Einzelbild herunterladen

Mittwoch, 50. August 1922

ßebi

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Zweites Blatt

Nr. 203

Id.

le

sen

r

n

in

IM

GieBen.

3&I

X Stadttheater

. n Siel«* x. sKsZ

3 se

Hieb. Anz.

en in-

lenfo en e zu rillt litt!. Anj.

le, u.

jeb. lnz.

is" rin

in

scher Firmen.

Zur Leipziger Messe gehört jener belustigenoe Umzug der Reklame". 3 a langer Schar kommen die absonderlichsten Gestalten mit ihren Plakaten heran, der wandelnde Steinhäger-Krug, ein anderer mit der Reklame einer Kautabcttfabrit, diese die lebende Zigarette als Propaganda einer führenden Zigarettenfabrik und so fort, ein lau­niges Bild.

Lieber die Reklame wäre ein eigenes Kapuei zu schreiben, über ihre Erfolge, d. h. den Verlauf des Meßgeschäftes selbst in einem zweiten Artikel.

ständigung, die auf der Offenbacher Versammlung ihre Krönung und Versöhnung fand. Die hessi­schen Satzungen hatten durchschlagende Wirkung, und schließlich konnte kurz darauf in Frankfurt das Einigungswerk und damit die Gründung des Hauptvereins für Deutschland vollzogen wer­den. 3n launiger Weise betonte Prof. Diehl, daß die Leipziger zwar den Ruf hatten, Gründer des Gustav-ÄDolf-Vereins zu sein, dah Die Ideen dazu aber aus Hessen kamen und vor 80 Jahren von Offenbach aus in die Welt getragen wurden.

wirtschaft. .

In den Metzhäusern der Innenstadt, jenen Ausstellungen tausender Kaufleute Deutschlands und der Well, sind die letzten Vorbereitungen zur Messe getroffen. Meßgüter auf Mehguter sind herangeschafft, und heute morgen, dem Er- öfsnungssomttag der Messe, legt der Aussteller die letzte Hand an die Ausschmückung des Standes. Mit der Zahl von fast 13 000 ist die Summe der im letzten Frühjahr hier gewesenen Aus­steller schon überschritten, ein gutes Zeichen ge­schäftlichen Mutes, das überzeugenden Wert hat für die Bedeutung der deutschen Welthandels­schau. Unter ihnen ist die Handelsvertretung der russischen sozialistischen, föderativen Sowjet- Republik mit Leistungen russischer Vvllskunst, Holzspielwaren und Rohstofsen zu bemerken.

Die Anzahl bisher verausgabterMehabzeicben und Ausweise läßt auf die Anwesenheit von mindestens 100 000 geschäftlichen Besuchern schon am heutigen ersten Mehtag schließen.

Ganz besonders stark erscheint der Besuch diesmal aus der Tschechoslowakei und Oesterreich zu werden. In drei Extrazugen werden 3500 bis 4000 Oesterreicher eintreffen. Bon den Gesellschastssonderzügen des Mchamtes sind in diesen Tagen 34 aus dem Inland und sieben aus dem Ausland eingetroffen, die sämt­lich ausverkauft waren. Auster diesen stellt die Staatsbahn eine Menge Vorzüge zu den fahr- planmähigen in Verkehr, tote auch der Deutsche Luft-Llohd den Personenflugdienst toieder organi­siert hat, dem zwei große Flughäfen in Leipzig

Hessischer Hcruptverein der Guftav-Adols-Stistung. Eigner Bericht desGieß. Anzeiger", ii. Offenbach, 27. Aug. 1922.

nen lufs

unt rinz. I« und >vbe able «im

r

D

.1.

Der zweite Redner des Abends, Pfarrer nisse als Verbannter, überDiasporafahrten in Sibirien". Auch dieser hochinteressante Vortrag löste wie der Diehlsche reichen Beifall aus.

Alter Gepflogenheit folgend wurde auch auf der diesjährigen Tagung einer hessischen Dia­sporagemeinde eine besondere ©clbgaDe dargebracht. Die Spenden galten der zum Kreise Offenbach gehörenden Gemeinde Heusen­stamm, wo jetzt inmitten schwerster Rot eine evangelische Kapelle erbaut wird. Die Evangeli­schen Offenbachs und der Gemeinde Langen über- .reichten 21 200 Mk., die Offenbacher Schloß- kirchengemeinde die Altardecken, die sranzosisch- reformierte Gemeinde 6500 Mk., eine Summe, die aufgebracht wurde, der Offenbacher G. A. V. spen­dete 2500 Mk. für die Ausschmückung der Ka- grösttenteils von ärmeren Gemeindemitgliedern pelle, und schließlich überreichten die Kinder der Kindergottesdienste ein hübsches Sümmchen.

Reiche musikalische Darbietungen und gernein- I sam gesungene Lieder gaben dem weihevollen Tag festlichen Auftakt und Ausklang.

Qi 1M1W m Mjiiihtä Der ehrlillic Am wirb gebeten, bin Schloßgasse IW Wmnb*

Güldewm war ganz ruhig geworden.

Bitte, erllär' dich deutlicher. Lene.'

Willst du etwa leugnen, dah du dich mit der Person in dem schwarzen Hut verabredet hattest T

Mit wem?" .

Er trat hastig auf sie zu. In sein Auge huschte ein Glimmen, sie hörte, dah er rasch und kurz atmete.

Du wirst es wissen!"

Lene brach zusammen.Ich wollt', ich Ware tot!" , ' .

Er kniete vor ihr nieder, streichelte sie mit seinen heihen Händen.

Kind, Kind! Du ahnst nicht, was du dir alles verdirbst! Lah uns vernünftig reden vor allen Dingen vernünfttg! Und nun sage mal ganz ruhig: Wer dagewesen ist!"

Lene kauerte am Boden, ihr zerknülltes Taschentuch halb in den Mund stopfend.

Weih ich's? Einen Rarnen hat sie nicht an­gegeben! Rur einen so merkwürdigen Hut hat sie ausgehabt grvh und schwarz und und das ganze Zimmer riecht ja noch nach ihrem Parfüm!"

Güldewin beherrschte sich mit Mühe. Es riß ihm am Herzen.

Ia, ja und dreimal ja! Das war ihr Duft! Der Dust des grauen Umschlags! War er denn von ©Janen gewesen, dah er das nicht sofort bemerkt hatte? Seine Lippen bebten.

Lene," flüsterte er schonend,ich habe die Dame nie gesehen. Ich gebe dir mein Ehren­wort."

Sie zuckte verzweifelt die Achseln.

Er wurde bläh.

Treib' es nicht zu weit. Lene! Ich rat es Md

MSrt ab Lager io!ori Ueleriv

O. bei bem Amtsgericht Höchst i. O., der Kanzlei­assistent Konrad Assion in Offenbach bei dem Amtsgericht Offenbach, der Kanzleiassistent Hein­rich Gölz in Höchst i. O. bei dem Amtsgericht Höchst i O., der Kanzleiassistent Christian Maul in Wald-Michelbach bei dem Amtsgericht Wald- Michelbach der Kanzlist Wilhelm Mandel in Lampertheim wurde zum Kanzleiassistenten bei dem Amtsgericht Lampertheim ernannt. Er­nannt wurden ant 14. August 19z2 a) z u Kanz­le i a s s i st e n t en: die Kanzlisten bei dem Amis-

M Ml M. unt Shu.

kauf

fr

Leipziger Musikalienfirma, riesige flammenleuch-' DHwxbä. Btarrer

tenbe Transparente an den Längsseiten, an der Ecke eine expressionisttsche Fratze. Reklame über Reklame, abends von Lichtreflexen übergossen, das Bild einer ausgezeichneten künstlerischen und wirkungsvollen Propaganda bekanntester deut-

Badsfempel

Roman von Margarete v. Oerhen- F ü n f g e l d.

9. Fortsetzung. (Rachdruckverboten.)

Lene! Um Gott! Was ist denn los? Was machst du denn hier?" .

Sie sprang sofort in die Höhe, ihre verweinten Augen begegneten denen Güldewins.

Heinz!" schrie sie auf und stürzte aus ihn los. Er aber trat hinter den Tisch, bläh und erzürnt.

Was fällt dir ein, hier diese Szene zu ma­chen? Wie kommst du überhaupt her?"

Der nagende Schmerz- ihrer Brust horte aus. Sie sah ihn groh an.

Ueberrascheu wollt' ich dich!

Er lachte kurz und trocken aus. ,

Schöne Ueberraschung! Hast du dich mit der Sant' gezankt, daß du zu mir rennst, um so kin­disch zu heulen? Ich bin keine Privatperson dies Haus hat Ohren so etwas geht hier nicht." .

Er sprach härter, als er beabsichtigte, tn fernem seit gestern abend angesammelten Aerger.

Sie richtete sich empor, fühlend, daß fie r>tel verloren habe, und sagte kalt und hämisch:Daß du aber eleganten Damenbesuch empfängst, das gebt hier wohl an?"

Er verfärbte sich. .

Was redest du da, Lene? Achte auf deine Worte I"

O ja, natürlich! Mir sind die Augen auf­gegangen! Du hattest jemand ganz anders er­wartet als mich! Aber sie ist fort ja wohl, fort! Sie wird nicht wiederkommen." schloß sie triumphierend.

** Gebührenfreie Ausstellung von Erbscheinen für Kriegshinter­bliebene. Rach §76 des Gesetzes über das Verfahren in Versvrgungssachen vom 10. Januar d. I. sind Erb s cheine usw. für die Hinterbliebenen von Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen in dem Verfahren vor den Versorgungsbehörden von den Ge­richten gebührenfrei zu erteilen. Einer bete ihrer Kindheit und kniete, kniete vor ihm, nicht wissend, was sie von ihm wollte um etn armes Wort, das sie trösten konnte irgend ein£@t betrachtete sie mit einem seltsamen, mit­leidigen Blick. . , . , ... ro c

Begreifst du nicht, Lene, daß ich jetzt Ruhe haben muß, wenn ich nicht heute abend meine ganze Partie schmeißen will?"

Du denkst nur ans Theater," sagte sie be­leidigt und suchte ihre Handschuhe.

Er stand breit da, die Arme in die Hüften ge- ^^^Ich denke nur ans Theater! Aus ihm ist meine Kraft herausgewachsen, ihm gehört, was ich zu geben habe, das Theater ist meine Heimat, mein alles! Du kannst das nicht begreifen. Lene! Ich bin ein armer Teufel, große Güter hab' ich noch nicht gesammelt auf den DrÄtern Tri­umph und Demütigung genug hab' ich erlitten, ich hab' ihn gesegnet und ihm geflucht, dem grau- famen, goldenen Götzen, der unser Mark aus­saugt,' unser Fleisch frißt und unser Blut trinkt! und doch knie ich nieder in diesem Daalstempel, darinnen sie uns heute mit Rosen werfen mor­gen mit Steinen! Denn ich liebe ihn, Lene! Mehr als mich und ja, auch mehr als dich! Wer zu mir gehören will, muh die furchterregende Herrlichkeit des Baal mit verstehenden Augen schauen! Dann sind wir eins!"

Sie hatte die Handschuhe übergestreift. Sie begriff kaum die Hälfte von dem, was er sagte. Rur eines halte sie herausgehört: Er hatte noch nichts gespart.--

(Fortsetzung folgt)

MunasBballen bedungen. Llnd aus dem Aeuheren i So steckt in dem Gustav-Adolf-Verein, der in de? nüchternen Hall? hier am Markt hat Pro- 80 Jahren einen unendlichen Sesensstrom ver- feffor Behrens-Düsseldorf jenes kuriose Ge- breitet hat, em gewaltig Stuck hessischer Geistes- Ritx hör opftnTfpt. SSod) oben, haus- I arbeit. _ . - ,

ist keine Kleinigkeit.

Roch ein anderer, wachsamer Posten, etwas geruhiger zwar, ist sein Gegenüber, der schöne behäbige Turm des Alten Rathauses am Markt mit seiner entzückenden bunten Ahr. Verwundert schaut er auf die vor ihm entstandene große Holzmehhalle, hat die 1914 4000 betragene An­zahl der Aussteller sich doch um mehr als 9000 vermehrt bis zum Jahre 1922 und Ersatzaus-

ÄHSSiig

P*J

Reisegepäck-

Versicherung

Nihir8Aü,M <ufeh

BREMm undM Vertret J Th. J J" GI,8Bn:

Loos, Klrchanpltti

dazu zur Verfügung stehen.

Das Leipziger Stadtbild hat wieder das bunte Meßgesicht angenommen. Wehende Re- klamefahnen Haus an Haus, Schilder aus stellender Firmen, schreiende Plakate geben der toten Mauer dort lebendes Aussehen, und man selbst steht inmitten einer drängenden, eilenden Menge, kann nicht vor und nicht rückwärts man glaubt, man schiebt, und wird geschoben. Der Rythmus der Arbeit: Auto folgt auf Auto, hoch mit Kisten bepackt ziehen Wagen vorbei, und ein alter Markthelfer aus irgendeinem der dunklen Han­delshofe streitet sich im schönsten Sächsisch mit einem Droschkenkutscher, der ihn, selbst fest­gefahren, nicht vvrbeilassen kann. And am Markt­platz unten seh' ich inmitten des Treibens von fern eine grüne Mütze darunter ein Sipv- mann. Tausend Fragen werden ihm gestellt, und den ganzen Verkehr der belebten Ecke zu regeln

gericht Gießen Wilhelm Wagner und Ludwig Stroh, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Lich Karl Wagner, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Viddci Wilhelm ©eum, die Kanzlisten bei dem Amtsgericht Mainz Heinrich Em r ich, Georg Reichert und Peter Koch, die Kanzlisten bei dem Amtsgericht Oppenheim Philipp Friede- r i ch und Adam © t e i n s u r t h, die Kanzlisten bei dem Amtsgericht Osthofen Johann Beutel und Peter Heß: b) zu I u st i z s e k r e r en: der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Herb­stein Johann Sattler, der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Mainz Jvhann Borngässer, dcr Oberassistent bei dem Amtsgericht Mainz Kornelius Franz P f a u, der Oberassistent bei dem Amtsgericht Tad-Rauheim Heinrich Salz­man n - Ernannt wurden am 14. August 1922: bei Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Herb­stein Wilhelm Möller zum Justizsekretär der Oberassistent bei dem Amtsgericht Darmstadt II Friedrich Döll zum Justizsekretär, ber Kanzlei­assistent bei dem Amtsgericht Darmstadt l Bern­hard Eisenhauer zum Justizsekretär der Oberassistent bei dem Amtsgericht Darmstadt I Karl Härter zum Justizsekretär. der Obmmssv- stent bei dem Amtsgericht Bingen Heinrich Bor­ner zum Justizsekretär, der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Rieder-Olm Wilhelm L ü f t zum Justizsekretär, der Kanzleiassistent bei dem Amts­gericht Mainz Karl Heinrich Weiß zum Justiz­sekretär, der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Ober-Ingekheim Philipp Jakob Heinz zum Oberassistenten, der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Oppenheim August Berges zum Oberassistenten, der Kanzleiassistent bei dem : Amtsgericht Wörrstadt Friedrich Schönig zum Oberassistenten, der Kanzleiassistent bei dem : Amtsgericht Darmstadt II Heinrich Schrumpf i zum Oberassistenten, der Kanzleiassistent bei dem ; Anttsg licht Darmstadt I August Spreng zum . Oberassistenten, der Kanzleiassistent bei dem

Amtsgericht Mainz Hermann Schneider zum Oberassistentem der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Mainz Heinrich Lösch zum Ober- afsistcnten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Heinrich Görlich zum Kanzleiassi- stenten, der Kanzllst bei dem Amtsgericht Gerns­heim Friedrich Geyer zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Dingen Peter Rtto- laus K l e i s i n g e r zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Dingen Franz Müller zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Rieder-Olm Adam Heyer zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amts­gericht Rieder-Olm Johann K r ö h l e zum Kanz­leiassistenten. Ernannt wurden am 14. August 1922: a) zu Kanzleiassistenten: der Kanz­list bei dem Amtsgericht Bad-Raüheim Jakob gebier, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt Georg Michael E u n y, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Adolf Schnitt- s p a h n, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Offen­bach Heinrich Ubrich, der Kanzlist bei bem Amtsgericht Seligenstadt Hermann Etzel, der Kanzlist bei der Staatsanwaltschaft Mainz Karl Seibel, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Din- gen Theodor Eckes, der Kanzlist bei dem Amts- gericht Hirschhorn Ludwig Heckmann, ber Kanzlist bei dem Amtsgericht Lampertheim Fried­rich Reith der Kanzlist bei dem Amtsanwalt in Mainz Paul Friedrich: b) zu Ober- a ffi ft ent en: der Kanzleiassistent bet der Staatsanwaltschaft Darmstadt Ludwig Schro- bel, der Kanzleiassistent bei dem Amtsantoatt in Dingen Ferdinand Stipp, der Kan z leis sistent bei dem Landeszuchchaus Marienschloß Wilhelm Hohlmann: c) z u I u st i z sek r e t a r e n: der Kanzleiassistent bei dem Amtsgericht Alsfeld Kon­rad Karl D o tz e r t, der Kanzleiassistent bei bem Amtsanwalt in Mainz Ludwig Burkhard, ber Kanzleiassistent bei bem Amtsgericht Offenbach Jvhann ©euer, ber Kanzleiassistent bei ber Zellenstrafanstalt in Butzbach Karl Knapp.

** Anlagen-Konzert findet Donners­tag 31 August, mittags 12 llbr, am Liebig- brnfmat ftati.ufifiolge. 1. Seit n« Zeit, zweiter Preismarsch derWoche F. Brose. 2 Auszug der Meistersinger" a. d. OperDie Meistersinger von Rürnberg", R. Wagner. 3 Hinter den Bergen bei den sieben Zwergen. Charakterstück, P. Eim. 4. Große Fantasie auS der OperLa Traviata", G. Verbi. 5a Hoch­zeitstag auf Troldhaugen", E. Grreg. 5b. .Re­gimentskinder", Marsch, I. Fucck.

Herbstmesse in Leipzig.

Eigener Brief desGieß Anzeigers . j Von Erich Werner.

Leipzig. 27. Aug 1922.

Wieder einmal Messe in Leipzig! Inland und Ausland schickt sich an, in ber Zett schwerer wirtschaftlicher Krisis zu neuen einträglichen Ge- schäftsabschlü!sen zu kommen, neue bauernde Brr- binbungen zu knüpfen, die alten zu erneuern und | zu befestigen. Mehr als je steht die leipziger Messe nach Kriegsende im Zeichen deutschen Könnens, aber auch bei dem katastrophalen Sinken der deutschen Zahlungsmittel rmZ e i cöen des Dollars, des Allesbeherrschenden. So ist zu erwarten, daß die Es!^E^ü!irk^im mit dem valutastarken Ausland wieder stark un Gesamtbild hervortreten, was, ba der putsche Kaufmann ja nicht versäumen wird, entsprechende Aufschläge zu berechnen oder Zahlung in ausländischen Devisen zu verlangen immerhin günstig beurteilt werden muh zumal das Inland bei den Kaufsbetattgungen sich der hinlänglich bekannten Teuerungsveryaltnise halber, etwas zurücchalten wird. Da ein Still­stand ber Preiserhöhung, von einem Sinken der Preise gar nicht M reden, vor entscheidenden! Maßnahmen in der Reparationsfrage nicht zu erwarten ist, dürfte hier und ba trotzdem noch vom Inlands handel die Gelegenheit nochmals benutzt werden, sich mit einzelnen Waren einzu­decken. Lieferungsbedingungen im heutigen ge­schäftlichen Verkehr werden nicht immer fest und unveränderlich abgeschlossen werden können, aber Millionen Hände werden Arbeit und Brot be­kommen durch die kurzen Verhandlungen, die tn Leipzig Käufer und Lieferanten zusammenfuhren, und die auch Wege finden werden, ihre hier eingegangenen Geschäftsabschlüsse trotz unsicherer Basis auch auszuführen. Mit Spannung steht man den nächsten Tagen entgegen, ist Leipzigs Mustermesse doch heute der Brennpunkt, das Barometer der deutschenVolks-

tat

gutes las "971 Be- anl eriali.

MW bei welchem am iM Inhalt Milchkamil banaen blieb, wird c feinen Namen unt. 'an den @ie6tner I»

Ares Stabt und Land.

An feiner Geburtsstätte trat der H e s s i s -H I Giehen, den 30. Aug. 1922.

Hau p t v e r e i n d e r G u st a v - A d o l f -S1: 11- Michiia für Uttfttllrentenempfiingcr. und Ar be8 Das D-ichSgssetz über Aenderungen der

80 Geburtstages des Vereins. Eine große Anzahl Reichsversicherungsordnung vom 21. Juli 1922 Mitglieder der Gustav-Advlf-Sache aus allen hat einem berechtigten Verlangen der Ver- Teilen des Landes ist zu der Feier in Offenbach sicherten Rechnung getragen. Bisher war in anwesend. Arn Samstag tagte ber Hauptvvrstand. tn denen die Invalidität oder der Tod

Der Sonntag war Festlichkeiten gewidmet an eined entschädigungspflichtigen Unfalls

denen die evangelische Bevollerung der Stadt =ur &cr Anfallrente übersteigende De- 2innMETObmgr3nr alten trag der Invaliden- oder Hinterbliebenenrente Ä Snben uÄL Lu zahlen. Diese einschränkende Astg suchte Festgottesdienste statt, bei denen auswar- ift mit Wirkung Vvm l- ^uli lW weggefallen, tige R^ner predigten. Im Mittelpunkt der Ver- Die Jnvaliden-od er Hrnte rbliebe- anflaltungen stand der Gemeindeabend in der^^arente wird also beim Voruegen der ge Turnhalle. Den Reigen ber Begrüßungsanspra- ietzlichen Voraussetzungen künftig neben be chen eröffnete ber Vorsitzenbe bes Hauptverems, ^afallrente voll gezahlt. Sind An

$$ÄSÄSSSR»

s stäS'-s ähää £. !-g*. sonders auf die Segensarbeit des Gustav-Adolf- Vorschriften früherer Gesetze rechtskräftig Toren Offenbachs hinwies. festgestellt worden, so hat fie die Landesver-

Vereins in den 10 Diasporagememden vor den sicherunasanstalt auf Antrag des Derechtigten

Dann sprach in fesselnden AuMhrungen an 1 gesetzlichen Vorschriften zu prüfen

Ober das Ergebnis einen nenen Bescheid dungsgeschichte des Gustav-Adolf-Vereins". Die zu erteilen. .

Gründungsurkunden des am 18. Juli 1842 in Der PoftanwetfUNgsvlenst

Oftenbach ins Leben gerufenen Vereins befanden Auslande eingestellt.

'»ÄÄ» - t Der Pvstnnwetsungsverkehr mit dem tagen schon teilweise zerrissen im Ofenkasten und Auslande muhte von der Reichspost infolge vllten verbrannt werden von dem Redner ber Entwertung der Mark eingestellt werdet, gerettet. Am 18. Oktober 1841 erließ der da- Dasselbe gilt für den Postauftrags- und Rach- malige Hofprediger Zimmermann-Darmstadt einen nahmedienst. Ausgenommen bleiben nur Dv- packenden Aufruf an die evangelische Welt, m [it)ien D^n-iq, Ekuador, das Memelgebiet, LbHM^nL ^ts«°rr°lch östliche OberM^n : 3» 8S »mW MS

kK^-:n^S^ur^

Großherzog Ludwig III. reiche Förderung fand, Marokko und Tunis, die vor dem 1. Septem- und am 18. Juli 1842 in Offenbach zur endgu^ 5er aufgeliefert sind, und endlich solche aus tigen Bildung derselben führte. In dein noch anderen außereuropäischen Ländern, wenn sie vorhandenen Gründungsprotokoll sind bereits alle . ih. Oktober aufqeqeben find.

die großzügigen Gedanken niedergelegt, nach , 3

ÄM - amtliche

AZerk In Leipzig hatte sich ein Jahr zuvor die Ernannt wurden am 14. 2taguft luz2 ju ju Ri.3

missen lleh, und von deren Vorhandensein die Heinrich Metzger m ^bach bei ^m Hessen nichts wußten. Es kam zu unliebsamen gencht, Lau^ch ^r Ka^lei^teM Rcko^ Äuseinandersetzungen zwischen Leipzig und den ^midt m oTerlTtaS

Ja." sagte sie hart und erhob sich zu ihrer vollen Größe,dann kann ich ja gehen ich hab' ja hier nichts zu suchen und toenn du auch dein Ehrenwort gibst es ist doch was

Lene!" schrie er wild. Seine Fäuste streckten sich nach ihr aus. Dabei empfand sie ein eigen­tümliches Wohlbehagen und sah ihm furchtlos ins Auge. Es war, als wolle er sie rütteln und schütteln. Aber bann wandte er sich von ihr ab und 4rat ans Fenster.

Geh' heim zur Tante

Lene zögerte. So nein, so durfte fie ihn nicht verlassen gab es denn keinen Weg mehr von ihr zu ihm? , ......

Ich bin der Tanf durchgebrannt, sagte sie schwer,ich wollte dir etwas besonderes erweisen!

Ja" erwiderte er, ohne sich umzuwenben, ich begreif' bas alles. Hab ich dank' es Nr, Lene. Du kannst nichts dafür, dah es Widers tanu

Heinz!" Das Blut stieg ihr zu Kops unter dem Gefühl einer unerträglichen Demütigung. Sie mußte ihn zurückerobern. our,

ülnd sie, die sich sonst bei jeber fluchtigen Lieb­kosung in Mädchenart geziert hatte sie f-Hnuegte sich von ber Seite an ihn und heftete einen Kuh auf seine Wange.

Sein Kopf fuhr zurück. Es war eine gan<, in­stinktive Bewegung ber Rbwehr.

ilnb er nahm sanft ihre beiben Hande und 1 sprach freundlich und ruhig auf sie ein.

Run ist es genug. Lene! Gie Tant wird sich um dich ängstigen! älnd ich habe, d^te abend zu fingen und muß meine Partie durchgehen und bann schlafen. Geh jetzt, ich lutte dich.

Sie aber warf über Bord, was fie bisher ge­

wesen. vergaß die Lehren der T<mt und alle Ge-

k Patent t WM