Einzelbild herunterladen

27. 9.

Schweizer Franken

Kurs Kurs

Mitteld. Creditbank. 300,

480,

Adlerwerke

Datum:

I

gewinnen, auch einige Mutungen erworben um Bergwerke anzulegen. Teilweise hatte er auch schon^lEm^^

<<7 n c o B i r-J e: &

Glecttvn Griesheim 1230, * 1285,-

Dtsche. Bereinsbank 213.50 209,-

100

100

100

100

100

0,032 0,07 0,92

1070,-

3025,-

1660,-

1239,-

793,-

1150,-

1125,-

480,

505,-

73,80

1220,-

207.75

0.35

0.0075

16.60

40.90

23.63

23.00

38.65

0.22

535.25

1.80

0.06

Kurs

25. 9.

77,50 138,- 460,-

77, 731, 502,- 314,-

301 - 600,- 409,-

332,50 300,-

1,90

4454,40

53,93 494,37 813,95 670,15 167,79

1,94 4465,60

54,07 495,62 816,05 671,85 168,21

1,82 4536,70

59,68 517,15 851,10 695,90 172,72

4524,30 58^2

515,85 848,90

694,10

172,28

100 3L

100 Mk.

100 Är.

100 Kr.

100 Fr.

1 £

207.25

0,38

0.0075

16.80

<0.75

23.64

22.65

38.45

0.21

535.-

1.82

0,06

Fr- Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. r Dr.

Wietzener Strafkammer.

Sitzung vom 2 2. September.

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuhort . . Paris. . . .

25. 9.

-,38 ,18 ,37 -.28

5360,

1200, - 3100,- 1665,- 1275,-

813,- 1152,- 1168,-

545,-

529,50

75,25 1265,-

1430,-

1205 -

3150, -

1640,-

1255,-

815,-

1175,-

1150,-

505,-

525,-

75,-

0,031 -.07

0,90

78,- 738,- 512,- 315, 301,- 605,- 410,- 340,- 303,-

26.9. -,36 -.17 -.36 ,28

Wechsel auf

Holland.......

Deutschland . . . .

Wien........

Prag........

Paris........

London.......

Italien.......

Druffel ......

Budapest......

Reuyork.......

Agram.......

Warschau.....

Der Ingenieur Friedr. Heuer aus Dredney tm Ruhrgebiet hatte nach dem Krieg in Oberhessen mehrere Pachtverträge abgeschlossen, um Ocker zu

Höchster Farbwerte. 1210, Allg. Eleltr.°Ges. . . 790, Felten » Guilleaume 1140, Schuckert-Werke. . . 1110,

Kurs 26.9.

77,50 130,-

Datum:

S°/, Dtsch. Kriegsanl. 4°Zo5)tfd). Reichsanl. 3°/« Dtsch. Reichsanl. 4*/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Dank .

Vermischtes.

Allenstein. 26. Sept. Aus dem hiesigen Huweliergeschäst von Kusch raubten anschei­nend internationale Einbrecher Bril­lanten und Schmuckgegenstände im Gesamt­werte von etwa 8 Millionen Mark.

VereWefliung grober Mittel der Rot im kommen­den Winter Vorbeugen toUI. Träger der Hilfs­aktion ist die -Zentrale für private Fürsorge.

26 9

77,50 130,- 440,-

83,- 737 519,- 310,- 300,- 600,- 405, ~ 325,- 301, -

2400,-2490, 1309,501375, 2399, - 2470, 2485,- 2550, 4850, - 4950, 1200,- 1450,

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

125.40

Berliner Devisenmarkt.

Geü) Brief Geld Brief 25. September 26. September

L. Fr. Kr.

$ Kr.

100 Kr.

Martnotierunge«.

Züricher Devisenmarkt.

26. 9.

Daimler. ....... 498,-

4° 0 Heff. Staatsanl. 75, -

1,1 KÖR

Berliner Produktemnartt.

Berlin, 26. Sept. Der Produttenmarkt ver­kehrte heute in recht fester Tendenz, da sich lebhafter Bedarf zeigt, während außerordent­liche Knappheit an ersthändigem Angebot sich fühlbar macht. Roggen war für Mühlen und für ^lmlagedeckungen andauernd sehr stark be­gehrt. Weizen wurde bei geringem Angebot höher bezahlt. Im Gerstenhandel hat sich nichts ver­ändert. Hafer wurde zu Futterzwecken und für Aährmittelsabriken dringend zu laufen gesucht. Mais war namentlich, seitens der Brennereien begehrt, stand aber dem Martte nur in unge­nügender Menge zur Verfügung. Für Mehl bestand gleichfalls gute Kauflust und sämtliche anderen Artikel hatten ebenfalls feste Haltung. Weizen, märkischer. 30503100 Mk., fest: Roggen, märkischer, 26752725 Mk., pvmmerscher 2650 bis 2675 Mk., fest: Sommergerste 3000-3100 Mk.: Wintergerste 26002750 Mk., fest: Hafer, mär- kischer, 3050 3200 Mk., pvmmerscher 2950 bis 3020 Mk., fest: Mais, loco Berlin, 27752850 Mk., sehr fest: Weizenmehl (100 Klg.) 84509100 Mk.. sehr fest: Roggenmehl (100 Klg.) 65507400 Mk.. sehr fest: 'Weizenkleie (ab Abladestalion) 1700 bis 1750, fester: Roggenkleie (ab Abladestation) 1700 bis 1750 Mk., fester: Raps 39004000 Mk., fest: Viktoriaerbsen 55005600 Mk.: kleine Erbsen 4200 bis 4500 Mk.: Futtererbsen 29003100 Mk.: Peluschken 2800-3000 Mk.: Ackerbohnen 2800 bis 3000 Mk.: Lupinen (blau) 16001900 Mk.: Lu­pinen (gelb) 19002200 Mk.: Rapskuchen 1750 bis 1850 Mk.: Trockenschnihel 18001900 Mk.: Kartoffeln < weiße) 290300 Mk.: Kartoffeln (rote) 290300 Mk.: Kartoffeln (gelbe) 320 bis 340 Mk.: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb., 800850 Mk.: Haferstroh, drahtgepreßt, 800 bis 850 Mk.: Stroh, strohseilgebündelt, 800850 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd, 580680 Mk.; Wiesenheu, Aachmahd, 510580 Mark.

Berlin, 26. Sept. Wie dasB. T." aus Paris meldet, fuhr ein Automobil der englischen Friedhofstvmmission in der Rahe von Peronne in der Dunkelheit in die 'Baustelle des etwa 15 Meter tiefen wasserlosen Rordkanals. Durch den Fall explodierte das Benzin und der Wagen geriet in Brand. Die vier Insassen kamen in den Flammen um. Am nächsten Mor­gen sanden Arbeiter in den Trümmern des Auto­mobils vier verkohlte Leichen.

Berlin, 26. Sept. Olad)! einer Meldung der Voss. Ztg." raubte aus einem Leipziger Kino eine 15köpfige Bande mit vorgehal­tenem Revolver vier Alle des FilmwerksDer

machen den Damen viel Sorge, aber fle tonnen schnell und gründlich beseUtgt werden durch Waschungen mit Aok-Sersand.Mandelkleie. Vlumenzarle, lugenbfrlfcbe GefichkShaur, rvflacn, klaren Teint durch die gesundbeii- dienliche Aok'Seesand-Maudelkleie. kleberall erhältlich

Börsenkurse.

Franksurl Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß-

Nationalbank f. 'S). . _ .77-

Boch. Gußstahlwerke 2400,- 240d, Bud.-Eisenw.-Att.. 1300,- 1360, D.-Luxenib. Bergw. 2400, 2475, Gelsenkirch. Bergw.. 2500, 2600, Harpener Bergbau. 4825, 5000, Öberschl. Eisenb-B. 1160, Oberschles. Eisenind. 1060, Phönir-Bergb.-Akt. 3035, Bad.Anilin-u. Soda 1625,

Turnen, Sport und Spiel.

* Der Wassersport-Verein Hel - l a s, Mitglied des Süddeutschen Ruderoerbandes, veranstaltete am Sonntag im Anschluß an sein diesjähriges Abrudern eine Wettfahrt mit dem Wetzlarer Ruderverein 1919. Es kam zum Aus­trag ein Vierer-Rennen für Iungmannen und ein solches für Schüler Die Leistungen waren durch­weg anerkennenswert. Aus dem Iungmann-Ren- nen konnte Hellas mit einigem Vorsprung als Sieger hervorgehea. 2m Schüler-Rennen konnte der Wetzlarer Ruderüerein 1919 den Sieg mit einem Vorsprung von 2 Bootslängen für sich buchen. Die Sieger erhielten Ehrenpreise. Die schönen Leistungen liehen erkennen, baß die bei­den Vereine in der diesjährigen Rudersaison fleißig an der Arbeit gewesen sind.

Airs dem Amtsverkjrndjgrmgsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 101 vom 26. Sept, enthält: Maßregeln zur Abwehr der Schweinepest (Schweineseuche). Viehmarkt in Langsdorf. Die Kosten des nebenamtlichen Unterrichts an den Fortbildungs­schulen. Ausstellung von Pässen und Aus­weisen zum Verkehr mit dem besetzten Gebiet. Einkommensteueranteile der Gemeinden. Ertvei- terung des Gleisanschlusses der Gewerkschaft Friedrich" in Hungen. Fe'dberetnigung Hau­sen. Dienst nachrichten des Kreisamtes.

arbeiten lassen. Ferner hatte er etwas Gruben-' holz erworben, sowie eine Bretterbude und ein Zechenhäuschen aufschlagen lassen. Da ihm das Betriebskapital ausging, bot er sich in der Zeitung als Rehmer eines Darlehns von 10 000 Mk. an. 2lls Interessent meldete sich ein Kaufmann K. aus Bad-Homburg. Diesem legte der Angeklagte H. ein gefälschtes Bestellschreiben vor, nach dem er 60 Waggon Quarzit zu liefern hatte. Daraufhin hielt K. die Sache für aussichtsreich. Er gab das Darlehen und schlug die Gründung einer G. m. b. H. vor zur weiteren Ausbeute der Grubenfelder. Der Angeklagte stellte nun ein Verzeichnis seiner seitherigen Aufwendungen auf. Dieses enthielt unrichtige Angaben Es toaren noch nicht bezahlte Posten darin aufgeführt. Auch in dem Vertrag, in dem die G. m. b. H. gegründet wurde, war vom Angeklagten eine Mutung aufgesührt, auf die er bereits verzichtet hatte. In der Folgezeit fälschte der Angeklagte eine Reihe von Quittungen, um Posten als bezahlt hinzustellen, die es nicht waren. Wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs erhielt jetjt der Angeklagte eine Gefängnis­strafe von 6 Monaten. Zu seinen Gunsten kam in Betracht, daß er im Felde einen Arm verloren hatte und daß er des Glaubens war, das ganze Unternehmen würde demnächst derart ren­tieren, daß alles Geld wieder aufgebracht werden würde. Tatsächlich waren die vom Angeklagten erworbenen Berechtigungen ohne großen Wert gewesen.

Aus der Strafhaft vorgeführt wurde der wegen seiner Einbrüche und seiner Gewalttätig­keiten berüchtigte Korbmacher Karl Haßler aus Espa. Rachdem er im Taunus, in Oberhessen und in Bayern eine große Anzahl von Diebstählen, meist gemeinsam mit anderen Angehörigen seiner Familie, begangen hatte, wurde er voriges Jahr von dem Polizei Hauptmann Kröhl von der Butz­bacher grünen Polizei in seiner Behausung in Espa festgenommen. Sein Bruder Albert, der ich gemeinsam mit dem Angeklagten zur Wehr etzte, wurde dabei von Hauptmann Kröhl in der Rotwehr erschossen. In der Behausung in Espa wurde ein ganzes Warenlager gestohlener Gegen­stände vorgefunden. Bis jetzt ist der Angeklagte wegen über 20 Einbruchsdiebstählen von ver­schiedenen Gerichten zu langjährigen Zuch t- h aus st rasen Dcrurteilt worden. Auch in der heutigen Hauptverhandlung wurde ec wegen vier Einbruchsdiebstählen zu 5 Jahren Zucht­haus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch wurde aus die Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt. In der Rächt vom 8. zum 9. Dezember 1920 war der Angeklagte bei einem Förster in der Gemarkung Obermörlen einge- biwchen. Vom 4. zum 5. Dezember hatte er dem Schloß Ziegenberg einen Besuch abgestattet. Vom 13. auf 14. Dezember 1920 brach er in Kröffel­bach m das Pfarrhaus und in die Wohnung eines Gastwirts ein. Aeberall lieh er eine Menge von Gegenständen mit sich gehen. Auch war er stets in Begleitung von Komplizen. Der Angeklagte leug­nete die Diebstähle, er wurde jedoch überführt. Eine Reihe der gestohlenen Gegenstände, die man bei dem Angeklagten vorfand, sind von den Be­stohlenen als ihr Eigentum anerkannt worden. Auch hatte ein gewisser Iochum, der von dem Angeklagten teilweise unter Drohung mit einer Schußwaffe gezwungen worden war, beim Stehlen mitzuhelfen, ein Geständnis abgelegt und den Karl Haßler als Mittäter bei den genannten Dieb­stählen bezeichnet. In der Hauptverhandlung kam u. a. zur Sprache, daß die Gebrüder Haßler in Espa einen derartigen Terror auf die Devöllerung ausgeübt haben, daß niemand wagte, sie öffentlich einer Straftat zu bezichtigen. Ein Einwohner hatte sogar von ihnen eine Bettdecke abgekauft, die ihm selbst vor längerer Zeit gestohlen worden war, ohne es zu wagen, dies den Verkäufern vorzuhalten. Die Gemeinde Espa sah sich schließ­lich genötigt, der Familie Haßler ihr Häuschen abzukaufen, nur um diese unliebsamen Elemente loszuwerden.

1405,74 1409,26 1458,17 1461,83 10761,50 10788,50 11136,05 11163,95 26367, - 26433,- 27265,85 27334,15 21548. - 21602,- 22297,05 22352,95

1,78

Handel.

Berlin, 26. Sept. (Wolff.) Börsen- stimmungsbild. Am Devisenmärkte be­wirkte das Auftreten einiger Nachfrage, na­mentlich für Lebensmitteleinfuhr, ein merk­liches Anziehen der Kurse. Der Dollar stieg von 1405 auf 1445, und auch im offiziellen Verkehr machte die Aufwärtsbewegung lang­same Fortschritte. Für die Industrieaktien be­stand im Zusammenhänge mit der Entspan­nung auf dem Geldmärkte eine durchweg gute Kauflust. Besonders erhebliche Kurserhöhun­gen waren aber nur auf dem Mvntanmarkte zu verzeichnen, auf dem Essener Steinkohlen. Harpener, Laurahütte. Oberschlesischer Eisen­bahnbedarf und Oberschlesische Eisenindustrie, ferner Phönix und Riebeck Montan 100 bis 200prvzentige Besserungen bei lebhaften (Um­sätzen erfuhren. Doch blieben die höchsten Kurse infolge von Gewinnrealisierungen der Speku­lation nicht behauptet. Auf anderen Umsatz­gebieten schwankten die Erhöhungen meist zwischen 2050 Prozent. Von Valutapapieren waren Kanadaaktten stark begehrt und wurden um 1300 Prozent höher bezahlt. Ausländische Renten waren im Einklänge mit der Haltung des Devisenmarktes meist gebessert. Insbesondere stiegen österreichische und un­garische Goldrente, dagegen schwächten sich türkische Anleihen ab. Heimische Anleihen wa­ren gut gehalten, nur Zprvzentige deutsche Reichsanleihe büßte von ihrem hohen Stande 20 Prozent ein. Sehr bedeutende Steigerun­gen erfuhren ferner auf Gerüchte von bevor­stehenden Abfindungszahlungen Kolonial­papiere. So stellten sich deutsche Kolvnial- anteile auf 32 000, Pamona auf 70 000 Proz. gegen 24 000 bzw. 55 000 Prozent gestern. In den nur zu SinheitSkursen gehandelten Indu- skriewerten gestaltete sich das Geschäft unter Käufen des Privatpublikums bei stark an­ziehenden Kursen außerordentlich lebhaft, was die Kursfeststellung wesentlich verzögerte.

Frankfurt a. M. 26. Sept. Bors en - stimmungsbild. Doilarkurs im Fcühverkehr 1410, im Verlaufe 1440. Politische Rachrichten, die dem Devisenmarkt hätten Anregung bieten können, lagen nicht vor. Auszahlung London war mit ca. 6300, Holland 54 800 Reuyork 14.10 bis 14.15 genannt. Die Effektenbörse war auf die mäßige Erleichterung des Geldmarttes hin fester gestimmt. Kaufaufträge seitens der Bank­kundschaft führten zu Kurserholungen verschiede­ner Jndustrieaktien. In Montanpapieren waren verschiedentliche Kurserhöhungen zu beachten. Olavi-Minen lebhafter, Gelsenttrcheu, Oberbedarf sehr fest. Die Aktien der Farbenfabriken ließen Kurserhöhungen von ca. 50 Prozent erkennen. Scheideanstalt, Holzverkohlung, Maschinenfabrik Karlsruhe, Ehlingen anziehend. Elettrizitäts- werte waren vorwiegend höher, besonders AEG., Schuckert, Bergmannswerke. Ausländische Werte unregelmäßig. Türken und ungarische Renten behauptet, Rumänen lebhaft. Dollarnotierung um 1 Uhr 1450.

Amstd -Rotterd 54531,75 54668,2556679,05 56820,95 Drüffel-Antlv 10162,25 10187,7510536,8010563,20 Christiania ' ' 23770,25 23829,75 24769, - 24831, - Kopenhagen . 29363,25 29436,75 30414,90 30488,10 Stockholm 37253,35 37d46,65 38651,60 38748,40 Helsingfors' I ! 3091,10 3098,90 3196,- 3204,- Stalien . 5942,55 5957,45 6217,20 6232,45 London..... 6227,20 6242,80 6441,90 6458,10

Reuyork.....

Paris......

Schweiz.....

Spanien.....

Deutsch.Oesterr» Prag......

Budapest .... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan......

Rio de Janeiro

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Entschlüsse der Konstanttuopeler Regierung.

London, 26. Sept. (WLD.) Reuter meldet aus Kvnstanttnopel, es werde berich­tet, daß der G r o ß w e s i r der k e m a l i st i - scheu Regierung mitgeteilt habe, daß die Konstanttuopeler Regierung nicht wünsche, Angora in irgend einer Weise zu behindern, und daß ihre Mitglieder daher bereit seien, ihren Rücktritt einzureichen. In diesem Falle glaubt man, daß Mustafa Kemal einen Ge­neralgouverneur nach Konstanttnopel entsen­den werde.

Bolschewistische Anruhen?

London, 26. Sept. (WLD.) Der Kon­stantinopeler Berichterstatter derDaily Mail" drahtet, dort werde die Befürchtung ge­hegt, daß die Bolschewisten, deren Or­ganisation in Konstantinopel weitverbreitet sei, A n r u h e n Hervorrufen könnten in der Hoff­nung, einen neuen Ausbruch der Feindselig­keiten herbeizuführen, falls ihre türkischen Ge­nossen von ihnen getrennt würden. Flug­schriften in türkischer Sprache, in denen die Türken aufgefordert werden, allen Englän­dern und zaristischen Russen in Konstanttnopel den Hals abzuschneiden, werden in großer Anzahl verbreitet.Daily Expreß" meldet aus Konstantinopel, das Anbehagen nehme dort zu und es würden Anruhen befürchtet. Die Frauen der britischen Offiziere und Sol­daten seien aus Konstantinopel abgefahren.

Finanzhilfe zugunsten Oesterreichs.

Genf, 26. Sept. (W.D.) Wie die hiesigen Blätter erfahren, ist der Zahlungsplan für die Finanzhilfe zzu Gunst en Oesterrerchs derart aufgestellt worden, daß England, Frank­reich Italien und die Tschecho-Slotvakei je 20 »o der von den Danken gewährten Anleihen garan­tieren d. h. zusammen 80 °/o. Die anderen (Staa­ten sollen gemeinsam die verbleibenden 20 °/o über­nehmen. Frankreich und Tschecho-Slowakei ha­ben nach demJournal de Genöve" bereits ihre Zustimmung zu diesem Abkommen gegeben, wäh- renb die Einwilligung von England, von der die Italiens abhängt, unmittelbar erwartet wird. Was die politische Regelung betrifft, faßt man nach demJournal de Geneve" immer mehr eine ^Neutralität nach dem Muster der Schweizer Reu- traUtät ins Auge.

Todesreige n", in dem die Rotlage Ruß­lands unter der Herrschaft der Sowjet- regierung dargestellt wird. Die Räuber sind entfommen. Allem Anschein nach handelt es sich um Kommunisten, die auf diese Weise die Vorführung des Films verhindern wollten.

Schwurgericht.

Gießen, den 25. Se^t.

Als erste Sache der 3. Schwurgerichtsperiode wurde die Strafsache gegen die Peter K ais e r Ehefrau wegen Meineids und gegen den Elsen- baHnschaffner Hugo Schmieder und dessen Ehefrau Lina Schmieder wegen Anstiftung Mun Meineid verhandelt. Sämtliche Angellagte wollen in Geis-Ridda. J 2 _

Den Vorsitz führte Landgerichtsrat Dr. H a n- fult beisitzende Richter waren die Landgenchts- räte Schade und Trümpert. Die Anllage vertrat Amtsgerichtsrat Dr. W o d a e ge, zur Zett an der Staatsanwaltschaft Gießen. Frau Kaiser wurde durch Rechtsanwatt Iusttzrat H a m b u r - ger aus Aidda, die Eheleute Schmieder durch Rechtsanwalt Iusttzrat Katz. Gießen, verteidigt.

Frau Kaiser wiederholte vor den Ge­schworenen das Geständnis, das sie bereits vor dem Antersuchungsrichter abgelegt hätte und das sie selbst und die leugnenden Mitangellagten im Sinne der Anklage belastete. Aus ihren Angaben < in Verbindung mit sonstigen Zeugenaussagen er­gab sich folgendes Bild: Die Rüigarete Schmieder, Tochter der Eheleute Schmieder, hatte im Rovern- bei vorigen Icchres dem Sohn der Angellagten Kaiser einen Palentin geliehen. Rachdem sie diesen bei Frau Kaiser wieder abgeholt hatte, vermißte diese einen künstlichen Haarzopf. Sie schöpfte Ver­dacht gegen die Margarete Schm., zumal erzählt wurde, diese trüge eine künstliche Haarunterlage. Frau K. sprach diesen Verdacht auch in Gegenwart von Zeugen aus. Als sie den Vater Schmieder ge­legentlich traf, bat sie ihn der Sache nachzugehen, und, wenn Margarete den Zopf hätte, diesen Airückzubeschaffen. Schmieder versprach dies. Bald darauf brachte die Frau Schm, den Zopf der Frau K. zurück, zugleich mit einem Butterweck und einem halben Kuchen und bat inständigst, doch nichts von der Sache zu verraten. Auf eine inzwischen ein­gegangene anonyme Anzeige vernahm bald darauf der Gendarmeriewachtmeister K n a u ß die Frau K., die zunächst den Sachverhalt so schilderte, wie feben angegeben. Als nun die Marg. Schm, von dem Amtsanwalt nach Ridda zur Vernehmung geladen worden war, beftürmten die Eheleute Schmieder die Frau K., sie solle doch sagen, der Zopf 'habe an der Wand unter dem Palentin gehangen und sei, im Palentin eingeklemmt, ohne daß die Marg. Schm, es gemerkt hätte, von dieser mit nach Hause genommen worden, wo er später zufällig aus dem Palentin herausgefallen sei. Zugleich erMelt Frau K. des öfteren Milch. Matte, Butter, Wurst und Wolle. Man bat sie, sie solle unvorgeladen mit dem Gretchen nach Ridda ge'hen, um vor dem Amtsanwalt deren falsche Angaben zm bestätigen. Sie würde auch frei- gehalten. Frau K. gab diesen Bitten nach und machte vor dem Amtsanwall die entsprechenden Angaben. Rachdem sie sich in Ridda in einer Wirtschaft auf Kosten der Marg. Schmieder ge­stärkt hatte, frug sie diese auf dem Heimweg, wie es sich! denn nun wirklich mit dem Zopf ver­hielte/ Die Marg. Schm, gab der Frau Kaiser nun zu, daß sie den Zopf mitgenommen habe. Sie ginge aber ins Wasser, wenn sie deshalb ins Gefängnis solle. Sie war erst kurz zuvor wegen eines Diebstahls verurteilt aber bedingt begnadigt worden. Der Amtsanwall, der nun Klarheit in die Sache bringen wollte, veranlaßte die eidliche Der- nefyntung der Frau Kaiser vor dem Amtsgericht Ridda. Rachdem Frau K. die Vorladung erhalten hatte, setzten ihr die Schmieders wieder zu, sie solle doch bei ihrer seitherigen Angabe bleiben. Lebens- mittel, insbesondere auch ungebrannter Kaffee, gaben den Bitten den nötigen Rachjdruck. Frau K. gab insbesondere an, daß der Angeklagte Schm, öfters bei diesen gemeinschaftlichen Besprechungen 8ugegen gewesen sei und sich an der Beeinflussung beteiligt 'habe. Darauf beschwor Frau K. vor dem Amtsgericht Ridda, daß Marg. Schmieder ihr den Zopf zurückgebracht 'hätte mll dem Bemerken, er sei bei ihnen zu Hause auf einmal aus dem Palentin heraus gefallen. Sie. die Frau K., glaube nicht, daß Marg. Schm, den Zopf entwendet habe. Es fei unrichtig, daß sie den Ehemann Schm, gelegentlich von dem Diebstahl Kenntnis gegeben habe. Auch könnten ihr Ehemann und ihr Sohn bestätigen, daß sie die Angaben vor dem Gendarmerieracht- meister Knauli, die die Marg. Schm, belasteten, nich<t gemacht Habe.

Der Ehemann Schmieder bestritt alles. Die Ehefrau gab zwar zu, daß sie etwas Butter, Brot, Kuchen und Wolle der Frau K. gebracht habe. Es seien dies jedoch nur Gelegenheitsgeschenke und Aushilfen gewesen. Ihr wurde jedoch! cnt- gegengehcklten, daß sie nach längerem Leugnen vor bem Untersuchungsrichter zugegeben hatte, daß sie öfters der Frau K. Lebensmittel gebracht und sie dahin beeinflußt habe, sie solle unter allen Umständen vor Gericht bei ihren falschen Aussagen beharren. Auch hatte Frau Schm, früher yigegeben, daß sie damit gerechnet (hätte, daß Frau K. schwören müsse. Frau K., die den beiden an­deren Anacllagten gegenübergeftellt wurde, ver­blieb sehr bestimmt bei ihren belastenden Angaben.

Der Vertreter der Anklage beantragte, die drei Anaeklagten im Sinne der Anllage zu Der- -urteilen©er Verteidiger der Frau K. plädierte auf fahrlässigen Falscheid. Der Verteidiger der Eheleute Schm, beantragte Freispruch.

Die Geschworenen bejahten bei Frau Kaiser Die Frage des fahrlässigen Falscherdes und bei Frau Schmieder die Frage nach Verleitung zum sah'.lässig en Falscheid. Infoloedessen konnten diese beiden Angeklagten mit Gefängnis bestraft wer­den, während sonst auf Zuchthaus hätte erkannt werden müssen. Bezüglich des Ehemannes Schmieder verneinten die Geschworenen jegliche S ch u l d f r a g e. S) m A t aa des Staats- Xlnwalls entsprechend wurden Frau Kaiser und Frau Schmieder zu je 6 Monaten Ge­fängnis verurteilt.

25.9

77.50 120,- 448,-

79, 715, 510, - 310,- 298,- Deutsche Bank . . .. 610,- Disconto-Gesellschasl 407, Dresdner Bank. . . $30, -