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D. 287

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ed^BtUHel. 61.

Unfchrtft ftr Vrahtnach- d)t»w ImtUtriU^ PHMtBIwte:

roifhirt e. e. nm.

175. Zahrgang

Domentag, 6. Dejember 1928

GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

!>rw< et* Dtrltj: vrßhftfch« Uefetrltats-Be*- Stetiöraderd H. £ange In Gfetzen. Lchrfftletttn- et* -rschaflrftrle: SdfHltrafc 7.

llitfet leit ate ttrbti legeawum*« b e jum stochmittaq oort)ti 6b*t|«bt ßttbmbU^btii

PrtU fdt 1 mm|e fit Äiy'iq«" oon 2v mn Swltui lch8,auaw6N» 10®olbpfcnniq, für X«- hlam'.21n$'ig'no 70m u bttttf 35 ©olbpfennlq. Dfaioondiriit iJ . äui schlag - d«anteortlid) für Politik e. ^tuiDrlon Dr.^ntbr. ödl). Hong«, tüt btn uoti^tn Teil: trn|l dlumid)«tn, mrb'Tt Unt'igenlrd )Qn* BeA, a m il. J) in iti.' j e

Handelsbilanz und Luxuseinfuhr.

Tie SMbtnung brr glrobuftton im Itubrarbwt hat bte Wirtfchaft Im unbelebten Deutlchwnb 6oau gotttungen, Ächte, Roheilen, Rohstahl und andere Rohstoff«. Halb- ober Ferttgfabrikat«. die -ordern im Ttuhrgcbiet erzeugt toutben, im Der- mehrten Umfange au« dem 3u«lanbe dnj)uhipren 3niotgebenen ifi bte %eutkfre Slnlubr jn den rillen Don Oien in ein immer fiärtevee -uiiwer- bältnli zur Ausfuhr geraten Die Stnfuhr betrug in 1000 Doppelzentner im Apnl 63 961, im Mai 40 131 im Juni 48 066. Im Juli 41 596. un August 41203 Die AuSfuhr in ber gleichen Zeit "agegen nur 10 288. 9299. 8897. 10 540 unb 10 745

'Bte kann biete« Mihverhältrns beteiligt wer­ben? Sinmat durch eine radikale Derminbf u n g unterer Einfuhr unb zweiten« durch eine entsprechen b« Ötclgeruna der Aus - 'uhr. Die Drosselung ber Einfuhr wiederum ist aus zweierlei Degen möglich durch eine "Be- chränkung ber öinhibr aul lebe nswichlige ?ület unb zweiten« durch eine Produktion«. Weigerung im Inlanbe selbst, die den Bezug auch dreier lebensnotwendigen Güter Derminbert oder entbehrlich macht

Die Einfuhr einer bestimmten Menge lebens­notwendiger Güler ist nicht zu entbehren Schon tot dem Kriege haben tmr au« dem AuSlanbe ?,32 To "Roggen, 2,3 Millionen To Wetzen und 4,3 Millionen To andere Körnerfrüchte bezogen 5ür ein Künstel bi« ein Sechstel der Bevölkerung ruhten ßtf>3i«mittel eingeführt werden Durch die östlichen Abtretungen an Polen ist unsere Ernäh­rung nunmehr innochweilböheremMahe aus die Einfuhr angewiesen Denn diele Gebiete Westpreuhen, Polen, Teile von Oftpreuhen,waren durchweg« landwirilchallliche Ucberlchuhgebie e 5iazu kommt, dass die Hellarerträge ber deutschen Xoggenemle von 163 Doppelzentner im Zähre 1913 auf 11,5 Doppelzentner im Zähre 1920 und 12.6 $otbeüentner im Zahre 1923 jurüdqegang? i latb. Zcne Der Kartoffelernte ifn gleichen Zrit- roirm von 157.1 Teppelzenmer aul t>8.8 b\m. 149,4 T oppelzentver Der Schwrincbesta-nd hat lich rm heutigen Rebch«gebet von 22,5 Millionen un Zähre 1913 aus 14,7 Millionen am I Te- «cmber 1922 verringert. Die deutsche Milchvro- hahton ist von 12 Milliarden Liter auf 7.8 Mil­liarden Liter gefunfen Unter 'Berüdiüttigung ihre« Fettgehalte« ist sie sogar um mindesten« bte Hälfte jurüdgegangen. Die '7labrung«bede de« deutschen Bolle« ist allo verglichen mit ber DorkriegSseit, erheblich knapper geworden

Dir brauchen für unsere Kinder kondensierte Milch Denn die Frischmilch de die Landwirt­schaft liefert, reicht b?f armtem nicht au«. 'Mo­natsdurchschnitt der Milch-. Butter- unb Käfe- einfuhr 1922 : 28,55 Millionen Doppelzentner) Dir haben einen erheblichen Bedarf an au«Iän- büchen Sveilefetlcn Monats.urch'ch litt der Einfuhr 1922 28,55 Ml Innen Dopp lz ntner an M -vqatine und ähnlichen S ei ie.t-'n 65 51 Millionen Doppelzentner an Schnalz und Cd- margarine, 104.79 Millionen Dovreizentner an pflanzlichen Gelen unb Setten) Auf deutschem Boden wächst kein Rei « t Mvn.USburchschnitt ber Einfuhr 1922 157,95 Millionen Doprelzent- ner). Ebensowenig kann bie deutsche Tertilinbu- flrie ohne die Einfuhr auSläntzi'iöer Baum­wolle au «kommen (Durchschnittihe Monats» einsuhr 1922 . 261,55 Doppel e.mer ) Die Me- tollinbuftrie mühte ohne bk Derarb.-itungSmög- lichkeit ausländischer Erze zu Grunde gehn Denn durch den Verlust von Slsvst-Lothring.'n unb Schlesien ist unsere eigene Si>enerzprodultion von 211 Millionen Tonnen auf 7' .. Millionen Tonnen im Zahre vermindert worden, die Pro- tmktton an Zinkerzen von 646 000 Tonnen auf 68 300 Tonnen jene an Bleierzen von 38 000 Tonnen auf 26 200 Tomen Der benötigte Best muh onbrrttoobcr bezogen trerb- n Die Einfuhr an Eisenerzen im Monatsdurchschnitt 1923 belief sich hoher nut 0178.2? Dnpp-I'e-Nner

Diese Einfuhr lebensnotwendiger Güter Ist auch bet einer forcierten Hebung ber landwirt­schaftlichen unb ber Montanprobuktion nur zu einem geringen Proz-nt ah Hera bzum indem Um Io entlchicbener must alle Einfuhr nicht- kbenSnortDenbiger er im Interesse der Akti­vierung unserer Hand lsbilanz bekämpft und Der- minl-ert werden, zumal bie Einfuhr von Lur ii «waren Zu dieser txrre bSiren Ein- tuhr gehört in erster Lin e die Einfuhr von Seifen. Parfümerien Schok l iden T am va an er Kognak Ltloren, von Spitzen Stidereien. von Seide unb Samt, von Zigaretten. Blum n ufw Zwar sind wir infolge de« Sr ebcn«rertrage« verpflichtet. eine ganze Bei he von Lurus- tnuven zollfrei herebtzu af en So u a im Lause je eine« Zahre« au« Sllatz-Lothrtnge-i Seidengarne. -gewebt und Stidfeid' 755 0.0 Si o- gramm. Modewaren und künstliche 'Blum, n 100 000 K lrgramm. Busse unb ander' F"ü ht? 1 000 000 Kilogramm Branntwein aller 2r 25-000 Hektoliter. Lchaumwrtn 1 300 00? Flaschen D ine aller 2rt unb Most 229 000 Hektol i w Musik­instrumente 40 000 K logramm Älhigk ilen Talao unb Schokolade 3 000 000 Kilogramm Tabak r h und nererbritet ^00 000 Äi'o.tramm Seüen 907000 -Kilogramm. Becher aromat Stoffe. B ech unb Schönheitsmittel ufw 1 000 003 Kilogramm

Mein niemand kann den deutsche- tmpor'- banb'l zwingen, diese Daren nun auch tat­sächlich nach Deutschland einz -führ n ?liemanb karm den deutschen Käufer zum Äon,an von Lukuswaren nötigen Denn die de-utschm 3m?ar- teure und die breiten Massen ber Käufe' ge­willt find, den Kauf au-ländischer Luriswaren völlig , u meiden, würde de Zwvrg jeder zollfreien Einfuhr von Lutu-waren hinfällig

Parteien und Ermächtigungsgesetz.

Das Kompromih in erster uni

Berlin. 5. De» lPriv-Tel.) 2bn Hegte- rungsiisch Beuch«kanzler Mari. Innenminister 3 a r r t«. QUihcnminifter Strefemann

D>g Schei bemann lSoz > Die sozial­demokratische Fraktion ist mit Büdficht auf die ungeheure ernste innen- unb aufjenpolitüdx Lage.

iüivi»i^ u/iu^iiqx: ^miq^iüungcn vrfDrbcn, »u dem Srgebni« gekommen, dem von der Reich«, legierung gefrrberten befristeten Srmachligung«- gifeb zuzu st Immen mit ber Mahgade. dah einer Vertretung be « Veicheiage« eine solche Mitwirkung zugesichcrt wild wie dem Veich« rat In ber Ausschaltung de« Parla­ment« unb der vorwiegenden Inanspruchnahme 7e3 Art 43 erblidt die Fraktion eine schwere Okfabr Die soziald^mokratilche Fraktion behalte ihre fachliche Stellungnahme zu allen Mahnah- men ber TUgierung vor Die grösste Cpfcrbereit- schaft komme ben#n zu. deren Leiftun^suhigteit am grössten sei Die TCegicrung dürfe nicht zurüd» sd reden oct einem Zugriff aas die Lermogen«- substanz Die Sieben« mtctvfl en der beflhlofen Dvlk«kveise müssten dagegen geschont werden Red- ner schliefst mit dem Wunsch dah das deutliche Volk ba ldmöglich st gefragt werd.- wie c« die Aeich«Politik geführt leben wolle Er verlange die Aufhebung de« mituarifchen Aus­nahmezustände« un> Sicherung de« Rechte« der Bhein- unb Auhrbevölkerung frei unb unbeein­flußt an den Aeichstagswahbn teilzunehmen

>g Dr Kaa« lZtr.f erklärt, bah

bk Begründung her letzte» Regierungskrise In tDcite» Kreisen bei deutschen Dolke« nicht der» standen worden

fei, am wenigsten im befehlen Gebiet, wo man kaum wisse, wie man sich unter der Ducht der gegnerischen Angriffe Der erdigen solle Die Däh- rung«- unb Finanzslagen seien heute ber Kern­punkt Kaum 1 Prozent ber 6taat«au«gibcn tei-*n durch Einnahmen gebedt Da lei schalle Arbeit notwenbtg bei ber das Parlament zurüd» treten müsse Der Äedner geht bann aus die Frage ber befehlen Gebiete ein unb brüdt dem "Reichskanzler bad Vertrauen au«, bah diese Fragen auch in ihrer Gesamtheit ba« erforder­liche Interesse finden werden Da« befehlt ®t- blr mühte jeder Regierung den Kampf ansagen, die den Grundsatz der unbedingten S ch I d- salsgemeinschaft ber befehlen Gebiete mit dem Reiche preisgeben wollten lBeifall > Vlemal« fei im beutschen Volke der Dille zu einer Ver- ftänbigung mit Frankreil fr stark getreten wie heute Die selbstverständliche Grenze lei bie V u rf- 11chtnahme auf unsere Leistung « - sähigkeiI und bie Wahrung ber Aeichs- eInheit Die lokalen Besprechungen unb Ak­tionen sind von keiner Seile ctidn in ber Ablicht geführt worden, bie verantwortliche Aeichsregie- rung auszuschallen ober ihre zentrale Aktion zu sabotieren

eine Derschiebwig unserer Grenze kommt am keinen Preis in Frage.

Dem unter der Mach! de« Terr-rs sich gewisse Ermüdungserscheinungen unb3ulonomiebeflr-bun- gen zeigten, so qeichth bas nicht. wr,l man mit den S?c«|ungpbefttebungen IhmTatbilierie son­dern weil man fürchtete unter dem Drud des mi­litaristischen Frankreich schlichlich doch vor einem derartigen Sntschiuh gestellt zu werden (Bei die­sen Worten entsteht auf der Vech'en unb düster­sten Linken groste Unruhe Von rechts wird gerufen: Sie entschuldigen alfn bie französischen Separattslenl) Der Redner heft reitet ba« energisch unb zitiert einen Artikel der .Deutschen Allgemeinen Zeitung", in dem au'gesordert wird, bah die Zahlungen an die Bevölkerung de« be­setzten Gebiet« sofort eingeftelli werben Denn trenn da« Aheinland Een Franzokee als reise Finch! in den Schah fällt, müsse wenigsten« bas übrig-* Beich erhisten treten Akrt K >ns verlangt zum Sch uh ein? intematicmale D.-r'iän- tigung in ber OtbeinlanZXvaqe i Veifall )

Adg Dr Scholz <D Vp j Bei an« muhie man lölltg« Verantwoetungstvügs.it ber Frak­tionen feststellen Die Forderung nach neuen Wahlen sei zwar verständlich man müsse aber bedenken, dah unsere auhenpvltlische Lage da­durch katastrophal verschlechten würde Gute Ri- gierung. hinter der (ein Art-chstaz stehe, werde überhaupt nicht aktivns uhig sein

zweiter Lesunq angenommen.

Ada Hergt (Dn ) wendet 'ich gegen den Vorwort der V<rantworwng«loligk. st de Frak­tionen Er habe gegenüber dem Reichspräsidenten die Bereitwilligkeit ber Deutschnationalen, eine Begfenmg zu bilden,

bei neuen Xegier^ng a.izaw.uben f^u, e i ie Nul­lösung de» Reichstags in blanco für spa­tere Gelegenheiten zur Ver ügung zu steilen. Er habe hiiizugeiügt. dah bie beullchnuiioiiuli wohl die einzige Parte, sei. die die Wahlen nicht zu sürchlcn biauche ILärm und Heiterkeit > Ter Aelchspräliben, habe ablehnend geantwortet, und bie Deutsch nationale Volks Partei habe ,n einem Offenen Brief Dem Aeichspiasibenlen die Ver­antwortung dafür uberlalsen muilen. dah in einem pailamentätlichen Sinne eine Lösung au« d m Konflikt geiucht worden fei De Oiedner schlielt mit einer Erklärung, in i>er e« hei HI. dal bas Volk die Hoffnung aus eine günstige Wendung nur darin sehen könne, dah rech«»gesinnte Krei o bestimmenkxm Dinfluh aul die Regierung be­kommen Der längst überalterte Aeichsiag mulle au f g e l ö ft werben Tie Erklärung stellt zum Schlot, lest, dah die Deutschnationale Volkspartei der jetzigen Aegierunz kein Vertrauen ent- gegenbnngen könne und t>cm Ermachligungsge etz nicht zustimmt <Beifall lecht«, allgemeine Be­wegung |

Adg Dr Haas betont bte Sachllchk.-st unb ruhige Utbrrlcgung be« neuen Kanzlers, die zu­nächst für bas Vertrauen der Demokraten mitbe­stimmend fei Die fortgesetzten Knien seien für die Elistenz unseres Vaterlandes gefährlich

Die Sozialdemokraten haben einen sehr schwe­ren Fehler begangen und bei ihrem Mist» kranensvotnm nicht an die Folgen gedacht. Ge­rade tn dieser Zeit sei der Mnt der Unpopu­larität da« Gegeben, gewesen.

Dir Koalition in Pneusten habe sich gewehrt Republik unb Staat feien besser gesichert, wenn die Dvutschnationalen nicht in der Aegterung sind Der 'Rebner tritt für eine Politik ber Versöhnung zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft ein unb fordert bte Svzwldentokvalen dringend auf, den Mittelparteien die Fortführung &r bisherigen Prlitik nicht unmöglich zu machen Die Haltung ber Demokraten werde sich nach den Taten der Regierung richten Sollten sie im Widerspruch mit den Forderungen der Demokraten stehen. Id kündigt ber Redner ber Regierung schärfstes Mist- trauen an.

Abg Leicht iBayr Vpl ) weist barauf hin. baf) im deutschen Mike sich eine bebrütende Schwenkung nach rechts vollziehe Die reue Regierung habe keine zuveriässige Mehrhe it hinter sich Auch der Bitzerischen Volks Partei sei es schwer geworden, den Ab ,e- ortneten Emminger als Zustizminister zu stel­len. Don einigen Leuten werde es al» eine schwere Belastung angesehen, tast drei Bayern im n»uen Kabin.lt vertreten seien. Der Redner stimmt dem Ei machtigungZgcfeh zu. spricht aber die Erwartung aus. last die Reichsregierung die in tem bayerischen An rag niedergelegtei Wün­sche beru(Nichtigen wird, und betont, dah der Eintritt Dr Emmingers in das Kabinett keine Wendung für die Fraktion bedeutet

Aog^ Solle in (Komm.) sieht in der Er­klärung der Sozialdemokraten das schändlichste Tvkument der Untertoerlunq und in der Reite- iungserllärung den Mantel für den wirtlichen Her rg. des Militärbefehlshabers General von Secdt Di Kommunisten wurden sich nicht mund­tot machen lassen

2tbg v Grase tDvrlk.> b zeichnet das Sr- mächngungSg setz in der in Au 'sicht genommenen Form als geradezu lächerlich Das erste Kadi;ett Llre'emann Hobe sich au( 'inen roten Sod l geftdtt Es sei dem blonden Sch lei Str lema nS eine schwiize Perrucke üb-rgeft stvt roorb n All in in ber beutschv lktsch n Freiheitsbewegung seien d e Ärältc vorhanden die D-utschland wieder in die Höhe bringen könnten

Da» Eimachtigungsgeletz wird alSdann in erftei und zweiter tie'ung mit dem Kompvvmist- antrag über die Anhörung eine« l^er-Ans- schust?« angenommen. Dona r kog 3 Uhr: Dritte Lesung des Ermächiigungsg setze«

sein Das sollten sich vor allem jene merken d e bisher gewohnt warm b.n 'che HsttOschuhe. sron- 4Ölilcv«ii Sek: oder Kogn t belgisch.- S i en oder Schwerzer Schokolabe englisch. Seile ober Z ga- rctlen. hplland schen Tabak zu Lnfunrieren Zeder Kaul ist trutc etne nationale 2bt ;e eg n eit und sollte nienwts ohne Ueberlegung über 'eine Volkswirtschaft lechen Folgen vor sich gehen Das sollten sich aber auch jme Importeur- unb Händler gesagt sein saften t-re rr privat- wtrtschastlich bcnLn unb um ihres per'ön- nd>en Dvrteil« willen ben Volkswirtschaft. Ifchen Schaden der Lurusrtnfuhr nicht feien oder nicht sehen wollen. Rur die gemein- schaft^icheVerantwortung kann uns a.i« dem Ehav« retten. In dem wir stehen!

Die Aenderung der Besetzungs­methode.

Pari«, 5 Dez (WTB i Zu ber gestern a>»gekündigten bevorttehenden OkiCerung der Be- setzungsmethode schreibt der .Petit Pansfen- Ttrte« Sretgnts beweist vor allem, tw aus­gezeichnet die von Frankretch Im Zaiuiar an-

gewandt« Methode der P'andnatzm.- a».ir ct*r Iie wird auch einen günstigen Etnllust atl die Arbeiten ber Lachverttänbiger.auslchülle au«aren, die die Reparaljonskvmmi'lion zum Studt rm ber bcutlch<ii Hillsquellen bemnachst ernennen most

Tie Sachverstäubigen. bie sich gewitz nach dem Bahrgebiet begehen werden, werben feststellea können, baß bie Bemühungen ber französischen Ingenieure ?mb Siseubahner, weit bavon ent- fern, Deutschland zu verarmen, in weitestem Maste dazu geführt haben, neben dem wirt­schaft lirhen deutschen Ehao« ben Reichtum bet rheiursch-westfälischen Industrie zu erhalten, wo« locht n-rtefc'en werbe, (n starkem Maste die Cölung bet Reparattonsfrag« zu erteichlem Man fürcheel also In Pans mit Recht das ver­nichtende Urteil brr Sachverständigen über die bi« de rage wrrtlchastzrrttö ende Besetzung« nie ho de und mochte nun in letzter Minute durch einen Systemwech'el dfrfem vorbeugen Die Lachver- ftärtblqen werben sich aber schwerlich durch dte'e I Poteinkinfchen Dörfer iyr objektive« Urteil trü- | ben lassen.

Eine Ruhrdebatte im Preußischen Landtag.

Berlin, 5 Dez iPrtv -Tel l Auf der T-rge-vrtnung steht als erster Punkt eine Reibe von An fragen und Anträgen übe; Rhein und Ruhr Ministerpräsident Braun Die Hvlftn.ng. nach Aufgabe de« pa'iioen Wider­stande« würde sich da« Wirtschaft leben der be- sevten Gebiete neu b«-febcn unb bi.- mifhärifrfv Bdrudring nachlallen hat ge äulcht Der mili­tärische Diud lallet mit urrn.-rm; ,beiter Wucht aul bet Bcoöltcrung Dazu kommt bie Aktion fervra!istt!ch.-r 'Bauten, die mit Nanzülischeni Dxld finanziert mit franrölilchen Waffen aus­gerüstet unb von fvanzöli'chen Tiupven unter­stützt werden Reuerdings Icheinen alleiöhig« den frauzöfifchen Befatzungsbehörden fclbfl ihre lepa- i.r istpchen Sdrußlinge unbequem zu werden. da.zu hat hauplfächlich auch der Umstand lx igel ragen, d»l> die gefanrte Beoölkerung der Bewegung ener- gi'ch Widerstand entgeqen'etzt iL-bh Beifall ) Die Arbeiistofigkeit ist riefig gro*; die Srnäb* rung«loge verzweifelt So habenBerliner Be- ridxertlatter einer englilchm Zeitung darauf hin­ge wiefen. daf

aDqtnblidlid) hn Ruhrgebiet mehr Leute hungern al« sonstwo m ber Welt

93 Prozent bet Berg werte lägen still, 40» pvli- tilche Gefangene befanden fich tn den Gefäng- ui'len. DaS Schlimmste aber ist bah bie $tn- biuchsmachte a le« tun. um eine B sst'rung ber Lage zu vereiteln An Stell? ie« aufge­gebenen beutldxn pafllven WiberNantel I I offen­bar her paflive Widerstand der Fran­zosen getreten Leider haben fit, Stimmen mit der Behauptung he.vorgeoogt das unbesetzte Deutschland habe di. BeUDlkiung an Rhein und Ruhr Im Stiche gelassen oder wolle ?8 tun Demgegenüber «rfläre er Wl Haden unfe c ,het» ntldjen und westsolischen Volksqe wller in ihiem schwoen Abwehrtamps nicht im Stich gelassen und werden e« nicht tun. Hinwei'cn must (ch aber daraus da st angesichts 6er Zerrüttung ber deut- Ichen Währung dem Zahlenkönnen von Unter­stützungen enge Grenzen geletzt worden find Schon letzt haben erhebliche Einschränkungen fjlgen müssen Grvhe $hvi,e der B.'v0lkering, insbesondere die schwer notlndende Arbeitor- bevölkerung der CTnbahnegfbiete sind in ernt r-erzw.-ilelle Lage gebracht tvorde Daduich sind auch in durchaus deutsch gesinnten Kieisen Lo«. löfungS- unb staatliche Delbständ>gkeitsbestredun- gm hervorgerusen tnotben Sicher waren alle Parteien im Rh.inlanb bann einig dah e« n i ch l opportun lei. unter bem Trik bei Beleyung eine Sinnesä-itzerung. dir nach 6.. Rechsoenal- fung möglich ist, über biefe F agen herbeizu- fübren, benn

e« nnterliegl keinem Zweifel, bafi unter den obwaltenben Derhältniffeu bie Loslösung ber Rhetnlanbe von Preustrn ber erste Schritt zur Loslösung vom Reiche wäre.

Tahin gebt ja dir Iranzösijche Politik Der QHI- nifterträfibent stellt fotrnn l< 1 baf" ber au« den Parteien und Wti tlchaf tsverdinden g.bill>ete Iber-Ausfchuf' bei den 'BcihanMungcn mit 6cm Vor'itzcnden 6er Rheinfan6kommi'fion seine Zu­ständigkeit, die sich lediglich out wirtlchnstliche unb soziale Fragen crtlivdt?. well über- schrillen unb bie politi'chen und ftaatÄredX- lichen Fragen über bie staatliche Umgestaltung des Rheinlandes in de - Vordergrund der 3r- övferung gestellt hat Wird doch in gewi".-n Krei­sen bereits gesprochen von eitern selbständigen L'- otsgebilde am Rhein mit eigener Steuer­hoheit unb selbständiger Verwaltung Allen die­len "Bestrebung?" fr pr.-ustl ch? StaatSreqie» rung bisher ben eni ebensten Wider- fkruch entgegengeleyt T lingt c«. die Wirt- fchcst wieder in Ordnung zu b.ingen, dann dürfte eS auch möglich lein, dem besuchten Gebiet auch in sozialer B.-aehung bte Leistungen zu geben, die im unb-leyten Gebiet gewährt werden können Die Bevölkerung de« unh?|.tzen Gebietes'fe bereit fein, auw das letzte <3tud Brot mit den bedrängten Voltsqenclfen zu tetlcm Dann werd« ber innere Zufammenhang mit Preub-tn unb der grosten beutfden Volksgeineinlch»ft niemals ixr- Ionen geben «Lebhafter anhaltender Beifall. Lärm bei den Kommunisten,

Ahq Haas (6 Rach dem »r in Ruhr gebiet den w rt'chaftlicheii Krieg rertor-'n l ob m <7^beitrt Fvanstr-ich rei! äuhe-'te Tirrgle c bet Verwirklichung be« Programms be. '?encrj|» Foch ben Rhein zur Gr mze zu mach n 7i 2ln- deukungen über einen leibst indigen Rh instaa' sind daher durchaus nnt Vorsicht auszun.hmen.

Daß durch einen Rheinstaat für bie Bevölke­rung etne wirtschaftlich« Besserung herbcigr- führt wstrd ist ein gefährlicher Trugschluß. Wie konnte man überhaupt au' ben unglaub­lichen Gebonken kommen h nli chtFch be "2frb-. it ?- loTcnuntcr'tünung -w shen besetz>«m unb unb '-tz- tem Gebiet zu unt^-rtheben Auch ba * Rhei la b muf) ein weikbc'täichtge« Zahlung mitt' j en wenn bie Bande mit bem unbe'etzien D ut'chtr b nicht zeniften werden loben Dtc Bilbunq des 15er-Au«fchukse« hebentet gevabez i ein Defah W-nn nicht ferne Kompeten>,»>i 1t'i u :rif'c:t u'O bie politischen Fragen von jebet Dt ku io - cu«- geschlossen werden Die führender D rftchaf>>- märmer verfog-n jetzt zum Trtl l-tfachliy do« Ziel, bie Ruhrtvhi« an bic sranzösifchen Trze iu btnbat

Abg Schw « ring (Z.) Wen» 6»e preuhtsche Regierung für bN Wahrung oon Preuhens Stei­lung nn Reich cbento kräftig etngetreten wäre Dte bas bte SaOrntdx Reäter»no tncser f&c