? knisterte Hans Dietrichs Brief, ber ihr tteilte, bah er vorn 1 Zuli ab in Trarbach ivürde. Alle Augenblicke Iahte sie nach dem
Vier, unch bann glänzten ihre Augen Heller auf. Zur Hochzeit waren fic in Berlin gewesen.
■nie Röschen and sie. Freilich nur ein paar w. denn nach ber ganz stillen Trauung, in weiter memattb teilgcnomm?n hatte und nach
Arnolds und Ev-a sofort abgereift waren. 1 ren he halb wieder nach Haufe Aber die c waren fo schön actocfcr. dah sie ihren Reiz vorwärts trarleii. llnb wie würde cs erft, •ii Haar» Dietrich hierher tarne, bei ihnen sein nie. ir. dem alten Hause, in der Heimat sein.
Gewühl der Rcichshauptstadi halte Elilabclh iicki und beängstigt Wenn fic mit Haas •--ist unter all den fremden Menschen eiiil-er- denn war ihr immer gewesen, als ob er ihr "t ganz gehöre, als ob diese alle ein Teil an


