Dienstag, 5. 1925
Druck und Verlag: vruhl'sche Umverfilälr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftlertung und Geschäftsstelle: Schulstratze z.
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liefetungen an Frankreich und Belgien wieder aufzunehmen. Für den Falt der CEeigcrung werden Gefängnisstrafen bi3 zu fünf Achten angedroht. Dir Zechen Zeigern •fid) aber nach wie vor, Kohlen an die Einbruchs- möchte zu liefern. Gegen sechs Zechendirektoren wurde deshalb ein Bewahren bei dem Werdener Kriegsgericht eingeleitet . _ . _.
Frankfurt a. Bl.. 4. Ium. (CSoUf ) Wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, haben die Franzosen heute vormittag den Eilzu g v o n Limburg, der um 10 älhr die Station Weist- kirchrn durchfahren sollte, gewaltsam gestellt, den Lokomotivführer deruntergeholt und die Reisenden einer Pahrevision unterzogen. Sämtliche Reisende, die ohne Pah waren, tour- den mit einer Geldbuße von 50 000 Bl k. belegt.
CE/ie weiter mitgeteilt wird, Haden die Franzosen bei der Pastrevisivn in dem Limburger Eilzug bei der Station Wristkirchen etwa hundert Personen angehalten, die ohne gültigen Ausweis waren. Sie mußten sämtlich : eine Geldbuße von 50 000 Mark entrichten. Drei weitere Personen, angeblich deutsch-: Kriminalbeamte. wurden lwn den Franzosen verhaftet und nach Höchst ütengeführt.
Köln, 4. Juni. (Wolff.) Am Sonntagnach-
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Die neuen Ansätze der englischen Politik.
Annahme von Auggen für bie Tagesnummer b's zum Nachmittag oorb.'r ohne jebe Verbindlichkeit Preis für 1 mm Ijöhe für Anzeigeno.27mm Breilc örtl. 120 Mk.. ausrnäits 150MK.; für Reklame Anzeigen non 70 flim Breite 6OOMK.Bei Platz Vorschrift20".. Aufschlag ^auptschriftleiter: Aug. looeh. verantwortlich für Politik: Aug. GoeP für den übrigen Teil: Ernst Blumjchein, für den Anzeigenteil: Hans Beü, • sämtlich m (Biegen.
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Finanzlcuten machte.
Ford hat oftmals mutig dem demokratischen Wilson-Kabinett die Stirne geboten und war prinzipiell gegen den Eintritt Amerikas in den Weltkrieg Seine Erwählung zum Präsidenten der Bereinigten Staaten wäre ein Segen für die leidende Menschheit. Die republikanische Partei hat bisher rein nichts getan. Das hat Poincarc ermutigt in seinen Greueltaten fortzuschreiten. 3n seiner letzten Rede sagte er ja, daß Franl- reichs Ansehen in Amerika wachse. Man kann sagen daß das nicht bei Fall ist. Die öffentliche Meinung in Amerika ist nicht mit Frankreichs Haltung einverstanden. Die falsch: Aristenpolitu, die Präsident Harding bisher trieb, hat dazu beigetragen, das) sich die grohe Masse in den Ar- einigten Staaten nach einer neuen politische Partei sehnt. Vie ein unabhängiges Programm hat und nicht von der Hochfinanz abhangt. ,
Die Forinte Frankreichs haben bereits ten- ieniqen Mann als Gegenkandidaten Henry Fords erkoren, der zuerst die Reutralrtat Amerr- kas brach, nämlich Charles M Sch^wab. De- «per der Bethlebem-Siahlwerke. Ob Schwab sich wirklich entschließ en wird, als Präsidentschasts- kaudidat anszutreten, wird die nächste Zukunst zeigen Das deutsch-amerikanische Element wird mit allen Mitteln ehren von der Steubengesell- schaft ins Leben gerufenen Warenverruf von französische und belgischen Waren unterstützen und bei den kommenden Wahlen energisch in Tätigkeit treten. 23.3. B.
schen den Alliierten bilden.
Paris, 5. Juni. (WTD.) Der Londoner Berichterstatter des „($ d) d de Paris" meldet, I es sei gestern abend von autorisiertester Seite bestätigt worden, hast trotz der offiziellen Dementis es den Tatsachen entspreche, baf) Stanley Dald- w i n die Absicht habe, in Kürze wahrscheinlich in Paris eine entscheidende Verhandlung mit Poincare über die Reparationsfrage zu führen. Er habe offenbar die Absicht, der Reparationsfrage ein Ende zu machen. Der Augenblick erscheine ihm hierfür günstig.
Die Brüsseler Verhandlungen.
P a r i s, 5. Juni. (WTB.) Der .Petit Pari» sien" berichtet, da wahrscheinlich P o i n c a r e, der sich nwraen vormittag zu den belgisch-französischen Verhandlungen 'm der Reparationsfrage nach Brüssel begibt, auch noch am Donnerstag von Paris abwesend sein werde, finde der für diesen Tag ungeteilte Ministerrat im Elhsee bereits heute vsrmittag statt. Daraus darf man schließen, daß die Brüsseler Berhandlungen jedenfalls zwei Tage in Anspruch nehmen werden.
Die französische Gewalt.
Der „Lokalanzeiger" meldet aus Bochum: Den Direktoren einer Reihe von Ruhrzechen sard neuerdings von der französischen Desahungs- tehörde Befehle waegangen, die Drenn stof f-
obholzen zu lassen.
Die Lausanner Konferenz.
Lausanne, 4. Juni. (WTB) In der heutigen Rcichmittagssihrrng des Politischen Komitees, das nach längerer älnterbrechung zum ersten Mole wieder zusammen trat, wurde die neue Formel über die Rechtsgarantien für Ausländer in der Türkei endgültig angenommen. Es hantelt sich dabei um eine Erklärung der türkischen Regierung, die im Anklang an die am 4. Februar vvrgeschlagene sogenannte Montagna-Formel, die Ernennung von ausländischen Rechtsbnräten durch die Türkei vorsieht, die vom Ständigen Internationalen Gerichtshof vorgeschlagen worden und einem im Weltkrieg neutral , gebliebenen Staat angehören müssen. Sie haben ihren Sitz in Konstantinopel und Smyrna, wirken an den gesetzgeberischen Arbeiten mit und befolgen ohne irgendein Einmischunosrecht, wie die Alliierten es früher gefordert hätten, die Rechtsprechung gegen Ausländer. S':e können Klagen entgegen» nehmen und sie dem ihnen vorgesetzten türkischen Justizministerium mitteilen. Anstatt des ursprünglich von den Alliierten geforderten Bisums der Rechtsteiräte bä Verhaftungen und Haussuchungen gegenüber all-ierten Staatsangehörigen tritt für die türkischen Behörden nur die Verpflichtung, d.e Rechtsbäräte sogleich nach Verhaftungen und Haussuchungen zu verständigen. — Was die territorialen Fragen betrifft, so genehmigte der Ausschuß die türkische Forderung, wonrch nicht das linke Maritza-älfer. sondern der Talweg der Waritza bie Grenze bildet, sowie daö
Heute und morgen lebeodstischtu tolia» ohne Kopf im Ausllbnitt emt» siehlt 3817 6ttri W
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feste Endsumme dürfte nicht genannt werden. I Der dritte Abschnitt befasst sich mit dem inter- naticnalcn Schiedsgericht, das über Deutschlands | Zahlungsfähigkeit eine endgültige Entscheidung i tteffen soll. Als selbstverständlich werde vorausgesetzt, das) Deutschland als vollberechtigtes Mitglied bei diesem Schiedsgericht vertreten sei.
3n der gestrigen Der tret er Versammlung des Reichslandbundes, die sich mit der Garantiefrage beschäftigte, kam. wie die Blätter mit- | teilen, folgende Auffassung der Landwirtschaft zum Ausdruck: Wenn durch die Syergabe des landwirtschaftlichen Vermögens Deutschland von feinen Fesseln befreit werden könnte, würde die Landwirtschaft bereit fein, dementsprechend zu handeln Da aber diese Auffassung in landwirtschaftlichen Kreisen nicht besteht, im Gegenteil bL- Gefahr vorhanden jft, das) die Knechtung Deutschlands weiter fortgesetzt werden soll, werde die Opfer Willigkeit Deutschlands damit begrenzt. Die deutsche Landwirtschaft must daher in der Lage fein, die Ernährung des deutschen Volkes in der kommenden Zeit sicherzustellen. Eine dahingehende Denkschäft soll der Reichsregierung übermittelt werden.
Der Allgemeine Deutsche Gewer kscha f t s - bunt erklärt zu der Dlättermeldung, wonach zwischen Gewerkschaftsführern und Persönlichkeiien, die dem Reichsverband der Deutschen Industrie angehören, Verhandlungen zur baldigen Verlegung der Gegensätze stattfinten sollen, die infolge des Angebots der deutschen Industrie aufgetreten ferm, dast Mitglieder der Freien Gewerkschaften an solchen Verhandlungen nicht tcu- genemmen hätten und dast der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund keine Kenntnis von derartigen Verhandlungen habe.
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rend der c-tliierten Bei:yu.ig von allii rten Swa'.s- cmgehörige.i erworbe.re.1 Rechte sowie die Gül- tigreit der Gerichtsurteile angenommen. Artikel 156 und 157 über Waffenhandel und beschlagnahmte Schiffe wurden noch offen gelassen. Die Frage der türkischen religiösen und Wo)l° fahrtseinrichtungen in den abgetretenen Gebieten betrachten die Türken durch die Erklärungen ter alliierten Rationen als erledigt. Die Dauer des Rieterlassungsvcrtrages wurde auf sieben > ahre festgesetzt und, abgesehen von einigen griechüschim und türkischen Einwänden, auch eine Einigung über die Amnestiefrage erzielt
Am nächsten Samstag soll die letzte Sitzung des politischen Komitees ftatifinten. Sir Horace Rumbcld sprach am Ende der Sitzung in älebereinstimmung mit den anderen alliierten Delegierten den Wunsch aus, dast am Samstag alle noch offenen Streitfragen geregelt werden könnten Man nimmt an, dast diese Mahnung sich in erster Linie auf die Kupon frage bezieht, die bis jetzt noch nicht gelöst werden konnte.
Die engli-ch-rusfischen Auseinandersetzungen.
London, 4. Juni. (WTB.) Tschitsche» r i n erklärte in einer üirterrebung mit dem Moskauer Berichterstatter der „Daily Rews", die Klausel 7 der britischen Rote werfe die gesamte Frage der persönlichen Schäden auf. Diese Frage habe die Konferenz von Genua und die Haager Konferenz zum Scheitern gebracht. Sie jetzt aufzuwerfen, bedeute, die Versöhnung unmöglich zu zu machen. Tschitscherin erklärte ferner, seiner wohlerwogenen Ansicht nach wünsche Lord Curzon den Bruch. Es sei ersichtlich, dast nach den Zugeständnissen von russischer Seite neue Forderungen aufgestellt würden.
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Der reichste Mann der Welt als Präsidentschaftskandidat.
Die neuesten Statistiken der (Bereinigten Staaten zeigen uns, dast weder I. D. Rockefeiler, der Oelmagnat, noch A. Carnegie, der Eisen- Magnat, die reichsten Leute der Welt sind. Henry Ford, der Autvmobilfabrikaut von Detroit, Wich., kann heu)e den Anspruch auf diesen Titel erheben, älnd er ist es in der Tat. Ford fabriziert täglich 4000 Automobile und Hal den gröstten Dargeldbestand in den Danken, ferner den gröstten Bargeldumsatz. Sein Verdienst beträgt etwa eine Million Reingewinn jede Woche, fein älmsah verschiedene Millionen täglich
Vor einigen Tagen wurde Ford als der zukünftige Präsidentschaftskandidat proklamiert, und es verlautet, der William Randvlph Hearstsche Zeitungsverlag werde mit seiner millionenfachen täglichen Austage in allen bedeutenden Städten Amerikas die Wahl des Mr. Henry Ford mit allen Kräften unterstützen, soweit eine solch? Hilfe von Röten fein wird. Denn Ford besitzt das Vertrauen der groben Arbeiterschaft, des Geschäftsmannes, und heiht nicht umsonst des „arbätenden Mannes Freund". Tatsächlich ist er bei seinen vielen Tausenden Angestellten beliebt, und man wird nie von einem Streik in seinen Werken Horen. Um ganz unabhängig zu fein, hat Ford nacheinander alle jene industriellen Betriebe angekauft, die ihm Rohmaterialien für seine Automobile und landwirtschaftlichen Maschinen liefern müssen. So besitzt er ganz bedeutende Eisengruben. Schmelzwerke, Kohlengruben. Oetqruellen. eine viele hundert- mcilenlange Eisenbahn riesige Wälder und Werkzeugmaschinen-Fabnken. Ford druckt eine Wochen- schäft, den „Starborn Independent". Fords Buch, der „International Iew", erreichte eine mil- livnenhafte Verbreitung. Seine große Friedensreise im Jahre 1916 nach Rorwegen mit dem eigens zu diesem Zwecke gecharterten Dampfer „Oskar VIII." brachte ihm den Ruf ein, ein grober Mann des Friedens zu seiw
Wenn er Präsident werden sollte, wird die internationale Diplomatie ihn sehr beachten müssen. Denn Ford bringt im allgemeinen fertig was er im Auge hat. Ford haht den französischen Militarismus. Fords Erziehung ist einfach aber er hat niemals tx»r- fnumt seine Kenntnisse auszubreiten. Vor knapp zwei Jahren versuchte Ford zur Vergröberung seiner Werke Kapital aufzunehmen. Die Hoch^ finanz deutete diesen Umstand als eine Schwäche Fords und glaubte ihn unter den Händen zu haben. Beleidigende und schädliche Gerüchte amn» den über Ihn verbreitet. Ford jedoch brauchte feine 24 Stunden zu warten und hatte aus feinen eigenen Verkaufs-Organisationen genügend Kapital aufgebracht, das ihn von diesem Zeitpunkt an unabhängig von irgendwelchen Wallstreet-
Die Frage der Wiedereinführung der Sommerzeit.
Berlin, 1. Zuni. (WTD.) Die Frage der Wiedereinführung der Sommerzeit wurde auch in diesem Jahre innerhalb der Reichs- regierung und mit den Interessentenkreisen eingehend erörtert. In den Städten, besonders in Kreisen der Gehalts- und Lohnempfänger, bestand grobe Reigung für die Sommerzeit, von der man sich einen früheren Cchlust der Arbeitsstunden und eine Verlängerung der Erhvlungszeit erhoffte. Dagegen sprach sich die Landwirtschaf t wieder mit Rachdruck gegen die Einführung aus. Die Rotwendigkeit, die Städte um eine volle Stunde früher zu beliefern, würde den Landmann zwingen, seine ohnehin schon zeitig einsetzende Morgenarbeit um eine Stunde früher, zeitweise noch bei Dunkelheit zu beginnen, so dast Ersparungen an Beleuchtung am Abend wieder aufgehoben würden durch den Verbrauch am Morgen. Auch würden die Landarbeiter eine Verschiebung der Arbeitszeit nur widerwillig aufnehmen, worunter die Produktivität der Arbeit leiden würde. Auch die Bergarbeiter im Ruhrrevier erhoben Einwendungen, " weil dann zur Morgenschicht noch in der Rächt von SHnife aufgebrochen werden mühte. Während man in Rorddeutsch'.and mehr der Sommerzeit zuneigte, stiest sie in Süddeutschland auf starken Widerstand. Zu alledem erfiärte der Reichs- kohlenkommissav, dast bei der Sommerzeit keine nennenswerte Kohlenersparnis erzielt würde.
Eine in baä Leben jedes einzelnen so tief einschneidende Mast nähme wie die Sommerzeit kann sich — von Zeiten besonderer Rot wie die des Krieges abgesehen — nur durchsetzen, wenn sie von der überwiegenden Auffassung des Bolls- ganzen getragen wird. Eine solche fehlt zur Zeit in Deutschland. So ergab sich für die Reichsregierung notwendigerweise der Verzicht auf die Einführung der Sommerzeit.
Aus dem ReiSre.
Die Untersuchmtg des Marksturzes.
Berlin, 5. Zuni. Der älntersuchungs- a u s s ch u h des Reichstags über den Zusammenbruch derMarkstühungsaktion tagte heute vormittag in einer nichtöffentlichen Sitzung. Reichsbankpräsident Haven st ein gab toextwe Erklärungen über die Gründe des Marksturzes. Cs sollen f<t er Bergmann und Loeb ver ivmmen werden. Morgen tritt der Ausschuh zu einer öffentlichen Sitzung zusammen.
Kundcebungen in Bautzen.
Bautzen, 4. Juni. (Wolff.) Anläßlich der heutigen Beisetzung der beiden Opfer der Erwerbslosendemonstrationen vom Donnerstag erließ Oberbürgermeister R i e fo rt er an die Bürgerschaft B-autzens einen Aufruf »worin er bittet, am Rachmittag an der aus gleichem Anlaß in Aussicht genommenen Demonstration teilzunehmen. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in der Stadt blei» ben alle Läden, Geschäfte und Gaststätten von 3 Ahr bis Dienstag vormUlag g e s ch l o s j e n.
Die neue deutsche Reparationsnote.
Berlin 5. Juni. Der Reichskanzler aab gestern nacheinander den Führern der Sozial- demokratischen Partei, der Arbeitsgen^inschast und der D-rutschaationalen Bolkspartei Kenntnis von dem Inhalt der neuen deutschen Reparativns- ncte. Dem .,B. T." zufolge konnte die JUeber- einstimmung der An s achten ber Parteiführer mit denen der Reichsregierung fest- gestelli werden.
Wie das Blatt weiter mitteilt, werden sich beute S onderkuriere von Berlin nach London Paris. Rom und Brüssel begeben, um feen dortigen deutschen diplomatischen Vertretern den Text des deutschen Memorandums zu übergeben, das den alliierten Regierungen Donnerstag vormittag überreicht werden soll.
Der „Lokal-Anzeiger" will wissen, dah sich das Dokument in drei Teile gliedert. Im ersten Abschnitt, der sich mit den Garantien be° fafrt würden die Gesamtleistungen der deutschen Wirtschatt für eine bestimmte Frist von Jahren festoelegl. Der zweite Abschnitt erläutert die Svaqe der Annuitäten und der Zahtungen, die Heutpchland sonst aufzubringen bereit fei. Eine
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Verbleiben brr Insel Merkeb. die di: Okrlängc rung von Imbros und Tenedo^ bildet, n der Türkei. Dagegen lieh:i di- Türkei ihren -I n - spruch auf Castellorizo fallen da-z b:i Iwlie-i verbleibt, unb verzich.e.e glcick-alls aur die Donaui.-sel Adakale. Die neue Grenze bei Karagatsch wurde in der h.uagen^ei =■ zung nicht berührt Auch Art. 3 über die Ir^k- unb die türkisch-syrische Grenze u ld c Ausnahme des Angora-Ab ammens in de.i Ber trag bleiben noch ofle-i. Ferner wurden noch, ao gesehen von einigen redaktionellen Fragen, di Artikel 152 und 153 üdei' die ®ü(tifielt der wui:
mittag traf ein ir^ilerer Transport ausge to i e- s e n e r Eisenbahner mit Familien aus Lib- lar und ilmgege.cb ein. Diese waren nachts 2 tthr aufgefoi-t-ei-t" löorbe.i, sich sofort zur Abreise ins unbesetzte Gebiet fertig zu machen, da sie au&g.'° wiesen seien, ünmittelbjr darauf muffen sie schon abreifen. Rach Empfang und Bewirtung wurde der Transport nach Wagen weiter geleitet. Abends traf dann mit einem Dampfer ein weiterer Transport auSgetoiefener Ei se iba h ners amilien aas Stc.dtkhll. Jünkerath und Schüler ein, darunter 59 Kinder bis 10 Zahre.i unb 67 unter 4 Jahren. Rach Mitteilung der Derttiebenen waren die genannten Orte militärisch umstellt worden. Alle Eisenbahner teerten rücksichtslos ausgewiesen und dadu rch 350 Mensche n von Haus und Hof vertrieben. Alle Habe muhte zurückgelassen werden. Eine au dem Dampfer von dem begleitenden Pfarrer veranstaltete Sammlung erbrachte rund 1/2 Million Msirk. Rachtem auch dieser Transport in Köln empfangen unb bewirtet war, erfolgte die'Wciter- fahrt nach Himburg. Ein am Zuge zufällig anwesender Schwede, der, wie die „Kölnische Zeitung" meldet, seine Empörung über die rohen Ausweisungen unschuldiger Deutscher ausdrückte,
t . 173. Jahrgang
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
London, 4. Juni. (WTD.) Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt, verschiedene mehr oder weniger fen a.io- Ttelle Berichte seien während des 'Wochenendes bezüglich der angeblichen Ansichten der britischen Regierung in der Frage ter Reparationen und Kriegsschulden in Umlauf gewesen. Tatsächlich hat die britische Regierung, die die Möglichkeit baldiger internationaler Beratungen nach einem neuen Angebot Deutschlands oder nach tem Ergebnis ter für Mittwoch festgesetzten französisch- lelgischen Konferenz in Brüssel voraussieht, vor -------- o- .
kurzem nur das Schatzamt angewiesen, feine stiftete für die gürforge der Ausgewiesenen einen eigene Arbeit und die Schluhfolgerungen aus namhaften Geldbetrag.
diesen Problemen zeitaemäst ummgestalten und sie L u d w i g s h a f e n, 4. Juni, i aeaebenenfalls in einem neuen Memorandum gewiesen wurden vom Personal oer niederzulegen. Man war der Ansicht, dah eine Anilin- und Sobafabrik Lanbwirtschastslehrer neue üeberarbeitung des britischen Thomä und Biologe Dr. Fliegl von ter Standpunktes, wie er in den Vorschlägen landwirtschaftlichen Abteilung. Dr. Baben dick Donar Laws vom Monat Januar nietergelegt von ter Pressestelle, ferner, wie gemeldet Brand- toar notwendig sei angesichts wichtiger, seither | bireftor Jakobi und Betriebsrat Eittinger, cinactretcner Ereignisse, nämlich: 1. ter fron- Als Grund wird von ter Besatzungsbehorte an- zösisch-telgischen Besetzung des Ruhrgebieies, gegeben, es handle sich um eine Ber geltu ngs- 2 der Fundierung ter englischen Schuld an bie mahnahme für den Anschlag auf ter ®ifen- Deceinigsten Staaten. Die Besetzung des Ruhr- bahnstrecke zwischen Rheingonnheim und Mutter- aebietes musste wegen ihrer möglichen Rück- ftabt. z _ _ , ,
Wirkung auf die Zahlungsfähigkeit Essen, 4. Juni. (WTB.) DL^Warenhaus Deutschlands und auf bie geeigneten Zah- Theodor Althof f ist heute von bat Franzosen lungZmethoten für bie Zukunft erwogen werden, wegen Deickaufsverweigerung für acht Tage ge- Rachtem jetzt einmal bie Verpflichtungen Eng- schLfsen todrten . __ _ ..
(ante gegenüber Amerika festgesetzt seien, müsse Lanbau, 4. Juni. (WTD.) Am Samstag es leichter für die britische Regierung sein, genau wurden von den Franzosen neu n a nge f eb ene den Mintestbetrag zu beftimmen, den sie sich zu P e r s ö n l ichkei t e n v e r ha f tet und. nachts fordern verpflichtet fühlt, und bie Form festzu- über bie Grenze S-schoben Heute tourten neuersetzen, worin bie Forderung zu erheben wäre, lich vier Personen als Geiseln abgeschoben. Während bie feitenten Gedanken, bie tem Plane *
Donar Laws zugrunde liegen, zweifellos unvM- KrjsenbaKnunfälle.
ändert bleiben würden, könnten wesentliche Ah- ' . , --
änterunaen der Einzelheiten durch ben Premier- I Mainz, 4. Juni. (WTD.) Wie bas „Echo Minister Dalbwin erwartet werden I du Thin" aus Düsfeld vr f meltet, blatjte eine
London 5 Juni (WTB.) Zu den bei- Bombe bei ter Durchfahrt eines Koh^nzuges schiedemm Derich'en. wonach bie britische Regie» zwisck^n Üttingen unb Lirck^l 13 Wagen rung ihre Stellung gegenüber tem Reparattons- wurden b e s ch a d i gtz Gllichzeitig putzte mn Problem neu ertrage, wird in zuständigen Kreisen untere Dombe zwischen^rmsdorf und Sieg erklärt dah es auf jeden Fall leinen neuen bürg. Die Maschine wurde beschädigt. Infolge britischen Plan gebe. Die britische Regie- dieser Vorkommnisse baten die Desahungsorgane rung erwarte bie neu £ Vorschläge ter deutschen | beschlossen, bienten Gleisen benachbarten Zonen Regierung und werte sie, wenn sie eingegang n seien, einer angemessenen Prüfung unterziehen Es werte erwartet, oah sie so abgesaht seien, bah sie eine geeignete Grundlage für Besprechungen zwi»


