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rentiert «. Ui. 11686.

173. Jahrgang

Samstag, 7. Juli 1923

GietzeuerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

thrnf un6 Derlog: Brü!)lfd)t Unsversitük, Buch- enö Stelnörudtrtl R. Lange in Sietzen. Sdfriftkltnng and SefchSftrftelle: Zchnlstratze 7.

Xwnebee oen lejeleee fttx M< lageinneea Im« gern Dadjmrttag ocrfytr obnejeöe Betbinbfid)ketL Drei* fit 1 mm h»h« tüt angetgen t, 27 mm Brette öril jzu 'Din., aneearts 400 Ulk. ;,ürRehlome. Anzeigen von 70 mm Brette 1500 ULBeiPlag. Dotfdinfl 20" , Ausichlag j^aup'|<i)nhleiin: Hiq. Goetz.lierantwortlid) für Politik Aug Goetz, für den übrigen Teil (tTn|rÜlumi*e:n, fürflci Anzeigenteil ISani Seck, |ä m 111 d) in (Biegen.

Wochenrückblick.

Dl« Torau«1ige der Pariser Presse vom gen Samstag, dir kommende Woche werde Weichem grvtzer politischer Spannungen kh, Hot sich in vollem Umfange bestätigt.

: der ?<endigung der belgischen Kabinetts» 'c verlor Poincar seinen bequemen (wand zur tpciteien Verschleppung der frort auf den englischen Fragebogen Die .Handlungen, die nun wieder in Gang ka- zeigten sogleich, welche druckende Ge- terftimmung aus den englisch-sran- I ischen Beziehungen liegt. Ucber die nterHeftigkeit Poincor«« ist man In Eng- id int Einklang mit der gesamten ge» feien Welt schwer verstimmt Die ossi- len Mitteilungen de« Reuterschen BurcauS ovhl. wie auch die Auslassungen der engli- kii Presse lassen erkennen, daß der (Segen- i der englischen Politik zu Frankreich sehr '. ja unüberbrückbar ist und daß er nicht, wie der. auch diesmal nur einen Teil des eng- fxm Volkes umfaßt, sondern die Gesam t -

t der englischen Nation beherrscht Daß < englische Kabinett über das Ergebnis sci-

I-cratungen vom Mittwoch strengstes 'IM'tneigen beobachtet, aber doch nicht um- f jnn durch eine Reuternote die Rotwcn- (feit d cfet Zurückhaltung mit der Feststel- l Af begründen, die Lage seis o delikat", .'xf' (den ^offenbare Meinungsr erschieden- icn , so daßeine Deheimha!tui>q niemals infdKn6tt>ei*er wäre als heute", ist außer» i'emlid) bezeichnend. 3n den amtlichen briti- en Kreisen befürchtet man wohl nicht mit recht, daß daS volle Bekanntwcrüen der nzösischen Intransigenz die Entrüstung der >,fischen öffentlichen Meinung gegen den nzösischen Feind der Menschheit zu einem jnn steigern würde, der die weittragendsten Igen für da« Verhältnis England« zu ankreich zeittgen könnte. Um solchen Mög- 'Fetten nach besten Kräften auszuweichen, ht man sich tn den regierenden Londoner 'Hen elnsrwellen in ein politisches huecketchauS zurück. Die StirnmungSzeichen, man trotzdem von beachtenswerten parla- .'.arischen und wirtschaftlichen Personen gland« und aus den Spalten der englischen esse erfährt, lassen aber keinen Zweisel über zu, daß man sich in England der ifteften Bedeutung der Stunde voll bewußt Man weih dort, und da« vor allem be­dingt die Initiative der Briten, daß eS in Ringen gegen Frankreichs wirtschastS» ftörenbe Ruhrpolitik in hohem Maße auch bedeutende Belange de« englischen Han­ls und der englischen Industrie geht. Deut» si genug sprechen dieTimes" von denna- den Interessen", die die britische Politik

1 jeden Fall bestimmen müßten. Darüber aus sind eS aber zweifellos auch starke 'orgniffe um den Weltfrieden, die den Lei» der englischen Politik jetzt mehr Energie früher gegenüber dem französischen Un­feinster geraten sein lassen Wie die Dinge 1 mittlerweile gestaltet haben, kann England

nicht mit einer halben Lösung, einem fau- 1 Kompromiß, zufriedengeben, e« muß im ,cnen und im europäischen Wir.schastSinler» . aber auch um seine« moralischen 2In- >en« willen jetzt zu einer r» o 11 gültigen h klaren Entscheidung zwischen Recht und recht, zwischen Gewalt und Versöhnlichkeit, nschlichkeit und Wahnwitz kommen, ssentlich zeigt Baldwin, baß er der um ist, der Frankreich In die Schranken ist, die e« unter seinen Amtsvorgängern so und so unbekümmert um Moral und ®e» überschritten hat.

Die geistige Einstellung de« größten Lei­der Welt ist einer festen englischen Po- f der Vernunft und der Mäßigung außer» . ntlich günstig. Gmc riefe Sehnsucht nach bc und friedlicher BetätigungSmöglichkeit t durch die Völker, selbst In Frank- 1) haben weite Kreise den Geboten der unst und der Menschlichkeit nicht entlagt, sind diese Kreise nicht so stark, daß He cfeuer der franzöfischen Politik herum« rfen könnten Neuerdings sind nun auch der aus Italien Töne erklungen, die für mcare« Ohr nicht lieblich sind. Der itcstic- he Mtnisterpräsident Mussolini bat am nStag im Ministerrat in Rom unter der tiinmung seiner Kollegen den Standpunkt >ien« zu den beherrschenden Fragen der -päischeu Politik erneut festgelegt. Er will natürlich auch kein rosiges wittschaftlfche« er bereiten, er verlangt vielmehr Letstun»

von Deutschland, an denen wir stark zu ,cii haben werden. Aber daneben läßt er unsere primitivsten Anrechte auf das en gelten, die Frankreich und vorenthalten

Rach dieser Rede ist die italienische Po- inlt der englischen Haltung auf eine e au bringen. t>a« ja auch gestern von

Dime«" bestätigt wurde Zieht man tn in Zusammenhang noch die außergewöhn­

lich scharfe Sprache der italienischen Presse gegen Frankreich In Bettacht, so wird die Iso­lierung Frankreich« auch von der italienlsdzen Seite her in klarster Weise bargetan.

Der Papst hat in dieser Woche eine Meinungsäußerung und zugleich eine Ausfor- berung an die deutsche RetchSregie- rung gerichtet. Er wendet sich gegen die Sa­botageakte im besetzten Gebiet, er verurteilt sie und fordert,daß die deutsche Regierung ein für alle Male solchen verbrecherischen Diderltand ocrurteik'. Bei der Beurteilung diese« päpstlichen Verlangen« tp.rb man daran denken müssen, daß der Reichskanzler erst jüngst wieder in seiner Rede in Barmen am 28. Zuni zu den früheren Aufforderungen zur Besonnenheit im Abwehrkainpl eine neue Mahnung an da« deutsche Volk hinzugefügt hat, keine Anbesonnenhe.ien bei der Verteidi­gung der vaterländische.! Interessen zu be­goßen. Richtig betrachtet ist also die dämp­fende Einwirkung der ReichSregierung auf den nicht von oben herab befohlenen, sondern spontan au« dem Volke entstandenen und in­folge der .zunehmenden feinbli.-hen Sch.'Üb­lichkeiten hier und da überschaumenden deut­schen Abwehrqeist schon geschehen, ehe die päpstliche Botschaft kam. Das hätte der Vati­kan anerkennen und zum Qlnlaß entsprechen­der Folgerungen nehmen müssen. Daß trotz der deutschen Einflüsse zur Mäßigung doch noch Sabotageakte vorkommen, kann ja auch wohl ander« crllart werden. Könnte denn nicht die seindliche Propaganda Sub­jekte gehangen haben, die gegen gute Bezah­lung Handlungen begehen, die mm bann ohne weitere« den Deutschen al« Verbrechen in die Schuhe schiebt, um einen schönen Vorwand zu neuer Deutschenheye zu haben? Gewiß haben Deutsche solche Handlungen vor» schiebentlich zugegeben, aber daraus kann doch nicht gefolgert werden, daß nun alle diese Taten auf deutfche Konten zu fetzen find. Und noch ettva« muß, bei allem dankbaren Respekt vor den hochherzigeii Bemühungen de« Pap- ste«, hier offen ausgesprochen werden; man würde dem Verlangen he« Papste« In wetten Kreisen unsere« Volke« vorbehaltloser als >eyt gegenüberstehen, wenn der Heilige Stuhl auch gegen die vielfachen französischen und beigischen älnrnenschlichkeiten aller An im Ruhr- und Rheingebiet eine ebenso deut­liche, kräftige und formelle Verurteilung aus­gesprochen hätte

Unbefümmeri um die Meinung der ge­sitteten Welt häufen mittlerweile die feind» lichen Sterben im deutschen Westen ungehin­dert Gewalt auf Gewalt. Die Massenvertrei- bungen der pflichttreuen Beamten dauern an, das siebenfache scheußliche Todesurteil von Mainz, ein neuer, furchtbarer Ausbruch der französischen Hißjustiz, ist vom Revisions­gericht bestätigt worden, und da« Ekplosions« nnglück auf der Eisenbahnbrücke bei Duisburg ha: der Feind jetzt zum Vorwand genommen, das gesamte besetzte Gebiet für 1 4 Tage vom übrigen Deutschlanbvöl- liq abzusperren. Einen neuen schivcren seeliichen und wirtschaftlichen Druck bürden diese ..Rheinlandbegtücker" damit unseren Volksgenossen dort drüben auf Ob Frankreich glaubt, nun leine rheinische Republik au«rufcn Au können? Rach Kölner Meldungen regen sich die französischen Söldner Srneet« und Docien kräftiger, und sie sollen die Absicht haben, noch einmal eine Aktion für die rheinische Re­publik der sra.izösischen Geldgeber ins Werk zu setzen. Daß diese Vaterlandsverräter samt ihren Aufttaagebern von der anständigen deutschen Bevölkerung am Rhein eine kräftige Abfuhr erhalten werden, kann man als sicher ansehen. Ebenso wie hier, wird auch im Saargebiet dem Raubzug der sranzösi- schon Schergen gegen da« Deutschtum mit er­freulicher Entschiedenheit entgegengetreten. Dank der englischen Einsicht, die die Berech­tigung bet Beschwerden der Saardeutschen gegen die unter französischer Führung stehende Völkerbundsregierung an der Saar erkannte, ist diese ,.Treuhänder-Ko.nmission" jetzt m Io eine Art Anklage-AntersuchungSzustanv vor den Völkerbund geladen ES hat lang? genug gedauert, bi« e« so weit war. Wir sind nun gespannt auf da« Ergebnis der suchung. Wahrend in den französischen Saar-Wein Wasser gekommen ist, gehen die Polen im Dienste ihres französischen Ar- meesinanzierS wieder einmal gegen da« deutsche Danzig und auch gegen den hohen Völkerbund" kräftig vor. Den Gerne­großen tti Warschau ist nach dem guten Bisten, den sie mit der Annexion von Wilna ver- schluckt haben, jetzt offenbar auch her Appetit auf das urdeutsche Danzig immer unbezähm­barer geworden. Wi.d der Völkerbund, besten politische« Ehrenkleid schon sehr viele Rost- stellen aufweist, hier endlich mal der ehr- liehe und unparteiische Schützer de« Recht« sein, ober wird man sich gezwungen sehen, auch

Iwei Antworten an den Papst.

Eine Erklärung der Reichs- regierung.

Berlin. 6 Juni. <WTB > Ucber die Un­terredung des Reichskanzlers mit dem Apostolischen Jluntiu« gebt unS folgen­des G o ni in u n i q u < zu

Run'iuS PacelIi l-ai im Auftrage de. Kurie die Sabotageakte im b e I c n I c n Gebiet zur SpradK geb.acht und die Ansi tz ->i uni) Wünsche des Heiligen öluMeA eingehend daiqelegt 3n feiner Erwiderung bat Sei Reichskanzler baiauf biagcivklcn. dah c« sich um Vorfälle bandelt, die au« der Erre­gung eines gepeinigten Volkes .mb al« verzweifelter Versuch der Rot- wehr zu erklären lind Die ReichSregierung sei jedoch mit dem Heilige > Stuhl darin einig, jtbe verbrecherische Gewaltanwendung zu verurteilen.

Poincar^ verteidigt sich.

Pari«, 6 Iuli <WDB > Die Kammer ncrbanbclte beule über die 3nterpcllaiioncn, die sich mit dem P a v sl b r l e s über bc Rep.i- rationen befassen 3m Cante der Debatte erklärte

Ministerpräsibent Poincar>

Die heutige Debatte sei das berechi.qle Echo einer Angelegen beit, die man nicht übertreiben dürfe De> ixipstliche Briet habe zu f o f t r i : - gen Bemcrkuiigen des franzöfischen BotschastcrS beim Kardi.ialstaatSlet.eiur Gu Sparri De.anlafiung qeg bn Die franzö­sische Botschaft habe bemerkt, daß die Besen.tag des Ruhrgebietes kein i a st einstimmigen Wunsch Z.ankrcichs entsproch n habe Der Eiaa.ssckrelär habe den Bries crläulcri, der nach seinen Erläu­terungen im Hinblick auf die komme.n en Ver- banNungen geschrieben worden Icl Der Papst, eS fei erklärt worben, habe geglaubt, im Ram-o bet Gerechtigkeit unZ> der EharitaS cin- greifen zu müften für den Fall, baß dfeTchuld- nernation Beweise guten Willens gebe 3n biefem Falle, so babe ber Kardinal hinzuqeaigt. müsse die Zahlungsfähigkeit DeutschlaiibS geprüft und bte ©oentuali- täl ber Räumung der befetjten Gebiete in« Auge gefaßi Kxrbiui Der tranzöiitchc Bot­schafter habe bieiaui ba» örftaunen über die kaum verhüllte Kritik ber Politik Frankreich« zum Ausdruck gebracht und eine Audienz beim Papst verlangt Der Heilige Vater gab unserem Botschaslcr die Versichrung, bah er mir an b-n Deist der Gerechtigkeit und der Gbanta« im gegenwärtigen Augenblick habe appellieren tn; I- len Er fei von den Katholiken der ganzen Welt ecsiickt worben, leine Stimme zu erheben Der sranzöfifche Botschafter habe die Rechte Frank­reich be'pnt und auf bte Gefahren ber beut- fchen Propaganda (!! Red ) im Ruhrgebiet und tm Rheinlande hingewiesen Pitts habe er­klärt, bah er dielen verbrecherischen Wi- t-crflanb formell mißbillige und er habe hin.zu- gefügl. baß, wenn daS Reich sich nicht bemühe, das Vertrauen feiner Gläubiger zu geioinnen, bann hätte fein Wiberstand keine DafeinSberech tigung GaSparri habe den Kommentar bc« Papstes bestätigt 3m Papstbriefe, fo fuhr Potn- rare fort, werbe ben Alliierten das Reä», Ga- tanticn zu forbern. anerfannt und nun überlasse OS biefen, zu entschide.i. u>elchr Art bielc Ga­rantien zu fordern, anerkannt und m in überlasse unter,lüt)t habe, nähere i,ch denen gewisser Verbündeter Diele Dhe'Ie fei nicht bic Frankreichs und sie könne beim Heiligen Valei nach feiner Ansicht nicht mehr Einslui, aueüben als bei biefen Alliierten Diefe Thefe fei vielleicht bedauerlich aber man muffe davon ohne Leibenfchast und ohne Voreingenom­menheit sprechen, leibst wenn man sie nicht nur in dem Briefe bee 'Papste«, sondern auch in ben Zeitungen und ben ossiztellen Mitteilungen der Verbündeten Frankreichs lese Der Papstbrief beftreite ubiig'ns nicht die Lega­lität ber Ruhrbesetzung Er liesse nur fest, dal) ue für Deutschland Lasten schatte und rate Franh reich an sie zu erleichtern Dteler Bries sei in Frankreich nicht günstig ausgenommen worden, während man ihn in Dmlschla.td als Ermutigung aufgenommea habe Aber der Schritt deS RuntiuS wegen ter verbrecherischen Akt? des Widerstandes habe die durch ben Papstbiies ber- Dcrgerufene Ermutigung erkalten lassen Droydem Meibe e« aber bestehen, bah der Papst geglaubt hat, Frankreich politische Ratschläge gelen zu müssen Sir könnten keinen wirten­den Einfluh ausüben ES handle sich tabei

nicht um bic Freiheit ber katho sichen Gläubigen, noch um bie Freiheit bc« EviSkovatS Der P,ipft habe keine Autorität in n»elitichen Dingen

Der Miiilsterpräsiden: ging dann auf die ge- schicht.ichen Bettel,ungen bei tran ä i'che > X-mlge Aum 'Bapsttum cm und fuhr fort, der B.-el könne aifo keine politische Bedeutung haben tinb belaste da« Gewisien aller franco i chen Ka Iholiken. fo gläubig he auch feien In keiner 10c.le Di>' französische Regierung hule, nvli der Papst eine Meinung geäußert balx, die nicht der französische ii gleich komme. eS nich! für Dcmünlti.t gehalten, die Botschaft beimBatlfcri aului!« >cn F auf reich liehe in eu* N;; Vo!'-!<>itc > bei ben Alliiki ten und Olcutixilen nicht uif, n-enn ii: vci langten man tolle die Iabtungst tl tl i Dcnis.lttn''ds du ch sogenannte unixn t ii'Jx- Mie­sch isie piüfen lassen Die Aufrechte:I iltung einee Bosichift lei feine Belohnung, .veil ein Lind da c guibcific .i-is Frankreich wolle Er habe auch nicht geglaubt, den französischen Botschafter beim M'-ttkan abberufen zu müssen. Die Lage äbn.-l.- i'icht bei von 1004. al« sich ber I ri> f- -si ill .'.!» k > - Reise F.illieres ereignet bal-e Die s eanzö't'D- Rrnirruim I tbe vom Btt'st nicht« hinfichtfiä, d Au» übrunq ee Vcisaille Bernage, rerla gt un auch nicht gebeten, etn^ugreifen, bamit de- p<>' 'v-' Wide.stand lufi/bre. Mich diese-. ?(id>nmg bi bet P a p f! aus eigener Initiau.e gebandelt Jie ein/.ige 5) .Ilung. bic Fr.inkixnch einzanchm n habe. lei. slaI und einig zu bleiben, denn es grt-c feine Macht in ber Welt, die ihm d.is Recht entreiß.i könne, die ihm bei Versailler T-citiag /iigcbilligt l-abe Fianli ich eifch ire h'nite geirifkn Völkern, denen feine Schiele 1\"e- wüstet nrorden feien und die nicht .ui b.iA Konto Deutschttinds 100 Milliarden borgcflwfl haben. i.>. a|« I cabsichligten einige Finanzlente. Konfoi tien Au bilden Frankreich halte sich waS die Fx-st- ftclluirg de, beut«* Zahs^-.grfähigkeii unix- treffe, an ben Vertrag S« fei erst nach Fest­stellung ber Verfehlungen Deutschland« in daS Ruhigebiet cinmarschieil ohne AnnenonSged'tken und ohne eine ständige Besetzung zu beabsich­tigen GS fei etngeruift um ebn Pfand zu besitzen Garantien zu erlangen und einen wirkungsvollen Druck auSzuüben Dcu Ischl and habe anstatt letn» Versprechungen zu erfüllen, seinen ?V<imi»n seinen Vertretern ben Befehl erteilt, ehiea ver­brecherischen Widerstand yi organisieren. iDa« Ist wieder mal glatt gelogen denn keine deutsche Stelle hat verbrecherischen Widerstand an- geordnek D Red ) Wir verlangen, fo erflartc Poincarö, vor allem, baß Deuttchl.ind bieten Widerstand ein ft eilt und bah e» die An­ordnungen widerrutt bah allo .-men offenen Beweis seines guten Willens gibt Deutschland steht es zu. die Besetzung be« Ruhrgebiets abzu­furzen, 3e rascher e« bezahlt je schneller werden wir un« zumckzichen Diese Entscheidung l>at>cn wir in Brüssel zur Wahrung unserer nation.ilen Interessen, um unsere Denrnifteten Gebiete wieder auszubauen, um unsere bndge'äie Lage zu sichern, getroffen. Wir sind der Ansicht, bah wir im Recht find und ich zweisic nicht, baf> all. untere Alli­ierten ntm dieser Wahirvett durchdrungen sind Wir werden jetzt alle Ansttengungen nntemefymcn, um ihr Atrm Siege zu verhelfen

Es sprachen noch die Abgg Rollin, Gras Ga- ftelnau und ber soz. Abg Blum Die von ber Regierung veilangte einfache Tagesordnung wurde mit 300 gegen 90 Stimmen ange­nommen.

Ein Schritt des Papstes in Paris und Brüssel.

Rom, 6 Zuli (WTB.i Auf bie Hach* richt von ben strengen Maßnahmen ber fran­zösischen Regierung in ben besetzten deutschen Gebieten wegen be« Eisenbahnunglück« vvm 30. Zuni wie« die K u r i e die R u n 11 a t u ren in Pari« u n b Brüssel telegraphisch an, bei ber französischen und ber bel­gischen Regioruna D v r st o f s» n g? n 52 erheben unb mitzuteilrn, Co. Heiligkeit er­warte, baß keine Maßregeln ergriffen würben, bie zu noch stärkerer Erbtlte- rung ber Gemüter mit entfpredjenben schmerzlichen Folgen führen könnten

Besprechungen mit Curzon und Poincar^.

London, v. Iuli t WTB) Reuter Der französische Botf*iftcr hatte am spülen Rachmittag eine Unter ivDung mit Lord Eurz 0 n.

bei biefer Frg^ erneut festzustcll.n. haß in Genf nur einVerein zur Erfüllung ber For­derungen der Weltkrieg-Sieger", emKasino ber Pharisäer" feinen Sitz hat?

Die innerpolitifchc Lage steht tm Zeichen be« weiter verschärften Drucke« auf unsere Wirtschaft, insbesondere aber auf die breitesten Schichten der Arbeitnehmerschaft. Der Dollar hat gestern einen Staub von über 175 000 erreicht. Diese Tatsache zwingt zum Besrnnen und zur klaren Erkenntnts der wirt- kbaftltdfen Zetterforbernisse Die Bestrebun­gen nach einem gütlichen Einvernehmen über ben wertbeständigen Losin, der den wirtschaftlich schwachen VolkSkreisen da« Durchhalten in ber schlimmsten Zett unsere« WährungSnieberbrucheS ermöglichen soll, sind

bebauerhehenpeife erfolglos geblieben. Run ist eine gesetzliche Regelung im Reichstage beantragt worden. Hoffcn-lich ge­langt man auf diesem Wege ba'o zu einer allen Volksfesten gerecht werdenden erträg­lichen Regelung, die gefährlichen Zünd­stoff aus dem Wege räumt Tiefwirkenbe rnnerpolttische AuSeirtanderfetzungen können wir tn dieser bitterernsten Zeit, wo der Feind vor den Toren steht, wirklich nich' brauchen. Was uns jetzt vor allem nottut, ist neben der unbedingt geschlossenen nationrlen Ein heitSfr 0 nt nach außen weitgehendstes Ent- gegenkommen auf allen Seiten im Innern, damit die Abwehrkrast aller BevelkerungS- schichten gegen ben französ- chen Erbfeind imü> seine Trabanten erhalten bleibt