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yotncore gegen ven Vorschlag eines FrieLenspaktes.

Pari«. 4 . Ian. (WTB.) PoincarL hat 6em französischen Botschafter In Washington tele- graphisch mugeteilt, baf) er von dem französi­schen Botschafter In Berlin ein Belums der Er­klärungen de« deutschen Autzenmtnister« Dr Bosenberg an den Berliner Korrespondenten dec .A'scxiated Pretz" über den Vorschlag eine« SicherheiiSpaktes erhalten habe. PoincarL kom­men! iert in seinem Telegramm da« Lesums wie folgte

Diese Erklärungen de« Minister« Bosenberg sind sehr bezeichnend. Ich bitte Sie. mit Staats- sekretär Hughes darüber zu sprechen und ihn daraus aufmerksam zu machen.

1 datz der Zweck Deutschland«, al« e« diese Vorschläge machte, wie Minister Bolenberg zu- fllbt, offenbar der war, un« Aur Bäumung de­in ken Bheinufer« au veranlassen, bevor Deutsch­land seine Verpachtungen edülü habe;

2 bah e« Unsinn ist, zu behaupten. Deutschland wäre, bevor e« in den Völkerbund «ingetreten ist, nicht allen Bestimmungen de« Versailler Ver­trage« unlerworsen, di« seine Unterschrift tragen, und e« stände ihm heute frei, Frankreich an» zugreisen,

3. datz der Vorschlag. Frankreich, Italien und England nicht anzugretsen. e« Deutschland völlig freistellt, unsere kleinen Verbün­deten, namentlich Polen und die Tschecho­slowakei. ja sogar Beutral« wie Dänemark, an- zugreisen und die von Dänen und Polen be- wehnten Gebiete wieder an sich zu reiften und mit der Vorbereitung seiner Vorherrschast über Europa wieder von neuem zu beginnen. Wir wissen schon jetzt sehr gut. das) Deutschland, sobald es wieder Krieg anfangen wirb, sich von neuem auf bie kleinen Botinnen stürzen toirb. Sein Sicher hei t«plan würde ihm da« Recht dazu nicht nehmen unb würde e« un« versagen, ihnen zu Hllse zu Kommen.

Da« Wolsssch« Bureau füat diesen AuSsüh- rungen Poincaos«, in denen jeder gute Wille zu Verhandlungen fehlt, solgendes hinzu: Ein« Antwort auf bie Behauptung Poin - ca r 6« wirb, wie wir hören, nicht au » bleiben.

Der Irenkampf.

Dublin, 4. Jan. (Wolff.) De Balera fttbl bekannt, bah da« alte Hauptquartier der Sinnfeiner in Dublin wieder eröffnet werde und erklärt, dah der Kampf gegen Englandunbedtngtfortgesegt wer­ben müsse.

Aus dem Reiche.

Die Lohnstreitigkeiteu im Bergbau.

Berlin, 4. Jan. (WTB.) Der Schlich- lungSauSschutz de« ReichsarbeitSministeriumS bat heute über die Lohnstreitigkelten im Ruhrkohlenbergbau verhandelt. Ein Schiedsspruch kam nicht zu­stande. DaS ReichSarbeitSministerium wird vie EinigungSoemühungen fort- Ittten.__

Aus Hessen.

Zur BegienmgsTrise.

rm. Darmstadt. 4 Ian. Zur Regie- tu n a « f r l f e erfaOren wir. bat auf Einladung des vlaalspräsldenten Ulrich die f o z i a l - demokratisch« Fraktion morgen Siviiag bo mittag zusammentreten wirb, um zu der Heile- Tung«bUoung Stellung zu neunen. Der OanicJ» Vorstand unb di« Land lagsfraktton der hessischm Zentrumspartei haben sich qef'eni eben- fall« mit der Regierungskrise In gellen befaßt Die öitDetlerunq Der Koalition durch Zuziehung der Deutfchm VvlkSpartei wurde allgemein al« Atotwendig bezeichnet.

Aus Stabt unb Land.

Dieben, den 5. Januar 1923.

Anzeigen-Annahme.

Die Sntgegennahme von Anzeigen findet bi« zum Abend vor dem Anfnahmelag statt; An­zeigen für die SamStag-nummer müssen spa­testen« bi« Freitag mittag aufgegeben sein.

Geschäftszeit

von 812V* Uhr und von 25'/, Uhr.

Der 9®ert bet Lachbezüge im Landkreise (Hießen ist vom Kreisamt (BersicherungSamt» mit Wir­kung vom 1. Januar an wie folgt festgesetzt toorben:

Bolle Tagcskvst für männliche und weibliche Personen 270 Ult Iahreskost mit Wohnung, Brand und Licht für männlich« und weibliche Per- lernen 108 00C Mk. Ferner auf da« Ja h r be­rechnet: r n elzimmer 430 Ml , Farnllenwohnung (2 Zimmer mit Zubehör- 820 Mk Heizung für Einzelpersonen 2050 Akt, Heilung für eine Fa­milie 6050 Mt. Beleuchtung für Einzelpersonen 500 Wk. Beleuchtung für eine Farnlli« 1002 Mk. Dom Gesamtwert der Sachbezüge entfallen: auf volle Verpflegung 90 n. SV. auf Wohnung 10 v. & Vom Cbefamtirert der Ver.s.egu:g tret en auf da« erste Frühstück 10 v Ä. zweite drübftüd 10 v. H. Mirtageslen 40 v. H.. Vesperbrot 10 v H.. Abendbrot 33 v H.

Der Wert anderer Sachbezüge wird von Fast au Fall festgesetzt Abweichungen von dielen Fest­setzungen in besonderen Fällen bleiben Vorbehalten.

- Sine öffentliche Sitzung de« Provinzlalausschusses findet morgen ©am«tag. 6. Januar, vormittag« 81 ? U. im Sitzunassoale de» Begieaings e >aube« zu Dietzen statt Auf der Tagesordnung sichen h>I;,e ibe Der- Handlu ngSgcgen stände: Schr lhauSNeubau Butz­bach. hier: Enteignung von Dam ßanba-irt Her­mann Beih gehörigen Gelänge. Gesuch de« Ferdinand Kettenhofen zu D.elen um Erteilung der Erlaubnis zum GastwirtschaftSbetriebe im Hause Wolkeagasse 26. Klage tei Ort«armen- verbände« ®L*<ri f,ejen den OrlSarmenverband B llerSh im ax. et Drstattuna vv t Unter­stützung« kosten und Uebemahme re"5 Hilfsbebürs- tigen Zohann Hümmer au« DZlerSleim.

Briefkasten der Redaktion. Die autzervrdemllichr Erhöhung der Portosätze ge­stattet un« nich'. mehr, dir vielfachen Siillendungem iAnfragen und dgl.) weiter, tote bisher, durch Brief oder Postkarte zu b.antworten. Abgesehen von solchen Sachm, die ihrer ganzen Batur nach nur eine b iaflichr Antwort zulas'e t. werden wir in Zukunst alle Sinle iDunaen im .Brief- fallen der Redaktion^ in den Spalten deS Blattes beantworten Dabei werden mir die Adressierung und dir Fassung unserer Ltlwort derart wählen, dah die Veröffentlichung nur für den Betreffenden selbst orten n- b a i ist Der .Briefkasten" wird stet« am Schlüsse de« redaktionellen T.ileS zu finden sein Wir empfehlen di.sr Einrichtung der Aufmerksamkeit der Interessenten Auch unsere Herren Mit­arbeiter bitten wir, diese Rubrik ständig zu be- achten. da die Möglich'.ett b.'steht, dah wir auch ihnen dort etwa« mit u.eden hatten.

Z 3ugau«f all an Sonntagen. Wegen schlechter Besetzung fällt der Leorwagrn- A.uq 4343 Gietzen- Biedorwalgern, Giehen ab 3,46 v.. Biederivatgem an 4.22 v. an Sonn­tagen, vom 14 Januar ab. au«. Der Zug war für die Inhaber von Arbeiter- und Zeit­karten freigegeben Desgleichen fällt auch der Gegenaug Z30 AieoertoalgermGiotzen au«, Bie­der walgem ab 4.39 v.. Giehen an 5.19 v.

Z D ie Sisenbahn-Aebengebüh- ren. Seit 1. 3anuar kosten: Bahnsteigkarten 20 Mk.. Fahrradkarten 80 Mk. Die Ausvewah- rungSgebühr für Gepäck beträgt 30 Mk Die ermäßigte AufbewahrungSgebühr für Inhirber von Wochenkarten beträgt 93 Mk.. von Monats­karten 360 Mk. Die Gebühr für Erlaubniskarten xum Betreten der Bahnsteige zum Aufgeben oder Abholen von ZeitungsbahnhosSdriesen beträgt 300 Mk.

Zuckerausgabe. Im heutigen An­zeigenteile wird vom LebenSmittelamt mitgetellt, dah der HauShallSzucker für Dezember vom 6. bi­ld. Januar auSgegeben wird.

DaS Brennbolz für Haushalts- zweck e, da« vom städlifchen Brennstoffamt zum Verkauf gestellt wurde, ist bereit« vollständig aun­verkauft.

Zur Ausführung de« Reichs» mietengefehe« erläht da» städtische Woh­nungsamt im Ql re,eigen teile unsere« heutigen BlatteS eine wichtige Bekanntmachung, welche für die Dermieter, die mit ihren Mietern eine andere al« die gesetzliche Miete vereinbart hoben, von großer Bedeutung ist.

Polizeihunde - D r e s s u r findet Dienstag« und Freitag« in der R^'tth-Ule am Brandplatz statt. (S ehe Bekanntmachung.)

**ReueInvalidenmarken. Neue Beittagsmarken zur Invaliden- und Hinter- bliebenenverstcherung find mit dem 1. Januar eingeführt worden. Dir alten dürfen nicht mehr verwendet werden. D e neuen Marken gehen von den Werten zu 10 Mark für Lohnklasse 1 mit einem IahreSardettSverdienst von 7200 Mark, bi« zu 320 Mark für Klasse 13 mit einem Verdienst von 720 000 Mart und bar»

über MehrDochenmarkra g®t es bütlänftg nicht.

Bornotizen

Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 7 Uhr: ^Frühlingsluft." Groher Hörsaal der Universität, S Uhr: Licht- bilberDortrag von Kapitän Pochhrmmer. Pakast-L.chttpiele: ..Es keuchtet meine Liebe' und .Lharl e Ehaplm als 'Burfhnare**.

DerLichtbildervortraa de - Ka­pitän« Pochhammer. den man b<u:e abend 8 Uhr in der Universität hören kann, fei nrchmals zum Besuche warm empfohlen. Heber die Taten untere« Kreu^ergefchwaderS unter Graf SpcrS Führung wird man dort recht Interestante« hören können, auch wird man Dabei Gelegenheit haben, wertvolle Eindrücke de« DvrtragenOen au« gro­ben Beilen im Ausland« kennen zu lern en.

DerGabelSbergerStenogra- phenverein von 1861 und der Da­menverein Sabelsberger eröffnen am Montag, 8. d«.. abends 7 Uhr, in der Be- zirtssckule (Dest-Anlage- einen neuen An- fängerlehrganq für Damen und Herren. Gin FortblldungSkuriuS beginnt am gleichen Tage um 8 Uhr, ein T.ktatkursuS am Mittwoch, dem 10. d«. Mts. Näheres fiehe Anzeige.

ttervoraussagc für SamStag:

Trüb, geringer Ql egen, mild ©ü.boft- und öübtotnb. Ein neue« starte« Fällgebet rückt vom Ozean her näher, fch-.int ate." eine mehr nördliche Zugstrah« einzutevlagen und untere Witterung wenig zu beeinfUftea.

Landkreis Wiegen.

S. Bödgen, 4. Januar. Dem h'efigen Strahenwärter wurden 130 000 Mk. zur Besorgung übergeben. Al« der Sttahen» Wärter einige Stunden später nach dem im Tischkasten eingeschlassenen Geld sehen rootlfc, war eS verschwunden. D.e Gendarmerie stellte bereits bei einer Person Haus- suchung an.

Z La n ggvn«. 4. Ian. Der mit Ton durch­setzte Bahndamm kurz vor dem hiesigen Bahnhof ist durch da« anhallendc 'Regcnnxtter in« Butschen geraten, so dah besondere Dorsichtsmahnabmen für die Züge nötig wurden. Unfälle sind nicht entstanden. Zar Zeit wird an einer nachhaltigen Derstoofung der gefährdeten Gleisstelle eifrig gearbeitet

b«. Hungen. 4. Ian Die Strahen In der Umgebung find in einem jämmer­lichen Zusta n d Der Schmutz läuft in die Schuhe hinein. Sonntags ist eS den 'Bewohnern der Filialdörser nicht einmal mehr möglich, den Gottesdienst zu besuchen.

Krcts Schotten.

Laubach. 3. Ian. Die Einbrüche und Diebstähle haben sich neuerdings in erfch-eckerrder Weise hier gemehrt. Unlängst tourte eine beträch lichr Menge Wäsche, die über Bach', m der ^Dorstadt" auSgelegt war. gestohlen; außerdem wurde in eine Dilla ein gebrochen. Sogar Holz wurde öfter im Walde gestohlen. Ein dlefrs Diebstahl« dringend verdächtiger hie­siger Bewohner wurde deshalb verhaftet.

F reien feen, 5 Ian Die hiesigen BTwvhner werden durch den sortwäh'.enden Bc- luch der Zigeuner miete? sehr geplagt Bichl« .ist vor dem braunen Gasellen sicher Dieser Tage schlug eine solche Bande den Zäun de« Psarr- garten« mit dem Beil ein und deckte vom Garten- häuSchm das merttmlle Zinkblech ab. mars das Gestohlene aus den Wa^en und fuhr davon. Dsr Gartenbesitzer verfolgte mit anderen die Bande, die eiligst tocl c futff- Ein Soldat der B^ichslr'ehr gab einen Schuh ab. Daraus mars die CBanbe das Blech vom Wagen und sli'tchiere.

Kreis Aricdbcrg.

Butzbach. 3. Ian. Die ID in ter not- Hilse-Sammlung Hal bl« jetzt an Geld 283 000 Mk erbracht. Dazu kommen noch beträcht­liche Spenden an Bakuralien Die Butzbacher Can.bmirte spendeten 27 Zentner Kartoffeln, die Kolonialwarenhändler und Blcker dioe le andere Gaben. Zu Weihnachten wurden 45 Pakete au- fammengeffeUt und als Weihnachtsgabe an be­dürftige Familien und Einzelpersonen verteilt Von den "Manufakturwarengefchäften wurden wollene Hemden, Winterhosen, Bettücher. 'Bett­bezüge, Socken usw. gestiftet Von der Gewäh- im tq unentgeltlicher Schubrvpcrraturen wird sei.cn« der Hilssbedürftigen starker Ge'arauh gemacht

Bad-Bauheim. 4 Ian. Die von der alten Stadtvervrdnet.n Otersammlung telcf-.'o fene starke Erhöhung der Hundesteuer von 220 Mark aus mindesten- 10 030 Mark für jeden Hund jährlich lvergl .Gieh. 2n.z." vom 2. 1.) hat stark verstimmt Der Begründung jene- De- Wulfe«, .die vielen in unterer Stadt herum- laufcnien Hund? hätten In den Anlagen grotzen Schaden angerichtet und deshalb sei eine starke

1te*!«erung zwecks Qtermtnbem^i Der Hande

diese Matz nähme nicht nötig sei. well eine strenge Berpslich'ung der Hundebe^itzer. ihre Hand« in den Promenaden nur an bec Leine zu führen, den Schatz der Anlagen weit wirksamer licherstelle. Mehrere Stadtväter haben e« nun tc.-fiU sür angebracht gehalten, bffenllich zu er­klären. datz he sich an jrn:r Beschlutzsas'ung nicht beteiligt, dztv datz he Dagegen gefiimmt haben. In der ge'trigrn Sitzung de« neuen Stadt- Parlament« wurde Die Sach? infolge eine« TringlrchkeitSantrageS au» Dem Haas« wieder auf- aerollt Aach langer Debatte einigte man sich kahin. den Beschütz De» vorigen Partumeni« noch nicht durchzusührrn unD dte go rz« QLige- legenheit erft noch einmal Dem zuständigen AuS- sch tz zur Beratung zu überweisen D»e Stim­mung im neuen Parlament wird dahin zusammen- gefah:. datz die Steuer. to«:m he erneut zur Be- ht^ufclaHung kommt 5000 Mark für den Sinzelhund. Die sie vom FinanzauSschutz der alten Stadtverordneten-Versammlung vocgeschta- gen war, nicht übersteigen wird.

Hessen-Nassau.

spd. Frankfurt a. TL, 4. Ian. In einer Versammlung der matzgebenden Strv se wurde die Mitteilung von nraex. bevorfteherrDen ercheblichen Ei Höhungen der Kohlenpcrite ge nacht Da auch auch Die Frachten um weiter* 70 Prozent ge­stiegen sind, wird für die allernächte Zeit mit einer recht erheblichen Steigerung der GaSpreise zu rechnen Mn Gegenwärtig kotzet da- Kubikmeter Ga» hier 135 Tlarl. später soll cs jedoch nicht weniger al- 250 Mark kosten Der Gasverbrauch hat übrigen« beDeutmD nachte- laflen Viele Familien smd zur billig«« Pe­troleumlampe zuiückgrkehrt

Giehen im Jahre 1922.

V.

Katholische Gemeinde

Da« kirchliche Leben der Katholischen Ge­meinde erfuhr eine Beubelebung du^ch die in der Pafflon«- und Karwoche durch zwei Bedemp- to-ifKripatre« gehaltene Misllon und die Fron» l<ichnam«prv«essivn, die sich, wie 1921. so auch 1922 unter autzerordentlich fharter Beteiligung durch die Strafen benxyte und toot< auch mit Veranlassung war. dah, nachdem der Hau«- anqcfttlltcnvereln bereit» 1921 eine 5a*ric an» g«sLasst hatte, nun auch der Q3e.ein kallwlllchkr KauslTule und Q5camtcn und die Iüngling«- Äongrcgatton sich Qtei?c<n«fatnen zule tten unb die Iungsrauen-Kongreqation die Anschasfung einer Fahne befchlotz Die Welhelage der neuen Fahnen waren Frcudense te der Gemeinde Freu- Tag? brachte auch da» Iubels^'t de« Ge» feiten herein«, das anfangs August un-er regster Beteiligung der Gemeinde und auswärtiger Ver­eine geleert wurde Sonst bewegte sich da« kirch­liche und Qteretn«lcl<n der Gemeinde .n den ge- tiT'ynten 'Bahnen, eine Zunahme konnte beobachtet ir«rden.

QM der groben Ttot der Zeit entax4rttes die karitativen Qteretnlgunren Frauenbund, Für» lo-gcverein, Vinzenz- und Slisalehen-Qlevein eine rege Tätiateit und beteiligten sich an den all» gemeinen fadlatiDcn Q3eranfta(tungen mit gro'jcni eifer, der leider in Den genügen Mitteln der Ökrnetnbe und ihrer Mitgl.e)er oft eine recht unangen<fym cmpfunderte Sch.auke gefunden hat.

Israelilifche Beliglvnsgemeinde.

Die reiigiöfe Betätigung im«lhalb der ChtMcfl» tlfchen Beligton»gemeinde vollzog sich auh im ver­flossenen Jahre in Erfüllung Der nab Dem Bell» gionSgesetz und Der Ueberlieferung ihr zugewieje- nen QIu'gaben.

Am Gottesdienst In der Synagoge, der vorn Sy-agogenchor unterstützt wird, nahm an den ge- wöl/tlich.m Sabbaten etwa ein Drittel der dk- merndemitgll^der teil, an den höchsten Feiertagen war eine fast vollzählige Beteiligung zu ver- Aeichnen. Um da» Verständnis der hebriilchen Gebete zu fördern und die OSeteilioung am ®otie*- dienste fi-ublbar zu gestalten, wi d als Ergänzung des an Den V.>tkS- unD Mittelschulen erteilten Beliaion-unterrichtS an zwei Olachmittagen der Woche im DemeinDehause Unterricht Un Hebräi­schen erteilt

AuZ Gemeindemitteln werden «hlreicheWvhl- tätigteit«- u ib Di<l mlchaftliche Jnlhtute unter- ftünt. Israelitisch Hllsozx- e n g«u»ahn reget- mätzige Unterstützungen bebürtligen Familien in hiesiger Stadt u rd im Umfrete, serner Durch­reisenden und sorgt für bereu Soeisung an SaS baten und Festtagen Entsprechend der Geldeut-

Heutiger Stand des Dollars

10 Uhr vormittags:

Frankfurt a. M. 86008700.

Unter dem HreilMbaum.

Roman von Llara Biebtg.

8. Fortsetzung. (Buchdruck verboten)

Die Männer waren wieder herausgesttegen. Buzliesen-Amie satz jedem derselben einmal auf bem Schotz und schlang ihm Den Arm um Den Backen Sie hben alle am Tisch: ihre Gesichter traten noch geschwärzt und d^idurch unkenntlich acmacht: die Halsbinden hatten sie bis über« Kinn heraus gezogen. Sie tränten von dem ge­stohlenen Schnaps.

.Komm der!" sagte der fangt Anführer zu der Magd am Herd und hielt, ihr lach?nd zu- nickend. sein Glas hin. .Trinke auch email"

.Ich trink ff Inen Schnaps "

Die anderen schlugen ein Aohngtläch'er auf. Da« Iulchen. da« dicht beim Hanne« fatz, nahm das volle Gla« und schüttete es sich herunter auf einen Gutz.

Da« war ctncl So mutz de« freien Manne« freie Braut fein! 3m Wall», in der Finsterm« rcilafteuer Köhlerbütten, in den Erdlöchern, in denen man zuweilen hauste, knauchte man eine, in deren Schotz man fein Haupt betten konnte Sie war auch nicht dang und Ichlau wie ein Fach« unD flink tote ein Wiefel! SS rich eten sich bc- acbrliche Blicke auf Julie Bläliu« au« Weckerbach. Wäie dsr Hannes nicht Hauptmann gewesen, sie hätten ihm' da» Wetb-bilb streitig gemacht.

Bur Iltts-Iakvb prahlte: er hatte dah.im eine so schöne Frau, bah der Richter, der ihn letzthin einmal eingeloch: hatte wegen Diebstahl», ihn lauten liest» al« die Olnne zu ihm ge­gangen war.

Die Augen de« schwarzen Peter, die so schwarz waren wie feUie Mähne, funteilen Er kannte de» Iltis-Jakob W?ib. ab?r er schwieg. Hatte sie doch zu ihm gefail. aU sir ihn besuchte In seiner Köhlerhütte: .Schweig aber, er schlägt dich sonst tot!"

SchnaNen-Ioseph war nicht so Flug, der Junge war eitel: er schab Amte von sich die auf feinen Knien fast Auch er kannte bk schöne Anne, und er tat noch groh In der Erinnerung: .Hei. die war schön, schöner al« jede andere, die Ich je Im Arm gehabt! Hei. die"

Ein furchtbarer Schlag traf ihn in» Gesicht Da« UVilfcr schotz ihm au« den Augen er konnte nicht« mehr sehen, er stürzte hintenüber

Mit einem Brüllen hatte sich Illlis-Iakob aus ihn geworfen er kniete fchoer auf der Brust de« am Boden Liegenden Schm hatte Schnallen- Ioseph de« Eiteif uch Igen Mester in der Kehle

Gellend fch ien die Weiber auf. 'Vergebens befahl der Hauptmann Buhe Allgemeiner Tu­mult Die Bänke stürzten um. der Tisch die Diäter flirrten zu Boden

öntfeht unD Doch von Genugtuung erfüllt, beugte sich Die junge Amte über Den Hingest reckten Sie starrte in fein gänzlich veränderte», stieres Gehcht und schüttelte sich. Der axir wobl tot? Ihre Futzspitze stirtz ihn in Die Se te geichih ihm aanz recht, warum hatte er de« Iltis-Jakob Weib schöner gefunden!

Pie Buzliese jammerte: weh da» gab Lärm! Wohin mit Dem Toten? Sie Ichug ein Kreuz QHan mutzte ihn vor Die Xütr tragen weiter weg in einen Winkel legen Kam Die Wache etwa schon ? Mana Joseph!

QHan hörte Da« Tuten De» Lachlwächtcrs. Sin

anderer antwortete ihm S.-it die Zeiten unsicher waren ging die Wache immer verstärkt und gut betoaffna. Horch Tritte aus den holprigen Pslaster! Sie waren in die Eulenpütz eing?bogen. Mun hatte den Todesschrei drautzen gehört.

Geschwind pustete Buzli?fr da» Licht aus dem Tisch au», nur Die Flammen aus Dem Herd gaben noch gespenstischen Schein, sic waren so rasch nicht zu verlöschen. Di.' Alto bränjte Amte und Hulte zur Leiter: nach oben! Die Letter wurde weggenommen. Die Männer zogen die Pistolen herau». Die Augen De» schwarzen Beter funfelten wild, er schmeckte schon Blut auf Der Zunge Die sollten nac kommen! Qlirdergeknallt. niedergestoch m. über Den Haufen gerannt. Man tourte sich schon Durchschlägen in Die nächtlichen Gärten

Tritte hielten an vvrm Hau«, man hörte Stimmen Eine Faust pochte an: .Ausgemacht?"

Bückler fühlte sich plötzlich an Der Hand ge- fastt, DaS Mädchen vom Herd ritz ihn mit Ut­fort. Er fühlte sich in Die Dunkle Scke zur Fall- tür gezogen, und er liest llch ziehen. Er war der einzige, in dem nicht Kampflust brannte: noch war er benommen vom Tod be* Schau I len- Iofeph Der arme Jung! V?rdammte Herberge, nie wieder fv zwifchrn dir Mauern!

Pie Magd stieb ihn vor sich dte Leiter hinab: nun sch'oh ste von innen die Falltür. Finsternis. Totenstille Von oben nicht» mehr zu hören Eilend» kletterten sie weiter die Seiler hinab Jetzt stolperten sie zwtsch?n dem vorhin hier abgetoerfenen Packen aber das Mädchm verwellte sich nicht, c« hatte Die Hand De» Mannes gesastt. zog ihn immer weiter

.Wohin führst Du wich?" Sie antwortete

nicht Für einen Augenblick stieg Argwohn In Bückler auf: Die konnte sich Fanggeld oerDiencit Wollen. Ihn irgendwo hlnunterstotz.'n in em liefet Loch Aber dann lächclie er. ach Mädchen lind fich alle gleich er brauchte sich nicht zu furchten. ©dnu-ilxlnD zoa er fie an sich, er fühlte ein Wldeist reben aber Ihr Aiern ging rulch Mit der einen Hand w.hrte fle ihm, mit der anbcrai fühlte fie ihn Jetzt rannte er den Kopf gegen Mauerwerk, die Luft wurde eng.

.Bückt Euch" sprach endlich das QBädchen, .hier ist der Dang halb verfchatf."

Er wäre mehr al« einmal gestürzt, hätte die starke Hand bei Fahrerin Ihn nicht gebalten. Ein Strom von Warme ging oon Der Hand au«, eine Wärme, Die ihm Sich.rheil verhieb Wo er war. könnt er nicht sehen sie stolperten über allerlei HinDemüse aber er suhlte nahe» Mauerwerk. Mörtel. Steinbrvcken Bald ging e« sich leichter, aber Immer war ein modriger Dunst Wie lange He schon so tappten, wustte er nichts willenlos (leh er sich fuhren

.Ich bin hier noch nie bis zu End gegangen, hab mich immer gefurcht beut fürcht >- mich nit Sie lagte offen, was sie empfand 3n Maria Bifolai war etwa» von stolzer Freude: waS hatten Die beiden anderen vermocht, die Julie und die 3mie ? Sie allein war die. die ihn reitete Sie wutzte wohl, hinter Dem Bückler tt>ai man scharf her. schon leit Jahresfrist wurde er da» Haupt aller Binden genannt, aber fo schlimm wat der gar nicht, er falle ein hudlche» Gesicht unb ein fo freundliche» Lächeln

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