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Datum
4. Avril
5. Avril
(Nachdruck verboten.)
81. Fortsetzung.
den
die
Hört aus!" Hans Bast unterbrach ihn rauh.
Frauen.
(Fortsetzung folgt)
rungen rungen
Frankfurt a.M.. Schweizer Noten
wiederum nur unwesentliche Verände- gegen gestern auf. Für Effekten horte
lich chn
Banknote».
5. April.
tVrnnfoiiffbe Noten
Dänische Noten
Schwedische Noten holländische Noten Deiilsch-Denerreich ä 101) LIronen Attieriknnische Violen , .
Englische Noten italienische Violen
Slclfliidie Noten
Ungarische Noien
Tschechosloivakische Violen . . .
Viortvegische Nolen
Nnmänlsche Nolen......*. .
Svanische Nolen
* Laubach. 4. April. Am OsterdienS- tag fand hier Schweinemarkt statt. Die Nachfrage war größer als das Angebot, so daß sich die Preise hoch stellten. Je nach Alter uni Stärke wurden für Ferkel 100—150 000 Mk gezahlt. Der Markt war schnell geräumt.
d'Aubrh umgebracht habt."
„Darum?" Der Umherrennende stand plötz- still. dicht vor Adami, seine Augen funkelten wild an.
„Ich kann Euch hierin verstehen. Laßt doch
«rtt Löhne zu zahlen, die in der Metallindustrie seit dem 15. Februar für die angelernten 2lr- beiter gelten, in der Spitze 1390 Mk. Stundenlohn.
Seit längerer Zeit hatten sie die jeweiligen Löhne der angelernten Metallarbeiter gezahlt, bis zum 24. Mörz die der ersten Februarhälfte, in der Spitze 1110 Mk. Heber etwaige spätere Lohnregelung auf anberei Grundlage empfahl der Schlichtungsausschuß Verhandlung von Verband zu Verband.
DieOberheffischeMaschineniabrik imb die Schlossereien Bücking, Koch und Rößner in Alsfeld sollen vom 19: März 1923 an den Stundenlohn der gelernten Arbeiter über 25 Jahre von 850 Mk. auf 1300 Mk. und
die übrigen Löhne in denrselben Verhältnis erhöhen.
Zu allen Schiedssprüchen erhielten die Streit- teile Erklärungsfrist.
bei dem kleinen Angebot wieder höhere Preis« bewilligt wurden. In Roggen sind seit gestern ziemliche Mengen nordrussischen Roggens gehandelt worden, wodurch ein gewisser Preisdruck auf Inlandsrvggen, trotz stärkerer Nachfrage nach diesem, ausgeübt wird. Hafer und Mehl vermochten bei verstärkter Nachfrage höhere Preise durchzusehen. In Gerste und Mais waren die Abschlüsse nur gering.
Frankfurter Diehmarkt.
fpd. Frankfurt a. M., 5. April. Der heutige Auftrieb von Schafen und Schweinen war gering, nämlich 132 Schafe und 255 Schweine: Kälber 660 Stück. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber feinster Qualität 220 000—330 000-Ml., mittlerer Qualität 230 000 bis 280 000 Mk., geringerer Qualität 160 000 bis 220 000 Mk.: Schafe 150 000 bis 200 000; Schweine unter 80 Kllo 260 000 bis 300 000 Mk., von 80 big'100 Kilo 300 000 bis 330000 Mk., von 100 bis 150 Kilo 300 000 bis 330 000 Mk., über 150 Kilo 300 000 bis 330 000 Mk. Rinder wurden nicht notiert. Gegenüber dem gleichen Markt der Vorwoche stiegen die Preise für Kälber um 10 000 bis 30 000 Mk. und für Schweine um 40 000 bis 60 000 Mk. Der Markt wurde bei lebhaftem Geschäft geräumt.
Fast 3 Millionen Sommergäste in Bayern, rdv. Soeben hat das Bayerische Statistische Landesamt die bayerischeFrem- de n Verkehrs st atistik für die Zeit vom l.AprilbiK30. September 1 922 fertiggestellt. Eine vollkommene Erfassung deö Fremdenverkehrs ist leider nicht möglich, da die Meldungen einzelner Gemeinden ganz ausbleiben oder unvollständig sind. Aber schon die Zahlen, die die „Reichszentrale für Deutsche Verkehrswerbung" mitteilt und die nur 562 Gemeinden Bayerns umfassen, geben ein höchst eindrucksvolles Bild von dem Fremdenftrvm, der trotz aller „Warnungen" und Verleum- düngen Bayern im letzten Sommer überflutete, und der noch um über 13 Prozent stärker war als im Jahre 1921. Im ganzen wurden in den sechs Sommermonaten 2 714 720 Gäste festgestellt mit insgesamt 9 208 165 Hebernach- tungen. Besonders konzentrierte sich der Frem-- denverkehr auf Oberbayern , das mit feinen 472 Millionen Hebernachtungen an der Spitze der bayerischen Ausflugsgebiete steht. Cs folgt Niederbayern mit rund V* Million, die Pfalz mit 200000, die Ober- Pfalz mit 166000. Sehr stark war auch das fränkische Bayern mit seinen Mittelgebirgen und seinen schönen Städten besucht: So zählte Oberfranken 570 537, Mittelfranken 605 518, Hnterfranken sogar 1 347 024 und Schwaben l1/? Millionen Hebernachtungen. Don den oberbaherischen Fremdenverkehrsgebieten steht an der Spitze die Stadt München mit 1 190 360 Hebernachtungen, die wohl in der Mehrzahl auf den Durchgangsverkehr nach den eigentlichen Sommerfrischen zurückzuführen sind. Heber eine Million Hebernachtungen wies Berchtesgaden auf, je etwa eine halbe Million die Gebiete Garmisch, Sonthofen und Miesbach, das bayerische Allgäu mit Füssen etwas über eine Viertelmillion. Fast die Hälfte des Fremdenverkehrs drängte sich auf die Monate Juli und August zusammen. Die Verteilung ergibt sich wie folgt: April 5,7 Prozent, Mai 11,8 Prozent, Juni 17,2 Prozent, Juli 23,5 Prozent, August 26,1 Prozent, September 15,7 Prozent. Die Gäste kamen zu 36,7 Prozent aus Bayern selbst, zu 44,8 Prozent aus dem Reich und zu 18,5 Prozent aus dem Ausland. An dem Verkehr aus dem Reich ist Berlin allein mit 20,4 Prozent vertreten, das übrige Preußen mit 39,5 Prozent und dann vor allem die foanderfrvhen Sachsen mit 16,3 Prozent. Die größte Zahl von Ausländern stellte Oesterreich mit 257 938 Hebernachtungen, die Tschechoslowakei mit 209 980; es folgen Amerika mit 163 815, die Niederlande mit 144 842, die Schweiz mit 96 908, Polen mit 90 466, Hngarn, Schweden und England mit je 80 000, Italien mit 63 874 und Dänemark mit 56 206; Franzosen und Belgier scheinen sich in Bayern nicht wohl gefühlt zu haben: sie werden nicht als Gäste genannt. Bemerkenswert ist der Kommentar, den das Statistische Landesamt, also eine amtliche Stelle, den Zahlen mit auf den Weg gibt: „. . . Ein solcher Verkehr bedarf selbstverständlich pfleglicher Förderung. Der Fremdenverkehrsverein für München und das Bayerische Hochland hat sich um diese För-
Dermischtes.
Em mißglückter Prozeß der Reichrpoft.
Berlin, 5. April. Die Oberpostdirektfon Berlm 'batte vor einiger Zeit Strafanzeige gegen ven Berliner Oberbürge rmei ft er Döh sund den Stadtrat Wege erftattet, well der Berliner Magistrat seine P o st s a che n zur Ersparung von Porto sammeln unb dann s e l b st in Berlin expedieren ließ. Nach Ansicht der Oberpoftdivektivn liege darin eine Verletzung des Postregals. Die Staatsanwaltschaft hat ein Eingreifen abgelehnt. Die dagegen eingelegte Beschwerde ist vorn Kammergencht abschlägig beschieden worden
Em Fabrikbetrieb durch Diebe stillgelegt.
Berlin, 5. April. Der „Lokalanzeiger" meldet: Heute nacht wurde in die Berlin-Frankfurter Gummiwarenfabrik in Groß-Lichterfelde-Ost eingebrochen und sämtliche Haupttreibrie- men.gestohlen. Der Betrieb mußte daher ruhen.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine optimistische Aeußerung Ramfay
Macdonalds.
London, 5. April. (WTB.) Das Reuter- Bureau meldet: Ramsay Macdonald sagte in einer Rede in Porthswal (Neu-Wales), er sei • kürzlich in Paris gewesen und habe festgestellt, daß man dort zugebe, Frankreich werde aus dem Ruhr gebiet keine Reparationen erlangen. Er vertraue darauf, daß man der Lösung des Ruhrproblcrns viel näher sei, als vor drei Wochen. Die Arbeiterpartei bemühe sich, eine englisch-amerikanische Zusammenarbeit mit Europa zustande zu bringen. Der Versailler Vertrag werde revidiert werden müssen.
Ein Beschluß der Nationalversammlung in Anaora.
, Paris, 5. April. HavaS. Aus Konstantinopel wird berichtet: Die Nationalversammlung von Angora hat dasWahl- .gesetz abgeändert. In Zukunft werden 90 000 Wähler anstatt 50 000 einen Abgeordneten wählen.
Reichsminister Dr. Luther in München.
München, 4. April. (WTB.) Der Besuch des Reichsminifters für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Luther in München brachte den verantwortlichen Leiter des Ernährungsw?sens in eine enge Fühlung mit dem bayerischen Er-, nährungsminister Wutzlhofer und der gesamten Staatsregierung. Im Laufe der gegenseitigen Besprechungen über das Ernährungswesen spielte and) die Frage der Versorgung der besetzten Gebiete, insbesondere der Pfalz, eine Rolle. Dr. Luther konnte dabei erfreulicherweise die beruhigende Versicherung ab geben, daß seilens der verantwortlichen Stellen des Reiches alles vorgesehen und auch die Regelung des Verkehrs mit Lebensmitteln für die besetzten Gebiete in ausreichendem Maße sichergeftellt sei. Auch die schwebend«: politischen Tagesftagen kamen zwischen den Staatsmännern zur Erörterung. Nachmittags besuchte Dr. Luther in Begleitung des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. v. Knilling und des Landwirtschaftsministers Wutzlhofer den früheren Reichsernährungsminister Fehr in Weihenftephan und nahm dabei die dortige landwirtschaftliche Staatsanftalt und das mit Reichs- Mitteln geschaffene milchwirtschaftliche Forschungs- mflitut in Augenschein. Am Donnerstag früh reift Luther nach Stuttgart. '
* Ein Krebs, der auf Bäume klettert. Von einem scheußlichen Räuber-Krebs, der auf Bäume klettert und sich in den Haaren der Menschen feftfvallt, erzählt ein englischer Reisender Frederik O'Drien in seinem soeben erschienenen Buch „Sonnen'» Atolls", in dem er von seinen „Erfahrungen, Eindrücken und Träumen" auf den seltsamen Korallenriffen des Stillen Ozeans berichtet. Auf diesen Riffen, die von einem Kranz von Bäumen umgeben sind, begegnete der Reisende dem Räuber-Krebs: „Wie er unter der ruhigen Oberfläche der blahgrünen Lagune dahinschwamm, erschien er mir in dem trügerischen Halblicht der Dämmerung wie ein scheußliches kleines Ungeheuer, das aus dem Nichts aufgeftiegen. Langsam und schläfrig bewegte er sich nach den Kokos- bäumen hin. Seine Bewegungen und seine Erscheinung waren im Halbdunkel von einer grotesken Schwerfälligkeit, so daß ich an ein Fabeltier aus Papiermaschee in einer Pantomime dachte." OBrien macht seinen eingeborenen Begleiter Nohea auf den Krebs aufmerksam, und während das Tier an dem schlüpfrigen grauen Stamm emporklimmt, erklärt ber Eingeborene, er wolle „diesen Nachtteufel, der uns unsere Kokosnüsse raubt, während wir schlafen," fangen. Nohea verferttgt nun eine Falle, indem er Lehm und Blätter zu einer Art Kranz von etwa 6 Zoll Breite und einigen Fuß Länge zusammenfügt. Er klettert an dem etwa 40 Fuß hohen Baum empor und legt den Kvanz in ziemlicher Höhe rund um den Stamm der Kokospalme. Dann warten die beiden unten. „Wir hörten deutlich ein kratzendes Geräusch, und im nächsten Augenblick fiel eine große Kokosnuß zwischen beit Zweigen zur Erde herunter. Dann hörte ich ein Geraschel, und indem ich durch die Dunkelheit mit meiner elektrischen Lampe leuchtete, sah ich den, riesigen Krebs den Stamm heranterkletlern. ®rr hielt sich an der schlüpfrigen Rinde mit den scharfen Spitzen seiner Beine fest und stieg rückwärts mit großer Sorgfalt herab. Jetzt war er an Hem Wall von Lehm und Blättern angelangt. Er tastete nach dem Lehm, wurde in seinen Bewegungen sicherer, und plötzlich ließ er sich zu meinem Erstaunen los und stürzte, mit den Scheren wild in der Luft herumschlagend, aus der beträchtlichen Höhe auf den Felsen am Fuß des Baumes auf. Die große Schale seines Rückens war zerbrochen, und das Hngeheuer lag hilflos zwischen den Korallen." Die Eingeborenen erklären diese Falle dadurch, daß der Krebs, wenn er den Lehm berührt, am Fuße des Baumes angelangt zu sein glaubt und dann schnell los- läßt, um sich die Kokosnüsse zu suchen. Der Körper des gefangenen Krebses maß zwei Fuß
SanDel.
Neuer Krach im Berliner Produktenhandel.
Berlin, 5. April. Die „Voll. Ztg." meldet einen neuen Milliardenzusammenbruch im Berliner Produktenhandel. Die seit der Abtretung des posenschen Gebiets hier ansässige Firma (Sehr. Brie hat ihre Zahlungen eingestellt, vermutlich infolge ungünstig verlaufener Maisgeschäfte. Die ungedeckten Passiven werden bis auf eineinhalb Milliarden Mark geschäht, woran hauptsächlich der Berliner Markt beteiligt ist.
9 ♦
Berlin, 5. April. Am Devisenmarkt trat heute in verstärktem Maße Nachftage besonders seitens der Industrie für Term in-Devisen hervor. Da die Reichs bank aber den verlangten Bedarf zur Verfügung stellte, weisen die Notie-
?lnttv.-Brlistel . Holland London Paris.......
Schwei, Spanien .... Italien Lisjabon-Oporto Dänemark. . . Norweaen... Schweden . . . HelfinasorS. . .
Network Deuisch-Oesterr. Budapest. . . .
Prag......
Agram....
Unter dem Hreiheitzbaim
Roman von Clara Viebi^.
fflcb 3860- 1364 - 3975- 5525- 8270,-
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„Spart Euer Redl Ich will nix von den Franzosen, auch' mein Leben nit Von Hans Bist seiner Tochter sollen sie nix zu wissen kriegen, und fein Mensch auf der Welt nit — die is zu schad. Ich hab den d'Aubrh nit umgebracht und damit basta." Er ließ sich schwer auf den Schemel fallen, von dem Adami bei seinem drängenden Zureden aufgestanden war, stemmte die Ellbogen auf die Knie und legte sein Gesicht in die Hände.
Eine lange Weile blieb es ftilL Hans Bast rührte sich nicht. Schlief er? Tiefe gleichmäßige Atemzüge schienen es zu künden. Adami überlegte : Was sollte er denn noch sagen? Wie den noch zu überreden versuchen? Hartnäckig blieb der ja bei seinem Leugnen — hier war alles umsonst ! Leise rührte er an des Zusammengesunkenen Schulter: „Habt Ihr Eurer Tochter etwas zu bestellen, Hans Bast? Ihr wißt, daß sie den jungen Müller geheiratet hat. Möchtet Ihr sie nicht noch einmal sehen?"
„Ich will sie nit sehn. Ich hab viel Hnrecht an ihr getan. Sie soll mich vergessen — auf daß es ihr wohlergehe auf Erden."
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der
Schristleitung.)
Rach L. Ihre ©infenbung ist zur Veröffentlichung nicht geeignet Wenn Sie glauben, daß Ihre Beschwerde wirklich stichhaltig ist, wäre es doch wohl am ratsamsten, Sie würden sich an die vorgesetzte Dienstbehörde wenden. •
^.4 .wirklich auflösen, sv würde sicher seine Tätigkeit vom Staat, den Gemeinden und den Interessenten bald schmerzlich vermißt werden, denn er ist geradezu eine Notwendigkeit zur Wahrung hochwichtiger Belange der bähe- ri!^^<?^ESA."^chast' auch ist ohne ihn ein Ä 9 / J*unftumiercn Bayerischen ßan- desverkehrsrats, auf das die Staatsverwal- tung Wert legen muß, undenkbar." — Hub der ^Yn<7€.ner Fremdenverkehrsverein h a t sich aufgelost: aus Mangel an Mitteln! . . .
man ungefähr die gestrigen Kurse nennen.
F r a n k f u r t a. M., 5. April. (Börsen- st i m m u n g s b i l d.) Bei im ganzen unveränderter Devisenlage bewegte sich der heutige amtliche Verkehr. Auch auf dem Notenmarkt war die Kursbewegung eng begrenzt. Dollar 21 400 bis 21 300. Das Geschäft im Verkehr von Bureau zu Bureau gestaltete sich ruhig. Die Stimmung war im allgemeinen vorwiegend behauptet. In spekulattven Kreisen schien aber eher Neigung zur Abgabe vorzuherr- schen. Die Tendenz wurde etwas unregelmäßig, immerhin hielt bei einer Reihe von Spezial- papieren die Kursbefestigung an. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Kassa-Indu- striepapiere. Für Bankaktien machte sich verschiedentlich Interesse bemerkbar. Maschinen- und Metallwerte hielten ihren gestrigen Kursgewinn nicht ganz aufrecht. Mvntanaktien neigten, soweit man schwere Papiere hörte, mäßig nach unten. Chemische und Elektrizitäts- Papiere uneinheitlich. Sehr still war der Hm- satz in den amtlich nicht notierten Werten. Dollarnoten gegen 1 Hhr 21 250. Gegen Schluß neigte Der Effektenmarkt zur Abschwächung.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
hassen daS Tier, weil es ihnen bei jedem Anstteg auf die Bäume 6—10 Kokosnüsse raubt, und sie fürchten es, weil es manchmal des Nachts von den Bäumen herunterstürzi und sich bann in den Haaren festkvallt.
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, Mr Md Dolch aus ^*ng bei sch. ^einhcften. April. Aus btt im Hohlen Deo Aacht der ganze rrat gestohlen, ne silberne Gabeln, Nabeln und 5 große e 6 kleine und sechs Wappen Raitz r Kaffeekanne, eine Milchkannen, eine Tablett mit Salz- Zuckerschale, ein mit dem Herkunft, tut runde Kvnseki- lpril. Die Zahl der I i unserer Stadt in en. Es wurden ge- : 25, 1918: 19, 1919: 2: 69. Interessant ist nicht die sogenannten die jungen Ehen den »eidungen haben, svn- als 12jähriger trennten Ehen waren )ahre, 18 länger als legen waren 8 Paare ratet und 6 drei bis
Ein Wirbelsturm.
London. 5. April. (WTB.) Bei einem Wirbelsturm in Pineville (Peunsylvcmien) wurden gestern 14 Personen getötet und 50 verwundet.
Märkte.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin. 5. April. Produktenbericht. Am Produktenmarkt zeigte sich der Bedarf, namentlich in Weizen, als ziemlich dringend, so daß
Hans Bast ließ seinen Blick fest auf Adami ruhen. Er sagte: „Ich hab Euch gehaßt, ich hält Euch beinah emal durch't Fenster erschossen." Er lachte — es sah wenigstens wie ein Lachen aus — der andere hatte eine unwillkürliche Bewegung gemacht, war sich über die Stirn und durch die Haartolle gefahren. „3d)' sag ja nur „beinah". Aber ich hätt Euch ebensowenig erschossen, wie ich den Hehmütter erschossen hab, weswegen sie mich auch angeflagt haben." Er legte den Kopf ein wenig hintenüber und schloß die Augen halb, als sänne er nach. „Ich hätt Euch oftmals erschießen können, Ihr seid viel allein geritten. 2lber Ihr habt zuviel Mut — ich könnt' es nit tim.“
Adami nickte: Jawohl, er war dem hier ein nicht zu unterschätzender Gegner gewesen, sie hatten sich gegenübergestanden von Anfang an. Wie offen t>er jetzt war!
„Habt Ihr den Mungel denn umgebracht m der Linnich?" , „rr „
„Dafür hat der Bruttig bluten müssen.
„Wißt Ihr, daß er es getan hat — und allein? Ihr spracht mir damals, als ich oben in Eurem Haus war, von dem Dückler und seiner Bande." , c
Es funkelte etwas hinter Hans Basis halb geschlossenen Lidern '„Da wollt ich Euch einserfen. Aber Ihr habt mich eingeseift. Der Buckler hat et vielleicht auch getan; vielleicht mit dem Bruttig, vielleicht ohne den Bruttig, vielleicht war et auch der Bruttig allein." Er zuckte die Achseln. „Wir drei werden uns ja bald wieder treffen. Auf dem Schindanger. Da sind wir ganz unter uns, sitzen auf unfern Gräbern, nachts Hhrer zwölf, schieben mit unfern Köpfen Kegel, so lang bis der Hahn kräht."
Ur.
[. 3n der bergan» iem Geschäft von ahnstrche 39, ein verübt. Die Diebe tige Wäsche im llivnen Mark ge» unbemerkt geblieben.
mau.
M., 5. April. Aus äetweg entwendeten hen und Silber* mehr als zwet M* :clweg griff die Miaust als er gerade en wollte. Der Mann us Preußen aus- Michael Brand- ÄÄ
W “ Lffat scheine» iefeng^f" Anstalt Pflichtung der
Es durchschauerte Adami: Eine grausige Phantasie! Hub der sagte das so. wie einer eine Schnurre erzählt! „Malt Euch doch nicht so schreckliche Bilder aus, Nikolai!"
^Schrecklich?" Hans Bast schüttelte langsam den Kopf: „Dat is doch nit schrecklich. Aber wißt Ihr, wat schrecklich is?"
Adami glaubte die Antwort zu wissen: Das Fallbeil. Aber er sprach sie nicht aus.
Der andere las sie ihm vom Gesicht. Er sagte: „Nein, nit dat Fallbeil. Ihr könnt sicher sein, ich werde die letzte Nacht vor meiner Hinrichtung ruhiger schlafen als meine Richter."
Welch ein Mensch! Adami fühlte wieder den gleichen Schauer. Gab der sich nur so stark, am noch bis zum Schluß alle Welt za täuschen, eine Größe zu zeigen, die er im Grunde gar nicht besaß? Oder war dieser Verbrecher wirklich ein so großer Verbrecher, daß man nur bedauern konnte, seine Gröhe so abgeirrt zu sehen? Wer hatte diesen Menschen geboren, wer an dieses Mannes Wiege gesessen? Der Mund war Adami wie zugehalten, er saß schweigend.
„Ich hält' eine Bitt', Bürger Friedensrichter. Gerad an Euch Denn Ihr werd't se erfüllen. Eins is mir schrecklich: Könnt Ihr et nit machen, dat ich nit im roten Hemd muß zum Richtplatz gehn? Der Hans Bast, den Ihr Euch nit denken könnt — Flügelmann der kurtrierschen Garde, als junger Kerl in stolzer Montur — der soll nun, als aller, sich im roten Hemd apf seinem letzten Gang zeigen?"
Der Gefangene sprach mit soviel Bewegung, wie er sie bisher nicht gezeigt hatte. „Sprecht für mich, laßt mich nit so verschandeliert im Mörder Hemd vor die Leut treten — gebt mir en weih Hemd!" Er hob bittend die Häslde.
Ein wunderlicher Mensch — so hart, so verstockt. und dann solche Bitte! Adami neigte bejahend den Kopf: „Ich will's versuchen und bedungen sprechen. Ich denke. eS wird Ihm diese Dttte genehmigt werden."
„Merci!" Hans Bast atmete sichtlich auf.
Adami fühlte, der Mann war nun zugänglicher. Hnd er benutzte das. „Wollt Ihr nicht endlich gestehen, Hans Bast? Wozu Euer hartnäckiges Leugnen? Es verschlechtert nur Eure Lage. Habt Ihr den d'Aubrh umgeb'racht?!"
„Nein." Der Angeklagte blickte vor sich hin, jetzt war der frühere harte Ausdruck wieder auf seinem Gesicht.
..Ich weiß es." Der Richter legte ihm die Hand auf den Arm. Es klang wie maHne-rd und deutlich betont: „Ich weiß es."
„Was hat die Maria gesagt?"
„Eure Tochter hat jede Aussage verweigert; das ist ihr gutes Recht!"
„Ich hab den d'Aubrh nit umgebracht." Die Stimme flang ganz ruhig, keine Miene veränderte sich in dem kalten Gesicht.
„Ihr habt den Diener des d'Aubrh vergessen, der seinen Herrn begleitete auf den Reiler Hals. Der hat ausgesagt. Ihr seid dadurch schwer belastet und — überführt, Nikolai!"
Wollte der nun noch leugnen ? Er wurde bleich, bleicher noch, als er zuvor gewesen war, aber jetzt glühend rot, alles Blut schien ihm zu Kopf gestiegen: er ballte die Fäuste: „Hund verfluchter. hätt ich den lieber kalt gemacht!" Mit lautlosen Schritten lief er in der Zelle umher, er stieß gegen die Mauern. Wie ein Tiger im Käsig!
„Gesteht, Hans Bast, gesteht! Ihr seht, leugnen hilft nicht, denn auch der Bückler hat gegen Euch ausgesagt. Hnd ich weiß aach, warum Ihr
Im Schloß, das der letzte trierische Kurfürst, Clemens Wenzeslaus. sich vor jetzt noch nicht fünfundzwanzig Jahren erbaut hatte mit aller Pracht, fand die Verhandlung gegen Hans Bast Nikolai, den Schmied von Krinkhof, statt. Der Andrang war groß. Der gewöhnliche Saal im Gerichtsgebäude wäre viel zu klein gewesen; hier hatte man nun den großen früheren Dalisaal für die öffentliche Verhandlung gewählt. An der Erzstatue des dicken Wenzeslaus vorbei strömte die Menge; man drängte, man puffte, man quetschte sich durch, man bat, man stöhnte, man schimpfte, man gelangte endlich hinein. Karten waren ausgegeben worden, man zahlte willig vierundzwanzig Franken für einen Platz auf der Galerie. Würdevoll schauten die Bilder der trie- rischen Kurfürsten auf erregte Mäimer und
Franzosen auch wissen, was ich weiß, ich rate Euch gut Hnd sie werden Eich deswegen nicht zum Tode verurteilen, Milderungsgründe annehmen. Einen Vater, der feine Tochter —“
93tier 3930,- 1376— 4045— 5(525- S390—
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