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Behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

Bau-, werk- und Nutzholzversteigerung;

der Stadt Gießen.

Aus den Waldungen der Stadt Gießen j sollen am

Donnerstag, dem 8. März 1923, vormittags 9'/, Uhr beginnend, in der Gastwirtschaft3ur Liebigshöhe" versteigert werden:

Schnittholz:

8 Tichenstämme 1. Kl. mit 15,24 Fstm.

21 2. 25,09

28 3. 2 ,61

1 Buchenstamm 2. 1,15 Stamm-(Bau-)holz:

11 Eichenstamme 4. Kl. mit 7,93 Fstm.

17 5. 6,23

127 6. 21,84

Schnittholz:

5 Kiefernstamme 2. Kl. mit 3,66 Fstm.

55 3 29,07

9 Rm. Eichennutzscheiter mit 6,30 Fstm. 33 Stück Eichenderbstangen mit 1,56 Fstm 51 Fichtenderbstangen 1. Kl. (Bau­

stangen) mit 6,04 Fstm.

37 n Fichtenderbstangen 1. Kl

(Wagnerstangen) mit 3,04 Fstm.

60 Fichtenderbstangen 2. Kl (Wagnerstangen) mit 3,48 Fstm.

200 Fichtenreisstangen mit 1.98 Fstm.

3 Nußbaumabschnitte mit zus. 0,64 Fstm., lagernd Kaijerallee 44, Hof.

Tin'Verzeichnis über die Ausmaße der Stämme und Stangen mit Angabe der Forstwarteien und Abteilungen liegt beii ber unterzeichneten Stelle vom 3. März 1923 ab zur Einsicht offen.

Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Förster Bruck zu Rödgen, Arft zu Forsthaus Hochwart und Beisel zu Gießen. Auskunft erteilt auch die Ob rförsterei Gießen.

Nach Beschluß der städtischen Land- und forstwirtschaftlichen Deputation werden zum Mitbieten bei dieser Versteigerung nur In­haber holzverarbeitender Betriebe aus Gießen zugelassen, die das Holz im eigenen Betrieb verarbeiten. Wird ein Weiterverkauf von unbearbeitetem Holz festgestellt, so hat der erste Käufer eine

Vertragsstrafe in Höhe des vierfachen Kaufpreises zu bezahlen.' [16058

Gießen, den 1. März 1923.

Der Oberbürgermeister.

3. D.: vr. Rosenberg.________

Holzsubmission.

Donnerstag, den 8. März 1923, vormittags 10 Uhr, werden auf hiesiger Bürgermeisterei aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf ad. Lda.(Forsttoartei II) folgende Holzsortimente im Submissionswrge vergeben:

2 Lichenstämme 2. Kl. mit 2,61 Fstm.

1 Eichenstamm 3. 0,66

1 4. 1,64

1 Kiefernstamm 1. 1,96

3 Kiesernstämme 2. , 1,99

50 3. w 41,31 .

85 4. , , 58,04 .

683 5. , 238,56 .

1 Lärchenstamm 3. 0,88

1 4. 1,29

9 Lärchenstämme 5. , 4,17

3 Fichtenstämme 2. 3,93

25 3. 27,83

47 4. , 37,82

95 _ 5a» 53,59

52 5 b» 14,05

Angebote find nach Sortiment und Klaffen getrennt pro Fstm. bis zum 8. März [ 3 vormittags 10 Uhr, auf hiesigerBürger- meisterei mit Aufschrift versehen einzureichen. Angebote mit zusarnmengezogenen Klaffen oder Bemerkungen versehen, bleiben un- berücksichtigt. Die Derkaufsbedingungen können auf hiesiger Bürgermeisterei etngc- eben werden, und werden im Termin noch­mals bekanntgegeben. Auf Wunsch zeigt Förster Franz, dahier, das Holz vor.

Allendorf a. d.Lda., den 1. März 1923. Hessische Bürgermeisterei Allendorf a.d. Lda

Rein. 1613O

BullL

Donnerstag, den 8. Wär- 1923, vor­mittags 11 Uhr, wird ein schwerer ab- gängiger Gemeindebulle im Submisnons» wege verkauft Angebote sind verschloffen mit Aufschrift versehen bis zum Termin, pro Zentner Lebendgewicht auf hiesiger i Bürgermeisterei einzureichen 3"*Anschluß - hieran wird ein Gemeindeziegenbock ver- ! steigert. . 16140

1 Allendorf a. Lumda, den 1. Marz 1923. ' Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda. ; Rein.

Holzsubmission

Ls^verkaufen im Wege schriftlichen An­gebots

1. die Gemeinde Londorf: Elchen-Schnittholz.

3 Stämme 2. Kl. 3,04 Fstm.

12 3. = 9,12

2 4. = 1

Elchen-Bauholz.

1 Stamm 2. Kl. --- 0,69 Fstm.

11 Stämme 3. 7,90

42 4. = 23,01

23 5. = 10,18

20 6. = 5,62

Duchen-Stammholz.

2 Stämme 3. Kl. 2,06 Fstm.

2 4. = 1,36 _

Linden-Stammholz.

1 Stamm 2. Kl. 0,24 Fstm.

7 Stämme 3. 3,09

8 4. = 2,61

2 5. 0,39 ,

Das Linden-Stammholz lagert im Ort beim Pfarrhaus, das übrige Holz ftn Ge- rneindewald, etwa 20 Minuten vorn Bahn­hof entfernt

2. dieIfraelitlfcheGemeinde Londorf:

2 Lichenstämme 1. Kl. 3,33 Fstm.

2 2. , = 2,18

2 3. , = 1,20

Dieses Holz lagert auf dem Israelitischen Friedhof in der Nähe des Ortes.

Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffen mit der AufschriftHolzsub- Mission- bis spätestens Donnerstag, den 8. März d. J., vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Ange­bote erfolgt. . .

Das Holz ist mit Rmde gemessen. Sol­ches wftd auf Verlangen vom Förster Wißner vorge leigt

Die Derkaussbed'ngungen hegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben.

Zuschlagsfrist 5 Tage. 16110

Londorf, den 27. Februar 1923.

Bürgermeisterei Londorf.

gurnann._____________

Die Gemeinde Aodheim a.d.2. der- steigert im Wege des öffentlichen Weist, gebotes Mittwoch, 7. März, nachmittags von 1 Uhr ab im Saale des Bürgermeisters zirka 160Fstm.Fichtenstammholz, worunter 22 Fstm. Schnittstämme.

Nähere Auskunft erteilt Forster Wagner.

Die Versreigeungsbedingungen werden im Termin bekannt gegeben. 15970

Dender, Bürgermeister.

MlMm bob SMkveilen.

Für den Neubau eines Physiologischen Instituts der Landesuniversität zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerial- ertaffes vorn 16. Juni 1893 und der Er­gänzungen hierzu nachstehende Arbeiten durch öffentlichen Wettbewerb vergeben werden.

1 Maurerarbeiten für das 1. und 2. Obergeschoß und das Dachgeschoß, zirka 1070 cbm Backsteinmauerwerk, 430 qm '/ Stein starke Backsteinwände, 465 qm Tuffsteinwände, 26 cbm Betonstürze, 46 cbm Hausteine zu versetzen usw.

2. Steinhauerarbeiten. 60 cbm Hau- steine aus rotem Sandstein.

3. Tonrohrlieferung. Zirka 300 Ifd. m Tonrohre bzw.Zementrohre,4Sinkkasten usw.

Angebotsvordrucke können, so lange der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbst­kosten von uns bezogen, Ieichnungenund Be- bingungen während unserer Geschäftsstunden eingesehen werden.

Die Angebote sind verschloffen, mit ent­sprechender Aufschrift versehen bis spätestens Donnerstag, den 15. März d. Fs., vor­mittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermine, postftei bei uns, Stephanstraße 18, einju» reichen, wo sie in Gegenwart der erschienenen Bewerber eröffnet werden.

Iuschlagsftist 3 Wochen. 16218 Gießen, den 27. Februar 1923.

Hess. Hochbauamt Gießen.

I. D : Kuhlmann._________

Bett.: Landzuteilungsverfahren Ober* Widdersheim.

Bekanntmachung.

Der Plan nebst Derteilungsplan über die Durchführung des Berfahrens liegt in der Zeit vom 3. bis einschl. 8. März d. 3. auf der' Bürgermeisterei Ober-WidderS* heim zur Einsicht offen.

Plantag zur Erläuterung und Erörte­rung des Plans vor dem Landausfchuh wird anberaumt auf 16120

Freitag, den 9. März 1923, bortn. 9 Uhr, in das Dachaus zu Ober-Widdersheim.

3ch bringe dies zur Kenntnis mit dem Hinweis darauf, daß Einwendungen gegen den Plan von den am Verfahren Beteiligten binnen der Offenlegungsfrist schriftlich bei der Bürgermeisterei Ober- VSidderSheim oder schriftlich und münd- lieb in dem Plantag vor dem Landaus* schuh vorgebracht werden tonnen.

Bad Salzhausen, den 2L. Februar 1923. Der Landamtmann zu Bad Salzhausen.

Brill.

Bekanntmachung.

Auf die Bekanntmachung deS Kreis­amts Gießen vom 21. d. Mts., Amtsver­kündigungsblatt Ar. 16 vom 23. Februar 1923, Baumwärterkursus an der Land­wirtschaftlichen Schule Lich, wird hiermit hingewiesen. 16098

Gießen, den 26. Februar 1923.

DerOberburgermeister.3.V.:0r.Aosenberg.

Holzverkauf.

Die Gemeinde Gröningen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeich« netes Holz:

Fichtenschnittholz 3. Kl. 1 St. 0,96 Fm.r Fichtenbauholz 3. Kl. 1 St. 0,60; 4. Kl. 1 St 0,89; 53-Kl. 3 St. 2,15; bb-Kl. 17 St 6,19. Kiefernbauholz 3.KI. 2 St 1,24; 4. Kl. 10 St. 4,32; 5. Kl. 6 St. 2,26 Fm. Kiefern- nutzscheite, 3 m lang, 18 Nrn.

Angebote sind verschloffeu, mit der Auf- schriftHolzsubmisfion", bis spätestens Mitt- woch, den 7. März, nachmittags 3 Uhr, für jede Gattung getrennt bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst bi Anwesenheit der erschienenen Bieter die Eröffnung erfolgt. Die Derkaufsbedingungen werben vor der Eröffnung bekanntgegeben.

(Brüningen, den 1. März 1923. 16220 Hessische Bürgermeisterei. Dingel.

MMWÄM.

Aktiva. Mk.

An Warenbestand..... 88 014.47

Sparkaffenguthaben . . . 156.-

Kassenbestand .... . 130972.01

15790 219142.48

Passiva. Mk.

Per Mitgliederguthaben . . . 760.-

Reservefonds..... 5 700.

Betriebsrücklage .... 7 886.83

, Reingewinn..... 104 795.65

Ausgenommene Kapitalien 100 000.-

219 142.48

Stand der Mitglieder Ende 1921 138

Zugang in 1922 ....... 2

Abgang in 1922 durch Tod . . 3

1922 freiwillig . . . 3 6

Stand der Mitglieder am 31. Dez. 1922 134 Reiskirchen, am 24. Februar 1923.

£an6roktfd'aftLKontonroereinII E.G. M.N.Y. zu Reirttrchen. Johannes Mengel IV., Direktor.

Johann Wilbelm Schäfer, Lagerhalter.

Landkreis Gießen.

8t AeiS kirchen, 1. März. Hafer lang- jähriger Rechner Schäfer legt am 1 April fein Amt als Gemeinderechner nieder. Für den Pusten Haden sich sechs Bewerber gemeldet.

Bersrod, 2. März. Die Sperrung der Kreisst raße Winnerod Rein- hardShain mußte wegen Verzögerung der Rohrlegearbeften bis zum 10. März verlängert werden.

Starkcnburs und Nhcinhc?fen.

rm. Darmstadt, 1. März. Für die Ruhr- spende haben die indischen Studenten der Technischen Hochschule den Betrag von 400 000 Mark gestiftet. Die in Darmstadt ansässigen Be­amten und Bediensteten derHessifchen Land­wirtschaftskammer haben als zweite Rate für die Ruhrfpende den Betrag von 237 400 Mk. zur Verfügung gestellt.

23. Hauptversammlung der Hess. Landwirtschaftskammer.

rm. Darmstadt, 28. Febr. 1923.

Die Hessische Landwirtschafts-- femmer hielt gestern unter dem Vorsitz von Oc 'onomterat Abg. H a h n--Heßloch ihre 23. Hauptversammlung ab, in der zunächst der Regierungsvertreter, Präsident Hebel, die Erklärung abgab, daß es den Bemühungen Dei Regierung gelungen sei, bei dem Reich ein 2 erhebliche Herabminderung des Getreideltefersolls herbeizu­führen.

Rach geschäftlichen Mitteilungen wurde bes'hlossen, den Ausschlag der Umlage für das Jahr 1923 um den sechsfachen Betrag zu erhöhen.

Cs wurde sodann ein Anttag des Vor­standes angenommen, nach dem die Ver- sic>)erungsprämien für die Weide- ti( re von jetzt ab durch die Tiereigentümer zu tragen sind, welche ihre Tiere auf die Weide schicken.

Die Versammlung beschloß weiter, in Aebereinstimmung mit den süddeutschen Land­wirtschaftskammern, den vom preußischen Landwirtschaftsministerium ausgearbeiteten Gesetzentwurf bett, die Regelung des Ver­kehrs mitBrotgetreide gegen Dün­gerbeschaffung für die Ern'te 1923 abzulehnen, da nur die freie Wirtschaft eine Sicherstellung der Brotversorgung gewähr­leiste. Die Schaffung eines Stickstoffmonopvls mache es den Wirtschaften mit ausgedehntem Futter- und Hackfrüchtebau unmöglich, die er» forderlichen Stiästoffdüngemittel zu erhalten.

Ein Antrag des Abg. K o r e l l und Gen. bett, die vollständige Beseitigung der einseitigen Zwangswirtschaft für landwirtschaftliche Produkte fand An­nahme, ebenso der Anttag des Abg. Schnei­der- Atphe und Gen. bett, die Beschaffung von Düngemitteln zu erträglichen Preisen.

Abg. Breitenbach besprach den gro­ßen Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande, was zu lebhafter Aussprache

Oeoree Washington President Roosevelt

President President President

Arthur. . .

Fillmore . .

Harding . .

11. April

18. April

25. April

2. Mal

9. Mal

Tag später

. . 7. März . . 14. M3rz . . 21. März . . 28. März . . 4. April

gdtfdxn Bundes tn Vemettschoft mtt bent Gustuv- Adolf-Fvauenvereten Veranstalter war. Pfarrer Storck aus Langen, ein bekannter Diasp)ra- rebner, hielt dabei einen interessanten Vortrag über2cib und Freud in einer Diaspotagemeinde" und führte wunderbare Lichtbilder aus der Steier­mark, feiner einstigen Tbrrkungsstätte, vor. Der rührige ÄirdymgcfMxgtxrTcin erfreute durch an­sprechenden Vortrag mehrerer Chöre. Der Rein­erlös des Abends wurde für den Ktirchcnneukuu der Gustav-Al« If-Gemeinde Heufenstcunm bei Offenbach bestimmt.

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widmet worden ist, dürfte etn Tverk be» de- rühnwen englischen Zoologen Tvilftam CBetbe über den Fasan fein. Das Werk, das seiner ganzen Ausstattuna nach ein wahres Wunderwerk fein wird, umfaßt vier Bände, die die stattliche Summe von 50 £ kosten. Aber auch bei diesem Preise muß der Decleger sehr viel Anzahlen, und es ist nur möglich, das Buch herauszubringen, weil ein amerikanischer Millionär die Kosten übernommen hat. Man berechnet diese Kosten auf wenigstens 30 000 £, was also etwa 3 Milliarden Papier­mark entsprechen würde. Diese- Fasanenbuch be­schreibt ausführlich alle Arten Fasanen, die S in der Welt gibt, und bildet sie in kostbaren Illu­strationen ab. Um die nötigen Bilder und Photo­graphien zu erlangen, wurden Expeditionen Über die ganze Welt ausgesaridt und suchten die Gipfel des Himalaja ebenso wie die einsamsten Inseln nach Fasanen ab. Der Verfasser Beede ist der Vor­steher der Abteilung für Vögel im Reuyorker Zoo und der beste Kenner der Fasanen. Die Vor­bereitungen zu dem Werk, dessen erster Band jetzt gedruckt wird, haben 12 Fahre tn Anspruch genommen. _ . Ä _

Der alte Fritz und sein Koch Der alte Fritz, der sonst so einfach lebte, ah doch von Dingen, die ihm gut schmeckten, stets zuviel und litt daher an häufigen Derdauungsbeschwerden. Als er sich einmal an einer vorzüglichen Pastete den Magen überladen hatte, lieh er seinen Mund­loch Roel kommen und sagte zu ihm: .Wir müssen beide zur Hölle fahren. Gr, well er die Pastete gebacken, und ich, weil ich sie gegessen habe." .Macht nicht-," erwiderte Roel schlag- fertig. .Sure Majestät sind das Feuer gewohnt und ich auch."

Kirchliche Nachrichten.

Oft. Religion -gemeinde. GotteSd. i. d. Synag. (Sudan!.). Samstag, 3. März. Vorabd. 6, morg. 9 abds. 6,15 u. 6.55.

Veranlassung gab, ebenso wie die Beanstan­dungen über die Att der Aufbringung der Deckgelder für 1923.

Rach einer Aeußerung des Abg. Oekono- rnierat K o r e l l scheint die Verlängerung der Frist zur Abgabe der Umsatz- und Einkorn- mensteuererklärung festzustehen, wenn auch eine besttmrnte amtliche Auskunft bis jetzt nicht zu erhalten war.

Es wurde schließlich noch beschlossen, dem verdienten Förderer der Landwirtschaft Prof. Dr. Paul Wagner zu der am 7. März stattfindenden Feier seines 80. Geburtstages eine besondere Ehrung zuteil werden zu lassen.

Kirche und Schule.

Der zweite oberhefsische Dorfkirchen­vorstehertag.

' E i che l s d o r f, 26. 5cbu Heute fand hier unter der Leitung des Ortsgeistlichen, Dekan Scriba.derzweiteOberhessifcheDorf- k i r che nv or st e her t a g mit etwa 80 Kirchen- Vorstehern und 20 Geistlichen statt. Thema war: Die Kttche und die Huhend'. Als Redner waren gewonnen: Pfarrer Page- Andenheim, der unter großen Schwierigkeiten aus dem besetzten Gebiet gekommen war. und als Laie und Kirchrnvor- steher Duchhänd.er Sonnenschein - Marburg. Beide Redner sanden begeisterte ZüHörer, der erstere durch seine Frische und packende Rede, der andere durch seine aus tiefer Frömmigkeit kom­menden warmen Ausführungen. Bride Redner betonten die Rotwendigkrit der Arbell an der Jugend und riesen mit heiligem Ernst z i solcher Aroeit auf; ersterer zeigte aus seiner reichen Erfahrung Wege solcher Iugendarbeit. Die Aus­sprache, an der sich nur wenige Laien beteiligten, ging hauptsächlich auf die meist sehr schwierige Raumfrage und als größtes Hemmnis der H i» gendarbeit in hiesiger Gegend auf die Spinn» stuben frage ein. Die Gemeinde beteiligte sich srweit es die Fabrikarbeit zulirß, trotz des Werk­tags vollzählig an dem Gottesdienst, mit dem die Tagung eröffnet wurde, in dem Pfarrer D i 11 m a r - Hausen eine tief gegründete ernste Predigt hielt. Der Tag vorhel., ein Sonntag, war der Gemeinde gewdmel. Pfarrer Page predigte am Vormittag eindringlich und packend, der Fa- mllienabenb, der als Elternabend ausgestaltet war, ivar sehr stark besucht. Lieber die Frage:Ettern, kennt ihr eure Pflicht?" redeten die beiden Gast­redner, Svnncnschin als Vater über die Erziehung der Kinder, Pfarrer Page über die der heran- wachsende Iugend. Die Sammlung freiwilliger Gaben bei den Veranstaltungen ergab die statt­liche Summe von nahezu 23 000 Mark. Der noch vorgesehene Vortrag von Pfarrer Weidner- Oberlais über den wichtigen Gegenstand:Wie erziehen wir unsere Gemernden zu zeitgemäßen Liebesgaben?" mußte wegen vorgerückter Zeit aussallen. Rühmend hervorzuheben ist die Gast­freundschaft des Dorfes, die allen auswärtigen Teilnehmern gewährt wurde. Der Verlauf der Tagung, die allenthalben einen tiefen Eindruck hinterließ, hat bew.esen, daß Zusammenkünfte der berufenen Vertreter der Kirchengemeinden ein Bedürfnis und eine Äolwendigkett sind und in allen Teilen Hessens eingeführt werden sollten.

wg. Gedern, 28. Febr. Im überfüllten Saale des GasthausesZum Wwen" fand am Dienstag «in evangelischer Gemeinde-

Dermischles.

Die Tragödie der Regengöttin. Eine dunkle Tragödie, die die Geschel-nisie des phantastischsten Abenteuerromans in den Schatten stellt, hat sich kürzlich bei einem Angeborenen, stamm in Rhodesien ereignet, und südafrikanische I Blätter erzählen ausführlich die nach und nach bekannt werden.en Ginzell>2iten dieser Gelchich e, in deren Mittelpunkt eine Regengöttin stehl. Vs wmche zunächst bekannt, daß bei einem Einge- botenenftamm ein Menschenopfer dar gebracht wor­den war, um wahrend der letzten großrn £ roden- beit das fruchtbare Rah vom Hinrmel herunier- zulvckcn. Aber hinter diesem religiösen Aber- ßfouben standen sehr menschliche Leidenschaften. Von dem Stamm wurde als Regengöttin eine Frau namens Reschiskwa veiehri,die die Zauber­kraft hoben sollte, Rogen nach ihiem Willen her­vor .ubringen. Der Häuptling des Stammes Schin- gangv besuchte häufig die schwarze Göttin und glaubte fest an ihre Zauberkräfte, zumal er sich in den Bonden ihrer Schönheit befand. Der Sohn des Häuptlings Manduzi war aber ebenfalls in den Bonn der Zauberin geinten und stattete ihr Besuche ab, die ihm schließlich das Leben kosten sollten. Schigango hörte nämlich von dem heim­lichen Verkehr seines Sohnes mit der Göttin, und seine Eifersucht siegte über seine Vaterliebe. Als eine große Trvckenperiode einfetzte, wurde be­schlossen, dem Regengrist, dessen irdische Verkör­perung die Regengöttin ist, ein Opfer darzu­bringen. Der Häuptling befa-hl, daß sei Sohn, der aus des Raters Hütte geflüchtet war, zu die­sem Zwecke den Göttern da gebracht werde. Am frühen Morgen umzingelten einige 70 Eingeborene len Kraal Manl-uzis, ter, als er sich jeden Weg zur Flucht vevsperrt sah, Feuer an seine Hütte legte und in der allgemeinen Verwirrung zu ent­kommen hoffte. Aber der Feinde wa en zu viele. Sie packten ihn, als er aus dem brennenden Kraal stürzte und schleppten ihn sofort nach dem Opfer- plech. Dort wurde er festgebunden und auf einen nroßen Holzhaufen gewv'fen. den man in B and steckte und der den Körper des Jünglings lang­sam vermehrte. Augein-eugen des sch ecklichen Schauspiels berichten, daß Manduzi sein Schick­sal ertrug ohne den geringsten Laut. Merkwür- knoerweise öffneten sich aber sofort noch diesem Opfer die Schleusen des Himmels und ließen einen erauickenden Regen herabsttömen. SckÄn* gango hoffte, daß die ganze Zeremonie vorbei- neben werde, ohne die weihen Leu'e etwas

davon hören"; er wollte sogar noch drei andere Männer seines Stammes zu ®lpx*n der Göttin verbrennen, ober die wilde Majestät hatte Pech. Die Behörden wurden von dem Vorgang unter­richtet. und Schingango ist jetzt mtt 6 anderen Eingeborenen deS MvrL>eS angeklagt.

* Drei Milliarden für ein Fa­san en'buch. Das kostbarste und ausfüßrllchste TitrfS hn« wohl ie einem eftnelnen Tiere ae-

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\ Unter den Linden 1 Th. Loos, Kirchenplatz

General-Vertretung:

Norddeutscher Lloyd, Bremen

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