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?« ferl" _r da die ntuttej X^T Allem, s?k?Qltun9 des rtb ' dtttrauemde Tochter »Mm Mm, De^ s Lebrecht? In wenigen ®?W. heiratete das r^n, Verlebte die Helga und traf dann n für die Abreise nach . Polizei. Sie nahm die ) fest und entpuppte sie -ochstaplerinnen, er dem Aamen .Helga n Don Lieven-Dem idoff, hserlmg" Schwinde»' stade- begingen und chr hohe Summen be- )t ist aber die Gefchchte irch feine .Verbindung' Schöllkrippen" um fein vermögen gekommen ist.

A, 4. April. Dei einm n Freunden brachte der gge aus Luzern die lionen Marl durch )raht aus. Um aber fein len xu können, pumpte Millionen an. Als er

^chlichtungsauSschuß auf len Antrag des $tHa- arbetterDer banber- salbst die Aussetzung des Ver- fahrens gemäß $ 86 Absatz 2 des Betriebs cäte- gesetzLs.

Kirche und Schule.

Kirchliche Dien st Nachricht. Der «»angellsche Pfarrer, Kirchenrat Emil Münch ni Schotten, wurde auf sein Nächsten, enter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai 1923 in den Ruhestand rerfctit.

Turnen, Sport unb Spiel.

I Gießener Radsport.

Der dem Gau IXa des Bundes Deutscher Radfahrer angeschlossene Gießener Rad- fahrer-Decein 18 8 5 C D. eröffnete sein diesjähriges Sportprogramm mit einem Anfahren am Sonntag, 25. März, lieber 50 Fahrer be­teiligten sich an der schonen Rachmittagsfahrt mit dem Endziel auf der Karlsruhe. Reben den lvanderfahrten. Rennen usw. werden größere und kleinere Abteilungen des Bereins regelmäßig :in Sonn- und Feiertagen Früh-, Rachmittags- unb Tagesfahrten in herrliche Teile unserer näbc- in und werteren Umgebung unternehmen. A ißer em Anfahren wurden bis jetzt »wei weitere euren, und zwar am Karfreitag nach der Honig- ühle und am 2. Osterfeiertage durch das Lumda- lal, gefahren.

Für die Rennmannschaft des Vereins bogarm am 2 Osterfeiertag früh das Programm mit dem 50-Kilometer-Straßenren- nen von Gießen nach Marburg und u cf. Sieben Fahrer wurden vom Start ent- assen. Als erste Fahrer erreichten R e u n i n g mtb W. Zinsser das Ziel: Reuning konnte vor feinem Kameraden Zinsser in schönem Endspurt den Sieg erringen. Trotz des nicht besonders ginistigen Wetters wurde von sämtlichen Fahrern jehr gut gefahren unb hatte bereits 8 Minuten rach bem Sieger der letzte von den sieben Fahrern das Ziel erreicht. Ergebnis: 1. W. Reuning 1 6t. 43 Min., 2. W. Zinsser, 3. K. Rieger, 4. Er- brn Wagner, 5. W. Don-Eifs, 6. Emil Heß. ; 1. Gg. Zmsser.

Das Mitglied des Vereins Aug. Deibel fuhr am 1. Ofterfeiertag das große Straßen­rennen BerlinLeipzig, 170,9 Km. Die Teilnehmerzahl von über 500 Kahrern, wie auch hie Fahrzeit von 5 Std. 8 Min. waren Rekorde. Mbel hatte eine sehr ungünstige Startnummer 1502) und zum Pech, als er nach großer An- firengung die Spitze nach 20 Km. erreicht hatte, kolb Reifenschaden. Trotzdem erreichte er immer noch als ungefähr 50. Fahrer das Ziel. Sn ff Anbetracht das Pechs und der großen Teil- ix^imerzahl immer noch eine sehr beachtenswerte I Leistung.

Die 6er-Kunstreigen-, sowie 2er-Radball- mannschaft, beide Gaumeister des Gaues 9 a, Karten am kommenden Sonntag in Stuttgart um die Kreismeisterschast. Sn diesen beiden Zwei­gen des Saalsports hat der Verein gerade in letzter Zett noch gute Fortschritte gemacht, welche e ihm ermöglichen, auch erstklassig befette Kon­kurrenzen zu bestreiten.

Kurssteigerungen. So stiegen Harpener um 12 000,

he des

bis 5000 Prvz.

Airia früher gewesen war. als Schwägerin moch»

itb

jlen konnte, traf er lot» ins besetzte Gebiet, genblid von ba Polizo

der Provinz sfen.

i 4. April.)

d ves Dollar- dem Zreiheilsbcmm

SirfCL21 300, Roman von Clara Diebitz,.

TD. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

- , ,u beet Der Friedensrichter Adami fuhr nach Kob- Sh. Es war ein leuchtender Sommermorgen, M fein Chaischm an der lleßmühle vorbeirolltr.

allen.fr §örte die Hühner laut gackern und die Tauben rren die Heßmüllerin fütterte die wohl ^fchinen) x^kMten fcti? Er sah im Geist Varia ble junge Frau, mna ist dem Hofe stehen, vor xhr dasbunteHuhner-

Sbatb etil- K[t, emsig die Korner pickend, und um ihr dank- tnnstleE^z, Haupt flatternd, die weihe Wolke der Rauben. Kaufes >st ^miffen 13hb der junge Ueßmüller stand in der Haustür zu eine^ L''«d sreute sich an bem schönen Bilde. Gott sei als alle. M $mf, daß die beiden dufammenge!ommen roarm, My allem! Sie hatten es nicht leucht, dre Bruder 7t diese ll fit imcen uneins mit dem Martin: so lieb ihnen die l'^Leinlcilu"^ icke Taria früher gewesen war. als Schwagern moch- Dran^tzerocdenA sie die Tochter des Angeklagten Hans Bast

ich nicht. Die Brüder hatten sich nun endlich iatMn geeinigt, daß sowohl der Hubert wie der .. Mila auf den Hof des Schwiegervaters zogen: .si bie Die^, isu ließen den Martin n*t seinem Weib allem mrubau lRlan di-Z-z^der lleßmühle sitzen, den Moselanerinnen war hie 2lE^ ohnehin zu einsam gelegen und nicht sonnig

llmug. Ser DrÜd-r M am Vermögen bte5 «jijout^® Hif der QKüble stehen.

Jäbami hatte schon öfter einen Besuch bei bem irtitd. ^LrfjrtM Jij hflen Paar gemacht, heute hatte er Scheu, emen nd Die K ihnen zu sprechen. Wenn die Mana wußte,

x>n vird- .'ßavten i® . kf) er morgen zu ihrem Vater ins Gefängnis ^ojemc^^abtcull. tat! Das würde alles, was sich eben hatte müh- Q^ter t bem ai ilfe1 beruhigen lassen, wieder aufwühlen in ihr. hiflt I'1* : von Angst zu Angst, von Kummer zu K im-

J be$ <5' 0^ ;,=t gehetztes Gesicht war wieder runber geworden ^htna ^.wgendlich weicher. Sn dem Blick, mit dem

für I: isnen Mann ansah, keimte etwas von Gluck,

hc? .-mit r61 < hatte das beobachtet sollte er diesen Keim

schon wieder vernichten?

Kirchliche Nachrichten.

Oft. Religionsgemeinde. GotteSb. i. b. Synag. SübanL). Samstag, 7. u. Sonntag, 8. April: Pass ah- jrsl-Enbe.Samstag. Vorabb. 6.45, morg. 8.30, Predigt, lochm. 4, Sonntag. Vorabb. 7.55, morg. 8.30, abbs. 130. u. 8 Uhr. 3fr. ReligionSgesellfchaft. Sams­tag. 7., u. Sonntag, 8.April: Passahfest-Gnbe. 7. Tag: Tocabb. 6.40, vorm. 8, nachm. 4. 8. Tag: Vorabend 155, vorm. 8.00, nachm. 4. Festesausgang 8 Uhr. Dochengottesdienst morg. 6.30, abds. 6.30.

Sandel.

Berlin, 4. April. Börsen st immungS- biCb. Nachdem der Ultimo ohne die vielfach be-

:banb der CBäder ; Höhung der Lohne der /- unbMWcim. Str,, [ug durch Schiedsspruch bisherigen Lohnrcgelung S iir Dad-Äauhäm ist der " , . . .

ffljphpn »Miellen die fürchteten Schwierigkeiten vorüberaegangen ist mb der Geldmarkt wieder eine größere Flüssig- r * AnoMlta ki( »eigt, setzte der Verkehr der Börse nach der

sprach Mg fchstägigen Unterbrechung wieder in recht fester

Haltung ein. Bei den Banken und Bankgeschäften ) def ^?La 3ot» sich in der Zwischenzeit ziemlich erhebliche ^lässig, dell'!, g.puxxj Kaufaufträge, namentlich von auswärts, angefam- 84 und 86 »J«. nelt, die vornehmlich den zu Einheitskursen ge- Gie ^"5 ffirunb hudelten Sndustriepapieren zugute kamen. Bei n Detracht, weu. »nhälttrismähig lebhaften Umsätzen erfuhren im der Dellerbefy! 8 .^hverkehr einzelne Werte ganz beträchtliche

ArbertnehmerM »» <f ~ 2 -----

, Phönix um 15 000, Stettiner "Vulkan um 17 000, . Deutschen Liebeck Montan und Otavi um je 25 000 unb 'Medereinstcllung eM .h^r um 35 000. Sonst betrugen die Kurs- utorä des O vhühungen durchschnittlich 3000 bis 5000 Prvz.

in Aidda befchl^ __LB 2-J1

unb vereinzelt 8000 M3 10 000 Prvz. Die ©tetae- erstreckten sich ziemlich gleichmäßig ZLf ä,e, unb Dchittahrtsaktien.

Auch ausländische Rentenpapiere, Dahn- und Stadtanlerhen erzielten teilweise recht bettächtliche Kursgewinne. Für heimische Rentenpapiere hiel­ten sich diese in engen Grenzen. Das Geschäft l""er, wobei die erzielten Kursausschlage nicht überall aufrechterhalten wer- den konnten Für die Einheitskurs-Snbustriewerte "k eMnsalls mit ansehnlichen Kurssteigerungen zu rechnen. Am Devisenmarkt waren die Kursver- anderungen und Umsätze wiederum unbedeutend.

Frankfurt a. M 4. April. (Dörsen- st t m M U n g s b i l d.) Die Frankfurter Börse ver­kehrte heute am ersten offiziellen Dörsentag des treuen Quartals in überwiegend fester Haltung. Schon vorbörslich war reges Treiben auf dem Gebrete der amtlich nicht notierten Werte zu be­obachten. Bei großen Umsätzen wurden Snak ge­handelt, 17 500, Ufa 14 000, Api hörte man mit 18 500, Drown Boveri 13 000, Smelka 9000 bis 9100, Grvwah 19501925, Hansa-Lloyd 12 000, Mez°Söhne 15 000, Lastauto 8000. Am Danken­markt wurden österreichische Kiebitattien von interessierter Seite aus dem Markt genommen. Metallbank sehr fest. Montan-Attien durchweg fester. Dei erster Rotierung Phönrx plus 15 000, Aschersleben plus 6000, Deutsch-Lu remburg plus 9000 Prozent. Duderus steigend. Auch Maschinen- und Melallwerte zogen an. Häher setzten chemische Aktien ein. Holzverkohlung erheblrch höer. Fest lagen Licht und Kraft, La./meher, Felten und Euilleaume. (Sine feste Haltung zergten Zellstoff Waldhof, plus 6500. Metallgesellschaft Frank­furt fliegen 9000 Prozent. Zuckerwerte, besonders Ofsstein. gesucht. Rühig lag der Markt der Aus­landspapiere. Zolltürken waren vorübergehend höher. Srrfvlge der Snterventionstätigleit der Reichs bank blieb der Dollar mit 21 100 wenig verändert.

Börsenkurse.

Frankfurt a. M Berlin Schlup. Schluß- Schlup» Schluh. Äurs Kurs Kurs fiürs

Datum 28.3. 4.4.

S'/.Dtscb. RetchSanleihe 89.75 89.75 47o Dernleichen 1170.- 1170. 8*/ie/o Dergleichen 670. 665. 37» Dergleichen 4550,-4400, Dlsch.Spar.prnm.-Anl. 305. 338, 47, Preußische Konsole190, 47, Hessen 123110, 3'/t7o Hessen 119,- 130 37° Hessen 125, 130

28.3 1 4.

89,50 90,- 1175,-1175

675 675, 4400,-4400

310 310

200 203

150

130 -

4o/e Zolltürken 3287538000,-3350039500,- 5°/° Goldmcrtkaner 292000,-300000292500,-296200-- Berliner Handelvges. . 84009.- 82000.- 81500,- 850)a- Conimerz- u. Privalbk. 850-j 10000,-8750 11500,- Darmst. u-Nationalbank 1U400,- 12100,-10250.-13000,- Deursche Bank 24950.- 26000,- 24500,- 27500,- Dculsche BereinSbank. 3500 4500 Discomo Commandit . 11250.-14600,- 13000,-15500 - Melallbank . 397:50,- 45900,-

Miileldeut. Credltbank 6200 8700 6600 8800 Oestcrr. Crediianstall.12300,- 9750

Bochumer Guß....66750,75000,

Buderus......... 345003990034980, -38800

Caro 4235045000,- 4175043500 Deuksch-Luremburs,. . 68000,79000,7100077000 GelsenkirchenerBergw6875071'25067500.72^'00 Harvener Bergbau. 146000,-15500Uk-14900a-163000,- KaliwerkLlscherSlebenUOOO470004500045500 K aliwerk Westeregeln 435005u000 L'aurabütte 36750440003660041000 Cberbebntf 4.500049750460004^000 Bbönix Bergbau. . .. 59:500700005975071250 Iiheinstahl 5390061<X)D -560006:3fM- Sttebeck Montan . . . 1500 >0,-180000, 17000,-180000,- TelluS Bergbau . . . IteOO18800 Haniburg-Amer. Pake 44000 52000,- 46000,- 51700,- Norddeulscher Vloob . 28000 34250,- 28750,- 32000,- ZementmerkHeidelberL 16600,- 21000,- - Philivv Holzrnann . . 10500,- 125v0,- 13509,-L320u

Anglo-Cont.-lAuano. . 87000,,95000,104500.- Badiiche Anilin .... 3i>0003<520f-3'20;o,-380:O G.Idschniidt 34000,-355003290t,34900 (örievbeimer Tlectron.284002->40ü-2650Ü-300^ch Höchster Farbwerke . 27000,2900Ü28090,30009 Holzverkoblung 2700030750

Nütgers werke 37250,-40000:3800a42000 ^cheideanstalk......3400il,-*3S500

«Ng. Elektri-itcttS-Ges. 1890021750M0^2250^ Bergmann 4150044<>OO4200044000 Schuckert .42000,4200V-4175047750 Siemens & Halske. . .580006000(^5775(^63000 Mainkraftwerke. . . 6360 7000 Adlerwerke Stleuet. . . 100001350011000,-14000 Daimler Motoren. . . . 105001300010900,-14000 Heyltgenstaedt 28100,-31500 2)teauin 260093290027000.-34000, - Metallges. Frankfurt. . 46500.57500,-, Schuhfabrik .Her» .... 7900010000,- - - Sichel 1395016400,- Zell'toff Waldhof .... 2950Ü-37400.-30300,-37750 Zuckerfabr.Franrembal 150001980^- Zuckerfabrik Waaoäusel 1500020U00,

Franksurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.)

Datum 3. Avril 4. Avril Amtl. Notierg. Amtl. Notierg.

Geld Bries Geld Bries

Antw.-Brllssel . 1190,50 1205 50 1167 1173,-

Holland 8339.10 8:180,90 8304.20 8345,80

London 99126,55 99623,45 98503,10 98996 90

Paris 1404 1411 1361.60 1368.40

Schweiz 3927,65 3947.35 3885,25 3904,75

Cvanien .... 3279.30 3295,70 3141,85 8258,15

Jialien 1062D 1067,65 1057,35 1062,65

Vissabon-Ovorto

Dänemark. . . 4039,85 4060,15 4029,90 4050.10

Norwegen . . . 3740.60 3759,40 3810,45 3829,55

Schweden . . . 5623,40 565L60 5598.45 5626,55

HelsinnlorS. ..

Sleunork 211.i6.85 21300,15 21137 21243,-

Teulsch-Oesterr. 29,92 A>08 29,88 30.02

Budapest. . . . 496,25 498.75 473,80 476.20

Prag 628,40 631,60 627,95 631,05

Agram 21L50 212,50--

Dan knoten.

Frankfurt a.M., 4. Avril. Brief Geld

Schweizer Noten 3935 8865

Französische Noten 1371 1359

Dänische Noten 4075 4005

Schwedische Noten 5600 - 5500

Holländische Noten 8390 8270

Deutsch'De'terreich L 100 Kronen 29 90 29.40

Amerikanische Noten 21375 21125 Englische Noten 99375 98375 Fialienische Noten 1061 1049

Belgische Noten 1161- 1149

Ungarische No'en 440 420

Tschechoslowa''ische Noten .... 637 617

Norwegische 'Noten 3785 8715

Rumänische Noten 96,50 93,50

Spanische Noten.........

i

Märkte.

Berliner Produktenmarkt.

'Berlin, 4 April. Am Pr^dakten- Markts nd heu'.e wesentliche Pr isveränderungen nicht zu verzeichnen gewesen. Aus der Provinz ist das Getreideangebot weiter klein, und höhere Preise für Roggen wären zu erzielen gewesen, trenn nicht billiger gestellte ausländische Forde­rungen für amerikanischen, wie nordrussischen Roggen Preiserhöhungen der Snlandsware ver­hinderten. Dei Weizen ist der Preisunterschied zwischen Sn- und Auslandsware noch nicht gan- ausgeglichen, aber doch immerhin erheblich ver­ringert, so daß das inländische Angebot trotz des befriebigenben Mehlabsahes auch nur letzte Preise erzielt. Gerste war in guter Ware schwach angeboten. Für Hafer erhält sich die feste Stim­mung, in den übrigen Artikeln war der Verkehr mäßig. Weizen, märkischsn 46 000 bis 47 000 Mk. (fest), Roggen, Märkischen 42 500 bis 43 000 Mk. (fett), mecklenburgischen 42 500 bis 43 000 Mk., Sommergerste 32 000 bis 33 000 Mk. (fest), Hafer, märkischen 36 000 bis 37 000 Mk., pommerschen 34 000 bis 35 000 Mk. (fest), schlesischen 34 000 Mk., Mais, La Plata, locoBerlin 44 000 bis 45 000 Mark (fest), waggonfrei Hamburg 41 000 bis 42 000 Mk., Weizenmehl (100 Kilo) 130 000 bis 140 000 Mk. (fest), Roggenmehl (100 Kilo) 115 000 bis 128 000 Mk. (fest), Weizenkleie 21 500 bis 22 500 Mk (fester), Roggenkle e 24 COO Mk. (fester), Raps 80 000 bis 82 000 Mk. (behauptet), Leinsaat 80 000 Mk. (behauptet), Diktoriaerbsen 65 000 bis 70 000 Mk., kleine Erbsen 50 000 bis 55 000 Mk., Peluschken 50 000 bis 58 000 Mk., Ackerbohnen 36 000 bis 40 000 Mk., Wicken 50 000 bis 65 000 Mark, Lupinen, blau 45 000 bis 50 000 Mk., gelb 60 000 bis 80 000 Mk., Seradella, alt 70 000 bis 90 000 Mk., Rapskuchen 28 500 bis 29 000 Mk., Leinkuchen 50 000 bis 55 000 Mk., Trockenschniyel 13 500 bis 14 500 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Rvggenstroh, dvahtgeb. 13 000 bis 15 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 10 000 bis 12 000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 13 500 bis 14 500 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 15 000 bis 17 000 Mk., Rachmahd 13 000 bi« 15 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)

Frankfurter Getreidemarkt.

* Frankfurt a. M., 4. April. Das Ge­schäft war in den ersten Morgenstunden sehr ruhig. Von feiten des Devisenmarktes fehlt es an Anregung. * Die Preise für Weizen und Roggen lauten unverändert. Gerste behauptete seinen Stand. Hafer bei kleinem Angedot fest. Mehl ziemlich fest, aber ruhig Für Kleie zeigte sich etwas Bedarf. Futterstoffe still. Es notierten: Weizen 90 000 bis 95 000 Mk., Roggen 90 000 bis 92 000 Mk., Sommergerste 72 000 bis 80 000 Mark, Hafer, inl. 48 000 bis 75 000 Mk., ausl. 84 000 bis 92 000 Mk. Mais, La Plata 105 000 Mark, Mixed 95 000 bis 100 000 Mk, Weizen­

Boran, voran," trieb er den Kutscher an, fahr rascher zu!"

Roch waren es die alten steinigen Landwege, auf denen man durchgerüttÄt wurde bis ins Mark der Knochen: die Räder holperten, die Pferde quälten sich ab, aber man konnte doch wenigstens jetzt, unbehelligt von Wegelagerern, fahren. Hie und da entdeckte Adamis 2luge Männer, die im blanken Feld oder auf einer Hohe abmaßen, absteckten und Stangen aufpflanz- ten. Was machten die da? Dann merkte er es: Aha, die bezeichneten jetzt schon den Verlauf der großen Sttaße, die die Franzosen zu bauen unter­nahmen. Immerhin ein verdienstliches Werk, und wenigstens das würde eine gute Erinnerung an die Zeit der französischen Herrschaft sein.

. Es war eine weite Fahrt. Staubig und er­müdend. Ein paarmal schon batte er in den letzten Monaten anttlich hinuntermüssen nach Kob­lenz zum ^Peinlichen Tribunal von Rhein und Mosel". Er hatte mehrere Vernehmungen. Aber morgen würde er zum erstenmal in die Arrestzelle jenes Manrres treten, der das schreckliche Ende, dem er entgegenging, verdient haben mochte nach dem Gesetz. Wenn die Geschworenen den Ange­klagten nun aber frxisprachen von der Tat an dem Mangel, und wenn es seine Kugel nicht war, die den Lleßmüller getroffen beide Sohne hatten ihn nicht unter den Angreifern mit De- flimmtheit eriamrt, dann blieb nur "die Tat an d'Aubrh. Unb muß ein Vater dafür seinen Kopf unters Fallbeil legen, weil er seine Tochter an einem Schurken gerächt hat? Das quälte Adami.

Es war Abend, als er Äoblaq sich näherte. Sm Dorf Güls hatten sie noch einmal die bur= z fügen Pferbe getränkt, in Moselweih hatte er sich dankbar eine Handvoll der goldenen Mira­bellen aus dem Korbe gelangt, den ein freund­liches Mädchen ihm anbot. Von der Kastorkirche war bas Aveläuten schon ixrHungen. Aber noch war es hell, das lange Lickt des Sommers noch

nicht zu Ende gegangen. Gr sah ein MosÄschiff- chen langsam unb vorsichtig durch das reihende ^Gänsefürtchen" feiner Anlegestelle bei der alten kurfürstlichen Moselbrücke zufahren. Die Schiffer sangen. Klangvolle rheinische Stimmen drangen zum Festungswerk ber Kartause hinauf- Oben flanb die französische Schildwache, das Gewehr geschultert, horchte dem Gesang unb blickte sehn­süchtig moselaufwärts ba, weit, weit fein Frankreich!

Sn Lützel-Koblenz lärmten die Kinder. Sm dörflichen Vorort der Stadt spielten sie auf ber Straße, rannten barfuß unb machten ein großes Gefchwei.

Auf dem freien Platz, ber Dlick hat auf Mosel unb Rhein und den Ehrenbreitstein gegenüber, besten gewaltiger Festen schier unangreifbar bie Festung trägt, die jetzt die Franzosen geschleift hatten, drehten sie einen Ringelreihen um den Freiheitsbaum. Run stand ber schon manches Jahr hier Adami erinnerte sich genau des Tages, an bem die junge Eiche gepflanzt wor­den war, mit Musst und Böllerschüssen unb fest­lichem Gepränge aber viel größer geworben war ber Baum noch nicht. Trotzdem ein Gitter ihn umgab zur Schonung, waren Kinder hinüber- geflettert, unnütze Härde hatten am Stämmchen gerüttelt »Maikäfer flieg! unb hatten Ramen erngeferbt in seine Rinde. Wie spärlich unb well schon fein Grün hing, schlaff an un- kräftigen Resten! Kein frisch-feuchtes Lüftchen vom Rhein her schien es neu beleben zu können. Der armeBaum, verstaubt an ber staubigen Straße, würde ein gehen.

22.

Aus ber lachenden Rheinsonne kommend, die den Strom zum goldenen Spiegel gemacht hatte unb ben trotzigen Brxten des Ehrenbreitstein glanzvoll bekrönte, war Adami wie blind, als ihn

der Schließer durch schmale, nach Schimmel riechende Gänge des allen Gesängnistes führte.

mehl, südb. Spezial 0 150 000 bis 170 000 Mk. bei Waggon bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 115 000 bis 120 000 Mk.. Weizen- und Roggen- fleie 43 000 bis 45 000 Mk. Tendenz; fester.

Büchertisch.

Die Welt in Sngolbau. Roman von Meinrad Snglin. (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt.) Mit festen Füfren steht Sng­lin auf dem Boden jener guten, vornehmen Tra­dition, die der deutsch-schweizerischen Literatur eigen ist, unb mit klarem Dlick schaut tr in die Wirklichkeit, die ihn umgibt, weiß die Menschen, die er hier erschaut, mit sicherer Hand zu ge­stalten. Richt einen einzelnen .Helden" hat sein Roman, mehrere Menschen- unb Familttnschick- sale laufen nebeneinander her, oft einander be­rührend und bedingend, bann wieder audeinaner- ftrebenb, immer aber nach außen zusammen- gehallen durch den gemeinsamen Rahmen der Well in Sngolbau, der Well eines deutsch- schweizerischen Stadtdorfes mit seiner eigenartigen gesellschaftlichen Struktur unb Kultur, die durch­aus anschaulich sich vor ben Augen des Lesers ausbreitet.

(Sn einem Teil ber Auflage wiederholt.)

Loucheur und Llohd Georg«.

Paris. 4. April. (WTD.) Der Londoner Derichterstatter desJournal" meldet, daß L v u- cheur, der sich augenblicklich in London auf- häll, eine -Unterrebung mit Lloyd Georgs hatte.

Em« Rede des französischen Kriegsministers bei den Kriegsbeschädigten.

Paris, 4. April. (WTD.) Der Kongreß der Kriegsbeschädigten wurde gestern durch ein Bankett beendet, dem Kriegsminister Magi not beiwohnte und in besten Verlauf er bas Wort ergriff. Gr sagte: Während vier Jahren haben wir versucht, durch ben guten Witten Deutschlands die Zahlungen zu erhallen, ohne bie wir nicht leben formen. Wir haben unser Recht angeruf^en, ba wir alles versuchen wollten, bevor wir zum Zwange schritten. Wir haben gut bar an getan, angesichts der Welt und angesichts unserer Verbündeten diese Haltung einzunehmen. An­gesichts des systematischen Versagens der deutschen Regierung haben wir uns aber jetzt zu anderen Mitteln entschließen müssen. Wir sind in das Ruhrgebiet eingebrungen,- um eine zeit­liche Besetzung von Pfändern zu ver­suchen, die einzige Art, um unsere Forderungen sicherzustellen, unv wir werden dort solange bleiben, , bis uns Deutschland bezahlt hat. Solange wir im Ruhrgebiet sind, hat Deutschland ein Sntereffe daran, uns zu bezahlen, was es uns gestern nicht bezahlt hat. Vor ber Wett heben wir tatsächlich erklärt, daß wir das Ruhrgebiet nach Maßgabe der Zahlungen räumen, die uns gemacht wer­den. Die Verpflichtung, die wir im Einverständnis mit Belgien übernommen haben, ist formell, unb bie Verpflichtung der beiden RattoTten, bie bie Verträge unterzeichneten, zählt für sie. Deutschland weih also heute, daß seine Zahlung die Räumung seines Gebietes zur Folge hat, es hat also ein Sntereffe daran, zu bezahlen, und wir find be­rechtigt, zu erklären, daß unsere Lage ihm gegen­über durch diese Tatsache besser geworden ist. WaS die Anschuldigung an betrifft, die man gegen uns Ebert, wir wollten Gebiet, das wir beseht , annektieren, so können diese nur von nen mit schlechtem Sinn formuliert werden, oder von Leuten, die uns nicht kennen. W i r haben keine imperialistischen Gedan­ken, wir wollen nur unser Recht, nichts mehr, aber unser vollkommenes Recht. Keine Ra­tion wünscht mehr den Frieden als unser Land, das solange durch den Krieg gelitten hat. Aber wir wollen keinen prekären, unechten und ge­fährlichen Frieden, sondern einen Frieden, der uns gestattet, zu (eben und zu arbeiten dadurch, daß er unsere Sicherheit unb bie Bezah - luSg ber Repara tionen gewährleistet. Hierüber müssen wir mit ben Kriegsbeschädigten einig sein, beim der Friede, ben wir aufridjten wollen, ist der Friede ihres Sieges unb ihrer Opfer.

Der Sitz der französisch-belgischen Eifenbahn­regie.

Paris, 4. April. (WTB.) Havas mel­det aus Mainz, man erfahre aus guter Quelle, daß .der Sitz der französisch-belgi­schen Eisenbahn-Regie für die besetz­ten Gebiete, der provisorisch in Düsseldorf aufgeschlagen worden sei, am 6. April nach Mainz verlegt werden solle.

Er tappte im Dunsten. Schlüssel raffelten. Er trat ein in die Zelle.

Hans Bast hatte gebückt auf feiner Pritsche .gesessen, nun richtete er sich auf, seine Hohe stieß fast oben an. Eine sehr steine, dicht ver­gitterte Luke über feinem Kopf gab spärlich ein bißchen Licht, man konnte sich nur eben erkennen. Der Gefangenenwärter war mit hineingekommen unb faßte an der Tür Postv.

Cab Er uns allein," sagte der Friedens­richter.

Der Wann stand unschlüssig, bann murmelte er etwas unb ging: Wenn der Herr es so wollte, dann hatte er zu gehorchen, aber der Herr lat's auf eigene Gefahr. Für alle Fälle blieb er draußen an der Tür stehen. Aber wie er auch horchte, es blieb drinnen ganz friedlich.

Sft das Hans Bast von Krinkhof? hatte Adami zweifÄnd gedacht. Der hier war ja fast weiß!

Der alte Mann nickte: »Setzt Euch, Bürger Friedensrichter," und schob ihm den einzigen Schemel hin.

3a, das war Hans Bast doch, dieselben großen schwarz glämenben Augen, die noch immer etwas von Feuer hatten: selbst die lange Haft hatte das ihnen nicht nehmen fönnen.Er hat mich zu sprechen gewünscht," sagte 2lbami. Es war ihm beflonunen.Hat Er ein besonderes An­liegen?" Er fragte es teilnehmend. Heute am Morgen schon hatte er die Verteidiger des Ange­klagten gesprochen und auch den Präsidenten des Tribunals für Hans Bast war nichts mehr zu hoffen. Der Präfell würde unter allen plin­st än den das Todesurtell unterzeichnen. Ob der Gefangene wußte, wie es um ihn stand?

(Fortsetzung folgt)