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kriDtmi ic g I<4). trv&er koftR« enb n^frieg*, frilbcrScmefocebttlagt: © «fewtertJcnilienb lötter !vockri-v«)»a,pr«I, 60 ®o(b Pfennig ein- |d)li«6ti4 Trügerlohn, auch bei Tld)t«r|a,eine, riqeletr Jliieetni ,n. felg» Eltern ®rn>alt- 3<rn lpr<d).81n|d Ififjc für bi« Schrift titeng 112; für 4 erlog unb ®elchüsl,fiellr 51.

Anschrift für Drohlnoch- uchi'n Hakiger »te^ei.

I e||4ecloeto jranHurl <. U<. 11686.

Erft« Blatt

173. Jahrgang

Samstag, i. vezemda 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

V1A6RU- Verlag: vrühl'sche Unh erfitSu vuch. aeö Steinärederel R. Lange In «letzen. Schrlstleitnng and Leichäftrftelle: 5chnMratz« 7.

lawe^et »ei 1 »)« ! ftröU lageccueec bi* |um Nachmittag eortftr ol>ne|ebc tierdinvttchU-tt

Prell fit 1 mm Y4he für Injeigti oon 2? mm Brette or hdAauetoärs 10®olbpfenr.!;, für At> hlanie» Är j«igeno.70 n n Breite 35 Boldpftnnig, Dlaneot|d)ri|t U . 4u|- schlag. - tteraittwarttich tur Politik u. Jeutdeton : Dr Jntbr will,. Lange; lür ben aorigen XeiU Jrnfl Blum'd)«in; iOrden Snjeiqented: yani Seck, lämtL ch m ®. * J« i.

Klarheit.

Der RetchSf nanzunnister bei Ato llen Äa» kn nett» Strefemann. Sc 2 u t b« r Hit i,t e nem auherorbenllich <mft gehafteaen Schrei den an ben Rrichspräl ideitten um Enthebung von bec '.iieuterfübrang bec ®eschäit geb! n bi er bie Hccanttoortung füc bi» ,bucd> ba' F hier einer verantwortlichen Deal rang entftef>enbe Unheil noc bem bcu:fd»en 'n l/e bn< Sur b r»n e.

1 ningülolen Zaftand schlorrfte finan»ie< t Opfer bringt, nicht mehr tragen kann" Der ar.nzeö uf fit eine enyige bfttere Tlnflag1 qeg'n ben Rerch«- <ag. bet am Sreilig r» nangenec Doch bi (Re­gierung ©trcfenkinn flüchte unb in ool en acht lugen feine ginzftche Umäbigtit auf Brfchasiu g .nie# Ecfatzes Ich agenb ertoic» Ziachdern ?eutfchnationa!e unb Sozialdemokraten bem Z.-tchskanzler etrefemaim ihr Tkrtiauen ocr'agt unb bamit bie Reich»regierunz z i Jal gebracht batten, toäre es im Sinne eine« wohivecltan- \-ncn partamentar.f j>?n Br,uchr gemeien biele ?ppofition mit ber gany?n Schmer.' i>*r Thrant- tporiung für ein? Tl-ubiibunq bei Äabinell» zu Haften. Der Reichspräsident lat i« richt getan fanbern b.*n ebema ig -n Reicheschatz- Minister Albert mit ber 'Segierungtbi bung Ib-auftcagen tovl'-n, xrohbem all Partien sich chari gegen em ®ekbäft«rTuaiftenuin unter Albert» Leitung ausg.-fprochen bauen Albert klbfl bat, von ferner Person Abstanb zu n hmen. v b nun erging an Herrn von Äarborff ? augenblicklich sich ber Deutschen Rolls ar ri

rzähll. be Auf des Rri HS p r I b nten tearhorff anb aber bei bem rechten ^üge' seiner etg nen Partei unb noch weniger bei ->en D.nftschnatio- ^lvalen, um beten Mittirbeit er warb bie Unter- J *'ünung. bie ihm für ein - ÄjbinettAbii 'un, not- 3 toenbig erschecn ®r gab baber einen Au.trag in 4 b.e Hände bc# R.ichspr ft.benlen zurü I, ui > nach 1 bei kurzen Episode einer Äanbibitur Jarre» 3 radle ber b.-reit« zu ben Aklm geleite Reitz« n Minister Albert em u! in h n JR.tt Ipunf bee 2 3nlereffe». Albert« Äanbibatur. beff -n zweile ? Auflage eben fall» von allen Parte.en unb mchl j rtinber htm ber gesamten Presse schon allein * 'einer .amerikanischen Tkrganaenbei:' b lb» eia- ; belüg abgelehnt worb', rixir offenbar eine Sieb- 1 .mgSidee be» Reichspräsibeitten selbst, ber mit 3 ktner Hilfe *n übervarlamenlarifche« De- l <d)äft»ininifterium zu bi Iben gebuchte Di' Par- i-eien fechten biet cm Plan be» Tkeich« prüf ident en J" b-n schon mehrfach Dcntiherten ®tbartlen be»

(Jrofjen r g c r bl o ck « Don Mettarv bi» Petersen entgegen. Mena auch bi - Demokraten sich einer Mitarbeit mit ben Deutfchnation ilen mit

. Tüdstch: auf ben Anschluß nach link» Derfaicn zu j rrül'en glaubten, lieien bie Vereinbar mge i be ^Pirteien boch Hoffnung auf ein bürgerlide» i Xabinett mit Nnschluf) ber Deulschnaüona e i fu- ler wohlwollmb.-r 71 utrafitit ber Demokraten.

Al« Lhef be« Kabinett« hatte man in bem Führer ber chriitltchen Derschis en A nm Stegerwalb bem A eich« Präsiden:en einen

l Mann präf mtierl. St mit *e ner u tbedingt nativ i nalcn Dinsleslung unb f inem off 'nen Ä d '.b.e Tleclitäten be» politischen Geben» nicht, wie 7ber .Derwärt«" mei ne. _b i« S,.ig~ncl ttt t r (bie offene (Xeafüan", fonbem viel eicht ber

ft a r f e Mann geworben n>i re. ben bi» beutld-c (Bolt in feiner augenblidlichen Situation so

s bringend braucht.

Heber feinen Versuch zur Ac ieru g bi bu g I unb bie Dründe ihr.-« Sch.item« äuh rt sich i Stcgertoalb in bem ihm na he stehenden .D ut,d>cn" olgcnbermaftcn

.®6 blieben mir bn ganzen zwei 'lich- keiten 1. Die Dilbun, einer Aeqterunq a a' breitet parlamentarisch r Urun'- a ge. bie nach bem Vorau-g g nzenm ua nich ben THamta «iiffem im Acichat ge lämtü'e vüigeclichen Porleten hätte u nfal ei len Di - Dingung brr bücgrr.ichm Parteis hnk-rl an bet Jorberung ber Deu s^mitionalei V Ik - bartei, auch in Prcuhcn eine 71 gier mg aus ber gleichen parteipolitischen ®tj ibla ,e wie im 7t t fy* zu schiften Jir b.e e gorb r- ng 'vrechen an sich fachlich' unb po'it fix ® ünsc. Tatsächlich ift jeb.* Aeichlreg erung bi nl hl -leichzeitig über bie SretutiD? Preilhev», c» Tro fiten Teil« b S D ulschm Aeiche« D-r üg", 'n normalen Zeilen Ich oach Da, völ lg k6>- änb.ge 71 ben in mber zw s xi Aei h un P eu ften. ba« burch bie TDrimarer TJefiffan; ge- 'chaffen tourb? la&t sich auf bi? Daaer wen i ih be TZerhältnfts- im Innern konl i ter n Ml*n, richt aufrechterhatt n 2 Uebrig bie? schl cs> ih >ie D lbung eine« parlamentarischen. Minberheitekabimell«. um af enb i ie >°uftche 7?o(f»parte;, bi» Zentrum an b e De- lofraten. Dag m m bett 6en ztre gro'lc V benfe > mmal war n bifür nich: bnejmigen Mitara iter gani men bie id> eisorbei iich hie! '' -n ber bot biele Kombination nicht bi au«- ichenbe Gewähr für jen? fette und lelfibc e ogierung«fübrung. bie durch b.e ungeheur 71 t n Volke unb bie barm» erwachsenen Auf a en öt-.g gemacht wirb, um so n-tiacr all i > einigen Iona tim Aeich«tag«wahlen ftattflnben dien unb baber bei allen Pu eien bte G.-nengl- ett befiehl. T^nhlPolitif zu K -.eiben, während e Htaftifl? Tlegiemni t-r? Mai z u unpop u- arer Politik a ifbringen m i" ®ln solch?

-g»erung« Hi bring 'leb fi h Die leibt heft llen irch eine Vlankovollmach: (ür bie cicheiagSaullösung Mm toi c« bem cichzprälir« t n abzr nlb' itrarien. dies- V ll- »cht nicht erleili zu hab m Damit muhe Ich i'-c Ausgabe al« unausführbar unb erledigt "sehen."

Aach bleien Au«lallungen> wäre <6 unrichtig. «Ule man, tote die bemokralische Presse, ben

Das neue Neichskabinett.

Die Minifterliste. Des Kanzlers Programm: Ausgleich. Versöhnung. - gusammenarbeill

_ »er rin, 30. 'Hot. (WTB.) Der Aekh». I pröfibent hat ben 6enat»pteflbenten War». I «u&iteo oe» Aetq>»tage«, ynn Aetthskanzler ernannt mb ans feinen Vorschlag die 7<ei(b»iegienrng tote folgt een gebildet: Aeich«kanzier Senat«präsibenl War,, DizekaNzler enb 7?eid,»mmifttt be« Innern

der bisherige Aeichsniinister dr» Innern Dr Jarre»,

Aeichsminister de« Altstoärtiqen der bi»herige

Aeichslanzler Dr. 6 t c e f e m a n n , Aeichsarbe (»Minister tote bi»her Tr Dr aun 8, AeichLtoehrnrinister wie bithrr Dr. G e tz l e r, Aetch«frmanzmrnister wie bisher Dr. S u l h e c, Aetch<verkehr»minister tote bisher O « f e r , Aeichsemährungsmmister tote bisher Graf

Kanih.

Aeichspostmmister wie bisher Dr. Höf le, znalrich mit der Tvahrnehmmig der ®e» schäfte be» Aeichsminister« für die be» fehlen Gebiete bcanfttagi,

Aeich «wirtschaft «Minister ber baherifche

Staalsmmister a. D. Hamm,

Aeichsiustiztr.intstec 6taa1»rat 6 m m in g e t, Mitglied de» Aeichstages.

Die Göfung ber Äabineit»bilbung burch ben Adg THorr st.eh in sty er Stunde auf Schwtang- kcilm personeller unb fachlicher Art Stu mal verlangte bie Va he rische Volk«partei. beten Mitglleb Emminger für ben Posten be« Iuslizministei« in TluSücht genommen war. bie SinbLzirhuvz, eine« beutfdj (O.'ltmaL'n TJcrtDeter» hierfür kam bet beutfchiationale>g Schiele al« SmährungSminisler in Valvacht. bem ferne 'Bortei aber ben Eintritt in ba« Äafctext: TBar? untersagte De 7>aherifchc Volk»partci Hal rot)- bem aber offenbar an ber Äanbibatur Enunarger feftgebolten Si eerfiärt aller ding« ofliziest, bah ihre Fraktion sich an ber 7tegterung«bilbunq wch« beteiligt habe, sondern e« Herrn Sntmuiqrr fi-eigeflellt, al« Fachmini st er ohne pohttlcbe Vinbung in bie Ttegieaing etn^utirten Die Vlat- ter glauben, baf ba« Kabinett wegen feiner Zu» fonunenfetjung eher ejrc wohswollende Haltung ber Dttitschnationalen al« eme «olchc ber Sozia! bemofroten finden bürste Wenn auch bie I o - zialbemokratischc Tteiä^tag^fraftion ge­stern noch au leinet ®n'ch:ibung über ihre Stel­lung gegenüber bem K uneit 'Zam. h.bt boch ber .Votwän«" herooc, b. ~> durch bie Mitgliedfchaft be« Herrn Emminger to» Kabinett Marr in ben Augen ber Sozialdemokraten ein? schwere Ve -

l a ft u n g erfahren habe In ben lenbemjeu. bie er vertrete Iteoe ein oetährtirK-r o^nii.»-^- fiott Da« Kabinett TKarr (t>trb vvrauslichtlich am Dienstag vor den Tieutitaa litten Dor .Lokalanzeiger" will willen, baf) der Tleich«- kanzlet bte Ablicht habe, bie Stellungnahme der Tiegieiung in kurzer unb präziser Form niebor- A ul egen unb hn Tlnschluh ba an um bie Er­mächtigung für eine Reihe bringenb not- toenb.gcr Tllastnahmen vor allem steuerlicher A r t zu eesuchan Da e« lid> um nicht oerlal- |uug«äiibembe TUah -ahmen banbeln ip.rb, werbe für bte Annahme im Reichstage bte einfach? Mehrheit genügen Ein ausdrückliche« Ver­trauensvotum w?r>?e, dem Tratte zuialge. von bj-in neuen Kabinett vorausfichtlich nicht g e t o i b e r t werden In ben TDo tbelgängen be« Reichstage« würbe ferner vielfach bet ®eban(e ei örtert, ob man zur Vermeibung einer Auf- lölung be« 7leichAt.»ge» bie Reuwahlen, bie eilt im Juni fällig find. Ichon ®<tbc Februar ober März vvrverlegen solle, damit die TBahloo.berritungen für den nächsten Reichstag getiolfen werben lörmlen. ohne eine neue rcichs- tagslose Zwischenzeit einticlen zu lasten

Das Programm des neuen Kanzlers.

Berlin, 1. Dez IPriv.-Tel ) Heber ba« Programm be» Reichskanzler« erfahren wir aa« ber 3entrum«Partei nahettehenben Ärci'en folgen- be« . Ein Zentrum«mann ist berufen worben, der achttägigen Regietungslriie ein Ende za be­reiten unb an ber ReichSpoliiik zu retten, axu» daran noch zu retten ist Damit soll aber nicht ge­tagt fern, bah ber bisherige Parteiführer Mar» nun alle« nach bem Programm unb Zuldmitt feiner Fraktion betreiben wirb, zumal Wilhelm Mar» eine betonbere Tleig-ung hat, ben Äcci» feiner Po­litik unter bem Druck bet vaterländischen Rot mög­lichst zu erweitern Seitdem TRar nm Herbst 1921 als Rachfolger TrimbvmS zum Tlorflhcnben ber 3entrum«1raft'->n be» TteichStagr« gewählt worden Idüc. enttoidelte er m der Öeffentlichleit ®ebanleit- gänge, bie über bie konfessionelle Seite feiner Par­tei hinau« ben allgemein politischen Charakter be­tonen unb

emePetbreKensg ber Politik ber TSIiii anstreben Immer wieder wce« er in feinen Auf­rufen al« Parteivorstand darauf hin, bah daS beutfche Volk am Abgrund stehe und bah m 11 bem bisherigen zerklüfteten Pa i tr-efen nicht gcho 1' en wct e i n . 7ed i behauptet, das »ulainmcngcbr?:'?n. und ,< - rüttele Deutschland wieder erneuern zu wollen

Deutldnalionalen astein die Schuld an dem Rich!- zuslandekommen d.« log Ero'en Vurgeiblod« in dr« Schuhe schieben da der in Tlusficht genom- merns Kabinettsches selbst, der al« Ministerprüfi- denk seinerzeit da« ersle bürgerliche Ministerium in Preuhen geschaffen halte, eine Änrdäitberunq auch in der Hreut.ischen Tleqicrung al« wesentliche TJorbcttngung emer gedeih!.chen Julammenarbett Awifchen dem Reich und P,euhen betrachtete Tin dieser drutschnationalen Forderung, der Sieger- wasd allo mindesten« lympathifch gegenüberstand, scheiterte ba« Gelingen - eine« Drohen Bürger- blad«. Die demokratische LandtagSsiaktion ver­hielt sich au der Ablicht, die augenblickliche Koa­lition mit den Sozialdemotraten gegen cme rein bürgerliche Koalition mit ben Deulfchnationalen ci.vulaulchen strikt ablehnend Auch Jentium und Deutlche DolkSparlei zeigten toeni) Tle.tung für eine A.nderung ber Koalitionspolitik in 'JJ.eujen Damit Iah Stegerwalb leine Mistchn al« be­endet an

Die RogiorungSkrisr ftmb nah achtt g gen Pariamenlier no auf genau bem gieichen z.unkt. u o sie ain Freitag vo.igec Woche oe^onicn ha.te Ter Reichepiälident kormte auch jetzt noch nicht den Dntichluh zur Aussolung de« ReichS'ag« linden, fanbem b lraule ben Führer be» Zen­trum«. SenatSpiäfidenten Mare, mit ber Ml- düng einer MinderheilSregierung. die lich auf die Parteien der bürgerlichen 2hbeit«gemcinld)aft: Deutsche VolkSpanei, Zentrum und Demokraten stützt Tlad der bisher verlautbarten, noch durch­aus unverbindlichen Ministerliste scheint der neulte Kanzlerkandibat be fünfte innerhalb acht Tagen. Tlnlcbnung bei allen bürge.lichen Parieren zu suchen Trondem müssen 'rmem Kabinett in briem Tle.chstag bie gl .ch n Schoierigkecten erwachsen, di» ci eu-mann. ei -en .i.tj.a- j, n.-v ogt-ren Tik- itfer auf bem schlüpfrrgen Parken de» Parla­ment«. zu Fall gebracht haben, jede st ine. Xc- gierunaSma» nahmen wird von der Gnade und ilngnti? < ber I ügelparteien ab hängen und wenn dec .Täottt-ärtB'" bem Ml-rberhettSkaoinett lerne besten Wünsche für sein Wohlergehen mitgibt unb lagt, in der sozialdemokratisch^, Partei bestehe feine Tlcigung, mit bem alten R^ichLtag ohne »r-ingenbe Roi niu-tcirerwtperimente zu machen, so lehrt demgegenüber die Desthichte ber letzten Regierungskrisen bah bie Sozialdemokratie Immer barm die Rot zwingend empfand, wenn die je­tteilige Regierung ncht nach ihrer Pfeife tanzte und dah in dem Tlugenblld auch stet» TWgung zu den leichtfertigsten Ä-. ilenerperimenten bestand Unter tief'n Umständen wird man schweril-i, dem Kabinett THan, vorauSg f tzt bah reicht wähverd I bleie Zetten in Satz gep-ti. »chan eine sechste Xan- I di datu r auf der Vftdfläche erschienen ist, eine I lange Lebensdauer prophezeien Banen.

Und wenn dann der RcichSpiälident den Reichstag heimfchiden az-irbe. müf;t? man f-ch mit Recht fragen, was aus dielen Wochen des Hinausfchlebens cire. sich sch iehltch doch als un­umgänglich herau»stellenden Mastnahme die poiilifche Selamtlagc gewonnen toäre und roarum man bann nicht das in die heute doppelt fchw.e» rigen Regierung« echä t? eingearbej t Jtabi. e t St ctemann mi1 e 1ebo-ariqi tir ung und der Durchführung der Tvahl n b.traut hrtle.

Jn der Vetrach.ung die.er letzten Tteqic- gieruiigSlrile verdient die Rolle, die der Reichs­präsident in ihr gespielt hat, bcionbcr? Är- ad«tuna E» ist eine gut? Gepflogenheit ber beut» sch en P res.e. die Per on be» ReichSobrrhau pte« "icht unnötig in den TageSstrert de Meinungen hinein,uziehen Wenn die Presfe jetzt von dieser Regel ab», ijj, muh da» seine Ichwenoiegenden Gründe haben Einmal Hai zi be.ochiigle« Ve- k.-mben enegt, dah Herr Ebert nach der Temil- fivn Stresemanms tretet eine Perlönlichle.t der Deutsch nationalen noch einen Soialremokralen mit ber Kabinettsbildung betraute, w.e <4 bei parlamentarische Brauch erfordert hätte Die So­zialdemokraten haben offenbar gar nicht daran gedacht, ihrerieit» au« dem von ihnen mitange- zettelten K<,nUersl,z die Folgerung zu ziel-en. Anbei« die Deulfchnationalen Sie er­warteten nach den Aeuharunqen ihre» Führer» den Auftrag zur Kabinettsbildung und waie-, zur Durchführung bereit, selbst wem der Reichs­präsident ihnen, wie ja wahrscheinlich war, ba» Austo '«befrei verweigerte Denn ber R?ichz- präliöcnt nun schreibt, er hätte in ber Untrere- bung mit Herrn Hergl dm Einbruch gewonnen, al» ob dieser keinen entscheidenden TDert auf bie Führung bei ber Äabuwtt«bilbung gelegt hätte, er toäre au herbem in bte,en Besprechungen Au der Ueberzeugung gekommen, dah für keine bet beiden Oppositionsparteien bte Möglichkeit bei Bildung einer Regierung auf oeriailung«- mähiget Grundlage vorhanden war, so wird man bem entgegen halten müssen, dah ber Versuch gttabe in diesem Falle hätte gemacht toerben müssen, toäre es auch mir um die nach b»t 2n-

ÄErrn Eben» bestehende Unmöglichkeit einer Recht«regierrwg zu erweisen und damit nach dieser Richttmg hin die Don breitesten Volk»krei>en lange gewünschte Klarheit zu schäften. Sine toeitere HwarrSzögerung ber Kabinettskrise, al« nun tatsächlich cmoetltien. härte auch dieser 73er- fud> schwerlich bebeiflet. Dah dagegen Herrn Eberl« Tvahl auf ben Reich»?chatzminister Albert fiel, einen TLann, ber keine anderen st aal« männl- schen^ Qualitäten anfiutoei'en hat. aU dah er ein imeT, . ul k^cht'-er BerwattungSbeancter ist, ber ta feinen pol ins chen Anschauungen Don einer Schm iegsanUett Dar, bte ih«, bem ehemals Dd-

Programmalische TWünbigimgen werben iu Sch!agtt,,riru. wenn Nicht endlich Taten folgen Svr tiefere Grund all diese« Elend« heqt bd ben Parteien Die Tiereinlachung unh Vereinheft- lidung unsere« Palleiwefen« ist eine Le'oenSfrage Deulfchland«" Tllarc sprach In allen seinen poli» lil<tcn Reden von der groben starken Mitte, bte den Kern einer txrlaüungfltreuen TIibeitÄgemeln- l<taft zu bilden habe S» war Koalttionspolitik im betten Sinne de» Worte« UnteZtüht lvurde Ma,r in dieser Tätigkeit besonder» von dem ReidSarbeilSminister Braun«, der ja auch Miiglied de« neuen Kabrnett« sein wird Braun» schilderte in einer Reihe bedeutsamer Zeitung«» artilel .Deutschland« iimecpolittscheS Elend" unb verlangte

bie Deceiitheitlichtwg be» deutsche» Parket, wesen«

Eni sprechend dem Vorgehen ber Linken de» Reichs­tages habe etne Arbeitsgemeinschaft, be­stehend au« Demokraten. Zentrum und Deutscher 73olf«patlei zufammenzutrc-ien und bie oerfaf- sui gSmähige Republik zu stützen, ohne bem Zen­trum eine Verleugnung seine« kulturellen Prv- giamm« zuzumuten .7va« un« fehlt,' schrieb Dr Braun«, .ift eine starke Partei, die durch Zsel- 'etzung, Haftung unb Zusammensetzung eint, statt zu trennen, die unter Tbierfenirung de« ®uten der alten Zeit bie 13 be e n ber neuen Zeit Der- körper' und insbesondere geeignet ift, die groben sozialen Aufgaben der Cbegcntoart zu mei­stern. die Ucbcrbiudung ber Klassen- unb Stan- bcointerdkn *u fordern und den Zerfall von Volk und Reich zu verhindern Fort ber Tren­nung nach Klaffen. Ständen und Äon feil io nen.

bec mit ber parleipoliftscheM Sammlung aller ftaatlanfbanenben Ol.m»«*» fe

en Lager, und bau, bn Herein mit einet verfassungstreuen so-ialifrifchen Richtung Bll. bung einer festen ab starke, Ttegierag*!

Da« »ar ganz nach bem Oben be« Reichs- parteioorftanbe» gesprochen Es toJt be Gedankt ber Kleinen und ® rohen Äoa 1111 o «, ber dann auf bem harten Boden der Tatsache, allerdings ein wechselool e» Schl isol erlebt. Dah Strefemann« Grotte Koalition sch fter'e toi b für Tllarc kein ®runb Irin, den V rsuch elitei neuen Audi au« zu unterlaflm Be b.-r ver n ttelndo» und vcrrsdhnenden Art be« cenateprä ibent a und Purieivorsitzenben JHar» die stet» au eine Aus­gleichung ber ®cg nlatje hinstr öt. ist zu er­matten, baf) er einen Huri einhalt?! wird bet » ber auf der rechten trotz auf d.-r linken Sntr »u 'charfer Opposition hroausforbert Wem auch

hclminilch.n Botschaftsrat, erlaubte in be: 'Set- tidueneltellung eines Sttialslerreiärs in ber Reichslanzlci sozialistischen Kanzlern zu bienen, brr im Hinblid auf die ungludftche Rolle, die er, gewltt oyne feine Schuld, zur Zett der amerikanischen KiiegSerklärung in Washmg- ten gespielt hat. also gerade in dem Lande, mu bem das abgetretene Kabinett bedeutsame Kieditverhandlungen eingdeitet hat. eine schwere auttenpolilische Belattung dargestellt hätte, dast der Reichspräfibent in dielet Stunde gciabc diesen Mann au« bem Dunkel hervvrhvlte, d»s ttxir kein g 1 üdlicher Griff der um so mehr überraschen mutt, nl« Herr Ebert In feiner hohen Stellung auch in schwierigen A'rgrrchlld" liehet unleugbar grobe« politische« Defchid be» toiclen hat Dre Tatsache ferner, batt der Reich»- Präsident bereit »ar, auch Herrn Strefemann ben Reichstag auflölen zu laflen, folange bte ftzialdemokratifche Partei noch mit in ber Tte» gicrung fast, fich aber Stte'emann« gleitzem TJer- langen Derfagte. als eine Durchführung ber IBahlen durch ein fozialistenreine« Äabl- nett in Frage stand, «edoch einem Herrn TÖbert. ber nach feiner nachtevolutionären Deraangeirhelt flaifc Reigung zur Sozialdemokratie hatte, da« Auflöfungudekvet nxeber berritwilligst mUgab. ba« alles gibt der 73ermutung TLium, bah der Reichsprälident mehr al» für feine überpartelliche Stellung gut ttxir. in dieser Krifenwoche den Ein- fli'.fsen der Partei zugänglich war. der er selbst entstammt. In richtiger Erkenntnis der polttilchen Entwicklung ber letzten Jahre und der bi» toeit in die Sozialdemokratie hinein herricherrden Bolks- (limmung hätte bet Reichspräsident vor einer radikalen Cöfnng ber Parlament«- ktise nicht zurückschreden dürfen. alS ber Ver­such zur Bild *g eine« Drohen Bürgerbiod« vor den Deutschnationalen bt» zu den Demokrater scheiterte und damit nach bem Zerfall der ®roher Koalition Strefenumn« bte letzte Möglichkeit er­schöpft ttxir. bei ber derzeitigen Zusammensetzung des Reichstag« eine klare MehrheitS- regierung zustanbe zu bringen. Das Kabinett Mare, das auf bem Boden der Bürgerlichen ArbeitsgeTneinschafi der Mitte nur 173 Stimmen von insgesamt 459 auf sich vereinigt, trägt ben Stempel ber Verlegenheit zu deutlich, als bah man bie Hoffnung haben könnte, es werde bi» zu den regulären Reuwahlen das letzte Wettet Das Recht auf Klarheit, das Dr ttuther in lemem Schreiben an den Reichspräsidenten fo stark betonte muh ba« deutsche Volk tn feiner Gesamtheit heute vor allem für sich fordern, solle» nicht bie inneren Reformen weitere unheilvollste Unterbrechungen erfahren enb das autetpeüt*be Feld auch ferner brach liegen Wettet