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Crtt«n» tagt ich, außer Scan* und eirrtagi, ilbrrSoetlagtbtdoqf ®f*6»n»r{J<>milienblätt»r »e4te.Bt)«flsprtli 8 Dhliarbtn u KOO Mill. Stark Irägerlobn, auch b. 9Hd)trr|ttfintn «injeln. JluMwitm mfolgtljuhertr Dkwalt. - Itfrn |pr«d)» Anschlüsse fürdteSchnft. leüeng 112. für Beklag and Eesthäft^telle 51. Anschrist für vrahtnach- nchten: lijd^tr »letze».

Petfdltdtaete

$reif!wrt a. K. 11686.

U». Zahkgang

Srettag, 2. November 1928

GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Pmd w» Verls-: vrShl'sch« Ui,tversl1ül,.v>ch. enö Stetnörutferel R. lange in Kietzen. Sdfrittlettnng und »eschaflrftele: Zchnlftratz« 7.

Xieehmt von Miqtigti ftrblt lageunummer bi* jum Tlad)mittag vorher ohnejed« DerdlndlichlieU. prei, kür 1 mtn Hälse |ttr Anzeigenn.27 nim tirtli« SrtL Grundzahl 65 MK, auim.TODl . I Uthtamt- Anzeigen v 70 m n dteitt 225 UL ,24Mill Schlüssel Plagoc:|d)njt 20' .Auf­schlag - litrantaiotllid) Zur Politik u. Feuilleton: vr Friede Wilh. Pang»; für den übrigen Itu. Ernst Blumicheini für den Anzeigenteil >>an, Be» |ämth ch in G>«g«n

Dor einer neuen Kabinettskrise.

Der Reichskanzler und das Ultimatum der Sozialdemokraten.

Die Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt.

Rereil« im 3uguft zeigten die amtlichen Ver- offentlichungen eine wvchntliche Verschlechterung aus dem Arbeitsmarkt Schon tamal« arbeiteten 26 Prozent Mitglieder der über b:c Arbeitslolig- feit berichtenden aetverNchastlich.n Tkibänte- in Kurzarbeit, d,e Fahl ter nolhg SitDerMlocn batte sich damals im Vergleich zu tems.-lten Mo­nat des Vorjahres bei den Metallarbeitern um bae ZOsache erhöbt, m der Bekleidungsindustrie um das 25fache, im Baugewerbe im das 30tad)c ufto Seit dieser Zeit ist die Knfrs noch viel ftärLr geworden. Mitte September arbeite,en schon 71 Prozent aller Arbeiter in schlecht te-schästigien Betrieben Die ganze Schwere der Kolcs zeigt schon der Umstand, bah trotz der Kohl.nnot die Zechen ibre Brennstoffe nicht adsetzen können. Dazu frmnU noch, bah im Baugewerbe, das sonst a« Qbihuibmerekrooir für Arbeitslose bient, bie Arbeitslosigkeit wegen der katastrophalen WohnungszwangswiNschast ebensalls .rldjiedente- Formen angenommen bat Schliehlich ist auch im chanbwcrk. bas in früheren Zeiten burch 'Re­paraturen und ähnliche Arbeiten sich über Malier halten konnte, eine ständig steigende Ardeitslosig- leit bemerkbar Sogar viele f.lbständige Meister haben ihren Betrieb vollständig geschleckten und sich arbeitslos gemeldet Mährend im August a if 44 000 offene Stellen ungefähr 700 000 Arl>eits- g.fuche tarnen, bat sich jetzt die Zahl ter Suchen­den verviel'ach' wst'-end die Z hl der offenen Stellen auf ein Drittel zurückaegangen ist Dabei tritt die Arbeitslvsenliise in ihrer ganzen Schärfe nod, nicht in Erscheinung, da noch ein erheblicher Bruchteil der Betriebe verkürzt arbeitet, von Ansang Rvvember an wird wie die Dinge jetzt liegen ungefähr die Hälfte aller Betriebe ge­schlossen sein

Der hauptsächlichste Grund für diese tra trije Erscheinung beruh, daraus, bah letzt waS bis­her verabsäumt wurde - die Wirtschaft mit einem Schlage auf bie durch den Versailler Venrag verursachten Einschränkungen sich einst. Ilen muh. während sie bisher infolge der inseligen Demobilmachungsvorschristen viel zu viel ä n - produktive Lasten auf sich nehmen muhte, wodurch ihr Betriebskapital allmählich autg.-z.hii wurde. 3n gleicher Linie liegt die Ausschal­tung weitester Käuserschichten, deren Einkrmmensverhöltnisse nur noch Cie allernot- ^xn^n?^lcn Hungen gestatten Vor allem

sind Dvrvalskäufe. die sonst der Konjunktur einen Mtten Rückhalt holen, jetzt kaum noch möglich Auch bie Verkäufer sind nicht mehr in ber Lage, sich gröbere Ta rc nm engen auf Vorrat einzusege», da ihr Betriebskapital ivielfach infolge ter letzt­hin beschlossenen Steuern) zu sehr zularnmenge- schrumpst ist. Schliehlich fei noch erwähnt die Ausschaltung der besetzten Gebiete, in lenen eine auberorbcntlid) kräftige Käusorschich woh.it Auf bem Teltmartl fönren wir einen Ersatz für die Ausfälle des xlnümbmailtei nicht mehr finden, da Infolge ber Höhe ber Preife das Auslanb bei uns nicht mehr flctvinnbnngenb kaufen kann

Letzten Endes ist bie Krise bie Folge ber dauernben Passivität unterer Zuh- lungSbilanz Deutschlanb Hal in ben letzten Jahren an lerne Gläubiger stet« mehr bezahlt, als es seinerseits von feinen Schuldnern ein­genommen hat, und es ist hierbei mehr unb mehr verarmt Die Abnahme bei Kaufkraft feiner Be­völkerung ist bas äuhere sichtbare Zeichen bicler Verarmung Aur bie Aktivierung u n ferer Zahlungsbilanz kann uns di * Ret­tung aus diesem Elend bringen Vermi.ndeiung der Emfuhr, Vermehrung der AuSsuhr muh bie Parole sein Hierzu bedoil es «edoch einer radi­kalen Umstellung unterer Wirtschaft, die nicht von heute auf morgen zu erreichen ist. und die ganz gewih durch jeden politischen oder wirtschaftlichen Umsturzveifuch nurrlanghml werben wirb Gelingt es nicht, a . "reife der Werktätigen Bevölkerung, Arbeitg« jie Ardeitnelmicr, zur bauernben tätigen Mumlsc an dieser Umftclluna ber Wirtschast zulammenzufuhren, bann wird auch dies letzte Mittel ber Gesundung Deutschlanbö vergeblich angewandt sein

Der drohende Zerfall ber Zent raI - arbeitogemeinlchast liegt ganz gew.h nicht in dieser 'Xiditnng Schon vor länget»., Zeit hatten die Ircigeweikichaftlichen Organisationen der Ang<s'clltenveibände der Al.tallarbeiter, der Dauaibeitet ulw ihre Vorstände beauftragt, den Austritt au« bei Zentralarbeitsgcmeinlchaft zu erklären Die Holzarbeiter, bie Schuhmacher, bie Buchbiucker ulw wollten ebenfalls bielent Vor­leben sich anlchliehan Nun Hit auch ber Wirt- lchaltspolitllche Auslchuh des Dew'rlschaftstInges ber Hirlch-Dunckerschen Gewerkichalten ben 2ns- tritt aus ber Zentrnlarbeitsgem.inlchalt be­fehloffen Aur bie chriftlichen Geweikfchaiten lchei- nen an ihr fefiteilten zu wollen Mit ihnen allein ist natürlich bie Aufrechterhaltung ber Zentral- arbeitsgemelnschaft nicht möglich, lo bah auch aus dieser sozialen Zufpitzung der Lage eint weitere Verichärsung ber Wirtlchaftskrlte mit neuen schweren Rückschlägen aus bem Arbetts- markt unvetmeiblich ift. wenn es nicht In letzter Stunbe ber Einsicht aller Beteiligten geti 'gt. tich zur frud)tboicn Zulammenarbe t im Rahmen ber Zentralarbeitsgemeinschast zurück, finbe.u

Goldlöhne-

B« r I i n, 1 Roo <WTB , 3m Reichsarbei s- nrtniftertum würbe am 31 Cttrbcr bie F ag des Niederganges zur B.rechniing bei Lohnei in Do b- twrt mit den Spitzetwerbänb.-n ber Arbeitgeber I mb Arbeitnehmer eingehend barchgesprochen S< I ergab sich in einer Reihe von Fragen eine U:ber- I

"Berlin. 2 Rov iPriv -Del > Die Entschei­dung übei die Annahme oder Ablehnung der Forbeiungen bei Sozialdemokraten durch das Reichskabinett ift gestern noch nicht gefallen 3n einer ÄabinetKfinung im Äia.ifeirymnicr des Kanzlers, der aus billigenden Rat ber Aerzte leit zwei Tagen ba« Bett nicht verlalfen darf, flanben

Me Derhandlungen ber 3nbufhiellen des Ruhrgebietes mit ben französischen Be­satzung sbe Horben

Aur Eiöiterung Durch ben Verlaus, ben bie Besprechungen in Düsseldorf übet bie Wieter- ausnahme der Aibeit im Ruhrgebiet gehabt haben, unb burch bie Vereinbarungen, bie ohne endgültige Bindung vorläufig zivi chn einzelnen Znduftiiekenzeinen bc» 3ndusiii.gevieles und ben französischen B.ckatzungsbehorten getroffen wor­den find, ift bie Ruhrfrage uxcbei lo al.it ge­worben, bah zunächst alle innerpoliti schon Probleme bemgegenuber z u r ü ck g e ft e l l I werden muffen Hinzu kommt, bah auch die vor­läufig im Ruhrgebiet hertlchenben Zultänbe brr- art lind, bah bie Aeichsregieiung b.i,u in irgend­einer Form Stellung nehmen muh

Aach ber Kadinef.slttzung empfing ivo.sl ber Reichslanzler bie sozialdemokratischen Führer, er- klärte ihnen aber, bah

vorerst bie Fraktionen bet biitgerlich.-n Koali. tiontparlcien zu den sozialbemokralischen For­derungen Stellung nehmen

muhten, bevor das Reichskabinett über die Be- di"gungon der Sozialbemokraten endgültig Be- fchluh fallen könne 3m Lauf, des heutige,i Vor­mittags seil zunächst Rücksprache mit ben Füh­rern ber bürgerlichen Koalition genommen wer- ben. gegen Mittag wird dann eine Kabinel's- sitzung ftattfinben und im Anschluss daran w,d die sozialdemokratisch- Reichstagsfvaktion bie Ent­schlüsse bes Reichskabinetts erörtern

Der .Vorwärts" hält bie Aussichten für ein Verbleiben ber Sozialdemokraten im Reichs­kabinett nicht für sehr hoffnungsvoll Da« Blatt schreibt Allem Anschein nach treiben bie Jinje tum Bruch Zenfeits ber Sozialdemo­kraten scheinen zwei Stiömungen au bestehen bte eine sieht in ben sozialdemokratischen Forde­rungen ein Ultimatum, bem man sich nicht fügen könne, bie andere möchte bte ganze Frage auf bie Bank langwieriger Ver - banblungen schieben Siegt bie erste Strö­mung. so ift bie Lage vollkommen klar, liegt bie zweite, fv ist sie auch nicht v>.-| ausfichtsvoller. denn

die sozialdemokratischen Forberuog?n sind für n_n« Selbstverständlichkeiten, of>n? deren Er­füllung ein Terbleiben m der Regierung un- möglich ist.

Die Ansicht teä Kanzler« kommt ver­mutlich in folgenden Bemerkungen ter deutsch- vvlkSparteilichon . Zeit" zum Ausdruck, tie fd reibt

Alan könnte an sich über die Forderungen, die tu sozialdemokratische Reichst agsfraklion auf- ftellt, sachlich diskutieren Trohkem glauben wir nicht, tah ter Weg. ten bie soziald.-mokrati- (äe Rcichstagsfraktivn verschlägt, von ttr Reichs- ugkrung gegangen werben kann Wir haben schon gestern taiaul hin^.wlefen. bah es im Rahmen einer Äralition«regiciung ein Ding brr Unmöglichteit ift. wenn einzelne Fr^k- tirnen mit bem Anspruch b. roortroten, Dolle ihres Parteiprogramms v>n ber R.gierung vorwiiks ch' u seh n Würbe man auf t-e'ein W.g- einmal i<n crfteii Sch ritt tun. wer fcüigt dann Lasur, teih nidt weitere leigen? Würde l mn die Regierung ridt vermutlich se-hr bUb vor b-.-r Antwendig- ke.t steh.n. a n be re n Parteien ebenfalls 3ugcftänbniffe zu machen, ober sich den Forderungen von Berus«orginifat,o- nen zu fugen? Auf diesem Weg.- würde e« Id lieflich überhaupt kein Halten mehr geben

e.nfrimmung der beiderseitigen Auf aflungen. wenn cs auch

nicht fie.ang, eine volle Einigung zu er3ieb.11.

Der Reichsarbeitsminister selbst ist der Ansicht, bah an ber Frage ber Umstellung te" Löhn? in Gelb, bie für da« Gelingen der Dahrung-ro -rni von grohtei Bebeutung ift, von allen Bel.iligien mit auljerftcr Sorgfalt und Sachlichkeit heran- getreten werden mutz.

Wenngleich nicht mehr beftrittm werden Jma, daß auch auf bem Gebiete bet Lohnbet chnung ein Heber;*mg zur SoldberTchnung grundsätz­lich berechtigt ist, fo muß dock- der Zeitpunkt der Einführung unter Berücksichtigung der be­sonderen Lage der einzelnen Industrie- und

EeWerbezweige vorsichtig gewählt werden.

Die Höhe ber Goldlöhne kann nicht durch Um- iechirung bei bcrae.tigen Paptermarklodn.- nach dorn Zusallskurfo ermittelt werben sie ift viel- mehr unter genauer Berücksichtigung ber uxrt- Idiafllkten, sozialen unb finjruiellen Verhältnu> im ®tny.Lalle sorgfältig zu prüfen Bei bem ber- zeitigen Stande ber Gütermenge unb Gütererzeu­gung werben bie F r i e be n sk ö h n 0 nicht erreicht werben können

Mrt der Derarmung unsere» Wirtschaft, ans die sich das gesamte Dolk etwftanee mnß, werden auch bte Arbeiter rech»en müsse.

Einen wertvvüen Anhalt bei der Bestimmung ber

Es steht also für bie Regierung bei bem ersten Schritt, zu dem sie gezwungen werben soll, die ganze Autorität aus dem Spiele.

Soweit Cie Frage ter Aushebung ober Umbildung tie militärische» Belä­ge rungs zu Handes zur ®iövkr ing fkOl Yunicli sich uni xine Angclegenlxil. die ein Eingehen aus xine ultimative Forderung über- l iui't a u e | d-1 1 v h l Hier '.önnea lediglich sachlich: Gründe und Bciaussetzungen enl- |d«il<ni I.in. nicht aber bie Forb.iuiig. bah aus parteiprlilifd-en Grünt. i> d>s zu einem bestimm­ten Zeitpunkt dieser Zustand tef.itigi sei» muffe Es ift betaucilich. c atz die sezialbemokratisctze Reichstagssnikticn rin. sold>e Forierung aus kern sächsischen Äcnfl'ft tevlcitct. bei beffen Beul­te.tun., viel zu kbr auf bo 1 a ,tgI 0 I . A. u fie rI 1 d t. 11 e n Weit gelegt wird Ent sd eiten! ift doch, bah <s dort gelungen ift. die L 7 slöfung von den K 0 m m 11 n 1 ft c n zu -i/itl n Es ift nidt einzufeh.a. inwiefern di.-fes EigeiniS eine Aiifhebung .o militärischen l^gorungszusta.'t.» .1: in . .<t iq machen soll Oder n i'l jcM die Lozialdem. kratie denselben H 7 m m u n i (1 c .1 rin. 1 Jofallen tun. von te ten st. in Sack-.» unb ant.rwaits a u I das Wu­st e ft e I. Ich impft unb bekämpft wirt Was lenkt sich im übrigen t i. feztalbem >kiatjfd) Avid slagssraklicn teib.-i. m. im sie ihren Befchlnh programmatisch .111 I g e 3 g e n ,n sie O0 s f c 1111 i ch k. i I t ringt, ehe dis Kabinett üterhaupi benachrichtig! Worten ift? Hat sie etwa tec Alfich: Herrn v Kahr Bonxlsmate.ial für lk in München aufg.stellt. Ghefe zu liefern, die Rochsrogierung f!eh? unter dem Druck ter C cA i a 11: m d f ra11c?

Rad) b.e'.-n b.iberfoitigen Auslasfungen mi b man schwerlich mit einer Einizunq auf bem Boden des fezlalbemokraiilchen Ultimatums ledinen können Es muh rielm.br angenommen tpeibcn. bah in ber fozialb:mokratifd>eii Fraktion, wenn Cino bestimmt. Airtwoil bee Reichskanzlers nicht r.cig.lcgen hat bi.jonige» linksrablkalon Elemente, bie sich schon gestern ber Stimm- ent­halten haben und für den sofortigen Austritt aus der Groben Koalition gestimmt haben, einen neuen V 0 r st 0 h untoinehiuen Sollten b.e ruhi- gcren Elemente in der sozialdemokratischen Fraktion sich diesem Vorstoh beugen and feilten wider Erwarten die Sozialdemoh'aten damit fd»n in den nächsten Tagen aus der Drohen Koalition aus- fckeiten. fo würde nach einer Bermukung des .,5'e-g' wahrsccheinlich toiebei der Versuch gemacht werben,

auf rein dür-erlichsr Basis eine Regirrunq zu bilden.

Sollte bas nicht gelingen, so würde be. Reichs­tag vor der Auflösung stehen Es würde also genau die gleich: Situation variier» b.e kurz voi der Anii.il, mc des Ermächtigung eg e es in der inner.n Politik eine entscheidend Rolle fplelte. Die auhenbo'itildx u:ib allgnncinmtr'- fchasllich: Lago würde die Unterbrechung ber Tätigkeit der Reid-sregieru'iq in foldxm M he Veite.len unb unter den jetzigen Gesichtspunkten wohrtchemlich auch der R o i ch s p r ä f i b o » t ber dabei die letzte Entscheidung ui ber Hand hat, nichtine meh.ei T g v ihrcnd: R gi., ung#- f.liA bulben würde 3u b-lonb.r- würde bei den Erwägungen be» Roich-vr.-s b.-tilon bi burch bie Veiaant lungon zw scheu Pari« Lonbon unb W >- fhingtc n g.-fchaffe te 'uh npolitifche Lage sich er teazu Iden Aniah gcl-en, bil) .öen uell auch ohne Reichstag aui Grund de Moglia-- leiten, die die Ver<.islung gibt, für länge.,,-it eine aktionsfähige Regierung b?'.ol) n Hiob.- Dcrluufig hat inin in d . Äi.ifc.i ber bürgerlichen Koalitionsmitg leber omfto Erwäeun- gon über die Misti ahm n die nach einem Aus- fcheideii ber Sozialdemokraten getroffen werden mühten, noch gar nicht angeftelll, b ; man allgrmein auf ein Rückzugsgefecht der Sozialdemokraten wartet

Lohnhöhe w-rd.'n zentral« V rvinöaruiig'li ber flirhen Berufsgruppon gete-n, b.e abci fellftr.-r- fiänblich nicht fcchenra tisch angewandt worden kurl.n, Dah bie Auszahlung ber Lohne in trertbeftänbigen Zahlungsmittel nur nad) unb rurf) :m*> zwar gemessen an der Zu nahm« b.-for x3ahlung»mittel im B.rkohr. ei-foigen kann, tdaraul wie» bet Roichoarbeitsministee schon frühe, h.n.

Au' Grund ber Derhanblungen im Reichs- ananzministecium mit den Spitz norganisntinnen der Tcamt.11 Angelleine , und Arbeiter wurde d e Lohnmohzahl für Arbeiter u di.- (au- enbe Woch au, 20 Millionen, bie Meh, ah 1 * u r bie Beamtenbezüge aui 4 002 0 30 für bai» erste Mvnatsviertel festgesetzt

Die Reparationslieferungen des Ruhrdergbaus.

Berlin, J. Roo kPnv -Tel > Die in ben ätzten Tagen zwilchen bem Bergbaulichen Verein unb ber 3nlera(liierten 3ngenieurlomnnfsion über bie Wiederaufnahme der Prrbunion im Ruhr­gebiet gesühilen Verhandlungen haben nunmehr zu einem Ergebnis geführt Die Zedxn sollen nach den Abmachungen io vrs 18 Prozen ihrer Ä 0 t> lensdrbe ' -> g als Reparaiionsliese- eung bereli, Jen ausschiiehlich der für Italien bestimmten Leerungen. Solche 3edyn. bie bie

,'tabreÄföibciung von 1921 wieder errelihen brau­chen nicht mehr als 16 Prozent adzusühren

Weiter hat man sich daraus geeinigt, daß eine Kohlenstemer von 10 Franes pro Tonne ge­leistet werden soll, die in »crtbeflänbigem deutschen Geld bezahlt werben mutz.

Die von den Franzosen verlangte Entrichtung bet leit bem 10. öanuar 1923 r ü d It .i n b i g c 11 Hoh­len,leucr soll durch eine Pmuschallumnie von 15 Millionen Dollar abgelöft uxiton von denen 10 Millionen sosoil zahlbar sein sollen Die Fran- tosen Niben allo ihre ursprünglich Zorberung um vier Für,siel cimähigt Diotemigen Zechen, die die oisoiderlichen Ktrage nicht aufbringen können, sollen ters 2l<-cht haben, die Kehlen,teu.rschuld burch K 0 h I e n 11 e f c r 11 n g e n aHzuIra - gen Dafür ist ten Zechen garantiert, bah Ito in ber Fviderung unb un freien Absatz unge,toiI blei­ben ,ollen Die Abmachungen ,ollen einer Ver­sammlung der ZeLenbefitzer in Unna zur Be- ld)luhfa|,img ooigclegt werben

Eine Neparationsrede Poincares.

Paris. I Ro 3n Reve rS hielt am heutigen, dem G.-d.-nkon der Toten gc-tzrelhten ^e'1 J)i i n i <t .-1 l> r ä | i b e 111 P 0 i n . <r t < ans Ai lak) ter Enthüllung eines Kn.-gerbenkn als wie t nim eine Rebe, m b.-r er bar.uif tiinwie», ter st inf oid) in Qu 1.4x1 keine lerritori ilen Vorteile au6 bem Ktlege b zogen h.ib- unb bri man ihn' C.d.ibeiten unb Qku.intieu versprach Die', 'Bor 11'1.3 ungen l.-.cn nicht gehalten worden 'Sn.ilkt anb selbst habe g-glaubt, den Geist bei QnUdJ.chung bei ben Alliierten fchnxrchen zu lonii>.ti Frankreich hab lang - Geduld geübt Dre, Zvhre lang habe es von Deutschland i-ci langt, d ist e» die Devisen zurückhalte, die es di.- Flucht In« Ausland teibc nehmen (affen, bah es seine Fi- »anzen resrrmier.-. Io n- Wahrung laviere unb sich zahlungssäh.g imidx Lange bevor Frankreich ben Entschluh geiaht teilte, da« Ruhrgebiet zu be­setzen. habe $>cu!fd>lanb , tz ft e m a t t s ch seinen Bankrott organisiert

Wenn es heule das Widerspruchs volle Schau­spiel eines ruinierten Staates biete, dessen Be­völkerung -um Teil zum Betteln gezwungen fei, unb -um an Herrn Teil ein üppiges Seb«, führe, so fei es daran selber stchnld Richt das Land, |erobern der Staat unb ber Mittelstaud feien ruiniert. Deutschlanb sei trab bleibe reich. Ts besitze ungeheure Hilfsmittel, aber diese hätten bie ®rohinbuftric(lcn unb bie Droh- banken in shind.ilöfcr W is. an sich geris'en S4e n c-lltcn bem Staate nichts g.-ben un'1 ber Staat > -mühe sich nicht etnfklich. sie zui Srlullunq ihrer Büigerpslicht zu zwingen Daher bie fcheinlxire Aot d.s Deutfd>en Reiches, baher bas nu1 allzu wirkliche Elend der intellcltuellen Kr. >1 - ter kleinen Hcnibclstr.ibenden. dec syjnbtt'erl. 1 und tei Arteiter Aber der teuisch V ifc.niu siehe l ch nicht schleicht Die Drof>grunbb.-sitzer hätten I d) cbenso wie die .Industrie unb bet Handel l reichetI. sie hätten auS der 3nflatl»n unerhötle Profite gezogen und leien die cifiigftcn Ag.ntea deS pteuflischen Militaris­mus Keine der deutschen Regierungen habe den Alu', gebubt, sich von einer Bureaukratie zu befreien, die vom kaiserlichen Geiste D.-rgiftct sei. feine Regierung habe die Propaganda der Revanche und de« Hasse« gegen Frankreich

behindert,

die in ben Dtzrnnafien und in ben Mittel- unb Volksschulen tetrieb n weite Kein. Regierung bade bie Reichs . br unb dis Schupo, die be.de sich ber ze.it , ,l Autorität entzogen, zur AuSlührnng bes Friedens ei trage- von B.-Zailtes 1 übten können Die Reil, -web, v-rdünde sich rntk ten G e h e i in 0 r g a n i I a t 1 0 n c 11 unb mit bet lchwatzen Reichsw hr unb bilde fo in ganzDeutscch- lanb eine unabhängig unb furchtbare' Macht Diese Anarchi-- hab- schon voi bei Ruhr­besetzung beftanben Das Reich habe li- n turlich durch leinen Widerstand verfch irsl. Es h.ite biS zum Schl uh auf wunderbare 3iitcroention.n ge- "'.rte! und sich »ist von der Wirklichkeit überzeugt an bem Dago an bem es vom .Zu- ,amm<nbru-1) bebroht (ei. Diese Beharrlld)keit Deutschlands fei es die Frankreich zwinge, bi Ptävker bi« zvr vollkommen»: Bezahlung zu bt holten

Qlad: einem Hinweis auf bie Verhanblung>-n bie gelt, rn zwisd-en den .industriellen unb bn i.iterol liierten 3ngenteurmi,slon geführt trurten, sagte Poincar. Obzwar teiS DsutsOte Arid in '<üi<r Mitteilung an bt. Reparation«. kvmmistlon behauptet täte, bah e« nicht mehr In ter Lage fei, die Kohlenlieferungen zu finanzieren, wachs, die Tonnonzahl, die Frankreich kostenlos gefiebert sei. alle Dage

C« begsmre mm, de» Lohet feiner Austrengira.

J» «rat«. Jetzt fei nicht der Augenblick, bi« Haltuug zu wechsel», »nb bat werde deuu noch nicht S«fcheh«

Frankreich wlrasche lebhaft in vollem Einver­nehmen mit seinen Alitierten fo rasch wie mög- (ld. bie Reparatrvnsfrage zu regeln, an deren Regelung es stärker raterefsien sei als irgend je- manb Aber es wolle weder die Feftfetzung feiner Schuldsvrderung revidieren noch feine Rech'e aus- g-lxm rwch auf seine Pfänder verzichten, noch den Vertrag zerreiben, der von so vielen Aa- ttortrn Unterzeichner worben Jet Möge man p r fi- f « n, was Deutschlanb zur Zeit oder a u f c i n « turze Zeit zu *ab<cn imstande fet. Das fei bU eigentliche Tüifgabe der R«aratwnskvmmIss^m, bie sich AuiÜäinn»g verschaff« Bene btnxfc bte