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RARITÄT, SPECIAL2
RARITÄT EXTRA
RARITÄT DELIKAT
RARITÄT LUXUS
Montag, 29. Mcn 1922
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)
Nr. (24 Zweites Blatt
aus
2448 10
24 11,9.)
Züricher Devisenmarkt.
29.5.
Schweizer Franke»
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Datumt Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Deuyork . . Paris. . . .
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Datum: Amltd.-Aotterd. Drüfsel-Antw. . Ehristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfors. . . Italien London Äeuyork Paris......
Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Aio de Janeiro
Handel.
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Erde, die sicherlich unter den großartigsten von ihm geschassenen sichtbaren Welt sind, solcher Rahe zu bewundern *
lehnende Haltung der- Regsten, die mit dem Ber- halten der Rechten tm 3at>re 1912 durchaus nicht tm Einklang stehe.
Der Qlnrrog Wunderlich wird sodann ab- gelehnt und die Borlage in zweiter und dritter Lesung angenommen.
Darauf folgt eine Reihe von Einzelbestimmungen.
Das Gesetz über die Verwendung von Wartegeldempfängern wird mit 217 gegen 109 Stimmen angenommen, bei einer Stimmenthaltung. Falls das Gesetz, wie die Rechte behauptet, eine Verfassungsänderung darstellt, wäre allo die cr- forderliche Zwidritt lnehr e t richt err-itzt Es folgt sodann die Abstimmung über die bei der Etatsberatung zurückgestellten Titel und Entschließungen. Etne Entschließung Schreiber (Ztr.), welche die Landes regte ungen ersucht, dir Dchutz- polrzei von allen parteipolitischen Einflüs en frn zu halten, tmvD gegen die äuBerste Linke angenommen. Eine Entschließung der Deutschnationalen gegen die Getreide um läge wtrd mit 193 gegen 136 Stimmen bei 2 Entl-altungen abpelel-nt. Eine Entschließung Müller auf Zwangsb?wirt- schaftung von Getreide, Kartoffeln und Zucker wird mit 191 gegen 13? S'irnmen abgelehnt. Dir Au-Ichu^entschlietzung, weche ci'r Wie^erl oling der Getreideumlage für unmöglich erklärt, aber rechtzeit g: Sichc-r 1ellu"g von Drotg t e de fordert, wird mit 246 gegen 79 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt-, dagegen stimmen die Deutsch- nationalen und Die Sozialdemokraten. Es sind also sämtliche Anträge und Entschließungen zur Getreidebewirtschastung abgelehnt. Die A.is- schuhentsch.ieBungen auf Sicher e l rng d r Kartoffel- und Zuckerversorgung werden angenommen.
Es folgt die dritte Beratung des Etatsgesetzes. Rachdem Abg. Köhnen (Komm.) In längeren Ausführungen die Ablehnung seiner Partei zum Etat begründet, wird der Etat in der dritten Lesung bewUligt.
Rachste Sitzung Montag nachmittag 1 Uhr zur Entgegennahme einer Regierungserklärung.
Schluß gegen 6 Ahr.
abgebrochen und f>cute morgen um 8 Ubr war der Oswaldsgarren wieder leer. Diele haben es
rtal des Wolff-Bureaus gememfam, und nicht tncntqe ßefer werden es verfolgt haben, daß die „Frkf. 3tg.“ oftmals mit wichtigen Meldungen einen halben oder ganzen Tag hinter uns hergeht. ähren sonstigen Reichtum mag die stolz Rauschende behalten, nur muh sie sich nicht beklagen, daß man die falschen Brillanten daraus entfernt; sie sollte im Gegenteil dankbar dafür sein. Roch eines: Selbst ihre freundlichsten Leser wird die „Frkf. Ztg." enttäuschen, wenn sie öfter in einem so mangelhaften Deutsch schreibt, wie es aus ihren gegen uns gerichteten Bemerkungen f^er- vorsticht. DaS angebliche Zitat aus dem „Sieh. .Anz." mit den „höheren Menschen" und der daran angeknüpfte Satz sind ein Kauderwelsch. dessen sich ein Blatt wie die „Frkf. Ztg." schämen sollte!
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Reihe der Defaitisten aufgenom- tn e n." Mit keinem Won hatte das Blatt die <mSführlichen Darlegungen des Kronprinzen I erwähnt, in denen er von einer Verständig (pingdpoliti! ä la Erzberger oder „Franks. Zig." scharf und entschieden ab - ! rückt und die „zwecklosen und geradezu verderblichen Versuche" verurteilt, mit denen in der Welt der Eindruck erweckt wurde, als ub wir ein dringendes Friedensbedürfnis hätten und den Krieg nicht lange aushalten könnten. „Rur mit einem von Hartern SiegeS- ivillen und Siegesglauben erfüllten Volke hinter sich", so schrieb der Kronprinz, „konnte die Regierung Schritte zur Herbeiführung eines Sonderfriedens, einer Verständigung mit Dem einen oder dem anderen Gegner, wagen". Dir haben in unserer Rr. 118 diese Stelle des | Buches wiedertzegeben, aber die „Frankfurter
Zeitung" fälscht auch jetzt noch das poli- " tische Bekenntnis des Kronprinzen, indem sie
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VücherLisch.
— Die neuen Steuern. Gin Leitfaden für die Praxis. Siebzehn'e, nach dem Stande der Steuer- geietzgebung zu Anfang Avril 1922 völlig umgear- beitete Auslage. Verlag dcr Frankfurter Societäts- Druckerei G. m. b H., Abteilung Buchverlog, Frankfurt a. M. Die Broschüre bringt eine Zusammenstellung der wichtigsten Bestimmungen der in Frage kommenden Steuergesehe, und zwar auf Grund des Standes vom April d. I. Sie vermittelt in engerAnlehnung an denGesehestext dessen Einzelvorschriften in überstchtlich geordneter für den Gebrauch des Laien bestimmter Form und seht diesen in die Lage die neuen Steuern richtig zu veranlagen.
53 i , 5 6 5-2,05
Berliner Devisenmarkt.
Gelb Brief Gell» Brief
26. Mai. 27. >”ai.
" Slßrf Zocker» H-Mcdiiloil-SdltW ai Obtl oöOig b/lfittfi JSS&g äSSÜSSi leften in derTro^ -erbost, ÄwenTroo-n stctoria'TrMn , P ank M'. SJiJL
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100 5tr Martnotierungen.
! nun zwar nicht mehr ihn selbst sich in die Reihe der Defaitisten stellen läßt, aber in ! -Tiner bezeichnenden Umstellung ihres früheren q Ausdrucks ibre leichtfertige Zurechtlegung und üble Rachrede wiederholt. Wenn der „Gieß.
, Anz." im Kriege davon gehört hätte, daß der Kronprinz öffentlich auf einem Derständi- gungssteckenpferd herumgeritten wäre und dadurch eine vernünftige Friedenspolitik
Die Wahrheitsliebe der „Frankfurter Zeitung".
Die „Frankfurter Zeitung" schreibt an der Spitze ihrer Morgenausgabe Vom letzten Freitag:
Der „Gießener Anzeiger" wirft uns eine Fälschung und höchst leichtfertige Auslegung" vor. deren wir uns in dem Artikel über tu» Buch des Krvnch.in-en schuldig gemäht haben sollen Es gibt Redaktionen, die hauptsächlich von zweierlei leben: erstens von dem Material, tai sie unserem Blatt entnehmen, und zweitens »vn den Angriffen gegen uns, mit denen sie tas Erste lvicdrr gutmachen Auch der „Gießener Anzeiger" schemt in d efc Rei!>e zu gehören, denn em Leser, der ihn no.'.ibac genauer verfolgt als wir schreib! uns, daß der .Gießener Anzeiger", Di? die „OberheMlhe Dollszeitung" schon vor geraumer Zeil ausgeführt habe, andauernd die .Frankfurter Zeitung' attackiere und dabei seine Spallen gern- aus dieser Quelle speise Wir sind solches gewohnt und nehmen eS nicht tragisch. Wir können diesen Dingen auch nicht nachgehen,
Kirche und Schule.
* Die Deutsche Zeltmisston hielt gestern ihre letzten Dorträge. Daß die Art dieser DollSredner die Zuhörer ses'elt, beweist der fortdauernd gute Besuch der Zeltversammlungen. Der letzte Abend hatte ebenfalls ein übervolles Zelt, es mußten mehrere Hundert Menschen stehen, trotz der 1500 Sitzplätze. Die drei Wochen Tätigkeit der Zeltmistion waren für Gießen ein Ereignis. Durch fleißige Mithilfe vieler Männer
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Vermischtes.
* Was der neue Papst von feiner Besteigung des Monte Rosa erzählt. Papst Pius XL hat, als er noch der Pater Achille Ratti war. eine alpinistische Großtat vollbracht, indem er im Zahre 1889 als erster den Monte Rosa von der italienischen Seite aus bestieg. Die „Dublin Revietp " veröffentlicht jetzt eine Schilderung, die der Papst damals von diesem gefährlichen Aufstieg gegeben hat. Es waren so große Gefahren zu überwinden, daß unf ein Haar die Laufbahn des jungen Priesters für immer beendet worden wäre, und der Führer Gadin. dec den Papst begleitete, kann sich rühmen, der Welt einen Rachfolger Petri erhalten zu haben. Der Pater Ratli unternahm den Aufstieg zusamrnmen mit dem Pater- Gra stelli und zwei Führern, und zwar bewog sie dazu der Wunsch, den italienischen Aufstieg zum Monte Rosa nicht fremden Alpinisten zu überlassen. Als man über eine enge Schneebrücke ging, befahl der Führer Gadin Ratti, der als zweiter am Seil ging, plötzlich stehen zu bleiben, obwohl er sich in einer äußerst unbequemen Stellung befand. Als er fragte, ob dr nicht noch etwas vorwärts gehen könne, antwortete ihm der Führer, ohne sich umzudrehen: „Ich bitte Sie, sprechen Sie nicht, das verwirrt mich."' Der künftige Papst blieb stehen, und nur dadurch wurden alle aus einer furchtbar gefährlichen Situation gerettet. Man nährte sich bei dem äußerst beschwerlichen Ausstieg nur von Schokolade, die Ratti „eine wahre Vorsehung für uns" nennt, „nicht daß wir nicht auch andere göttliche Gaben mitgeführt hätten, aber unser Magen war nicht imstande, die aufzunehmen." Grasselli verlor seinen Eispickel, und als er sich mit seinen Händen auf das Eis stützte, erfroren sie ihm so, daß er sie mehrere Monate nicht gebrauchen konnte. Allen Teilnehmern wurden durch den furchtbaren Wind die Hüte entführt. Sie erreichten den Gipfel ziemlich spät am Tage und mußten beim Einbruch der Rächt unter einem Felsenvorsprung Schuh suchen, um den Morgen zu erwarten. Der Unterschlupf war so eng, daß sie keinen Schritt nach irgendeiner Richtung tun konnten. „Als wir uns setzten," erzählt Ratti, „hingen unsere Deine herunter in das Richts; wir konnten sie nur vorsichtig bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, und doch mußten wir das tun, denn die Kälte war schrecklich. Linser Kaffee und Wein waren gefroren und unsere Eier ungenießbar. Wir nahmen also von neuem die Zuflucht zur Schokolade und zu einem vortrefflichen Kirsch - wasser. Es wäre höchst unklug gewesen, an einem solchen Ort und bei einer solchen Kälte zu schlafen. Wir verbrachten diese wundervolle Rächt, die keiner von ains vergessen wird, wachend und schweigend, nachdem wir wenige Worte der Bewunderung ausgetauscht hatten." Bei dem Abstieg vollbrachten sie die erste Ueberquerung des Zum- steinsattels, der der zweithöchste Sattel der Alpen ist. Ratti erklärt zum Schluß, daß er „Gott dankbar sei, weil er ihm vergönnte, diese Schönheiten
,u gehabt.
Die „Srantfurtcr Zeitung" steht mit Wahrheit und Gewissenhaftigkeit nicht auf gutem Fuße. Wir wollen dies zunächst ihrer Feststellung zu der „Fälschung" weisen, die sie ableugnet. Unser Vorwurf gründete sich hauptsächlich auf folgenden Satz der „Frks. Ztg.": Run hatsich der frühere Kronprinz selber in die
mngewvrfen hätte, wenn also der Kron- yttnz wirklich ein Defaitist gewesen wäre, dann hätte er sein Buch anders abgefaßt und die „Franks. Ztg." hätte keine Veranlassung gehabt, es zu entstellen.
Cs ist eine dreiste Unwahrheit, daß der „Gieß. Anz." seine Spalten aus der „Franks. Ztg." zu speisen pflege. Wenn eine Redaktion das Hintertreppengerede eines „freundlichen" Lesers weitergibt, ohne nach Beweisen zu fragen, dann steht sie auf einem niedrigen Aiveau. Wir haben mit der „Franks. Ztg." und den meisten Tageszeitungen das Mctte-
bereut, nicht von Anfang an den Versammlungen beigewvhnt, besonders Die überaus wifsenschaft- lichm und äußerst interessanten Dorträge der i Jten Woche versäumt zu haben. Für alle. Die im Zelt Anregungen bekommen haben, soll am Mitt- Mvch abend im großen Saal der Stadtmission (Loderstraße 14) eine Versammlung stattfinden, in Der über die besprochmen Thematas weitere Ausführungen gemacht werden sollen. (Siehe Anzeige.)
Wiese ck, 26. Mai. Heinrich Reidel, dem cs wegen vorgerückten Alters nicht mehr möglich ist, seine Pflichten als Kirchenvorsteher ganz zu erfüllen, wurde zum Ehren- kirchenvorsteher ernannt; in Den Airdxn- vorständ rückte ein Wagnermeister Lu dwig Ihm I., an seine Stelle trat in Die Kirchengr- meindevertretung Landwirt Heinrich Haas, an die Stelle des verstorbenen Wilhelm Wöhrmann Frau Berta Weller, geb. Sommerlad, Die vierte Frau in dieser Körperschaft. — Die k i . chlichc Gemeindearbeit, besonders die Jugendarbeit, war wieder einmal in Wohnun-r.s- not geraten, da der Gemeinderat mit einer geringen Mehrheit, wie Weihnachten den Schulsaal, so jetzt Den Ratssaal Der Kirche, wie allen Körperschaften. vertagte. Weltliche Brlwrdeu hatten zu weiteren Verhandlungen in dieser von ihnen immer wieder empfohlenen Sache bereits ihre ilntc flühung zugesagt Doch bestärkten di- letzten Erfahrungen Den Kirchenvorstand in Dem Entschluß, zur Selbsthilfe zu schreiten. Verständnis- t- lles Entgege f.mncn sich rtf ihm für G meinde- arbeit und Jugendpflege einen recht paßend gelegenen freundlichen Saal in Der „Germania".
Deutscher Neichstaq.
220. Sitzung nachmittags 1 Uhr.
Berlin. 27. Mai 1922.
Weiterberatung des Gesetzentwurfes über die Verwendung von W artegeld- empfängern. Danach müssen Wartegeldemp* fänger jedes Amt im Reichsdienste übernehmen, das ihnen billigerweise zugcmutet werden kann. Rach Dem Ausschußh^richt soll diese Verpflichtung des Wartegeldempfängers mit dem 60. Zahre erlöschen und kann auf Antrag Dann Pensionierung eintreten.
Die Abgg. Schmidt (D.-Ratl.) und Dr. Scholz (D. Vpt.) bekämpfen Die Vorlage loegcn des ausgesprochenen Zwanges, ein Amt anzu- nehmen, das unter ilmftänben mit Dem früher innegehabten Amte nicht verglichen werden kann.
Abg. Stücklen (Soz.) betont demgegenüber, daß das Reich sich nicht den Luxus gestatten könne, Leute, die nichts arbeiten wollten, lebenslänglich zu bezahlen. Die Vorlage wird darauf in Der Einzelberatung angenommen. Die beantragte namentliche Abstimmung wirb zuntckgestelll.
Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfes über die Kürzung d e r R u h e g e l d e r und des Wartegeldes Versorgungsberechtigter. Der Ausschuß beantragt, daß Die Ruhe- und Wartegelder auf Die Hälfte herabgesetzt werden sollten, wenn die Versorgungsberechtigten aus einer anderen Beschäftigung ein jährliches Einkommen beziehen, das 60 000 Mi. übersteigt. Den Ruhegehaltsempfängern müsse jedoch die Hälfte des Ruhegehaltes ausschließlich Der Teuerungszulage verbleiben.
Die Redner der beiden Rechtsparteien lehnen
es.
rzlich emgelab and, vr. Len chtige Neuheitl Hiihnerhallet, ildllnitn Ufbtrfllenen tneir vaarKtt.-. [*D wfyrrmm üanblnncuWUhti m \tü 6 r ijtm üuBldilag er*
schon deshalb. weil wir sonst nicht mehr Zeit und Raum genug hatten, all das Material zu liefern, das diese Blätter so dringend benötigen. Aber da sich der erwähnte freundliche Leser die Mühe ^macht hat, uns von Dem Argriff des „Gießener Anzeigers" Kenntnis zu geben, wollen wir auch dn Wort dazu sagen Wir haben darauf hinge- Diesen, daß die Kreise Der Rechten jeden Menschen. der für einen Verständigungsfrieden ein- fiat, für einen Defaitisten Vaterlands Verräter. Achurien und Lumpen erklärten, daß aber der I Kronprinz, wie sich nun aus seinem Buche ergibt.
ItlDer ein „Defaitist" gewesen ist Die; unsere Fälschung, denn nach dem Gießener Anzeiger" in es ein großer Unterschied, ob Presse und Politiker für einen Verstäirdigungsfrieden einraten, die nur geschadet hätten, oder Die höhe - •en Men scheu und Aemter, „Die mit der tätigen Vorsicht an die schwierige Aufgabe heran- lingen“. 3n der Tat, Die entscheidenden Personen gingen mit der „Vorsicht" heran, Die sich daraus ngab, daß sie eine Verständigung übecl>aupt nicht wolllen weshalb sie jeden Versuch da- 1u, auch des Kronprinzen, zunichte machten, und St dies hat Politiker und Presse veranlaßt, Den Verständigungsgcdanken zu betonen. Aber davon rbgesehen, es ist doch einfach erlogen, daß Die Rechte mit einem Derftändigungsfrieden Der höheren Menschen und Aemter einverstanden gewesen wäre. Wenn Der „Gießener An» -tiger“ tm Kriege von Den Derständigungsbemüh- ungen des Kronprinzen gehört hätte, würde er am liebsten gerufen haben: hängt ihn! Aber Der .Gießener Anzeiger" hätte nicht die Kurage da-
Die Vorlage ab. Die Deutsche Volkspartei beantragt. daß Den Ruhegehaltsempsängern unbedingt Die Hälfte des Gehalts einschließlich Der Teue- verbleiben müsse.
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und Frauen wurde in Den Rächt stunden das Zell Der
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(3n einem Teil Der Auflage wiederholt.) Rückkehr der bulgar scheu Delegation aus Oer.ua.
S 0 fia, 27. Mai. (WTB ) Der Ministerpräsident Stambulinsk i ist zusammen mit den Mitgliedern Der bulgarischen Delegation gestern aus Genua eingetrossen.
Strafverfolgungen
gegen französ sche Kommunisten.
Paris, 27. Mai. lWB.- Die Strafverfolgungen gegen Die kommunistischen Abgeordneten Eachin und Daillant-Eou^ tarier sind eingeleitet worden wegen eines Artikels in einer beschlagnahmten Rümmer Der Zeitschrift ,2e ©onfciit“.
Streik der kaufmännischen Angestellten in Mainz.
Mainz, 27. Mai. (WTD) W-'gen Lohnforderungen sind die kaufmännischen Angestellten hier in eine Streikbewegung eingetreten, die heute morgen zum Aus- stände geführt hat. Da eine Einigung nicht zustande kam. Einige Großbetriebe sollen Die 5er- Derungen bewilligt haben und sind daher von Dem Ausstande nicht betroffen.
Der Prozeß gegen Anspach.
Berlin, 26. Mai. Gegen den Fälscher Anspach wird laut der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" in der kommenden Woche der erste Prozeß verhandelt. Das Gericht wird sich in diesem Falle nicht mit den politischen Fälschungen Anspachs, sondern mit den Pfandscheinfälschungen beschäftigen. Der Prozeß wegen der politischen Fälschungen dürfte voraussichtlich erst nach den Gerichtsferien zur Verhandlung kommen.
Verantwortlich für den poli Ischen Teil:
3.03.: Karl Waltber.


