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Turnen. Sport und Spiel.

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Für Zughunde soll die Steuer 6000 Mark be­tragen. Entsprechende Vorlagen gehen an Me Stadtvervvdnetenversannnlung. Hinsichtlich der Finanzierung der Universität soll zwischen dem Staat und der Stadt ein Vertrag ge­schlossen werden, wonach der durch eigene Sin- nahmen und ReichsbesoldungSzuschüsse ungeöedle Finanzbedarf der Universität jeweils zur Hälfte vom Staate und zur Hälfte von der Statft getragen wird. Für die Inanspruchnahme der städtrichen Anstalten und Kliniken für blnrverfitätszwecke soll eine angemessene Erstattung erfolgen.

fpd. Frankfurt a. M., 5. 3uni. Der Ma­gistrat setzte den Stundenlvhn für die städtischen Arbeiter auf vorläufig 3650 Mark fest.

* Der G iestener Sportclub vrn 1900 besuchte am Sonntag mit seiner l. Renn- mannschaft die Hessischen Kampsspiele in Kassel und die Rationalen Wettkämpfe des T. V. 18 60 Frankfurt. Auf beiden Veranstaltungen waren die (Siebener erfolgreich und binterfieben den besten Eindruck. 3n Kassel wurde am Samstag dec Jugendliche Seipp Zweiter im Hochivrung mit der beachtenswerten Leistung von 1,61 Meter. Das 60-Meter-Hürdenlaufen. das er besonders gut beherrscht, fiel leider aus. Am Sonntag lief Kallenbach die 5000 Meter nur 4 Sekunden hinter dem Westdeutschen Meister Walpert, Kassel 48, in 17,59 Min. als Zweiter nach Hause. 3n Frankfurt waren die (Siebener Teilnehmer vom Pech verfolgt, Fischer zog sich im Endlauf der 4mal lOO-Meter-Stafiel, mit klaren 2 Meter vor Wiesbaden, Mannheim und Frankfurt in Front liegend, eine Muskelzerrung am rechten Oberschenkel zu. 3m Ziel trennte ihn vom Sieger, dem Sportverein Wiesbaden, nur Handbreite. Diese Entscheidung rief nicht nur im Kampfgericht selbst, sondern auch bei zahlreichen Zuschauern Widerspruch hervor, da viele die (Siebener in Front gesehen haben wollten. Das Rennen selbst ging nur durch Fischers Unfall verloren. Auf jeden Fall war die Differenz derart knapp, daß die Zeitnehmer keinen UnterschiÄ) seststellea konn­ten. Sowohl die Wiesbadener, wie die (Siebener Uhren zeigten beide 45,5 Sek. Also für den ©iebener Klub eine ausgezeichnete Stafselleistung, wieder 5 Zehntel-Eeku, d:n unter ihrem bis­herigen Rekord. Fischer, der seinen Dorlauf und Zwischenlauf mit grobem Vorsprung gewonnen hatte, konnte auch infolge seiner Verletzung den Endlauf nicht bestreit n Paulus startete nur im Diskuswerfen und Schleuderenllwersen. Er wurde beide Male hinter dem Deutschen Meister Slein- b.en e Z rx'ft ' m t 3 OZ M:t r bzw. 'O 39 M. ter.

l Letztere Leistung ist beachtenswert.

* D i e Gauligaelf des (Siebeneri S C. v 1 900 spielte am Sonntag in Rort - beim anlästlich der Südha.rnoverschen Karnpf- spiele gegen den Südha.nnooerschea Meister, Spiel und vport Rortheim, eine sehr spielstarke Mann­schaft. 1900 gewann dieses Spiel 2:1 mit hervor­ragenden Leistungen, die die Zuschauer wiederholt zu Beifallskundgebungen hinrissen.

* E. Paulus, 5er westdeutsche Rekordmann im 110-Meter-Hürdenlauf ist von der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik zu den Ausschei­dungskämpfen für Göteborg am 10.3ant nach Hannover eingekaden worden P. macht bereits seit Monaten ein strenges Training durch, so dab man von ihm beste Leistungen erwarten kann. Er wird in Hannover auch im Diskuswerfen an den Start gehen.

*" Die nationalen Schwimmwett- kämpfe in (Sieben. Für die om 10. Juni stattfindenden groben nationalen Schwimmwett- karnpfe. veranstaltet vom (Siebener Sport-Club von 1900, sind insgesamt 23 Vereine mit 194 Schwimmerinnen und Schwimmern gemeldet, und zwar aus Köln, Deutz, Kalk, Rheydt. Oberhausen, Krefeld, Siegen, Frankfurt, Oste ibach. Hanau, Höchst, Mühlhause ', i. Th., Ludwigshafen, Darrn- j k (tobt, Wetzlar, Lcw.burg, Elz, Diez usw.

®ernii^d)tcö.

Gin westfalisches Zehnrausendmarkstück.

Die Prvri:l> Westfalen hat ein neues Rat- ne ( b herausgegeben und zwar Ha r taeld- ftüdfe über 10000 Mark. De Stücke stnd aus einem billiger,i Metall hergestellt und aasten vergoldet. Sie wirken in ihre. Grobe wie eine geschmackvolle golbene Medaille Dir eine Seite desGoldstückes" ziert ein Bildfts des Frnherrn d. Stein, der von 1784 bi3 1804 in Westfalen ge- toirft und namentlich auf dem Gebiete der Finanz­reform sich betätigt hatte, um später, nach den Befreiungskriegen, wieder nach Wrft alen zu zie­hen, wo er 1831 auf förem Gute Kappenberg starb. Die Rückseite der Münze zeigt das sprin­gende Pferd des westfälischen Wappens und die Ziffer 10 000. Cs ist charakteristisch für die Ham­sterwut da st das Zehntause.-dTnarkstück tn Berlin schon für 100 000 Mark a gekauft ttxrb.__________

Schkonues Ende eines Wilderers.

Berlin, 5. 3unt DieD 3 meldet: 3m Orania bueger Forst mirbe vor einigen Tagen ein Mar. n ohne Auswcispapiere erschossen aufgefanben. Wie Krimi,lalbeamte feflftdlten, handelt es sich um einen Eilenbahner, der zusam­men mit einem Schlosser wilderte und bei dieser Gelegenheit von dem Förster onge- schossen wurde. Es besteht der dringende Ver­dacht, dast der Schlosser feinen Zagd- genossen ein Stück fvrtgeschteppt und dann durch einen Rachschub getötet hat, seine Pa­piere, sein Gewehr und seine Sachen weggenom- men und sich nicht weiter um ihn gekümmert hat. Der Schlosser wurde, ebenso wie dir Frau des Eisenbahnarbeiters, die derItegünftigung der Tat verdächtig ist, verhaftet.

Schweres Autounglück. Bier Lote.

Be u t h e n, 5. Juni. (Wolff.) Dlättermeldun- gen aus Antonien Hütte zufolge tarn am Sonntag nachmittag ein mit acht Personen be­setztes A u t o in der Rühe des Dominiums Grost- panlow auf der abschüssigen 0trabe zwischen Or- zesche und Panlow vermutlich infolge llebcr- lastung ins Rutschen und fuhr gegen einen Daum Dabei ging die Beleuchtung aus, und als der Chauffeur wieder auf die Fahrrinne kommen wollte, fuhr er erneut gegen einen Daum. Durch den zweimaligen wuchtigen Anprall wurden sämt­liche 3nsassen aus dem A. geschleudert: vier waren sofort tot, drei srhw . verletzt. Der Chauf­feur kam mit geringen Verletzungen davon. Das Auto ging vollständig in Trümmer

Fliezerabstur- in Tripolis. Vier Tote.

Tripolis, 5. Juni. (WTD.) Während eines Fluges von Eliten nach Homs st ü r z t e ein Flugzeug aus einet Höhe von 30 Metern a b Die beiden Piloten, zwei Leutnants, ein Sergeant als Beobachter, und ein Leutnant als Begleiter, waren sofort t o t, ein Mechaniker wurde ver­wundet.

Ans dem AmtsvcrkündigungAblatt.

Das Amtsverlündigungsblatt Ar. 42 vom 5. Juni enthält: Aendcrung dec Ber- ortmnng die Ausführung des Gesetzes über die Ausübung des Husbeschlags betr. Erhöhung der Gebühr für die Benutzung des Bohrxeuges der Geologischen Larchesanstalt. Fleischbeschwige- bühren. Gebühren der Orts- und Polizeioiener. Sprungregisterauszüge 1922. Lagerung von Getreide und Heu. Erwerbslosen,ürforge. Miete für Dienstwohnungrfi der Lehrer. Dienst­nachrichten. Feldbereinigungen Harbach und Wieseck.

Büchertisch.

Bon der 75-Iahr-Feier der Eröffnung dec ersten deutschen Rationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. am 18. Mai 1848 bringt die soeben erschienene Rurnmer 4101 der Leipziger3 Hu ft vierten Zeitung" (3. 3. Weber) ein fesselndes ganzseitiges Bild. Don den außerdem erschienenen vorzüglichen 3llustrationen verdienen besondere Erwähnung Der erste Bruch" nach einem Gemälde von Pro­fessor Joseph Schmitzberger,Generalkonsul Dr- 3ng. h. c. Reinhold Decker, Führer der rheini­schen Grvbindustrie", von Professor Walter Pctersen sowieDer Krupp-Prozeb in Werden", in welchem dec Chef der Kruppwerke. Dr. Krupp v. Dohlen und Halbach, von dem französischen Kriegsgericht zu 15 Jahren Gefängnis und 100 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt wurde. Als hochinteressante Beiträge enthält biefe5 Heft weiter die reich illustrierten und flüssig geschrie­benen Artikel von Dr. Egbert Delph über Dago- E*crt Pechr, von Colin Rob überDaku und das OcTmecr" sowie von Hans Ostwald überGesellige Freuden unserer Voreltern". Die Goelheliebhaber fesselt ein Aufsatz von Professor H. A. Korfs Bedeutung der Goethezeit". Auher einer Ro- vclle von Richard StrohschneiderDie Glück­lichen". einer Wiener Skizze von Carl Marilaun Der kleine Iellinek" sowie einer allgemein inter­essierenden AbhandlungDie Selbsteingebung im Dienste der Perfönlichkeitskultur" bringt dieses Heft Ailfnahmen hochaktueller Ereignisse und trägt auberbem der kommenden Sommermode in Wort und Dild Rechnung.

Rhein und Ruhr im Dild. Unter dem TitelDer deutsche Rhein" ist im Verlag Carl Gerber, München, in der Reihe der populär geworbenenDeutschen Bilder" der Reichszentrale für Deutschs Berkehrswerbung ein neuer (vierter) hervorragend ausgestatteter Band erschienen, der von grobtem aktuellen 3ntereffe ist, ist er doch dem so Heist umstrittenen, schwer heimgesuchten Land an Rhein und Ruhr gewidmet. Schlösser und Burgen, Dome und Städte vom Rhein, lieb- umrauscht und sagcmumschlungen, all die herrlichen und erhebenden Stätten uralt deutschen Lebens, deutscher Gesittung, deutscher Kultur, deutscher Peesie und Sage treten hier vor Auge und Seele des Beschauers. Dazu Bilder von den Stätten der Arbeit im rheinisch-westfälischen 3n-

bubriegebiet, wo deutsche Kraft utxb deutscher FleiK in der Heuerlohe gigantischer Hochöfen tagauS tagein das Sregfriedschwert deutschen Geistes schmieden, vaS unüberwindlich ist trotz allem! Hier in diesem wundervollen Buche, Seite auf Seite, unausgesprocken und doch deutlich txrmebmbar. wiederholt sich das Mahn wort: Deullchcr, denk' an deinen Rhein, denk' an feine grobe Geschichte, denk' an seine stolze Vergangen­heit und hafte ihn fest mit bchtem ganzen Herzen! Dies Bttch ist ein Weckruf, vor allem gerichtet an die deutsche Jugend, die Deutschland- Zukunft und Hoffnung ist. Ihr soll es in die Hand ge­geben werden, sie soll daraus lernen und erkennen, um was eo geht bei dem Kampf um Rhein und ^kkuhr.

Handel.

Berlin, 5. Juni. Börsen stimm ungs» bild. Am Vormittag machte sich unter dem Einflub der angekündigten Regierungsmastnahmen gegen den unberechtigten Devisen handel am Markte der ausländischen Zahlungsmittel ein all- seitiges Airgebot bemerkbar Die Kurse erfuhren einen recht beträchtlichen Rückschlag. Der Dollar setzte mit 67 000 ein und ging dann bis zum Mittag auf ziemlich 61000 herunter. Bei den älmsätzen baadeltr es sich um zahlreiche, aber fast ausnahmslos wenig umfangreiche Posten. Bei Feststellung der amtlichen Kurse machten sich vielfach Versuche bemerkbar, die abgegebenen Be­träge w der emzud:cken. Bei dem Mangel an wei­teren Abgaben jedoch konnte dies nur unter Steigen der Preise erfolgen, so dab die Haltung eine entschiedenere Festigtest erlangte. Die Stim­mung der Effekten folgte im allgemeinen den Schwankungen d.r Devisenpreise, doch war die Ab­schwächung verhältnismästig wenig belangreich, n^äbtenb die Befestigung sich später entschiedener zum Ausdrmck brachte. Größeres 3nteresfe zeigte sich für Schiffahrtswerte.

Frankfurt a. M.. 5. Juni. Börsen- stimmungsbild. Am heutigen Börfenruhetog trat am Devisenmarkt etwas stärkeres Angebot hervor, so dah die Kurse einen weiteren Rück­gang erfuhren. Schon in den ersten Morgenstun­den ging der Kurs für den Dollar von 68 000 auf 65 000 zurück, an der Börse handelte man mit 64 000 bis 62 500. Auszahlung London lag schwach. An den Effektenmärkten war die Haltung heute schwach, doch nahm das Angebot nicht sehr drin­gende Form an. Der Umsatz war äuberft be­scheiden, da die Spekulation nur geringe Unter­nehmungslust zeigte. 3m Efsektenverkehr von Da- reau zu Darca i lagen verschiedene Industrie- aftieri znm Teil erheblich niedriger. Für chemische und Elektrizitätspapiere, die bereits gestern ge­drückt wurden, stellten sich vorwiegend Drief- kurse ein. Höchster Farbwerke sprach man mit 60000. Rrrddeutscher Lloyd etwa 72 000 Geld genannt. Von den Auslandspapieren wurden Zollttirken mit 80 000 bis 85 000, Bagdad II 170 000 bis 175 000 gehandelt. Auberdern wurden noch folgende Papiere erwähnt: Api 60000 bis 65 000 Diamant-Shares 260 000, Bnrz Motoren 70 000 bis 72 000, Mez Söhne 30 000, Rastatter Waggon 27 000, Ufa 35 000, Becker Stahl 70 000, Becker Kohle 47 000, (Stotoag 2200 bis 2300, Hansa Lloyd 16 000 . Krügerholl 60 000. Schutzgebiets- anleihe war angeboten; man nannte einen Preis von 13 000 bis 12 500. Sichel L Co. 45 000 bi« 48000. Mvntanaktien stark vernachlässigt.

Frankfurter Devisenmarkt.

S?aium

11271.75 11328,25

9511.20

9463,HO

2390,25 2914.75

11453,80 11516*20

4. Zuni SlmtL Nortern

10623.40

16558,50

1740,65

64957.25

90.772

11,472

1955.10

648,35

10676,60 16641,5a

1749.35

65262.75

91,228

11.528

1964,90 65bK

Antm.'DrÜssel .fmOnnb, . London . ynri5 . . schlurf». . Svnnien 3<nllen .... Vifinbon-Ovort» Dänemark. . ?iorroeaen . . Cäuoeden . LelstnaforS. . Vieunorf Denisch-Oesterr» Budapest . Prag . . . Agram . .

4907.70 13590,95 11471,25

Xi38,60

13965,- 12S17.85 20299.10

2099,75

75311.25

104.24

13,965

2244.35 798.-

493-2.30

13659.05

11528.75

3556.40

1403.7,-

12882,15 294-^9)

2110.25

75688,7.5

104,76

14.035

225.>65

802,-

Getd Briei

(Telegraphische AuSzahsuag.)

' 5. Juni

PfmtL Nosterg.

Meld Nrtei ,

4164.55 4185,45 3491.25 3508,75

29725.50 29874.50 24937,50 25062,50

352117.30 3538B.50 289275. 290725,-

4017,40 4037.60

Banknote«.

Jrnnkstirt a. M.. 5. Juni. Schweizer Noten.... Jraniö'lsche Noten Dänische Noten .... Schwedische bloten .... 45olllindlsche 9Zoten......

Deuisch-Oesterreicha 100 Krone« Amerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten .... UnnavUcbe Noten Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten ... Nuinänische Noten Svanifche Noten.

Bries 11760,- 4045 - 11450- 166S0- 24720 -

9) 50 64550 293500-

2915 - 3467 -

9.37.- 1940- 10650-

303-

(Belb 11640 4005.- 11350 16520 24430

90- 63950

290500.

2885.

3433.

9.13.

1920

10550

297,

Märkte.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin. 5. Zunt. Unter dem Einflub deS Devisenrückganges zeigte der Produktenmarkt eine starke Ermattung. Vermehrtes Angebot und zu­rückhaltende Kauflust führten zu namhaften Preis- abschwächungeir, besonders in Wetzen und Rog­gen. Gerste und Hafer stellten sich gleichfalls wesentlrch niedriger. MaiS und die meisten Futter­artikel waren gleichfalls nur zu bedeutend herab­gesetzten Preisen verkäuflich. Bemerkenswert ist noch, dab das Hauptangebot hauptsächlich bei Ge­treide von zweiter Hand ausging, wahrend die Erzeuger eher Zurückhaltung beobachteten. Wei­zen, märkischen 112 000 bis 115 000 Mk. (malt, vn Verlaufe fester), Roggen, märkischen 92 000 bis 94 000 Mk. (matt, im Verlaufe fester), Som­mergerste. märkische 86 000 bis 90 000 Mk. (matt, später fester), Hafer, märkischen 78 000 bis 80 000 Mark (matt, später fester). Pommer scheu 76000 bis 78 000 Mk. (matt, später fester). Mais. La Plata, loco Berlin 89 000 bis 90 000 Mk. (matt, später fester), waggvnfrei Hamburg 89 000 bis ßO 000 Mk. (matt, später fester), Weizenmehl (100 Kilo) 335 000 bis 380 000 Mk. (matt, später ,ester), Rvggenrnehl (100 Kilo) 270 000 bis 300 000 Mr. (matt, später leftet), Weizenkleie 50 000 bis 52 000 Mark (matt, später fester). Roggenkleie 50 000 brs 52 000 Mk. (matt, später fester). Raps 235 000 Mark (mattet), Leinsaat 240 000 Mk. (matter), Viktoriaerbsen 120 000 bis 135 000 Mk, kleine Erb­sen 90 000 bis 100 000 Mk., Futtererbsen SO 000 Mark, Peluschken 90 000 brs 100 000 Mk.. Acker­bohnen 80 000 Mk., Wicken 105 000 bis 115 000 Mark, Lupinen, blau 115 000 brs 120 000 Mk.. gelb 135 000 bis 145 000 Mk.. ©erabella, alt 220 000 bis 230 000 Mk.. Rapskuchen 82 000 bis 84 000 Mark. Leinkuchen 130 000 Mk.. Trockenschnitzel 30 000 Mk.. Kartoffeln, weist: und rote 6000 Mk., gelbe fleischige 7000 Mk. (geringes Geschäft. Er­zeugerpreis). Rauhfutter: Weizen- und Roggen­stroh, drahtgeb. 26 000 bis 28 000 Mk., Haferstroh, drahtgeprebt 23 000 bis 27 000 Mk., Stroh, stroh- feilgebünbelt 24 000 bis 26 000 Mt .. Wiesen Heu, gut, gesund und trocken. Bormahd 25 000 bis 26 000 Mark, Rachmahd 21 000 brs 23 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich Zhc Preise pro 50 Kilo.)

Alsfelder Pramienmarkt.

* Alsfeld, 4. Juni. Der heutige Prä» mienmailt hatte unter der ilnganft der Witterung sehr stark zu leiben. Es regnete seit dem frühen Morgen fast ununterbrochen. Gar mancher Marktbesucher, der sein Vieh prämiieren oder verkaufen wollte, lieb es daheim ober kehrte unterwegs um. Immerhin zeigte ber Markt das gewohnte lebhaft bewegte Bild. Der vorhanden« Viehbestand (es waren alle Sicrgattungcn, wenn auch einzelne infolge ber schlechten Witterungs- Verhältnisse nur mit wenigen Exemplaren, ver­treten) wies recht schönes Material auf, unter den einigen dreißig Drillen, die zur Dersteige- rung gelangten, befanden sich wahre Pracht- cremplare. Die Preise bewegten sich aufzeit­gemäßer^ Höhe: so kostete ein Fohlen etwa 10 Millionen. Die Ferkel erklommen eine Preis­stufe von 250 000 bis 300 000 Mark. Der Besuch des Marktes war .trotz des schlechten Wetters austerorbentlich stark.

(In einem Teil der Auflage wieberholt.) AmerLkmrsihe GrftschLbiarm^Ffordenmg al Deutschland. Unverschämtheiten gegen di« deutsche Regierung.

P a r i S, 5. Juni. (WTD.) HavcrS zufolge meldet dieChicago Tribüne" aus Washing- ton, der Verband der am er iranischen Be­sitzer ausländischer Wertpapiere habe bei dem gemischten deutsch-amerikanischen Ausschuß für Ansprüche aus dem Kriege eine Forderung auf Entschädigung für Kursverluste an deutschen Papie­ren eingebracht mit der Begründung, dast die deutscheRegierung durch den ungedeck­ten Rotenumlauf die Inflation verur­sacht und b e w u st t den Wert der ameri­kanischen Kap italan lagen in Deutsch­land und in deutschen Wertpapieren z e r st ö r t habe. Der Anspruch stellt sich auf 1 Million Dollar. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, in­folge ZinSverlust durch die entwertete Pa­piermark, werde der gesamte Verlust auf 20 Millionen Dollar angegeben.

Wer seine

Kleider, Blusen, Gardinen usw. liebt und sie immer hn schönsten Zustande erhalten will, der färbt sie nur mit den weltberühmten echten Heitmauu'S Farbe», Lstarke k^uchskopf im Stern.

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Bekanntmachung.

| htWMttßcizcrunz d.AMKichtn | Montag, den 11. Juni und Dienstag, ] den 12. Juni soll das Heugras von den städtischen Wiesen auf Grund der vom Hess. Ministerium erlassenen Verordnung vom 15. Mai 1920 meistbietend versteigert werden und zwar:

Montag, den 11. Juni:

a) vormittags 9 Uhr Zusammenkunft am Schlachtbos von den Wiesen im Neu- städierfeld,

1 b) vormittags 10' Uhr tn der Restaura­tion von Georg ddjrimpf, Kaiserallee 4, von den Wiesen im Heegsttauch, von der Hospitalwiese auf der Weißerde und vom Obstbaumstück an der Licher Straße m 4 Abteilungen, sowie von der Wiese des Turnvereins im Heegstrauch,

c) nachmittags 2 Uhr im Philofophsnwald von den Wiesen am Fürftenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck.

Dienstag, den 12. Juni:

a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle an der Rödger Straße von den Ochsen- wiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch.

'! b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle ! ' von den Wiesen in der Gemarkung 1 Grohen-Buseck und Rödgen.

4 Steigliebhaber, welche die Wiesen zu F Lefichtigen wünschen, wollen sich an den

städtischen Wiesenmeister Bellos, Wolsstr. 15, wenden.

Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen.

Gietzen, den 4. Juni 1923.

Der Oberbürgermeister.

I.V.: Or. Rosenberg.

3n unser Handelsregister, Abteilung B wurde heute bei der Firma Heinrich Reger, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Sich eingetragen: Der Geschäftsführer Karl Reger ist gestorben. Der Direktor Karl Ulrich in Friedberg ist zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Beide Geschäfts­führer vertreten die Gesellschaft gemein­schaftlich. 38510

Lich, den 4. Juni 1923.

_________Hessisches Amtsgericht._________

Nutzholzyersteigerung

Rächsten SamStag, den 9. d. M., nachmittags 2 Llhr, sollen im Grohen- Lindener Gemeindewald

ca. 60 Fstm. Fichten-Derbstangen

95 Rm. Hichten-Rutzreisig

6,04 Fichten-Rutzscheit und

18 Fichten-Rutz knüppel versteigert werden. Zusammenkunft nach­mittags 2 blhr im Distrikt Roterde.

Grohen-Linden, den 4. Juni 1923.

Bürgermeisterei Grohen-Linden.

Lang. 38390

Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlmie im Hohleich- weg in Giesten liegt bei dem Telegraphen­amt in Giehen von heute ab 4 Wochen aus.

Giehen, den 5. Juni 1923.

Telegraphen-Bauamt. 38360

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