Einzelbild herunterladen

irt Potncort

eifiiml, baö

5vd6rtt olkr BdUer unb wüsche mit Deutsch. ta«Z> Je CM Me 'BqÜbungen guter Bacbba r- f 4>af l au forme (men Aber t» gebe den Bert rag d« nrtt bem Blute bet französischen ®cfaltcncn beftegül tooeben fei. er fei heilig für Frankreich Bn ihm werbe man nicht rütteln laffen

* IWraen> bw Währungs- 8» berehüge*. Das ft ihr Aechl °^vn boh ne 4**2M*üUk Über den Betrog her alliierten 9orberu>gm MoMihu aber auf j n be -

Amerika gegen die Pariser Sabotageversuche.

London, 2 Bov (WTB) Benter meldet tu« TDa Thing Um Ter Bkinkfc 'Domtare«. den Spielraum der v o rg e f chl a g e n e n Be- paratlonltonferenj au beschränken tief In amtlichen amerikanischen »reifen U n - uhe hervor Solche Vefchränkungen feien nicht tn lieber et nfttmnuing mit den Bnregungen öe« 3toat«|efreidr« Hughes

»UBttVaMnga irurbei nf< Spiel gefetzt, »«* Srertm* sich bemühe, eine trolle 11». terfe^ög über die dentfche Zzchtuugsfühig.

keil $x berhtndor»

Beutrr mefbet weiter au« BJafWngton. bah bietnernrung der ametikanlfchen Mitglieder für ben Unttrfu<6ung«au«ld)uh für tMe Reparrtions- lra<M noch nicht in ®rnxigung gezogen worden ifk aber es herrsche ber »inbrud baf) bte Be- gtenuig möglicherweise drei Mitglieder verlangen werde Bei ber Auswahl soll den verschiedenen .Intervfkn Rechnung getragen werden, gleichzeitig toll die Bla hl in ber "Beile getroffen werden, baf) keine Befvrgni« wogen einer Ber<ri<fluug Arnerttas In die Angelegenheiten ba Völker­bundes zu bestehen braucht

Bach einer Meldung ber .Ehicago Tribüne" bat MrO»eftttee des ©e»alor« Mac So rank gtfca Mt Beteiligxeg der Bereinigten 6taa* ten a be» Arbeite» bei Sachderst«bigmano. WMW t» be» Becher berHaberfähnlichen"

M« er* Unterstützung gefabe».

Insbefandere fege flch ©enator Boratb dafür ein, bat) der Begierung freie Hand aegeb.-n tt>erbe. zu versuchen, wa« sie zuwege zu bringen vermöge Bvrah. ber aeftern eine längere Unter­redung mit bem Präsidenten ttoollbgc hatte, habe erklärt, bat) er gegen bie Beteiligung Bmeiifa« teuren Einspruch erheben würde, obwohl er aller­dings persönlich bie stärksten Zweifel hege, das) bas Verfahren gum Ziele führen und bei- toielsweije die Unteiflellung be« Sachverstän­dig enkomitees unter die BepamtDn*6ommü1ion, wie Jle von Frankreich verlangt worben fei. für ein pvaktifch unüberwindliche« Hin­dernis halte

Die Pläne der Sonderbündler.

Pari«, t Bo» (TBoffi) 3n einer fron Matthe« unterzeichneten Proklamation der .vor­läufigen rheinlfchen Begierung" in Koblenz wird erklärt:

Tie vorläufige Begierung habe in einer Stoßt zwei Plünderer erschlehen laffen. die Anfang voriger Woche für einen rheinischen Seldstfchvtzveiband sich hätten anwerben lallen Siner davon fei Inhaber der Blitg(icb«tartc einer n a t i o n a l i ft i f ch e n Organisation von Frankfurt a M. ber andere ebenfalls au« dem nicht besetzten Gebiet gebürtig gewesen Bi« Ginzel hei len über diesen unglaublichen Borfall vorliegen, muh man annehmen, bah der Separatist Matthe«, um sich im AuSlanb al« starken Mann vvrzustellen. hier übertrieben Hal Ta er Privatperson ist, muh er die Verantwor­tung für bie Tat vor dem regelrechten Gericht übernehmen Matthe« hat ferner nach einer »oblenzer Havasmeldung al« Inhaber bet voll­ziehenden Gewalt In einer Proklamation vorn 31 Oktober verkündet

Ti« OUgUreea berAheinifche Bepudlik", bie deutsch ab ftr ben Frieden anb bie Bersöh« mag fei, »erbe es niemals gestatten, bah diese von bet Berliner Begierxng sabotiert würde. 2s feien die energischsten BerteibigungSmah- nabmen vorgesehen Ode« gewalttätige Unter- nehrnen werbe erbarmungslos mit grthter (Ener­gie unterdrückt werden Ttc Berliner Begierung, die weit vom Schuh fei, stürze durch ihre Verordnungen da« Rheinland in den Bürger­krieg und In Glend soweit die Beamten ihr ge­horchten Man möge an die Beendigung be« Buhrktteges und des Widerstande« mit ihren Konsequenzen denken Tic rheinische Baglerung mache die Beamten in ben unter ihrer Ge­walt stehenden Gebieten daraus aufmerksam, bah sie sich feder Gewalttätigkel zu ent­halten und weder schriftlich noch mündlich, weder direkt noch indirekt der Berliner Ver­ordnung be« Reichsministers für die befehlen Gebiete Dom 29 Oktober au gehorchen hätten, die ihr Verhalten gegenüber den Separatisten regeln wolle Arbeit. Brot und Frieden, da« fei der Wille ber neuen Begierung

Ter Sonderbündler ömeet« Hai Itch in einer Unterredung mit dem Kölner Svnberbericht- crfi«ter be« .Orctlltoc'"

im höchsten Grade anjufriebe» erit dem Ten unb Tr«S»en bet he Augenblick aktiven Son- berbÄnbfer

gezeigt Wa« für einen Zweck hat e«. rief er au«, sich in die Kosten einer blutigen Revolution zu stürzen, um etwa« zu dirigieren, was kein Mensch kennt? 51 len bahnen, die der f ranz ö- silch-belgischen Aegie gebären. 5inanjen. die allein eine sranzöfisch-rheinilche Währung garantieren unb retten farm ober Unternehmungen unb Kapitalien, die von tum­be rein al« Pfänder für die Repara­tionen dienen unb für die die Beparattjn zuständig ist? Meine Absicht war. an Stelle der nheinlanbkommifsivn da« Vertrauen und den Wisten ber künftigen rheinischen Aepublik aus- xubauen. Ich hatte bk Unterlagen für eine Volksabstimmung und für wirtschaftliche Abmachungen vorbereitet, die uns bie Stabilität ber Existenz unb ber Währung gewährleisten >odte. Gedeckt vom Völkerbunde und mit 'einem Beistände Oodachse ich, bk Organe unb

6te eetltcteerianung untere« neuen Volke» zu schallen Ter Völkerbund hätte in unserem Ba- en die 3ufunfi da« tx>.bereitet, wa« Heu« bie Bbetnlanbfommiflion in unterem Barnen im Babmen be« Versailler Vertrage« tut, an den ®ir gebunden sind Durch die neue InUiatroe ist da« Oberste zu unter» gekehrt war- ben Eine mit Gewalt errichtete rheinfche B~- p»(ktf ist der ®ek*r au«gck»i da« Schick'al Vreubtn« zu edelben da« mit Gewalt regten bat Ich werde, wenn e« nötig ist. eine« Tage« zurucklevren Für den Augenblick will ich mich in Lothringen au«ruhen

Die französische Unterstützung.

Mannheim. 1 Bov (TD-TB) Wie der .Mannheimer Genera sandiger au» Ludwige- baf«i meldet wurde eine etwa 82 Mann starke beuntt« Abteilung au« verschiedenen B iut«stän- da« Stabehau« bewachte um es gegen bte Separatisten zu schützen. heute nacht von einer Iranzöfrschen Trupprnabtci- Cung umzingelt, verhaltet unb ab- t r a n«pottlcrt Tarnst ist dr« Stadthaus einer Tefitznahmc durch die Separatisten preisgcgebcn Gleichzeitig wurden durch franzöli'che Gendaitnen etwa 40 im Ärvi«amt Vub®ig«ba*e. beii-Btidx Beamte verhaftet Alle Verhalteten wurden in den Äalernen mtermert und im Laufe b. c Rächt tn« auf die Beamten und dre, Blitgicbc. eines Turnverein« wieder aus freien Aust aefeyt U.-bet ten Grund der Verhaftung ist nicht» poh i ei »u erfahren Es wird angenommen bah bi? Ver­haftung der Beamten deshalb erfolgte, weil es M> um eine angeblich? unzulässige Ver­stärkung der Ludwigshafener Poli­zei handeln würde, wahrend die anderen drei Verhafteten von den Franzosen ale fogenanntc Bäbdäfübrer bezeichnet werden

Belgische Heuchelei.

Pari«, 1 B'/p tWTB ) Bach einer Bgrn- turmelbung au« Brussel hat der deutsche De- schästSIräger einen Schritt beim Buhen- minifter unternommen, dem er im Barnen der beutldjen Begierung erklärte. bah von ben befgi- Idjen Svlbaten bei den jüngsten Vorgängen im Bhernland Handlungen irorgcnommcn worden fe.cn. die neut i a I i t ä t e m i b r i g leim Buhcnmtnifter Zaspar habe geantwortet, bah. trenn diele Vorgänge sich talfachlich abgespielt hatten, sie der Aaltung und den unbedingten An- toetfungen der velgilchen Bcgiciung zuwider­laufen Er werde sofort eine Untersuchung vornehmen lassen

Tie belgische Gesandtschaft im Haag versendet eine Mitteilung an die Prelle, in ber c« beiht. die belgtichen Zivil- unb Blilitär- beboibcn im Bheinland hätte.r gegenüber ber feparatiftifdxn Bewegung eine t> c 11 t o m m e n neutrale Haltung angenommen Da« .Bllgcmcen Handelsblatt" lchreibt tn einem Leit- artife(. bie Form brr britildjen Bote über die separatistische Bcaxgunq an bie sranzölrlche unb belgische Begierung fei sicher lehr freund­lich. aber weder in Pari« noch in Brüssel werde ihie Bedeulung richtig verstanden werden So- wvbl rn Pari« wie in Brüssel erlläve man, bah man vollkommen neutral gegenüber ben öepara- listen sei. Ader bte bmtlche Begierung werde sowohl tn ben Berichten ihrer eigenen Bert roter, al« auch au« bei Berichten der englischen Zei- tungsberichterstatter gut wissen, was e« mit biefer Beutralitäl auf sich habe Da« sie barüber benke. gebe au« der Tatsache hervor, bah sie e« für nötig gehalten habe. Pari« unb Brüssel wegen bet Vorgänge im Bheinlanb eine Warnung zu erteilen

(*in Borskoh der TrrfrrOqarbr.

Elchweiler, 1 Bov <WTB > Tie am Bachmrttag hierher gelangte Bachricht, bah eine starke Banbe fchwerbewass neter Son- berbünblcr mit bem Zuge von Tüten in Bichtung auf Eschwetler abgefahren sei. ver­breitete sich wie ein Lauffeuer durch die Stadt Innerhalb ganz kurzer Zeit waren die ösfentllchen Gebäude auber von der Polizei unb ber Feuer­wehr von Jaulenben von Menschen be­seht und in Verteidigungszustand ge­bracht worden Angehörige aller Stände fanden sich in einmütigem Abwehrwillen gegen bie Bet­rätet zufammv-n Bi« tn die Abendstunden war jedoch der eiaxtrtctc Angriff nicht erfolgt Tie Alarmbereitschaft bleibt bestehen Tk Sonder- bündlet halten sich im TBartelaal de« Aachener Hauptbahn Hose« auf Sin weiterer Sonde rzug mit Sonderbündlern soll in Türen bereitstehen, wo e« gestern abend zu Unruhen gekommen ist.

Die DerKehrsschwlerigKeiten im Ruhrgebiet.

Bochum, 1 Bov IWTB > Am Mittwrch sand rm Gebäude der Handelskammer in Sslen die erste Litung be« ncugebi[boten Wirtschaft«- auSIchusfeS mit brr Begie statt, in der bte Ver­treter der Han bei« kommet und der Stabs Sslen dk Wünsche der deui'chen Wiril^rstskreile vor­trugen Tic geringen Leistungen ber Begtcbabnen versuchte die Begie mit den angeblich von deut­scher Seite verübten Sabotage an den Bahn­anlagen zu begründen, während

tn Wirklichkeit die Zerstörung der Belagen meist auf Heere Langehörige bet Besatzung«, möchte zuruckgeht unb die Begie sich unfähig gezeigt hat, ben verwickelten Eisenbahnappa- rat des Bohr gebiete« wieder in Gang zu bringen.

Es wurde besonder« der schlechte Stand ber Versorgung mit Lebensrnitteln, vor allem mit Kartoffeln betont Tie Kartoffel- «Uf uhtsei tue (Kn ter Frostgefahr nur biS Mitt,- Boocr.iber möglich Um diese zu heben und eine Hungersnot zu vermeiden mühten sof,rt um- fassende Blahncbnun der Begie einsef.en SS hatte ten Anschein, al« w?nn sich die Begie über die Trohe des zu bewältigenden Verkehr« und über viele aultaiKf»mbe Fragen nur inflarc Vor­stellungen gemacht hatte Ter erneute, wenn auch erfolglose Versuch ber Franz . n, die Ver­antwortung für diese Zustände ben Deutschen zu'uschieden, tanr. deshalb nich: über-rtchen Bach e.ner Blättermetbung au« BLntn. s>,^

bie in 5 ran kn ansgesteNten Bott- der »tfen. bahnregie en 1. Bobember be» Verkehr gebracht.

Tre Scheine ber Begie. bie sich vorläufig auf Drucke von 5 Centime« bi« 10 Franc« beschränken, sollen zur Bejablunf) aller an bte franzöNsh-bcs Mlch< »iftnbabnregte geschuldeten Summen für Hkrionen- unb Güttrverkehr usw bienen

lieber bte Aufnahme be« Verkehr« auf bem Aheiv Herne- Kanal erfahren wir. bah

bte Schleusen der deutschen Verwaltung Ober- geben wurden Am 2 Boocmber soll Der 'Betrieb wieder ausgenommen werden Bach dem ge- schlosserten Abkommen soll der getarnte Dampfer- pari wieder freigegeben werden Ter Ber- k»ht auf bei Wallerstruhe wird «ich einstweilen nur bis zur Schleuse Z eist recken 9« durien nur 'cltbc Schihe zum Beriebt zugclallen werden, bte Materialtransporie von oder nach ben Werken übernehmen, mit denen bte Kontrollkommission für Hutten unb Bcxgcx.k abgeschl osten pat. Qu (gege n den bisherigen Meldungen werden die Gebühren an ba« Schteppamt gezahlt Schiffe, die BeparattonSlieferungen bdörbern, sind tedoch von der direkten Gebuht enadgabe betoeit Tic Ge­bühren für d«e Schiffe werden auf Bcparatio.i«- tonte gutgelchrieden Sine aroherc Eknzahi Ar- beiter hat sich bereit« zur Arbeitsaufnahme ge- meldet

Die Wiederherstellung der Verfassung in Sachsen.

T c « de n. 1 Bov ( Wolff l Tie Vachnch- tenftellc der Siaatokanzle, teil mit Bachdem ber Bbg FeIliIch vom L'anbLig zum Bltnificr- prältbcntcn gewählt unb di« bem Bctd>«- fommtlar Ti Heinhe zur Äcnntni« ge­brach! worden war hatte ltch der BeichSkommifsar nach Berlin begaben u,ib bem BerchSkanzlcr über b:c nunmehr geschaffene Lage Bericht erstattet Ter Betchskommislar eriuchte Feliisch. ihm die Ministerliste seine« neuen Kabinett« mrtzuleittn Ter Beichskommrlfar hat nunmehr im Laufe de« Tcnneretagooimittag ben fächfi'chen Muiister- piälibcntcn empfangen unb ihm bie Stellung der BctdXrcgicrung bctarmigegeben Der Reichs­präsident hat bte am 29 Oktober aus Grund be« Artikel« 46 ber Reich«Verfassung erlassene Verordnung zur WiederhersteNung btt öffentlichen Sicherheit und Ordnung hn Ge­biete des Freistaate« Sachfen wieder auf.

gehoben.

Um Mihverständnissen vorzudeugen. teilt ba« Reichswehrlommandv mit. bah 'ich in ber Durch- sührung de« Ausnahmezustände«, ber Unter­stellung ber Staat«p:l,z>i unter Öen Wehrkreis- belebt«baber und in den hierzu getroffenen Ver­einbarungen lowic den Aufgaben der eingelegten Truppen nichts geändert Hal

Für bie neue Dresdener Regierung hält es Ichwer. eine lichcre parlament-rrilche Grundlage zu hoben, zumal, da in ber lächli'chen vozial- fcmoliatie selbst eine Krise droh! Der LanbeS- arbeitsauSschuh gibt bekannt, tah zwar die Land» tog«hahiDn mit 32 Stimmen beschloß, eine lozial- kemokratische Blinterbciteregicrung mit Unter- ftühung der Demokraten zu b.lden. bah aber

Me Lande«Instanzen diese Regierungsbildung nrtt 15 gegen 7 Stimmen ablehnlen.

Zur Klärung der Differenz soll ein Lande«Partei­tag cm berufen werden

Ruch bie Deutsche DolkSpartei hat ibre ursprüngliche Haltung gegenüber bem Kabi­nett Fellisch einer Revision unterzogen Tie Bar­tei bat nunmehr bem sozialdemokratischen Minder- beitSkabinett ihre Unterstützung, die sie ihm ver­gangenen TienStag in Form einer wohl - wollenden Beutralität zugelagt hatte, entzogen In ber heutigen LandtagSsttzung er­klärte ber Redner ber Deutschen DolkSpartei. bah die Zusammensetzung be* neuen Kabi­nett« eine Wohlwollenbe Haltung ferner Partei unmöglich mache Die be m o k r a t i s che Par­tei dagegen tagte bem Kabinett Fellisch weiterhin chre Unterstützung zu mit der Begründung, bah jcht mir eine K l ä r u n a der Lage zu praktischer Politik führen könne Ihr weitere« Verhalten werde die Demokratische Partei nach der Politik einrichten, welche die neue Regierung treiben werde TieDeutschnattonaleVolkSPar- t e i lieh erklären, das) sie bei dem Staatsgericht«, fcof in Leipzig eine B i ch t i g k e i t « e r k I ä r u n g ler Wahl Fellisch« zum Mini starpräs ident en be­antragt habe, da eine Verletzung ber Geschäft«, orbnung be« Hause« vvrliege

Aus Stadt und Land.

Sieben, den 2. Bonembcr 1923.

Hilf« für unsere notleidenden Mitbürger.

Srn Besuch in der Diehener Volks­küche. die einstweilen m der Provinzial-Siechen- cnftalt untergebracht ist. zeigte un« gestern, bah bie Einrichtung einem 1 ringenden Beburfm« wei­ter Kreise unserer Einwohncrfchast gerecht wird Tie Inanspruchnahme der Küche war gestern be­reit« stärker al» am vorgestrigen Eröffnungstage Tic an die Speisebezieher gegebenen Vlahlzoiten fmb Ire selben, die den Insassen der Prvvinzial- anftalt verabreicht werden Das Esten wird al« hdr gut drzcichnet imb findet, wie wir selbst beobachten konnten, allenthalben guten Anklang Tf? Herstellung ber Speisen erfolgt in b.-r groben, mit ben neuzeitlichen Einrichtungen versehen--n Zentralküche der Anstalt, von dort werben sie in groben Töpfen au ben Speiseräumen gebrach«, wo die Ausgabe vor sich geht Hierbei und bei der Bcticnung der Speisenden betätigen sich neben unseren städtischen WvhlfahriSlchwestem noch zahlreich« Damen der charitativen Vereine un- serer Stadt m eifrigster Weile Damit kein Miß­brauch mit dieser sozialen Einrichtung getrieben werden kann, findet tägllch an den Eingängen 2 u ben Speikräumen eine Kontrolle ber zum 0 peilen erscheinen den Personen statt, die von den ausübenden Tarnen in Ireunblichster Weise vvrgenommen wird. Zum Empfang be« D'sen« linb nui diejenigen berechtig, die einm AuSwe,Slch.-in con ber Dintemothille Gie'xe.i 1923 durch da« Stäbt Wohlfahrtsamt erhalten haben

Sin andere« sehr dankenswertes Hilfswerk sur d,c bedürftigen Mitbürger vollbringen bie Barfermeifier Diese geben schon feit 1' . xfabien an die in der Füriorge be« Wohlfahrtsamtes flehenden Einwohner all« wöchentlich einen Lai b Brot kosten- Io« ab. gröbere rfer ei betriebe spenden bie'en ?Hlf«bebüritigen sogar 2 Laib Bro' in bei Woche rbne jede Gegenleistung Ta« HilsSwert wird auch tnben schweren Winter? eilen fmigefehf roerben Wenn man sich vor Argen hält wa« ein Laib Brot kostet, so wird man ermessen können, bah bie'e nun schon so lange Seit ununterbrochen durch- gcfübtU HilsSattron ber Bäckermeister ein sehr achten»- unb dankenswerte« Opfer zur Linderung des Glends bi unseren Mauern ich

Neue Postqebührei, «b ». Wevewxt,

Trc wesentlichsten Gebühren, t* oom 5. Bo. oember 1923 an im Pvftt unb Pvstfcheck-

innerhalb Deutschlands

gelten, sind folgende (m Millionen Mark be. rechnete

__0rtcn toi OriSven-hr 2D0. tm Fern- verkehr 500

3500

4000 bzw

13 500.

bzw bzw vzw dzw b>a? bzw

bzw dzw bzw bzw

10000

11 000 12000

32 000

15 000.

16 500.

18 000

48 000

'Vvftanwei'ungen bi« 10 Milliarden 500. über 10 tji 50 Millü-rden 800. aber 50 tx« ICO Milliarden 1200, über 100 bi« 300 Milliarben 1600 über 300 bi» 500 Milliarden 2000. (Bletft- benog ,st von 50 aut 500 Milliarden erhöht. Meist betrag für telegraphische Postanweisungen 3 Billionen Mark

Briete im Ortsverkehr bi« 20 Gr 500 über 20 tn« 100 ®r 600. über 100 br« 250 »r 1001) ubei 250 bto 500 Gr 1200. ,m Zernoertth, bi« 20 Gr 1000 über 20 bi« 100 (Br 1400 über 100 bi« 250 Gi 1600. über 250 tx« 500 Gr jOO

Diucksachea br« 25 Gr 200. über 25 bt* ?°, ® über 50 bi« 100 Gr 600. über 100 bi« 2W Gi 1000. über 250 bi« 500 ®r 1200 über 500 Gi bie 1 Kg 1500. über I Kg bi« 2 Kg (nur für eiayabi versand« ungeteilte Truck- bände zulässig, 1800

Gescha I tSpapiete und Mischfen- bu n gen bi« 250 Gr 1000. über 250 tx« 500 Pr 1200. über 500 Gr bi« I Rg 1500 Daren- proben bi« 100 Gr 600, über 100 bi« 250 ®r 1000. über 250 bi« 500 Gr 1200 ^.darfcheo bi« 1 Kg 2000 Pakete 1 Zone ^'«5 Äm ) bt« 3 Kg 2500. 2 Zone (über <5 b!« 3.5 Km > in« 3 Kg 500) 3 Zone (über

iLt' ,&!Ä 3 MOO. über 3 bi« 5 Kg

1^ >000 bzw .000 über 5 bt« 6 Kg 4000

SXX) bzw 12 000, über 6 tx« 7 Kg 4500

*1AA über 7 tx« 8 Kg 5000

über 8 bt« 9 Kg 5500 über 9 bt« 10 Äg oöOO usw V« 20 Kg 16 000

Die Einschreibgebühr ist auf 1000 Millionen Blart. bte Vvrzeige gebühr für Bachnnt». men und Po st auftrage auf 500 MiMonrn Matt festgefetzt

Süj bar emgoablte Zählkarten bi« 10 Milliarden emschl 200. über 10 bi« 50 B7U- Itarben ernschl 400. über 50 bi« 100 Milliarden cirr«ftl 600 über 100 bi« 300 Milliarden emschl SCO. über 300 bi« 500 Milliarden elnfchl 1000 ubc; 500 bi« unbeschränkt 1200, für bargeldlos beglichene Za hl karten dieselbe Gebühr, höchstens jedoch 600 Millionen Mark für eine Zahlkarie für Kastenlchcke. die bargeldlos begiidym werdens 1 hum Tausend hc» Scheckbetrage-S, für Baraus­zahlungen mit Postscheck2 nom Tausend deS Scheck- bettsges Mindestgebühr 1 Million Mark. Meist- bettag <inr» Postscheck« unbe-chränkt, tclcgrapy- ((fcei 3o Warten, UcbertDcilungcn und Post'checke je 5 Billionen Mark.

(*tne berechtigte Beschwerde aeaen die Poft.

Bon einem Siebener Geschäftsmann gebt un« die nachstehende Beschwerde zu, deren Berechtigung jeder betätigen wird, der Zah­lungen am Pofischatter zu Icrftcn hatte. T Red Durch den neuer ding« wieder eingetretenen Mangel an Reichsbanknoten ist dem Bericht m den letzten Tagen wieder eine Un­menge von Gutscheinen, fotoi- sonstigem Boigclb der Städle und der groheren indu­striellen Werke zugefuhri worden Zum Teil ist die Herausgabe dreie« Bot gelbe« mit der 6 r - laubnic deS ReichSsinanzminiflerv, Aum andern Teil nur mit Genehmigung örtlicher Verwaltungsstellen erfolgt

®« hat sich nun hierbei etngroher Mif) - stand herausgebildet Den Geschäftsinhabern wird zugemutet, fast jedes Botgclb, auch solches au« anderen Städten (Wetzlar, in Zahlung zu nehmen Ta au« Diehen und Umgegend sehr viele Leute in Wetzlar beschäftigt linb, ist c« gar keine Seltenheit, bah man abends mehr Wetzlarer Stadt-, Kommunal- und Betriebsgeld in der Kalle Hot n|S wie ReichSgeld Kommt man aber mit diesem vereinnahmten Deid zur Post um den Betrag einer Rechnung einzuzahlen, so wird man mit dem Botgeld wieder fortgeschickt da hie Post fein auswärtige« Bot­gclb annimmt Ebenso geht e« an anderen staatlichen ober kommunalen Kallen Hierdurch kommt ber Geschäftsmann nicht selten in bte gröhte Verlegenheit, zumal bei einer so rapiden Geldentwertung, wie wir sie in den letz- len Wochen hatten Tadurch. bah bie Post ba« Botqefb zurückweist, ber Geschäftsmann aber nicht genugenb ReichSgelb zur Verfügung hat, ist ,hm die Einzahlung nicht sofort möglich, unb er muh damit warten, bi« er den Betrag tn ben ber Poft genehmen Zahlungsmitteln zu'ammen hat Wenn man annimmt, bah man z S am 22 d M eine Rechnung noch zum Kur» von 12 Milliarben regulieren konnte, während bereit« am nächsten Tage der Kurs von 40 Milliarden zur Berech- nung kam, so ergeben sich darau« für ben Ge­schäftsmann Verluste, bie er nicht tragen fann Wohl wirb ba« Botgefb von ben Banken ctmc Berechnung befonberer Provision auf Konto gn'geschrieben, doch Ist insoige der grollen Kurs- ichwankungen unb ber erst nach mehreren Tigen ei folgenben Gutschrift von Banllchecks eine Rcqu- licrung auf btelem Dege in ben meisten Fällen ausgeschaltet, so bah allo vorwiegend bie Ein- >aNur.g auf Zählkarte bei ber Post in F ige kommt

BJenn vom Reichsfinanzminister die Geneh­migung zur Auszahlung von Botgeld crt-ilt tnirb. fo mühte meine« Erachtens auch gleichzeitig die Verfügung et fallen werben, bah biefe« Bot­gclb in erber Linie an RetchSkafsen ®ie Post uiu> Eisenbahn, angenommen narb, bamit bie erwähnten Btihftänbe tu Fortfall kommen

Vielleicht wäre e« ©adx bei HanbeIS - fammer, in dieser Angelegenheit bei ben in Jragc kommenden Instanzen rorft.-llig zu werden

M K

Dornott^ll.

TageSkalenber für Freitag. Stodtthcater 7 Uhr .Tefperrlter" Deutsche De- mrfiatifd>c Partei 8H« Uhr im Gewerbe hau« Mit gliedeiDer-tammlung

GabelSberger Stenographen Kommenden Sonntag Bezirk« weit schrei den (6 heutige Anzeige,

tob Falsche200.Millionen-Mark- Scheine Von den txxi der Franksurier Reick)«- bctnbirtfttcn oerauiigablen 200-BZillionen-Blari- Schernen sind in den letzten Tagen zahllos« -te-

tfkb' ftcben

chlech- t# m> euty

-egeii Rillen «berg' 3rb<

iiclen »cllcr

>S ' tnb Rur> luhu iqtcn itzred>

? o t rahm rvi w

sic g ?ic S» !ann Jen. eiche «den oerbe Treffe Vinn

2nn.i baf- - bann 'ich a Beet .

R tc i .

ienu' Xr lar.< ijenr:' 4<'

iv rw

ferhir b-j'b n u .i

rm n ball MhNi. «clb'i. Meta gaben Zulun Ruck'.

wc.

Mvi slisis

Et i

TUv.

t>ci*b rrch: «cd. ®chi Schi

-

Geb es Bu Herrin eisch pfleg Then- tonte den holte

Gute Kön-- Lied?

Srru

hoste 2ug.

feier! Frai wohn

Vo

tral:

Hilt.

tomr nen

Cltot Tag. des Heu' bah S« ' bi, Mar,' um 1 besten neue, der