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Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Ar. 32 Zweiter Blatt

Mittwoch, Z. Februar 1925

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in, 676 Richthessen)

Ob er bann drin fesselt. Aber das .Knie nieder I" klang so furcht-

bar. Er fiel auf die Knie.

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1 Chinese, 1 Danziger, 4 Griechen, 1 Holländer, 1 Inder, 12 Lettländer, 2 Litauer, 1 Oester reicher, 3 Dolen, 4 Rumänen, 2 Sowjet-Russen, Z Tschecho« SwWalen, 2 Türken, 1 Ukrainer. 12 Ungarn. Veterinärmedizin: 137, und zwar 16 Hes­sen, 71 Preuhen, 5 Bayern, 3 Sachsen, 7 Da-

sie ein treten, es ist also nicht zulässig, dah bei­spielsweise ein in 1922 vorhandenes Defizit an dem Gewinn aus 1923 in Abzug gebracht wird.

Dei ZweiselSsällen sehe man sich zweck- mähigerweise zur Ersparung von Weiterungen mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung.

Gemeinschaftsgei st mit der Kaufmann» schäft des Ruhrgebietes auch dadurch zu beweisen, dah sie ihre Geschäftsbeziehungen, sofern solche be­stehen, in unveränderter Weise fvrtseht und wenn irgend möglich, noch verstärkt.

ihrer Uebersicht der Studierenden im vorigen Semester im ganzen 1853 Personen auf; davon waren 960 Hessen, 893 Richthessen. Hiervon gingen 421 ab, und zwar 204 Hessen, 217 Richt- hcssen, so dah 1432 (756 Hessen, 676 Richthessen) verblieben. Im gegenwärtigen Semester sind hin- zugskommen 148 Hessen, 284 Richthessen, ins­gesamt also 432. Die Zahl der immatrikulierten Studierenden beläuft sich jetzt auf 1864 (904 Hessen, 960 Richthessen); hierunter sind 123 Stu­dentinnen. Hospitantinnen sind 9 vorhanden, Hörer 105 und Hörerinnen 166. Die Gesamtzahl der Desucher im Wintersemester 1922/23 belauft

ein," schlug der Jakob vor.

verhungern tat oder ob einer vorbeikommt and ihn erauslätzt, dat is sein Pech oder ntt sein Pech." Meinswegenl" Der Hauptmann lachte.

.Reitz," sagte Hans Bast nachdrücklich J5o nit Den Mann, den fvrder ich als meinen Anteil." Er stieb den Hilflosen mit dem Fuh

Die Landesuniversität Gießen.

Der Besuch im Wintersemester 1922/23. (Eigene Information des .Diebener Anzeigers".)

Die Landes-Universität Dieben führte in

Las Vaterland fordert: Wnet Sss ömW Dalhapftt!

Handelskammer Gießen.

Ueber die erste diesjährige Sitzung der Han­delskammer Sieben wird uns mitgeteilt:

Der Vorstand der Kammer, bestehend aus Kommerzienrat Schirmer, Kommerzienrat K l i n g s p o r und Kommerzienrat Grüne­wald, wurde durch Zuruf wieder gewählt; ebenso wurde dec Rechner C. Röhr wiederum in diesem Amte bestätigt.

Kommerzienrat Klingspvr widmete dem verstorbenen Kamme'mttgliede Wilhelm Wallach in Alsfeld warm empfundene Worte dec Anerlen- nung und des Dankes für die der Kammer wäh- rend ein« mehr als 20jährigen Mitgliedschaft geleisteten Dienste. In seinen Degrübungsworten an das neu in die Kammer ein getretene Mitglied, Bergwerksdirektor Liste, gab er ferner der Er­wartung Ausdruck, dab dieser eifrig an den der Kammer gestellten Ausgaben zum Wohle von Industrie und Handel des Kammerbezirkes Mit­arbeiten werde.

Die Vorgänge im Ruhr gebiet gaben der Kammer zu der folgenden Erklärung Anlast: .Durch den allem Völkerrecht und auch dem Ver­sailler Diktat widersprechenden Einmarsch der Franzosen und Belgier in daS Ruhrgebiet ist die deutsche Wirtschaft in eine Lage gebracht und vor

Jean-Claude, der auch am Boden lag wre ein Klotz war er vor Schrecken vom Pferde ge­fallen richtete sich jetzt zitternd ein wenig auf: Mein Herr ist der Marquis de la Ferriere und reist in besonderem Auftrag aber er ist gar kein Herr Marquis ich bin sein Bursche, ich kann nichts dafür! Pardon, pardon, ich will ja zu meiner "Blutter r

Sie lachten roh über des Burschen Angst, rur der Hauptmann hieb gutmütig den Wimmernden

-- .lt's Maul. Fur-

sich hiernach auf 2144.

Die Liebersicht nach Staatsangehörigkeit und Fakultäten zeigt folgendes Bild: Theologie: 54 Studierende, bar in ter 1 Studentin, und zwar 44 Hessen, 10 Preuhen. Recht s wi s sen s cha f t: 280 ('hiervon sind 3 Studentinnen), und zwar 201 Hessen, 67 Preuhen, 1 Bayer, 2 Sachsen, zwei Württemberger. 2 Badenser, 1 Oldenburger, ein Anhalter, 1 Lettländer, 1 Pole, 1 Schweizer. Medizin: 339 lhiervon sind 19 Studentinnen), und zwar 109 Hessen, 167 Preuhen, 1 Bayer. 4 Sachsen, 1 Württemberger, 1 Badenser, 1 Thü- I ringer, 3 Oldenburger, 1 Bremer, 1 Bulgare,

erst bleibst du bei uns. Da, halt die Peerdi Sie gaben ihm die Zügel in die Hand und er hrelt die ttampfhaft. Die Tiere, die ihn kannten, stan­den ganz still. , , ,

Wo war Hans Bast? .He. nimm aua) dein Seil! Der Buckler winkte mit einem Deutel.

Der grobe Mann hatte sich abseits gehallen, hinter einen Dusch war et flugs getreten, dort ftanb er und schaute starr in die Waldschlucht zur Rechten hinunter, als ginge ihn dies alles gar nichts mehr an. Seine Stirn war zusamm-M- gezogen, unter den starken Braten brannten die Augen.

.Ich will kein Geld." r n

Hoho, Hans Bast war doch sonst nicht so?I Das nahm alle wunder. Der bestand doch, wenn er etwas ausbaldowert und eingefabelt hatte, stets auf seinem Anteil.

Ich will heut nix. Kömri meinen Part auch noch" verteilen. Was macht ihr fajt mit Dem Äerl da?" Er nickte nach dem Gefesselten hrw

.Den lasse mir laufen, meinte nachlässig der ^^Dagegen waren aber Iltis°IaLb mrd,bie anderen auch -Wir sperren ihn da in t Kapellche

Mehreren Handelskammern des Ruhrbe- z i r k s sind aois den K'e.sen dec bezirksettrgesesse- neu Kaufmannschaft lebhafte Klagen da über vor- getragen worden, Last infolge der Besetzung des Ruhrgebietes in den Beziehungen mit den Ge­schäftsfreunden rm unbesetzten Deutschland inso­fern gewisse ihficbe 1> iten und Störungen emge- tieten sind, als die Lieferanten vielsach Voraus-

Unter »ein zmheitrbmm.

Roman von Clara D i e b i fc.

33. Fortsetzung. (Rachdruck tn^boten.)

In wütender Ohnmacht lag d'Auüry, sein Herz setzte aus in eisigem Schreck: Jollte das die Vergeltung fein, Vergeltung für vreles?! Er stöhnte schwach

Den Bückler reizte die Uniform. Die Minierte f0 Herunter mit ihr! Seine Julie kam hrnter r^m Msblock vorgekrochen, ihre Augen musterten neugierig den gefesselten Mann: em schöner Kerl

Aber ihr Hannes, der war doch noch ämT toürbe Äe goldgestickte Uniform erst taÄ sich noch Immer Bäumenden tue Um,°rm ^er^ie'nÄm^ bi« Unteren. Neider, das Hemd und die f

Drust; bie hatten für ste ja keinen Wert.

Aus den nackten Fels häuften sie die Deute, schüttelten bie Karim, bte ^ubrten, be Louisdors aus; sie wvlllen gleich> Ä Uniform nahm sich Bückler noch als seinen Haupt- ^ZiehE an, zieh sie an," brängte bie MfiuS ßr zog sie über, fein« Liebste half ihm fdyifcr

Wm h^r et ein fein« ±

General, es erkannte lemer m ihm den Dtra «ch- t. rm:- gjnft auf der Hunsrücker ßanbft üe

i - Beeidung war listig.

uch wie cta . 1

.Sag' mir, fuhr ber Richter fort und bohrtt seine Blicke tief m bie des zu Richtenden, Jag': hast du in diesem Frühjahr ein Mädchen über­fallen auf ber Lanbstrast, ntt weit von Trier?"

Wo hinaus sollte das? Der Geängstigte über­legte rasch: er erinnerte sich plötzlich ganz beullich ja, ja. 2Iber war es nicht besser, zu sagen: nein?! Er wich aus: .Ich weih nicht."

.Halunk du, sprich bie Wahrheit! Im Früh­jahr es et gewesen eine einsam Wandernde toart! Dein Diener ist mit dir geritten bu, machst mir nix vor!"

O weh, ber Bursche, ber hatte es verraten! Eine Welle von Angst überströmte b'Aubry und bann von Wut wenn er noch einmal frei- kvmmen sollte, ber Iean-Claube sollte es büßen, ben schlug er tot! Er knirschte mit ben Zähnen. Aber dann raffte er all den Hochmut zusammen, besten er in seiner kläglichen Lage fähig war. .Der Dursche lügt! Parole dhonneur, ich gebe mein adliges Wort zum Pfände, mir ist nie ein Mädchen auf ber Ganbftraße begegnet habe nie eins gesehen, nie eins anE.fVrochen, nie eins mit einem Finger berührt! Din ein Ebelmann, ber armselige Schlucker erzählt nur Lägen Ver­leumdung! Er will sich rächen. Ja, rächen," fuhr er hastig fort als fiele ihm jetzt etwas ein, .ich habe ihn mit dem Stiefelabsatz getreten, er war dumm md faul, es tut mir leid, ich will es nicht mieber tun. Er sprach von Ängst geschüttelt, feine Worte überstürzten sich Wenn rhm nur gelang, den da zu überreden 1

(Fortsetzung folgt)

auf!"

b'Aubry konnte nicht aufstehen. Da schnitten sie bie Fesseln an seinen Fähen durch und halfen ihm auf. Das feste Binden hatte ihm alles Blut In den Beinen abgeschnürt, er war kaum fähig, sich zu bewegen; und wie betäubt stand er.

.Komm," sagte Hans Bast, legte ihm beide Hände hinter bie Schultern und schob ihn so vor sich her. .Mit dir han ich noch ebbes in't Reine zu bringen."

Sie sieben ben Krinkhofer achtlos gehen. Mochte der mit dem Franzosen anfangen, was ihm beliebte, er hatte oft seltsame Launen. Sie roaren ganz hingenommen von ihrer Deute, bie war reicker, als sie gewöhnlich eine bei Reisen­den machten.

Hans Bast schob seinen Gefangenen vor sich her; zur Rechten, immer tiefer hinab in bie Waldschlucht An einem Bächlein machte er zuletzt Halt Der Grund war hier hoch mit Farnen be­wachsen, und es war da viel Üppiges Buschwerk.

.Knie nieder," sagte Hans Bast. Er nahm dem Franzosen ben Knebel aus dem Mund. Gierig sog b'Aubry bie Lust ein, er war bem Ersticken nahe gewesen. Sin Schimmer von Hoff­nung schob ihm burch ben Kopf: wollte ber chn entwischen lassen, nachdem er nun ausgeplündert war? Rur an feinen Händen war er noch fle­

chte Aufgabe gestellt worden, welche einerseits Ruhe, Besonnenheit und Einmütigkeit aller Volks- kreise erfordert und andererseits schleunigste und tatkräftigste Hilfe zur obersten Pflicht macht. Es muh den Jo schwer bedrängten Brüdern und Schwestern im Industriezentrum des Reiches ge­zeigt werden, dah das deutsche Voll in dem helden­haften Kampfe gegen die fremde Gewaltherrschaft geschlossen hinter ihnen steht. Die Kraft und die Dauer des Widerstandes, welchen die gesamte Ruhrbevölkerung ohne älnterschied des Standes und des Berufes ben Eindringlingen entgegensetzt, hängt aber letzten Endes davon ab, dah den Volks­genossen Rahrungsmittel und sonstige Bedarfs­gegenstände in ausreichender Weise und zu er­schwinglichen Preisen geliefert werden. Dabei wird es Ausgabe des Reiches fein mässen, durch Ge­währung von Vorz-gsfrachten und vorzugsweiser Beförderung zu dieser Verbilligung und Sicher­stellung ber Ernährung des Industriegebietes bei- zutragen. Aber mit der Lieferung von Rahrungs- mitteln und Bedarfsgegenstänben ist es noch nicht getan. Es gilt auch denjenigen, welche als Opfer ihrer Treue zu Reich und Volk durch fremde Willkär von ber Heimaterde vertrieben worden sind, zu helfen und sie vor ber Rot des Lebens zu schätzen. Die Aufbringung großer Geldmittel unb bie Bereitstellung von Arbeitsgelegenhetten sind darum das Gebot ber ernsten unb schweren Stunde. Mit lebhafter Genugtuung hat die Han- delskammer gesehen, baß die Kaufmannschaft ihres Bezirkes wetteifert, um es allen übrigen Gauen

Reiches in ber Liebes tättgkeit gleichzutun und nicht zu ermüden, bis das grobe unb schwere Opferwerk vollbracht ist. .

Die Handelskammer hat bie Krersbehorben gebeten, bem unerlaubten Ankauf von Getreide durch Hausierer und sonstige Deine Geschäftsleute durch E greisung geeigneter Maß­nahmen ein Ende zu bereiten.

Die bevorstehenden abschließenden Verhand­lungen über das La n de s ste u e r g e s e h haben die hessischen Handelskammern veranlaßt, von neuem die Forderungen aufzustellen, daß von einer Erhöhung der Umsatzsteuer unbeschadet ber Ueberweisung eines größeren Anteils an bie Ge- n einden Abstand genommen wird, und daß die Genossenschaften dabei nicht günstiger tote ber selbständige Handel gestellt werden.

In einem gemeinsamen D rch an das hessi­sche Ministerium haben sich die hessisch-n Han­delskammern gegen den Antrag der braunschwei­gischen Regierung auf Erlast eines Verbots zur

Erzeugung und zum Ausschank von Trink- branntwein ausgesprochen

Die in letzter Zeck sich häufenden Gesuche um die Erteilung ber Hanbelserlaubnis mit Rahrungs- unb Genu stm i tteln haben es ter Handelskammer ratsam erscheinen lassen, den Handelszulasiungsstellen weises Masthalten in der Bewilligung solcher Gesuche im allgemeinen volkswirtschaftlichen Interesse anzuempfehlen

Die Handelskammer bringt den Gründen, welche in jüngster Zeit zu bedeutenden Z u g c i n chränkungen auf len den Kammer bezirk be- rühren.e.i Eisenbahnlinien g f chtt haben, vollstes Verständnis entgegen, bittet aber die Reichsbahn- Verwaltung auch an dieser Stelle, bie br.nnendsten Verkehrsbedurfnifse nicht auster acht zu lass n und vor allem denjenigen Kreisen, welch? von Berufs wegen zur ständigen Benutzung der Eisenbahn ge­nötigt sind, billigere Fahrgelegenheit auch durch Aufrecht?r Haltung von Eilzügen zu geben.

Die Handelskammer h.tt bei den Amtsgerich­ten ihres Bezirkes die Einsetzung von Kommissio­nen angeregt, welche die Registerrichter bei der gen de Beteiligung: Führung ber Handelsregister unter- schäft 280. Medizi-

Aus Stabt unb Canb.

®leben, den 7. Februar 1923.

Die Teuerungszahlen

ber fünf größten Städte Hessens auf Grund bet Preise vom 24. Januar 1923 (20. Dezember 1922) ausschliehllch ber Bekleidung betrugen für Mainz 126 596 (60 450); Darmstadt 122 338 (59 784), ein- schliehlich Bekleidung 156 530 (83 626); Offenbach 122 644 (58 737); Worms 125 868 (61 745), einschl. Bekleidung 164 701 (84 956); Diesten 110 745, (56 353), einschl. Dekleiduna 145 395 (74 978). Die Durchschnlltsteuerungszahl für die 5 grössten Städte beträgt für Ernährung 107 483 (50 519), für Heizung und Beleuchtung 13 589 (8545), Wohnung 566 (350), für Bekleidung 35 892 (21 893), zusam- men 157 530 (81 307). ___

Die Teuerung ausschliestlich Bekleidung ist vom Dezember 1922 aus Januar 1923 um 105 Prozent unb einschl'.estlich Bekleidung um 94 Prozent gestiegen, vom 10. Januar ab aus­schliestlich Bekleidung um 68 Prozent und ein» schliehlich Bekleidung um 59 Prozent.

Rach ben Feststellungen bes Statistischen ReichSamts beträgt bie Re i chs in be x z i f s er für bie Lebenshaltungskosten (Ernährung, Woh­nung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung) Im Durchschnitt des Monats Januar 1120 27 (1913/14 1) gegenüber 685,06 im Dezember 1922. Die Steigerung gegenüber bem Vor­monat beträgt 63,5 v. H. Die Inbexziffer ohne Dekleidungsausgaben stellt sich auf 1034; sie ist danach um 69,1 v. H. höher als im Vormonat. Die Dekleidungskosten allein erhöhten sich nur um 44 9 v. H. auf 1682, während die Ernährungs- kvsten 'um 69,3 v. H. aufs 1366fache gegenüber

benfer, 3 Thüringer, 1 Oldenburger, 2 Braun­schweiger, 1 Anhalter. 1 Hamburger, 1 Belgier, 11 Bulgaren, 4 'Finnländer, 4 Rorweger. 1 Pole, 3 Rumänen, 3 Tschecho-Slowaken. Philoso­phische Fakultät: 1054 (hiervon 100 Stu­dentinnen), und zwar 531 Hessen, 367 Preuhen, 10 Bayern, 13 Sachsen. 9 Württemberger, 24 Ba­denser, 7 Thüringer. 1 Oldenburger, 3 Braun- so.wciger. 1 Anhalter. 2 Ha aburger, 1 Bremer, 2 Lübecker, 9 Bulgaren. 1 Chinese. 1 Däne, ein Danziger, 2 Etsah-Lothringer. 1 Finnländer, ein Japaner, 12 Lettländer. 14 Litauer, 1 2 Ham­burger. 1 Rorwegcr. 4 Oesterreicher, 4 Polen, 6 Rumänen. 2 Sowjet-Russen, 8 Schweizer, sechs

Die Besteuerung der Spekulationsgewinne.

lieber bie Besteuerung ber Spekulations­gewinne herrschen in weiten Kreisen noch vielsach Zweifel. Es sei daher für bie bevorstehende Ab­gabe der Einkommensteuererklärungen auf nach­stehende Ausführungen eines Sachverständigen verwiesen:

Rach dem Einkommensteuergefeh vom 29. März 1920 wurden grundsätzlich alle bei einzelnen Ber- äufjelungsgeschöften erzielten Gewinne für steuer­pflichtig erilärt. Durch die Rovelle zu diesem Ge­setz ist bie Vorschrift des § 11 Rr. 5 dahin geändert worden, dast eine Steuerpflicht nur dann gegeben ist, wenn der Erwerb eines veräusterten Gegen­standes zum Zwecke gewinnbringender Wieder - veräusterung erfolgt ist.

Diese Gesetzesbestimmung hat gegenüber den meisten bisher in den Einzelstaaten in Kraft be­findlichen Einkommensteuergesetzen Reues nicht ge­schaffen, sondern Bestehendes übernommen, unter- lagen doch nach diesen bie Spekulationsgewinne bisher schon der Besteuerung. Es kann hier be­sonders auf Preußen und Hessen verwiesen werden.

Richt alle beim Verkauf von Gegenständen er­zielten Gewinne sind hiernach steuerpflichtig, viel­mehr kommt die Steuerpflicht nur dann in Frage, wenn zur Zeit des Erwerbes bei bem Deräuherer die Absicht bestand, den Gegenstand mit Gewinn wieder abzustoben. Bei gewerbsmähigen Speku­lanten ist die Steuerpflicht stets gegeben, denn hier stellt der erzielte Gewinn Einkommen aus Gewerbe bar, das nach § 7 Einkommensteuergesetz ber Besteuerung unterliegt.

Die Frage, wann Spekulation vvrliege, wurde seiner Zeit bei Beratung des Preu b ischen Ein­kommen steuergesehes so beantwortet, dab diese an­zunehmen sei, wenn jemand einen Gegenstand laufe in ber Absicht, ihn nicht als Gebrauchswert zu behandeln, sondern als Verkaufswert. Diese Auslegung ist überzeugend. Hiernach ist die Ent­scheidung darüber, ob ein Spekulationsgeschäft vvrliegt, im Einzelfall nach den begleitenden Um­ständen zu treffen, toobei vor allem die Art ber Geldbeschaffung und bie Desitzdauer eines Gegen­standes, sowie die Verhältnisse, unter denen Er­werb und Deräuberung ftoitfanten. von aus­schlaggebender Bedeutung^ sind. So ist auch nicht erforderlich zur Annahme eines Spekulations­gewinns eine fortgesetzte Tätigkeit, es genügt viel­mehr auch der einmalige Abschlub eines solchen Geschäfts, wenn nut bie übrigen Voraussetzungen eines Spekulationsgeschäfts vorliegen.

Für die Veranlagung in 1922 dürfte es sich bei ben nach § 11 Rr. 5 EG. fteuerpfsichtige.i Gewinnen in ber Hauptsache im solche a rs B ö r - sengeschäften handelir. Angelockt durch die Erfolge einzelner haben weite Kreise des Volkes bie seither jeder spekulativen (Betätig mg fern- standen, sei es zur Derbesierang ihres Einkom­mens unb damit ber Lebenshall tng oder z im Zwecke des Erwerbes von Vermögen ihr Ziel durch Dörsenspek rlationen za erreichen versucht. Bei stetig zunehmendem Markst trz and dem da­durch bewirkten Empor schnellen der Kurse sind ohne Zweifel vielfach recht erhebliche Gewinne erzielt worden. In diesen Fällen dürfte die Steuerpflicht ohne weiteres gegeben fein. Selbst­verständlich kann von einer Besteuerung des Spe­kulationsgewinns erst dann bie Rede fein, wenn eine Realisierung ber Objette erfolgt ist. Har beispielsweise ein Steuerpflichtiger Wert­papiere zu Spekulationszwecken gekauft, bie nach dem Erwerb im Kurse gestiegen sind, so kann von einem steuerpflichtigen Gewinn zunächst keine Rede sein, denn ein solcher kommt erst mit ber erfolgten Veränderung in Frage. Ein Gewerbe­treibender mit regelrechten Duchabschlüssen, bie feiner Steuererklärung zu Grunde gelegt werden, hat bie Wertpapiere mit bem Anschaffungspreis w die Bilanz einzustellen, ist jedoch^ der Kurs­wert niedriger, so ist er berechtigt, letzteren an- »usetzen

Die Entscheidung ber Frage, ob im Einzel- fall ein Spekulationsgeschäft vorliegt, liegt beim Finanzamt. Der Steuerpflichtige hat die Ver­pflichtung alle innerhalb bes Steaenahres ge­tätigten An- unb Verkäufe in Effekten ufto. ge­bet Steuererklärung anzugeben, auch solche, bet denen er bie Besteuerung eines erzielten Gewinns für nicht gegeben erachtet. Im letzteren Fall ist nähere Degrünbung zu geben unb ferner fmb über Tatsachen, bie behauptet werden, Unterlagen zu erbringen, auch kann bem Ster«tofltchll9LU aufgegeben werben, seine Angaben durch Der» sicherung an Eides Statt za erhärten.

Unter den Begriff Spekulationsgewinn im Sinne des § 11 Rr. 5 EG. fallen Gewinne aas ber Veräuberung von zr Spekulationszwecken er- iptrbenen Grundstücken, Wertpapiere, Devisen, Forderungen u. a. _ ,

Erlittene Verluste sind stets m bem Hahre m bem erzielten Gewinn abzusetzen, m welchem

Lsän-ck-o-Slowalen. 3 Türken. 2 Htrainer, 1 Ungar. Eine ttel-ersicht nach Siudienfächem zeigt sol- ,__ö: Theologie 54, Rechtswissen-

lledizin 339. Veterinärnredizin 137, stützen sollen. I Philosophie 128. Pädagogik 5, Mathematik 42,

Die HandÄskammer hat ben Herrn Ober» I Raturwissenschaften 54, Ehemie 161, Pharmazie bürgermeister der Stadt Gieben auf bie Dachterle 22, Forstwissenschaft 65. Landwirtschsit 230, finanzieller Art aufmerksam gemacht, welche In- Staatswissenschaften (nicht ein geschlossen bie Stu-

dustrie rnd Handel daraus ervxich en, das» Preis- bterenben, die zugleich Rechtswilsenschaft st rdle­er Höhungen für elektrischen Strom ren) 219, Geschichte (nicht eingeschlossen die Stu- mit rückwirkender Kraft in der Regel dierenden, die zugleich Phrlologie studieren) 10, erst am Ende des Monats bcfcmntgegeben werden, Klassische Philologie 19. Aeuere Philologie 99. und um Abhilfe gebeten; leider haben diese Be- | Von ben 123 Studentinnen sind auS Hessen mühungen nicht ben gewünschten Erfolg gehabt.

Zur DekäTnpfung der In jüngster Zeit über­hand nehmenden Metalldlebstähle haben

75, Preusten 24, Bayern 1. Württemberg 1, Thü­ringen 3, Oldenburg 1, Anhalt 1, Bremen 1, ^llv ,.y.lwww___ Dänemark L Indien 1, Lettland 2. Litauen 8,

bie hes ischen Handelskammern eine Verschärfung Rorwegen 1, Polen 1, Sowjet--Rublaiü> 1, 11 (mlne ber Bestimmungen des Strafgesetzbuches unb die I 1. Im Studium verteilen sich die Studentinnen Einführung der K o n z e s s i o n s p f l i ch t s ü r wie folgt: Theologie 1, Rechtswissenschaft 3. Me- Althändler vor geschlagen. dizin 19, Philosophie 10, Mathematrk 6. Ratur-

Siner Anregung aus GeschLftsk.Äi«, Mg- SST161 Ä 96artnaäl* gebend, hat die Handelskammer ben Deutschen Irrdustrie- unb Handels tag

LL'l | | ' | AM,fc-'iy '-"'v v», - ----

wirtschaft 7, Staatswissenschasten 16. Geschichte 2.

ÄSL 8 £*» «rr»!?..« I

matir, 23 Raturwisfenschaften, 92 Ehemie, 9 Bhar- mazic 51 Forstwissenschaft. 102 Landwirtschaft, 80 Staatswissenschaften, 9 Geschichte, 13 Klassische Philologie. 76 Reuere Philologie. Die hessi­schen Studentinnen, die in den obenstehow ben Gesamtziffer von 904 mit 'enthalten sind, studieren: 2 Rechtswissenschaft, 13 Medizin, bcei

------. Ä . Philosophie, 4 Mathematik. 6 Raturwissenschaf- bezahlung bestcll.er Waren so.dem. DreHan- ten 6 Chemie, 3 Pharmazie, 4 Landwirtschaft, delskammer kommt gerne dem Wunsche ber ochwe- 8 Staatswissenschaften, 1 Geschichte, 1 Klassische sterkEmern nach, sie in ihrm Bestrebungen zu Phi^^gie, 24 Reuere Philologie.

unterstützen, dab solche U nji t te_ nicht Wetter Don ben 1864 Studiereirden haben bas Reise» ein -ei6t. obß- f '^loss-me V^ckräge erfüllt, bisherrge »^gnis: von Gymnasium 786 (darunter neu im- Lit-ferungs- i nd Zahlung^ be' i gingen beUeballm matritullert 196), von Realgymnasium 430 (109), und neue Bestellungen erteilt werden. Die Han- Don Oberrealschule 464 (83). Mit Zeugnis für das delskammer richtet demgemäb an die Kaufmann- 93 (23); 81 hiervon fallen allein auf die schäft ihres Bezirkes die eindringliche Ditte, ihren Landwirtschaft. Mit sonstigen Zeugnissen 91 (21).