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Übungen, ausgesührt von etwa 280 Turnern, wur­den dem zahlreich erschienenen Publikum in mu­stergültige!. Weise nach den Klangen der Musik troegefüfrrt. Don den Ergebnissen des Wetturnens nachstehend je di« drei ersten Sieger:

Aktive Turner. Ehrenpreis: Hans Thöt, Tv. Alsfeld, mit 99 Punkten. 1. Preis Gust. Hofmann, Tv. Ilbeshausen, 90 Punkte: 2. Hch Gode, Tv. Lauterbach, 83 P.i 3. Herrn. Fink, Tv. Lauterbach, 82 P.

Zöglings-Ober stufe 1. Preis See- ling, Tv. Lauterbach, 89 Punkte: 2. Hain- bächer, Tv. Alsfeld: 3. Gaul, Tv. Alsfeld.

Zöglings-Unt er stufe 1. Pr. Lang, Tv. Alsfeld, 86 P.: 2. Rühl, Tv. Alsfeld: 3. Jode leid, Tv. Maar.

Schüler: 1 Preis Armbrüster, Tv. Schlitz, 94 P: 2. Schönecker, Tv. AlSfeld: 3. Helfenbein, Tv. Maar.

Sonderwettkömpf e. Hochsprung: Hans Thöt, Tv. Alsfeld, Gustav Hofmann, Tv. 3l- b.-shausen, je l,60 Meter. Speerwerfen: Wilh. Rchls, Tgd. Lauterbach. Schleuderballweit­werfen : Wilh. R e h l s, Tgd, Lauterbach. 400- Meter-Lauf: Otto Knierim, Tv. Alsfeld. 400-Met«r-Iuge7rdstasfel: Tv. Alsfeld. Be­sonders grobes Interesse erweckte der 6x100- Meter-Staffellaus um den von dem Turnverein Alsfeld gestifteten silbernen Pokal (Wanderpreis, vorjähriger erstmaliger Sieger Turnverein Lau­terbach). Bei diesem Lauf, der einer der spannend­sten und interessantesten Wettkämpfe des Tages war, blieb der Turnverein Alsfeld nach scharfem Kampf sicher vor Turnverein Lauterbach Sieger.

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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schulfragen.

Tie in Rr. 125, 128 und 129 enthaltenen , Eingesandt" behandeln Schulfragen, die Wohl alle Eltern schulpflichtiger Kinder bewegen, und bezüglich deren auch die Eltern zu Worte kommen müßten. Es wird auch noch anderes geben, worüber sich die Eltern gern mit den Lehrern aussprechen würden Ich möchte deshalb anregen, daß die Schn lleiter die Eltern zur Besprechung allgemein interessierender Fragen einladen oder daß, falls dies nicht alsbald geschieht, die Elternbeträte bei den Schulleitungen die Einberufung von Dersammlungen für die einzel­nen Schulen beantragen. Somit bewiesen diese zugleich, das) sie nicht nu r auf dem Papier bestehen, sondern auch praktisch tätig sein können und wollen. Ein Schü ler innenva ter.

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nicht gelobten) Reterntcf.rien (an feinem neuen Wirkungstreis) gefallen lasfen muhte. Gr verliert also diese acht Tage an seinen gesamten Jahres- fcrien. Ebenso geht es dem preuhischen Hungen. -- Man vergesse nicht, dah wir in einem Dolksstnat leben, küssen Gruirdsah heihl: Gleiches Recht für alle! W-as den Schülervätern der Land­kinder, diesen selbst und ihren Lehrern recht ist. muh denen der Stadt billig fein! Aus jeden Fall ist die bäuerliche Bevöllerung und sind die Landlehrer an der diesjährigen Ferienordnung ebmscsehr interessiert, wie die Väter der Giehener Schuler, und sie werden Sorge tragen, dah ..Glei­ches Recht für alle" auch in der diesjährigen

-d.

Zur diesjährigen Fcrienord«u»g.

Von einem hessischen Lehrer vom Lande wird unS geschrieben:

In dem Eingesandt in Rr. 128 des .Giehener Anzeiger" wird von preuhischer Seite Stel­lung genommen zu der diesjährigen Ferien Ord­nung. Dieser Fall ist ein Ausnahmrfall, der nicht für die hessische Ferienordnnng mahgebend sein kann. In Rr. 125 und 128 nimmt jedesmal ein Schüler Vater Stellung zu dieser Sache: lassen Die jetzt einmal einen Lehrer seine Ansicht dar­über äußern, und zwar einem Lehrer vom Lande.

Wie wohl schon allen interessierten Bürgern von Giehen und aaich den beiden Schülervätern bekannt sein wird, wurden die Osterferien in den Städten (und so auch in Diehen) um acht Sage verlängert zwecks Kohlm rspcvrnis. Auf dem Lande geschah dies mristons nicht, weil hier in der Hauptsache Holz als Heizmaterial in Frage kommt. Wenn nun das Landesamt für das Bil­dungswesen verfügt, dah die verlängerten Ferien an den anderen Ferien abgezogen werden müssen, so isydas den Kindern und Lehrern des Landes gegenüber nicht mehrals gerecht: denn auaj die Kinder auf dein Lande mußten sich die im Herbst 1922 gegebenen acht Tage Roternteferien auf Tag und Stunde genau abziehen lassen, und zwar an den Osterferien. Sie hatten also 14 Tage weniger Osterferien als die Kinder der Stadt mit acht Tagen (wegen Kvhlenersparnis) verlängerten Ferien. Bei der Ferienordnung kann selbstverständlich auf einen einzelnen Schüler, wie z. B. auf den in Rr. 128 an­geführten preußischen, feine Rücksicht genommen werden ebensowenig wie auf einen einzelnen Leh-

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Berlin, 6. Juni. Börsen st im- mungsbild. Die Erholung der Devisenkurse brachte die AufwärtSbewegung an der Effek­tenbörse von neuem in Fluh. Am Monran- markle wurden unter Bevorzugung der Rhein- Elbe-Anion und ferner namen.lich von Rhein- stahl die Kurse durch Interessenkäufe und Er­werbungen für ausländische Rechnung gewal­tig in die Höhe getrieben. Rheinstahl gewan­nen 230 000, Deutsch-Luxemburger 70 000, Bo­chumer 60 000, Eelsenkirchene. 30 000, Har- pener 60 000, Katwwitzer 80000, Oberschle- sischer Gisenbahnbedarf 65 000, Phönix 50 000, Stolberger Zink 25 000, Rombacher 60 000. Auch chemische Werte wurden zum Teilsbe­trächtlich höher bezahlt, RütgerSwerke um 55 000, Scheidemantel um 40 000. Sehr begehrt waren ferner einzelne Maschinenfabrikaktien, wie Berlin-Karlsruher Industrie, Berliner Maschinenbau, Karlsruher Maschinen, Ludwig Löwe, Motorenfabrik Deutz. De: hohe Kurs­stand und die dadurch für das Gesä)äfr beding­ten außerordentlich hohen Zahlungsmittel wirkten auf den Umfang der Umsätze ein­schränkend. Schiffahrtsaktien schlossen sich der AufwärtSbewegung an. Bankattien waren im allgemeinen nicht bedeutend verändert. Aus­ländische Papiere waren entsprechend der Devisenbefserung fest. Deutsche Anleihen blie­ben zum Teil nicht ganz behauptet. Im Ver­laufe wurde das Geschäft ruhiger bei teil­weisen Abschwächungen infolge von Gewinn­realisierungen.

Frankfurt a. M.» 6. Juni. Börsen- stimmungsbild. Die heutige Börse hat durchaus nicht die flauen Kurse gebracht, die man auf Grund der gestrigen Tendenz im ge­samten Verkehr erwartet hatte. Zum Teil waren starke Abschwächungen zu Beginn auf den meisten Marktgebieten zu beobachten, das Angebot war jedoch Nicht dringend, und bei dem ermäßigten Kursnideau konnte das Ma­terial untergebracht werden. Am Devisenmarkt war die Tendenz wieder fester. Der Dollar schwankte zwischen 73 200 bis 74 500 bis 74000 und 75 000. Dollarschatzanweisungen eröff­neten mit 75 250. Am Markt der unnotierten Werte kam es bei einer ganzen Reihe von Pa­pieren zu festeren Kursen. Es wurden gehan­delt: Becker-Stahl 82 000 bis 84 000, Becker- Kohle 56 000, Growag, sehr fest, 26503750, BreiSgauer 62808000, Api 80 000. Auf Rückkäufe waren Montanpapiere fest. Die Kursgewinne betrugen 30 000 bis 50 000 Proz. Metall- und Maschinenwerte lagen verschie­dentlich schwächer, doch nahmen die Kursrück­gänge keinen großen Umfang an. Elektro­werte unterlagen gleichfalls mäßigem Kurs­druck. Am Markt der chemischen Werte be­merkte man etwas Angebot in Höchster Far­ben, minus 5000 Prozent. Sonst sind Anilin- werte fester. Badische Anilin fest. Von sonsti­gen Industriewerten gaben noch Lokomotiv Krauß und Waggon Fuchs empfindlich nach. Norddeutscher Lloyd und Hapag schlossen sich der festeren Tendenz an. Bankaktien bei stil­lem Geschäft uneinheitlich. Auslandsrenten konnten sich mäßig befestigen.

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Berlin, 6. Juni. (Wolff) Produkten, bericht. Für Landesprodukte halte stch schon gestern nach der neuerlichen Austvärtsbcwcgung der Devisenkurse die Qlteiming außerordentlich be- estigt, und heute ging die 2Luftoävt»Lkivcqung der Preise in kräftigem Maße weiter, so daß Brotgetreide bis 15000 Mark für die Tonne über der gestrigen offiziellen Schlußnotiz bezahlt wurd:. An^bvt ans erster Hand fehlte fast gänzlich. Bon Roggen hat die Reichsgetreidestelle gestern zu den gesunkenen Rotierungen viel den Händlern abgciwmmen, die heute wieder von neuem Ware uditcn. Braugerste war lebhaft begehrt. Hafer wurde seitens der Flockenfabriken verlangt Mais teilte sich bei stillem Geschäft höher. Mehl wurde zu stark erhöhten Preisen begehrt. Zeitweilig er» uhr die Tendenz im allgemeinen eine leichte Ab- chwächung. Es notierten: Weizen, märt 130 000 (fester), Roggen, märkischen 105 000 bis 112 000 (fester) schlesischen 105 000 bis 112 000, Sommer­gerste 90 000 bis 95 000 (fester), Hafer, märstschen 88 000 bis 89 000 (fester), pvmmeZchen 86 000 bts 88 000 (fester), Mais, La Plata 103 000 bts 104 000, Weizenmehl (100 kg) 360 000 bis 400 000, Roggenmehl (100 kg) 275 000 bis 310 000 (be­hauptet). Weii.ensleie 54 000 bis 56 000 (fester). RoggenNeie 54000 bis 56000 (fester). Raps 23o000 (behauptet), Leinsaat 240 000 (behauptet), Btt' tvriaerbsen 125 000 bis 145 000. kleine Erbsen 95 OOO brs 105 000, Ftttererbsen 85 000, Peluschken 100000 bis 105000, Ackerbohnen 85000 bis 95000, Wicken 105 000 bis 125000. Lupiner blau 120 000 dis 125 000, gelb 140 000 bis 145 000, Seradella. alt 235 000 bis 245 000. Rapskuchen 87 000 bis 90 000. Leinkuchen 140 000 bis 145 000, Trocken« schnitzel 31 000 bis 32 000. Westen- und Roggen­stroh. drahtgeb 26 000 bis 28 000. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise für 50 kg.)

Frankfurter Getreidebörse.

F r antf u r t a. M., 6. Juni. Es notiertenr Weizen (Wetterauer) 255 000 big 265 000 Mark. Boggen 230 000 bis 235 000 Mk. Sommergerste für Brauzwecke 200 000 bis 215 000 Mk., Hafer, inländ. 180 000 bis 210 000 Mk.. südd. Wcizen- mchl. Hpez. 0, 420 000 bis 450 000 Mk. bei Wag- aonbeauq ab Mühkenstation, Roggenmehl 320 000 bis 350 000 Mk. West-en- und Roggenkleie 105 000 bis 120 C00 Mk. Tendenz: stetig.

Schwememarkt in Hungen.

Hungen. 5. Juni. Der gestrige S ch w e i ne- markt war trotz des so'^st>chten Detters mit 259 Ferteln beschickt. Es kosteten 68 Wochen alte 190 000 bis 260 000 Mk.. ältere bis zu 380 000 Mark. Bei schlechtem Handel verblieb Ueberstand.

(In einem Teil der Auslage wiederholt.)

Reue Derhafkunaen vxnb Ausweisungen.

Köln, 6. Juni. (WTD.) Die .Köln. Ztg.- meldet aus Trotsdorf: Direktor Garke von der Rhemisch - westfälischen Sprengstoff - Fabrik A G in Troisdorf ist von den Franzosen a l s Geisel fest genommen und in das Militär- gejängnis nach Bonn gebracht worden. Der neue Prozeß gegen die Zechsndirrktoren ist aus unbe­kannten Gründen verschoben worden. Drei der an­geklagten Zschendirektoren halten sich im unbe­setzten Deutschland auf. während die übrigen von den Franzosen in Haft gehalten werden

Rach einer Meldung aus Mainz ist durch die in den letzten Tagen erfolgten weiteren Aus­weisungen die Zahl der im Eisenbahndirektivns- bezirk Mainz ausgewiesenen Eisenbahnbeamten auf 900 ohne die Familien gestiegen. Man geht jetzt bei den Ausweisungen dazu über, nicht nur die Möbel und Einrichtungsgegenstände Äurücftp- holten, sondern den Ausgewiesenen vor dem Ab­transport oft noch die notwendige Wäsche und Kleidungsstücke a^unehmen. Außer weiteren 20 Mainzer Eisenbahnern mit Familien wurden noch Bürgermeister Kaul-Rauheim (Kreis Groß- Gerau). Dürgerme ster D e ck e r-Dodenheim, Rek­tor Spieß-Mörfelden und der Vorsitzende des Zentralverbandes der christl. Weinbergsarbeiter. Reichard t-Rierstein, mit Familie aus gewiesen.

Hollem verklagt die frauzofifche Regierung.

Paris, 6. Juni. (WTB.) Der kommu­nistische Reichstagsabgeordnete Höllein hat beim französischen Gericht eine Klage gegen den französischen Minister des Innern ein- reichen lassen, den er für seine weitere Ver­haftung verantwortlich macht. Höllein wird tatsächlich nur als R e p r e s s a l i e für angeb­lich ungesetzliche Verhaftungen von Franzosen in Deutschland festgehalten.