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* Die ansteckende Blutarmut der Pferde auf dem Hofgut Appenborn bei Odenhausen hat sich bei den ärztlichen Unter­suchungen nicht bestätigt.

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Derlin. 27. Oft. 3m Heirnkehrlager Guben ist heute morgen Grobfeuer aus- gebrochen; vier Baracken sind abgebrannt. Mehr als 400 vberschlesifche Flüchtlinge sind dadurch obdachlos.

Harburg, 27. Oft. (WTD.) Auf dem Fabrikhof der Firma Hugo S t i n n e s im Seehasengebiete stürzte ergangene Aacht eine der großen elektrisch betriebenenn Verlade- brücken ein, wobei der Kranführer und der Wieger zermalmt wurden. Bet dem Zusam-

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Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 110 vom 27. Oktober enthält: Miet-einigungs- ämter. Pflegegelder in der Anstalt für Dchlvach- und BlödsinnigeAlicestisf bei Darmstadt. Verlängerung der Herbstferien. Viehzählung. Höchstpreise für Mehl und Brot. Rindgänge der Feldgefchworenen. Ginrichtung einer Me­chaniker» Zwangs Innung Gießen-Htadt und -Land. Ansteckende Blutarmut bei Pferden. 3c- trerbSlosenfürf ege. Tagegelder und Reisekosten der OrtSvorstnndspers inen in den Landgemeinden des Kreises. Versicherungspflicht der Hand­arbeitslehrerinnen. Lehrerkonferenzen. Feld­bereinigungen Holzheim und Klein-Linden. Des enden, verloren.

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rnenbruche legte sich der östliche Brückenträger in das Hafenbecken hinein, so daß Hindernis für die Schiffahrt

berg: Freitag, den 3. Dovember, 9 Uhr, im Schulhause zu Grünberg: für den Bezirk Lich- Hungen: Montag, den 6. Avvember, 9'/. Ahr, im Schulhause zu Hungen: für den Bezirk Giehen-Land II (den seitherigen Bezirk Gleßen-Land. ohne die Orte Heuchelheim, Lollar, Wieseck, Klein-Linden. Hausen, Mendorf an der Lahn): Freitag, den 10. Avvember. l/*9 Uhr, im Singsaal der Stadtknabenfchule zu Gießen.

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V? sinket am *W16.

Igc «n fe 4vÄ»schule zu RüddingShausen. Kreis Piehen: am 20. Oktober der Studienrat an dem Gymnasium in DenSheim Dr. PHUipp Shr- e a n n zum Studienrat an der Realschule in Gernsheim mit Wirkung vom 16. Oktober 1922 ab; der Schulamtsanwärter Karl H e u f o h n aus Obec-MovS zum Lehrer an der Volksschule zu Dentngs, KreiS Bübingen; am 26. Oktober die Rollpraktikanten Wilhelm Hartwig und Hakob Andres zu Worms zu Oberzollsekretaren In den Ruhestand verseht wurde am 27. Sep- tember der Vorstand der Wcinbaudomänenver- vallung zu Mainz Geheimer Domänenrat Gmerich Wayer zu Mainz auf sein Dachsuchen vom j. Avvember ds HS. ab unter Anerkennung seiner hem Staate geleisteten vorzüglichen Dienste. Sn den Staatsdienst übernommen wurde am 20. Oktober der Forstwart der Kommunalforst- Dartet Rothenberg II, Obersörsterei Rothenberg, Oafob Braun zu Rotbenberg vom 1. Oktober 1922 ab unter der AmtsbezeichnungFörster". Hurückgcrnommen wurde die Verfemung des Leh­rers Georg Brunner von Sandbach nach Höchst L O.

Ehrlichkeit und Selbstüber- Windung bewies der 10jährige Sohn des Friseurs Kuhl. Der Junge hatte gestern abend auf der Straße eine schöne große Cervelatwurst gefunden, die heute leider mehr denn je zlt den verlockendsten und sel­tensten Leckerbissen gehört. Wie stark dieser Reiz nun noch auf ein Kind wirken mag, läßt sich leicht ermessen. Mm so höher ist es an- Pterkennen, daß der Junge seinem ausge­prägten Rechtsempfinden folgte, und dieWurft treulich beim Polizeiamt einlieferte. Shrlich- frtt und Adel der Gesinnung sind also doch lud) heute noch nicht ganz aus unserem Volke «schwunden, tröst der erschreckenden Meber- HanDnahme von skrupelloser Genußsucht.

Ungültig feit der Germania- bri es m a r k e n. 5>te Deschä tSwelt sei noch­mals darauf aufmerksam gemacht, da st die Ger- mantabri-fmarfen am 3 I Oktober th e Gültig­keit verlieren. Es empfiehlt sich daher, diese Mar­gen, wenn möglich, noch zu verkleben oder am Poslfchalter ge e i andere umzutauschen.

Eine Zahlstelle für die Fi - nanzkasse Gießen zur Erhebung von Reichsabgaben wird vorn 1. Avvember ab in der Alten Klinik in Tätigkeit treten. RLHere Auskunft erteilt eine Bekanntmachung des heutigen Anzeigenteils.

Der Ober hessische Kun st ver­ein beginnt morgen, Sonntag, mit der Wan- OerauSstellung der hessischen Ar­beitsgemeinschaft sein Programm für

Mark Wert angegeben.

3m Schneesturm aus hoher See gesunken.

Hamburg, 26. Oft (WTD.) Der Ham­burger Seelcichter .2 ab n", der im Tau des SchleppdampfersTitan" von Petersburg nach Hamburg fuhr, ist am 24. Oktober abend- bei schwerem Schneesturm im Finnischen Meerbusen gesunken. Die gesamte Besatzung von sechs Mann ist ertrunken. Der Schleppdampfer setzte seine Reise fort

Der Diebstahl im Goethe-Museum.

D e r l i n, 27. Oft. (WTB.) Heber den Dieb­stahl im Goethe-Museum zu Weimar wird gemeldet: Am Donnerstag nachmittag, al» ein ziemlich starker Verkehr im Goel He-Dat tonal- museum herrschte, erbrachen unbekannte Diebe die (Sla^Vit.ine in einem der aHiijeum«zäume des Goethe Hauses und stahlen daraus verschiedene Goethe-Reliquien, so die Trauringe Goethes, einen Herren- und einen Damenring auS Gold sowie einen groben silbernen Siegelring mit gol­dener Platte, auf dem sich ein Wappen mit einem Stein befindet, GoetsteS goldene Gpindeluhr mit hellblauem Emaillcrand Weiter eine Schnupf­tabaksdose mit marmorähnlichem Stein, mit Gold ausgelegt, und einen silbernen Reisetrinkbecher, Innen stark vergoldet, in Form eines halben Gänse­eies. Von den Tätern fehlt jede Spur. GS sind nicht einmal Andeutungen über die Personen vor­handen, die zur fraglichen Zeit daS Museum be­suchten: einige Personen wurden verhaftet muß­ten aber wieder entlassen werden, da sich «in Zusammenhang mit dem Diebstahl nicht nach­weisen ließ.

** Die Herbstkonferenzen Lehrer finden statt: für den Bezirk Grün

,nb bumorbegabte: I fortleben im Ge- i und Mitbürger.

Dr. Berg. Der I ft sprach Dr. | n in her Aladtkirch: >r frffli&n De/t- | ®.le ve stand n 1 in die I ,en Win zu matten I U tixintc.baren Del' 'm Int-relie büchen I Erträge sein, bie er hallen ge^mll. 2e- 1 dah ein so bemsrner I id offen über > I >5en" cusjulprayn 1 Sm «oh m| Ir.er Menschen, son-1 es. Me Mich-Dt. 8 ttü re^chch £ I jniergang nls al -1 s in uti'e-tm » I t Schäden ruckhaUs-1 ; Mittel bingetDiefen | ngen mstand« M I

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Vermischtes.

Die Piraten auf der Anterelbe.

5>om b i rg, 26. Oft. Wie schon kurz berichtet haben vier Piraten einen arf der unteren Elbe geankerten Schuner losgemacht, die Besatzung überwältigt und den Echtaner in Dee gesteuert, wo er in der Iademündung gestrandet ist. Gs handelt sich augenscheinlich um vier gemeingefähr- licheVerbrecher, die vor einigen Tagen a u S dem Hamburger ZuchthauSentwichen sind. Der MotorschunerBerta" der hierbei in Frage kommt, stammte aus Slralsrnd und war nach Schweden bestimmt. Die Banditen drangen nachts stark bewaffnet ein, verwundeten den Kapi­tän Knuth dtrch Dchüste, sperrten ihn gefeffeU ein und zwangen einen Teil der Besatzung, deren Schiffskleidung sie selbst 'anlegten, den Motor zu bedienen. Die Fahrt sollte vermutlich nach Dänemark gehen. Der Schuner wurde aber ta­tet den unkundigen Händen der Piraten nach der Jade verschlagen. Hier wurde das Schiff so schwer leck, dast die Besatzung und die Verbrecher in die Masten flüchten mußten. Der Kapttän vermochte sich seiner Fesseln zu entledigen. Er bestieg mit seiner Besatzung ein Boot und er­reichte einen Lstchtturm. Am nächsten Morgen nahm ein Tonnenleger drei Seeräuber an Bord, nachdem sie sich für die schiffbrüchige Besatzung ausgegeben hatten. Der vierte ist entweder er­trunken oder mit den an Bord geraubten Wert­sachen verschwunden. Durch Winksignale vom

ÄSV V Dis. ill «schweren Gelben begann Andrea« J dem Troß^rnj, daselbst. Aach bt.

kurze Zeit In M 1876 In blt damals noch ohne . verhältnlsntühig h der nach den ce erzogene hinge mit primitiven Arbeiten herzu- mit begründeten, utschen graphischen er Vandlung, die er Anzeigers' zu ete, lieh Andreas, m Blick und Tat- zivang Ihn längere ! 1904 denBeruf er die ihm noch iste und sein fach- :nn er darum an- Familie ein treu«

* Die Abnahme der Kinderge­burten in Frankreich. Die Bevölke­rungsabnahme wird in Frankreich zu einem immer schwereren Problem. Wie dieDeut­sche Medizinische Wochenschrift" der letzten GeburtSslatistik Der zehn französischen Groß­städte wahrend der ersten Halbjahre 1921 und 1922 entnimmt, hat sich die Geburtenzahl in­nerhalb eines Jahres umlvProzentver- mindert: sie ging In Paris von 27 489 auf 24 238 zurück, in alen zehn Großstädten von 53 551 auf 48 528. Die Zahlen für die zweiten Halbjahre werden noch schlechter sein, da die Zahl Der Eheschließungen seit zwei Jahren rasch fällt. Sollte die Geburtenabnahme im übrigen Frankreich ebenso beträchtlich fein, so würde daS einen Geburtenausfall von 80 000 Kindern für 1922 bedeuten. Aus diesem Grunde fordern Einsichttge immer dringlicher strenge Maßnahmen der Regierung, und EharleS Rächet verlangt in derM^dicine" eine ausgiebige Besteuerung der Junggesellen und Der kinderlosen Ehen, damit die kinderrei­chen Familien mit diesem Gelde unterstützt und ermutigt werden können.

* 3ean Paul auf dem Tabakpaket. Für die außerordenlllche Deliebthelt, die Heun Prul vor 100 Zähren genoß, spricht die Tatsache, daß fein Bild nicht nur wie das anderer großer Männer auf Porzellantassen dargestellt wurde, sondern sogar auf Tabakpakete:, erschien. Als Kunz, der intime Freund S. T. A. Hoffmann-, der auch ein großer Verehrer Zean DaulS war, dem Dichter diese Tatsache mit*eilte, brach dieser in ein lautes Gelächter aus und sagte:Olein, das ist köstlich. Ich habe bisher die Illustration meines Gesichtes auf Tabakpaketen noch nicht gekannt und bin sehr neugierig, mein Exemplar zu sehen." Er unternahm zm diesem Zweck eine Reise nach Bamberg, wo ihm Kun; diesesfeine Knaster-Tabak-Paket" vorlegte. O wohl der Be­iher den Iean-Paul-Tabak nicht gerade emp- ehlen konrtte, schrieb der Bayreuther Poet doch In einer Begeisterung unter fein Bild auf die Ver­packung:Jean Paul, der Wahrheit Freund, Femd aller Laster, empfiehlt auch gerne diesen

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DeS MeereS und der Liebe Wellen.

Trauerspiel In 5 Auszügen von Franz Grillparzer.

Gießen, den 28. Oktober 1922.

EineS Der schönsten Denkmäler für die zarte Innigkeit und tiefe Gewalt, die zwei liebende Herzen miteinander verbindet, wird das $rauer- spiel Drillpar ers in dec deutschen Literatur immer bleiben. Es ist trotz seines griechischen Gewandes ein so echt deutsches Stück, daß man sich gern mit Dem etwas gebuchten Titel absindet und nicht einen näberliegcnDen wie .Herv" oderHero und Leander" für paffender hallen möchte. Die eigentliche Handlung ist von äußerster Schlichtheit. Lbe.' sie wird getragen von Menschen, die der DichLrr mit liebevoller Sorgfalt schuf und deren Lharakterblld bis auf die kleinste Einzelheit aus- gemalt ist De- Dramatiker Aufbau ist mit meiste h i|t?i" S ch ' eit u ch,e ührt Sch->n zu Be­gin. r d s Trau.r pi ls irir) der dramarische Kon­flikt rv b reit t .Aas une/ot) e?e Kind über­nimmt Die Pflichten der Priesterin und entsagt den irdischen Wünschen des Herzens, deren Re­gungen cS in seiner Weltabgeschiedenbeit noch nicht verspürt hat. Gerade in diesem Augenblick tritt der Mann in das Leben der Iungfrau ein, <u dem sie ihr ganzes Wesen hinzieht. In dem schweren Kamps zwischen halb aufgezwungener, halb in Mnlcnntnid übernommener Pflicht und vellauflpdcrnder Liebe siegt die letztere, da zur Kraft der Entsagung die Reife der Erfahrung fehlt Aus der lindlichen Priesterin wird das liebende Weib, das sich dem beglückenden Gefühl oestlos hingibt. Doch das heilige Gelübde ist ver­letzt und fordert strenge Sühne, die den tragischen AuSgang mit zwingender Aotwendigkeit herbei­führt. Aber die äußerlich unterliegende Liebe triumphiert letzten Endes doch. Hero kehrt nicht zum Beruf der Priesterin zurück, sondern folgt Dem (Miehlen in den Tod

Das tragische Schicksal dieser Liebe wurde durch die gestrige Aufführung zu einem ergreifen­den Erlebnis Man muß vor allem Adolf Telekh Dank sagen für die ungemein sorgsame Einstudierung des Werkes, das sich in 7 "Subern abspielte. Kostüme und Inszenierung twen mit fei'cm De ck ändni; geaxb L Der vorzüglich n Gesamteindruck konnten auch einige technische Un-

vollkommenheiten nicht erheblich stören. Lediglich aus dem Grunde, weil hier der Oerllichkeit eine besondere symbolische Bedeutung beizumessen ist, sei nur erwähnt, dah in der Sturmnacht des MeereS wilde Bewegung nicht zu erkennen war. 2luch die Dunkelheit der Aacht hätte tiefer und unheilverkündender sein können. Die Darstellung der Hero durch Karla Keller zeugte von tiefem Ginleben in die seelische Entwicklung der Heldin. Besonder« die kindliche -Unbefangenheit wurde von ihr treffend hervorgehoben, vielleicht gegen Gnde hin doch noch etwas zu stark. Die Degegnungsszene im 2. Alt ließ die Künstlerin auf der Höhe ihres Könnens erblicken. Der Zwiespalt zwischen Abwehr und aufkeimender Zuneigung komtte kaum feiner zum Ausdruck gebracht werden. Auch der Schmerz über den Tod des Geliebten tot rite durchaus überzeugend. Elsa En­gel war ihr als Zanthe eine mit­fühlende Freundin, deren Anteilnahme an dem herben Geschick nicht tiefempfundener hätte sein können. Der stumme und melancholische Leander wurde von Hans Frommann besser getrof­fen als bet beredte und leidenschaftliche. Es fehlte ihm zwar durchaus nicht am jugendlichen F-.uer des Liebenden, aber er legte verschiedentlich zu viel Trrmol) und Pathos in die Stimme, um ganz natürlich zu erscheinen. Eine Gestalt von impanie- renber Würde war der Oberpriester P a u l S ch u- berts. Seine Haltung war jedoch zu sehr be­herrscht von einer unerschütterlichen Ruhe, durch £i r einerseits die an Fanatismus grenzendeStrenge, andererseits aber auch die reuevolle Zerknirschung dieses Mannes verdeckt wurde, lieber Georg Heding als Aaulleros ist nur Gutes ,-u sagen. Wie einst bi der Verkörperung des Pylades, so war er auch diesmal wieder ganz der tatenfrohe. warmherzige Freund, deffen Treu-? vorbildlich zu nennen ist Auch Karl V o l ck zeichnete in dem über­eifrigen Tempelhüter eine Figur, wie sie der Dich­ter sich dachte. Heros Eltern schließlich wurden dttch Heinz Dech stein und Luise Sch u- bert-Züngling trefflich charakterisiert. Wie elfterer ein rauher und rücksichtsloser P öfterer war, so zeigte sich die letztere als Me eingeschüch­terte und unglückliche Gattin dieses Mannes.

Man möchte hoffen und wünschen, daß bei den folgenden Aufführungen des Werkes die Zu­schauerreihen ebenso dicht wären wie gestern. Deffall und Anerkennung werden jedenfalls sticht minder stark fein. tr.

Landwirtschaft.

Viehzählung am 1. Dezember.

Am 1. Dezember findet eine Viehzählung statt. Sie exftredi sich auf Pferde Maultiere und Maulesel Esel, Rindvieh. Schafe, Schweine, Ziegen, Federvieh, KaninchLN und Bienenvölker. Es ist dabei zu beachten, daß diese Dlehgattungen auch beiAichtlandwirten gezählt weiden, also m jeder Haushaltung, dn der auch nur eine dieser genannten Viel-gattungen vorkonrmt.

Wer vorsätzlich die Ängabe seines Vieh­bestandes zu der er bet dieser Zählung aufgefor­dert wird, nicht erstattet, oder wer wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten ober mit Geldst^se bis zu zehntausend Mark bestraft. Auch kann Vieh deffen Vorhandensein verschwie­gen worden ist, im llrteU für den Staat verfallen erklärt werden.

Die Durchführung der Zählung ist den Bürgermeistereien zur Aufgabe gemacht worden.

hielt, entfernte sich unter Zurücklassung eine- sieben Monate alten Knaben. Der Wttt erhlett eine Postkarte de- Inhalt-, man möge für da- Kind sorgen. Denn der Vater wisse nicht, was er mit diesem anfangtn solle, die Mutter fei nach Holland entflohen und die Be» gteüerln sei nur eine Pflegerin gewesen.

daS Dittter^albjahr. Die Ausstellung, vor­mittags ab 11 Uhr geöffnet, wird vom Vor­sitzenden der Hess. ArbeitSgernemschaft für bil- dende Kunst, Bürgermeister Mülle r-Darrn- stadt, mtt einer Ansprache eröffnet werden. In Offenbach, wo die Kunstwerke zuvor aus­gestellt wurden, war hinsichtlich des Besuchs der Ausstellung und auch im Verkauf ein guter Erfolg zu verzeichnen. Möge dieser Aus­stellung das gleiche auch hier beschieden sein, zumal für die bereits verkauften neue Bilder hinzugekommen sind. Aach dreiwöchentlichem Verbleiben hier in Gießen wird die Ausstel­lung in Darmstadt und dann in Worms ge­zeigt werden. Aächste Woche ist die Aus­stellung täglich, mit Ausnahme SamStag, von 111 und am Mittwoch nachmittag auch von 35 Ahr geöffnet.

" Die GießenerKunstsammlung im Aeuen Schloß, Eingang Senkenbergstraße, ist morgen, Sonntag, von 111 Ahr unent­geltlich geöffnet. Don nächsten Sonntag ab bleibt sie während der Wintermonate ge­schlossen.

Der Konsumverein Gießen u. Umgebung teilt im heutigen Anzeigenteil Verteilungsstellen und Datum der diesjähri­gen Rückvergütungsauszahlungen mit.

Der Stenographen-Verein Stolze-Schreh beginnt am 3. Avvember einen Anfänger-Anterricht. (Siehe Anzeige.)

Kreis Schotten.

tog. Gedern, 27. Oft. Auf feiner Reife durch Die Provinz Oberhessen stattete heute vor­mittag der Minister des Innern von Brentano, begleitet von Geh. Regierungsrat Kreisdireftor Doeckmann - Schotten und Dro- vinzialdirektor Dr. Matthias- Gießen, unserer Stadt ehren Besuch ab. Auf dem Rathaus fand die Begrüßung statt, zu der geladen waren der Bürgermeister, der Gemeinderat, der Ortsgeistliche sowie die drei hier stationierten Gendarmerie- Wachtmeister. Der Minister erkundigte sich ein­gehend nach den hiesigen Verhältnissen und nahm einige Wünsche der Gemeindeverwaltung und des Ortsgeistlichen entgegen. Der nächste Besuch galt den Eisenwerken zu Hirzenhain und der Besichtigung der Anlage der neuen Tal­sperre bei ßibberg.

Hessen-Nassau.

][ Marburg. 27. Oft Ein fremdes Paar, das gestern in einem hiesigen Gasthof Einkehr

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[1 QH a r b u r g, 27. Oft. Da- Landgericht ver­urteilte heute den Spengler Franz B u n z und den Maler Zakob Rud. Klinge, die In der Dacht zum 9. August von Frankfurt kommend in einer Professorenvilla Sllbersachen usw. im Werte von 180 000 Mk. entwendeten, jedoch noch in der­selben Dacht In Diederwalgern in der 'Eisenbahn verhaftet werden konnten, zu j e 4*/t Iahren Zuchthaus und fünf Zähren Ehrverlust. Es handelt sich um schon mehrfach vorbestrafte Männer.

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